fromSmash.com – große Dateien übertragen leicht gemacht!

10022017

fromSmash.com ist ein neuer Dienst zum Versenden von Dateien, der auf den ersten Blick alles richtig macht! Der Dienst ist kostenlos, erfordert keine Registrierung, verzichtet auf Werbung, sitzt in Europa und hat keine Dateigrößenbeschränkung.

Kennt ihr das nicht auch? Eine RAW Datei, ein Video oder einfach nur ein Bild in Originalgröße soll versendet werden.

Email ist da sicher nicht das geeignete Mittel: wenn die Übermittlung als Email-Anhang nicht schon beim Hochladen aufgrund einer Größenbeschränkung des eigenen Providers scheitert, dann vermutlich spätestens irgendwo während des Transports. Und selbst wenn sie ankommt: es gibt meiner Meinung nach beim elektronischen Kommunizieren wenig unhöflicheres, als die Postfächer anderer Menschen mit riesigen Anhängen zu verstopfen. Diese kann der Empfänger nämlich oft nicht von der Email lösen, sondern muss entweder die komplette Mail löschen oder sie mitsamt dem riesigen Anhang behalten.

Natürlich gibt es schon lange etliche Dienste, die das Versenden oder Verlinken von Dateien erlauben – Dropbox kann das z.B., oder Wetransfer.

Alternativen

Die verbreitete Dropbox hat allerdings den Nachteil, dass die Datei auch immer den eigenen Dropbox-Speicher belegt und man dann daran denken muss, sie irgendwann zu löschen. Der kostenlose Dropbox Zugang enthält nur 2GB Speicher und ist oft ja schon gut gefüllt. Man kann also nur Dateien versenden, die kleiner sind, als der restliche freie Platz dort. Da man nicht weiß, wann der Empfänger sie heruntergeladen hat, weiß man auch nicht, wann man die Datei wieder löschen kann, um den Platz frei zu geben. Dropbox ist ein US-Amerikanischer Dienst, bei dem die Sicherheit der eigenen Daten mit Fragezeichen versehen ist. Dropbox nutze ich selbst nur noch für unwichtige Daten.

Wetransfer ist auch ein US-Amerikanischer Dienst, hier ist die Größe der Dateien bei der kostenlosen Variante von vornherein auf maximal 2GB beschränkt. Ich nutze ihn eigentlich nicht.

Smash

Durch Zufall bin ich vor einigen Wochen auf den neuen Dienst “Smash” gestoßen und er hat mir gleich gefallen, da er die genannten Nachteile nicht bietet. Daher habe ich mich entschlossen, diesen Artikel zu schreiben und euch daran teilhaben zu lassen. Ihr erreicht den Dienst über fromSmash.com. Ich habe mir dazu gleich ein Lesezeichen erstellt und nutze ihn in letzter Zeit häufig.

Smash hat seinen Sitz in Frankreich, auf meine Nachfrage hin, gaben sie aber an, dass ihre Server sowohl in Europa als auch in den USA stehen.

Bei Smash müsst ihr nur eure Datei oder Dateien, die übrigens beliebig groß sein dürfen, per drag-and-drop reinwerfen und ihr könnt dann auswählen, ob der generierte Download Link zunächst nur an euch selbst oder auch direkt an den Empfänger gesendet werden soll.

Über den “+hinzufügen” Link oben, könnt ihr weitere Dateien hinzufügen, dabei könnt ihr auch eine ganze Reihe von Dateien auf einmal selektieren.

Über “Personalisieren” und “Hervorheben” könnt ihr die Seite, die dem Empfänger beim Download angezeigt wird, gestalten. Das mache ich in der Regel nicht.

Die Dauer könnt ihr zwischen 1 und 7 Tagen einstellen. Danach verfällt der Link und die Datei wird vom Server des Anbieters gelöscht. Auch ein Passwort könnt ihr hier vergeben.

Nachdem ihr auf Senden geklickt habt, wird die Datei hochgeladen, im Anschluss bekommt ihr dann den Download Link angezeigt und per Email zugesandt. Wenn ihr einen Empfänger angegeben habt, bekommt auch dieser eine Email mit dem Link und der Gültigkeitsdauer.

Eine Besonderheit von Smash ist, dass der Empfänger bei Bild-, Video- oder Ton-Dateien schon von dem Herunterladen im Browser eine Vorschau auf die Dateien angezeigt bekommt. Die Idee ist, dass er dann entscheiden kann, ob er sie überhaupt herunterlädt. Bei RAW-Dateien oder Archiven, siehe unten, geht das natürlich nicht.

Sicherheitsaspekt

Bei allen Lösungen (inklusive Email), bei denen Dateien über fremde Server gesendet werden, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Dritte Einsicht nehmen können.

Ein bei Smash vergebenes Passwort, verschlüsselt die Dateien nicht. Wenn ihr sensible Daten verschicken wollt, die nicht unverschlüsselt auf dem Server eines Dritten landen sollen, empfehle ich euch, diese vor dem Versenden z.B. mit 7-zip zu komprimieren und bei der Kompression ein Passwort zu vergeben.

7-zip ist ein freies, kostenloses Open-Source-Archivprogramm, das nicht nur hervorragende Kompressionsraten erzielt, sondern auch eine sichere Verschlüsselung (AES256) inklusive Verschlüsselung der enthaltenen Dateinamen bietet.

7-zip für Windows: 7-zip.de

Für den Mac gibt es auf der 7-zip Download-Seite unten einen Link zu dem alternativen 7zx für Mac.

Mein Fazit

Ich nutze Smash nun seit ein paar Wochen und muss sagen, der Dienst macht Spaß und funktioniert wirklich prima. Bezüglich der Datensicherheit habe ich ein besseres Gefühl bei einem Europäischen Anbieter, als bei Dropbox und Konsorten, noch schöner wäre es natürlich, wenn alle Server in Europa stünden. Sensible Inhalte kommen bei mir aber ohnehin in ein verschlüsseltes 7-zip Archiv. Das Passwort versende ich dann mit einem Ende-zu-Ende verschlüsselten Messenger (Whatsapp, Threema etc…) an den Empfänger. Der große Vorteil von Smash ist derzeit, dass man beliebig große Dateien versenden kann, diese mit einem Ablaufdatum versehen werden und der Dienst derzeit kostenlos und werbefrei ist.

Laut Aussage der Anbieter, wird die kostenlose Nutzung auch in Zukunft bestehen bleiben. Darüber hinaus wollen sie dann zur Finanzierung des Dienstes zusätzlich noch Premium-Leistungen anbieten, mit persönlichem Branding, Unterstützung weiterer Dateitypen für die Vorschau, etc.

Für meine Zwecke reicht derzeit die kostenlose Variante. Probiert Smash doch mal aus!

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16 Kommentare bisher


  1. Sascha 19. März 2017, 19:51   »

    wow, das wäre cool, darüber meine Kunden-zip zu versenden. Leider funktioniert das nach einigen Rests nicht wirklich. Der Dienst wird zunächst immer als Spam angesehen und da ich es immer wieder mit neuen Kunden zu tun habe… So muss ich leider weiter bei Dropbox bleiben. Der Link kommt an und alles funktioniert problemlos außer das immer viel Spiecherplatz belegt ist und ich manuell Dateien löschen muss. Trotzdem Danke für den Tipp.

    • Naja, du kannst ja den Link auch von Hand in eine von dir verfasste e-mail einfügen.
      Ich hatte das Problem aber auch noch nicht mit den E-Mails des Dienstes.

  2. Patrick 28. Februar 2017, 21:40   »

    Hallo Gunther,
    welchen Browser nutzt du dafür? Ich habe es jetzt mit einer 15 MB Datei versucht und leider keine Bestätigung des Uploades bekommen. Versucht habe ich es mit Firefox, Oper und InternetExplodierer. Kein Erfolg. Zuerst dachte ich mein Ghostery und NoScript hat mir das verhagelt, aber IE ist davon frei und sollte funktionieren.
    Falls du oder andere das Phänomen schon mal hattet, wie habt ihr das gelöst? Sonst halt wieder WeTransfer…
    LG
    Patrick

    • Geht bei mir mit Chrome und Firefox.

      • Patrick 1. März 2017, 08:28   »

        nach einer gefühlten halben Stunde konnte ich jetzt den generierten Link von Opera und Firefox (ohne Erweiterungen gestartet) entgegennehmen.
        Leider ist keine Fortschrittsanzeige vorhanden, sonst könnte man sich ja einen Tee/Kaffee machen gehen…
        Meine Internetanbindung ist prima und 15MB soltten keine 5min dauern. Welche Wartezeiten habt ihr?

  3. Danke für den Tip. Gerade auch in Verbindung mit dem Hinweis die Daten/Bilder vorher mit 7-Zip zu einem Archiv zusammenzufassen und auch noch die Möglichkeit der Verschlüsselung zu haben. Dazu scheint dieses “Gesamtpaket” ja auch noch einfach zu bedienen zu sein und ist zudem kostenlos und ohne Größenbeschränkung.

  4. Vielleicht ein bisschen Off-Topic, aber weil du das Thema sensible Daten angesprochen hast.
    Du hattest mal erwähnt, dass du überwiegend mit den Google Diensten arbeitest. Meintest du da nur GMail, oder auch GoogleDrive?
    Mich interessiert da vor allem deine Haltung zu Sicherheit/private Daten und komfort im Bezug auf eine gute Online Ablage fürs Unternehmen. Aber vielleicht sprengt das auch gerade den Rahmen für ein Kommentar, vielleicht passt dazu auch eher ein gesamter Artikel.
    Danke trotzdem schon mal!

    • Google Drive nutze ich nicht. Dropbox auch nur für nicht sensible Daten. Für alles andere nutze ich Resilio-Sync, in Verbindung mit einer zentralen Resilio Instanz auf meinem NAS.
      Ich habe mir auch Owncloud angesehen, fand ich aber zu kompliziert, insbesondere, das Handling und die aktualisierung der SSL Zertifikate. Das braucht Resilio nicht.

  5. Danke für den Tip! Ich suche für Dateien, die keine Fotos sind, schon länger eine einfache Alternative zu Dropbox und WeTransfer.
    Für Fotos benutze ich seit langem http://www.picdrop.de
    Eine sehr gute gemachte und stets weiterentwickelte “Bildübertragung für Profifotografen”. Die Server stehen in Deutschland.

  6. Rolf Wilhelm 11. Februar 2017, 11:12   »

    Moin.
    So sehr ich die Alternative zu Dropbox, Onedrive und Googledrive schätzen würde, weil es ein Hosting in Europa ist, so sehr hat dieser Dienst die gleichen Probleme, die auch die anderen genannten Dienste haben: Die Daten werden extern gehostet und müssen erst vollständig hochgeladen sein, bis sie verteilt werden können und haben ein im Artikel mehrfach erwähntes Speicherplatzlimit, solange man die kostenfreie Variante wählt.

    Wer ein NAS zuhause hat (und selbst, wenn es nur ein PC ist), kann mit Tools wie “Resilio Sync” (ehemals Bittorrent Sync) und “Syncthing” das Hosting selber übernehmen, und das Verteilen der Daten beginnt im Moment des Teilens. Ich benutze Resilio Sync auf meinem NAS, auf meinen Laptops, PC und den Mobilgeräten inkl. Smartphone. Solange eines der Geräte eingeschaltet und online ist und die gleichen geteilten Daten hat, kann ein zweites Gerät sich aktualisieren. Mehrere Geräte gleichzeitig online summieren den jeweiligen Uplink. Und die Limite ist jeweils nur der persönliche Uplink sowie der persönliche Speicherplatz. Kostenlos und Werbefrei ist es nebenbei auch noch.

    Resilio Sync nutzt allerdings US Tracker Server, die aber keinen Inhalt kennen. Einen Weg, das vollständig zu umgehen, etwa mit “Known Hosts” in der Konfiguration habe ich noch nicht gefunden. Dies scheint bei Syncthing gelöst zu sein, ich bin aber noch nicht dazu gekommen, das sauber auszutesten. Schlussendlich hat es den Vorteil, Open Source zu sein, soll aber gerüchteweise noch nicht die Stabilität von Resilio Sync haben.

    In den Ferien habe ich sogar jeweils meist ein Backup meiner Fotodaten auf das zuhause lauernde NAS uploaden können. Das klappt natürlich nur, wenn die Bandbreite in den Unterkünften entsprechend ist. So waren die Dateien bei der Rückkehr bereits an Ort und Stelle und es fehlte nur noch der LR-Katalog-Export, wie hier an anderer Stelle beschrieben.

    • Hallo Rolf,
      Resilio kenne ich und nutze ich. Der Nachteil ist, dass der Empfänger es auch installiert haben muss. Um mal schnell jemandem eine Datei zu senden ist es nicht geeignet.
      Der Vorteil bei Smash ist ja gerade, das es so super easy ist und eben KEINE größenbeschränkung hat. Das habe ich im Artikel mehrfach erwähnt.
      Es ist ein Dienst zum Versenden von Dateien. Resilio ist eine Synchronisations-Dienst.

  7. Reinhard 10. Februar 2017, 21:30   »

    Hallo Gunter,
    danke sehr für den Hinweis. Ich hoffe nur, daß diesem Dienst die Schmach der US-Filmlobby erspart bleibt, Urheberrechtsverletzungen zu begehen.
    Gruß Reinhard

  8. Hallo Gunther,
    sehr Interessanter Artikel wie ich find. Die zeitliche Begrenzung des Links finde ich cool.

    Ich persönlich nutze seit Jahren das kostenlose 25 GB Mediencenter der Telekom für den Transfer. Man kann es bei Bedarf auf 100GB erweitern, oder einfach einen neuen Mitbenutzer anlegen und erneut 25GB gratis buchen :-)
    Zusätzlich kann man den Ordner auch mit der mediencenter-Software automatisch am PC synchronisieren und managen.
    Die Freigabe von einzelnen Ordner kann auch per Link oder E-Mail mit Kennwort erfolgen, nur laufen die Links einfach nicht aus, man muss diese immer selbst deaktivieren/löschen.
    Ich werde den Dienst aber sicherlich testen.
    Viele Grüße
    Kai

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