Brasilien 2019 – Markus’ Reisebericht Teil 2 – São Luís, Lençóis Maranhenses, Pantanal, Ilha Grande

9092019

Weiter geht’s heute mit Teil 2 des Reiseberichts, den Teilnehmer Markus über unsere Brasilien-Reise geschrieben hat. Und wieder habe ich einige Fotos mit “Behind the Scenes”-Character ausgewählt – größtenteils von den Teilnehmern – um ihn zu illustrieren.

Falls ihr Teil 1 verpasst habt:

Und nun übergebe ich wieder an Markus für den zweiten Teil seiner Erzählung …

São Luís

Eine viel zu kurze Tour durch die bunten Straßen von São Luís zeigte, dass die Stadt doch mehr bietet als erwartet. Sollte die Reise wiederholt werden, sollte hier definitiv ein längerer Aufenthalt eingeplant werden, da waren sich alle einig. Mittags ging es dann mit dem Bus nach Barreirinhas direkt zu unserer Unterkunft.

São Luís, Foto Gunther

Straßenmusiker in São Luís (Foto: Gunther)

Coco-Gelado-Verkäuferin in São Luís

Coco Gelado geht immer… Foto: Markus

Barreirinhas und die Lençóis Maranhenses

Am nächsten Tag ging es dann mit Safari Fahrzeugen in die Lençóis Maranhenses (übersetzt : Bettlaken von Maranhão). In der Satellitendarstellung von Kartendiensten kann man die Bezeichnung recht gut nachvollziehen. Dabei handelt es sich um eine Sandwüste von 1550 km² bestehend aus weißem Sand. Aufgrund des hohen Niederschlags während der Regenzeit und einer Wasser undurchlässigen Schicht darunter bilden sich viele Süßwasserseen, in denen sogar Fische leben. Während der Trockenzeit können die Seen auch komplett austrocknen.

Der Hafen von Barreirinhas. Foto: Jens

Auf in die Lençóis Maranhenses! Foto: Jens

Jürgen und Gunther, Foto: Kalle

Viel tiefer dürfte es nicht sein… Foto: Renate

Markus, der Autor dieses Berichts. Foto: Gunther

Ein Freudentanz! ;-) Foto: Jens

Fantastische Lichtstimmung. Foto: Jens

Gunther und unserer Lokaler Guide. Foto: Markus

Foto: Markus

Wo fahren wir lang? Foto: Markus

Drohnen-Gruppenbild. Foto: Gunther

Foto: Kalle

Foto: Jürgen

Nicht nur von oben betrachtet, Dank Gunthers Drohne, ergeben sich atemberaubenden Szenerien. Einen Sonnenuntergang zu erleben war ein weiteres Highlight. Mir persönlich blieb es eine bis zum Ende der Reise andauernde Erinnerung. Etwas unvorsichtig war ich mit kurzen Hosen und ohne Sonnencreme unterwegs, was nach bereits 2 Stunden zu einem erheblichen Sonnenbrand an den Waden führte.

Luftbild. Foto: Gunther

Luftbild. Foto: Gunther

Luftbild. Foto: Gunther

Foto: Jürgen

Die letzte Nacht verbrachten wir in Atins, einem kleinen Dorf direkt an der Küste. Der Hammer war hier der Caipirinha. Dieser wurde nicht nur aufwändig mit einer Sonne aus Zitrusfrüchten und zusätzlicher Blüte dekoriert, sondern war auch geschmacklich eine leckere Angelegenheit. Obwohl der Barkeeper angeblich noch nie einen Caipirinha getrunken hat. Eine Besonderheit war die Zugabe von frischem Ingwer.

Der Kollege steht auf Bling-Bling ;-) Foto: Waltraud

Unser Guide Rodrigo. Foto: Jürgen

Am nächsten Morgen ging es dann zum Abschluss mit einer Bootsfahrt von Atins auf dem Rio Preguiças zurück nach Barreirinhas. Dort stiegen wir wieder in den Bus zurück nach São Luís und dann am späten Nachmittag mit dem Flieger zum nächsten Reiseziel.

Luftbild. Foto: Gunther

Das Pantanal

Wie gewohnt ging der Flieger wieder nach Süden über das zentrale Drehkreuz Brasilia und dann in den Westen nach Cuiabá in den Bundestaat Mato Grosso einer Stadt mit ca. 1 Mio. Einwohner. Wir kamen nachts an und nach einer kurzen Busfahrt bezogen wir im Hotel Amazon Plaza unsere Zimmer. Am nächsten Morgen ging es mit einem Kleinbus zur Pousada Rio Mutum ins Pantanal, wo wir gegen Mittag ankamen. Die Pousada nähert sich dem Ökotourismus und versucht behutsam mit der Natur umzugehen. In der Regenzeit kann die Pousada nur mit dem Boot erreicht werden, da dann das Wasser ca. 5 m höher steht.

Stachelschwein im Baum. Foto: Markus

Kauz auf dem Gelände unserer Lodge im Pantanal. Foto Waltraud

Hier stand neben der Landschaft die Tierfotografie im Vordergrund. Jaguare auf den Sensor zu bannen blieb uns verwehrt. Dafür konnten wir zumindest den Kopf des vom Aussterben bedrohten Riesenotter fotografieren. Am ersten Abend war ganz kurz ein Tapir am Waldrand zu sehen. Manch einer hatte die Kamera schnell oben und konnte ein Foto machen. Mir blieb dies leider verwehrt.

Tapir. Foto: Gunther

Dafür gab es genügend Vogelarten als Motive (Jabiru ein großer Storch mit weißem Gefieder durch einen roten Ring getrennt vom federlosen schwarzen Hals und Kopf, Reiher in verschiedenen farbigen Gefieder, verschiedene Kingfisherarten (Eisvögel)).

Eisvogel im Sturzflug. Foto: Jens

Des Weiteren kamen uns Leguane und Capybaras, auch Wasserschwein genannt, dem größten Nagetier der Welt mit einem Gewicht von bis zu 70 kg vor die Linse. Direkt am Bootssteg lagen viele Kaimane, welche mit einem Abstand von ca. 3 m und weniger recht entspannt in unsere Linsen blickten. Sehnsüchtig erwarteten die Kaimane die Rückkehr der Fischer, denn da fiel der eine oder andere Piranha für sie ab.

Und manchmal muss man auf der Hut sein, dass nicht Kamera und Arm plötzlich weg sind… Foto: Markus

Der Sonnenuntergang auf einem Boot auf dem Rio Mutum war wieder eine Sensation. Die Lichtspiegelungen der Farben der untergehenden Sonne auf dem fast glatten Wasser, nur etwas aufgelockert von ein paar wenigen Wellen unseres und der wenigen Fischerboote, erzeugten wunderschöne Momente.

Abendstimmung im Pantanal. Foto: Jens

Die anschließende abendliche Ausfahrt mit einem Safarifahrzeug hätte nicht müssen sein. Die Hoffnung Tapire oder ähnliches zu sehen wurde erwartungsgemäß nicht erfüllt, dafür eine etwas größere Spinne, die jedoch kein brauchbares Motiv abgab. Dafür war der nächste Abend etwas Besonderes. Ohne Fotoapparate ging es mitten auf den See, der Bestandteil des Rio Mutum ist. Dank fast keiner Lichtverschmutzung, lauschten wir den Erklärungen von Gunther über Details der Milchstraße, diverse Sternbilder wie z.B. Cassiopaia, dem Kreuz des Südens und der sichtbaren Planeten Venus und Jupiter.

Milchstraße über dem Pantanal. Foto: Gunther

Natürlich durfte auch hier ein Sonnenaufgang nicht fehlen. Mit dem Boot ging es morgens durch eine sehr neblige Waschküche mit sehr schönem Licht.

Morgenstimmung über dem Pantanal. Foto: Jürgen

Morgenstimmung über dem Pantanal. Foto: Frank

Der Nebel verzog sich dann aber recht schnell und der strahlend blaue Himmel kam wieder zum Vorschein. Rund um die Pousada selbst gab es auch genügend Motive, denn hier werden verletzte Tiere wieder aufgepäppelt, die anschließend weiter in der Nähe leben.

Papagei beim Duschen mit dem Wasserschlauch. Foto: Jürgen

Manchmal reicht die Naheinstellgrenze nicht… Foto: Kalle

Tja und dann war die Reise auch schon fast vorbei. Mit dem Kleinbus ging es wieder zurück nach Cuiabá und dann mit dem Flieger zurück nach Rio de Janeiro. Dieses Mal nicht über Brasilia sondern über São Paulo.

Am Abend genossen wir ein typisches Churrasco mit sehr viel Fleisch. Am nächsten Tag ging es dann zu unserem letzten Ziel der Ilha Grande.

Ilha Grande

Nach ca. 3 Stunden Fahrt mit dem Kleinbus setzten wir mit einem Schnellboot über zur Insel. Die Ilha Grande ist auch bei Einheimischen als Urlaubsziel beliebt. Das Flair von Hippie und Aussteigern und alternativem Lebens ist zu spüren. Die Insel ist auch bekannt für den Pico de Papagaio (Papageienspitze) einem ca. 900m hohen Berg, dessen Spitze einem Papageienschnabel ähnelt. Wir hatten eine Unterkunft mit direktem Zugang zum Strand. Hier stand der Focus für Einige nicht mehr ausschließlich auf der Fotografie – nach den zurückliegenden anstrengenden Tagen waren diese zwei Tage jedem von uns zur Entspannung vor der Rückreise willkommen. Inklusive einem sehr feuchtfröhlichen Abend und einem herrlichen Tag am Strand dem Praia de Lopes Mendes!

Street life. Foto: Gunther

Beach life. Foto: Jens

Die Ilha Grande, Luftaufnahme. Foto: Gunther

Praia Lopez Mendez. Luftaufnahme. Foto: Gunther

Abendstimmung auf der Ilha Grande. Foto: Jürgen

Praia Lopez Mendez. Das gibt’s nur in Brasilien. :-) Foto: Frank

Nun waren die knapp 3 Wochen mit außergewöhnlichen Erlebnissen und Eindrücken vorbei. Brasilien ist zumindest an den meisten der von uns besuchten Ziele ein touristisch noch relativ unverbrauchtes Reiseziel und sehr zu empfehlen.

Zum Abschluss Danke an:
Martin und Gunther für die Planung, Organisation und das Ermöglichen der Reise,
Gunther für die Erweiterung unseres Horizonts bei der Fotografie,
Rodrigo, Magdalena, Alex und alle weiteren lokalen Guides für die exzellente Betreuung vor Ort,
und natürlich allen Mitreisenden für unvergessliche Erlebnisse!

Euer Markus

Markus und die anderen Teilnehmer freuen sich über euer Feedback in den Kommentare! (Ich natürlich auch ;-))

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5 Kommentare bisher


  1. Lieber Markus,
    was für ein schöner Reisebericht!! Ich bin gerade ganz traurig nicht mit auf der Tour gewesen zu sein.
    Wunderschöne Fotos von euch allen!!! Brazil sollte noch auf meine Agenda!

    Danke für den schönen Reisebericht!!
    Liebe Grüße Maren

  2. Jeder Ort, den ihr mit euren Kameras eingefangen habt, hat ein ganz besonderes Flair und zeichnet ein buntes, abwechslungsreiches Bild von Brasilien. Besonders die stimmungsvollen Bilder der Lençóis begeistern mich, aber auch die Aufgeschlossenheit der Menschen, die in euren Bildern zum Ausdruck kommt. Wunderbar.

  3. Wow!!
    Alleine wegen der Lençóis Maranhenses hätte sich diese Reise wohl schon gelohnt! Unfassbar schöne Landschaft und insgesamt toll berichtet und illustriert.
    Danke Markus und Gunther!
    Gruß
    Frank

  4. BERTHOLD MENGELKOCH 9. September 2019, 20:07   »

    Hallo zusammen!
    Das sind wahnsinnig schöne Bilder an Brillanz und schärfe nicht zu überbieten. Die Landschaft ist wunderschön. Eine super schöne Tour.
    Viele Grüße Berthold

  5. Servus Gunther!
    Sitze gerade in der Schule vor dem Laptop und hab den 2. Teil des Berichtes entdeckt und genossen. Danke wieder an Markus und Dich, dass ihr uns auf diese Weise an eurer wunderbaren Reise teilhaben lässt. Hier sind wirklich tolle Fotografen am Werk gewesen. Gibt es noch einen Teil, auf den ich mich freuen darf?

    Liebe Grüße aus Österreich
    Gut Licht!
    Konstanze

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