LRTimelapse und Lightroom 4

10032012

Viele von Euch werden in den letzten Tagen auf Lightroom 4 upgedated haben und sich vielleicht die Frage stellen, ob sich für die Arbeit mit LRTimelapse etwas ändert.
Lightroom 4 bringt einen neuen Entwicklungsprozess mit sich, Adobe nennt ihr „Prozess 2012“. Dieser Prozess wird in Kürze auch in die Produkte der Creative Suite 6 Einzug halten. Mit dem neuen Entwicklungsprozess tauscht Adobe einige Regler im Entwicklungs-Modul aus und führt neue Bearbeitungsmöglichkeiten ein. Bestehende Regler verhalten sich etwas anders. Intern heißt z.B. der Belichtungsparameter nun Exposure2012 statt wie vorher Exposure. LRTimelapse kann seit Version 1.7 nun mit beiden Prozessen umgehen, wie das funktioniert, erkläre ich Euch im Folgenden.

Nun hat Adobe die Änderung am Entwicklungsprozess zum Glück abwärtskompatibel gestaltet, nicht jeder möchte ja zwingend in mühevoller Arbeit bearbeitete ältere Bilder einfach so auf den neuen Prozess konvertieren lassen, zumal die Ergebnisse ohne weitere Nachbearbeitung nicht immer besser aussehen. Beim laden einer Sequenz in Lightroom 4, die mit der 3er Version bearbeitet wurde, Fragt Lightroom nun nach, ob es diese Version auf den neuen Prozess aktualisieren soll.
Auch LRTimelapse unterstützt ab Version 1.7 den neuen Entwicklungsprozess. Allerdings könnt ihr das nicht pro Ordner einstellen, sondern müsst Euch entscheiden, in welchem Modus ihr LRTimelapse betreiben möchtet. Eine entsprechende Einstellung findet ihr in den Voreinstellungen. Nach einer Änderung ist ein Neustart von LRTimelapse erforderlich.

Wichtig ist, dass ihr die Prozess-Versionen nicht vermischt, sonst bekommt ihr keine vernünftigen Ergebnisse.

1.) Ihr benutzt den neuen Entwicklungsprozess (2012)

Hierzu müsst ihr LRTimelapse einmalig umstellen. Geht dazu im Menu auf Bearbeiten → Voreinstellungen und wählt unter Prozessversion die LR4 aus.
Startet nun LRTimelapse einmal neu. Im Anschluss seht ihr, dass die Spalte „Exposure“ nun „Exposure2012“ heißt.
Nun könnt ihr wie oben beschrieben Eure Zeitraffer bearbeiten. Denkt dran, die Sequenzen immer zunächst in LRTimelapse zu initialisieren, dann schreibt LRTimelapse die neue Prozessversion in die Metadaten und Lightroom arbeitet darauf weiter. In Lightroom müsst ihr in diesem Fall nichts mehr umstellen.
Anmerkung: Wenn ihr alte Sequenzen habt, die ihr bereits bearbeitet habt, dann könnt ihr Lightroom nutzen, um diese auf den neuen Prozess zu aktualisieren. Klickt dafür im Entwicklungsmodul auf das Ausrufezeichen unten rechts auf einem der Bilder und dann auf Alle Fotos des Filmstreifens aktualisieren.

2.) Ihr arbeitet weiterhin mit dem alten Prozess

Für Zeitraffer ist der alte (2010) Prozess möglicherweise gar die bessere Wahl. Wie ich ja schon weiter oben ausgeführt habe, sind nicht-lineare Regler gar nicht so gut für das deflickern und die Anpassung von Bildern mit der „Heiligen-Gral-Methode“. Lightroom 4 löst nun zwar den unsäglichen Schwarz-Regler in seiner alten Form ab und ersetzt ihn durch einen viel feiner dosierbaren, Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz sind aber nach wie vor nicht-linear und daher mit Vorsicht zu genießen. Erst die Erfahrung mit Lightroom 4 wird zeigen, wie sich der neue Prozess beim Bearbeiten von Zeitraffern schlägt.

Solltet ihr Euch dazu entscheiden, Eure Zeitraffer weiterhin mit dem alten Prozess zu bearbeiten ist das auch kein Problem mit Lightroom 4. Lass in LRTimelapse die Prozess-Einstellung in diesem Fall weiterhin auf „LR3“ stehen und initialisiert Eure Sequenzen wie gelernt in LRTimelapse. Lightroom wird Euch nun zwar im Entwicklungsmodul das Ausrufezeichen anzeigen mit dem Vorschlag den Prozess zu aktualisieren, dies dürft ihr nun natürlich nicht machen. So stehen Euch weiterhin die gewohnten Regler zur Verfügung und ihr könnt weiterhin wie aus Lightroom 3 gewohnt arbeiten.

Alles in Allem empfehle ich Euch das Upgrade auf Lightroom 4. Es gibt doch einige coole neue Features, selbst wenn ihr Zeitraffer weiterhin im LR3-Modus machen solltet. Adobe hat die Preise gesenkt, derzeit bekommt ihr die Vollversion von Lightroom 4 für 129 Euro.

Ich hoffe, ich konnte Euch durch diesen Artikel bei den ersten Schritten mit LRTimelapse und Lightroom 4 etwas helfen. Dieser Artikel ist übrigens ein Auszug aus der zweiten Auflage meines Ebooks „Zeitraffer Aufnehmen und Bearbeiten“, welches ich Euch wärmstens ans Herz lege, falls ihr in die Zeitraffer-Materie tiefer einsteigen möchtet!

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2 Kommentare bisher


  1. Robert 12. März 2012, 10:23   »
    Gravatar

    @dave : Man kann den neuen Prozess in LR4 auf jedes EINZELNE Bild oder auch für den gesamten geladenen „Filmstreifen“ auswählen. Man muss nicht zwingend den gesamten Katalog „upgraden“!

  2. dave 10. März 2012, 17:25   »
    Gravatar

    Hatte den Beitrag schon im Rahmen deines Zeitrafferbuches gelesen… Kann man denn eigentlich für jeden Katalog den Prozeß frei wählen, lädt LR diesen dann immer automatisch beim Start? Hätte Angst in ein heilloses Chaos zu stürzen, würde ich momentan (innerhalb eines Projektes) wechseln… Gruß dave

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