Norwegen 2018 – Nordlichter und mehr…

30032018

Im Februar / März 2018 war ich mit zwei Gruppen von Foto-Begeisterten je eine Woche in der Nähe von Tromsø auf Nordlicht-Jagd. Und was soll ich sagen, es hätte in diesen zwei Wochen nicht besser laufen können. Das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt. Tagsüber Sonne und ein klarer Himmel in der Nacht, so dass wir wirklich jede Nacht sehr aktive Nordlichter fotografieren und bestaunen konnten.

Monika hatte mich bereits 2016 als Teilnehmerin begleitet und war so von den Nordlichtern angetan, dass sie nun bei der zweiten Tour gleich nochmal dabei war. Ihre Eindrücke der Reise hat sie in einem Bericht zusammengefasst, den ich hier gerne veröffentliche. Der Bericht ist untermalt mit Bildern der Teilnehmer der zweiten Reise.

Zu der ersten Tour hat Andreas einen zweiteiligen Bericht auf seiner Homepage (Teil 1 / Teil 2) veröffentlicht.

Aber nun gebe ich an Monika ab – viel Spaß beim Lesen:

Foto: Gunther Wegner

Tromsø – erneut auf der Suche nach Nordlichtern

Nun war es soweit, eine weitere Fotoreise nach Tromsø konnte losgehen und damit hoffentlich eine Woche mit vielen Nordlichtern in einer Gruppe netter Foto-Verrückter.

Der Flug von Zürich nach Oslo war im Nu vorbei und dort traf ich dann auch schon Anja, nachdem ich mich um mein Gepäck für den Weiterflug gekümmert hatte. Anja kannte ich bereits von der letzten Nordlichtreise und am Gate trafen wir André, den wir auch schon von der letzten Tour kannten.

Natürlich waren wir neugierig, wer sonst noch mit von der Partie war und so ging das Raten los. Am Gate standen mehrere potentielle Kandidaten und so war das Erraten gar nicht so einfach. Anja und ich waren überzeugt, dass wir entweder nach drei Herren oder einem Herrn und zwei Frauen Ausschau halten müssen, um unsere Mitreisenden für die nächste Woche zu identifizieren. Im Flieger war die Girls-Neugierde so groß, dass wir Gunther, der bereits seit einer Woche in Tromsø auf Nordlicht-Jagd war, eine Whatsapp geschrieben haben, um mehr zu erfahren.

Er antwortete, dass Waltraud, Kalle und Jens noch mit dabei sein werden. Waltraud und Kalle fanden wir nach kurzer Beschreibung von Gunther, saßen sie auch nur zwei oder drei Reihen vor uns. Jens hatte den Anschlussflug verpasst und würde dann erst später in Tromsø zu uns stossen.

Nach knapp zwei Stunden landeten wir in schönster Abendstimmung in Tromsø, wo wir bereits von Vidar und Gunther erwartet wurden. Vidar würde wieder für die ganze Woche unser Guide vor Ort sein und uns auf alle Ausflüge begleiten.

Unser Haus mit dem Fjord direkt vor der Haustür, hat gleich alle begeistert. So richtig gemütlich war unsere Bleibe und durch die Lage errechneten wir uns gute Chancen, direkt vor der Tür die ersten Nordlichter noch am Abend zu sichten. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, gabs zum Abendessen leckere Spaghetti, die Gunther für uns gekocht hatte. Danach waren wir ready – jetzt fehlten nur noch die Nordlichter.

Der Wetterbericht für die ganze Woche versprach an sich Traumwetter und somit auch die besten Chancen, das Nordlicht jeden Abend zu sehen. Darauf hatten wir nun alle so richtig Bock. Damit wir nicht die ganze Zeit draußen stehend auf mögliche Lichter warten mussten, meinte Gunther wir positionieren einfach eine Kamera draussen und streamen die Geschehnisse via qDSLRDashboard alle paar Sekunden in die warme Stube.

Somit begab ich mich nach draussen und installierte unseren persönlichen «Nordlicht-Radar». Schon auf den ersten Testaufnahmen waren die Nordlichter schwach sichtbar.

Der Nordlicht-Radar streamt das Geschehen in die warme Stube – Foto: Monika Meier

Die Vorfreude stieg und wir waren zuversichtlich, dass eine schöne Show kommen würde. Allzu lange mussten wir nicht warten und so packten wir uns in unsere warme Kleidung und gingen runter ans Wasser direkt vor unserer Unterkunft. Die Kameras wurden aufgestellt und eingerichtet und die Kameraauslöser begannen munter vor sich hin zu klicken. Alle waren fasziniert vom Spektakel, dass sich uns bot.

Nordlichter vor der Haustüre – Foto: Karl-Heinz Berghus

Als das Nordlich schwächer wurde, war es Zeit, um ins Haus zu gehen, und noch etwas zu schnacken, bevor wir spät ins Bett fielen.

Nach einer kurzen Nacht weckte uns die Sonne früh am nächsten Morgen und Anja und ich entschieden uns dafür, die niedrig stehende Sonne und das schöne Licht zu nutze. Draußen trafen wir auch gleich auf einige unserer Mitreisenden. Am Ende waren vor dem Frühstück schon fast alle draußen mit ihren Kameras am fotografieren und zeitraffern.

Unser Fjord von oben – Foto: Monika Meier

Ansonsten hatten wir den ganzen Tag über noch genügend Zeit, uns die Umgebung um unser Haus bei Tageslicht anzusehen und fotografieren zu gehen. So liefen wir gemeinsam auf einen nahegelegene Hügel, wo wir die Aussicht über den Fjord hatten und suchten uns dort einige Fotomotive und ließen die Drohnen ein paar Runden für Luftaufnahmen kreisen.

Aussicht über den Fjord – Foto: André Riesmeier

Den Nachmittag nutzten wir für eine Einführung respektive Auffrischung durch Gunther zum Thema Nordlichtfotografie. Gegen Abend wurden wir dann von Vidar abgeholt. Unser erstes Ziel des Abends war das Haus von Vidar und Silvia, wo wir von Silvia lecker bekocht wurden.

Anschließend bekamen alle die wollten warmen Anzüge resp. entsprechende Schuhe, die uns für den Rest der Woche zur Verfügung standen. Danach fuhren wir los. Unser erster Halt war auf einem Hügel mit schöner Aussicht auf beiden Seiten. In die eine Richtung erstrahlte der Himmel mit dem Orion und vielen weiteren Sternen.

Sternenhimmel mit Orion – Foto: Monika Meier

Die andere Richtung gab die Sicht über eine Bergkette auf die Nordlichter frei. Vidar erklärte uns, dass sie auch einen Berg hätten, der dem Matterhorn Konkurrenz mache. Ich muss als Schweizerin gestehen, es hat eine kleine Ähnlichkeit aber kommt wegen seiner viel geringeren Höhe nicht im Entferntesten an das imposante Original heran. Somit einigten wir uns auf «Norwegian Matterhorn» oder «Little Matterhorn»😊 Wir waren alle begeistert, von den wunderschönen Nordlichtern die sich am Himmel zeigten.

Norwegian Matterhorn – Foto: Monika Meier

Nach vielen Aufnahmen entschieden wir uns, dass wir noch zu einer anderen Location weiterziehen wollten – es sollte ein Beach sein. Was wir bekamen war aber nicht ein Beach mit Liegestuhl und Pina Colada, nein, es war ein Beach mit gefrorenen Stellen und jeder Menge Steinen, die sich perfekt für Bildkompositionen mit interessanten Vordergrund eigneten. Wir verteilten uns, stellten unsere Stative und Slider auf und begannen erneut das Spektakel am Himmel auf unsere Speicherkarten zu brennen. Die Sache mit den Slidern auf dem unwegsamen Gelände war gar nicht so einfach, aber wir haben es doch hinbekommen.

The Beach – Foto: André Riesmeier

Nach einer Weile am Fjord ging es zurück zu unserem Haus, wo wir noch Bilder sicherten und den Abend bei einem Schlummertrunk und Quatschen ausklingen ließen. Bis vor allem dann noch wir Girls – Anja und ich – im Bett waren, war es auch wieder fast morgens um drei.

Nach dieser langen Nacht, blieben die meisten erst mal länger im Bett liegen und sicherten dann erst mal die teilweise doch massive Ausbeute von tausenden Bilder für Zeitraffer und Einzelaufnahmen. Gunther gab uns eine Einführung in die Benutzung von LRTimelapse. Anschließend verbrachten wir den Tag wieder in unserer Unterkunft und an unserem Fjord zum fotografieren.

Auf einem Spaziergang, entdeckten manche sogar Elche!

Eine Gruppe Elche in der Nähe unserer Unterkunft – Foto: Jens Schönberg

Ich versuchte noch mein Glück mit einem Zeitraffer am Fjord mit Slider und Pan-Tilt-Head. Schon bei der Einstellung hatte ich das Gefühl, der Head macht mehr was er will und nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Egal, wird schon klappen und darum gingen Anja und ich spazieren und entdeckten weitere tolle Motive zum fotografieren.

In der Umgebung unterwegs – Foto: Monika Meier

Am Fjord – Foto: Monika Meier

Später am Nachmittag sah ich das Resultat: statt einem Zeitraffer der Landschaft, gab es einen der Steine am Boden…:-) Immerhin waren wir zurück bevor die Flut die Kamera erreicht hatte…

Später Nachmittag an unserem Fjord – Foto: Waltraud Fauss-Berghus

Nach einem herrlichen Tag bei strahlendem Sonnenschein und anschließendem Abendessen hat Vidar uns wieder abgeholt und wir fuhren erneut auf Nordlicht-Jagd. Unser erster Stop war mit Sicht über einen See. Die Aussicht war toll und die Nordlichter schon zart wieder zu erkennen.

Wir sind bereit für die Show – Foto: Gunther Wegner

Leider lies die nicht allzu weit entfernte Straße das Herz jedes (Zeitraffer-) Fotografen bluten, auch wenn sich das nun schlimmeranhört, als es wirklich war. Aber Zeitraffer-Fotografen sind sehr lichtempfindlich :-) Letztendlich kann ein Scheinwerfer oder eine unbedacht eingeschaltete Taschenlampe eine ganze Zeitraffer-Sequenz ruinieren.

Anfangs war das Nordlicht nur schwach über dem Fjord zu sehen, dafür sahen wir umso mehr Sterne was ebenfalls wunderschön war.

Foto: Jens Schönberg

Mit der Zeit werden die Lichter immer stärker und tanzen richtig über den Bergspitzen.

Später in der Nacht fuhren wir weiter an einen Strand, wo wir die Nordlichter am Himmel sahen und sich die Lichter gleichzeitig im Wasser spiegelten.

Wir fühlen uns klein unter dem großartigen Schauspiel der Nordlichter am Norwegischen Nachthimmel – Foto: Gunther Wegner

Gegen Mitternacht waren wir zurück in unserer Bleibe und machten es uns noch bequem und speicherten die Resultate des Tages auf die Rechner und einige nutzten gar schon mal die Zeit, die Bilder zu sortieren oder zu bearbeiten. Gleichzeitig wurde munter in der Gruppe gequatscht und noch etwas getrunken.

Am nächsten Tag stand ein Tagesausflug auf dem Programm. Unser Wunsch war es, in Richtung Finnische Grenze zu fahren, da es uns auf der letzten Reise dort Nachts so gut gefallen hatte.

Eisschollen – Foto: Monika Meier

So machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg durch die schöne winterliche Landschaft.

Auf der Fahrt machten wir immer mal wieder einen Stop um zu Fotografieren und die Natur zu geniessen.

Auch ein Selfie muss sein:-) – Foto: Monika Meier

Beim Toblerone Mountain – der Name hat er bekommen, weil die Berggipfel die Form der Toblerone Gipfel auf der Schokoladenpackung haben – machten wir trotz Wind und eisiger Kälte einen längeren Stop.

Toblerone Mountain – Foto: Monika Meier

Making of…

Die Landschaft und das Licht war in dem Moment genial zum Fotografieren und wir versuchten den Schnee von der Eisfläche des gefrorenen Sees zu bekommen, da uns Gunther erzählt hatte, wie klar der See in der Woche davor gefroren war und wie cool das ausgesehen hatte. Ganz so klar war es nun aufgrund des vielen Neuschnees, der zwischendrin gefallen war leider nicht mehr und dabei hat Vidar sich so bemüht, und sogar versucht das Eis mit dem Besen vom Schnee zu befreien.

Unsere Gruppe am Toblerone Mountain – Foto: Gunther Wegner

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem weiteren gefrorenen und verschneiten Fjord an. Der Weg vom Auto auf den See war für einige unter uns nicht ganz so einfach… Schon nach wenigen Schritten sank eines meiner Beine bis fast zur Hüfte ein. Ganz arg traf es André. Gunther und ich hatten den Weg bereits hinter uns und konnten uns das Schauspiel von vorne angucken und auf Film und Foto festhalten. :-)

Der beschwerliche Weg – Foto: Gunther Wegner

André sackte eigentlich bei jedem Schritt fast bis zur Hüfte ein und als er entschied, dass es auf allen Vieren doch viel besser geht, konnten Anja und ich uns vor lauter Lachen nicht mehr halten. Als dann plötzlich noch Vidar im Stechschritt rechts an der ganzen Gruppe vorbei lief ohne auch nur etwas einzusinken, konnten wir uns vor Lachen nicht mehr erholen. Irgendwann hatten es aber alle geschafft und wir genossen die Zeit und das tolle Licht und tobten uns einmal mehr fotografisch aus.

Schattenspiel – Foto: Anja Schramm

Engel im Schnee – Foto: Anja Schramm

Foto: Monika Meier

Irgendwann wurde es Zeit zurück zu fahren, war es doch ein gutes Stück Weg bis Tromsø. Abends kochten wir gemütlich gemeinsam und setzen uns mit unseren Rechnern wieder in der Gruppe zusammen und jeder schaute sich seine bisherigen Aufnahmen an. Da wir auf keinen Fall das Nordlicht verpassen wollten, installierten wir wieder unser “Nordlicht-Radar”.

Gegen neun zeigte sich ein schwaches Licht am Himmel. Waltraud, Kalle und Jens zogen sich noch mal die warme Kleidung an und gingen trotz heftigem Wind raus zum Fotografieren. Gunther, André, Anja und ich blieben drinnen und quatschen und versuchten Herr über die ganzen Daten, die sich schon angesammelt hatten, zu werden und verfolgten weiterhin die Geschehnisse von draussen auf dem iPad.

Irgendwann knallte es draussen und mein iPad zeigte nur noch ein schwarzes Bild. Der Wind hatte die Kamera draußen umgehauen, dabei war ich überzeugt ein stabiles Stativ zu haben und es auch richtig aufgebaut zu haben ;-(. Glücklicherweise passierte der Kamera und auch dem Objektiv nichts, aber wir brachen erstmal die Übertragung ab. Die anderen blieben auch nicht allzu lange draußen, da es ihnen doch für die vergleichsweise bescheidene Show der Aurora zu heftig windete. Wir sind schon echt verwöhnt… :-)

Da wir am nächsten Tag tagsüber kein fixes Programm hatten, blieben einige von uns wieder lange auf und chillten gemütlich am Kamin, wo das Feuer vor sich hin loderte.

Am nächsten Vormittag gab uns Gunther eine Einführung in die Videobearbeitung mit Premiere. Das Thema war für die meisten relatives Neuland und so waren wir dankbar ein paar Hinweise zu bekommen, wie man das Programm möglichst einfach verwenden kann. Die meisten von uns gingen dann noch für einen Spaziergang auf der Suche nach neuen Fotomotiven nach draussen.

Am Abend ging es dann erst in eine Pizzeria zum Abendessen bevor wir mit Vidar wieder auf Nordlichttour aufbrachen. Unser Ziel war das Ende eines Fjordes. Hier waren wir ungestört von irgendwelchen Autos und genossen es, die Nordlichter und Sterne ohne störende Scheinwerfer zu fotografieren und im Zeitraffer festzuhalten. Zeitweise war die Aktivität so hoch, dass wir aufpassen mussten, dass unsere Kameras nicht überbelichteten.

Foto: Monika Meier

Wir haben die Chance genutzt und ich habe mal einen ersten Versuch eines Startrail-Bild unter Anweisung von Gunther gemacht. So etwas wollte ich schon lange mal machen und so war ich gespannt, wie das Resultat aussehen würde.

Startrails mit Aurora – Foto: Monika Meier

Dieses Mal fuhren wir ohne weiteren Stop direkt zurück zur Unterkunft. Wie jeden Abend stand auch heute auf dem Programm: Bilder sichern und sichten, Schnacken und noch etwas trinken.

Am nächsten Morgen – es war nun schon der vorletzte Tag – blieben wir wieder in unserem Haus und Gunther stand uns mit Rat und Tat zur Seite für all unsere unterschiedlichen Fragen. Danach strömten alle noch etwas aus zum Fotografieren und Zeitraffern. Anja und ich liefen zu einem Schiffswrack, da wir uns da tolle Motive erhofften und auch fanden.

Foto: Karl-Heinz Berghus

Neben dem Wrack hatte es eine Minihütte, die am zerfallen war. Neugierig, haben wir die Tür geöffnet und rein geguckt. Auf dem Tisch stand noch ein ungeöffnetes Geschenk und wir fragten uns, ob auch noch eine Leiche irgendwo war…. Neben dem Haus fanden wir noch eine Kiste, die fast aussah wie eine Schatzkiste. Anja versuchte sie zu öffnen, doch es gelang ihr nicht.

Nun wissen wir eben nicht, welcher mögliche Schatz sich darin verbarg, vielleicht hätten wir mit einem starken Mann noch mal zurück kommen sollen. :-) Am Abend wurden wir wieder von Vidar abgeholt und stärkten uns erst mit einem leckeren Essen von Silvia bevor wir wieder losgingen. Unser Ziel war eine Location in den Bergen mit Sicht in ein Tal.

Die Nordlichter ließen auch heute nicht lange auf sich warten, doch wurden unsere Bilder und vor allem unsere Zeitraffer immer wieder durch Autos mit anderen Gruppen und dem damit verbundenen Licht gestört. Dazu kam, dass Manche offenbar lieber im Licht ihrer Stirnlampe am Feuer sitzen, als den wunderschönen Sternen und die Nordlichter am Himmel zu genießen. Durch den zunehmenden Nordlicht-Tourismus und der mangelnden Rücksicht mancher Anbieter, sind manche Spots mittlerweile kaum noch zu besuchen. Schade, wenn es sich um so schäne Spots wie hier handelt.

Foto: Monika Meier

Irgendwann sahen es aber die anderen Gruppen auch ein, dass man besser seine Lampen ausmacht, wenn man Nordlichter sehen möchte und so sieht man nur noch ihre Lagerfeuer verteilt in der Umgebung lodern und wir konnten die herrliche Sicht, den Sternenhimmel und die Nordlichter genießen.

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem Fjord an. Vidar wollte noch ein Porträt Shooting unter der Aurora mit uns machen. Es war sehr kalt und der Wind pfiff uns um die Ohren, aber es hat trotzdem Spass gemacht und die Bilder sind toll geworden und eine schöne Erinnerung.

Gruppenfoto unter der Aurora – Foto: Vidar Lindrupsen

Den letzten Tag verbrachten wir noch mal auf einem Tagesausflug in der Umgebung. An verschiedenen schönen Spots haben wir bei herrlichem Winterwetter Fotografiert, Zeitraffer gemacht und sind mit unseren Drohnen für Aufnahmen geflogen und haben einfach den tollen Tag genossen.

Foto: Monika Meier

Foto: André Riesmeier

Foto: Karl-Heinz Berghus

Foto: Waltraud Fauss-Berghus

Foto: Waltraud Fauss-Berghus

Ein Stop machten wir auch in unserem Fjord vom letzten Mal – Ersfjordbotn – ein wunderschöner Fjord.

Foto: Monika Meier

Nach einem gemütlichen Zwischenstopp im kleinen Kaffeehaus im Örtchen fuhren wir weiter zu einer anderen Bucht. Dort haben wir noch einmal tüchtig fotografiert und uns sportlich betätigt. Erst alle Teilnehmer zusammen und weil wir so Spass hatten, sind Anja und ich noch alleine weiter gesprungen. Wir sind dabei höher gesprungen als die Berge, aber seht selbst ;-)

Klick auf das Bild für die Animation! (Fotos: Gunther)

 

Foto: Gunther Wegner – jumping Girls

Gegen Abend fuhren wir mit der Seilbahn auf den Hausberg von Tromsø. Auf dem Fjellheisen hatten wir eine herrliche Aussicht über die Stadt und Richtung Sonnenuntergang.

Kameraparade – Foto: Jens Schönberg

Foto: Monika Meier

Der perfekte Setup für einen Day-to-Night-Timelapse. So bauten wir unsere Kameras auf und genossen die schöne Stimmung von oben.

Ein letztes Mal auf dieser Reise wollten wir auch Luftaufnahmen mit unseren Drohnen machen. Das klappte bei Gunther und André auch ganz gut, etwas anders war es bei mir… Als ich meine Mavic startete war mein iPhone Akku noch bei 55%, doch die Kälte raubte dem Akku schnell den Schnauf und das Display schaltete sich ab. Nun ließ sich mein iPhone nicht mehr einschalten und das brauchte ich natürlich, um die Drohne zu steuern. Ganz blöd war dann, dass auch die “Coming Home” Funktion auf der Fernbedienung nicht funktionieren wollte und ich die Drohne am Himmel auch nicht mehr finden konnte (ja, ich weiß, man sollte nicht außer Sicht fliegen).

Zum Glück konnte Gunther helfen und holte meine Drohne heil zurück! Sonst würde sie nun vermutlich irgendwo am Berg zerschellt sein…

Als es dunkel war, machten wir uns auf den Rückweg.

Tromsø von oben – Foto: Monika Meier

Wir wollten noch ein letzten Mal lecker in unserer Hütte kochen und die Reise gemütlich ausklingen lassen. Keiner hätte wohl erwartet, dass uns die Aurora auch am letzten Abend noch einmal eine Hammer Show bieten würde. Alle gingen noch mal raus und genossen das Himmelspektakel direkt über unserem Haus. Die meisten haben noch mal ihr Equipment rausgeholt, einige haben es einfach nur mit den Augen genossen. Das war in genialer Ausklang einer tollen Reise in den Norden.

Foto: André Riesmeier

Am nächsten Morgen hieß es, früh aufstehen, um den Flieger Richtung Heimat zu erreichen. Mit im Gepäck jede Menge Bilder und Zeitraffer und viele Erinnerung an die schöne Zeit. Sieben Tage Sonnenschein, sieben Nächte Nordlichter, tolle Spots in der Natur, eine nette  Gruppe und mit Vidar und Gunther hatten wir super Coaches an unserer Seite, da bleiben keine Wünsche offen!

Gunther & Vidar – Foto: André Riesmeier

Diese Woche in der Region um Tromsø bleibt uns allen bestimmt in guter Erinnerung!

Having fun with the Theta! – Foto: Monika Meier

Lightpainting – Foto: Gunther Wegner

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Alle Inhalte © Gunther Wegner

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4 Kommentare bisher


  1. Monika 5. April 2018, 18:00   »

    Und hier sind noch ein paar Zeitraffer Impressionen unserer Reise zu finden:

    https://vimeo.com/263204749

    Viele Grüsse
    Monika

  2. Frank 1. April 2018, 10:34   »

    Hallo Monika und Gunther und die Anderen,

    sehr schöner Reisebericht und tolle Fotos!
    Alles 1:1 nachvollziehbar, wenn man selbst auch gerade in dort war und Stinlampenstörer, Nordlicht-Feuerwerke mit “ausgebrannten” Nordlichtern und die großartige Landschaft und Natur selbst erlebt hat und die Kälte auch noch etwas in den Knochen steckt…;-)
    Sehr gute Idee auch, QDSLR Dashboard als eigenen Nordlichtmelder zu “mißbrauchen”. Dass man allerdings manchemal etwas besser auf sein Equipment aufpassen sollte, musste ich leider auch erfahren, als ich meinen Rhino Slider Controller im Fjord versenkt habe… ;.)

    Danke und schöne Ostern noch
    Frank

  3. Ludwig Huber 1. April 2018, 07:47   »

    Hallo Gunther,
    eine tolle Reportage, wenn ich jünger wäre, wäre ich sicher dabei.

    Herzliche Grüße
    Ludwig

  4. Hallo Gunther,
    was für eine beeindruckende Reportage und komfortable Situation, dadurch ein wenig dabei gewesen sein zu können. Das Wetter war der Lohn der Tüchtigen.
    Irgendwann würde ich das auch gern einmal live erleben.
    Herzliche Grüße
    Christian

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