Das 3×3 für bessere Fotos – Teil 3 – Bearbeiten

17102015

Mit der Bearbeitung gebt ihr euren Fotos den Feinschliff. Aus Fotos werden Bilder. Im dritten Teil unserer Reihe “Das 3×3 für bessere Fotos” behandeln wir daher nun nach dem Fotografieren und Selektieren das Bearbeiten der Fotos.

Schritt III: Bearbeiten

Das 3x3 für bessere Fotos, Portfolios und Präsentationen | gwegner.de

Öfter als ihr vielleicht denken würdet, höre ich auch heute noch die Meinung, das Bearbeiten von Fotos sei manipulativ oder gar verwerflich. Das sind dann Stimmen wie

“Ich möchte nicht, dass meine Bilder bearbeitet werden – ich will die Realität so wiedergeben wie sie ist.”

oder

“Wer Bilder bearbeiten muss, macht beim Fotografieren etwas falsch.”

Oft kommt dann noch die Aussage:

“…außerdem habe ich gar keine Zeit meine Fotos alle zu bearbeiten”.

Um das letzte Argument habt ihr euch ja nun schon gekümmert, indem ihr, wie in der letzten Folge beschrieben, nur die allertollsten Bilder ausgewählt habt. Den Berg habt ihr also schon fast bezwungen, jetzt sollen diese ohnehin schon großartigen Fotos noch ihren Feinschliff bekommen – und das ist jetzt wahrlich keine Arbeit mehr, sondern nur noch pures Vergnügen!

Marktfrau in Copacabana, Bolivien

Die ersten beiden Punkte möchte ich hingegen mit „Falsch, falsch, falsch!“ beantworten!

Jedes JPG, das aus der Kamera kommt, wird automatisch “bearbeitet” – nämlich durch die Software in der Kamera. Jede Digitalkamera bearbeitet die Bilder. Und keine Kamera der Welt sieht oder gibt die Realität so wieder, wie sie ist! Wenn das wirklich das Ziel sein soll, kann nur der Fotograf – in der Nachbearbeitung – einem Foto die Anmutung geben, die seiner Meinung nach die „richtige“ ist. Richtig oder falsch ist hier nämlich total subjektiv. Eine Kamera wendet stumpf Bearbeitungsalgorithmen auf alle Fotos an. Sie „sieht“ nicht und sie weiß nicht, wie ihr das Motiv seht. Sie nutzt spezielle (recht einfältige) “Kochrezepte” zur Bearbeitung, die ihr ihre Entwickler eingeimpft haben und die sie mehr oder weniger Stumpf anwendet. Und diese Rezepte sollen dann für alle Aufnahmesituationen möglichst irgendwie funktionieren. Nur noch ein Denkanstoß: die Kamera hat zwar eine Uhr eingebaut, aber sie berücksichtigt bei ihrer Bearbeitung noch nicht einmal, ob Tag oder Nacht ist.

Ihr merkt schon: wir sprechen von einer gehörige Portion “Zufall” und Ergebnissen, die maximal Durchschnitt sein können. Eigentlich nicht dass, was ihr als ambitionierte Fotografen produzieren wollt, oder?

Daher ist es wichtig, dass ihr dies Bearbeitung nicht der Kamera überlasst, sondern sie selbst in die Hand nehmt. Dazu müsst ihr der Kamera beibringen, dass sie Euch ihre rohen Bilddaten (RAW) zur Verfügung stellen soll, damit ihr sie dann bearbeiten könnt. Mit heutiger Software zur Fotobearbeitung geht das ganz leicht.

Auch schon zu analogen Zeiten haben sich ambitionierte Fotografen nicht auf die Ergebnisse aus  Großlaboren verlassen, bei denen die Automaten einfach eine Standard-Entwicklung durchgeführt haben. Jeder der seine gutgemeinten Nachtaufnahmen mal als Lila-/Grauen Abzug aus dem Großlabor gesehen hat, weiß, wovon ich spreche. Nein, um wirklich tolle Bilder zu erzeugen, musste man die Bilder von Hand entwickeln und ausbelichten. Fotografen haben teilweise tagelang an einem einzelnen Bild gearbeitet, bis es dem entsprach, was sie sich vorstellten. Soviel zum Thema “Keine Zeit”. Zum Glück geht das heute am Rechner alles viel, viel schneller. Aber gemacht werden sollte es halt. Wie das sehr effizient geht, dazu kommen wir dann weiter unten.

Alpaca, nähe Titicacasee, Bolivien

III.1 RAW Dateien aufnehmen und selbst bearbeiten

Überlasst die Entwicklung (=Bearbeitung) eurer Fotos also bitte nicht dem Zufall (=der Kamera)!

Alle Digitalkameras nehmen Fotos nicht nur auf, sondern sie bearbeiten sie auch automatisch. Weißabgleich, Schärfe, Rauschreduzierung. Die von den Kameras angewandten Algorithmen können dabei noch so gut (oder intelligent, wie die Hersteller uns glauben lassen wollen) sein, sie werden das Bild nie “sehen” und somit wie ein Mensch beurteilen können.

Um wirklich gute Ergebnisse zu bekommen, müsst ihr die Farben und Kontraste in euren Bildern selbst einstellen. Kaum ein Foto kommt so aus der Kamera, als dass in dem Zusammenhang es nicht noch verbessert werden könnte. Insbesondere der Weißabgleich ist ein mächtiges Gestaltungswerkzeug, welches die Anmutung eines Bildes völlig verändern kann. Eine Anpassung der Weißabgleichs in der Nachbearbeitung führt oft zu besseren Ergebnissen. Dies ist allerdings nur möglich, wenn ihr im RAW Format fotografiert! Gerade besonders interessante Lichtstimmungen, wie sie bei tief stehender Sonne oder zur Blauen Stunde entstehen, kann der Automatische Weißabgleich nicht einordnen und wird sie neutralisieren. Hier ist es ganz entscheidend, dass ihr durch die richtige “subjektive” Wahl des Weißabgleichs die Stimmung in der Bearbeitung wieder herstellt!

Um den “Look” eurer Fotos überhaupt richtig beurteilen zu können, müsst ihr einen vernünftigen und vor allem kalibrierten Monitor einsetzen. Es muss kein Eizo sein, aber lest euch folgenden Artikel mal durch; dort habe ich einige Ansätze zur Auswahl des richtigen Monitors gegeben:

Außerdem noch ganz wichtig: kalibriert euren Monitor – wenn ihr nicht das seht, was ihr bearbeitet, dann ist die ganze Mühe umsonst! Zum Kalibrieren habe ich schon einige Artikel geschrieben, z.B.:

Im Rahmen der 3×3 Artikelserie kann ich natürlich keinen kompletten Lehrgang für die Bildbearbeitung geben. Denn auch sie ist ein weites Feld, zu dem es viele Ansätze und unterschiedliche Werkzeuge gibt. Auch im Netz gibt es tolle Anleitungen. Weitere Anleitungen und Tipps dazu habe ich auf jeden Fall geplant, sie werden demnächst auf gwegner.de erscheinen. Als Programm zu Bearbeitung und Verwaltung von Fotos empfehle ich Adobe Lightroom. Mit Lightroom bekommt ihr ein Komplettpaket mit der derzeit wohl mächtigsten, aber doch intuitiv zu bedienenden Bildbearbeitung und der Möglichkeit, eure Bildbestände zu verwalten. Und das Ganze gibt’s entweder als recht günstiges Mietmodell inklusive Photoshop oder als einzelne Kaufvariante.

Losverkäuferin, La Paz, Bolivien

Wenn eure Kamera es erlaubt, dann fotografiert bitte unbedingt im RAW-Format. Wenn ihr Lightroom einsetzt, dann unterscheidet sich das Handling zwischen RAW und JPG nicht, das heißt es ist überhaupt nicht schwieriger oder aufwändiger mit RAW Dateien zu arbeiten. Dafür bekommt ihr aber viel mehr Spielraum in der Nachbearbeitung. Zum Beispiel könnt ihr ohne Qualitätsverlust den Weißabgleich und viele weitere Parameter noch im Nachhinein anpassen. Der Unterschied zu JPGs ist, dass bei den JPGs die Kamera eigenen Bearbeitungen schon in die Bilder eingerechnet sind und der Kontrastumfang auf 8bit (256 (!) Abstufungen pro Kanal) beschränkt wurde. Bei RAW-Bildern steht euch die komplette „Tiefe“ der Bilder in 12 oder gar 14bit (16.384 (!) Abstufungen pro Kanal) zur Verfügung, so wie sie vom Sensor eurer Kamera aufgenommen wurde. Davon ausgehend könnt ihr dann selbst bestimmen, wie die Bearbeitung aussehen soll!

Einfache Bearbeitungsschritte, die so gut wie jedem Bild zu einem besseren Aussehen verhelfen, sind: Weißabgleich, Belichtung, Lichter, Tiefen, Weißpunkt, Schwarzpunkt. In Maßen: Schärfe, Lokaler Kontrast (Klarheit), Dynamik (statt Sättigung). Mehr braucht man für die meisten Bilder nicht.

Mobiler Kiosk, La Paz, Bolivien

III.2 Kümmert euch um den Bildausschnitt!

Rückt den Horizont gerade!

In der Praxis wird es euch nicht immer gelingen, bei der Aufnahme die Kamera exakt horizontal auszurichten. Das ist auch nicht weiter schlimm, weil es sich leicht nachträglich korrigieren lässt. Allerdings müsst ihr das dann auch tun.

Ihr solltet unbedingt eure Bilder im Nachhinein in der Bildverarbeitung gerade ziehen. Niemand hat Verständnis für schiefe Horizonte oder schiefe Gebäude. Es sei denn, ihr setzt sie bewusst als Gestaltungsmittel ein, oder ihr fotografiert den Schiefen Turm von Pisa.

Nutzt auch die Objektiv-Korrekturen, wie sie z.B. Lightroom bietet. Sie rechnen tonnen- und kissenförmige Verzeichnungen und andere Objektiv-Fehler aus den Bildern heraus. Einen gebogenen Horizont kann man in Ausnahmefällen mal als Stilmittel einsetzen, zum Beispiel bei Aufnahmen mit dem Fischauge. Grundsätzlich wirkt er aber eher befremdlich.

Beschneidet das Bild!

Auch eure Bildkomposition wird nicht immer perfekt sein, so wie das Bild aus der Kamera kommt. Hier könnt ihr im Nachhinein noch kreativ sein! Es fällt viel leichter, am Monitor den richtigen Bildausschnitt festzulegen, als schon im Sucher. Ich lasse beim Fotografieren gerne etwas Luft an den Rändern und beschneide fast jedes Bild im Nachhinein noch. Die heutigen Megapixel-Sensoren lassen hier genügend Spielraum.

Regeln für den richtigen Beschnitt zu definieren, fällt schwer. Es ist euer Empfinden, eure “künstlerische Ader”, die die Komposition des Bildes auch jetzt in der Nachbearbeitung noch verbessern kann. Regeln, wie die Beachtung des goldenen Schnittes sind sicherlich am Anfang eine Hilfe, aber natürlich nicht allgemeingültig. Hilfreich ist es, wenn ihr euch immer wieder Fotos anschaut, die ihr gut findet. Was macht eurer Meinung nach ein gutes Foto aus? Wendet diese Kriterien (neben den hier besprochenen) auf eure eigenen Bilder an.

Auch beim Festlegen des Bildausschnitts gilt: weniger ist mehr. Habt keine Scheu, überflüssige Bildpartien weg zu schneiden. Experimentiert auch mit verschiedenen Seitenverhältnissen und Ausrichtungen. Ohne Probleme könnt ihr aus einem Bild im klassischen 3:2 Querformat ein quadratisches oder gar eines im Hochkant-Format ausschneiden.

Arbeitende Dame in Café, La Paz, Bolivien

III.3 Gebt euren Bildern Dynamik und Kontraste!

2015-10-08 15_30_06-LightroomNutzt den Dynamikumfang des Bildes aus aber überschreitet ihn nicht. Bis auf wenige, bewusste Ausnahmen (High-Key / Low-Key) sollte ein Foto schwarze und weiße Partien enthalten. Dabei sollten die Grenzbereiche aber keinesfalls “absaufen”. Kontrollieren könnt ihr das mit dem Histogramm. Bilder, in denen Partien im Schatten absaufen oder der Himmel weiß ausläuft, will normalerweise keiner sehen! Also zeigt sie auch nicht. In Lightroom steuert ihr die Dynamik über die Regler Tiefen, Lichter, Weiß und Schwarz. Als Anhaltspunkt könnt ihr die Regler nach dem von mir so benannten “Dynamik-D“, siehe Screenshot, ausrichten.

Die Richtung, in der die Regler gezogen werden, folgt immer dem “Dynamik-D” – die Stärke der einzelnen Regler hängt sehr individuell vom Bildinhalt ab. Es ist also keine gute Idee, diese Einstellungen in eine Vorgabe zu packen.

Saftverkäufer, La Paz, Bolivien

Und so geht es:

  1. Zieht den Belichtungsregler so, dass das Histogramm möglichst ausgewogen in der Mitte steht.
  2. Zieht den Lichter Regler nach links, bis die Überbelichtungen weg sind (rechter Rand des Histogramms nicht abgeschnitten)
  3. Zieht den Tiefen Regler nach rechts, bis die Schatten hell genug sind (visuelle Kontrolle)
  4. Zieht den Weiß Regler etwas nach rechts, falls dort “Platz” im Histogramm ist. Achtet auf das kleine Dreieck rechts oben vom Histogramm, zieht den Regler nur so weit bis das kleine Dreieck eine Farbe bekommt.
  5. Zieht den Schwarz Regler nun etwas nach links, achtet auch hier wieder auf das kleine Dreieck links oben vom Histogramm, wenn dieses sich einfärbt, habt ihr genug gezogen.
  6. Vergesst die Automatiken für das Setzen von Weiß- und Schwarzpunkt, das geht visuell viel besser.
  7. Checkt den Weißabgleich visuell. Versucht die farbliche Stimmung zu treffen, die ihr bei der Aufnahme empfunden habt.

Alternativ könnt ihr beim Ziehen der Weiß- und Schwarz Regler auch die Alt-Taste drücken, um zu sehen, wann welche Bereiche “abgeschnitten” werden.

Diese Art der Bearbeitung dauert pro Bild mit etwas Übung nicht mehr als 10 Sekunden und beinhaltet die allerwichtigsten Komponenten der Bildbearbeitung. Bei den meisten meiner Bilder mache ich nichts anderes.

Wenn mir jetzt noch einer mit “dafür habe ich keine Zeit…” kommt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter… :-)

Grenzbereich Chile – Bolivien nach Sonnenuntergang

Zusammenfassung

  • Der Betrachter eurer Fotos beurteilt nur diejenigen, die ihr ihm zeigt. Nicht diejenigen, die ihr nicht zeigt.
  • Ihr werdet an eurem schlechtesten Bild gemessen, nicht an dem besten.
  • Bildbearbeitung gehört zur Fotografie und ist ein kreativer Prozess, dessen Potenzial ihr unbedingt nutzen solltet!

Also:

Zeigt wenige, technisch und gestalterisch perfekte Bilder.

Ein Automobilhersteller hat einmal für seinen kleinsten Sprössling den schönen Slogan geprägt: “reduce to the max.” Das ist eine Maxime die in der Fotografie, aber nicht nur dort, sehr allgemeingültig angewandt werden kann und fast immer zu besseren Ergebnissen führt. Derjenige der auf Facebook jeden Tag 20 beliebige Links postet wird schnell von seinen „Freunden“ dafür geblockt werden. Derjenige, der ab und an einen großartigen Link oder ein nach den hier besprochenen Kriterien großartiges Bild postet, wird sicherlich seine Fan-Gemeinde halten und nachhaltig vergrößern können.

Abschließen möchte ich mir einem weiteren Zitat von Ansel Adams:

«It is easy to take a photograph, but it is harder to make a masterpiece in photography than in any other art medium.»

(Deutsch: “Es ist einfach, ein Foto aufzunehmen. Aber in der Fotografie ist es schwerer ein Meisterwerk zu schaffen, als in irgendeinem anderen künstlerischen Bereich.”)

In diesem Sinne, viel Spaß beim Fotografieren, Bearbeiten und Präsentieren!
Euer Gunther

Hat Dir der Artikel gefallen?

Dann melde Dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Darin informiere ich über neue Artikel und Du wirst auch exklusiv als erstes über neue Workshops und Reisen informiert! Außerdem gibt es immer auch ein paar persönliche Hintergrund-Infos, die so nicht im Blog stehen.

Auf Facebook, Google+ und Twitter bekommst Du weitere tagesaktuelle Infos...

Alle Inhalte ©

*) Mit einem Stern gekennzeichnete Links sind externe Partner-Links. Ihr unterstützt mich, wenn ihr darüber bestellt. Alternativ könnt ihr auch über folgende Direktlinks in die Shops wechseln:
Amazon.de, Amazon.at, Amazon.com, Calumet Photo, Kids-of-all-Ages, Augenblicke-Eingefangen, camforpro.com, WhiteWall.
Über meine Zusammenarbeit mit externen Partnern habe ich hier ausführlich geschrieben. Danke!

Werbung

Wir freuen uns über Deinen Kommentar!



65 Kommentare bisher


  1. Carsten Falke 5. November 2016, 00:33   »

    gwegner, Barbera@

    Ich gebe euch recht, dass jeder seine Bilder so bearbeiten kann wie er möchte. Doch nur die wenigsten benutzen die Bildbearbeitungstools zur Optimierung, sprich einen Weissabgleich zu kompensieren, oder ein etwas zu schwaches Kontrastverhältnis auszugleichen bzw. eine vermeintliche unter-, Überbelichtung auszugleichen.
    Reales sehen ist keine Wissenschaft oder hat etwas mit eigenem Geschmacksempfinden zu tun.

    Reales sehen in Verbindung mit dem fotografieren bedeutet ganz einfach: ich mache mein Bild vergleiche dieses Bild mit dem was ich vor Ort sehe und wenn beide Bilder deckungsgleich oder nahezu deckungsgleich sind ist es ein reales Bild. Also ihr seht keine Zauberei. Wenn mir jemand erzählen will das seine Kamera derart neben der Realität liegt dann sollte er sich bei Zeiten um eine neue Kamera bemühen. Die Kameras die heute in den Geschäften verkauft werden zeichnen verdammt nahe an der Realität auf. Bedingung hierfür ist allerdings ALLES wirklich auf neutral zu stellen und im RAW zu fotografieren. Oberste Bedingung ist allerdings das auch die Objektive die entsprechende Leistung bringen, denn wenn die nicht dem Leistungsvermögen der Kamera entsprechen werden Aufnahmen nicht knackscharf, oder bei Gegenlicht werden die Farben flau und der Kontrast geht zurück.

    Aber zurück zur Bildoptimierung….
    Das was die meisten Digitalfotografen machen ist eben keine Bildoptimierung sondern das schaffen einer eigenen Welt wie sie sie sehen und das hat dann mit der Realität nichts mehr zu tun und entspricht auch nicht mehr einem Foto oder einer Aufnahme sondern einem Bild ähnlich einem Maler dem man eine Fotografie gibt die er in Öl malen soll, auch hier wird das persönliche Empfinden des Malers mit einfliessen.

    Noch ein paar Worte zum schwarz/weißen….

    Die SW Fotografie stellt keine Entartung dar SW Fotografie ist die Darstellung der Farben in Graustufen. Für all diejenigen die in der Schule aufgepasst haben: SW Fotografie gab es schon lange bevor die Colorfotografie aufkam….
    SW Fotografie ist heutzutage eine Kunstform aber nicht weil die Aufnahmen entartet werden durch das SW sondern weil für die meißten Fotografen die SW Fotografie zu aufwendig und mühsam ist und somit ein recht kleiner Teil der Fotografen sich noch ernsthaft mit der SW Fotografie auseinandersetzen und dabei Wahrliche Kunstwerke schaffen

    Wie gesagt es kann jeder mit seinem Aufnahmematerial machen was er will aber wenn er sich auf seinen Bildern seine eigene Welt schafft sollte er oder sie auch dazu stehen und sich nicht hinter vermeintlich schlechter Bildqualität der Kamera verstecken….

    Gruss Carsten

    P.S.: Im übrigen bin ich einer dieser komischen Fotografen die sich noch mit der SW Fotografie auseinandersetzen….

    • Andreas 19. März 2017, 13:24   »

      Genau ins Schwarze getroffen …..meine Gedanken , danke Carsten.
      Richtige Fotos sind eh Schwarz Weiß und sind vom Fotografen….bunte Bilder malt der Maler

  2. Carsten Falke 17. Oktober 2016, 13:09   »

    Moine, ich bin nach wie vor der Meinung jeder sollte mit seinen digitalen Aufnahmen machen was er will, aber die digitale Nachbearbeitung mit der Ausentwicklung analoger Bilder auf eine Stufe zu stellen das geht garnicht, das sind zwei Welten. Im analogen bleibt das Bild geschlossen egal ob ich nachbelichte, abwedel, oder Farbfilter für einen richtigen Farbabgleich verwende, die Bearbeitung erfolgt optisch… im digitalen Bereich, softwaremäßig, bedeutet jegliche nachträgliche Bearbeitung verschlächtert die Bildqualität… das ist Fakt…

    Wenn man sich dann die sogenannten optimierten Bilder ansieht und das trifft leider auf den großteil der bearbeiteten Bilder zu dann fällt einem das Essen aus dem Gesicht, da diese Bilder nicht das geringste mit der Realität zu tun haben… Ein Musterbeispiel ist das Bild vom alten Teekontor in der Speicherstadt, in diesem Artikel. Dieses Bild hat keinerlei Natürlichkeit und hat mit realen sehen nichts zu tun…

    Ich habe mir in letzter Zeit vermehrt Aufnahmen von der Milchstraße angesehen und musste leider feststellen das die meisten Bilder derart entstellt waren, daß man hätte denken können die sind gemahlt worden, von azur blauer Milchstraße bis hin zu einer Milchstraße die wohl mit einem Blitzgerät angeblitzt wurde, so hell war die. Was aber bei fast allen Bildern in den Vordergrund trat war, daß es wohl links und rechts neben der Milchstraße keine Sterne mehr gibt, komisch…..

    Ich will hier niemandem auf die Füsse treten und niemanden beleidigen aber wenn mir jemand erzählen will, daß er die Bilder bearbeitet da die Kamera unrealistische Ergebnisse liefert halte ich das für sehr, sehr weit hergeholt…

    • Hallo Carsten, ich gebe Dir recht dass es viele “Überbarbeitete” Bilder gibt (insbesondere auch bei den Milchstraßenaufnahmen) – aber Fakt ist auch, dass eine Entwicklung/Bearbeitung immer stattfindet. Wenn der Fotograf es nicht macht, macht es die Kamera. Und die hat keine Emotionen, keine Ahnung von dem, wie der Fotograf die Szene empfindet. Bestes Beispiel Weißabgleich: ein “Automatischer” Weißabgleich kann nie die Farbstimmung wiedergeben, die der Fotograf empfunden hat. Fotografie ist immer auch Abstraktion. Extremes Beispiel: Schwarzweiß Fotografie. Riesen Abstraktion. Wird in der Regel als ästhetisch empfunden aber im Endeffekt ist es auch eine radikale Veränderung der Realität.
      Ich finde es kommt darauf an, dass der Fotograf seine Gefühle mit seinen Bildern ausdrücken kann. Und da gehört die Bearbeitung dazu. Ob das Ergebnis im Endeffekt einem Betrachter gefällt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

    • Barbara 17. Oktober 2016, 19:03   »

      Hallo liebe Fotofreunde,
      Jetzt wird es spannend, jetzt wird philosophiert. Was ist denn Realität?
      Wann bildet ein Foto die Realität ab? Meiner Meinung nach interpretiert jeder Fotograf, der bewusst fotografiert und nicht nur drauflosknippst, seine Sicht auf die “Realität”.
      Ich sehe das so und ich bin kein Philosoph: Die Realität hat eine zeitliche und räumliche Dimension, die ich mit allen Sinnen wahrnehmen kann. Das Foto hält die Zeit in einem Augenblick fest und mit fotografieschen Mitteln kann man versuchen, auch im Foto Zeit darzustellen (z. B. durch Bewegungsunschärfe). Der Mensch sieht mit zwei Augen räumlich, die normale Kamera sieht “einäugig” und wieder kann der Fotograf mit seinen Mitteln räumliche Tiefe suggerieren. Die wahrnehmenden Sinne werden beim Fotografieren auf das Sehen reduziert und dennoch kann ein Fotograf den Betrachter z. B. frösteln lassen oder Töne suggerieren.
      Und dann die Sache mit der Schärfe. Jede Schärfentiefe wäre also “unrealistisch”, denn der Mensch fixiert einen Punkt und sieht nur ihn scharf. Alle stürzenden Linien in der Höhe sind unrealistisch, denn wir sehen sie nicht. Unser Gehirn gleicht sie sofort aus. In diesem Punkt bildet das Foto sogar eher das ab, was auf unserer Netzhaut entsteht, aber nicht das was wir wahrnehmen. ….
      Also was bleibt da von der Realität, die ich im Foto vermeine festzuhalten?
      Die Pupille passt sich wechselnden Lichtverhältnissen an und das Auge hat einen viel größeren Dynamikumfang als die Kamera. Ein HDR Foto kann damit realistischer wirken als ein analoges Foto. Außerdem kann ein lichtempfindlicher Chip oder auch der analoge Film Licht sammeln. Das kann das Auge nicht. Und so werden am Nachthimmel Farben und Sterne auf dem Foto sichtbar, die dem Auge verborgen bleiben. Dennoch sind sie da.
      Ich halte auch nichts von übertrieben nachbearbeiteten Fotos bis hin zu Abstraktion. Aber es gibt keine unbearbeiteten Fotos. Und welche Fotos mehr oder weniger über die Realität aussagen, ist kaum zu beantworten.
      Danke für eure Geduld, aber das musste mal raus.
      Liebe Grüße
      Barbara

  3. Hallo Gunther,

    du sprichst mir aus der Seele was das Thema “Selektieren” angeht und werde meine Frau verdonnern das auswendig zu lernen :)

    Auch danke für die beiden anderen Kapitel, die muß ich verinnerlichen ;)

    Gruß
    Harald

  4. Hallo Gunther,

    vorweg ein großes Dankeschön für die ganze Arbeit die du in deine Seite gesteckt hast. Wie siehst du eigentlich die RAW Entwicklung von Lightroom im Vergleich mit dem Nikoneigenen Produkt Capture bzw. View. Hier habe ich zumindest für mich festgestellt dass die Bilder in Lightroom nicht ganz so scharf sind. Hast du da noch nen Tip auf Lager?

    Beste Grüße!

    • Hallo Marc, ich kann mir kaum vorstellen, dass bei der Schärfe ein Unterschied ist. De facto ist es eher so, dass die Nikon Software die Bearbeitungseinstellungen der Kamera als “Grundbearbeitungen” übernimmt, und Lightroom nicht. Wenn Du also in der Kamera “Schärfen” oder eines der entsprechenden Bearbeitungsprofile eingestellt hast, dann wendet die Nikon Software das gleich schon an, bei Lightroom musst Du individuell bearbeiten. Das erklärt auch, warum die Farben unter umständen anders aussehen, wenn Du die Dateien in der Nikon Software öffnest.
      Ich halte die Vorteile von Lightroom bezüglich Workflow und allem anderen für so groß, dass für mich derzeit andere Lösungen einfach uninteressant sind.

  5. Hallo Gunther,
    ich besitze eine Sony DSC-HX400v (ist meine Anfänger-Kamera) und kann somit meine Bilder nicht im RAW-Format speichern.
    Lightroom besitze ich auch nicht. Hast du irgendwelche Tipps, wie man trotzdem Bilder erfolgreich bearbeiten kann?

    Außerdem fängt das Bild schon bei wenig Dunkelheit an zu rauschen, kann man dem irgendwie entgegenwirken und trotzdem schöne Nachtaufnahmen machen?

    Liebe Grüße
    Julia

    • Jürgen 7. November 2016, 10:31   »

      Hallo Julia,
      die Kamera hat eine sehr kleinen Chip (sonst wäre der riesige Zoombereich gar nicht möglich). Der Cropfaktor ist etwa 5,6, d.h. die vielen Pixel sind auf ca 1/30 der Fläche einer Kleinbildkamera untergebracht. Stärkeres Rauschen ist die Folge.
      Nachtaufnahmen: ISO 100 einstellen (oder den kleinstmöglichen Wert), Blende möglichst weit öffnen (ist bei diesen kleine Chips wegen der Beugungsunschärfe sowieso oft förderlich), Stativ benutzen (Auslösung mit verzögertem Selbstauslöser oder Fernbedienung). Dennoch haben Kameras mit kleinem Chip hier enge Grenzen.
      Bildbearbeitung: Flink, intutitiv, umfangreich und kostenlos ist JPG-Illuminator, für JPG-Bilder kenne ich kein besseres Programm.

  6. Helmut S. 21. März 2016, 07:52   »

    Hallo Gunther,
    eine wunderbare Zusammenfassung. Ich glaube, besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Dank Dir!
    LG

  7. Moin Gunther,

    zunächst ein großes Lob an die tolle Serie. Ich konnte meinen Workflow dadurch deutlich optimieren, vielen Dank!

    Ergänzend noch eine Frage zum Export der Fotos. Welche der folgenden Einstellungen nutzt du, wenn du die Bilder z.B. für deine Webseite exportierst?

    – Farbraum
    – Qualität
    – Ausgabeschärfe (Niedrig, Standard oder Hoch?)

    Gruß Lars

  8. A. Jahn 26. Februar 2016, 14:35   »

    Hallo Gunther,

    mir kommt es so vor, als würde man mit dem nach links ziehen des Schwarzreglers die Resultate der Schattenaufhellung mit dem Tiefenregler wieder ausgleichen. Kann das sein, dass die sich gegenseitig weitestgehend aufheben?

    Grüße
    Andreas

    • Nein, das Vorgehen hat schon seinen Sinn. “Schwarz” betrifft dunklere Töne, als “Tiefen”. Gerade die hier Vorgestellte Kombination der beiden erlaubt es, die Tiefen aufzuhellen und trotzdem den Kontrast in den Tiefen zu erhalten.

  9. W. Huber 17. Dezember 2015, 18:47   »

    Eigentlich kaum erforderlich. Ich mache das schon seit langem ziemlich genau so. Das Dumme ist nur: Ich arbeite noch mit Vista und das ist nicht kompatibel mit Lightroom. Deswegen nehme ich notgedrungen View NX und paintshop pro. Nicht schlecht, aber nicht optimal vermutlich. Beide mit Stärken und Schwächen.

  10. Sehr guter und informativer Beitrag.

    Gruß

    Lutz

  11. Pierre Blattner 1. November 2015, 10:12   »

    Sehr gute Abfassung. Kann Deine Ausführungen nur total unterstützen. Besten Dank für diesen Abfassung, man kann immer etwas dazu lernen.
    Gruss
    Pierre

  12. Sehr schöner Artikel, sehr schöne Reihe!
    Besonders der Trick mit demD gefällt mir. Habe ihn jetzt bei einigen Bildern ausprobiert und musste feststellen, dass er bei Fotos mit normalem Tageslicht und keiner besonderen Lichtsituation bemerkenswert gut funktioniert!
    Bei allem was darüber hinaus geht muss man dann aber selber Hand (oder gehirn?!) anlegen und ausprobieren und experimentieren, mit welchen Einstellungen man am Besten zum Ziel kommt.
    Vielen dank für die Sehr gelungene Reihe mit wirklich guten Tipps und Hinweisen, auch für den etwas erfahreneren Fotografen!

    Gruß
    Jan

  13. Helmut Sieczka 25. Oktober 2015, 07:07   »

    Lieber Gunther,

    wie so oft ein wunderbarer Artikel.
    Danke!

    Grüße
    Helmut

  14. Barbara 24. Oktober 2015, 19:33   »

    Vielen Dank für diese supertolle, lehrreiche und mit wunderschönen Fotos versehene Trilogie.
    Alles ist so treffend zusammengestellt und weder zu lang noch zu kurz.
    Sehr kurzweilig zu lesen. Das mit der Auswahl werde ich mal nach deiner Anleitung probieren und vor allem die Sache mit dem “D” beim Entwickeln könnte mir auch helfen. Kann ich den Text eigentlich irgendwie schwarz auf weiß bekommen? Ich drucke mir Anleitungen gerne aus. Das ist mir hier leider nicht gelungen.

    • Hallo Barbara, drucken sollte aus dem Browser heraus schon gehen. Aus Umweltgründen propagiere ich das normalerweise aber nicht. Für nächstes Jahr plane ich ggf. ein EBook, das dann diese und weitere Inhalte in etwas erweiterter Form beinhalten wird.

  15. Ich stimme Dir da zu 100% zu. Wenn ich da an die analogen Zeiten denke:
    1. Auswahl des Films hp5 fp4 usw.
    2. Auswahl ded Entwicklers nefin rot/blau
    3. Papierauswahl
    4. Probestreifen
    5. Abwedeln/nachbelichten, Masken schneiden.
    An so manschen Bild habe ich 5 oder mehr Tage verbracht. Und dann immer noch das Risiko, dass der Abzug an der Trockenpresse festbrennt.

    Es wurde früher mehr als mansch einer denkt vor und nachbearbeitet. Ich denke auch was zählt ist das fertige Bild, gefällt es dem Betrachter oder nicht.

    Gruß
    Oli

  16. Nachdem ich meinen FullHD Fernseher mithilfe einer Test-Bluray eingestellt hatte, hat sich meine Bildbearbeitung wieder gemäßigt.

    Ich habe am TV die Schärfe völlig rausgedreht, den Kontrast stark abgesenkt und die Helligkeit ein wenig gesenkt, den Schwarzwert angepasst.
    Und siehe da, nach einer Weile Fernsehen bemerkt man, dass man entspannter schaut, weil natürlicher. Auch bei Fotos.

    Deshalb bin ich mit einem Pixel schwarz und/oder einem Pixel weiß im Bild zufrieden. Manche Bilder enthalten kein schwarz und/oder weiß, dann sollte man es nicht erzwingen. Überprüfen kann man es mit Hilfe der Umschaltung auf den Schwellenwert, so das nur schwarze und weiße Pixel angezeigt werden, wenn vorhanden.

    Mein Fazit, bei der Bildbearbeitung den Ball im Zweifel flach halten.

  17. Moin,

    es gibt in der Fotografie m.E. zwei Arten der Nachbearbeitung: die “Bildbearbeitung” und das “Photoshopping”.

    Mittels “Bildbearbeitung” versuche ich als Fotograf, die zum Aufnahmezeitpunkt empfundene Stimmung möglichst perfekt auszuarbeiten, indem ich Bildparameter wie Kontraste, Farben, Belichtung usw. entsprechend anpasse. “Photoshopping” hingegen ändert oder maipuliert das Motiv, so dass im Extremfall z.B. Covermodels dermaßen künstlich aussehen, dass man sie bei einer Begegnung niemals erkennen würde.

    Sowohl die “Bildbearbeitung”, wie sie auch Gunther beschrieben hat, als auch das “Photoshopping” entsprechen unserem Streben nach Perfektion und sind keineswegs verwerflich. Nur sollte man es nicht übertreiben, denn nur weil heute alles so leicht umsetzbar wie nie zuvor ist, heißt das noch lange nicht, dass man auch alle Möglichkeiten ausreizen muss!

    LG aus IBK

    • Manfred 22. Oktober 2015, 12:12   »

      Hallo Daniel,

      ich beschreibe es mal so: mit Lightroom entwickelt man die Bilder und mit Pohtoshop etc. bearbeitet man die Bilder

      Gruß – Manfred

  18. Hallo,
    ich finde die Reihe supergut und verfolge alles sehr genau, da kann ich noch sehr viel lernen.
    Für den Weissabgleich habe ich aber noch eine Frage, gehst Du wirklich nach trial and error vor oder hast Du einige Empfehlungen für die verschiedenen Einstellungen, Innen mit Künstlich, Aussen und Sonne, Aussen bewölkt…
    Ein kleiner Tip in der Richtung wäre cool

    Ansonsten mag ich Deinen Blog sehr und hoffe jeden Tag auf neue Tips von Dir

    Viele Grüße
    Jan

  19. AndyF_HH 20. Oktober 2015, 18:15   »

    Hallo Gunther,
    hallo liebe Vorredner,

    der Grund für diesen, meinen Kommentar ist: Staunen, Überraschung. Ich lese in Euren Kommentaren etwas, was Ende der ’90er Jahre gang und gäbe war (also vor der Zeit der Digital-Fotografie, nämlich beim Aufkommen von guten und bezahlbaren Scannern), ich aber seitdem als längst ausgestorben bezeichnet hätte: eine gewisse “Angst”, sich für seine Nachbearbeitung von Fotos vor anderen rechtfertigen zu müssen.
    (Genaugenommen lese ich die Erleichterung, dass man nicht allein auf der Welt ist mit dem kreativen Wunsch der Nachbearbeitung.)

    Ich glaube man braucht nicht groß auszuführen, dass alle kommerziellen Fotografien nachbearbeitet sind, und ebenfalls alles, was man auf den Startseiten der angesagten Foto-Community-Sites sieht (von flickr bis 500px). Mein Tipp und zum Kern meines Kommentars:

    Wenn Ihr Fotografie betreibt, weil es Euch Spaß macht und Freude bereitet, lasst Euch nicht von anderen einschüchtern. Macht genau das, was Euch begeistert.

    Rein technisch gesehen kann eine Kamera (ob Sensor oder Film) nicht gas gesamte Spektrum an Informationen so darstellen, wie wir es mit dem Auge sehen. Meist ist es der Dynamikumfang, welcher von Auge und Gehirn blitzschnell und unmerklich “harmonisiert” wird, welcher einen Sensor vor Herausforderungen stellt. Die Informationen sind meist sehr wohl in der (RAW-)Datei enthalten und können z.B. mit Lightroom mit den von Gunther genannten Methoden an das angeglichen werden, was wir im Moment der Aufnahme sahen.
    (Und es geht ja nach Gunthers Ausführungen im Fortgeschrittenen-Kurs erst richtig los: verwendet mal mit den local adjustments von Lightroom, also mit dem brush, radial und graduated filter, die Parameter clarity, exposure etc.)

    Langer Rede kurzer Sinn: niemand stellte sich neben einen Meister des Impressionismus und klagte ihn an, dass das, was er auf die Leinwand pinselt, nicht realitätsgetreu das abbildet, was man selbst in der Landschafts-Szenerie gesehen hat. Die Szenerie war immer nur der Ausgangspunkt für seine eigene Interpretation der Welt. Die Aufnahme des Fotos ist also die erste Skizze, die man auf die weiße Leinwand bringt, und danach folgt die kreative Anpassung / Interpretation gemäß der individuellen Vorstellungen und Ideen, sei es naturgetreu oder aber verfremdet.

    In diesem Sinne: steht zu Euren künstlerischen Ideen und habt Spaß.

  20. Stefan Benzner 20. Oktober 2015, 13:14   »

    Hi Gunther,
    super zusammengefasst, sehr inspirierend, besonders die Art der Auswahl wird in Zukunft genau so umgesetzt, danke dafür!

    Gruss
    Stefan Benzner

  21. Ich fotografiere seit meinen 13. Lebensjahr mit Unterbrechungen, Jetzt mit 70 gebe ich wieder Gas.
    Ich habe alle Risiko Hobbys eingestellt und konzentriere mich nur aufs fotografieren. Ich bin ein Nikonfan.
    Ich absorbiere Ihr Output mit waren Genuß.
    Das Lernen hört nie auf und was solls ,jedes Hobby kostet ein Schweinegeld.

    Gerhard Z.

  22. Ich kann mich da nur anschließen. Auf den Punkt gebracht!

    Viele Grüße

    Robert Schäfer

  23. Philipp 19. Oktober 2015, 16:07   »

    Hallo Gunther,

    mal wieder ein sehr schöner Artikel, klasse! Da habe ich auch gar nicht viel zu sagen.
    Einzig bei dem Punkt mit der Objektiv-Korrektur bin ich etwas anderer Meinung.
    Sicher, bei einigen Aufnahmen ist das schon erforderlich. Leider schauen die Fotos danach immer etwas plattgebügelt aus… (Jedes Foto wird zu einheitlich). Aber macht nicht gerade die (natürliche) Vignette und die (leichte) geometrische Verzeichnung eines Objektivs einen gewissen Charme aus? Jede Linse zeigt dadurch seinen eigenen Charakter. So geht es mir zumindest ;)

    Viele Grüße,

    Philipp

  24. Hallo,

    wieder ein guter Artikel. Kann allem bis auf die Empfehlung für Lightroom zustimmen. Seit dem Umstieg auf Capture One Pro will ich auf gar keinen Fall mehr zurück.

    Ja, RAW ist Pflicht. Wobei auch hier der “Mythos” des unveränderten Originals seit Sony nicht mehr gilt. Stichwort “verlustbehaftete RAW-Komprimierung”.

    Viele Grüße,
    Jens

    • Natürlich kann man sich für andere Systeme entscheiden, ist ja jedem selbst überlassen. Ich bleibe aber dabei, dass Lightroom für die Allermeisten die beste, weil allumfassende und recht einfache (sowie zukunftssichere) Lösung ist.
      Weiterhin ist es völlig egal, ob RAW nun verlustbehaftet gespeichert wird oder nicht. Ich speichere meine RAWs alle schon in der Kamera verlustbehaftet, das hat überhaupt keine sichtbare Auswirkung auf die Qualität.

  25. Sehr schöne Serie, die es auf den Punkt bringt. Gerade Deine Art zu selektieren finde ich sehr praktisch.

    Viele Grüße,

    Thomas

  26. Sehr ausführlicher und gut geschriebener Beitrag!

    Ich arbeite sehr gern mit Camera Raw denke aber über einen Umstieg auf Lightroom nach. Vor allem die HDR-Funktion der neuen Version 6 & cc hat es mir angetan. Diese ist ja in ACR leider nicht enthalten!

    Schon erstaunlich was sich aus einer Single-Raw oft an Dynamik rausholen lässt! Bei extremen Kontrastumfang muss man dann aber doch auf eine Mehrfachbelichtung zurückgreifen.

    Arbeite sonst mit Photomatix – aber alles in einem Programm würde den Workflow schon stark verbessern!

  27. Manfred 18. Oktober 2015, 18:58   »

    Hallo Gunther,
    dein 3×3 spricht mir auch aus der Seele, hat mich aber auch etwas betroffen gemacht…
    Ich bin auch so einer, der kein Foto “aussortieren” bzw. löschen kann…es sei denn sie sind absolut verwackelt!

    Von einem Urlaub kamen wir mal mit 6000 Fotos zurück, nachdem meine Mutter sich die “schönsten” (und mit viel Kopfweh & Grübelei aussortierten…) 400 Bilder angesehen hatte, wollte sie nach dem Abendessen die restlichen auch sehen… (das waren inzwischen aber “nur” noch etwa 3000…)
    Und einige davon fand sie sehr gelungen! Kann also auch passieren! :-)
    Viele Grüße (unbekannterweise, leider…), auch an Diana!
    Weiter so, selten habe ich so regelmäßig auf eine Internetseite geschaut!!!
    Manfred (der gerade seine neue D7200 zum Service geben musste…)

  28. Hallo Bruno,
    ich rate auf jeden Fall zu Lightroom. “Nikon Capture NX2” kenne ich zwar nicht, dafür aber etliche Bildbearbeitungsprogramme. Lightroom ist wirklich DAS Programm für Fotografen. Aufgrund der vielen (professionellen) Funktionen muss man sich natürlich einarbeiten. Mein Tipp: ein ordentliches Buch für den Einstieg kaufen, dann ist man nach relativ kurzer Zeit in der Lage, schnell und effektiv seine Bilder zu verbessern. Auf jeden Fall ist LR in meinen Augen deutlich einfacher zu handhaben als Photoshop.

  29. Lieber Gunther, ich kann alles nur unterstreichen. Besonders die immer wieder geäußerte Bemerkung “ich will nur ‘echte’, ‘wahre’ Fotos” sind ein solcher Unsinn, der offensichtlich nicht auszurotten ist. Viele Fotografen kennen nicht den Unterschied zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit.
    Auch das Thema “Zeit” hast Du treffend behandelt. Bitte weiter so mit Deinem 3×3!

  30. 3×3 ist klasse! Kurz, prägnant und verständlich. Ersetzt Fotobücher. Bitte mehr solcher Beiträge, dafür würde ich sogar bezahlen.
    Wenn Du jetzt noch meine Kinder und Enkelkinder überzeugen könntest, zig-tausende schlechter, bedeutungsloser, doppelter und nicht katalogisierter Fotos auf Handy und Digitalkameras nach System 3×3 wenigstens zu selektieren, bist Du King. Auf mich hören sie nicht.
    Herzliche Grüße
    G.

  31. Jörg H. 18. Oktober 2015, 14:43   »

    Hallo Gunther,

    3×3 ist einfach genial!!! Danke dafür.
    Eine Frage:
    bei Nachtaufnahmen (z.B. Festival of Lights) bekomme ich immer wieder Probleme nach der “D-Methode” vorzugehen. Dies betrifft insbesondere den Schwarz-Regler in den “-” Bereich zu ziehen. Lt. Histogramm müßte ich eher in den “+” Bereich gehen. Gilt da eventuell eine andere Regel?

    Gruß Jörg (aus B.)

    • Manfred 18. Oktober 2015, 18:51   »

      Hallo Jörg H. aus B.,
      ich antworte einfach mal mit einem Gunther-Zitat:
      Die Richtung, in der die Regler gezogen werden, folgt immer dem „Dynamik-D“ – die Stärke der einzelnen Regler hängt sehr individuell vom Bildinhalt ab. Es ist also keine gute Idee, diese Einstellungen in eine Vorgabe zu packen.

      Sein “D” ist ja kein Gesetz, erlaubt ist, was gefällt (dem Betrachter), einfach ein bißchen rumprobieren. Man kann ja das “Original” nicht zerstören! Das ist ja das schöne am “Raw-entwickeln” mit Lightroom!

    • Hallo Jörg, wenn genügend Schwarz im Bild ist, ziehst Du den Schwarz-Regler natürlich nicht runter. Wie weit ein Regler gezogen wird, hängt ja vom Inhalt des Bildes ab. Bei Schwarz und Weiß kann es natürlich sein, dass sie einfach gar nicht gezogen werden. Solltest Du denken, den Schwarz Regler nach rechts ziehen zu müssen, ist es in den allermeisten Fällen so, dass Du stattdessen lieber den Belichtungsregler nach rechts ziehen solltest, um das Bild insgesamt heller zu machen.

  32. Patrik Klöpf 18. Oktober 2015, 13:58   »

    Danke, du sprichst mir aus der Seele und bestätigst meine persönliche Meinung/Ansicht zum Thema voll und ganz.

  33. Lieber Gunther, ganz grosse Arbeit! Habe mit grosser Begeisterung diese 3×3 Posts verfolgt und mich immer gefreut, als die nächste Folge erschien. Gut und verständlich geschrieben. Auch hast du für mein Empfinden einen guten Umfang gefunden. Es ist nicht zu wenig Inhalt (Da du ja noch auf weitere Artikel verweist) aber auch nicht zu viel, sodass niemand sagen kann: Das ist mir zu viel Text, ich habe keine Zeit das zu lesen ;-)

  34. Michael 18. Oktober 2015, 10:57   »

    Auch ein beliebter Spruch “Ich nehme das Foto gleich so auf, wie es später sein soll.”

    Das ist für mich ebenfalls Quatsch. Ich kann meine Kamera gar nicht so einstellen, dass das möglich wäre. Allein die Möglichkeit den Dynamikumfang der Bilder zu erhöhen, ist schon Grund genug um sich mit EBV zu beschäftigen. Allein auch aus diesem Grund kann ein unbearbeitetes Foto nicht die Wirklichkeit darstellen, der Kontrastumfang von OOC-Bildern ist viel geringer als der des menschlichen Auges. Am Anfang meiner “Fotografie-Karriere” (2007) war ich ziemlich enttäuscht, als ich feststellen musste, dass ich mich entscheiden muss, ob ich den Himmel oder die dunkleren Bereiche des Motivs korrekt belichten will…

    Danke für die interessante Serie. Insbesondere beim “Selektionsteil” habe ich noch einiges gelernt :-)

    Für mich ist die Bildbearbeitung ganz klar teil des fotografischen Prozesses und macht mir auch sehr viel Spaß.

    Nachbearbeitung ist nebenbei auch noch ein hervorragender Lernprozess. Wer sich seine Bilder genau anschaut und versteht, warum Variante 10 der Aufnahmesituation besser ist als 1 – 9, der wird zukünftig wahrscheinlich gleich bessere Bilder machen. Mir ist zum Beispiel aufgefallen, dass ich meine Bilder viel seltener und weniger stark zuschneiden muss als noch vor 2 Jahren.

  35. Hallo Gunther, wie oft habe ich auch den Spruch von Leuten gehört die nicht fotografisch tätig sind , deine Bilder sind ja sowieso bearbeitet sieht man doch.Wenn ich die vielen Reiseführer sehe wie dort die Bilder aufgepimpt sind frage ich mich ob es keiner merkt. Mit diesm 3 Teil sprichst du mir absolut aus der Seele. Die Bearbeitung des jeweiligen ” Bildes ” gibt Mann ( oder Frau ) ja seinen Bildern den persönlichen Touch wie man es abgelichtet hat und fügt dies eine oder andere noch hinzu um seine schönsten dann nach Abschluß zu präsentieren. Also bitte weiter so mit deiner Serie uns gefällts !!!!

  36. Hallo Gunther,
    Mit grossem Interesse habe ich deine drei Beiträge zum 3×3 gelesen.
    Ich bin froh, dass es noch andere Fotografen gibt, welche Bildbearbeitung nicht zwingend mit Manipulation in Verbindung bringen.
    Sehr interessiert wäre an einem (oder mehreren) Artikel, welche die Bildbearbeitung noch genauer beschreiben. Ich selber arbeite seit zwei Jahren mit Lightroom (vorher Aperture) und bin mir immer noch nicht ganz sicher, ob ich das Optimum aus meinen Bildern hole.

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz
    Stefan

    • Sven Ostermann 18. Oktober 2015, 13:58   »

      Was wäre denn das Optimum? ;-)

      Auch das ist wieder und größtenteils subjektiv zu betrachten. Es sei denn man beurteilt seine Bilder nach klinisch reinen, also messbaren Faktoren.

      Bilder müssen wirken und das bedeutet nicht unbedingt technische Perfektion.

      JM2C
      Sven

  37. Vielen Dank für die Tipps zur Bildbearbeitung. Ich benutze derzeit Nikon Capture NX2 für die RAW-Bearbeitung. Meine Frage: würden Sie mir dennoch zu einem Umstieg auf Lightroom raten und, wenn ja, wie groß ist der Einarbeitungsaufwand?

  38. Servus Gunther!
    Danke für diesen tollen Artikel, Du sprichst mir aus der Seele. Die Argumente gegen eine Bildbearbeitung kann ich schon nicht mehr hören, kommen aber in schöner Regelmäßigkeit. In unserem Fotoclub ist das absolute Reizwort “RAW” und es kommt bei jeder Erwähnung zu glaubenskriegähnlichen sinnlosen Diskussionen. Andererseits gibt uns “RAW-Fotografen” laufend der Erfolg recht, da wir in unserem vereinsinternen Fotobewerb fast immer die Nase vorn haben.
    Leider werden Deinen tollen Artikel wieder nicht die Fotografen lesen, die es dringend brauchen würden. Es ist aber gut zu wissen, dass man mit seiner Meinung nicht alleine da steht und diese auch von Profifotografen geteilt wird.

    LG

  39. Hallo Gunther
    Dein Lehrgang beschreibt sehr klar und gut, was es zu beachten gilt und gibt sinnvolle Hilfestellungen, das beste aus Fotos herauszuholen. Vielen Dank dafür!
    Die Grenze zu Kitsch ist manchmal nicht weit. Ein Naturfotograf hat mir kürzlich gesagt, dass er seine Bilder nur soviel bearbeitet, bis er das Gefühl hat, dass das Bild das wiedergibt, was er gesehen hat.
    Mein Schwiegervater war früher in der analogen Bildbearbeitung tätig und er hat mir mal erzählt, wie man früher “Bildbearbeitung” machen musste, teilweise mit Tricks und Kniffs, die heute animalisch anmuten. Und man brachte nur selten annähernd das hin, was heute möglich ist. Da ist das Arbeiten mit Ligthroom wirklich light.
    Viele Grüsse aus der Schweiz, Roland

  40. Thomas K. 17. Oktober 2015, 21:20   »

    Lieber Gunther!
    Du sprichst mir von der Seele.
    Vor allem deine Einleitung zu diesem Thema trifft den Nagel auf dem Kopf. (“Bearbeiten von Fotos sei manipulativ oder gar verwerflich”)
    Ich gehöre zu jener Generation, die noch stundenlang in der Dunkelkammer an einem Bild getüftelt hat. Es war immer wieder ein befriedigender Moment, wenn dabei ein gutes oder gar ein hervorragendes Photo entstanden ist – es war die Zeit und die Mühe immer wert. Auch heute genieße ich noch stundenlang die Bearbeitung (den Feinschliff) meiner Photos in Lightroom oder Photoshop. Genau darum geht es: Freude haben am Gestalten.
    “Photographieren” und “Bearbeiten” gehört einfach zusammen.
    Danke für Deine tolle Webseite, weiterhin viel Erfolg und genussvolle Photoerlebnisse wünscht Dir
    Thomas aus dem (Burgenland, A)

  41. Anderson Cunha 17. Oktober 2015, 21:11   »

    Ein bessere Artikel habe ich noch nicht gelesen. Ganz tolle Tipps und genial verfasst.
    Vielen Dank dafür
    Muito obrigado
    Anderson Cunha

  42. Sorry, hatte noch was vergessen!!!

    Werde jetzt mit der Nikon 5500 zukünftig fotografieren und auch in RAW!

    Kann man die alten jpeg Bilder auch mit Lightroom bearbeiten oder ist dies ausschliesslich dem RAW Format vorbehalten?

    Danke Dir!

    Gruss Lothar

  43. Hallo Gunther,

    hast Du auch mal mittels Ipad und Lightroom gearbeitet?

    Ich bin ein MOBILIST, sprich sitze nicht gerne vor einem PC, sondern arbeite lieber mit dem ipad!

    Ich habe mir jetzt mal die Testversion als App heruntergeladen und wollte diese mal probieren!

    Wie stehst Du dazu?

    Gibts andere Apps die man anwenden könnte oder die Du empfehlen würdest, z.B. Snapseed, Enlight etc.pp!

    Danke für Deine Bemühungen rd. um die Fotografie!!!

    Gruss Lothar

    Danke!

  44. Michael Hein 17. Oktober 2015, 19:20   »

    3×3 hinterläßt bei mir positiven Eindruck.

  45. Danke Gunter, ich habe wieder viel gelernt! Grossartig, wie Du diese Themen verständlich und anschaulich rüber bringst. Da kommt richtig Freude auf und der Drang, beim nächsten mal alles besser zu machen.

  46. In diesem Zusammenhang vielleicht zusätzlich nennbar das Buch von Bruce Birnbaum “Die Kunst der Fotografie”. Es geht geht in die Tiefe in genau den Bereichen, die Du, Gunther, hier in Deinem “3×3 für bessere Fotos” als Leitfaden vorgibst.

    Es ist ein recht umfangreiches Buch, welches als Arbeitsbuch ausgelegt ist und auch die Zusammenhänge von der Analogfotografie hin zur Digitalfotografie mit beschreibt. Hier insbesondere auch die von Dir oben benannten Vorgänge der kamerainternen Bearbeitung und deren – eigentlich ja unerwünschten, da nicht kalkulierbaren – Ergebnisse.

    In dem Buch geht es um das Fotografieren bis hin zum fertigen Bild, jedoch nicht um Anweisungen zur Handhabung einer speziellen Software. Vielmehr vermittelt es dem ambitionierten Fotografen Hintergrundwissen, wie und warum z. B. auch bei der Analogtechnik im Labor Bilder bearbeitet wurden.

    Es vertieft m. E. umfangreich das Verständnis für die Fotografie und Bildbearbeitung. Derart gut, umfangreich und ausgiebig habe ich das Thema in noch keinem “als gut benannten” Fachbuch zur Fotografie beschrieben gelesen.

    Dies als Hinweis zur Erweiterung des von Gunther hier beschriebenen …

    Grüße,
    Martin

Unsere Empfehlungen

  • Zeitraffer Wettbewerb
  • Zeitraffer Aufnehmen und Bearbeiten

Werbung

  • Produktfotografie
  • Fotografieren mit Wind und Wetter
  • Kids of all ages
  • Fotoespresso

Social

Letzte Kommentare