Video mit der DSLR – die ideale Belichtungszeit und wie man sie erreicht

31052011

Heute möchte ich einmal auf die Frage eines Lesers eingehen, der sich von meinem Artikel Video mit der Digitalen Spiegelreflex – Praxistipps dazu verleiten lassen hat, in die Materie einzusteigen. Er schreibt:

Hallo Gunther,
angeregt durch Deine Artikel habe ich vor ein paar Wochen auch mit dem Filmen über die DSLR angefangen, mein Sohn muss seitdem so einiges ertragen.
Besten Dank für Deine Artikel, die haben mir den Einstieg wirklich erleichtert (auch wenn ich bei Canon gelandet bin).

In vielen Tutorials wird immer wieder empfohlen, als Belichtungszeit den doppelten Wert der Framerate zu nutzen. Bei Aufnahmen mit 50fps also 1/100 Sek., bei 25fps 1/50 Sek. usw.
Die tatsächliche Belichtung des Films wird somit natürlich stark auf Blende und ISO beschnitten, bei den Aufnahmen wirkt diese Faustregel aber irgendwie stimmig.
Hast Du hierzu evtl. auch Erfahrungen gemacht?

Eigentlich hatte ich die Antwort als Kommentar schon fertig, da habe ich mir überlegt, dass das Thema eigentlich so spannend ist, dass ich ihm einen eigenen Artikel widmen kann.

Auch beim Fotografieren kann man mit einem Graufilter tolle Effekte erzielen…

Warum ist es beim Filmen relevant, mit welcher Belichtungszeit man arbeitet, wie sollte man sie wählen und woher um alles in der Welt kommt diese Faustregel?

Nun zunächst einmal die Antwort auf die letzte Frage. Wie vieles ist das historisch bedingt. Alte Filmkameras für Kinofilme haben 24 Bilder pro Sekunde aufgenommen. Dabei wurde die Hälfte der Zeit belichtet (1/48 Sek.) und die andere Hälfte der Zeit benötigte die Kamera, um den Film zu transportieren.

Heute sind wir da natürlich flexibler – fast alles ist möglich, nur länger als Standzeit eines Bildes (hier als 1/24 Sek.) kann man aus naheliegenden Gründen natürlich nicht belichten, sonst könnte die Wiederholfrequenz nicht gehalten werden.

Nun kommen wir zur Frage, wie wir mit unserer neu gewonnenen Flexibilität umgehen sollten. Möglichst kurz, möglichst lang, oder die goldene Mitte?

Schauen wir uns einmal an, wie die unterschiedlichen Belichtungen wirken.

Im ersten Bild würden wir mit 1/240 belichten, also einem Zehntel von 1/24.
9/10 der Standzeit eines Bildes belichten wir nicht, die eigentliche Zeit in der der Verschluss offen ist, ist sehr kurz. Der Film “verpasst” ein Großteil der Bewegung.

Im zweiten Beispiel würden wir mit 1/27 Sek. Belichten, also nur etwas kürzer, als die Standzeit. Der Film bekommt das meiste der Bewegung mit, es entsteht eine relativ starke Bewegungsunschärfe.

Cineasten schwören nach wie vor auf den sog. 180 Grad Shutter. Das ist die eben beschriebene Belichtung mit der Hälfte der Standzeit. So ist man es aus dem Kino gewöhnt und bei 24p sieht das “gut” bzw. “gewohnt” aus.

Die 180 Grad-Shutter-Regel besagt, dass man mit einer Belichtungszeit von 1/(Framerate *2) belichten soll

Also: die Fausregel besagt, dass man nicht allzuviel kürzer belichten soll, also die halbe Standzeit eines Bildes. Wenn man länger belichtet, gibt es mehr Bewegungsunschärfe, wenn man kürzer belichtet, gibt es den sogenannten “Stakkato-Effekt”. Der Film wirkt deutlich ruckeliger.

Das kommt nun natürlich wie gesagt aus dem Kinofilm, der mit 24fps ja recht langsam läuft. Puristen schwören darauf und filmen auch mit der DSLR immer mit 24fps und belichten brav mit 1/40 oder 1/50 Sek.

Ich sehe das nicht so eng. Für mich kann die Bildwiederholfrequenz meiner Filme ruhig höher sein, gerade, wenn ich Action aufnehme. Nicht zuletzt deswegen habe ich mir als Ergänzung zu meiner D7000 ja noch die D5100 gekauft, die mit 30fps filmen kann.

Je höher die Framerate, um so irrelevanter wird allerdings der oben beschriebene Effekt. Wenn Ihr mit 60fps filmt, werdet ihr vermutlich kaum einen Unterschied mehr feststellen, ob ihr kurz oder lang belichtet. Schon bei 30fps müsst ihr genau hinsehen.

Auf keinen Fall würde ich auf eine offene Blende mit der entsprechenden Tiefenunschärfe verzichten wollen, nur um die Belichtungszeit länger zu bekommen. Und da kommen wir dann auch schon zum Knackpunkt: wie schafft man es, die Blende offen zu halten und gleichzeitig ausreichend lange “Film-Kompatible” Belichtungszeiten zu realisieren?

Bei strahlendem Sonnenschein und einer Festlegung auf 1/40 Sekunde Belichtungszeit bliebe uns ja selbst bei ISO 100 nicht anderes übrig, als auf Blende 11 oder kleiner runterzugehen. Oftmals absolut inakzeptabel. Hier müsst ihr also entscheiden, ob ihr doch kürzer belichtet, oder zu einem Trick greift…

Die Lösung: Der Graufilter im Einsatz fürs Filmen

Viele Filmer nehmen ND-Filter (Graufilter) zur Hilfe, um bei offener Blende trotzdem die gewünschten relativ langen Belichtungszeiten realisieren zu können. Der ND-Filter tut nichts anderes, als einfach weniger Licht ins Objektiv einfallen zu lassen. Aus der Mittagssonne wird eine Abenddämmerung.
ND-Filter gibt es in verschiedenen Stärken, die passende müsst ihr dann jeweils ausprobieren oder errechnen. Allerdings wird die Anschaffung von 3 oder 4 ND Filtern schnell relativ teuer und das Rechnen bzw. Umschrauben der Filter nervt auf Dauer auch.

Als Alternative bietet sich daher ein sog. Vario-ND Filter, z.B. der Slim Fader (Vario) ND Graufilter Version II- ND2 – ND400 (achtet darauf, dass ihr den richtigen Filterdurchmesser kauft!). Damit lässt sich stufenlos die Lichtdurchlässigkeit regulieren.
Das Prinzip beruht auf 2 gegeneinander verdrehbaren Polfiltern, die allerdings bei dem Vario-ND Filter besonders dünn ausfallen, um nicht zu vignettieren. ND2-ND400 bedeutet, dass die schwächste Einstellung immer noch die Hälfte des Lichts durchlässt, die stärkste allerdings nur noch 1/400 des Lichts, also eine 400x längere Belichtung ermöglicht.

Update: Mein Freund Stefan Groenveld hat sich den Vario-ND Filter gekauft und berichtet darüber in einem Blog-Artikel. Dabei geht er auch auf die konstruktionsbedingten Nachteile der Lösung, die auf zwei verdrehbaren Polfiltern beruht, ein.

Fazit:

Wenn ihr cineastisch anspruchsvoll filmen wollt, dann kommt ihr um die Anschaffung eines oder mehrerer Graufilter nicht drumherum. Ich empfehle Euch für den Anfang einen Vario Filter. Im Bereich der nicht allzustarken Abdunklung macht der einen guten Job. Wenn ihr es perfekt haben wollt und Kleingeld keine Rolle spielt, dann legt Euch einen Satz echte Graufilter zu.

Wenn ihr allerdings größtenteils Action mit hohen Frameraten filmen wollt, kommt dem Thema “Verschlusszeit” keine ganz so hohe Bedeutung zu.

So, ich hoffe, damit etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben und freue mich immer über Eure Fragen, Kommentare und Anregungen zu neuen Artikeln!

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69 Kommentare bisher


  1. Christian 21. Mai 2017, 01:10   »

    Hey,

    Ich Filme zwar nicht mit einer DSLR, aber Nd8 Filter nutze ich. Seltsamerweise habe ich bei Drehbewegungen der Cam, dieses furchtbare Rucken, wenn auch nur ganz wenig, trotz der 180er Regel. ISO ist 100, bei den Frames 30 steht es dann auf 60, oder liegt es daran, dass es 29,97 sind ?
    Hier mein Beispielvideo
    https://youtu.be/gzWDBGyBtZ0

    Gruß und besten Dank
    Christian

  2. Hallo,
    Graufilter schön und gut. Doch im letzten Jahr waren ausgerechnet die Aufnahmen mit Graufilter für die Tonne.
    Grund: Vollkommen ausgebrannter Himmel.

    Leider finde ich zu diesem Problem erst nach langer suche eine Antwort: Verlaufsfilter.
    Ist mir aber ehrlich gesagt alles zu kompliziert und zu kostspielig.
    Wie gehe ich vor um trotzdem einigermaßen gute Ergebnisse zu erzielen ?
    Manuelle Belichtung? Belichtungskorrektur ?
    Nur passt das material dann noch zur Zweitkamera an der weitwinklig ohne Filter stark abgeblendet wird.?

    Ich bin sicher das es hier eine einfache Lösung geben muß. Denn zu oft werden Graufilter empfohlen doch kaum jemand (im Bereich Video ´niemand) weißt auf diese Problem hin.
    Ich bin mir daher sicher das es eine sehr einfache Lösung gibt, auf die ich nur noch nicht gekommen bin.

    Besten Dank für jede Antwort die dieses äußerst unschöne Problem hoffentlich lößt.

    VG

    • Wenn die Bilder zu hell werden, musst Du knapper belichten. Kamera im M-Modus. Iso runter, belichtungszeit kürzer, Blende zu, Graufilter drauf.
      Verlaufsfilter nutze ich nie.

  3. Dein Artikel hat mich angeregt, folgende Problematik aufzugreifen und meine Erfahrungen hier darzulegen:
    Geht man davon aus, daß der Halbleitersensor sich im Belichtungsverhalten etwa gleich wie der Bromsilberfilm verhält, ergibt sich doch noch eine weitere Betrachtungsweise.
    Beide Arten speichern alle Lichteinflüsse während der Belichtungszeit. Ändern während dieser Zeit die räumlichen Standorte der Lichter des Objektes, so erhalten wir Bewegungsunschärfe des Objektes, was das menschliche Gehirn bei bewegten Bildern (Film) akzeptiert.
    Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Abspeicherung. Beim Bromsilberfilm erfolgt die Speicherung unmittelbar durch Umwandlung des Bromsilbers beim Belichten, es entsteht ein unsichtbares (latentes) Bild, welches durch sog. Entwicklung verstärkt wird. Danach wird ein neues Stück Bromsilberfilm ins Bildfenster transportiert.
    Bei den Halbleitersensoren speichern die Pixel (gewöhnlich acht einzelne Zellen) die Lichtinformationen. Da hier nicht der Sensor nach jedem Bild gewechselt wird, ist eine Speicherung des Inhaltes außerhalb des Sensors notwendig. Analog zum Bromsilberfilm muß die Dauer des Sicherungsvorganges (Abspeichern, Komprimieren Löschen des Sensors) 50% der Belichtungszeit oder geringer sein. Offensichtlich gibt es aber mit Steigerung der Pixelanzahl (auf Full HD, 1920 x 1080) auch eine Verlängerung der Speicherzeit über die 50% der Belichtungszeit hinaus. Dies führt zu sichtbarem „ruckeln“ des Bildablaufs.
    Der Grund dafür liegt im Beobachter selbst. Beim Kinofilm hat man 24 fps für eine „flüssige“ Darstellung von Bewegungsabläufen als Norm festgelegt. Zusätzlich wurde durch den sich kontinuierlich drehenden Verschluß das Verhältnis von Belichtung und Transport auf jeweils 50% festgelegt. Der Verlust von Bildinformation von 50% bei dieser Bildwechselfrequenz ist für den Menschen unsichtbar. Wollte man also das Verhältnis zu Gunsten des Sicherungsvorganges verändern, so muß die Bildwechselfrequenz erhöht werden, da eine Informationslücke größer 1/48 sec. sichtbar wird. Dies ist aber unsinnig, da die reale Speicherzeit immer kürzer wird.
    Die vom Fernsehen eingeführte Korrektur auf 25 fps, anfangs 50 Halbbilder pro Sekunde sind der Synchronisation mit der Netzfrequenz in den meisten europäischen Ländern geschuldet. Deshalb auch 30 fps im anglo- amerikanischen Raum. Diese Länder haben 60 Hz Netzfrequenz. Beides war aus heutiger Sicht keine gute Idee.
    Gewöhnliche Consumercameras lösen die Flut der großen Datenmengen wahrscheinlich, indem sie dieses Verhältnis 50/50 zu Gunsten des Sicherungsvorganges verändern müssen.
    Derzeit wird bei höheren Bildfrequenzen drastisch die Bildqualität verringert, also die Pixelanzahl pro Bild herabgesetzt.
    Letztlich sind die Speicherkarten das Nadelöhr. Alle Hersteller dieser Karten vermeiden die
    Angabe der Schreibgeschwindigkeit, die aber für den Abspeichervorgang ausschlaggebend ist.
    Eine weitere Möglichkeit sieht der Hersteller von Kameras darin, einen höheren Koprimierungsgrad anzuwenden, welches natürlich wieder qualitativ in der Bildauflösung sichtbar wird. Aber das kostet auch Zeit und löst nicht das Problem.
    Speicherkarten mit höherer Schreibgeschwindigkeit habe ich probiert, aber erfolglos. Die neuen schnelleren Karten besitzen mehr Kontakte, die die Kameras noch nicht besitzen. Zwar sind diese abwärtskompatibel, dann aber ohne die Vorzüge der Geschwindigkeit.
    Da ich mir keinen Goldesel leisten kann, habe ich nun im Schnittprogramm versucht, einen Kompromiss zu finden, indem ich eine geringe Bewegungsunschärfe einrechnen lasse und mit etwas Nachschärfen den Verlust vertusche. Die Nutzung von geringeren Bildauflösungen, also 1080x 720 machen größeren Schaden.

  4. Hallo Gunther,

    besten Dank für den informativen und leicht verständlichen Artikel! Ich habe mich immer wieder gefragt wie diese Faustregel zustande kommt. Da ich hautpsächlich Stills mache und nur manchmal einen Ausflug ins Filmen unternehme, tauchen auch zu solchen Basisthemen immer wieder die gleichen Fragen auf…

    Ein Punkt beschäftigt mich aber noch, vielleicht kannst du dazu noch etwas sagen: neulich habe mich mir eine gebrauchte DSLR als Backup-Body gekauft. Die Anzahl der Auslösungen ist noch recht niedrig, aber ich frage mich ob die Beanspruchung durch das Filmen auch irgendwie geloggt wird? Natürlich wird da der Spiegel-Mechanismus nicht beansprucht, aber der Sensor/der elektronische Verschluss wird ja verwendet. Hast du eine Idee, in wie fern das auf den Verschleiss einer Kamera Einfluss hat?

    viele Grüsse aus dem Süden der Republik.
    Martin.

  5. videoarb 20. Juni 2016, 09:01   »

    Habe mit großen Interesse diese Diskussionen (auch in verschiedenen Foren) vefolgt. Scheinbar gibt es keine eindeutige und klare Line. Ich filme z. B. mit Panasonic GH 4 und habe nach langen Versuchen für mich eine Einstellung gefunden, mit der ich leben kann. Framerate 60 B/sek, Bellichtungszeit 1/125/sek oder kürzer für HD. In UHD verwende ich 30 Bilder/sek und Belichtungszeiten ab 1/100 sek.
    In der Bedienungsanleitung meiner Panasonic LX 100 ist expliziet angegeben
    “für schnelle Bewegungen Belichtungszeit 1/1000 sek., für sehr schnelle Bewegungen verwenden sie 1/2000 sek.”
    Damit habe ich zum Teil sehr gute Ergebnisse erzielt bei statischer Kamera und Bewegungen im Bild.
    Diese Aussage hatte ich im Lumix Forum zur Diskussion gestellt und nur wenig Verständnis erhalten.

  6. Endlich einer der das ganze Verhalten super verständlich erklärt hat! Vielen Dank!

  7. Old but Gold :) Immer noch gut obwohl der Artikel etwas älter ist, wirklich nützliche Tipps! Danke :)

  8. Da ich in Immobilienfotografie tätig bin habe ich genau deine Tipps gebraucht. Vielen dank!

  9. Für meine Baustellen Dokumentation war eure Artikel sehr hilfreich. Weiter so!!!

  10. Philipp M. 27. Mai 2015, 08:45   »

    Super Artikel! Wollte nur mal danke für deinen Aufwand und dein Wissen sagen. :-)

  11. Vielen Dank für eure Antworten, habt mir sehr geholfen. Ich werde das berücksichtigen.
    Gruß Joachim.

  12. Hallo Gunther,

    wenn Du in 60fps und/oder ntsc filmst, das wird ja aber so dann nirgends wiedergegeben. Wie verhält sich das dann, wenn Du es im Schnitt anders renderst, zb dann auf 25p?

    • Wieso wird das nirgends wiedergegeben? Lies mal diesen Artikel.
      Später auf andere Frameraten zu gehen ist auf jeden Fall eine schlechte Idee. Wenn Du 25 brauchst, dann solltest Du mit 25 filmen. Ob Du 25 brauchst, erfährst Du in dem verlinkten Artikel.

      • Ich meinte, wenn man es auf DVD brennt, da kannst du ja nicht einfach 60fps machen, sondern du musst ja ein kompatibles Format brennen. Sonst läuft es ja auf keinem player, auch nicht bei bluray.

        • Ja, DVD ist Pal. Aber heute spielt man ja meist über einen USB Stick oder per Mediaserver einfach die MP4’s ab, den heutigen Fernsehern ist es i.d.R. auch egal, ob sie mit 25 oder 30fps gefüttert werden und den Computer Monitoren sowieso.

    • Du solltest immer in einer Region bleiben. Also PAL 25/50/100fps,oder NTSC 30/60/120fps. Aber die höheren Framerates benötigst du nur für Zeitlupen und wenn du nicht vor hast solche zu erstellen, dann bleib bei 25fps. Auch solltest du wissen,dass man bei 50/60fps mehr Licht benötigt. Und das es bei NTSC zu unschönen Flimmereffekten bei Kunstlicht kommen kann,die du in der Post schlecht wieder eliminieren kannst.

  13. Hallo Gunther, der Link “echte Graufilter” verweist ja nur auf die Amazon Kategorie – hast du vielleicht konkrete Erfahrungen mit bestimmten Graufiltern gesammelt (oder mehr Lesematerial dazu)? Ansonsten, super Artikel. Durch die Grafiken ist das Thema Belichtungszeit noch einmal greifbarer und anschaulicher geworden.

  14. Johannes 19. Juni 2014, 17:04   »

    Hallo,

    ist die Sache relevant wenn jedes einzelne Frame synchron mit 100µSekunden geblitzt wird ? Bei 30Fps wäre dies dann doch die 1/30 Belichtungszeit, oder irre ich mich da?

    Bevor jemand fragt, es geht um das minimieren von Bewegungsunschären im Bereich der Mikroskopie mithilfe einer kleinen Bastelei von mir. Zur Verdeutlichung hier das Video eines sogenannten Flagellaten in Phasenkontrast wobei ich zwischen normaler und gepulster Beleuchtung umschalte.
    https://www.youtube.com/watch?v=_jzbRywao_0

    Viele Grüße,
    Johannes

  15. Hallo Gunter,
    vielen Dank für die ganzen Infos auf deinem Blog. Ich habe eine Frage und hoffe Du kannst mir da helfen. Wie Du schon geschrieben hast, filmst Du lieber mit 30p um eine bessere Bewegungsschärfe zu erhalten. Ich stehe aber gerade vor dem Problem, im Rahmen einer Produktvorstellung Material aus 3 Kameras zu verarbeiten. Der Film soll auf Youtube gezeigt werden, wo hochgeladene Filme ja auf 30p hochgerechnet werden.

    Es sollen Quadrocopteraufnahmen mit einer dreier GoPro Black (30p kein Problem), Aufnahmen mit einer Nikon D610 (30p kein Problem) und einer Legria HF G10 verarbeitet werden. Letztere bietet aber leider nur 25p. Was würdest Du jetzt vorschlagen?

    Alles nur in 25p zu drehen und Youtube rechnet das wieder hoch und verändert damit die Tonhöhe oder das 25p Material der Legria mit den beiden 30p Materialen der anderen Kameras zu mischen und daraus einen 30p Film zu machen.

    Du sagtest aber, das das 25p Material dann bei der Hochrechnung unsauber wird. Was wäre für mich jetzt der beste Weg? Vielen Dank für deinen Rat.

    LG Ronny

  16. Joachim Schüll 22. März 2014, 20:03   »

    Hallo Gunther,

    ganz oben heißt es, “deswegen habe ich mir … noch die D 5100 gekauft, die mit 30 fps filmen kann”. Diese Rate lässt sich (bei meiner D5100) aber nur unter NTSC einstellen – spielt das keine Rolle? Unter PAL geht es nur mit 25 fps!
    Mehr Flexibilität mit der Verschlusszeit käme mir sehr entgegen, denn bei einem geplanten Urlaub in Schwarzafrika will ich Tiere filmen und photographieren – die auf langwieriges Einstell-Gefummel keine Rücksicht nehmen – unbewegte Natur dagegen ausschließlich photographieren.

    Beste Grüße
    Joachim

  17. […] Beim Drehen (im 25p Modus) sollte man die Belichtungszeit möglichst auf den Wert 50, also 1/50 Sekunde, stellen, damit die Bilder flüssig wirken. Wer eine kleinere Zahl wählt, läuft Gefahr, dass die Bilder verwischt und unscharf wirken. Bei einer deutlich größeren Zahl sehen viele Aufnahmen ruckelig aus. Warum? Das erklärt Fotograf Gunther Wegner hier. […]

  18. Thomas 4. Januar 2014, 18:10   »

    Super Artikel und sehr gut erklärt. Jetzt wäre auch das Thema mit der Filmbelichtung auch geklärt. Vielen Dank und weiter so.

  19. Hallo, die Frage von Jens ist nicht ganz unberechtigt. Was macht diese Automatik eigentlich, dass es möglich ist normal aussehendes Filmmaterial zu erstellen bei Belichtungszeiten von 1/4000 wenn die eigentlich Faustformel lautet: 25p=1/50, 50p=1/100 etc.

    • Was soll sie machen, sie belichtet mit 1/4000, wenn das so eingestellt ist. Solch kurze Belichtungszeiten heißen ja nicht, dass man das Material dann wegwerfen kann, es wirkt halt etwas ruckeliger bei schnellen Bewegungen, da es keine Bewegungsunschärfe gibt.

  20. Jens Deutscher 1. November 2013, 11:06   »

    Also wenn ich mit meiner slt a 57 in den Automatikmodus schalte, bleibt die Blende fest auf 3,5 . Die Kamera stellt dann die Belichtungszeit je nach Helligkeit bis auf Anschlag ( 1/4000). Die Kamera interessiert sich in dem Moment nicht für Faustregeln von wegen Belichtungszeit doppelte Framerate. Wie ist das zu verstehen?
    Und was passiert wenn ich 50p mit 1/100 filme und später 25p z.B. auf youtube hochlade? wird da dann jedes zweite Bild weggelassen und habe dann als Ergebnis 25p mit 1/100 ?
    Und wenn ich 25p 1/50 filme, und ich mit meinem Motorrad durchs Bild fahre, empfinde ich die Bewegungsunschärfe zu arg und sehr unangenehm, siehe hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=6nvw6mpfqJ0

    Mit freundlichen Grüßen Jens D.

    • Hallo Jens,
      die schnellen Wiederholfrequenzen (50p/60p) solltest Du nur einsetzen, wenn Du später auch Zeitlupe etc. machen willst. Ansonsten beschneidest Du Dich damit in der Belichtungszeit.
      Dein Video sieht doch klasse aus – genau der Effekt ist es doch, der dem Ganzen den “cineastischen Look” gibt. Viele würden sich glücklich schätzen, so tolle Videos hinzubekommen!
      Mach weiter so,
      Gunther

  21. Ein Sehr aufschlussreicher und super erklärter Beitrag. Da kann meinen ersten Filmversuchen ja nichts mehr im Wege stehen. Danke!

  22. […] Woche bin ich durch diesen Bericht von Gunther auf einen sehr preiswerten variablen Graufilter aufmerksam geworden. Sowas kannte ich bisher nur […]

  23. @agrarfoto

    Diese billigen ND Filter haben immer Nachteile. Natürlich reduzieren sie das Licht, aber oft nicht Farbneutral. Wie bei Objektiven ist gutes Glas teuer. Ich kann die Filter von Heliopan empfehlen, sind leider nicht ganz günstig.
    Ich würde die Belichtungszeit immer bei 1/50 lassen, außer du willst deutlich mehr Bewegungsschärfe. Die 1/50 sehen einfach nicht so videomässig aus.

  24. Hallo Gunther,

    ich filme mit einer Nikon D5200 und mit einem Nikkor 24-70, oder auch mit einem Nikkor 50mm 1,4;
    dabei habe ich bis jetzt immer darauf geachtet, dass ich auch bei großen blendenöffnungen auf 1/50 sec. belichtungszeit komme – hab dafür haida graufilter; aber das ergebnis mit den graufiltern sieht für mich furchtbar aus, so ein blauer farbstich! und den bringt man ja nicht so leicht weg wie bei fotos in RAW aufgenommen; nun habe ich die belichtungszeit beliebig verkürzt, bin sogar auf unter 1/1000 gegangen und kann beim besten willen kaum unterschiede im film feststellen, außer: es handelt sich um szenen wo viel bewegung ist, besonders bei sich drehenden rädern,diese spielen dann schon sichtlich verrückt
    meine frage an dich und an das forum: kann man beim filmen bei eher ruhigen objekten die belichtungszeit (beinahe) beliebig verkürzen? ist die 1/50 sec. eher nur theorie? im endeffekt könnte man dann den graufilter weglassen und bequem mit der belichtungszeit auf die gewünschte blende kommen, was ja besonders bei der D5200 sehr praktisch wäre, da man hier für die blendeneinstellung liveview verlassen muss.

    vielen dank!
    agrarfoto

  25. Hi
    vielen dank für die hilfreichen Tipps. Werde es jetzt auch noch mal probieren mit dem Filmen bisher kam nur schrott raus. Aber dank dieser Tipps dürfte wohl was machbar sein

  26. Hallo, super Artikel, aber kurze Frage.
    Ich filme hauptsächlich Bouldervideos (Klettern) siehe (https://vimeo.com/49517204) wo es nicht darum geht etwas freizustellen, sondern wo alles eigentlich durchgängig scharf sein soll. Macht es dann nicht mehr Sinn eine kleine Blende zB: 11 einzustellen und nicht mit Offenblende zu arbeiten? Filme mit der Sony a57 – 50fps.

    Oder habe ich jetzt was komplett falsch verstanden, was die Blende und den damit verbundenen Schärfeverlauf angeht.

    Für die Detailaufnahmen verwende ich schon den Schärfeverlauf im A-Modus, aber wenn ich dann den kompletten Durchstieg filme, sollte immer alles scharf bleiben und nicht nur der Akteur.

    Mfg Maiurb

  27. J. Gates 18. Januar 2012, 19:28   »

    Ein klasse Artikel, welcher Einsteigern gekonnt die wichtigsten Aspekte für das Filmen nahe bringt, umgangssprachlich und seriös. Ich habe mich sehr über die Informationen gefreut und werde direkt verschiedene Film-Modi mit meiner D5100 ausprobieren. :)

    Liebe Grüße

  28. sprung achim 30. Oktober 2011, 17:00   »

    Hallo Gunther,erstmal DANKE für die tollen und informativen Tipps.
    Nun meine Frage zu den Graufiltern, habe nun 2 objektive mit leider versch. durchmesser, 1 WW 10-24, 1 Tele 28-250,
    jetzt weiss ich nicht für welches ich die graufilter am besten verwenden soll. Kannst mir einen Tipp geben ??
    Vorerst Danke für die Hilfe

    Gruss
    Achim

    • Kauf Dir doch den Graufilter für das größere Gewinde und dazu einen adaper für das kleinere. So rum funktioniert das problemlos und der Adapterring kostet nur einen Bruchteil eines Filters.
      Beste Grüße, Gunther

  29. Mr.Burns 8. Juni 2011, 14:34   »

    Hallo Gunter,

    danke für Deine Antwort.
    Hast Du mal probiert anstatt Modus A den Modus S zu wählen und eine Zeit einzustellen? Geht das?
    (kann z.Zt. nicht testen, da meine D5100 wg. Artefakten beim Filmen beim Nikon-Service ist :-( )

  30. Mr.Burns 8. Juni 2011, 14:00   »

    Hallo Gunther,

    Du schreibst hier in deinem Artikel:

    >In vielen Tutorials wird immer wieder empfohlen, als >Belichtungszeit den doppelten Wert der Framerate zu >nutzen. Bei Aufnahmen mit 50fps also 1⁄100 Sek., bei >25fps 1⁄50 Sek. usw

    Du schreibst auch, dass Du Dir die D5100 zugelegt hast.
    Nun meines Wissens kann man bei der D5100 die Belichtungszeit aber nicht einstellen.
    Wie macht man dass nun mit der Belichtungszeit und der Formel “1/(Framerate *2)” und der D5100?

    Danke für jegliche Art von Tipp/Hilfe!

    • Bei der D5100 geht das leider, leider nicht. Warum Nikon hier den manuellen Modus weggelassen hat wissen sie wohl nur selbst – wenn überhaupt. Wie man ohne klarkommt hatte ich ja hier schon beschreiben. Du kannst nur die Blende festlegen, wenn Du im A-Modus filmst. Die Zeit und ISO wählt die Kamera automatisch, zeigt sie aber idiotischerweise im Display nicht richtig an.
      Ich nehme allerdings an, dass die Automatik erst dann ISO hochregelt, wenn die Zeit nach obiger Regel erreicht ist, alles andere würde keinen Sinn machen. Das vorausgesetzt, ist es schon sinnvoll auch bei den kleinen Nikons die Lichtmenge z.B. durch Graufilter zu begrenzen um zu längeren Zeiten zu kommen.
      Spiel doch einmal ein bisschen mit der Cam. Halte sie z.B. vor Deinen Monitor, bei kurzen Zeiten siehst du Interferenzstreifen. Daran kannst Du absehen, ob die Kamera die Zeit ändert oder nicht.

    • Hier noch ein Nachtrag: Es scheint doch möglich zu sein, die “kleinen” Nikons auszutricksen, um Zeit und ISO festzusetzen.

      Die Idee ist, alle Einstellungen manuell vorzunehmen, dann AE-L zu drücken und dann in den Liveview zu wechseln.

      Das Problem dabei ist, dass die Kamera im Moment wo Du den Live-View aktivierst eine Neubewertung der Belichtungssituation vornimmt und diese dann speichert.

      Mit folgendem Trick scheint es aber zu funktionieren:

      • Wähle Zeit, Blende und ISO im M Modus, so wie sie für Dich passen, zur Not mit einigen Probeaufnahmen. Live-View ist aus!
      • Schaue nun durch den Sucher und suche Dir einen Bildausschnitt, in dem der +/- Belichtungsbalken bei 0 steht (korrekte Belichtung).
      • Speichere mit der AE-L Taste die Belichtung.
      • Wechsle nun in den Liveview. Die Kamera macht eine Neubewertung stellt aber fest, dass alles in Ordnung ist und behält Deine Werte (wenn alles in Ordnung ist! Das geht z.B. nicht, wenn unmögliche Zeiten (z.B. kürzer als 1/30) eingestellt sind.
      • Nun ist die Belichtung gelockt und Du kannst damit filmen.

      Das ganze ist ein bisschen umständlich, scheint aber letzen Endes zum gewünschten Ergebnis zu führen.

      Bitte berichte mir mal von Deinen Erfahrungen!

      • Mr.Burns 8. Juni 2011, 14:52   »

        Hallo Gunther,

        danke für Deine Antwort, habe soeben auch einen Thread (in englisch) genau darüber gelesen. Dort heißt es aber, dass dies wohl nur mit der ‘kleineren’ D3100, nicht aber mit der D5100 gehen soll.
        Vielleicht kann das man jemand testen, der eine D5100 zur Hand hat?
        (Meine ist wie gesagt beim Nikon-Service)

  31. […] Woche bin ich durch diesen Bericht von Gunther auf einen sehr preiswerten variablen Graufilter aufmerksam geworden. Sowas kannte ich bisher nur […]

  32. Thomas 2. Juni 2011, 11:50   »

    Hallo nochmal, (und nur kurz weil doch etwas OT)

    hab mir die Videoprogramme mal etwas angesehen, aufgefallen sind mir:
    Adobe Premiere Elements
    MAGIX Video deluxe 17 Premium
    Corel Video Studio X4

    Könnt ihr davon eins empfehlen, oder gibts was besseres (für Nikon und Windows 7 64bit) vor allem auch zur Farb- u. Belichtungskorrektur. Will die Videos in Foto-Präsentationen mit m.objects einbinden, daher ist Schnitt zumindest jetzt am Anfang nicht so wichtig.

  33. Thomas 2. Juni 2011, 10:20   »

    Tag Markus,

    ja von Canon kenne ich solche Dinge. Ich habe neulich das interessante Buch von Lancaster “DSLR Cinema” gelesen, der spricht von “flat picture style” und da wird dann viel mit Magic Bullet gemacht. Allerdings auch auf schon etwas abgehobenem Niveau.

    Zum Vario ND:
    hab erst einen Test zum neuen Vario von Heliopan 0,3-2,0 gesehen. Der bringt auch bei 6 Blenden kaum Farbabweichung (zumindest an der Canon)und soll besser sein als die festen ND vom gleichen Hersteller – für das “Schnäppchen” von 200 €!

  34. Thomas 1. Juni 2011, 18:38   »

    Klasse Bericht. Wenn man die Abbildungen sieht, dann fängt man erst richtig zum Nachdenken an.

    Ich hätt aber noch zwei Fragen zu den ND-Filtern:

    Ich habe bisher nur den B+W ND1,8 für 6 Blenden, aber der verursacht an meiner D300s schon so eine auffällige Rotfärbung dass JPEGs völlig unbrauchbar wären.
    Mit RAW und Lightroom bekommt man’s dann hin.

    Wie ist das bei Euch, habt Ihr bei 1,8 auch schon einen so deutlichen Farbstich beim Fotografieren?

    Und: gibt’s eigentlich im DSLR-Videobereich eine Software, die einigermaßen professionelle (klar nicht wie in RAW) Farb- und Belichtungskorrekturen erlaubt?

    • Hallo Thomas,
      zum Thema Korrektur-Möglichkeiten kannst Du Dir mal den kürzlich erschienen Technicolor CineStyle (für Canon) anschauen. Habe kürzlich noch darüber gebloggt.
      Es gibt bei Canon (Nikon kA) verschiedene Picture Styles, die den Aufnahmen etwas mehr Dynamik verleihen.
      Die Aufnahmen wirken dann anfänglich etwas farb- und kontrastlos, lassen sich dann aber in z.B. Adobe Premiere oder Final Cut extrem aufbessern.
      Schau mal nach Technicolor CineStyle und S-Curve LUT Table, da wirst Du fündig.

    • Hallo Thomas, soweit ich weiß führen alle ND Filter zu gewissen Farbverschiebungen. Bei meinem Haida ND 1000 geht es ins Blaue, bei den B+W Filtern geht es eher ins Rot. Lässt sich alles hervorragend korrigieren, da es nur Verschiebungen sind. Mit Lightroom sowieso – und bei den Videoprogrammen kenne ich keines, dass nicht Farbkorrekturfilter mitbringt, vom einfachen bis hin zum 3 Wege Korrekturfilter. Da muss man dann etwas experimentieren.

  35. Hallo Gunther, wieder mal ein genialer Artikel, der mir sehr geholfen. Zwar nicht in Punkto filmen, da ich aus meiner D90 noch nicht schlau geworden bin, was filmen angeht aber der Filter lässt sich ja wunderbar in der Fotografie zum Thema bewegendes Wasser einsetzen. Ich wusste garnicht das es sowas gibt. Wenn man bedenkt bis auf eine 400x Belichtung zu kommen. Dann sind ja Bewegungsunschärfeeffekte in der prallen Mittagssonne möglich. Genial ;-)

    Vielen Dank für den Artikel

    • Olli, wenn den Filter nur zum Fotografieren einsetzen willst, dann empfehle ich Dir einen ND-1000, damit kannst Du 1000x solange belichten, sprich der schenkt Dir 10 Blendenstufen.
      400x hört sich zwar schon viel an, aber für Langzeitfotos, wie das in dem Artikel gezeigte, kann es nicht lang genug sein.

      Ein sehr günstiger und doch sehr guter Filter ist der Haida ND-1000, der liegt zwischen 30€ und 40€ – für die meisten anderen musst Du gleich mindestens einen Hunni hinlegen.

      Ich selbst nutze den Haida und die Qualität ist meines Erachtens nach absolut vergleichbar mit den teureren. Ich schreibe dazu in Kürze mal einen Artikel.

  36. Hallo Gunther,
    jetzt fühle ich mich doch ein bißchen geehrt, mit meiner Frage einen neuen Artikel angestoßen zu haben. ;-)
    Besten Dank für die wie immer ausführliche Darstellung mit vielen interessanten Hintergründen!
    Bei meiner 60D mit max. 50fps im PAL-Modus werde ich von den “gewohnten” 100ms nun etwas variieren, der Graufilter ist allerdings schon bestellt.

    Vielleicht ergänzt Du noch den Punkt, dass man man fps und Belichtungszeit auch anhand der geografischen Lage ausrichten kann/sollte.
    In Europa haben wir es z.B. mit einer Netzfrequenz von 50Hz im Stromnetz zu tun, was bei Aufnahmen in Umgebungen mit Kunstlicht zum Tragen kommt. Eine Belichtungszeit von 50ms (bzw. Vielfachen davon, 100ms, 150ms, usw.) “deckt” sich mit dieser Frequenz und alles ist gut. Bei abweichenden Belichtungszeiten von 60ms, 70ms, o.ä. kommt es bei den Aufnahmen zu einem Flackern der Lichter, das sehr unschön aussieht.
    Für die USA (Netzfrequenz 60Hz) gilt dies dann entsprechend (60ms, 120ms, o.ä.).
    Nochmals besten Dank für Deine Arbeit! ;-)

    • Markus, danke für den Hinweis bezüglich des Kunstlicht-Einflusses. Allerdings möchte ich Dir ein klein bisschen widersprechen, was die “Vielfachen” oder eher “Bruchteile” der Belichtungszeit angeht. In Deutschland, mit 50Hz Netzfrequenz, sollte man dann wirklich eher mit 1/50Sek belichten – länger ist meiner Erfahrung nach nicht schlimm, also auch 1/30 ist okay. Kürzer allerdings, wie Du es schreibst – 1/70 aber auch 1/100 oder 1/150 führt zu flackern, weil nur ein Teil der Phase des Lichts (welches ja je nach Leuchtmittel stärker oder schwächer pulsiert) aufgenommen wird. Da die Belichtungszeit der Kamera nie 100%ig mit der Phase des Netzes übereinstimmt, bekommt man selbst bei geraden “Vielfachen” dann Phasenverschiebungen, die sich in durchlaufenden Mustern o.ä. äußern.
      Also ist auch dieser Effekt auf jeden Fall ein Grund, mit langen Belichtungszeiten zu filmen.

      • Hallo Gunther,
        das bringt im wahrsten Sinne noch etwas mehr “Licht in mein Dunkel”, danke für die Korrekturen!

      • Du widersprichst Dich aber ein bisschen, was Du im Artikel geschrieben hast. Da schreibst Du: “Je höher die Framerate, um so irrelevanter […] Wenn Ihr mit 60fps filmt, werdet ihr vermutlich kaum einen Unterschied mehr feststellen, ob ihr kurz oder lang belichtet. Schon bei 30fps müsst ihr genau hinsehen.”

        In der Antwort auf Markus’ Kommentar schreibst Du: ” In Deutschland, mit 50Hz Netzfrequenz, sollte man dann wirklich eher mit 1⁄50Sek belichten – länger ist meiner Erfahrung nach nicht schlimm, also auch 1⁄30 ist okay. Kürzer allerdings, wie Du es schreibst – 1⁄70 aber auch 1⁄100 oder 1⁄150 führt zu flackern”.

        Grundsätzlich würde ich nicht mit 30fps oder 60fps filmen, sondern immer mit 25fps oder 50fps, da man hier auch mal kürzer Belichten kann, ohne ein Flimmern oder Flackern zu riskieren.

        Ich hatte nämlich just ein Shooting und hatte auf Deinen Rat hin mit 30fps statt 25fps gedreht. Teilweise musste ich auch mit 1/160 drehen und kann das Material in die Tonne schmeissen, weil ein hässliches Flimmern/Flackern im Bild ist. Mit 25 fps hatte ich solche Problem noch nie.

        • Hallo Sascha,
          was Du beschreibst ist ein Problem, das durch Interferenzen zwischen Kunstlicht mit eine Netzspannung von 50Hz und den dann eingestellten 30fps zustande kommt. Wenn Du mit Kunstlicht arbeitest, sind 25fps sicher, allerdings solltest du auch hier dann auf eher lange Belichtungszeiten achten, damit es nicht doch Interferenzen gibt. In meinem Artikel bezog ich mich auf Außenaufnahmen bei natürlichem Licht.
          Grüße
          Gunther

  37. Kenny 31. Mai 2011, 07:34   »

    Hey Gunther,

    da kann ich nur eins sagen, perfekt beschrieben. Mit diesem Artikel bringst du wirklich Licht ins dunkle.
    P.S. ich habe Dich nicht vergessen. Mittlerweile habe ich fast alle Teile bestellen können, sodass wenn alles klar geht nächste Woche alles gefertigt werden kann.

    Viele Grüße
    Kenny

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