Kampf der Super-Weitwinkel: Nikon 10–24 DX an der D5100 (Crop) gegen 16–35 f/4 an der D800 (Vollformat)

28102012

Ich bin mal bei schönstem Herbstwetter losgezogen und habe mich an den unfairen Vergleich gewagt: ich habe die exakt gleichen Bilder mit dem 10–24 DX Superweitwinkel an der kleinen Nikon D5100 (zusammen ca. 1.200 €) gemacht und dann mit dem 16–35 f/4 an der großen Vollformat D800 (zusammen ca. 3.700 €).

Schaut Euch mit mir gemeinsam die erstaunlichen Ergebnisse an!

Die aktuellen Preise und Infos zu den im Video erwähnten Objektiven und Kameras findet ihr bei Amazon und bei Calumet – ein Preisvergleich lohnt sich immer!

Meinen Erfahrungsbericht zum Nikon 10–24 DX findet ihr übrigens hier:

Den Test des Super-Weitwinkel Flaggschiffs 14–24 f/2.8 hier:

Einen interessanten Test zwischen dem 10–24 DX Nikkor und dem Tokina 11–16 f/2.8 hat Kollege Thomas von spotcatch.net geschrieben.

Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare!

Übrigens: Viel spricht dafür, dass in den nächsten 2–3 Monaten eine neue DX Kamera auf den Markt kommt. Das könnte für alle unentschlossenen Kaufwilligen nicht uninteressant sein!

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74 Kommentare bisher


  1. Sabrina 26. März 2014, 21:11   »
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    Hallo Gunther,

    ich wollte Dir einfach mal Danke sagen für dieses Vergleichs-Video.

    Ich trage mich nämlich schon längere Zeit mit dem Gedanken, eine Vollformat-Kamera (D600/D610) zu kaufen.

    Der Grund ist, dass ich vor allem Architektur fotografiere. Wenn man nicht genügend weit weg vom Objekt der Begierde stehen kann, beispielsweise bei einer Kirche oder wegen sonst davor stehender Bäume, ist man sehr schnell in der Situation, dass selbst 10 mm Weitwinkel nicht ausreichend sind, insbesondere dann nicht, wenn man dann noch auf 16:9 beschneiden will.

    Da wäre das 12–14er Sigma eine Lösung, welches allerdings bei Gegenlicht Flares liefert (Das Sigma 10–20 für DX nicht). Inzwischen gibt es aber auch das 8–16 für DX von Sigma.

    Ebenso stört mich (Nikon D5000), dass ab ISO 200 bereits beim Nachschärfen in Lightroom glatte Flächen (z.B. Autos) körnig werden, so dass ich da Details erhalten auf Null stelle (trifft nicht auf hell beleuchtete Flächen zu, sondern auf Aufnahmen bei trüben Wetter). Bei ISO-800 ist das Rauschen schon so stark, dass Details in dunkleren Bereichen (z.B. dunkle Dächer) einfach verloren gehen.

    Das geringere Rauschen war also ein zweites Argument, eine Vollformat-Kamera ins Auge zu fassen.

    Dem Rauschen könnte man ja mit einem Stativ begegnen, was allerdings bei Objekten, die sich bewegen wiederum Unschärfen durch lange Belichtungszeiten zur Folge hat (z.B durch Wind bewegte Bäume).

    Ebenso auf hilft auf stark vibrierenden Brücken kein Stativ sondern nur kurze Belichtungszeit (Die Frage ist dann, wie oft ist man in dieser Situation, dass es das viele Geld wert ist ?).

    Das Problem der geringeren Tiefenschärfe sehe ich nicht ganz so kritisch, da ich ja eher nicht die Brennweite erhöhe um den selben kleinen Bildausschnitt zu bekommen weil ich ja den größeren Bildausschnitt haben will.

    Insofern wäre dann auch das Abblenden und damit die Einbuße des Gewinns an weniger Rauchen nicht notwendig.

    Ein weiterer Gedanke war, dass sich die Auflösungsgrenzen der Objektive bei der D610 aufgrund der etwas größeren Pixel auch etwas weniger bemerkbar machen.

    Aber – nun kommts:

    Bei der Betrachtung von Bildern, die mit der Nikon D600/D610 oder der Canon 5D Mark Ⅱ aufgenommen wurden, hatte ich – mit Ausnahme einiger bei Nikon veröffentlichter Landschafts-Testfotos – geradezu dramatische Randunschärfen feststellen müssen – bei beiden Kameras !.

    Und zwar betraf die Randunschärfe nicht nur den äußersten Rand, den man nach dem Geradedrehen des Bildes und der Verringerung der stürzenden Linien ohnehin wegschneidet, sondern nahezu den gesamten Bereich der über das vom APS-C abgedeckte Zentrum hinausgeht.

    Da stand die Frage, ob die vielleicht schlechte Objektive verwendet haben oder eine zu große Blende ?

    Weder noch.

    Es waren die Spitzen-Objektive der Hersteller und die Blende lag im üblichen Bereich zwischen 8 und 13.

    Nachdem ich nun Dein Video angeschaut habe – gern hätte ich auch mal den Vergleich bei Blende 10 gehabt (da ist die Randunschärfe etwas geringer) – fürchte ich, dass es derzeit technisch nicht oder nicht zu einem noch bezahlbaren Preis möglich ist, Objektive ohne diese Randunschärfe herzustellen.

    Im Ergebnis dessen werde ich mich wohl vom Traum D610 verabschieden und mir das Sigma 8–16 APS-C Objektiv kaufen.

    APS-C Kamera spart gegenüber Vollformat Geld, passt besser in die Fahrradtasche, wackelt nicht so stark auf dem Stativ (bei Wind).

  2. Janto Trappe 4. Februar 2014, 15:42   »
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    Danke für den Vergleich bzw. den Test des 10–24! Ich brauche einen leichten UUW-Zoom und werde das Glas zukünftig für Luftaufnahmen einsetzen.

  3. MAA 20. November 2013, 18:30   »
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    Hallo Gunther,

    ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem WW für meine D90. Bilsang konnte ich keine überzeugenden Tests finden oder schon garnicht selbst testen (mir schickt auch so niemand einfach irgendwelche Objektive zu ;-))Nun mit deinem super Post konnte ich zumindest mal einen Eindruck bekommen, zu welchen Leistungen die Nikkor-WW in der Lage sind.
    Die Aufnahmen mit dem 10–24 sind schon ziemlich überzeugend, sodass ich es nun auf jeden Fall in die engere Wahl ziehe…
    Besten Dank und weiter so!

    //MAA

  4. Jürgen G. 20. Oktober 2013, 10:33   »
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    Hallo Gunther,

    würdest du das 10–24 auch dem 12–24 vorziehen?

    Ich werde wahrscheinlich überwiegend im WW Bereich fotografieren. Den oberen Bereich werde ich wohl kaum nutzen.

    MfG Jürgen

    • gwegner 20. Oktober 2013, 10:49   »
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      Das 12–24 kenne ich nicht, aber ich würde die 2mm Weitwinkel mehr beim 10–24 nicht unterschätzen. Gerade im Super Weitwinkel Bereich sind 2mm eine Menge.

  5. Jürgen G. 19. Oktober 2013, 13:47   »
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    Hallo Gunter,

    ich würde mir gerne das Nikon AF-S 10–24 G zulegen.

    Ich habe eine D7100. Kannst du das Objektiv empfehlen?

    MfG Jürgen G.

    • gwegner 19. Oktober 2013, 20:33   »
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      Ich kann es immer noch wärmstens empfehlen!

  6. zastrozny 30. Juni 2013, 19:20   »
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    Lieber Gunther,

    ein wirklich guter Beitrag von Dir. Bin eher Anfänger in sachen Digital-Fotografie. Habe mir vor einiger Zeit die Nikon D90 + 18–105 Objektiv gekauft. Nun bin ich an einem Weitwinkelobjektiv interessiert. Auf der Suche nach entsprechenden Vergleichen bin ich auf Deinen trailer gestossen. Für mich sehr hilfreich:

    1. ich bin ein Perfektionist und wollte mir schon die Nikon 800e kaufen. Weil: Bessere Tiefenschärfe, höhere Pixel usw. „Bessere Bildqualität“

    2. Die zur Nikon 800e gehörenden Objektive geben mir quialitativ das, worauf ich so abfahre: „Gestochen scharfe Bilder“.

    Nun bin ich dahingehend ein wenig besser informiert. Ich werde mir ersteinmal nicht die 800e kaufen. Sondern mit meiner Ⅾ 90 weiterarbeiten.

    Nichtn weil beide Cammeras so gut oder weniger gut sind, sondern weil das Preis-Leistungsverhältnis zu den Vergleichenden Resultaten in einem Verhältnis steht, das mich nachdenklich gestimmt hat.

    Vielen Dank dafür. Und bitte weiter so!

    Grüße Wolfgang

    • Martin 1. Juli 2013, 11:19   »
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      Hallo Wolfgang,

      das hast Du falsch verstanden. Tiefenschärfe hat nichts mit der Qualität der Kamera oder einem etwa nicht vorhandenen Tiefpaßfilter zu tun, sondern ist eine physikalische Größe in Abhängigkeit von Brennweite und Blende und beschreibt, welcher Bereich in mmm oder cm bis Meter noch scharf abgebildet wird und welcher Bereich in Unschärfe verläuft. Je kleiner die Brennweite und je kleiner die Blende (große Zahl), um so größer die Tiefenschärfe und somit der Bereich, der scharf abgebildet wird. Das ist bei billigen Kameras und billigen Objketiven nicht anders als bei teuren und besagt nichts über die Schärfe und Abbildungsleistung des Objektivs oder des Kamerasensors mit oder ohne Tiefpaßfilter aus.

  7. El Alfred 20. November 2012, 13:40   »
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    Hallo Stefan,
    merci für Deine Ansicht. Ich stimme Dir da weitgehend zu.

    Ich habe 1976 angefangen und mir zur XE-1 ein 1,2⁄58 und 2,5⁄28 gekauft (mit großer Öffnung um möglichst ohne Blitz fotografieren zu können; die Blitze von Braun waren viel zu blau und die Blitze von Metz waren mir zu teuer). Dann kam damals das erste Zoom dazu (um für die Diafilme einfach variabler einstellen zu können. Nachbearbeitung von Dias war nicht möglich, deshalb habe ich das Bild so optimal wie möglich aufgenommen und war damit zufrieden, oder habe es weggeworfen). Von diesem Zoom Vivtar 70–210⁄3,5 war ich aber ziemlich enttäuscht, weil es sehr schwer und nicht besonders scharf zeichnete. Also ergänzte ich mit Festbrennweiten 4⁄17, 1,7⁄85, 2,8⁄200 und ein 3,5⁄50 Makro. Die viele Wechslerei der Objektive nahm ich gerne in Kauf.

    Heute sieht es aber so aus, daß die Zooms sehr viel schärfer zeichnen als damals und deshalb habe ich mich heute mit der D7000 auf 3 Zooms beschränkt: 3,5⁄10–24 DX, 2,8⁄24–70 FX und 2,8⁄70–200 FX und als Makroergänzung das 2,8⁄105 FX Micro (das ist meine Alltagsausrüstung). Das Ergebnis ist, daß heute meine Bilder mit den Zooms schärfer sind, als damals mit den wirklich tollen Festbrennweiten (Minolta kooperierte damals mit Leica und hat von Leica gelernt, wie man sehr gute Objektive berechnet und baut). Aber es gilt nach wie vor: Festbrennweiten sind schärfer als Zooms.

    Gewichtsmäßig ist das mit einem Rucksack noch zu bewältigen, wenn manchmal alles dabei sein muß. Ansonsten beschränke ich mich auf die Objektive, von denen ich glaube, daß ich sie brauche
    (das habe ich aber früher auch schon so gehandhabt). Im Laufe der Jahre will man auch nicht mehr soviel mit sich herumschleppen; früher waren das über 12 kg, heute sind es nur noch 7 kg.

    Die hohen Anfangsöffnungen sind eigentlich nur in meiner Manie, alles am Liebsten ohne Blitz zu fotografieren, zu suchen (lieber ein Stativ als einen Blitz). Das Mehrgewicht, mein Gott, ich werd’s überleben.

    „Ich kann aber davor warnen, zu glauben, dass VF-Optiken unbedingt bessere Randschärfen erzeugen als reine Crop-Optiken“:
    Natürlich haben FX-Objektive prinzipiell schlechtere Randschärfen als DX-Objektive! Sie müssen ja auf einen Bildkreisdurchmesser von ca. 45 mm ausgelegt werden (DX nur ca. 32 mm). Jeder zusätzliche Millimeter kostet neue Anstrengung in der Korrektion (bei Weitwinkeln gibt es vorrangig Probleme mit der Verzeichnung, bei langen Brennweiten hauptsächlich mit der chromatischen Aberration; dagegen helfen dann Asphären bzw. Achromaten oder gar Apochromaten; in jedem Fall aber schweineteuer). Und je größer der Bildkreisdurchmesser ist, desto schwieriger wird es. Da hat es das DX-Format erheblich leichter. Dadurch, daß ich FX-Objektive an einem DX-Sensor verwende, verschwende ich quasi die hohen Kosten, aber ich lasse dadurch die schlechten Randbereiche aussen vor. Das ist überhaupt nicht wirtschaftlich, aber welches Hobby ist das schon?

    Weil ich ja bloß Hobbyfotograf bin, bin ich nicht auf extreme Schärfe und absolute Spitzenfotos angewiesen, sondern kann auch mal ein Foto akzeptieren, das nicht in allen Punkten Top ist (Gott sei Dank bin ich kein Fotograf, der seinen Lebensunterhalt von seinen Bildergebnissen bestreiten muß; ich würde sang‑ und klanglos untergehen).

    Freistellungsproblematik bei DX-Sensor:
    Aber eines ist natürlich klar: ideal läßt sich die Problematik Freistellung der Umgebung zu Schärfe von Nase bis Ohren wohl nie lösen. Bei dem Vergleich Crop zu VF ist lediglich der Faktor 1,5 dazwischen; prinzipiell ist es aber das gleiche Problem.

    Prinzipiell gilt bei gleichem Aufnahmeabstand:
    Kurze Brennweite = kleiner Abbildungsmaßstab = große Schärfentiefe am Kopf und Hintergrund
    Lange Brennweite = großer Abbildungsmaßstab = kleine Schärfentiefe am Kopf und Hintergrund
    In jeder Kombination ist ein Manko dabei!

    Prinzipiell gilt bei gleichem Abbildungsmaßstab = gleiche Schärfentiefe bei gleicher Blende:
    Kurze Brennweite = näher am Objekt = Kopf gleich groß auf dem Bild = eher unnatürliches Aussehen
    Lange Brennweite = weiter weg vom Objekt = Kopf gleich groß auf dem Bild = natürliches Aussehen

    Die Lösung liegt darin, eine relativ lange Brennweite zu nehmen (Objektiv mit ca. doppelter Diagonale des Sensors [85-135mm bei VF, 60-90 mm bei DX] und damit einer für das menschliche Auge angenehmen Perspektive = Porträtobjektiv) und einer entsprechenden Freistellung des Objektes gegen den Hintergrund, um zuviel Schärfe im Hintergrund von Haus aus zu vermeiden. Hinter dem Kopf sollte der Hintergrund schon mehrere Meter weg, oder idealerweise ein ruhiger, einfarbiger Hintergrund sein.

    Und: Festbrennweiten sind schärfer als Zooms
    Ideal für Porträts sind meiner Meinung nach sowieso die Makroobjektive. Diese sind nämlich nicht, wie alle anderen Objektive, auf unendlich korrigiert, sondern auf den Abbildungsmaßstab bei ca. 1:1.

    Bei der Porträtfotografie ist Dein Objekt ja sehr nahe an der Kamera und so kommt der Vorteil eines Makroobjektives voll zum Tragen. Ich würde so etwas wie EF-S 60 mm 1:2,8 Makro USM oder besser das EF 100 mm 1:2,8 Makro USM nehmen (ich erinnere mich an mein Minolta 3,5⁄50 mm Makro, das war schon bei Offenblende ein Ausbund an Schärfe). Mit einer längeren Brennweite rückt man derjenigen Person nicht so nahe auf den Pelz und damit ist diese Person auch viel entspannter.
    Ich bin überzeugt, daß Du mit so einem Makroobjektiv besser dran bist, als mit einem lichtstarken 1,8⁄50 mm, denn abblenden auf ca. 4 bis 5,6 musst Du ja sowieso. Dann ist Dein Makroobjektiv gleichzeitig Dein Porträtobjektiv und Du hast Dir ein Objektiv gespart. [Der Haken bei sehr scharfen Objektiven ist aber, daß Hautunreinheiten extrem auffallen und deshalb hatte man früher einen Weichzeichner verwendet; das ist heute noch genauso!]

    Wie groß die Schärfentiefen der einzelnen Objektive sind, habe ich heute nicht mehr im Kopf. Aber im www gibt es manche Tipps, so z. B. http://ingritter.de/5.html. Da kann man recht gut die einzelnen Schärfentiefen ablesen, allerdings sieht man sie nicht und man sieht schon gar nicht, wie sich die Unschärfe hinter dem Kopf ansieht.

    Dir fehlen noch aussagekräftige Fotos zum Thema Freistellen/Porträt – Crop/VF:
    Da hilft nur eines: Ausprobieren!
    Nimm Dir irgendein Objekt (Buch, Eierkarton, Stubenbesen o.ä.), das in der Tiefe etwa eine handspannengroße Ausdehnung hat (das ist ungefähr der Abstand Nasenspitze bis zu den Ohren) und lichte dieses Objekt einfach mal zuhause vom Stativ her ab. Nimm Dein 15–85 und stelle nacheinander 3 Brennweiten ein: 30 mm, 60 mm und 85 mm (= Diagonale des DX, 2-fache Diagonale des DX, fast 3-fache Diagonale).
    Wähle bei jeder Brennweite 5 Blendenstufen (Offenblende, Blende 3,5, Blende 5,6, Blende 8, Blende 11). [Der Nachteil dieses Objektives ist jedoch, daß die Anfangsöffnung bei 85 mm nur noch 5,6 ist!]

    Der zweite Teil: wieder die Brennweiten verändern, aber jedesmal darauf achten, daß im Sucher das Objekt gleich groß abgebildet wird (dazu den Aufnahmeabstand so verändern, daß das zutrifft). Und jeweils bei jedem Aufnahmeabstand wieder die Blenden verändern.

    Am PC kannst Du Dir alle 30 Bilder nebeneinander ansehen und hast auch die technischen Daten zu jeder Aufnahme parat. Und so siehst Du sowohl die positive Schärfeentwicklung am Objekt als auch die unerwünschte Schärfe des Hintergrundes. Von den 30 Bildern bleiben dann vielleicht 2 übrig, die Dir gefallen.

    Das Wichtigste: Nur so kriegst Du ein Gefühl dafür, was Du beim Fotografieren tun oder besser lassen solltest. Spätestens beim fünften Mal haben Deine Porträts genau den Schärfeverlauf, den Du gerne hättest. Und ob Du dann auf dem DX‑ oder FX-Sensor Dein Porträt hast, ist Dir dann egal, Hauptsache das Bild ist so, wie Du es willst.

    Viele Grüße und viel Erfolg beim Porträtschärfetiefentest.
    El Alfred

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