Die Seychellen – Naturparadise im Indischen Ozean

29092010

Die große Rucksacktour mussten wir leider aus beruflichen Gründen auf nächstes Jahr verschieben und so hat es uns dieses Jahr zwei Wochen auf die Seychellen verschlagen.

Traumstrand Source de l'Argent auf La Digue
Traumstrand Source de l’Argent auf La Digue


Als Naturliebhaber hat es uns dort sehr gut gefallen. Die kleine Insel Praslin (ungefähr so groß wie die Ostseeinsel Poel) ist vom Massentourismus weitgehend verschont geblieben und die umgebenden noch kleineren Inseln stehen zum großen Teil unter Naturschutz. Dort kann man unter anderem die nur auf den Seychellen vorkommenden Aldabra-Riesenschildkröten in Freiheit bewundern – neben der Galapagos-Riesenschildkröte, die letzte Gattung der Riesenschildköten, die überhaupt noch existieren. Sie werden bis zu 150 Jahre alt und über einen Meter lang.

Aldabra-Riesenschildkröte beim Fressen auf Courieuse
Aldabra-Riesenschildkröte beim Fressen auf Courieuse


Auch die hier lebenden Flughunde haben uns in ihren Bann gezogen. Immer wieder haben wir uns auf die Suche nach Ihnen gemacht um Bilder von den dämmerungsaktiven Tiere, die schwer zu fotografieren sind, zu bekommen.

Seychellen Flughund auf Nahrunssuche
Seychellen Flughund auf Nahrunssuche


Seychellen-Flughund
Seychellen-Flughund


Mit Cousin Island besuchten wir eine Insel, die unter strengem Schutz steht und das einzige Brutgebiet der echten Karettschildkröte im indischen Ozean ist. Schildkrötenzeit war zwar nicht, trotzdem konnten wir einige dieser tollen Tiere beim Schnorcheln beobachten.

Cousin ist darüber hinaus eines der wichtigsten Brutgebiete für Weißschwanz-Tropikvögel und Noddis. Auch die wunderschönen Feenseeschwalben konnten wir dort beobachten.

Weißschwanz-Tropikvögel beim Brüten
Weißschwanz-Tropikvögel beim Brüten


Noddi-Junges
Noddi-Junges


Feenseeschwalben Paar
Feenseeschwalben Paar


Aber natürlich sind auch auf den Seychellen, trotz einiger, guter Schutzansätze massive, globale Umweltprobleme zu beobachten. Besonders der traurige Zustand der Korallenriffe hat uns sehr erschreckt. Durch die Erwärmung der Ozeane sterben die Korallen großflächig ab. Übrig bleibt eine Wüste aus Korallenbruchstücken, die auch keinerlei Lebensgrundlage mehr für Fische bieten. Der Rückgang der Fische führt zu einem Nahrungsmangel bei den Seevögeln, die ihre Jungen auf ihren immer längeren Flügen zur Nahrungssuche alleine lassen müssen, das Ergebnis: bei unserem Besuch von Cousin Island mussten wir auch viele tote oder kurz vor dem Tod stehende Jungvögel sehen – sehr, sehr traurig.

Echte Karett-Schildkröte über zerstörten Korallen
Echte Karett-Schildkröte über zerstörten Korallen


Insgesamt war es eine tolle, abwechslungsreiche Reise mit viel Fotografieren, Wandern, Tiere beobachten, Schnorcheln und netten Bekanntschaften.

Dies nur als kleiner Einblick vorab, weitere Bilder findet ihr hier:

Traumstrand im Norden der Insel Courieuse
Traumstrand im Norden der Insel Courieuse


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4 Kommentare bisher


  1. Gravatar

    [...] der Fotografie bei mir das Thema Video einen immer höheren Stellenwert bekommen und gerade auf unserer letzten Reise ist mir wieder extrem deutlich geworden, dass man eigentlich nur eins machen kann: ernsthaft [...]

  2. Ingrid Hagen Wegner 30. September 2010, 20:53   »
    Gravatar

    Hallo Ihr beiden Heimkehrer,
    die Bilder werden immer schöner, filigraner, so das noch möglich ist. Ganz entzückend der fliegende Hund in seinem Kleider‑ bzw. Flügelsack. Und die Feenseeschwalben und Ururmama oder Ururpapa Schildkröte. Traurig die Korallen! Vom ‚Schützt den Regenwald‘ bekam ich heute 4 Exemplare des Regenwald Reports. Ich werde sie verteilen. Wenn jeder irgendwo klein anfängt bleibt wenigstens die Hoffnung bestehen.
    Vielen Dank und mit Freude auf den angekündigten Großbericht
    IHW

  3. tobi 30. September 2010, 15:22   »
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    Super Fotos. Und jetzt will ich Urlaub. :-)

  4. Roland 30. September 2010, 06:32   »
    Gravatar

    Schön dass ihr wieder gesund und munter im Lande seit – ich freu mich schon sehr auf die Ausführungen und die Bilder … es fängt ja schon hier in diesem Post gut an! ;o)

    Ja – es ist schade, dass es doch so viele Wunden auf unserem tollen Planeten gibt und es ist toll dass doch einige etwas genauer hinsehen, als nur auf den Strand und die Cocktailbar´s.
    Mann sollte hoffen, dass mehr Leute daran denken – auf die einzige Lebensgrundlage besser aufzupassen. Mama-Earth meint es eh besonders gut mit uns und versucht viele von uns gemachte Wunden wieder zu kurieren – mal sehen ob sie es bis zur Narbenbildung schafft, oder … ?!

    aber nun wieder zu deinen tollen Impressionen & Infos … bin schon gespannt auf mehr.
    Gr.
    Rol@nd

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