Das 3×3 für bessere Fotos – Teil 2 – Selektieren

13102015

Im zweiten Teil des “3×3 für bessere Fotos” geht es heute um das Selektieren. Nachdem ich im ersten Teil ja über wichtige Erfolgsfaktoren beim Fotografieren gesprochen habe, werde ich euch heute zeigen, wie ihr effizient und ohne Stress zu einer Auswahl eurer allerbesten Fotos kommt.

Das 3x3 für bessere Fotos, Portfolios und Präsentationen | gwegner.de

Schritt II: Selektieren

Der weltberühmte Fotograf Ansel Adams hat einmal gesagt: Zwölf gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute. Als Übung empfehle ich euch am Ende eines jeden Jahres im Sinne eines Jahresrückblicks für jeden Monat genau ein Foto, das Beste eben dieses Monats, auszuwählen. Ich verspreche euch: das ist alles andere als einfach! Ich mache das nun schon seit einigen Jahren in meinem Jahresrückblick hier auf gwegner.de – schaut da gerne mal rein. Natürlich braucht ihr nicht bis zum Jahresende damit warten, nehmt euch doch einfach mal zum Spaß 2 Stunden Zeit, um die Bilder vom letzten Jahr zu sichten und die Highlights heraus zu suchen.

Hirte, Isla del Sol, Titicacasee, Bolivien

Ganz bewusst habe ich das Selektieren vor das Bearbeiten gestellt. Was macht es für einen Sinn, Bilder zu bearbeiten, die ohnehin nicht gezeigt werden sollen?

Hier mal meine Regeln für das Selektieren:

II.1 Werft technisch schlechte Bilder kompromisslos weg.

Total unscharf? → Gleich aussortieren.

Etwas unscharf? → Aussortieren.

Die Schärfe liegt an der falschen Stelle? → Aussortieren!

Das Bild ist extrem überbelichtet (ausgefressene Lichter) ? → Aussortieren.

Es war aber doch so schön dort! → Mag ja sein, dass es dort schön war, aber offenbar hat das Bild technische Mängel. Und zeigen tut ihr ja nur das Bild, nicht eure Emotionen, die damit verknüpft sind. Wenn das Bild unwiederbringlichen ideellen Wert für euch hat, dann löscht es eben nicht – aber veröffentlicht bzw. zeigt es nicht.

II.2 Beschränkt euch aufs Wesentliche!

Zeigt also nicht 1.200 Fotos, wenn ihr von einer Reise wieder kommt – zeigt auch nicht 500. Beschränkt euch auf maximal 100-150. Und das ist schon viel!
Streicht auch die Anzahl der Fotos, die ihr auf Flickr, Facebook oder auf eurer Webseite veröffentlichen wollt, nachdem ihr sie endgültig selektiert habt, nochmal auf die Hälfte zusammen.

Setzt euch von vornherein eine Obergrenze. Wie bei dem Jahresrückblick.

Und dann: Sortiert aus. Ich weiß, das ist schwer. Ihr werdet fluchen. Ihr werdet glauben, es ginge nicht. Die Bilder sind doch alle wichtig. Sie sind doch essenziell!

Nein – glaubt mir – das sind sie, wenn überhaupt, nur für euch selbst. Nicht für diejenigen, denen ihr sie zeigen wollt!

Streicht radikal zusammen. Streicht solange, bis nur noch echte “Wow-Bilder” in der Auswahl sind. Und dann streicht nochmal.

Wie das mit dem “Streichen” in Lightroom ganz einfach und stressfrei geht, erkläre ich weiter unten.

Zeigt Bilder vom gleichen Motiv nicht mehrfach. Nein, auch nicht wenn die Perspektive anders ist. Habt ihr schon ein ähnliches Bild drin? Entscheidet euch für das Bessere! Weniger ist mehr!

Hirtin, Isla del Sol, Titicacasee, Bolivien

Hier mal drei psychologische Überlegungen, die ihr euch immer wieder vor Augen führen solltet:

  1. Der Betrachter beurteilt nur die Bilder, die ihr im zeigt, nicht diejenigen, die ihr ihm nicht zeigt. Er kennt sie nicht, also verpasst er auch nichts.
  2. 10 großartige Bilder hinterlassen einen besseren Eindruck als 10 großartige + 10 mittelmäßige. Also zeigt nur die großartigen.
  3. Das schlechteste gezeigte Foto sollte die Messlatte sein, nicht das Beste.

II.3 Nehmt euch Zeit, betrachtet eure Fotos mit dem nötigen Abstand.

Hirtin, Isla del Sol, Titicacasee, Bolivien

Auch wenn es verlockend erscheint, gleich nach dem Urlaub die Bilder zu zeigen oder gleich nach einem Shooting die Fotos zu bearbeiten, zwei Stunden später bei Instagram oder Flickr einzustellen und eure Follower bei Twitter darüber zu informieren: ich rate davon ab. Ja, auch wenn die “Fans” noch so drängeln.

Lasst stattdessen etwas Zeit vergehen, bevor Ihr eine Auswahl an Bildern zeigt oder ins Netz stellt. Schaut euch die Auswahl mit einigen Tagen Abstand noch einmal an. Welche Bilder könnt ihr noch weglassen? Nehmt sie raus. Prüft auch noch einmal mit Abstand die Bearbeitung. Wo seht ihr noch Verbesserungsmöglichkeiten? Bearbeitet ruhig noch einmal nach. Mit Programmen wie Lightroom gibt es keine Qualitätsverluste bei mehrfacher Bearbeitung. Alle Bearbeitungsschritte werden immer wieder auf das Ausgangsmaterial angewendet.

Gerade bei der Bildbearbeitung stellt sich mit der Zeit ein Gewohnheitseffekt ein. Wenn ihr zwei Stunden lang Bilder bearbeitet habt, könnt ihr nicht mehr beurteilen, ob die Ergebnisse perfekt sind oder nicht. Eure Augen und euer Gehirn haben sich an die Farben und die Bilder gewöhnt und finden sie toll. Wenn ihr die gleichen Bilder nach einigen Tagen nochmal „frisch“ betrachtet, werde ihr sie mit ziemlicher Sicherheit noch verbessern können. Wenn ihr sie euch nach einigen Monaten anschaut, fragt ihr euch vielleicht, warum ihr ausgerechnet diese Bilder so bearbeitet habt – ihr würdet es jetzt definitiv anders – und ziemlich sicher auch noch besser – machen. Das ist normal.

Bäuerin auf des Isla del Sol, Titicacasee, Bolivien

Stressfreies Selektieren der Bilder in Lightroom

Wenn ihr meine Tipps oben gelesen habt, insbesondere zum Thema “Aussortieren”, hat euch vermutlich ein mulmiges Gefühl beschlichen. Die schönen Bilder aussortierten? Vielleicht sogar löschen? Nee – da hängen doch so viele Erinnerungen dran!

Das ist völlig normal und auch gut so. Mir ging es viele Jahre lang auch so – das Aussortieren von Bildern war für mich immer ein großer Stress und da ich mich nicht von ihnen trennen konnte blieben immer viel zu viele Bilder übrig.

Aber dann habe ich einen Weg gefunden, diesen Stress total zu eliminieren und ganz einfach zu eine schlanken aber guten Auswahl der besten Bilder zu kommen. Und zwar, in dem ich den “negativen” Ansatz Bilder zu löschen durch einen “positiven” ersetzt habe: nämlich die Perlen “hochzustufen” und die anderen einfach nur bis auf weiteres auszublenden. Und mit Lightroom geht das ganz einfach!

Zum Selektieren der Bilder in Lightroom gehe ich wie folgt vor:

  1. Ich gehe schnell durch die Bilder und drücke bei denen, die ich besonders spannend finde und bei denen ich richtig Lust habe, sie jetzt zu bearbeiten, die Taste “1” – dadurch erhalten sie einen Stern. Dieses Betrachten erfolgt in der Bildschirmansicht aber ich zoome nicht hinein, um die Schärfe zu prüfen. Das dauert zu lange. Das mache ich später auf den selektierten Bildern. Für jedes Bild brauche ich nicht mehr als 1-2 Sekunden, um zu entscheiden, ob ich es in die engere Auswahl nehme.
  2. Nur bei Bildern die auf den ersten Blick technisch wirklich schlecht sind (siehe oben) drücke ich “x” – damit werden sie zum Löschen markiert. Alle anderen Bilder bleiben erhalten, bekommen aber keinen Stern. Um diese kann ich mich ggf. später noch kümmern.
  3. Nach diesem ersten Durchgang setze ich den Filter in der Lightroom Bibliothek auf >=1 Stern und sehe so nur noch die ausgewählten.
  4. Sollten es immer noch zu viele Bilder zum Bearbeiten sein, gehe ich noch einmal durch und markiere diejenigen, die ich nun wirklich jetzt bearbeiten will mit zwei Sternen (Taste “2“). Dann setze ich den Filter auf >=2 Sterne.

Street-Art in La Paz, Bolivien

Nur die nun noch übrig gebliebenen Bilder bearbeite ich.

Durch diesen psychologisch “positiven” Ansatz, bei dem ich wenn überhaupt nur wirklich technisch schlechte Bilder lösche, und die anderen alle behalte, aber zum großen Teil eben erstmal nicht auswähle, entsteht viel weniger Stress – da ich eben nicht bei jedem Bild entscheiden muss, ob ich es lösche oder nicht. Die Entscheidung, Bilder endgültig zu löschen fällt nämlich in der Regel niemandem leicht, sie verursacht Stress und kostet dementsprechend zu viel Zeit und Nerven. Durch die von mir gewählte positive Art, erstmal die allerbesten Bilder auszuwählen, ohne mich von den anderen trennen zu müssen, komme ich jedoch sehr schnell zu einer sehr guten Auswahl der zeigenswerten Bilder, da ich für die Bearbeitung eben nur diejenigen Bilder selektiere, die mich in dem Moment, wo ich sie zum ersten Mal in groß sehe ganz besonders ansprechen und bei denen ich richtig Lust darauf habe, sie zu bearbeiten. Alle weiteren Bilder sind ja nach wie vor da, nur eben im Moment nicht sichtbar. Später kann ich jederzeit wieder in den Ordner gehen und den Filter reduzieren, so dass ich die zunächst zurückgestellten Bilder wieder sehe.

Sollte sich später beim Bearbeiten herausstellen, dass eines der selektierten Bilder unscharf ist, dann kann ich immer noch den Filter deaktivieren und mir eines der benachbarten Bilder heraussuchen (meist macht man ja mehrere Bilder von einem Motiv) und diesem die gewünschte Anzahl Sterne geben und das unscharfe Bild mit “x” zum Löschen markieren. Dann setze ich den Filter wieder und habe so anstatt des unscharfen das scharfe Bild selektiert.

Dieser von mir gewählte Ansatz funktioniert so gut, da Speicherplatz heute so gut wie keine Rolle mehr spielt. Festplatten sind super günstig geworden, da lohnt sich der Aufwand nicht, wertvolle Zeit und Nerven für das Löschen von Bildern aufzubringen.

Nach der Bearbeitung erhält jedes Bild dann 3*. Auf die Art weiß ich, dass alle Bilder, die 3* haben, bereits bearbeitet sind.

Danach gehe ich noch einmal durch und markiere diejenigen, die ich wirklich zeigen möchte mit 4*. Und dann gehe ich noch einmal durch und markiere diejenigen, die ich wirklich, wirklich zeigen möchte, mit 5*.

La Paz, Bolivien

Ergebnis

Wenn ihr das konsequent so macht, habt ihr mit ganz einfachen Mitteln und ohne Zusatzaufwand eine durchgehende und sehr praktische Bewertungshierarchie für eure Bilder geschaffen:

  • Die absoluten Highlights haben 5 Sterne
  • Wenn es ein paar mehr Bilder sein sollen, geht ihr auf >=4 Sterne. Bearbeitete Highlights.
  • Alles was größer oder gleich 3 Sterne ist, ist bearbeitet
  • Durch entsprechendes Setzen des Filters könnt ihr mehr oder weniger Bilder anzeigen.
  • Wenn ihr mal Lust habt, Bilder zu bearbeiten, setzt einfach den Filter z.B. auf =1* – das wären die zunächst selektierten aber noch nicht bearbeiteten.
  • Je mehr Bilder ihr angezeigt haben wollt, um so niedriger die “Sternchen-Anzahl” für den Filter.
  • Je weniger und “hochwertigere” Bilder ihr angezeigt haben möchtet, um so höher die “Sternchen-Anzahl” für den Filter.
  • u.s.w…

Mit dieser Technik wird nun z.B. auch das Erstellen eines Kalenders oder Jahresrückblicks recht einfach, da Lightroom die Filter ja auch ordnerübergreifend anwendet. Wenn ihr z.B. alle Bilder von 2015 anzeigen lasst und den Filter auf 5* setzt, habt ihr schon eine hervorragende Basis, da ihr die absoluten Perlen von 2015 angezeigt bekommt!

Und nun – viel Spaß beim Selektieren – ein Vorgang der mir früher viel Stress bereitet hat und mir heute, mit der hier vorgestellten Technik sogar eine Menge Spaß macht!

In der nächsten Folge geht es dann um das richtige und effiziente Bearbeiten der “Highlights”!
Bis dahin,

Euer Gunther!

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76 Kommentare bisher


  1. Monika 22. März 2017, 20:12   »

    Hallo Gunther

    Das 3×3 ist eine tolle Reihe, konnte schon viel für mich und meinen Workflow adaptieren und hat mir sehr geholfen! Danke dafür!

    Habe nun versucht wenn ich einige Bilder (zB alle die zu einem Pano gehören) in einen Stapel gruppiere, allen Bildern im ganzen Stapel mit einem Schlag die gleiche Anzahl Sterne zu geben. Gibts dazu einen Trick? Hat irgendwie nicht funktioniert in der Art wie ich es probiert habe und konnte dazu auch nichts ergooglen, das funktionierte.

    Eine Frage noch aber hier etwas Off-Topic: wenn ich in LR virtuelle Kopien in meinen Zeitrafferordnern machen, beeinflusst das den Workflow von LRT oder ist das ok? Hatte die Tage ein Bild aus einem solchen Workflow bearbeiten wollen als Einzelbild und dazu eine virtuelle Kopie erstellt.

    Viele Grüsse
    Monika

    • zu 1.) Warum solltest Du das tun? Ich würde das fertige Pano ganz oben auf den Stapel packen, und dem die Sterne geben. Die Einzelbilder darunter interessieren dann doch normalerweise gar nicht mehr…
      zu 2.) LRTExport sollte die virtuellen Kopien eigentlich rausfiltern, probier das aber bitte nochmal (ich mache das eigentlich nie)

      • Monika 23. März 2017, 07:28   »

        1) das fertige Pano ist dann schon oben im Stapel. Gebe aber den einzelnen Bildern auch eine 2 wenn ich das pano zusammensetzen / bearbeiten will. Entweder gebe ich jedem Einzelbild zwei Sterne oder wenn ich dann mit dem Filter (Auswahl = 2*) am bearbeiten bin, muss ich den Filter zum bearbeiten der Panos löschen. Oder ich nehme die Panoaus den normalen Workflow raus und mache es mit Farben, wie du weiter unten erwähnt hast und bearbeite diese separat….

        2) Danke, habe es mit einer Sequenz getestet und hat funktioniert, hat die virtuellen Kopien nicht exportiert.

  2. René Muster 23. Februar 2017, 13:38   »

    Hallo Gunther
    Das Programm Lightroom habe ich leider noch nicht. Was ich auf Deiner Seite bisher gelesen habe tönt sehr überzeugend. So kann ich auch endlich Ordnung in meine Bilder bringen. Das wird sicherlich eine meiner nächsten Anschaffungen.

    liebe Grüsse Röne

  3. René Muster 23. Februar 2017, 13:30   »

    Guten Tag Gunther
    Eher durch Zufall bin ich auf Deine Site gekommen. Absolut genial. Sehr hilfreich. Wie oft bin ich beim Lesen ins schmunzeln gekommen und mich selbst in Deinen Formulierungen gesehen. Bisher habe ich auch eher geknipst und nicht systematisch fotografiert. Ohne das bisher gelesene angewendet zu haben bin ich an einem kleinen “Projekt”. Ich will einen Kalender gestalten. Die Motive sind sehr alte historische Bürogeräte. Auf demselben Kalenderblatt etwas analoges aus der Natur gegenübergestellt. Nun habe ich begonnen Deine Lektionen zu lesen und denke dass ich da einiges anders machen sollte. Aber ich ziehe das so durch und mache für 2019 dann eine mit dem Wissen welches ich von Deiner Homepage gelernt habe. Bin nicht sicher dass ich all die Museumsstücke wieder vor die Linse bekomme.
    Bei dieser Art des Fotografierens merkte ich wie schwer es ist Objekte zu fotografieren. Dazu baute ich mir ein Fotozelt 1m x 1m x 1m. Es ist so gebaut, dass ich es zusammenklappen kann und es somit transportierbar ist. Das kann ich mit verschiedenfarbigen Tüchern einhüllen und hinterlegen. Auch mit der Beleuchtung habe ich damit viele Möglichkeiten.
    Nun freue ich mich auf das nächste Mal wenn ich wieder (zum Beispiel wie letzten Sonntag) Bieberspuren fotografieren gehe. Weil ich nun endlich weiss wie man ein Histogramm interpretiert und es aussehen sollte.
    Herzlichen Dank für Deine aussergewöhnlich tolle Seite.
    Liebe Grüsse Röne

  4. […] Dieses Aussortieren bis am Ende ein einziges Foto übrig bleibt dauert vielen zu lange. Dabei ist es für eine übersichtliche Bilderdatenbank ein Vorteil, die weniger guten von den genialen Fotos trennen zu können. Ich benutze dafür das Bewertungsverfahren, wie es Gunter Wegner in einem Blogartikel beschreibt. […]

  5. Super Artikel. Das erste Mal das ich eine für mich nachvollziehbaren Gedankengang lese der Dauerhaft aufrecht zu erhalten ist.

  6. Sebastian 14. Februar 2016, 12:33   »

    Hallo Gunther,

    danke diese Tipps sind toll, die Sternmarkierung so global einzusetzen. Eine Frage noch dazu:
    Wie markierst du Panoramas, HDRs, TimeLaps? mit jeweils einer klassifizierten Farbmarkierung?

    Wie markierst du Fotos, die du zum Ausbelichten (Fotoabzüge) gesendet hast? Nutzt du hierbei den Softproof und nur einen Anbieter?

    Danke und Gruß

    Sebastian

    PS: Nochmal Lob für deine anderen Artikel! :)

    • Für Panoramas und HDR nehme ich Rot und Gelb, jeweils im Wechsel – falls mehrere Panos / HDRs hintereinander sind, kann man sie so gut auseinanderhalten.
      Ansonsten wenn ich etwas drucken lassen will, nutze ich meist die Schnellsammlung oder eine andere Sammlung und die Bilder zusammenzustellen.

  7. Danke. Nur so geht das Sortieren!

  8. DANKE & LG aus Wien!

  9. Ingomar Öhler 3. Dezember 2015, 10:01   »

    Lieber Gunther Gwegner!
    Ich danke einfach für Ihre offenen Meinungen rund ums
    Photgrafieren.
    Ihre Abwechslung in den Briefen ist sehr wertvoll
    und für mich hilfreich:
    Sei es Ausrüstung, Phototechnik, Bearbeitung, Archivierung, …, Alles kann ich sehr gut gebrauchen und
    ich würde gerne einmal eine PhotoWoche mit Ihnen verbringen, damit ich (meine Bilder!) noch besser werde.
    Leider waren bis dato Ihre Reisen für mich zu teuer oder
    die Termine nicht passend.

    Gruß&Dank
    Ingomar Öhler

    A-6500 Landeck
    Stanz 107
    Österreich

  10. Thorsten 3. November 2015, 18:54   »

    Hallo Gunther,
    danke für diesen tollen Artikel. Ich beschäftige mich erst seit Anfang des Jahres mit Lightroom und hatte mir intuitiv eine Methode angeeignet, die mich auch ständig vor das von Dir angesprochene Problem gestellt hat. Mit den letzten Urlaubsbilder habe ich auf Dein Verfahren umgestellt und bin schier begeistert. Das hätte ich früher kennen müssen, da ich mir dann einiges an Zeit hätte sparen können.

    Ich finde die bisherigen Folgen gigantisch. Einfach gehalten, für jedemann gut verständlich und praktisch oritiert. Was möchte man mehr? Ich werde Deine Beschreibungen definitiv weiter empfehlen und freue mich auch die Vorsetzungen.

    Gruß
    Thorsten

  11. Hallo Gunther,

    Danke für die Tipps bzgl des Aussortierens. ich finde Sie sehr hilfreich und werde meine Methode zugunsten Deines Vorschlages in Frage stellen.
    Ich möchte Dich trotzdem gerne challengen :-). Du schreibst, man sollte nicht mehrere Bilder mit ähnlichem Motiv aussuchen. Nun hast Du in Deiner Serie des 3×3 etliche Bilder der Hirten in Bolivien ausgesucht. Die meisten gefallen mir gut, meine Frage ist aber: Welches würdest Du wählen, wenn Du nur ein einziges zeigen könntest, und wie lange brauchst Du ehrlicherweise für die Entscheidung? :-). Danke für einen Einblick in Deine Fotographenseele. Dirk

    • Hallo Dirk,
      diese Bilder verstehe ich als Serie. Sie zeigen ja nicht dasselbe Motiv, das der Fall gewesen, wenn ich den gleichen Hirten mehrfach gezeigt hätte. Serien können sehr interessant sein und sind ein wichtiges Stilmittel bei der Präsentation. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, die Artikel mit Serien zu illustrieren.
      Ich kann Dir trotzdem nach einmaligem schnellen draufschauen sagen, dass mir persönlich Bild zwei am besten gefällt, die Hirtin hinter den unscharfen Eseln… :-)
      Beste Grüße
      Gunther

  12. Andreas 26. Oktober 2015, 09:29   »

    Hallo Gunther,
    vielen Dank für diesen Artikel!
    Ich fand ihn sehr hilfreich, denn bisher habe mich in LR immer für die Option “X” oder “P” entschieden, und das brauchte meist viel Zeit, weil “X” nun mal löschen bedeutet und das fällt einem nie leicht, auch nicht mit dem größeren zeitlichen Abstand, mit dem ich immer an das Aussortieren gehe, um emotional nicht mehr ganz so stark involviert zu sein.
    Deine Methode gefällt mir dagegen viel besser und funktioniert bisher auch deutlich schneller, da die Hemmschwelle wesentlich niedriger liegt, einen oder zwei Sterne zu vergeben. Außerdem reduziert sich so nochmal die Menge der Bilder, an die man wirklich Hand anlegt deutlich, so dass man am Ende wieder mehr Zeit zum Fotografieren hat :-)
    Vielen Dank also für die kleine Lehrstunde, mach weiter so!
    Viele Grüße, Andreas

  13. Pölzleitner Georg 25. Oktober 2015, 10:36   »

    Toller Artikel.
    Werde ich sofort anwenden.
    Danke für die tollen Tipps!
    Grüße aus Salzburg
    Georg

  14. Hallo Gunther,
    bewertes Du nur die RAW Dateien oder auch die JPEG’s bzw. haben beide Dateiformate bei Dir immer die gleiche Anzahl von Sternen?

  15. Maximilian 21. Oktober 2015, 13:04   »

    Hallo Gunther,
    wenn du bei Lightroom zusätzlich die Feststelltaste gedrückt hast, dann springst du automatisch zum nächsten Bild, sobald zum Beispiel ein Sternchen vergeben ist. Ich habe dann einen Finger über dem X (löschen), einen Finger über Pfeil nach rechts und einen Finger über der 1 im Ziffernblock. Spart noch ein wenig Zeit.

  16. zum einfacheren aussortieren habe ich mir Smart-Sammlungen mit Filtern angelegt. So muss ich nicht selbst den filter immer ändern und die Fotos hüpfen von einer Sammlung in die nächste oder fallen raus.
    http://blog.servermarco.at/fotografie/lightroom-workflow/

  17. Hallo Gunther,

    wie machst du das in Kombination mit LR-Timelapse, denn LR-Timelapse macht ja bei den Keyframes-Bildern auch 4 Sterne?
    Und wenn du dann alle richtigen 4 Sterne Fotos auswählen willst, sind ja dann leider auch die Keyframes-Bilder dabei.

    Wurde mich um eine Antwort freuen.

    Viele Grüße
    Max

    • Zeitraffer lege ich unter einem anderen Hauptordner, bzw. Laufwerk ab. In Lightroom ist es ja standardmäßig so, dass alle Bilder des aktuellen Ordners und der jeweils untergeordneten angezeigt werden. Dadurch dass die Bereiche “Zeitraffer” und “Fotos” voneinander getrennt sind, sprich zwei unterschiedliche “Überordner” bilden, bekomme ich die Keyframes der Zeitraffer nicht angezeigt, wenn ich mich im Bereich “Fotos” befinde.

  18. Manfred 19. Oktober 2015, 19:42   »

    Hallo Gunther,
    wie gehst du denn beim selektieren der Bilder für diese Webseite vor? Ich persönlich finde z.B. das Bild oben “Hirtin, Isla del Sol, Titicacasee, Bolivien” mit den Eseln im Vordergrund nicht so toll…
    Erstens finde ich das Hauptmotiv sehr klein,
    zweitens finde ich sieht es etwas merkwürdig aus, mit soviel “unscharfen” Eseln im Vordergrund,
    und drittens: Sieht z.B. (auch in der Vergrößerung) um die Eselohren aus wie eine Art Geisterbild…eben irgendwie merkwürdig!
    Aber das ist nur meine, völlig unmassgebliche Meinung, die anderen Bilder gefallen mir aber sehr!
    LG Manfred

    • Hallo Manfred, ich gehe natürlich genauso vor, wie in den Artikel beschrieben.
      Mir persönlich, gefällt das von Dir erwähnte Bild ausgesprochen gut, sonst hätte ich es ja nicht ausgewählt.
      Das schöne an der Fotografie, wie auch an der Kunst im Allgemeinen ist ja, dass sie polarisieren kann.
      Schönen Gruß, Gunther

  19. Hallo Gunther,
    vielen Dank für den sehr hilfreichen Artikel. Ich habe mir auch schon viele Gedanken darüber gemacht, wie am schnellsten die Auswahl einschränkt. Besonders gut finde ich Deinen “positiven” Ansatz beim Aussortieren – kein Stress, etwas zu viel zu löschen. Ich habe das Verfahren noch in meinen Arbeitsablauf integriert. Da ich ohnehin gerne Sammlungen z. B. für “Urlaub 2015 – xxx” verwende, sieht das bei mir jetzt so aus:
    Sammlungssatz mit Bezeichnung des Ereignisses (Urlaub…)
    Smartsammlung # Alle
    Smartsammlung * Vorauswahl
    Smartsammlung ** Entwicklen
    Smartsammlung *** Bearbeitet
    Smartsammlung **** Auswahl
    Smartsammlung ***** Top
    (mit der Bezeichnung ist die Sortierung in LR so wie gewünscht aufsteigend)
    Die Einstellungen für die Smartsammlungen habe ich als Vorlagen exportiert, so ist schnell ein neuer Sammlungssatz erstellt. In # Alle wird auf die Bilder bezug genommen (z.B. über Stichworte oder Ordner, je nachdem – ich habe mir angewöhnt für größere zusammenhängende Importe gleich die passenden Stichworte beim Import zu vergeben). Die weiteren Sammlungen werden dann zusätzlich über die Bewertung eingeschränkt, wie Du das vorgeschlagen hast.
    Hinweis: Fotos, die mit x abgelehnt wurden, können nicht direkt gelöscht werden, wenn man in der Sammlung ist – das kriegt LR nicht hin. Dann muss man doch mal in den Ordner wechseln.
    Danke für Deinen Tipp und die vielen anderen tollen Beiträge!
    Rainer

  20. Alexandra d.G. 18. Oktober 2015, 19:53   »

    Vielen Dank Gunther für den tollen Lehrgang – ich bin gerade durch meine Hunde- Bilder aus dem Mai “geflogen” – von über 700 sind noch 17 übrig geblieben. Und es hat mich nur 10 Minuten gekostet, ganz im Gegensatz zu sonst…Langweilen werde ich damit niemand. Und weil ich nur kurze Zeit pro Bild investiere, fallen die AhA- Bilder gut auf. Herzliche Grüße aus dem Spessart

  21. Danke Gunther für diesen didaktisch wie inhaltlich vorbildlichen Lehrgang, wie man die Spreu vom Korn trennt!

    Bei der Menge der Bilder, die man zwangsläufig erzeugt, kann man nur betonen, wie wichtig eine konsequente und kompromisslose Selektion ist! Viel Erfahrung und ein sicheres Auge sind dabei die Voraussetzung, und auch die nötige Distanz zu den eigenen Bildern. Man muss sie sozusagen mit fremden Augen mustern, um zu einer einigermassen objektiven Beurteilung zu kommen.

    Ich mache es seit Jahren ähnlich wie von dir hier empfohlen, d.h. ich wähle ganz schnell die wirklich sehr guten Bilder aus, für die sich die Investition einer Nachbearbeitung auch wirklich lohnt, und die man dann ja auch öffentlich zeigen kann. Wenn man ehrlich ist, sind das ja nur die wenigsten …

    Andererseits gibt es Bilder, die man nicht aufgrund ihrer ästhetisch-fotografischen Qualitäten, sondern wegen ihres dokumentarischen Wertes behalten möchte – die kann man dann ja anders kennzeichnen, und auch behalten, allerdings ohne sie lange in Lightroom, Photoshop oder im DxO Filmpack weiter zu veredeln.

    Viele Grüsse,
    Markus B.

  22. Hallo Gunther,
    sehr guter Artikel. Ich arbeite auch mit Lightroom, habe aber die Funktion mit der Bewertung leider nicht so gut und konsequent benutzt. Als ich Deinen Artikel gelesen habe, dachte ich nur: klar das ist doch logisch, warum habe ich das nicht auch so gemacht!
    Wieder mal ein Beispiel dafür, das man seine Arbeitsgewohnheiten doch mal hinterfragen sollte.
    Gruß Jörg

  23. Hallo Gunther,
    vielen Dank für deine Erläuterungen, die mich in meinem Workflow bestätigen (ok, es fehlt noch die ganz große Konsequenz beim Löschen :-().

    Ich nutze übrigens dafür die Smart-Sammlungen in LR für die Filterung. Wenn ich z.B. ein Foto mit dem 2. Stern versehen, verschwindet es aus der aktuellen Sammlung und taucht automatisch in der nächsten (in der Hierarchie) auf.
    Somit kann ich auf alle Ebenen zugreifen und habe mir auch Smart-Sammlungen extra für Panoramas und HDR´s erstellt.

    BTW: an welcher Stelle in deinem Workflow und in welcher Intensität setzt du Stichwörter in LR? Über die Suchfunktion habe ich im Blog nichts gefunden, wahrscheinlich mache ich mir damit noch zuviel Arbeit…

    Viele Grüße
    Markus

    • Ehrlich gesagt gar nicht. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass das Verschlagworten insgesamt für mich viel länger dauern würde, als die paar male, wo ich wirklich mal etwas länger nach einem Bild suche… Aber das hängt sicherlich von der Arbeitsweise ab. Wenn man für Stock-Agenturen fotografiert, muss man sicher verschlagworten.

  24. Hallo Gunther,
    Ich lese Deine Beiträge jeweils mit grossem Interesse. Und dieser hier war wirklich besonders hilfreich, da ich nach meiner Ägyptenreise an die 1000 Fotos sortieren musste. Ich wäre fast verzweifelt, aber zum Glück nur fast ;)

    Danke für die hilfreichen Tipps. Ich warte gespannt auf den dritten Teil.

    Grüsse aus der Schweiz
    Eva

  25. Hallo Gunther,
    habe gerade die rund 10.000 Fotos meiner Afrikareise nach dem von dir beschriebenen Verfahren selektiert! Klasse Tipp.

    Noch ein kleiner Dank: Von deinem Timelapse Workshop in Hamburg habe ich eine Menge Know-How mitgenommen, dass ich bei der Produktion meines neuesten Afrika-Videos gut gebrauchen konnte. Danke dafür! Vielleicht hast du Lust, einmal hineinzuschauen (https://www.youtube.com/watch?v=1rmjmBWlgwk)!

    Beste Grüße
    Wolfram

  26. Hallo Gunther
    Lese immer begeistert Deine Beiträge.
    Habe in einem anderen Blog noch den Tipp bekommen, diejenigen Fotos ohne Sterne nach einem Jahr nochmals durchzugehen und zu schauen, ob sich nicht doch noch ein Schmankerl findet und den Rest dann wirklich zu löschen (wer den Mut hat :-).
    Grüsse aus der Schweiz
    Roland

    • Ich gehe manchmal nach Jahren noch die Bilder, die ich zunächst nicht mit einem Stern versehen habe durch, und finde Perlen. Löschen würde ich sie daher nicht.

  27. Till Hofmann 16. Oktober 2015, 16:59   »

    Hallo Gunther,
    dein “3X3 für bessere Fotos” ist eine wirklich gelungene Reihe (bis jetzt). Viele Tipps, Ratschläge und Praxiswissen, das mir weiterhilft. Auch dein Workflow zum Selektieren war sehr hilfreich. Ich versuche, dein System zu übernehmen und auch beizubehalten. Bin auf die folgenden Beiträge schon sehr gespannt. Danke dafür!

  28. Hallo Gunther,

    das mit dem positiven Ansatz bei der Selektion ist eine prima Vorgehensweise. Das “Wegwerfen” der eigenen Bilder ist wirklich Stress (auch, wenn’s eigentlich nur so ein Kopfding ist), aber auf die beschriebene Art dürfte es wesentlich leichter fallen.

    Vielen Dank!

    Grüße
    Markus

  29. Moin Gunther,

    welch ein genialer Bericht, klasse! Das Verfahren scheint für mich optimal zu sein und kommt just-in-time für das Sortieren meiner frischen Island-Fotos. Eine kleine Frage habe ich jedoch noch: wie gehst du im ersten Schritt mit Fotoserien um, die sich z.B. nur minimal von einander unterscheiden?

    Ich freue mich schon auf den 3. Teil der Serie…

    Viele Grüße
    Lars

  30. Ich mach das fast so wie Gunther beschrieben hat.
    Oft kommt es vor, dass man von LR heraus ein Bild in Photoshop einem Finetuning unterzieht und dieses dann zurück nach LR bringt (einfach PS schließen, dann wird das Bild nach LR überführt).
    Jetzt hat man hier das RAW und zeitgleich ein TIFF oder eine PSD-Datei durch die Bearbeitung in Photoshop. Da mich ab jetzt nur noch das bearbeitete Foto (TIFF/PSD) interessiert, setzte ich die RAW-Datei einen Stern runter. So weiß ich, das diese direkt neben der bearbeiteten Datei “liegt”, falls ich nochmals darauf zurückgreifen möchte.

    • Alternativ kann man die beiden Dateien auch stapeln.

      • Klar, das geht natürlich auch. Wobei man dann aufpassen muss, welches Bild im Stapel oben liegt, weil dieses exportiert wird (die im Stapel darunter liegenden werden nicht exportiert).

        • Das ist ja kein Problem, das Bild, das man als erstes selektiert (meist selektiert) ist im Stapel oben, wenn man ihn erstellt. Ansonsten gibt es mit der rechten maustaste auch Optionen um das oberste Bild im Stapel festzulegen.

  31. hallo Gunther
    Das sind sehr gute Tipps! Bei meiner nächsten Reise werde ich sie 1:1 umsetzen. Ich habe immer zuviel Bilder und die Auswahl ist mühsam – deine Tipps sind klasse!
    Beste Grüsse, Stefan

  32. Hey Gunther

    Danke für diesen tollen Artikel!
    Ist ein wirklich gutes Vorgehen, was ich gleich ausprobieren werde! Hatte bisher nämlich nie so ein richtiges System mit den Sternchen :-)

    Grüsse aus der Schweiz
    Stefan

  33. Servus Gunther!

    Danke für die tollen Tipps zum Selektieren.
    Bislang hat das bei mir nie funktioniert, da ich bei der Bewertung der Fotos mit den Sternen einfach verkehrt herum angefangen habe.
    Ich werde das den Winter über in Angriff nehmen und meine trotz chronologischer Sortierung sehr unübersichtlich gewordene Fotosammlung bereinigen.

    Liebe Grüße aus Österreich!

    Gernot

  34. Martin E. 14. Oktober 2015, 13:04   »

    Hallo Gunther

    Ist mal wieder ein super Beitrag von dir! Hab auch noch eine riesen Bilderflut, die darauf wartet geordnet zu werden. :-)
    Da hätte ich noch eine frage: Wie sieht bei dir die Ordner Struktur aus? Habe noch keine gute Lösung um es übersichtlich zu gestalten.

    Lg Martin

  35. Magic Cat 14. Oktober 2015, 12:43   »

    Hallo, danke für die genialen Tipps. Ich werde es ab sofort ausprobieren. ?
    LG
    Rita

  36. Hallo Gunther,
    mit großem Interesse habe ich Deinen Artikel gelesen. Ich “leide” genau unter dem Foto-Selektier-Stress, den Du so einfühlsam beschrieben hast.
    Ein paar Deiner Punkte habe ich im Laufe der Zeit selbst entdeckt und beherzige sie auch. Aber….die Entscheidung fällt immer noch schwer und “löschen” ist so endgültig.
    Deshalb Danke für Deine ***Sternchen-Tipps.
    Kleine Frage:
    Geht das alles nur mit Lightroom?
    Lieben Gruß
    moni

    • Das geht sicher auch mit anderen Systemen, aber Lightroom hat halt den großen Vorteil, dass es ein defacto Standard ist und alles unter einer Haube bietet – von der Bildverwaltung bis zur RAW-Entwicklung und Ausgabe.

  37. Gerhard Kupfer 14. Oktober 2015, 06:59   »

    Hallo Gunther,

    vielen Dank für diesen guten Ratschlag! Er wird mir sicher künftig manchen Stress ersparen.

    Beste Grüße aus der Rhön,
    Gerhard

  38. Hallo Gunther,

    wirklich ein sehr guter Artikel! Ich habe grad einen riesigen Berg digitaler Fotos einzusortieren und stehe im Moment genau vor dem Problem: “Welches Bild behalte ich und welches kommt weg?”, da kam dein Artikel gerade richtig.

    Ich habe mir für die Vergabe von Sternen in Lightroom einen Workflow für die Alfredapp (Mac App) gebaut. So kann ich zumindest diesen Teil der Arbeit bequem auf dem Sofa erledigen und steuere meinen Rechner mit meinem iPad ;-) Ist einfach angenehmer als immer auf die Tastatur zu drücken – jedenfalls bei einigen tausend Bildern…

    Beste Grüße nach Hamburg,
    André

  39. Lieber Gunther

    Sehr treffend, Deine Gedanken zum innern Widerstand, Bilder endgültig zu löschen – diese „Qual“ kann ich uneingeschränkt nachvollziehen.

    Aus diesem Grund betreibe ich die positive Selektion ebenfalls, allerdings noch nicht derart ausgeklügelt wie Du es tust.

    Ich nenne meine Methode «DIEBESTENZWEI» und habe sie mir früher in der Dunkelkammer bei der Auswahl von zu vergrössernden Negativen angeeignet.

    Da ich heute wie früher, nie tausende von Bildern heimbringe, findet bei mir die positive Selektion bislang noch etwas rudimentärer statt.

    Zuerst gruppiere ich in Lightroom ähnliche Bilder oder Serien in Sammlungen.

    Falls nötig entwickle ich jetzt pro Gruppe/Serie eines der RAWs provisorisch und übertrage die Einstellungen mit synchronisieren auf die übrigen der selben Gruppe/Serie.

    Dann selektiere ich in einer Gruppe/Serie zwei beliebige Bilder und vergleiche diese miteinander (Taste N, in schwierigen Fällen Taste C). Dasjenige, welches mir aus welchen Gründen auch immer (Bildkomposition, Lichtsituation, Schärfebereich etc.) besser gefällt favorisiere ich, das unoptimale markiere ich mit X (Abgelehnt) zum späten Löschen – dabei ist der Filter aktiv, welche abgelehnte Bilder ausblendet.

    Dann stelle ich das „überlebende“ Bild einem beliebigen der restlichen Bilder aus der Gruppe/Serie gegenüber, markiere das „schlechtere“ (kann auch jenes sein, dass bei der vorherigen Selektion weitergekommen ist) mit X so dass es „verschwindet“ usw.

    Meine Überlegung ist, dass auf diese Weise kein aussortiertes Bild aus der selben Gruppe/Serie besser sein kann, als das gegenwärtig triumphierende. Damit werden auch leicht abweichende Mehrfachzitate wirkungsvoll unterbunden.

    Sobald ich bei den zwei letzten Bilder – DIEBESTENZWEI eben – der selben Gruppe/Serie angelangt bin, nehme ich mir die nächste Gruppe vor. Im Zweifelsfall lehne ich ein Bild nicht ab, sondern lasse es stehen, dann habe ich halt die BESTENDREI oder BESTENVIER, was aber sehr selten vorkommt und mit nachträglichem Vergleich meistens wieder auf DIEBESTENZWEI reduziert wird.
    ;)

    Entweder optimiere ich die Entwicklung der „Siegerbilder“ sofort nach Abarbeitung aller Bilder oder erst nach dem finalen, nächsten Schritt.

    Je nach Verwendungszweck gehe ich nämlich auch mit den BESTEN ZWEI Bildern unterschiedlicher Gruppen so vor und nehme das Bessere in die weitere, übergreifende Auswahl.

    Oft bemerke ich hier erst, dass eine ganze Gruppe weggelassen werden kann, weil die Bildaussage zu schwach, unpassend oder es aus meiner Sicht kein mitzuteilendes Bild ist.

    Ich lösche übrigens meine abgelehnten Bilder im Anschluss an die Auswahlsession ziemlich zeitnah, es sei den es handelt sich um eine Auftragsarbeit.

    Aufgrund Deiner Anregungen werde ich mich versuchen weiter in die Richtung wie Du sie beschreibst zu entwickeln, weil mich das „Nebenprodukt“ der beschriebenen Sternauszeichnung in Lightroom, die allübergreifende Bewertung der ganzen Fotosammlung fasziniert.

    Zusätzlich motivierend ist; man kann die Bewertung ohne Zeitdruck über die ganze Fotosammlung allmählich und in mehreren Iterationen ausdehnen, sogar bei weit zurückliegenden Fotosammlungen.

    Allenfalls bemerkt man dann, dass man viele der früheren Bilder aus heutiger Sicht auch ohne weiteres mit einem X bewerten kann.
    :-)

    Gerne werde ich Deinen Beitrag auch diesmal weiterverlinken!

    Herzliche Grüsse aus der Schweiz
    DERwalter

  40. Rainer B. 13. Oktober 2015, 21:18   »

    Hallo Gunther,
    danke für den Super Tipp! Ich nutze zwar nicht LR, meine Software kann aber auch nach Sternen selektieren.
    (Ich hatte bisher durch zusätzliche Häkchen markiert, dass das Bild bearbeitet ist, aber ein 3. Stern ist vielleicht markanter.)
    Das letzte Drittel meiner Urlaubsfotos wartet; gleich morgen werde ich den Tipp beherzigen.
    Gruß vom Bodensee

  41. Sehr gutes Mittel zur Wahl der Besten:)
    Mercy für die Tipps.
    Muss ich mich gleich mal ans Sternchen verteilen machen!
    Gruß und weiter so!!!

  42. Das mit den Sternen und mehrmaligem aussortieren habe ich bereits in View NX2 so gemacht.

    Ich bin gespannt auf Kapitel 4 Zeigen und Präsentieren.
    Denn der Punkt mit welchem Medium betrachten wir unsere Fotos kommt gefühlt oft zu kurz. Stichwort schnell zeigen.

    Ich habe für mich und viele Bekannte von mir festgestellt,
    dass ich eine Fotoshow erstellt mit Magix ergänzt mit Musik auf Bluray gebrannt, deutlich häufiger anschaue als ein Fotobuch/Album.

    Zur Info, ich benutzte zur Erstellung einer Fotoshow mit Sicherheit nicht einen Automatik Button. Ich benötige etwa 3 Stunden je Minute Fotoshow inklusive der 3 Kapitel die Gunther hier sehr schön aufzeigt.
    Sind so über den Daumen locker 200 Stunden Arbeit nach einem 2 Wochen Urlaub auf Galapagos (heißer Tipp die Inseln).

    Feinheiten die dabei zu beachten sind,

    unser verwöhntes Auge aus perfektem Kino und Fernsehbild.

    Einzelne Fotos zeige ich manchmal nur 5 Sekunden, weil sich das Auge des Betrachters sehr schnell langweilt. Sehenswerte Fotos auch mal 9 Sekunden. Wie früher bei einer Diaschau ist eine Stunde das Maximum an Konzentration, was man seinen Bekannten zumuten kann. Daraus folgt es können schon mal 300 Fotos + 30 Filmsequenzen (von max. 15 Sekunden) zusammenkommen.

    Ich könnt noch viel mehr schreiben.
    Ich überlege über meinen Bekanntenkreis hinaus eine Fotoshow als geladene Veranstaltung zu zeigen, traue mich aber noch nicht.

    Aber zurück zu meiner Erwartung, wie konsumiert ihr eure Fotos?

  43. Thorsten 13. Oktober 2015, 19:22   »

    Hallo Gunther,

    sehr schöne Strecke, die du hier hast. Mit dem Eindampfen hapert es bei mir noch. Immer hin hab ich mir schon angewöhnt, technisch mangelhafte Bilder von der Festplatte zu verbannen. Deine Methode der Sternevergabe, werde ich mal eine Weile probieren, da sie mir logisch erschein.

    Lg Thorsten

  44. Andreas Ohse 13. Oktober 2015, 15:30   »

    Hallo Gunther,
    prima Idee Deine Serie. Das Selektieren mache ich so eigentlich schon. Leider fehlt mir oft die nötige und letzte Konsequenz, so dass das “Eindampfen” zum Teil noch besser sein sollte. Bin sehr auf den nächsten Teil gespannt.

    Gruß aus Südbaden

    Andreas Ohse

  45. Ralf Brinkmann 13. Oktober 2015, 15:05   »

    Hallo Gunther,
    ich finde diese Selektionsmöglichkeit von Dir sehr gut und ich habe auch schon gemerkt, dass eine Positivauswahl viel effektiver ist als eine Negativauswahl. Allerdings stört mich, dass beim Löschen von Fotos Lücken in der Nummerierung entstehen, wenn man die von der Kamera vorgegebene Namenskonvention in der Art DSC_000x.NEF beibehält. Ich hasse das wie die Pest. Wenn man die Bilder nach Datum und Uhrzeit benennt, fällt das natürlich nicht auf. Nun sehe ich anhand der Links, dass bei Dir die Bilder Namen wie “2015-03-05_101436_GW7_8371.jpg” haben, wobei ich nicht weiß, was die Elemente nach Uhrzeit und Datum bedeuten. Erzeugst Du die schon in der Kamera oder benennst Du die erst nachträglich um, zum Beispiel beim Export? Ich wüsste nicht, wie man ansonsten die Nummerierung im RAW-Konverter bei den Rohbildern ändern kann, ich benutze allerdings auch nicht Lightroom, sondern DxO. Deshalb erledige ich die Selektion außerhalb davon deutlich weniger elegant mit einem Bildbetrachter (IrfanView) und benenne danach erst mal um.
    Viele Grüße, Ralf

  46. Hallo Günther,
    ich finde die Reihen prima! Ich hoffe du kannst beim Teil bearbeiten auch auf Farbkorrektur (Echtheit der Farben) eingehen, da dies mir große Probleme macht. Vielen Dank und weiter so!
    Manuel

  47. Scheint mir eine gute Möglichkeit zu sein, effizient eine Auswahl durch höher stufen der Bilder zu sein.

    Was machst Du aber mit denjenigen Bilder(reihen), die für eine Panorama bzw. für das Zusammensetzen von Belichtungsreihen bestimmt sind? Diese befinden sich ja in dem großen Bildersatz mit drin.
    Legst Du diese in bestimmten Ordner oder gar Sammlungen ab?

    Grüße,
    Martin

    • Hallo Martin, das ist eine sehr gute Frage!
      Ich markiere Einzelbilder für ein Panorama mit der taste 6 (rot) – wenn mehrere Panoramen direkt hintereinander kommen, dann alternierend rot und gelb (7).
      Dann gruppiere ich die Einzelbilder für jedes Panorama zu einem Stapel (Ctrl-G).

      • Danke :-)

        Damit – mit der Deiner Gesamtvorgehensweise – lässt so dann wirklich gut selektieren und entsprechende Filter setzen.

        Grüße,
        Martin

  48. Ralf Michalak 13. Oktober 2015, 12:40   »

    Hallo Günther,

    Just gestern nahm ich mir für diese Woche vor, die Fotos der USA-Reise vom letzten Jahr nochmal zu sichten und die Highlights zu filtern.

    Da kommen mir Deine Tips gerade recht. Dein System macht Sinn, deshalb werde ich es anwenden. Generell besuche ich Deine Seiten sehr gerne und bedanke mich an dieser Stelle für die vielen guten Anregungen, die ich hier finde.

    Danke.

  49. Hallo Gunther,

    toller Artikel, mit dem ich fast 100% Übereinstimmung habe.

    Zum “Streichen” mache ich ab und zu noch folgendes. Bei Bildern mit glciehm Motiv (aber anderer Perspektive) hole ich Partnerin bzw. Familie hinzu und lasse die Bewertung mit einfließen.

    5 Sterne-Bilder gab es bei mir noch nie. Die hebe ich für meine absoluten Ausnahmsbilder auf. Der Autor vom DAM Book Peter Krogh schrieb, dass sich die mit Sternen bewerteten Bildern immer in der Masse um Faktor 10 von der nächst höheren bzw. niedrigeren unterscheiden sollten. Also fünf 3 Sterne-Bilder stehen 50 2 Sterne-Bildern gegenüber. Das halte ich für unrealistisch, aber so um den Faktor 3-5 kriegt man schon hin.

    Viele Grüße,
    Jens

  50. Thomas Schnorf 13. Oktober 2015, 12:32   »

    Fantastisch, der Vorschlag zur Nutzung der Sterne. Bin immer noch am ausprobieren, welche Methode zur Bildselektion am besten passt für mich. Werde das heute Abend gleich mal versuchen.

    Merci für den Tipp Gunther
    Tom

  51. Ich war dieses Jahr auf den Seychellen … sicher (un-)vorstellbar, wie viele Bilder ich mit nach Hause gebracht habe. Das war vor 5 Monaten und ich bin mit dem Aussortieren immer noch nicht fertig ;-).

    Gibt es da vielleicht ein gutes Tool, mit dem softwaremäßig ein Vergleich von RAW-Dateien (bzw. in meinem Fall NEF) vorgenommen wird und ähnliche Bilder angezeigt werden. Für jpg-Dateien hab ich sowas gefunden …

    • Hallo Thomas, verstehe den Sinn dahinter nicht. Ähnliche Bilder sind ja meist ohnehin hintereinander. Nach dem von mir beschriebenen Verfahren suchst Du Dir halt das beste raus, das bekommt den Stern und die anderen verschwinden nach anwendung des Filters. Eine Automatisierung halte ich für nicht sinnvoll bzw. nicht möglich.

      • Inzwischen habe ich ein Tool gefunden: ImageComparer

        Bei den Bilder(Serien), die man unmittelbar nacheinander macht, ist das aussortieren per Sternchen unproblematisch. Kritisch wird es, wenn man im Laufe eines Urlaubs an unterschiedlichen Tagen das gleiche Motiv zu unterschiedlichen Uhrzeiten mehrfach fotografiert hat … das o.g. Tool war beim Aussortieren sehr behilflich :-)

    • Fermat1637 13. Oktober 2015, 14:37   »

      In Lightroom eignet sich hierzu die Collage via Taste N. Selektiere alle ähnlichen Bilder, und Du siehst sie nebeneinander in einer Übersicht. Wenn Du Gunthers Ansatz invertierst und z.b. initial alles mit 1* bewertest (und den Filter entsprechend setzt), kannst Du anschließend mit 0 die Bilder immer mehr ausdünnen. Möchtest Du ein Bild kurz groß sehen, kannst Du mit E schnell wechseln und anschließend wieder mit N die ganze Auswahl sehen.
      Lightroom bietet hier wirklich sehr flexible Möglichkeiten (Farben, Sterne, Markierungen, Stichworte) …

      PS: Grundsätzlich finde ich Gunthers Ansatz gut, aber das Vermischen von Bildbewertungen und dem Bearbeitungsstatus finde ich unglücklich – insbesondere weil Lightroom hier Optionen bietet, beides unabhängig zu tun. Ich z.B nutze Sterne und Farben in Kombination.

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