Sony DSC-RX 100-II – mein Praxis Test einer Kompakt-Kamera mit RAW Format

9072013

Ich war wieder einmal zu Gast bei Sony und durfte diesmal direkt am Tag ihrer Vorstellung eine interessante neue Kompakt-Kamera testen – die DSC-RX 100-II. Sie sticht durch ihren für diese Kamera-Klasse verhältnismäßig großen 1“ Sensor hervor und durch die Möglichkeit, RAW-Dateien aufzunehmen. Auch das Zeiss-Objektiv und ihr zeitloses Design machten mir Lust darauf, dieses Experiment zu wagen.

Sony DSC-RX 100-II
Sony DSC-RX 100-II

Als Spiegelreflex-Nutzer stelle ich an Kompakt-Kameras vor allem eine Anforderung: wenn ich sie aufgrund ihrer Kompaktheit einsetze, möchte ich trotzdem nicht das Gefühl haben, Bilder „2. Wahl“ zu machen. Für mich ist es daher vor allem wichtig, die Bilder in einer gewissen „Tiefe“ aufnehmen zu können, um später im Lightroom noch Nachbearbeitungsmöglichkeiten zu haben – und das verspricht die Möglichkeit, der RAW-Aufzeichnung ja schonmal. Ich denke da unterscheide ich mich sicherlich von der eigentlich angepeilten Zielgruppe – allerdings ist der UVP der RX 100-II mit 749,-€ schon in einer Region angesiedelt, die in der Klasse der Kompakt-Kameras durchaus nicht das „klassische“ Klientel anspricht und schon als „Premium“ bezeichnet werden könnte. Für das Geld bekommt man auch schon eine Nikon D3200 inklusive lichtstarkem 35mm Objektiv. Aber eine solche Kompakte hat natürlich ganz andere Vorteile: als allererstes ist sie möglicherweise genau dann dabei, wenn die „Große“ zuhause geblieben ist und ermöglicht dann eben das Foto mit ihren speziellen Möglichkeiten aufzunehmen – anstatt mit dem mittlerweile ja omnipräsenten Smartphone.


Bevor ich nun die Sony in die Hand nehmen konnte, musste ich erstmal nach München – dorthin hatte Sony diesmal zur Präsentation und gemütlichem Beisammensein eingeladen. Wie schon letztes Jahr war wieder alles hervorragend organisiert. Nach einer kurzen theoretischen Vorstellung bekamen wir die Kameras in die Hand und auf ging es, in das berühmte BMW-Museum zum fotografischen Praxis-Test.

Das Museum bietet hervorragende Möglichkeiten, um insbesondere die spannenden Low-Light Bereiche einer Kamera auszutesten, die Mischung aus Kunst‑ und Tageslicht sowie die unterschiedlichen Beleuchtungssituationen gaben eine hervorragende Spielwiese ab und so konnten alle Tester ausgiebig die unterschiedlichsten Aufnahmesituationen und Motive ausprobieren.

Ich selbst bin mal wieder ganz unvoreingenommen an die Sache herangegangen. Für mich muss eine Kamera intuitiv zu bedienen sein – und das konnte ich gleich testen, denn technische Erklärungen oder gar eine Bedienungsanleitung gab es nicht – und diese waren erfreulicherweise auch nicht erforderlich.

Ich habe die Kamera fast immer im A-Modus verwendet. Für eine Kompaktkamera nicht selbstverständlich, bietet die SonySCR-RX 100-II eigentlich das Bedienkonzept einer modernen Spiegelreflex. Die Modi P, A, S und Ⅿ sind vorhanden und somit die für mich eigentlich ausschließlich wichtigen Modi A und Ⅿ. Die Blende lässt sich dann mit dem hinteren Rad einstellen – die ISO nach einem Knopfdruck auf die Frei belegbare fn-Taste. Zusätzlich gibt es bei der Kamera vorne um das Objektiv herum noch einen Bedienring, der als „Haupteinstellrad“ fungieren kann – z.B. für die Blende im A-Modus – so wie früher, außerdem kann er gemeinsam mit der Fn-Taste für eine vielzahl von selbst zu bestimmenden Funktionen belegt werden. Ich selbst habe mich dabei ertappt stattdessen lieber das hintere Rad zu nutzen, aber das ist Geschmacks‑ und Gewohnheitssache und glücklicherweise funktioniert ja beides. Die eigene Belegung von Tasten habe ich in der kürze der Zeit nicht ausprobiert, aber dadurch kann man die Kamera sicherlich sehr fein an die eigenen Bedürfnisse anpassen – bei einer Kompakten nicht selbstverständlich.

Sony DSC-RX 100-II
Sony DSC-RX 100-II


Das operative Bedienkonzept ist, ähnlich, wie ich es bei der NEX schon erleben durfte, sehr durchdacht und schlank umgesetzt. Man findet sich auf Anhieb zurecht. Normalerweise muss man beim Fotografieren nicht in das Menü. Und das ist auch gut so. Denn das Menü ist – wie eigentlich bei allen Kameras (da ist Sony nicht alleine) – recht unübersichtlich – man ertappt sich dabei, alles linear durchzusuchen, um eine bestimmte Funktion zu finden. Aber ich gebe zu, dass ich auch bei meinen Nikons teilweise auch heute noch suchen muss.


Das Zeiss-Objektiv bietet einen Brennweitenbereich im Kleinbild‑Äquivalent von 28–100mm bei einer maximalen Blendenöffnung von f/1.8. Das lässt natürlich auf den ersten Blick auf eine schöne Schärfentiefe hoffen und wird im Marketing auch so positioniert. Also versuchte ich auch mein Bestes, um Aufnahmen mit einer gewissen Tiefenstaffelung zu bekommen. Leider konterkariert der – zwar für Kompaktkameras verhältnismäßig große – aber doch insgesamt zu kleine 1″-Sensor dieses Vorhaben. Man muss schon sehr dicht an das Motiv heran (zum Glück liegt die Naheinstellgrenze bei irgendwas-um-die-fünf-Zentimeter) und der Hintergrund muss weit entfernt sein damit man einen entsprechenden Effekt erhält.


Nichtsdestotrotz ist das Zeiss Objektiv sehr gut. Es produziert kaum Bildfehler an dem 20,2 Megapixel Sensor. Außerdem hat die Kamera einen optischen Bildstabilisator eingebaut, der sowohl bei Video als auch bei Fotoaufnahmen einen guten Dienst leistet.

Sehr schön ist das Klappdisplay. Zwar nicht ganz so flexibel, da nur kippbar und nicht, wie z.B. bei der Nikon D5200 zusätzlich schwenkbar, aber es ermöglicht doch bodennahe und Überkopf-Aufnahmen. Das Display ist 3“ groß und steht mit seiner Auflösung von 1.2 Mio Punkten einer DSLR in nichts nach. Großer Pluspunkt!


Der ISO-Bereich geht von 100 bis 12.800 – und ich muss zugeben, ich war von der ISO-Leistung für den kleinen Sensor echt positiv überrascht. Ich habe natürlich keine Labor-Tests gemacht, aber die Aufnahmen mit ISO 6400 sehen durchaus brauchbar aus:

ISO 6400 an einer Kompaktkamera - habe ich so noch nicht gesehen!
ISO 6400 an einer Kompaktkamera – habe ich so noch nicht gesehen!


Im Video-Modus steht die praktische Focus-Peeking-Funktion zur Verfügung, die auch andere Sony’s, wie die große A99 (ich berichtete) bieten, und die wir bei Nikon so schmerzlich vermissen. Damit lässt sich über den Live-View durch farbliche Hervorhebungen die Fokusebene ganz einfach erkennen – unverzichtbar für’s manuelle „Fokus-Ziehen“. Als Faux-Pas darf man allerdings auch hier wieder den Firmware Bug erleben, der mich schon bei der A99 zum verzweifeln gebracht: bei eingeschalteter NTSC-Bildwiederholfrequenz (30 Bilder/sec) macht die Kamera bei jedem Einschalten (auch im Fotomodus) mit einem schwarzen Bildschirm und entsprechender Einblendung darauf aufmerksam, dass man sich in diesem Modus befindet. Diese Anzeige will dann auch noch mit einem Tastendruck bestätigt werden. Somit muss man in der Praxis eigentlich darauf verzichten, den schnellen 30fps Modus standardmäßig eingeschaltet zu haben und ihn dann jedes mal umständlich über das Menü aktivieren – wenn man es denn nicht vergisst.


Mit WiFi und NFC zeigt Sony dann, dass sie während andere noch „schnacken“ durchaus „machen“ können.  Die Kopplung per WiFi ermöglicht das bequeme Verschicken von Fotos über Smartphones und andere WLAN-fähige Geräte und die NFC-Technologie, macht die Kopplung zum Kinderspiel. Ein NFC-fähiges Smartphone kurz mit der Kamera berührt, und die WLAN-Kopplung steht – einfacher geht’s eigentlich nicht.

Fazit

Für einen ausführliches Review reichte die Zeit natürlich nicht. Nach dem schönen Rundgang im BMW-Museum wollten wir ja auch noch die anderen Gadgets, die Sony dabei hatte bestaunen und so fuhren wir ins Upside East, wo es dann auch ein sehr leckeres „Roof-Top-Barbecue“ gab – sogar mit umfangreicher und super leckerer Auswahl für uns Vegetarier.


Aber immerhin muss der Hersteller bei einer Kamera, die schon in den ersten Stunden Spaß macht, bei der man sich (bis auf das NTSC-Problem) über eine durchdachte Bedienung freut und die dann auch noch tolle Ergebnisse liefert, ja einiges richtig gemacht haben.

Insgesamt ist für mich der größte Spielverderber bei der Kamera – aber bei der Baugröße halt vermutlich nicht anders realisierbar – der kleine Sensor, der ein „freistellen“ nur eingeschränkt ermöglicht. Auf der anderen Seite muss man sehen, dass man hier, trotz ihrer Baugröße eine „richtige“ Kamera in der Hand hat, die Welten von dem entfernt ist, was „einfache“ Point and Shoot oder Smartphones leisten. Die RAW-Dateien ließen sich in Lightroom 5 öffnen und boten eine ähnliche „Tiefe“, wie man sie von DSLR-RAW-Dateien kennt. Das heißt es steht einiges an Dynamik-Umfang zur Verfügung, um Schatten aufzuhellen, Lichter abzumildern und selbstverständlich lässt sich der Weißabgleich während der Bearbeitung festlegen.


Wer seine DSLR mal zuhause lassen möchte, um mit leichtem Gepäck loszuziehen und trotzdem nicht auf seine gewohnte Fotografierweise und den Lightroom-Bearbeitungs-Workflow bei hoher Bildqualität verzichten möchte, dem sei die neue Sony ans Herz gelegt. Sie soll ab mitte August 2013 verfügbar sein. Der erfolgreiche Vorgänger, die DSC-RX 100, ist übrigens derzeit für weniger Geld zu haben - die Hauptunterschiede sind, dass die Vorgängerin kein Klappdisplay, keinen Blitz‑/Zubehör-Schuh, kein NFC/WiFi hat, sowie der Sensor der Vorgeneration entstammt.

Hinweis: Bitte beachtet, dass ich keinerlei Kenntnis über die aktuellen Vergleichsmodelle der Mitbewerber habe und daher auch keine vergleichende Kaufempfehlung geben kann. Ich habe diesen Erfahrungsbericht ganz subjektiv aus der Sicht eines DSLR Benutzers geschrieben, die die Sony – als eine der wenigen Kompaktkameras in den letzten Jahren – in die Hand genommen, damit fotografiert hat – und positiv überrascht wurde.

Sony DSC-RX 100-II
Sony DSC-RX 100-II


Alle Fotos in diesem Artikel (bis auf die Produkt-Shots) wurden mit der DSC-RX 100-II im RAW-Format aufgenommen und in Lightroom bearbeitet.

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Kommentare

24 Kommentare zu “Sony DSC-RX 100-II – mein Praxis Test einer Kompakt-Kamera mit RAW Format”


  1. Stefan 9. Juli 2013, 15:59   »
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    Ordentlicher Preis für eine Kompaktkamera. Früher habe ich gerne Sony-Knipsen verwendet, weil dort auch die Mikrofone für Konzerte mehr als geeignet waren (ganz im gegenteil zu vielen aktuelleren Kompaktkameras oder Smartphones).

    Hat sich später aber wohl auch geändert (die HX5V war da ein Reinfall), sodass ich letzten Endes auf die Samsung WB2000 gewechselt bin. Hat ebenfalls RAW und die P-A-S-M-Modi. Liegt seit der D5100 fast nur noch in der Ecke, aber für einige Anwendungszwecke trotzdem noch zu gebrauchen und vor allem den Smartphones immer noch überlegen.

  2. Peter 9. Juli 2013, 21:12   »
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    da kommt wieder der habenwollen Virus hoch, hab ich doch eine Ⅾ 700 und die Vorgängercamera zur Sony die RX 100. Besticht sie doch immer wieder was sie so kann wenn sie mal kurz aus der Tasche gezogen wird.
    Auch das BMW Museum ist ein wahrer Spielplatz um solche Cameras zu testen.
    Deine Schreibweise ist immer wieder sehr anregend zu lesen und macht Lust auf mehr.

    Danke dafür

    Peter

  3. Torsten 9. Juli 2013, 21:38   »
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    Ich werde sie mir wohl mal anschauen. Obwohl oder gerade weil ich die RX100 habe. Eine tolle Kamera. Denke nicht, dass du dich mit deinem RAW-Wunsch sonderlich von der angepeilten Zielgruppe unterscheidest. Ich denke sogar, du liegst da „Spot on“. Aber ob nun RAW oder JPG – hier geht es klar um optimale Qualität nahezu ohne Kompromisse und das im „Immer dabei“ Format.

    Vorrangig von Interesse bei der Ⅱ ist mir dabei die WiFi-Fähigkeit. Denn wenn ich eines bei der RX100 als optimalen Begleiter für den Outdoorsport (Rennrad) vermisse, dann ist das eine Remote-Fähigkeit oder eine umfangreich konfigurierbare Selbstauslöserfunktion. An ihrem USB-Port soll man ja darüber hinaus jetzt auch einen Kabelfernauslöser anschließen können.

    Ein Schwenkdisplay habe ich hingegen an der RX100 noch nie vermisst… Einen Blitzschuh auch nicht. Aber das macht sie natürlich noch vielseitiger. Bin schon auf die Bildqualität im 1:1 Vergleich zwischen RX100 und RX100 Ⅱ gespannt.

  4. JoJä 11. Juli 2013, 06:55   »
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    Moin Gunther,
    das klingt ja gar nicht schlecht.
    Was die Schärfentiefe angeht hat Sony in manchen Modellen (und ich vermute auch in diesem) eine Defocus-Lösung eingebaut. Da werden dann zwei unterschiedlich fokussierte Bilder in der Kamera zu einem Bild zusammengesetzt und das Fokussierte Hauptmotiv mit einem unscharfen Hintergrund zusammengesetzt.
    Die Beispielbilder die Sony dafür bietet sehen gut aus.
    Wie sich das in der Praxis schlägt weiß ich leider nicht.

    Aber ne Kompakte mit solchen ISO Leistungen und RAW ist schon echt ne feine Sache.
    Natürlich auch für Timelapse ne tolle Alternative, wenn 28 mm reichen. Auch wenn Du Dir keine Sorgen um Deinen Shutter machst, irgendwann ist er ja dann doch mal hin und so eine kleine und eichte Kamera hat ja auch auf dem Stativ ein paar Vorteile.
    Wenn man das Teil dann auch über WiFi mit nem Smartphone gut fernbedienen kann, dann bleiben ja kaum noch Wünsche offen.

    Ich hatte mal zum testen eine NEX6 mit einem sehr kompakten 10–20mm Objektiv.
    Das war der Hammer so was in einer so kleinen und leichten Kombination in der Hand zu haben und das dann noch APSC-Format.
    Da fallen einem dann gar nicht mehr so viele Argumente für eine große und schwere DSLR ein…

    Allerdings dürfte das nicht in RAW funktionieren sondern grundsätzlich nur in jpg.
    Von daher geht das dann auch nur „manchmal“, wenn man dann eben auf RAW verzichten kann und mag.
    Hier habe ich ein Beispiel für die Defocosmethode im Netz gefunden das dioch gar nicht so schlecht wirkt:
    http://reviews.cnet.com/2300–6501_7–10005073–8.html

    • gwegner 11. Juli 2013, 07:44   »
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      Hi JoJä, danke für den Hinweis. Von solchen „künstlichen“ Manipulationen bin ich kein Freund. Erstens kann das keinen Schärfeverlauf erzeugen, sondern nur mit zwei Ebenen arbeiten und zweitens wird es sicherlich nicht in jeder Situation funktionieren bzw. dann Artefakte an den stellen, wo ausgeschnitten wurde, produzieren. Marketing Spielerei sage ich mal – ähnlich wie die HDR‑, die Zeitraffer‑ und die Panorama-Funktionen an den Kameras. Das sind alles techniken, die ein bisschen „handwerkliches Können“ erfordern, und das nicht ohne Grund.

      Für Zeitraffer könnte man eine solche Sony mal in Erwägung ziehen – leider bietet Sony in seinen Firmwares bei allen technischen Finessen, keinen Intervallauslöser, so dass man hier im Zubehör suchen müsste. Eine Auslösung der Zeitraffer über WLAN ist in der Regel über die lange Zeit nicht zuverlässig genug.

      • Joachim Jäger 11. Juli 2013, 10:59   »
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        Moin Gunther,
        stimmmt was Du sagst,echte physikalische Unschärfe ist nicht wirklich zu ersetzen.
        Hat die Kamera denn eigentlich einen Anschluss für einen Fernauslöser? Wie nennst Du den noch so schön? Intervallometer glaube ich.

        Ich habe vor ein paar Tagen mal einen ersten Test gemacht (mit meiner D90).
        Oh man was macht das für eine Arbeit, wenn man mit der Kamera fahrten macht.
        Mir fehlte für den Test einfach die Geduld die Kamera jedesmal korrekt auszurichten und der letzte Teil ist von der Fahrt her auch zu schnell und hektisch.
        Mein alter Rechner hat für den Export aus den Raw-Bildern Stunden gebraucht und LR-Timelaps habe ich auch noch nicht eingesetzt, aber immerhin weiß ich jetzt schon mal was ich nächstes mal besser machen muss.

        Dass ich aus der D90 überhaupt so schöne Bilder rausbekommen habe verdanke ich überigens eindeutig Dir und Deinen Tipps zur Benutzung von RAW und Lightroom.
        Danke dafür!
        http://www.youtube.com/watch?v=aevKKF81eFc

        Seit ich ein bisschen damit rumexperimentiere bin ich ein Fan von Wolken und etwas enttäuscht wenn der Himmel einfach nur klar ist ;-)

  5. Marc Petzold 13. Juli 2013, 00:05   »
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    Bleibt zu sagen das 749 EUR ein sehr stattlicher (!!!)
    Preis für eine Edelkompakte sind, mir ist die Nikon V1
    da wesentlich lieber, nicht in Sachen IQ, aber in einem Punkt: dem guten EVF, eine Kamera ohne OVF/EVF ist für
    mich einfach keine Kamera, daran wird auch die X-M1 von
    Fuji nichts ändern. ;) Ansonsten bin ich mit meiner D90/Tamron 17–50⁄2.8 Kombi sehr zufrieden, es gibt einen
    Künstler auf dA wo extrem viel in Sachen Landschaftsfotografie aus der D90 herausholt, da fragt man sich wirklich ob es eine D700/D600 sein muß…als
    Amateurfotograf.

  6. Werner 16. Juli 2013, 12:15   »
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    habe schon die RX100, seit erscheinen, mein kleines Wunderding, macht wirklich stattliche Shots !!!
    Bei dem hohen Preis für die Neue und nur mit wenig Erweiterungen, wie ein verzichtbares Klappdisplay bleibt sie momentan immer meine tolle No.2 hinter der alles überragenden OM-D E-M5 mit Nokton 25mm…vor allem, weil sie bei HDR bracketing unschlagbar einfach und superschnell ist…
    Wenn Sony mal ganz toll innovativ sein würde, dann wäre ne RX100 mit Mini-Wechseloptik ein Wunsch (!!!)…da wäre ich wieder dabei…

  7. AndyF_HH 18. Juli 2013, 17:32   »
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    Zum Thema Fernauslöser: Ich habe während der Vorstellungsphase Ende Juni mehrfach gelesen, dass man die RX100-II nun per Fernauslöser bedienen kann. Nur gibt es diesen leider scheinbar nicht als Zubehör, ich konnte ihn auf der Sony-Website nicht finden.

    Da es auch keine dezidierte Buchse an der Kamera gibt, bliebe nur die Möglichkeit, über den Systemport am (im) Blitzschuh einen Fernauslöser anzuschließen, dort dockt ja auch der elektronische Sucher an (wie bei der RX1). Hat jemand Infos dazu? Oder ist der Fernauslöser doch nur ein Gerücht? (Oder aber man nennt es nur „Fernauslöser“ und meint dabei die Bedienung über eine WiFi-App.)

  8. Frank 23. Juli 2013, 19:55   »
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    Hallo Gunther,

    als passionierter Radfahrer hab ich gern eine kleinere Kamera dabei, die zur Not auch noch ins Trikot passt. Als erste „echte“ Premiumkompakte hatte ich mir vor einiger Zeit die Lumix LX5 zugelegt, da ich von der Lichtstärke des Objektivs und den vielen manuellen Einstellmöglichkeiten begeistert war. Leider gefiehl mir das Bedienkonzept – speziell die kleinen Knöpfe – und die CCD – bedingte schlechte Videoqualität nicht und so wechselte ich voller Freude auf die damals neu erschienene RX100.

    Meine Erfahrung ist die, dass die Kamera an sich nicht schlecht ist, aber enttäuscht bin ich wirklich vom Objektiv. Mittlerweile bin ich auf eine LX7 gewechselt und empfinde diese als deutlich bessere Kamera.

    Das Objektiv der RX100, was ja auch das der RX100ii ist, ist an den Rändern deutlich unschärfer als das der LX7 (was in meinen Augen ein echtes Traumobjektiv ist). Die Lichtstärke nimmt sehr schnell ab, womit auch der Vorteil des grossen Sensors vollkommen verloren geht. Sowohl im schlechten Licht wie auch bei der Freistellung.

    Dann empfinde ich die 20MP als overdressed, da ich als RAW – Shooter immens grosse Dateien rumschleppen muss. Zudem wird die Kamera dadurch träge, wenn es um die Bildvorschau geht (trotz Nutzung einer sehr schnellen SANDISK mit 95MB/s). Auch ist der Bildstabi der LX7 DEUTLICH besser als der der RX100.

    Also ich bin von dem Sony – Hype geheilt und kann jeden nur empfehlen, auch mal andere Kameras dieser Klasse anzusehen (die LX7 ist dabei mein Favorit). Besonders weil das Objektiv der RX100/RX100ii in meinen Augen der grösste Schwachpunkt im Vergleich zur Konkurrenz ist. Und das ist ja eines der wichtigsten Komponenten.

    Viele Grüsse
    Frank

  9. albrecht 4. September 2013, 15:42   »
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    habe die rx100 seit 04⁄13 und bereits recht ausführlich
    angewendet.

    – das Verhalten bei wenig Licht ist recht gut
     – makrofähig ist die Kamera leider nicht, obwohl
    eine Makrofunktion vorgesehen ist
     – leider funktioniert im P-Modus bei Blitzaktivierung
    die Blenden‑/Zeitverstellung nicht, warum ???

  10. Philipp 18. September 2013, 12:48   »
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    Ich liebäugle schon lange mit einer guten, kleinen „Immerdabei-Kamera“, zusätzlich zur DSLR. (aktuell D7100, vorher D90) Vor allem nutze ich die Kamera für Bergsport-Aktivitäten, wo Gewicht und Größe der DSLR oft störend sind.

    Vor einem Monat habe ich mir schließlich die Ricoh GR gekauft, und bin begeistert.
    Das Menü lässt ziemlich alle Konfigurationen zu, die ich bei der DSLR schätze. Dazu kommt noch die praktische Fix-Focus Funtion, welche den Focus z.B. auf Unendlich fixiert. So geht für Schnappschüsse keine Zeit für’s Focusieren verloren und es gibt keine unscharfen Landschaftsbilder mehr.

    Die Festbrennweite (28mm KB‑Äquivalent) erlebe ich nur selten als Einschränkung. Hätte man gerne mehr Brennweite, und will man nicht ein riesiges Poster drucken, kann man mit dem 16MP APS-C Sensor einiges rauscroppen. Hätte man gerne weniger Brennweite kann man (zumindest bei unbewegten Bildern) stitchen.

    Oft brauche ich aber gar nicht mehr oder weniger Bremmweite, sondern finde das Fotografieren mit Festbrennweite ausschließlich vorteilhaft. (auch bei der DSLR)

    Die Bildqualität ist meiner Meinung nach in ziemlich allen Belangen besser, als das meiner alten D90 mit guter 35mm Optik. (auch, bzw. vor allem im High-Iso Bereich)

    Das wirklich tolle an der Kamera ist:
    Sie fühlt sich in der Hosentasche kaum anders an, als mein Smartphone, löst weniger als 1sec nach dem Einschalten aus und macht qualitativ hochwertige Bilder im RAW Format.

    Negativ für mich ist der fehlender optische Sucher, und der (verglichen mit der D7100) schlechte Autofocus, der vor allem im Macrobereich wirklich wenig taugt. (Laut Testberichten ist der Autofocus für eine Kompakte aber gut!)

    Das manuelle Scharfstellen ist (im Gegensatz zur sonstigen Bedienung) etwas umständlich und nervig. Außerdem lässt sich die Schärfe am Display ungleich schlechter beurteilen als im Sucher.

    Das „Freistellen“ von Objekten wird also durch den nicht so tollen Autofocus erschwert, wobei die Möglichkeiten diesbezüglich (bei Brennweite 18mm und Offenblende 2.8) ohnehin eingeschränkt sind, gegenüber der DSLR mit entsprechenden Objektiven.

    FAZIT:
    Die Ricoh ist für mich eine tolle Ergänzung zur DSLR, und ein Ersatz für die Smartphone-JPGs, die zwar mittlerweile bei passenden Bedingungen durchaus gut sind, aber in Summe doch oft sehr zu wünschen übrig lassen.

    • gwegner 18. September 2013, 16:32   »
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      Danke für Deine Einschätzung!

  11. albrecht 19. September 2013, 07:39   »
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    Die RX100 hat Probleme mit der Schärfe/Schärfentiefe im Nahbereich, ⅾ. h. unterhalb der hyperfokalen Entfernungen. Das liegt aber ⅿ. E. weniger an dem Objektiv als an der Software. Speziell im Modus Szene/Makro wählt die Kamera Blendenwerte, die zwangsläufig zu geringen Schärfentiefen führen.
    Wenn ich bspw. eine Blume im Abstand von 100 mm fotografiere, bestimmt die Kamera Blende 1.8.
    Die Berechnung der Nah‑ und Fernpunkte dafür ergibt etwa 98 bzw. 102 mm, ⅾ. h. eine Schärfentiefe von 4 mm.
    Man braucht sich also nicht zu wundern, wenn man Probleme mit der Schärfe hat.
    Und nomen est omen, die Bilder im Beitrag zur Kamera, die Kamera selbst, sind unscharf.

    • Joachim Jäger 19. September 2013, 07:56   »
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      Hallo Albrecht,
      dann lass doch nicht die Kamera bestimmen welche Blende sie nimmt sondern bestimme es selbst, dann hast du auch die Kontrolle (soweit man es bei den zur Verfügung stehenden Blendenwerten beeinflussen kann).
      Die Bilder der Kamera selbst finde ich nicht unscharf sondern sie haben eine kleine Schärfentiefe und lenken so den Blick des Betrachters auf ein bestimmtes Detail. So wie ich es mir als Fotograf eigentlich wünsche.
      Liebe Grüße Joachim

      • albrecht 19. September 2013, 13:41   »
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        Hallo Joachim,
        das ist richtig, aber da ich die Kamera als Schnappschußkamera gekauft habe, habe ich erwartet, daß es zumindest einen Automatikmodus gibt, der die Belichtungseinstellungen im Sinne einer besseren Dokumentation, ⅾ. h. größeren Schärfentiefe, vornimmt.
        So arbeite ich weitgehend mit der Einstellung A, blende
        ggfs. stärker ab.
        Aber auch ansonsten tut sich die Kamera mit Bildschärfe im Nahbereich schwer. Bspw. die Nutzung der Kantenanhebungsstufe für die bessere Beurteilung der erzielbaren Schärfe, aus meiner Sicht eigentlich eine sehr nützliche Eigenschaft, enttäuscht, es werden durchaus definitiv unscharfe Bereiche als scharf gekennzeichnet.
        Viele Grüße
        Hans Albrecht

        • Joachim Jäger 19. September 2013, 19:42   »
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          Hallo Albrecht,
          hast Du mal zum Test Bilder vom Stativ gemacht um Verwacklungsunschärfen ausschließen zu können?
          Hast Du die Belichtungszeiten und Iso-Werte mal geprüft?
          Eventuell lange Belichtung und dadurch Verwacklung oder Hohe ISO und Rauschreduzierung und dadurch keine klaren Kanten mehr?
          Verwacklung ist im Makromosus wegen der Nähe noch schneller ein Problem da die relative Bewegung zum Motiv viel stärker ist als bei weiteren Entfernungen.
          Die Versuchsbilder die ich mit der Kamera machte fand ich extrem gut von der Schärfe her.
          Gruß Joachim

          • Joachim Jäger 19. September 2013, 19:46   »
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            Nachtrag: Im Makromodus wirken sich Abstandsänderungen von wenigen Millimetern natürlich auch schon sehr auf die Schärfe aus

          • albrecht 20. September 2013, 12:47   »
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            Hallo Joachim,
            obwohl ich kein Fotograf bin und mich eigentlich auch nicht tiefer mit Fotografie beschäftigen wollte, habe ich mich aus dem gegebenen Anlaß einigermaßen eingehend mit Fotografie beschäftigen müssen bzw. eben beschäftigt.
            Die Kamera ist unser Begleiter auf Spaziergängen, Wanderungen, im Urlaub, um diese Anlässe zu dokumentieren, ⅾ. h. ich möchte möglichst viele Informationen festhalten, und das mit möglichst wenig Aufwand. Aufwand möchte ich noch relativieren, unterwegs möglichst wenig Aufwand, ohne Nachbearbeitung der Bilder geht es aber dann zu Hause kaum ab.
            Verwacklungsunschärfe versuche ich erforderlichenfalls mit einem 6-teiligen Einbeinstativ, das ich unterschiedlich zusammenbauen kann (Erhöhung der Trägheitsmomente in den Ebenen), zu begegnen.
            Es geht hier wirklich nur um die Unschärfen, die durch die von der Kamera gewählten Einstellungen entstehen.
            Von meiner vorherigen Kompaktkamera Olympus mü500 digital aus 2005 war ich bzgl. Schärfe, Makro verwöhnt, bzgl. Lichtempfindlichkeit/Rauschen war natürlich die Zeit reif für eine neue Kamera.
            Nun muß ich wohl damit leben, daß die RX100 umständlich zu handhaben ist, um scharfe Bilder zu erhalten.
            Nochmal, ich bekomme schon scharfe Bilder hin, aber nicht automatisch, sondern mit Aufwand, eigentlich sollte das aber automatisch erfolgen.
            Nochmal zu Kantenanhebung:
            ich interpretiere die Beschreibung dazu so, daß flimmernde Kanten signalisieren sollen, hier herrscht Bildschärfe, tut es aber wie gesagt, nicht verläßlich.
            Viele Grüße
            Hans Albrecht

    • gwegner 19. September 2013, 08:30   »
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      @Albrecht: die Bilder der Kamera sind mit der D800 gemacht ;)

  12. Photomas 15. Oktober 2013, 22:40   »
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    Vorbemerkungen:
    Neben der D800 habe ich aktuell NEX-7 und NEX-5N in Verwendung, insbesondere dann, wenn die DSLR zuviel Aufsehen und Geräusche produziert…
    Mit einer Canon S100, Lumix LX5 verband mich eine Hassliebe – die Liason währte jeweils nur kurz.
    Als „Immerdabei“ ist (seit 2005!)immer noch eine unverwüstliche Fuji F10 in der Hosen/Lacken-Tasche.
    Irgendwann ist jedoch Ersatz notwendig, also habe ich mir u.a. RX100/RX100II näher angesehen.

    Pros:
     – Verhältnis Kameragröße/Sensorgröße inkl. 4-fach Zoom ist einmalig.
    – pfiffiges Bedienkonzept mit vielen Direktzugriffen
     – Bildqualität bei hohen ISO trotz hoher Pixeldichte überraschend gut (die RX100II ist noch einmal eine Blendenstufe besser als die RX100)
     – Menüführung entspricht den Sony-SLR Kameras und nicht dem unlogischen NEX-Menü
    – schneller Autofokus
     – solides Metallgehäuse
    – sehr gutes Display

    Cons:
     – Die hohe Pixeldichte und das rel. geringe Gewicht fördert Verwacklungsunschärfe.
     – Das lichtstarke Objektiv (WW) kann konzeptbedingt bei der Baugröße nur ein Kompromiss sein (weiche Ecken im WW bei Blenden <4)
     – trotz relativ großem Sensor "rauer" Bildeindruck (digital)
    – Jpegs mit relativ geringem Dynamikumfang
     – keine ISO-Drittelstufen einstellbar
     – hoher Kaufpreis

    Es hätte schon lange eine RX100 den Weg in meine Jackentasche finden können, aber…
    Bei den 3 Exemplaren die ich bislang in den Händen hatte, war das Objektiv im WW (auch bei Arbeistsblende 4)deutlich dezentriert (unterschiedliche Auflösung in den Bildecken) und schon in der Vollbildansicht am Bildschirm sichtbar.
    Aktuell habe ich keine Lust auf eine neue Runde Lotterie mit der Ⅱ.
    Mein Tipp für alle Interessenten:
    Kamera umdrehen und auf dem Typenschild den Produktionsstandort beachten.
    Es ist neuerdings in Mode gekommen während der Serie den Standort zu verlagern.
    Manchmal mit unliebsamen Konsequenzen…

    Allzeit gut Licht
    Photomas

  13. Maik 12. November 2013, 14:19   »
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    Hallo, schon mal einen Blick auf die neue DSC-RX10 geworfen. Gerade für Videographen ein absolutes Highlight!

    Es gibt keine Vergleichskamera in diesem Preissegment die über derart viele Videofeatures und manuelle Einstellungen verfügt. Schon allein das lichtstarke 2.8 Zeiss-Objektiv durch alle Brennweiten steht für Qualität. Eigentlich sind hier alle Videofeatures vereint, die man sich immer in einer DSLR gewünscht hat. Wenn nicht die typische 30min Begrenzung für Filmaufnahmen wäre, müßte man von einem Camcorder mit Fotofunktion sprechen!

  14. wilfried dechau 23. November 2013, 16:01   »
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    Kein Kommentar, nur eine Frage:
    Lassen sich die RAW-Dateien im Photoshop öffnen und bearbeiten? Oder geht das nur mit spezifischer Software (z.B. Silkypix bei der Lumix LX)?
    Ciao wilfried

  15. Hans Albrecht 23. November 2013, 16:57   »
    Gravatar

    Hallo Wilfried,
    raw-Dateien lassen sich unter Photoshop Elements 11
    öffnen, wenn das entsprechende Plugin raw 7.4 aktuell installiert ist.
    Öffnen unter Öffnen als, ggfs. Endung psd auf raw ändern.
    Es gibt viele verschiedene raw-Formate.
    Viele Grüße
    Hans

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