Nikon D600/D610 Test und Review – Teil 1: Vergleich mit D7000, Crop vs. Vollformat, ISO Performance

22092012

Lohnt sich die Investition in die Nikon D600 bzw. D610? Macht es Sinn eine Crop-Kamera, wie die Nikon D7000 gegen sie auszutauschen? Ich habe die Nikon D600 getestet und mit der D7000 verglichen. Das erstaunliche Ergebnis erfahrt ihr in diesem Bericht.

Im folgenden wird von der D600 die Rede sein, das Gesagte gilt allerdings ebenfalls für die D610. Beide Kameras unterschieden sich nur in dem neuen Verschluss der D610, der nicht das leidige Öl/Staub-Problem aufweist, sowie einer leicht erhöhten Bildwiederholrate von 6 ggü. 5.5 Bildern bei der D610.

Ich bin ja ein großer Fan der Nikon D7000 und ihrer kleinen Schwester der Nikon D5100. Beides sog. Crop-Kameras (DX), die also mit einer Sensorgröße von 24 × 16 mm weniger als die Hälfte der Sensorfläche einer Vollformat (FX) Kamera (36 × 24 mm – entspricht Kleinbild-Format) hat, wie der Nikon D700, D800 oder ihrer professionellen Schwestern D3x und D4.

Das hat sicherlich Vorteile und Nachteile. Für mich überwiegen die Vorteile des kleinen Sensors. Nun ist die Nikon D600 auf den Markt gekommen, als „kleinste“ Vollformat-Kamera habe ich sie mir bestellt, weil ich sehen wollte, ob der große Sensor und die zwei Jahre Entwicklung, die zwischen der D7000 und der D600 liegen, einen merkbaren Unterschied in der Bildqualität mit sich bringen. Über die Gründe habe ich hier etwas ausführlicher geschrieben.

Ein bisschen Hintergrund

Etwas irritierend ist für viele ja die Umrechnerei zwischen den Sensorgrößen, Crop-Faktoren, Brennweiten, Verlängerungen etc. Wahrscheinlich werden einige von Euch schon über meine Aussage weiter oben gestolpert sein, dass eine Crop-Sensor knapp die Hälfte der Fläche eines Vollformat-Sensors hat – denn man spricht doch immer von einem Faktor von 1.5!?

Schauen wir uns noch einmal das Schaubild an, dass ich für den oben verlinkten Artikel gemacht habe. Da ging es um einen Vergleich des 16MP Crop-Sensors der D7000 mit dem 36 Megapixel Crop Sensor der D800.

Die Pixeldichte dieser beiden Sensoren ist annähernd gleich. Das heißt, wenn ich ein 300 × 200 Pixel großen Ausschnitt eines Bildes einer dieser Kameras betrachte, ist des Abbildungsmaßstab, also die abgebildete Größe des Objekts in dem Ausschnitt gleich groß. Das bedeutet, die Detailauflösung ist (wären die Sensoren von der gleichen Qualität) auch gleich groß.

Der Faktor 1.5, der gerne als „Brennweitenverlängerung“ angegeben wird, besagt nichts weiter, als dass ich an einer Crop-Kamera z.B. ein 60mm Objektiv ungefähr den gleichen Bildausschnitt wiedergeben würde wie ein 90mm Objektiv an einer Vollformat Kamera. Trotzdem sähen die Bilder unterschiedlich aus, weil die Tiefenstaffelung der Objektive unterschiedlich ist, aber das ist ein anderes Thema.

Dieser Faktor 1.5 spiegelt sich in den Seitenlängen sowie der Diagonale des Bildes (siehe Abbildung) wieder. Die Diagonale und die Seitenlängen des Vollformat-Sensors ist 1.5x so groß, wie die des Crop-Sensors. Die Fläche hingegen, geht zum Quadrat ein. Das heißt, der Vollformatsensor hat 2,25 mal die Fläche eines Crop-Sensors. Zum Nachrechnen: Crop: 24 × 16mm = 384mm², Vollformat: 36*24 = 864mm². 864⁄384 = 2,25.

Jetzt wissen wir auch, warum die 36 Megapixel D800 die gleiche Pixeldichte hat, wie die 16 Megapixel D7000: 16*2,25 = 36.

Verhältnis der Abbildungsgrößen bei gleicher Pixeldichte
Verhältnis der Abbildungsgrößen bei gleicher Pixeldichte

So, nun aber endlich zur D600! Die D600 hat 24 Megapixel. Das bedeutet, ihr wäre von der Pixeldichte eine – lasst uns kurz rechnen: 25⁄2.25 = 10,7 MP Crop Kamera äquivalent. Das bedeutet, die Pixeldichte auf dem Sensor der D600 ist deutlich geringer, als die bei D7000 und D800. Das bedeutet aber auch, dass man beim hineinzoomen in die Bilder der D600 weniger Details aufgelöst hat, als bei der D7000 und der D800.

Um es noch einmal plastisch zu machen: Nehmen wir an, ihr habt ein teures Teleobjektiv gekauft, z.B. das 300mm f/2.8 Nikkor, welches ich mir für Afrika zugelegt habe. Ihr fotografiert mit der D7000 einen Elefanten. Weil er immer noch zu weit weg ist, beschneidet ihr das Bild später. Mit der D7000 und der D800 könnt ihr gleich weit reinzoomen, die D600 löst weniger Details auf.

Nun aber zum Vergleich. Wenn die D600 nun weniger Details auflöst und eine geringere Pixeldichte hat als die D7000, dann müsste die Bildqualität ja deutlich besser sein. Erstens ist es physikalisch so, dass, je größer die Pixel auf dem Sensor sind, um so besser der Signal-Rauschabstand ist. Andererseits liegen in der Entwicklung zwischen der D7000 und der D600 2 Jahre!

Ich habe also mal ein paar Testaufnahmen gemacht. Ziemlich im Dunkeln und ziemlich unter schwierigen Bedingungen und die „kleine“ D7000 gegen ihre große Schwester antreten lassen.

Wenn ihr Euch die volle Auflösung anschauen wollt, klickt bitte auf den Download link.
Ihr seht bei diesen Tests, aufnahmen mit verschiedenen ISO-Werten. Ganz links ISO 100, dann habe ich einen Sprung nach 800 gemacht und von dort sukzessive hoch bis 25.600. Ein Wort noch zu den Hohen ISO-Werten von 12.800 und 25.600: ich habe diese Werte in der Praxis noch nie eingesetzt. Nehmt sie daher als „akademische Grenze des Machbaren“ – für die Praxis sind sie so gut wie Irrelevant.

So nun aber zu der ersten Testreihe. Hier hatte ich die Kamera Rauschreduktion auf Normal, alle anderen Bearbeitung aus. Der Ausschnitt zeigt eine Einlage meiner Gibson Gitarre.

Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: Normal
Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: Normal


Download

Beim nächsten Test habe ich die Rauschunterdrückung auf Schwach gestellt und mit ein wenig Licht starke Kontraste herbeigeführt. Ein solcher Test wird interessanter verlaufen, wenn wir später RAW aufnahmen bearbeiten können. Hier sieht mann, dass sich die D7000 bis ISO 12800 fantastisch schlägt.

Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: Schwach
Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: Schwach


Download

Weiter geht’s mit einer dunkleren Aufnahme, auch hier Rauschunterdrückung schwach. Und auch hier ist bis ISO 12.800 kaum ein Unterschied auszumachen.

Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: Schwach
Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: Schwach


Download

Nun habe ich die Rauschunterdrückung ganz ausgeschaltet und in einem sehr dunklen Raum fotografiert. Hier sind die verkleinerten Bilder in der Totalen:

Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: aus.
Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: aus.


Download

…und hier wieder im Ausschnitt. Und erst ohne jegliche Rauschunterdrückung sieht man einen leichten Vorteil bei der Nikon D600.

Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: aus.
Nikon D600 vs. D7000, JPG, Rauschunterdrückung: aus.


Download

Zu guter Letzt habe ich beide Kameras mal mit ISO 6400, ISO 12800 und ISO 25600 jeweils 30 Sekunden lang ihren Bajonettverschluss – also totale Schwärze – ohne Rauschunterdrückung fotografieren lassen. Bei diesen ISO-Werten muss man auch den Sucher hinten abdecken, sonst kommt von dort aus Licht auf den Sensor.



Download

Hier sieht man also jetzt – unabhängig von jeglichem Motiv, das reine Rauschen des Sensors bei den Hohen ISO Zahlen. Wohlgemerkt: 30 Sekunden belichtet. Und hier wird auch deutlich: ja – der Sensor der D600 ist eine Weiterentwicklung und er rauscht etwas weniger. Aber hier sind wir ganz ganz tief im Reich der Pixelpeeper…

Alle Testbilder wurden übrigens in JPG aufgenommen. Derzeit unterstützt Lightroom die RAW Dateien der Nikon D600 noch nicht. Sobald die RAW-Converter die Kamera unterstützen wird es sicherlich interessant sein, zu prüfen inwieweit sich der Dynamik-Umfang der Kameras unterscheidet.

Update – Mondaufnahmen

Hier noch zwei Aufnahmen des Mondes, die ich mit dem 300mm f/2.8 und dem Nikon Tele-Konverter TC20EIII gemacht habe. Dabei sieht man schon den Unterschied in der Abbildungsgröße. Bei der 1:1 Ansicht unten, habe ich das Bild der D600 vergrößtert, so dass es mit dem Maßstab des D7000-Bildes übereinstimmt. Beide Aufnahmen als JPG, ohne Schärfung in der Kamera.

Mein vorläufiges Fazit

Also, wenn ich ein Fazit wirklich jetzt schon ziehen kann, dann ist es vor allem die Bestätigung, was für eine fantastische Leistung die D7000 (und somit auch die D5100) abliefert! Wow. Ich habe ja mit ihr schon vieles angestellt und war auch echt begeistert, wie sie die extrem schwierigen Milchstraßen Aufnahmen in Afrika gemeistert hat – aber dass gegenüber einer 2 Jahre jüngeren und mit deutlich geringerer Pixel-Dichte ausgestatteten Vollformat Nikon, die drei mal so viel kostet so gut behaupten kann. Meine Herren, das hätte ich nicht gedacht.

Ganz sicherlich ist die ISO-Performance und das Rauschverhalten der Nikon D600 kein Grund, seine D7000 zu verkaufen. In 99.9 % aller Fälle wird man in der Praxis keinen Unterschied feststellen. Die Tests, die ich hier gemacht habe, sind echt akademisch. Lasst Euch nicht von den Unterschieden im Bereich 12800 und 25600 ISO täuschen. Diese Empfindlichkeiten kommen in der Praxis so gut wie nie vor!
Interessant sind sie allenfalls für Fotografen wie mich, die wirklich Nachts in Afrika (hier braucht man aufgrund der Lichtverschmutzung meist nicht mehr als ISO 1600 oder 3200) die Sterne fotografieren wollen und da mit ISO bis zu 6400 arbeiten und 30 Sekunden belichten! Uninteressant für all diejenigen, die in normalen Situationen fotografieren. Viel schwerer wiegt aus meiner Sicht die Tatsache, dass ich weniger Details aufgelöst bekomme bei der D600. Das heißt ich kann bei gleicher Brennweite in der Nachbearbeitung nicht so weit reinzoomen. Für alle, die gerne im Telebereich fotografieren ist das ein wichtiges Kriterium! Der preisliche Unterschied zwischen dem 300mm f/2.8 Nikkor und dem 400mm f/2.8 liegt irgendwo bei 4000 € ! Das gibt euch hier die günstigere Kamera, um es mal überspitzt zu formulieren.

Rate ich Dir also dazu, auf Vollformat umzusteigen? Es kommt darauf an. Aus meiner Sicht gibt es heute nur drei Gründe, die einen Umstieg auf Vollformat rechtfertigen:

  1. Die Crop-Kameras haben bestimmte Funktionen nicht, die Du unbedingt brauchst und die Vollformat Kameras haben. Nikon versucht im Moment ambitionierte Fotografen zum Vollformat zu drängen. Das hat einfache wirtschaftliche Hintergründe. Mit dem Vollformat müssen neue und teurere Objektive ins Haus und die großen Linsen bringen Nikon richtig Geld in die Kasse. Aus diesem Grund wird es vermutlich auch keine D400 geben. Eine semi-professionelle Crop-Kamera würde bei der heutigen Güte der Sensoren (siehe oben) den Verkauf der Vollformat Kameras in dem lukrativen Segment der ambitionierten Amateure kannibalisieren.
  2. Das spezielle Objektiv, das Du einsetzen willst, gibt es als Crop nicht. Objektive, wie das 14–24 f/2.8 sind natürlich eine Waffe, die es so an Crop nicht gibt. Aber wenn ihr den Preis seht, dann wisst ihr auch, wo die Reise hingeht, wenn ihr Euch auf einen Umstieg einlasst.
  3. You don’t give a f*** what Ⅰ say. Vollformat ist das was die Profis haben und das willst Du auch haben. Das ist natürlich ein schlagendes Argument, das kann ich nicht so einfach entkräften… :-)

Und ich? Was mache ich jetzt? Ich gehe jetzt erstmal mit der D600 draußen fotografieren und schaue mal, was mit ihr sonst noch so geht. Es gibt ja neben dem Rauschverhalten noch viele weitere Themen. Ein sicherlich sehr wichtiges ist für mich auch die Video-Performance. Ein ausführliches Review kommt dann natürlich noch. Ich halte Euch auf dem Laufenden…

UPDATE: Weiter gehts mit Teil 2:


Wie immer freue ich mich über Eure Kommentare! Falls ihr gwegner.de noch nicht bei Facebook folgt, ist das jetzt DIE Gelegenheit, das nachzuholen! Dort erfahrt ihr als erstes, wenn ich neue Erkenntnisse gewonnen habe!

Verpasse nie mehr einen Artikel!

Mit dem kostenlosen EMail-Abo erhältst Du alle neuen Artikel direkt in Deinen Posteingang!

Auf Facebook, Google+ und Twitter bekommst Du darüber hinaus viele weitere tagesaktuelle Infos von uns...

Alle Inhalte ©

Werbung

Equipment

NÄchste Reisen

Mitmachen!

E-Books

Partner



Wir freuen uns über Deinen Kommentar!



154 Kommentare bisher


  1. Eugenius 29. Januar 2013, 19:12   »
    Gravatar

    Hallo, Gunther! Danke für deinen interessanten Test und Vergleich zweier Kameras! Seit ca. 2 Jahren besitze ich eine Nikon d5000, mittlerweile auch zwei Festbrennweiten – 40mm f2,8 und 105mm f2,8. Fotografieren mit d5000 macht richtig Spaß. Jetzt überlege ich mir eine d7000 zu zulegen, unteranderen auch wegen diversen Features und Einstellmöglichketen. Durch deinen Test ist der Anreiz zum Kauf der d7000 noch größer geworden, jedoch halten mich davon unterschiedliche Berichte in diversen Foren. Und zwar wird gesagt, dass d7000 ein Backfokusproblem hat, bzw. der Fokus bei unterschiedlichen Lichtbedingungen unterschiedlich treffsicher ist. Die Abweichungen seien manchmal so enorm, dass diese nicht mal durch die kamerainterne Korrektur zu beseitigen sind.
    Das andere, worüber es immer wieder berichtet wird sind die Öltröpfchen auf dem Sensor. Diesen treffen erst mit der Zeit auf und sind nur schwer zu entfernen, wenn nicht nur durch Nikon Service.
    Musstest du deine d7000 auf Grund eines oben genannten Problems zum Service einschicken? Wenn ja, wie oft?
    Danke im Voraus!
    Gruß,Eugenius

    • gwegner 29. Januar 2013, 19:33   »
      Gravatar

      Hallo Eugenius,
      meine D7000 war noch nie beim Service. Es kann bei jeder Kamera fälle geben, wo mal etwas dejustiert ist oder der Sensor verdreckt ist, dann schickt man die Kamera halt zum Service, das klappt bei Nikon hervorragend und macht Dich nicht arm. Ich reinige meinen Sensor übrigens auch nie selbst. Solche Berichte wären für mich definitiv kein Grund von einer Kamera Abstand zu nehmen.
      Grüße
      Gunther

    • Fotolotsin 29. Januar 2013, 20:19   »
      Gravatar

      Hallo,

      ich habe auch eine D7000 und nutze sie intensiv (da professionell). Ich hatte bisher null technische Probleme, dito meine Schwester und mein Bruder mit D40 und D60 (allerdings nicht ganz so intensiv genutzt). Ganz anders mit Canon: Da löste sich bei meinem Mann genau 1 Woche nach Garantieablauf die Belederung. Das alleine ist ja schon ärgerlich, aber dann hat der Service auch noch null Kulanz gezeigt, so dass der Normpreis für die reparatur bezahlt werden musste. Ähnliches hatte ich mit einer IXUS von Canon auch schon erlebt. Das war für mich ein Grund, mir keine Canon zuzulegen. Ob der Nikon-Service besser ist, kann ich nicht sagen. Ich habe ihn nämlich noch nie gebraucht – und das in 20 Jahren Nikon-Nutzung, davon einige professionell und natürlich mit mehreren Kameramodellen. Ich hoffe, das bleibt so…

      Petra

  2. Adrian 7. Februar 2013, 10:22   »
    Gravatar

    Ich bin seit 2 Wochen Besitzer einer D600 obwohl das Wetter bis jetzt noch kein definitives Fazit bezüglich der D600 zulässt sind mir 2 Sachen aufgefallen. Landschaftsaufnahmen bei Nacht TOP, Tieraufnahmen FLOP! Ich besitze daneben noch eine D5100 welche ich hauptsächlich bei Tieraufnahmen sehr schätze. Diese Kamera hatte ich schon bei Ebay eingestellt, aber zum Glück kurz darauf wieder von dort entfernt als ich bemerkt habe wie toll diese Kamera bei Tieraufnahmen ist. Das hat nichts mit dem Crop Faktor zu tun. Ich hatte kürzlich das Vergnügen 2 Rehe mit der D600 zu fotografieren, ich war nahe genug dran, so dass der Crop Faktor keine Rolle spielte. Das Ergebnis war enttäuschend, die D5100 hätte das um Welten besser gekonnt. Ich benutze ein Sigma 150–500mm. Aber bei Langzeitbelichtungen ist die D600 fantastisch, da sieht man einen grossen Unterschied beim Bildrauschen gegenüber der D5100. Ich teste mal weiter, kann auch sein dass das Sigma nicht perfekt zur D600 passt.

  3. Klaus 16. Februar 2013, 22:41   »
    Gravatar

    Hallo,
    vielen Dank für den aufschlussreichen Test!
    Die Sache mit der höheren Pixeldichte bei der D7000 habe ich auch verstanden, aber trotzdem habe ich hierzu eine Frage:
    Wenn ich z.B. ein DIN A4 Blatt formatfüllend fotografiere, entsteht auf der D7000 ein Bild mit 16 Mio Pixel und auf der D600 ein Bild mit 24 Mio Pixel. Ein q cm DIN A4 Blatt wird auf der D600 mit mehr Pixeln abgebildet als auf dr D7000. Wie passt das mit der höheren Pixeldichte der D7000 zusammen?

    Klaus

    • gwegner 17. Februar 2013, 09:10   »
      Gravatar

      Hallo Klaus, ja, aber bei der Crop Kamera wird das Din-A4 Blatt eine kleinere Sensorfläche abgebildet. Die „Pixeldichte“ bezieht sich auf die Sensorfläche und ist halt dann relevant, wenn man noch spielraum zum Beschneiden braucht. In Deinem Beispiel musst Du ja entweder das Objektiv wecheseln, oder den Betrachtungsabstand verändern, um das Din-A Blatt formatfüllend abbilden zu können. In der Naturfotografie z.b., wenn Du eine Aufnahme mit 200mm von einem Tier machst, hast Du in der Regel nicht die möglichkeit näher dran zu gehen, oder ein längeres Objektiv zu verwenden, daher wirst Du ggf. später das Bild beschneiden wollen. Und hier kommst Du dann mit der D7000 halt „dichter“ ran, als mit der D600, die die geringere Pixeldichte hat.

  4. Mike 9. März 2013, 10:03   »
    Gravatar

    Hab lange die D7000 genutzt und bin aus div. Gründen auf die D600 umgestiegen. Einer war, dass sie im Feld deutlich überlegene Low-Light-Fähigkeiten aufzeigt. Keine Ahnung, woher der Gedanke kommt, die D600 rausche kaum weniger als die D7000, denn er ist falsch.

    1. Die D600 leistet bei ISO 2000, was meine D7000 bei ISO 800 nicht schaffte.
    Das weiß ich nicht aus Labortests, sondern von echten Shootings im Feld. Wie oft habe ich mich bei Available Light Portraits bei der D7000 geärgert, dass ich nicht mehr Schärfe und Dynamik bei gleichzeitiger Verminderung des Rauschens hervorbringen konnte – Die D600 hat dahingehend alle meine Probleme gelöst.

    2. Man darf keine 100%-Ansichten vergleichen, das wäre Humbug. Wenn du das D600-Bild so sehr verkleinerst, dass es dem D7000-Bild entsprichst, wirst du deutliche Unterschiede erkennen.

    3. Ein FX-Sensor hat größere Dioden als ein DX-Sensor, das Rauschen ist daher automatisch geringer. Dagegen kannst du nichts tun, das ist einfach Physik.

    4. Ich hab einfach das Gefühl, dass du den qualitativen Unterschied zu deinen offenbar heißgeliebten DX-Kameras künstlich relativieren willst.
    Sicher, die D7000 ist eine großartige Kamera, ich hab sie nicht umsonst allen Mitbewerbern vorgezogen, als ich aus dem Sony-Lager wechselte. Aber meine Ergebnisse im direkten Vergleich mit der D600 zeigen einfach, dass die D7000 dennoch auf der Strecke bleibt.

    Sieh dir doch mal dieses Review an: http://photographylife.com/reviews/nikon-d600

    Teil zwei werde ich ebenfalls kommentieren.

    • gwegner 10. März 2013, 11:24   »
      Gravatar

      Hi Mike, danke für Deine Einschätzung.
      Kurz zu 3: das ist nur bedingt richtig, z.B. hat die D800 die gleiche Pixelgöße (Diodengröße) wie die D7000.
      Zu 4: Ich habe selbst ein D800 und sehe durchaus Vor‑ und Nachteil beim Vollformat, hier geht es nicht um künstliches relativieren, warum sollte ich das tun, sondern darum klar zu machen, wie gering die Unterschiede sind. 90 % aller Leute, die aus welchen Gründen auch immer glauben, ohne Vollformat keine guten Fotos machen zu können, brauchen definitiv kein Vollformat.
      Die anderen 10 % kaufen es sich und stellen sich die Frage gar nicht erst.
      Die D600 hat derzeit den besten Sensor bei den Nikons, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie in einem für sie nicht adäquaten Gehäuse mit vermurkster Bedienung daher kommt und dazu noch ein Staub/Öl-Problem hat, das Nikon bislang nicht in den Griff bekommen hat. Die D800 ist da ein ganz anderes Kaliber. Sie macht aus meiner Sicht alles richtig, ist allerdings auch eine große und schwere Kamera, die nach anspruchsvollen Objektiven verlangt.
      Grüße
      Gunther

  5. doc 2. Juli 2013, 08:17   »
    Gravatar

    hallo!
    preisvergleiche sollten nicht zwischen alten modellen und neuerscheinungen gemacht werden. wenn man den durchschnittspreise einer d600 jetzt hernimmt, 1.500,– und mit dem preis einer d7000 700,– vergleicht, ist das verhältnis nur mehr doppelt. nimmt man den preis einer d7100 von 1.100,– so ist der unterschied nur mehr marginal und dafür bekommt man aber vollformat! ich habe die d800 verkauft und mir eine d600 geholt, bislang diesen schritt noch nicht bereuen müssen. lg

  6. Mabo 16. September 2013, 14:17   »
    Gravatar

    Hi Gunther,

    ich stehe vor der Entscheidung mir entweder eine Nikon d600 oder d7100 zuzulegen.
    Ich habe bereits FX Objektive, weil ich die Bildqualität gegenüber den DX-Objektiven als besser empfinde.
    Eigentlich habe ich aus diesem Grund zum Vollformat tendiert, aber deine Meinung zur d600 verunsichert mich jetzt. (Die d800 kommt für mich wegen der vielen Megapixel allerdings nicht in Frage, mir ist das Bild zu scharf. Natürlich spielt auch der Preisunterschied eine Rolle).
    Ich fotografiere gerne Portraits‑ die bessere Freistellung reizt mich daher sehr.
    Ich hatte auch schon überlegt mir eine gebrauchte d700 zuzulegen. Würdest du die d700 denn vor der d600 sehen?

    LG,
    Mabo

    • gwegner 16. September 2013, 16:15   »
      Gravatar

      Hallo Mabo,
      die Frage ist schwer zu beantworten, da ich viel High-ISO Sachen mache (Milchstraße etc.) würde ich persönlich zwischen der D600 und der D700 die erstere wählen, wenn es nur um das Fotografieren ginge, wäre die d700 sicherlich die Kamera der Wahl, sie hat einfach das reifere Bedienkonzept.
      Wie gesagt, ganz schwer zu vergleichen.
      Grüße
      Gunther

    • doc 17. September 2013, 12:27   »
      Gravatar

      hallo! wenn ich dir einen rat geben darf: nimmt die d600. warum? um jahre neuere technik, doppelte pixelanzahl trotzdem keine einbußen beim bildrauschen, da fortgeschrittenere sensorevolution. einziges manko: gehäusestabilität. aber wenn du damit keine nängel einschlagen möchtest….
      lg

  7. Carsten Seim 14. Oktober 2013, 12:52   »
    Gravatar

    Danke Herr Wegner für dieses Stück. Ich habe an anderer Stelle schon gesagt, dass hier Verbraucherjournalismus 2.0 stattfindet. Bewahren Sie Ihre Unabhängigkeit. Ein kleines Problem bei kürzeren Brennweiten sehe auch ich in der Tatsache, dass Nikon sehr hochwertige Linsen in die Vollformat-Klasse bringt. Dafür gibt es das 17–55 2,8 zum sehr günstigen Preis auf dem Markt. Was die Schärfe angeht: Mit einem 40er-Makro die Augen einer Katze fotografiert. Man sieht die Umrisse des Fotografen in den Augen der Katze. Vgl. http://bit.ly/164kApb

    Die Consumer-Linsen von Nikon zerren bisweilen aber etwas an meinen Nerven … Die 7000 ist von Ihren Dimensionen her eine wunderbare Reportagekamera!

  8. Carsten Seim 14. Oktober 2013, 12:53   »
    Gravatar

    PS: Es ist die Ausschnittsvergrößerung eines Fotos.

  9. Diandi 22. Dezember 2013, 22:33   »
    Gravatar

    Vielen Dank für den aufschlussreichen Vergleich (und überhaupt für die ganze sehr informative Seite). Ich denke, es gibt aber vielleicht noch einen vierten Grund für die D600: Man fotografiert – wie ich – noch analog (Nikon F80) und muss sich deshalb gar keine neuen FX-Objektive anschaffen (z.B. besitze ich ein Nikkor 1.8⁄50 und ein Tokina 2.8⁄28–70). Wäre die D600 bzw. 610 nicht die ideale – weil endlich bezahlbare – Kamera für solch einen (späten) Wechsel ins Digitallager? Viele Grüße.

    • gwegner 23. Dezember 2013, 09:52   »
      Gravatar

      Grundsätzlich schon – allerdings stelle ich schon fest, dass die neuen Objektive anders gerechnet sind, als die noch aus Analog Zeiten. Aber die „alten“ Objektive sind siche ein guter Start, Du kannst dann ja immer noch schrittweise neue Objektive bei Bedarf hinzunehmen.

  10. Juri Bogenheimer 28. Dezember 2013, 11:56   »
    Gravatar

    Hallo Gunther,

    Ich finde dass bei deinem ISO Vergleich, die D610 nicht so gut wegkommt wie es eigentlich sollte. Ich bin selber für Konzert‑, Backstagefotografie von der d7000 auf die D610 gewechselt und erlebe die D610 als deutlich besser. Meine Eindrücke und kleinen Vergleich gibt es hier: http://bogenheimer.wordpress.com

    Vielleicht hat Nikon auch einen Fehler gemacht die D610 in das Gehäuse der D7000 zu packen, den dadurch ist der Unterschied von aussen weder sichtbar noch fühlbar. Bei dieser Modellpolitik wird sichtbar, dass der Unterschied zwischen DX und FX sich im Grunde nur an 3 Punkten festmachen lässt, nämlich
    – bessere High Iso bei FX
     – grösserer Sucher
     – geringere Tiefenschärfe (Geschätzt bei Portraitfotografen)

    Der gefühlte Klassenaufstieg den man früher hatte wenn man von einer D90 auf eine D700 umstieg, entfällt.

    Vermutlich ist es auch dieses Gefühl, dass dann viele Amateure dazu bringt sich die D800 zuzulegen um dann später festzustellen, dass es sich zwar „richtig“ anfühlt, aber leider um eine „Spezialkamera“ handelt.

    Lieben Gruss – Bogi

  11. tomas 17. Februar 2014, 23:36   »
    Gravatar

    Moin Moin Gunther, und USERS, ich habe gerade meine D7000 verkauft mit meinen DX Objektive, habe Geld gespart und bin in der Lage eine FX Kamera zu kaufen, plus ein 14–24 , und noch ein Paar Festbrennweite 24, 35, 50, 85.
    ich fotografiere sehr sehr gerne Streetfotografie, Portraits und Landchaft, (meistens S&W).
    Meine Frage ist, soll ich eine D3, D700 (gebraucht) oder eine D610 nehmen??? ich habe so viele Reviews usw usw gelesen, dass ich keine Ahnung mehr habe. was das beste wäre.
    MfG
    Tom

    • gwegner 18. Februar 2014, 09:52   »
      Gravatar

      Den Besten Sensor bekommst Du sicherlich mit der D610. Von der Kamera ist sie aber ansonsten ziemlich gleich zur D7100. Für das, was Du machst, würde m.E. eine D7100 auch super funktionieren. Die Frage ist immer, ob sich die Mehrinvestitionen in die Vollformat-Objektive lohnt.

  12. doc 20. Februar 2014, 13:51   »
    Gravatar

    hi tomas! wenn es finanziell möglich ist, würde ich dir die df empfehlen! top sensor, klein, sehr, sehr lichtstark. alternativ die d610, rauscht aber ein wenig mehr. lg

    • gwegner 20. Februar 2014, 19:44   »
      Gravatar

      Meines Erachtens nach ist der Sensor der 610 dem der Df überlegen.

      • doc 20. Februar 2014, 20:39   »
        Gravatar

        ich habe bislang mit der d600/d3s kombi fotografiert. die d3s wurde jetzt von der df abgelöst. das rauschverhalten bei 16 MB ist im lowlightbereich sogar noch besser, als bei der d3s mit 12 MP. laut dxo mark ist die df derzeit die beste in dieser disziplin. jetzt werdet ihr fragen wozu braucht er das? in der nächtlichen streetfotographie! deshalb der tipp an tomas. aber ich würde noch etwas warten, der preis geht sicher noch etwas runter. p.s. ich habe sie in england nagelneu um 2.200,- gekauft, allerdings ist es ein hk import…..

      • Manitu 20. Februar 2014, 20:51   »
        Gravatar

        Bis ISO400, darüber hinaus zieht der Df/D4 Sensor davon.
        Einfach mal nach DxO Mark schaun.

        Manitu

  13. Herby 20. Februar 2014, 20:06   »
    Gravatar

    Das sehe ich auch so. Bei uns im Club gibt es eine D4 und seit 4 Wochen auch eine DF. Bis ISO 3200 würde ich auf jeden Fall den Sensor der 610 vorziehen. Gute Optiken gehören auch zu solchen Kameras und gute Optiken sind im Normalfall auch lichtstark und damit braucht man im Alltag mehr als selten über 3200. Und selbst die 6400 sind bei der 610 noch gut verwendbar.

  14. Fritz Hiersche 21. Februar 2014, 11:40   »
    Gravatar

    Habe seit 2 Jahren eine D7000 (vorher Fuji S3 pro), was mir beim Umstieg abging war die gefühlte bessere Handlichkeit der Fuji – also sie lag besser in der Hand weil größer – dem habe ich mit dem Akkuback ausgeglichen. Ist zwar dadurch schwerer aber liegt besser in der Hand. Zur Fuji ging mir auch die Möglichkeit der Fokkusiereinstellung ab, man konnte den Fokus auf andere Bereiche stellen, besonders günstig wenn das Mittenmotiv keine gute Fokussierung bringt. Jetzt überlege ich als Zweitkamera nochmals eine D7000 (mit der ich sehr zufreiden bin) oder doch die D7100 oder nur die D5200 zu nehmen. Irgendwelche Erfahrungswerte? Ich bin kein Profifotograf sondern engagierter Amateur der nebenbei etwas mit Fotos macht. Der Sprung zur Vollformat wäre ja noch verkraftbar aber adäquate Objektive sind mir ganz einfach zu teuer für ein besseres Hobby.

  15. Herby 22. Februar 2014, 16:43   »
    Gravatar

    Vollformatobjektive sind nicht automatisch teuer.
    Das neue 24–85VR, das 1,8⁄50, das 1,8⁄85 und auch das 70–300 sind wirklich erschwinglich und nicht wesentlich teurer als vergleichbare Crop Optiken. Willst du bei Crop Optiken von der Freistellungsseite ähnliches wie bei den erwähnten Vollformatobjektiven erreichen, kommen die Crops sogar wesentlich teurer.

    • gwegner 22. Februar 2014, 17:01   »
      Gravatar

      24–85 finde ich vom Brennweitenbereich an Crop nicht ideal. Bei den Vollformatobjektiven (Ausnahme 50 1.8 und 85 1.8) schleppt man natürlich an Crop auch unnötigen Ballast mit sich rum.

  16. Stefan 26. März 2014, 11:37   »
    Gravatar

    Hallo
    Vielen Dank für den sehr informativen Bericht! Ich habe doch noch eine Frage:
    Ich fotografiere ausschließlich Modeschmuck. Dazu verwende ich z.Z. eine Nikon D70S sowie das Makroobjektiv AF-S DX Micro-NIKKOR 40 mm 1:2,8G. Mit den Ergebnissen sind wir nicht 100 % zufrieden (Detailtreue bei Zoom).
    Ich überlege nun eine neue Nikon für die Schmuckfotografie zu kaufen. Welches Modell würdet Ihr mir empfehlen (bei weiterer Verwendung des oben genannten Makro-Objektives)? Ich habe mir die D610 oder die D7100 überlegt. Was ist Eure Empfehlung?
    Vielen Dank!

  17. Pepe 22. April 2014, 11:33   »
    Gravatar

    Gute Seite, gute Berichte.

    Ich habe mir vor ca. einem Jahr eine D7000 zugelegt (vorher D80). Der Sprung in Sachen Bildqualität und Handling waren beträchtlich, die D80 wirkt im Vergleich zur D7000 wie ein Spielzeug. Ich habe bewusst auf den Umstieg zum Vollformat verzichtet. Der Crop Sensor lässt sich „einfacher füllen“ (gut bei Tierfotografie), die Datenmenge fällt in aller Regel kleiner aus. Weitere Vorteile: es gibt gute und günstige DX Objektive im Handel. Wenn man tiefer in die Taschen greift und sich FX Objektive zulegt profitiert man umso mehr von deren Qualität. Objektive wie das 70–200mm f/2.8 VR2 sind an FX Kameras ausgezeichnet. Wenn man nun dank Crop nur die Bildmitte nutzt ist das Resultat sogar noch besser. Die low-light performance ist bei kleineren Sensoren in der Tat meist etwas schlechter. Die Frage die man sich stellen muss: wie oft benutze ich das? In meinem Fall lautet die Antwort: selten. Und wenn wirklich wenig Licht vorhanden ist setze ich meinen SB-910 ein (wofür gibt es eigentlich sonst Blitze?). Wer eine Kamera sucht, die praktisch im Dunkeln noch scharfe und kaum verrauschte Bilder liefert sollte sich im Profisegment umsehen: Canon 1D oder Nikon D4 wären da meine erste Wahl.

    In den meisten Fällen ist die Diskussion rund um die Bildqualität ohnehin lächerlich. Ich kann mit der D7000 bei ISO 6400 noch brauchbare Bilder schiessen. Ja, das Rauschen macht sich deutlich bemerkbar. Aber: Programme wie Lightroom oder Aftershot bieten effektive Rauschreduzierungsroutinen an. Wer Bilder für’s Internet, für Ausdrucke in Standardgrössen (10, 13, 20cm), für Fotoalben etc. verwendet, wird kaum einen Unterschied zwischen seiner Kamera und seinem neuen Smartphone feststellen.

    Wer die Bildqualität anhand der unteren rechten Bildecke und bei 800-facher Vergrösserung beurteilt, sollte entweder ins Mittelformat wechseln oder sich ein anderes Hobby suchen.

    @Stefan:
    Selbst Profis, die mit Mittelformat-Ausrüstung Werbefotos für Schmuck und Uhren produzieren, setzen Tricks wie „focus stacking“ ein. D.h. sie schiessen nicht einfach ein perfektes Bild (trotz „Superkameras“), sondern gleich 10 oder 20 und legen sie dann übereinander. Die meisten Bilder lassen sich mit jeder beliebigen Ausrüstung – ob billig oder teuer – realisieren. Das wichtigste dabei ist es die Ausrüstung gut zu kennen; wissen wo die Limitierungen sind und wie man diese falls nötig umgehen kann.

  18. Patrick Hoffmann 22. April 2014, 17:12   »
    Gravatar

    Hallo Pepe,

    Ich gebe dir in vielen Punkten recht.
    Allerdings sprichst du von ISO 6400 und
    da ist „brauchbar“ doch sehr relativ. Ich
    mache vorwiegend Makros und hatte vor der
    D600 die D90. In Sachen Rauschen liegen da
    Welten dazwischen. Grundsätzlich musste ich
    bei der D90 ALLE Makros entrauschen,
    auch bei ISO 200 und optimaler Einstellung.
    Natürlich ist dies bei der D7000 bereits um
    einiges besser, aber für
    Makros sind für mich ISO 6400 Bilder auch bei
    der D600 eben nicht wirklich brauchbar, sondern
    höchstens noch für dokumentarische Zwecke
    geeignet.

    Was die Helligkeit durch den Sucher angeht, so
    ist gerade bei Makros ein heller Sucher enorm
    wertvoll. Kein Vergleich zur D90. Das macht
    einfach richtig Spass. Aber natürlich kommt
    es schon sehr darauf an, wofür man die Kamera
    eben benötigt.

    Gruss Patrick

  19. Pepe 22. April 2014, 18:25   »
    Gravatar

    Hallo Patrick

    Selbstverständlich sind die Bilder welche die D7000 bei ISO 6400 produziert nicht das gelbe vom Ei. „Brauchbar“ ist eben ein relativer Begriff. Aus den Vergleichstests zwischen D7000⁄71000 und D600⁄610 scheint mir der Vorteil des Vollformats eher gering.

    Ich fotografiere selber gerne im Makrobereich und setze zu diesem Zweck das 105mm f/2.8 VR von Nikon ein. Meine Strategie: für Objekte die sich nicht bewegen stelle ich den ISO Wert so tief wie möglich ein und benutze ein Stativ und längere Öffnungszeiten. Bewegte Objekte wie z.B. Insekten fotografiere ich prinzipiell nur mit Blitz (ich habe mir selber einen Diffusor gebastelt). Anders lässt sich die Bewegung bei Blenden ab f11 kaum sinnvoll einfrieren (ausser man hat wirklich pralles Sonnenlicht etc.). Mit der Helligkeit im Sucher hatte ich bisher nie wirklich Probleme.

    Sobald man in Extrembereiche vorstösst kommen die meisten Kameras im Einsteiger‑ und Amateursegment an ihre Grenzen. Ich denke dass man da erst ab Profilevel signifikante Unterschiede feststellt. Beispielsweise durfte ich vor kurzen ein wenig mit einer Canon 1Dx „spielen“. Mit einem solchen Gerät kann man Spinnen auch in einem Tunnel und ohne Blitz vernünftig ablichten. Nur ist das Ganze halt nicht ganz billig ;).

    Gruss
    Pepe

  20. Herby 22. April 2014, 22:26   »
    Gravatar

    Pepe, manche Sachen stimmen was du sagst, manche – na ja…

    Du lobst die D4 und die 1D von der Rauscharmut und machst eine günstige Vollformat schlecht. Die D610 liegt bis ISO 3200 in diesem Punkt sicher viel näher an einer D4 (oder übertrifft sie) als eine D7000 an einer D610 liegt.

    Du sprichst gutes über Mittelformat, dass gleich mal um 10.000,– Euro mehr (gerne auch 20.000,–) als eine D610 kostet und machst den Qualitätssprung von D7000 auf D610 madig, obwohl, dieser nur 500,– Euro mehr kostet.

    Warum die untere rechte Bildecke bei 800facher Vergrößerung bei Mittelformat besser sein soll, als bei Kleinbild verstehe ich auch nicht….

    Verstehe mich richtig – DX ist schon eine gute Wahl und auch die D7000 ist eine gute Wahl und für viele Anwender sicher insgesamt eine sehr vernünftig Entscheidung.

  21. Pepe 23. April 2014, 11:40   »
    Gravatar

    Hallo Herby

    Ich bestreite keinesfalls, dass die D600⁄610 rauschärmere Bilder liefern kann als eine D7000⁄7100 vor allem bei schlechtem Licht. Es geht mir mehr darum Einsteiger  – wie das in vielen anderen Foren regelmässig geschieht – nicht durch übertriebene Qualitätsansprüche zu verunsichern. Meine Kritik richtet sich nicht gegen gute Ausrüstung. Die kann sich jeder ruhigen Gewissens zulegen. Ich möchte nur davor warnen sich zu stark auf technische Spezifikationen oder auf Tests unter Extrembedingungen (Labortests, Fokus-Charts, etc.) zu fokussieren. Gerade bei der Diskussion rund um das Rauschverhalten moderner Kameras muss ich immer wieder an die guten alten Analogzeiten zurückdenken. Damals habe ich oft Filme „gepusht“ (also einen ISO 100 Film wie einen ISO 800 behandelt). Das Resultat waren grobkörnige (heute würde man sagen: verrauschte) Bilder, die aber je nach Situation super ausgesehen haben. Das Rauschen war gewollt!

    Aus meiner Erfahrung würde ich empfehlen, dass man die Ausrüstung den eigenen Bedürfnissen anpassen sollte und nicht umgekehrt. Wer sparen will (oder muss), sollte das lieber beim Gehäuse tun als bei den Objektiven. Sofern möglich sollte man Ausrüstung vor dem Kauf testen – das ist im digitalen Zeitalter zum Glück viel einfacher möglich.

    Gruss
    Pepe

    • Carlos Ruiz 11. Juli 2014, 14:13   »
      Gravatar

      Ich kann Pepe nur beipflichten…
      Ich komme aus der analogen Photographie und benutze seit Jahren eine D200. Diese war des öfteren schon beim Nikonservice, da der Verschluß etc getauscht werden musste.
      Eine solch alte digitale Kamera rausch naturgemäß sehr viel. Ich betrachte dies aber eher als nützliches Stilelemet wie zu analogen Zeiten, denn als Makel. Grundsätzlich sollte man keinen außer den eigenen Tests glauben schenken, da nur einer selbst beurteilen kann was er braucht. Das Marketing verspricht viel, ob ich aber all das benötige, sei dahin gestellt… Daher benutze ich auch weiterhin meine Nikon D200, trotz der exobitanten Auslösezahl, welche sie mittlerweile hat. (ca. 520000 Auslösungen) Lieber mehr Geld investieren in anständiges Glas, das bringt auf Dauer mehr, als immer wieder in einen neuen Body zu investieren.

      MfG

      Carlos Ruiz

      • Herby 11. Juli 2014, 21:56   »
        Gravatar

        Deine D200 in Ehren, aber was kostet so eine Verschlussreparatur?
        Bei uns in Österreich gibt es gerade eine Aktion Nikon D7000, dann das AF-S 24–120 und einen Nikonrucksack nach Abzug der Nikon Cash Backaktion um Euro 999,–!!
        Allein das Objektiv kostet im Netz 970,– im günstigsten Fall. Da gibt es dann D7000 und Rucksack gratis dazu und glaub mir, wenn du die Bilder der D7000 mal gewohnt bist, greifst du die D200 nicht mehr an.
        Brauchst du das 24–120 nicht, lässt es sich auch als Neuobjektiv locker um 800,– verkaufen. Dann hast du D7000 und Rucksack um 200,–.

  22. Joerg 30. Mai 2014, 16:59   »
    Gravatar

    Hallo Gunther

    habe mit Interesse mal wieder auf Deiner Seite gestöbert, weil ich mir ganz gezielt zwei neue Objektive zulegen will und den bisherigen „Objektivpark“ verkleinern möchte. Momentan fotografiere ich mit einer D5300, aber wenn ich schon in neue Objektive investiere, dann denke ich, macht es Sinn, auf Vollformat-kompatible zu setzen, damit ich bei einem möglichen Upgrade nicht mit DX-Glas dastehe.

    Hilf mir mal bitte in diesem Zusammenhang mit etwas auf die Sprünge. Du hast oben ja eine sehr gut nachvollziehbare Erklärung zu Schärfe DX/Vollformat-Sensor geliefert. Was ich aber nicht ganz kapiere: wie stark spielt das Auflösungsvermögen der Objektive mit hinein? Führen die Linien/mm oder wie immer man die optische Auflösung der Objektive auch misst, auf einem Vollformat-Sensor nicht zu einer besseren Auflösung als auf einem kleineren Sensor, weil da sozusagen „mehr Linien“ auf die größeren Fläche passen? Vielleicht ist das ja aber auch ein Trugschluß meinerseits.

    Die Frage stelle ich mir natürlich gerade jetzt, weil ich nicht unbegrenzt Budget zur Verfügung habe und natürlich schon abwägen muß, was noch vertretbar ist – wobei die Qualität immer den Vorrang haben sollte. Momentan werde ich dann vielleicht die Schärfe eines besseren Objektivs nicht komplett ausnutzen können, aber später „wirft“ es mich auch nicht „zurück“.

    Also, wie stark spielt die Schärfe des Objektivs eine Rolle, wenn es zunächst um eine DX-Kamera geht, später aber vielleicht mal um ein Vollformat?

    Vielen Dank!









Seite durchsuchen
login