RAW, JPG, DNG, DNG lossy – Vergleich der Dateiformate in der Praxis

17102012

Wie gut schlägt sich das neue verlustbehaftet komprimierte DNG Format gegenüber JPG und den Original RAWs aus der Kamera? Sind die Unterschiede zwischen RAW und JPG wirklich so groß? Was kann man an Tiefen und Lichtern aus den einzelnen Dateiformaten in der Nachbearbeitung noch herausholen?

Ihr erfahrt es im heutigen Know-How Video:

Hier nochmal die 1:1 Ausschnitte der bearbeiteten Bilder, im Video kann man das nicht so gut sehen.

RAW-Datei, 12 bit NEF (35 MB)

DNG, Verlustfrei (26 MB)

DNG, Verlustbehaftet komprimiert (11 MB)

JPG 100 % (15 MB)

Das Bild wurde mit der Nikon D800 und dem Nikkor 50mm f/1.8 aufgenommen.

Wie immer, freue ich mich über Eure Kommentare!

Update: Immer wieder erreicht mich die Frage, wie groß denn die Unterschiede zwischen NEF Dateien (Nikon RAW) in den Speicherarten „Unkomprimiert“,“Verlustfrei komprimiert“ und „Verlustbehaftet (lossy) komprimiert“ sind, so wie man sie in den neueren Nikons einstellen kann.

Ich persönlich nutze in der Regel die verlustbehaftete Kompression, aus ählichen Gründen wie oben schon gezeigt. Jeffrey Friedl hat dazu in seinem Blog eine ausführliche Analyse gemacht und bestätigt meine Einschätzung, dass die „Verluste“ bei den Lossy-NEFs extrem subtil sind und nicht ins Gewicht fallen.

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106 Kommentare bisher


  1. Peter Heuchert 5. Oktober 2014, 14:01   »
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    Hallo Gunther,
    sehr eindrucksvolles Video. Danke für die tolle Arbeit. Ich hätte noch drei Fragen:
     – du sagst das Du 12 Bit pro Kanal nutzt. Nun die aktuellen Kameras bieten 14 Bit an. Hast Du eine Idee wie groß der Unterschied in der Praxis ist und ob das unterstützt wird? Theoretisch sind es ja 4 mal mehr Helligkeitsstufen
     – ich habe bei dpunkt.de einen Artikel über DNG gelesen. Dort steht, das DNG 8 Bit nutzt. In den DNG Spezifikation von Adobe (1.4.0.0 Stand 2012) wird 8 Bit für verlustbehafte Komprimierung erwähnt. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob ich den Text wirklich richtig verstanden habe. Hast Du da bessere Informationen?
    „Deflate (8) compression is allowed for floating point image data, 32-bit integer image data and transparency mask data.
    Lossy JPEG (34892) is allowed for IFDs that use PhotometricInterpretation = 34892 (LinearRaw) and 8-bit integer data. “
    Deflate wäre ja verlustlos und erklärt den Größenunterschied zum Originalraw.

     – Ich suche schon die ganze Zeit nach Angaben wie groß die 24M Pixel Bilder der 7100 (oder 5300) bei 14 Bit Tiefe und verlustbehafteter Komprimierung (NEF) werden. Hast Du da Daten?

    Viele Grüße
    Peter

    • gwegner 6. Oktober 2014, 10:02   »
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      Hallo Peter,
      ich nutze natürlich 14bit an den Kameras, die das erlauben.
      Ein 24MP Bild in verlustbehaftetem RAW mit 14bit ist ca. 24MB groß.
      Wie genau DNG aufgebaut ist, weiß ich nicht, ich kann hier nur von dem sprechen, was ich in den Ergebnissen sehe.
      Grüße
      Gunther

  2. Hans Albrecht 29. August 2014, 17:35   »
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    Hallo Gunter,
    habe jetzt das Programm PS Lr gekauft, und ich bin begeistert, damit wird PSE weitgehend überflüssig.

    Zum eigentlichen Thema, dng-Dateien aber folgendes:

    Der Bildaufbau aus den dng-Dateien ist extrem langsam und damit bei der Darstellung von Bildern schon störend.
    Ich arbeite schon lange mit dem Anzeigeprogramm Irfanview, weil die zusätzliche Darstellung von Metadaten sehr flexibel ist. Es gibt aber Probleme bzgl. der Darstellung Originalversion, überarbeitete Version.

    Ich bin deshalb momentan der Meinung, daß das dng-Format fürs Archivieren o. k. ist, fürs Anzeigen sollte man aber
    ein anderes Format verwenden.

    Viele Grüße
    Hans

    • gwegner 29. August 2014, 18:55   »
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      Hallo Hans, dass DNG Dateien langsamer angezeit werden in LR, kann ich so aber nicht bestätigen. Ich merke da keinen Unterschied. Du solltest auf jeden Fall sicher stellen, dass Du beim Convertieren in DNG die Vorschauen einbetten lässt.
      Grüße
      Gunther

      • Hans Albrecht 1. September 2014, 16:24   »
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        Hallo Gunter,

        das ist richtig, dng in Lr zur Bearbeitung, alles o.k.

        Aber am Ende möchte ich meine Fotos komfortabel, aber auch möglichst
        variabel, anzeigen. Dafür ist Lr nach meinen bisherigen Erkenntnissen nicht
        geeignet. Im Entwicklungsmodul ist es nicht das Anliegen, im Diashowmodul
        ist alles zu starr.

        Mir geht es um einen komfortablen und gleichzeitig variablen Viewer/Editor,
        und da ist mir bisher nichts Besseres als Irfanview untergekommen.
        Allerdings ist die Verarbeitung von raw‑ und dng-Dateien extrem langsam.

        Der PSE-Editor ist völlig ungeeignet, zumindest die Version 11, die ich
        besitze.

        Wenn Du einen entsprechenden Viewer/Editor empfehlen kannst, der ähnliche
        Eigenschaften wie Irfanview hat und dng-Dateien schnell verarbeiten kann,
        wäre ich Dir sehr dankbar.

        Sonst bleibt mir weiter nichts übrig, als das dng-Format zur Archivierung zu
        verwenden, zum Anschauen der Bilder aber ein anderes Format zu wählen.
        Diese „doppelte Buchführung“ würde ich aber gern einsparen.

        Viele Grüße
        Hans

        • gwegner 1. September 2014, 16:42   »
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          Hallo Hans,
          egal ob DNG oder NEF – wenn Du die Bilder anzeigen willst müssen ja die Bearbeitungen angewand werden. Lightroom arbeitet hier mit Vorschauen, wenn Du die vorher (in Anzeigegröße generieren lässt) dann geht das Flott. Funktioniert dann sowohl in der Bibliothek als auch im Diashow modul.
          Wenn Du ein externes Programm nutzen willst (egal welches) dann musst Du sie vorher als JPG, am Besten in der Auflösung des Monitors, oder Fernsehers auf dem Du sie anzeigen willst, exportieren.
          Grüße
          Gunther

  3. Hans Albrecht 22. Juli 2014, 15:29   »
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    Hallo Gunter,
    habe soeben das Video angesehen, Klasse.

    Habe dieses Jahr das 1.Mal im Urlaub nur mit raw-Format
    (Sony RX100) fotografiert, und habe die Bilder noch nicht nachbearbeitet.
    Voriges Jahr, als die RX100 neu war, habe ich wechselweise, mal in raw, mal in jpg aufgenommen. Vor der Nachbearbeitung habe ich dann immer in tif konvertiert, um dann relativ unbeschwert ggfs. mehrfach nachbearbeiten zu können, ohne Verluste befürchten zu müssen.

    Was mich an Adobe PSE 11/raw-plugin 7.4 stört, ist, das es beim Abspeichern in dng Einschränkungen gibt, die das Verarbeiten der Metadaten betrifft.

    Dazu im Einzelnen:

     – wenn ich nachträglich aus der Originaldatei bspw.
    DSC01234 die für mich sinnvolle Namensänderung in
    201406241234 vornehmen will, weil das Foto am
    24.06.2014 geschossen wurde, habe ich mit Adobe
    Probleme, weil das Programm nicht das Originaldatum
    aus den exif-Daten verwendet, sondern ein anderes.
    Gut, ich helfe mir mit Herrn Ghislers Totalcommander.

     – die Anzeige von Kommentaren, die ich unter den
    IPTC-Metadaten eingebe, mein Anzeigeprogramm irfanview
    nicht bzw. noch nicht anzeigen kann (irfanview hat aber
    so viele Vorzüge, daß ich darauf nicht verzichten
    möchte)

    Ich würde natürlich gern das dng-Format verwenden, und begrüße es sehr, daß Adobe mit dem dng-Format gewissermaßen eine Standardisierung anstrebt, aber ich befürchte, da muß Adobe erst noch etwas tun.

    Viele Grüße
    Hans

    • gwegner 22. Juli 2014, 16:59   »
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      Ich glaube, Du machst Dir das Leben zu kompliziert. Um sich all den Stress zu ersparen nutzen die meisten Fotografen Lightroom. Ich kann es Dir nur empfehlen.

      • Hans Albrecht 23. Juli 2014, 08:43   »
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        Hallo Gunter,
        danke, ich möchte nicht nerven, trotzdem die Frage:
        wird bei Adobe ligthroom die raw-Bearbeitung auch als plugin aufgesetzt, mit den Nachteilen des sehr langsamen Arbeitens oder ist raw-Bearbeitung bei Adobe ligthroom integraler Bestandteil des Programmes und arbeitet normal ?
        Vielen Dank
        Viele Grüße
        Hans

        • gwegner 23. Juli 2014, 09:24   »
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          Hallo Hans, bei Lightroom ist der komplette workflow transparent. Du verlässt ihn nie bei der Bearbeitung. Das kann man gar nicht mit dem Umstand über das Plugin bei Photoshop vergleichen. Lade Dir doch mal die Testversion von Adobe herunter, damit kannst Du 30 Tage lang kostenlos probieren.

          • Hans Albrecht 26. Juli 2014, 10:12   »
            Gravatar

            Hallo Gunter,
            habe PS ligthroom 5 getestet, hat etwas gedauert, weil bezogen auf PSE 11 Vieles anders ist, gewöhnungsbedürftig.

            Für die Aufgabe, raw-Dateien in dng-Dateien umzuwandeln, ist das Programm Spitze.
            Auch für bestimmte Bildbearbeitungen im Stapel bringt es Vorteile.

            Trotzdem gibt es aber Verschiedenes zu bemerken:
             – auch dng-Dateien werden in verschiedenen Programmen
            sehr langsam bearbeitet, und dazu gehört auch der
            Editor von PSE. Unter dem Editor von PSE 11.0 werden
            dng-Dateien immer über das raw-plugin geöffnet,
            PSE selbst kann dng-Dateien weder öffnen noch
            speichern
             – im irfanview-Editor werden verlustfreie dng-Dateien
            ebenfalls sehr langsam geöffnet, verlustbehaftete
            dng-Dateien werden noch nicht angezeigt
             – Dateiumbenennung auf Originaldatum ist zwar möglich,
            es gibt aber Formateinschränkungen, da ist der Total‑
            commander wesentlich flexibler (exif-plugin nicht
            vergessen)
             – irfanview kann aus dng-Dateien (noch) keine IPTC‑
            Daten lesen

            Ich werde die Entwicklung bzgl. raw/dng verfolgen, wenn es sich durchsetzt, und danach sieht es aus, wird Adobe da schon auch in PSE bzgl. dng noch etwas tun.

            Viele Grüße
            Hans

          • Hans Albrecht 3. August 2014, 09:43   »
            Gravatar

            Hallo Gunter,
            nochmal zu Adobe PS Lightroom. Ich werde wahrscheinlich Lr zusätzlich zu PSE kaufen, ich teste noch, aber das Programm ist wirklich toll, und Version 5.5 enthält sehr viel.
            Eine Frage, wie kann ich mehrere Bilder im Stapel verarbeiten, die Hilfe gibt es nicht her, ehe ich lange suche.
            Danke
            Viele Grüße
            Hans

          • Hans Albrecht 3. August 2014, 16:17   »
            Gravatar

            Hallo Gunter,
            ergänzend zu meinem Kommentar von heute, habe nochmal gesucht, Stapelverarbeitung wird unter http://galerie.chip.de… sehr gut erklärt, damit hat sich meine Frage erledigt.
            Bleibt aber zu bemerken, die Hilfe-Funktion von Adobe kannst du vergessen, und das, obwohl online!
            Nochmals Grüße
            Hans

  4. Paul Emsheimer 22. Juli 2014, 12:14   »
    Gravatar

    Lieber Herr Wegner, vielen Dank für obigen Artikel.
    Meine Frage: Die Nikon ⅾ 800 soll zum Rande einen Auflösungsverlust von bis zu 50 % haben. Was können Sie dazu sagen ?
    Vielen Dank im Voraus, Gruß Paul

    • gwegner 22. Juli 2014, 13:25   »
      Gravatar

      Hallo Paul,
      dazu kann ich gar nichts sagen. Schärfeabfall zum Rand ist fast immer den Objektiven geschuldet. Natürlich braucht man sehr gute Objektive an einer D800. Dass der D800 irgendein generelles Qualitätsproblem habe, davon habe ich noch nie etwas gehört.
      Grüße
      Gunther

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