Ecuador und Galapagos Reisebericht – Teil 1

10072017

Dies ist der erste Teil einer Erzählung über unsere Galapagos-Reise. Teilnehmerin Gabi hat den Text geschrieben. Bevor ich aber an sie abgebe, noch ein paar Worte vorab von mir zu dieser wunderbaren Destination – den Galapagos Inseln.

Galapagos ist ein Traumziel, das sicher nur Wenige jemals bereisen werden. Die Inselgruppe im Pazifik ist abgeschieden, teuer und steht unter strengem Naturschutz. Hier gibt es viele endemische Tierarten, wie die Meerechsen, die Flugunfähigen Kormorane, die Landschildkröten und andere, die besonderen Schutz benötigen. Für Forscher und Biologen sind die Galapagos-Inseln ein Schatz – und global gesehen ein letztes Rückzugsgebiet für endemische und andere Tiere, das unbedingt geschützt werden muss.

Viele Fehler wurden bereits in der Vergangenheit gemacht, die man heute mühsam und mit viel finanziellem Einsatz versucht, rückgängig zu machen. Schon die ersten Piraten und Entdecker brachten zum Beispiel fremde Tiere wie Ratten, Ziegen und Schweine auf die Inseln, die das biologische Gleichgewicht dort massiv gestört haben. Die endemische Tierwelt auf Galapagos hatte sich seit Jahrmillionen in aller Abgeschiedenheit entwickelt und war auf solche (Fress-)Feinde nicht eingestellt. Die Ziegen fraßen z.B. den Riesenschildkröten das Futter weg, so dass die Schildkröten vom Aussterben bedroht waren oder auf einzelnen Inseln gar ausstarben.

Mittlerweile wurden die eingeschleppten Ratten, Ziegen und Schweine mit großem finanziellen Aufwand von den Inseln entfernt, allerdings gibt es dafür nun andere Probleme, wie z.B. Brombeeren, Guaven und andere eingeschleppte Pflanzen, die sich unkontrolliert ausbreiten. Dazu kommen Krankheiten, der omnipräsente (Plastik-)Müll, der vom Pazifik angespült wird, die Überfischung, die globale Erwärmung, der zum Teil schwer zu kontrollierende Tages-Tourismus und, und, und…

Noch heute merkt man, dass die Tiere auf Galapagos aufgrund des Mangels an Feinden kaum Scheu vor dem Menschen haben. Das macht die Begegnungen mit ihnen so einzigartig. Während jeder Besucher dazu angewiesen ist, 2-3 Meter Abstand zu den Tieren zu halten, kommt es häufig vor, dass die Tiere im Gegenzug neugierig sind und nach einem gewissen Abschätzen von sich aus auf die Menschen zukommen. Das haben wir über und unter Wasser häufig erlebt. Geduld zahlt sich hier aus und hat uns mit unvergessenen und sehr emotionalen Momenten belohnt.

Auf dieser Reise, auf der ich im Juni 2017 als Foto-Coach eine Gruppe von Fotografen begleitet habe, haben wir eine Kreuzfahrt mit einem eigens dafür gecharterten Schiff unternommen. Unter strengen Auflagen durften wir die Inseln in bestimmten Zeitfenstern gemeinsam mit einem lokalen, speziell ausgebildeten Führer betreten. Alle Boote benötigen spezielle Genehmigungen und werden über GPS von der Nationalpark-Behörde getrackt. Vor- und nach Sonnenuntergang dürfen die Inseln nicht betreten werden. Nur in dem zugewiesenen Zeitfenster darf man auf extra angelegten Wegen kleine Teile der Inseln betreten. Insgesamt dürfen nur 2% der Fläche der Inseln überhaupt von Menschen betreten werden.

Nur so besteht eine (kleine) Chance, dass die fragile Schönheit und Diversität des Galapagos-Archipels auch für die Zukunft erhalten bleiben und den wunderbaren Tieren über und unter Wasser ein Zuhause bieten kann.

Meerechse – endemisch auf Galapagos, das heißt, es gibt sie nur dort.

Galapagos ist eine Perle im Pazifik – ein großes Meeresschutzgebiet, das leider in einer Welt liegt, die drumherum ganz viele Probleme hat. Dieses Kleinod zu schützen ist eine Herkulesaufgabe, das wurde uns bei der Reise mehr als deutlich.

Solltet ihr eine Reise nach Galapagos planen: bitte unterstützt nicht die Billig-Anbieter, die ohne Rücksicht auf Verluste Tagestouren und Insel-Hopping mit Speedbooten anbieten. Galapagos ist kein Ziel für Massentourismus! Und es gibt auch keine günstige Galapagos-Reisen, die verantwortungsvoll durchgeführt werden.

Setzt bitte auf seriöse Anbieter, die eine Kreuzfahrt (in der Regel 1 Woche) anbieten. Nur so könnt ihr die wunderbare Schönheit der Inseln auf eine sanfte Art und mit dem nötigen Respekt erleben und die einmaligen Begegnung mit den wunderbaren Tieren genießen.

Und nun gebe ich ab an Gabi! Die Bilder sind zum Teil von mir (die mit der gwegner.de Signatur) und zum Teil von den Teilnehmern, dann steht der Fotograf in der Bildunterschrift.

Gabis Bericht

Anreise

Nachdem die meisten von uns beinahe ein Jahr auf die Reise gewartet hatten, traf sich ein Großteil der Gruppe bereits in Madrid am Flughafen und machte sich schon mal bekannt. Im Flieger – wir starteten gegen Mittag – gab es ja dann ausreichend (genauer gesagt elf Stunden und fünfundzwanzig Minuten lang) Zeit, sich ein wenig zu unterhalten, so man denn wollte.

Gunther war über Amsterdam angereist und hat trotz einer ungeplanten Umleitung über Groningen, gerade noch den Flieger nach Quito erwischt und war so schon vor dem Rest der Gruppe dort.

In Quito erwartete Gunther die Gruppe dann, wie geplant, zusammen mit unserem lokalen Guide José. Unser Fahrer Marco brachte uns alle dann in unser Hotel im Zentrum von Quito, wo wir uns schnell frisch machen konnten, bevor wir uns auf dem Weg zu einem ersten Abendessen in Ecuador machten.

Während wir auf das Essen warteten, nutzte Gunther die Gelegenheit, eine Vorstellungsrunde zu starten – er war klar im Vorteil, da er die meisten schon von anderen Reisen oder Workshops kannte. Alle bis auf Linda und Robert aus Dresden bzw. Wolfgang aus Jena waren schon 2- oder 3-mal mit Gunther oder Zoom Expeditions auf Reisen gewesen. Daher wussten die meisten auch, dass Gunther jeweils vor den Ausflügen Tipps zur jeweiligen Situation geben, die Teilnehmer unterwegs fotografisch betreuen und ansonsten jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen würde. Da jedoch alle kaputt waren von der langen Anreise, fiel der Abend recht kurz aus und einige gingen gleich im Anschluss – nach mehr oder weniger 24h auf den Beinen/ohne Schlaf – todmüde ins Bett, über welchem – zumindest bei mir – ein Monster-Rosenkranz thronte.

Tag 1

An unserem ersten “richtigen” Urlaubstag stand die Erkundung von Quito auf dem Programm, nachdem wir uns an dem fantastischen Frühstücksbuffet gestärkt und sämtliche exotischen Früchte ausprobiert hatten.

Foto: Linda Krampe

Das historische Zentrum konnte man vom Hotel aus einfach zu Fuß erkunden – abgesehen davon, dass man sich in Quito auf läppischen 2.850 m über dem Meer befindet und schon mal leicht außer Atem kommen kann. Da wir es jedoch langsam angingen, gab es keinerlei Probleme in dieser Hinsicht.

Straßenszene in Quito

Auf dem lokalen Markt versprachen die Kräuterfrauen in ihren Kabuffs Heilung von allem Möglichen, vor allem bösen Geistern, und wir konnten dabei zusehen, wie sie die rituellen Reinigungen durchführten – u.a. an Kindern, die nicht so glücklich darüber schienen. Die Gruppe überredete auch mich und ich ließ die Prozedur über mich ergehen. Für ein gutes Foto, tun wir Fotografen doch fast alles… :-)

Gabi lässt sich die bösen Geister austreiben – alles im Dienste der Fotografie!

Für uns Fotografen ist es immer spannend, an solchen Orten zu fotografieren – Berge von Rinderhufen, dutzende Sorten von Kartoffeln und anderem, noch nie gesehenen Gemüse und die lokale, zum Teil indigene Bevölkerung. Sofern diese das OK dazu gaben (und zur Verständigung brauchte es auch gar kein Spanisch), warteten tolle Motive auf uns.

Marktfrau in Quito

Teilnehmerin Inge staunt über die Vielfalt und Exotik auf dem Markt in Quito – hier: Rinderhufe.

Foto: Gabriele Schindl

Im Anschluss und nach einigen zu Fuß zurückgelegten Kilometern quer durch Quito nahmen wir dann doch lieber den Bus zur Statue der Madonna auf dem Panecillo. Alternativ hätten wir gut 200 Höhenmeter zurücklegen müssen und das hätte zu Fuß wohl ein wenig länger gedauert.

Nach einer kurzen, kurvenreichen Fahrt den Hügel hinauf, hatten wir eine Wahnsinns Aussicht über die ganze Stadt.

Foto: Robert Krampe

Wieder unten, durfte ein Besuch der mit Gold überladenen Kirche Compañía de Jesús nicht fehlen, leider darf man dort mittlerweile aber nicht mehr fotografieren, auch nicht ohne Blitz.

Bester Kakao in der Schokoladen Manufaktur – Foto: Gabriele Schindl

Nach einem Besuch in einer Schokoladen-Manufaktur – natürlich mit entsprechender Verkostung (best Kakao ever!!) – sind wir am Abend nochmals zum Sonnenuntergang auf den Panecillo Hügel hinauf, wo diejenigen, die mochten, sich unter Gunthers Anleitung der Zeitraffer-Fotografie widmen konnten. Die anderen fotografierten und genossen einfach den Sonnenuntergang über der Stadt und den Ausblick zu den schneebedeckten Sechtausendern.

Tag 2

Am nächsten Morgen ging unser Flug dann nach Galapagos! Quito war ja schön, aber mal ehrlich, die meisten waren wegen Galapagos und der dortigen Tierwelt hergekommen. Leider mussten wir in Guayaquil noch einen Zwischenstopp einlegen und 45 Minuten im Flieger warten. Bis wir also in Baltra gelandet waren – und nach rigorosen Kontrollen auch unser Gepäck hatten – war es dann auch schon fast Mittag (Ortszeit – aufgrund der ca. 1.000 km Entfernung vom Festland, hat Galapagos noch eine weitere Stunde Zeitverschiebung.)

Vom Flughafen aus fuhren wir mit einem öffentlichen Bus bis zur Fähre, mit der wir über den Itabaca Kanal übersetzten. Auf der anderen Seite angekommen, konnten wir unseren eigenen Bus für die Zeit auf der Insel Santa Cruz in Beschlag nehmen. Während der Fahrt wurden wir gleich in die wichtigen Do’s und Don’ts des Nationalparks eingewiesen – Keine Tiere anfassen oder füttern, mindestens zwei Meter Abstand halten, keinen Müll hinterlassen u.s.w. Für uns ohnehin eigentlich Selbstverständlichkeiten.

Galapagos Riesenschildkröte

Auf der Rancho Primicias im Hochland von Santa Cruz machten wir Stopp um Mittag zu essen und durften hier dann schon die ersten Riesenschildkröten bestaunen und fotografieren, nebst ein paar anderen Tieren. Es war kaum möglich, die Gruppe zum Mittagessen am Tisch zu halten.

Foto: Andreas Rodek

Bevor wir uns Richtung Hotel auf den Weg machten, schauten wir uns noch einen riesigen Lavatunnel an. Obwohl es da unten ein wenig kühler war als draußen, war für die meisten mittlerweile aber doch eine Dusche oder ein Sprung in den Hotelpool wesentlich verlockender, sodass wir auch froh waren, als wir im Hotel ankamen.

Foto: Linda Krampe

Tag 3

Donnerstag ging es dann das erste Mal – ein wenig zum Eingewöhnen – auf ein Boot zu einem Tagesausflug nach South Plazas. Wir wurden von unserem lokalen Guide Alfredo abgeholt, welcher uns erneut in die Vorschriften des Nationalparks und die Modalitäten einer Bootsfahrt einwies. Man merkte, dass er normalerweise wohl hauptsächlich mit US-Amerikanern zu tun hat. Das zeigte sich daran, dass er – um sicherzustellen, dass wirklich jeder die Regeln verinnerlicht hatte – diese gebetsmühlenartig mindestens dreimal wiederholte und mit eindringlichen “That’s the deal” und “(al)right!” untermauerte. Dass wir die Regeln schon am Vortag verinnerlicht hatten, spielte offenbar keine Rolle. Die Überfahrt dauerte ca. 1,5 Stunden, sodass wir es uns auf dem Boot schon mal gemütlich machen konnten.

Bei der “Landung” mit dem Beiboot in South Plazas empfingen uns gleich die ersten Robben – nein, nicht Robben. Es waren SEELÖWEN. Um den Unterschied zwischen Robben und Seelöwen zu verinnerlichen, sollten wir noch einige Tage brauchen, aber besser spät als nie. Auf dem Rundgang – “Don’t leave the trails, right!” – über die Insel, liefen uns sprichwörtlich immer wieder riesige Landleguane über den Weg, die den Mindestabstand von zwei Metern in Kombination mit “Don’t leave the trails, my friends, right!” durchaus das ein oder andere Mal zu einer sehr verzwickten Situation machen konnten. Diese Landleguane sehen zwar aus wie Godzilla, sind aber freundliche Pflanzenfresser.

Liegt so einer jedoch mitten auf dem Weg, wird es dann richtig schwierig mit “Please remember to keep at least 2-3 Meters distance, right!” und der vorher genannten Maxime.

Die Insel selbst war landschaftlich wunderschön und es sah sehr interessant aus, wie sich die mächtigen Kakteen(bäume) gegen den stahlblauen Himmel abzeichneten. Auf der Rückseite der Insel fanden sich einige (brütende) Vögel wie zB Nazcatölpel, Blaufußtölpel, Fregattvögel, Galapagos Seeschwalben, etc., die wir ablichten konnten. Auch erste, junge Meerechsen konnten wir beobachten und fotografieren!

Junge Meerechse

Galapagos Seeschwalbe (Noddi)

Zurück auf dem Boot wurde für unser leibliches Wohl gesorgt, bevor es nach Punta Carrion zum Schnorcheln ging. Als wir die ersten Doktorfische sahen, rief Gunther “Dorie!” – und dann war auch “Photoshop Hannah” (zur Ursache des Spitznamens kommen wir noch :-)) schlussendlich überzeugt, dass es diese nicht nur in Australien (P. Sherman, 42 Wallaby Way, Sidney :-D) gibt.

Foto: Linda Krampe

Bei gelöster Stimmung gab Gunther auf Wunsch von mir beim Abendessen auch nochmal die Geschichte preis, als ihn ein junger Typ in La Paz erkannte und ein Interview für seinen VLOG machen wollte und ihn vor lauter Aufregung vor laufender Kamera mit “Günther Wagner” ansprach.

Den Abend ließen wir auf einem kleinen Stadtfest in Puerto Ayora ausklingen, wo wir noch einige schöne Impressionen des Festes fotografisch einfangen konnten.

Foto: Markus Schwarz

Tag 4

Unser zweiter Tagesausflug startete am Freitag sehr früh auf die Insel Bartholomé. Alfredo brachte uns dazu wieder mit dem Bus nach Itabaca. Auf dem Weg dorthin wurden uns alle Regeln inklusive der Benutzung der Schiffstoilette nochmals von Alfredo in Erinnerung gerufen, für den Fall dass wir über Nacht an plötzlich auftretender Amnesie gelitten hätten, den Tieren zu nahekämen oder gar das Klo verstopfen könnten. Er schaffte es, in der kurzen Zeit im Bus tatsächlich ganze 21 Mal das Wort “(al)right” mit einzuflechten, nicht schlecht – “that’s the deal!”. ;-)

Die Überfahrt nach Bartholomé sollte etwas länger dauern (ca. 3 Stunden) und daher bekamen wir auch an Bord Frühstück. Danach konnten wir uns dann schon einmal an der Fotografie der wunderschönen Fregatt-Vögel, die unser Boot begleiteten, versuchen.

Fregattvogel – Männchen

Bald zeigte sich, dass wir uns heute in einer komplett anderen Welt befinden würden. Die Insel bestand en gros aus Lava und unterschied sich komplett von South Plazas am Vortag. Spätestens als sich alle wegen einer Galapagos Heuschrecke in den Dreck legten (natürlich auf dem Weg, right!), hatte auch Alfredo realisiert, dass unsere Prioritäten ein wenig anders gelagert waren, als die seiner bisherigen Gruppen.

Zum Glück hatte Wolfgang ein Makro Objektiv dabei, das wir uns dann mal ausleihen konnten. Da ich mich im Bereich der Makro-Fotografie gut auskenne, konnte ich der Gruppe hier auch ein paar gute Tipps geben, zum Beispiel, die Schärfeebene unbedingt parallel zum Tier auszurichten.

Begeisterung für die ersten Galapagos-Heuschrecken!

Nach 400+ Stufen und 114 Höhenmetern hatten wir unser Ziel erreicht und einen traumhaften Blick über das Meer und die anliegenden Inseln. Von hier aus konnten wir den bekannten Pinnacle Rock fotografieren und bewundern.

Der Pinnacle Rock, eines der Landschaftlichen Wahrzeichen von Galapagos

Eigentlich wollten wir dort oben schnell ein Gruppenbild machen, aber ein paar amerikanische “Photobombs” vereitelten zunächst unsere Pläne. Witzig war, dass einige sich tatsächlich vor den kleine Lava-Eidechsen ängstigten. Irgendwann verzogen sie sich aber, so dass wir doch noch zu unserem Gruppenbild kamen. Wie immer mit einem mit dem Selbstauslöser um die Wette laufenden Gunther… :-)

Gunther läuft mit dem Selbstauslöser um die Wette. Foto: Carlo Schüler

Gruppenbild

Im Anschluss an einen kleinen Snack an Bord ging es wieder zum Schnorcheln. Mit dem Beiboot wurden wir an einen Traumstrand gebracht. Das eiskalte Wasser kostete ein wenig Überwindung, aber es machte sich bezahlt.

Als ich die erste Meeresschildkröte entdeckte, informierte ich gleich die anderen, die sich in der Nähe befanden. Wir konnten das wunderschöne Tier ausgiebig dabei beobachten, fotografieren und filmen, wie es völlig ungestört immer wieder zur Wasseroberfläche ging, um Luft zu holen und dann wieder runter, um zu fressen.

Nordpazifische Meeresschildkröte

Später lernten wir, dass dieses etwas buntere Exemplar ein Besucher aus dem nördlicheren Pazifik sei und nicht die in Galapagos heimische Art die wir in den nächsten Tagen noch sehen sollten.

Zurück an Bord wurden wir wieder verköstigt und einige äußerten bereits den Verdacht, ob Gunther wohl nebst Lungen auch noch mit Kiemen ausgestattet wäre, da er immer nach unten tauchte (für die bessere Perspektive!) und dort auch sehr lange verweilen konnte.

Foto: Gabriele Schindl

Foto: Markus Schwarz

Gerade als wir wieder in Itabaca ankamen, hatten wir das schönste Abendlicht und blieben noch einige Zeit am Hafen, um ein erstes Mal die fischenden Blaufußtölpel (und einzelne Pelikane) zu fotografieren.

Blaufußtölpel

Vor dem Abendessen machten wir auch noch eine erste Bildbesprechung – erfahrungsgemäß wären wir nachher sowieso wieder einmal viel zu müde gewesen…

 

 

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14 Kommentare bisher


  1. Wo kann man die Reise buchen? Finde den Link leider nicht. Termine 2018? Danke!

  2. Markus S. 15. Juli 2017, 11:16   »

    Hey Gabi, Hey Gunther,

    Wieder einmal ein sehr gelungener 1. Teil des Reiseberichts. Wie schon letztes Jahr dein Reisebericht über die Patagonien Tour ist es auch dieses Mal eine sehr unterhaltsame Erzählung, was wir erlebt haben. Es kommt sofort wieder das Kopfkino hoch. Aber auch die Auswahl der Bilder hier ist sehr gelungen und repräsentativ. Wieso ist eine solche Reise immer so schnell vorbei ?
    Freue mich schon auf die/den folgenden Teil(e).

    Danke an alle für das tolle Erlebnis und für eure Mühen mit dem Bericht.
    Gruß
    Markus

  3. Ein schöner Bericht mit vielen, echt tollen Fotos! Gleich das erste Bild der Schildkröte von hinten ist mein Favorit. Aber auch die Fotos der anderen Tiere und der Eindrücke auf dem Stadtfest in Puerto Ayora gefallen mir sehr gut. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil.

    Was mich aber noch interessiert: Wie habt ihr euer Equipment auf dem “Landungsboot” verpackt für den Fall, dass es nass oder gar über Bord geht? Hattet ihr da einen Drybag und wenn ja, welchen? Da gibt es so viel verschiedene und ich bin nicht sicher bzgl. der Mindest-IP-Zertifizierung.

    • Hallo Torsten,
      bei den Landungen gab es i.d.R. keine Probleme, da das Meer meist ruhig war und wir die Rucksäcke meistens auf dem Rücken hatten und problemlos aussteigen konnten.
      Wir hatten trotzdem Drybags mit, in unserem Fall: Osprey Ultralight Drysack 50-70L. Wie der Name schon sagt sind die sehr leicht und gut überall zu verstauen. Wir haben sie eher gebraucht um bei einer Fahrt im Beiboot, die Kameras schnell darin zu verstauen, wenn gerademal wieder eine Welle hereinschwappte.
      Bei einer Anlandung allerdings war das Meer so unruhig, dass aus einer eigentlich trockenen Landung eine ziemlich wackelige beinahe Nasslandung wurde und in dem Fall haben wir den Rucksack komplett in den Drysack gestopft und konnten so ohne Sorge um das Equipment anlanden.

  4. Wie immer tolle Fotos und spannend geschrieben – wann kommt die nächste Folge……

    Gute Zeit!

    Rüdiger

  5. Sylvia 11. Juli 2017, 12:25   »

    Sehr spannender Bericht! Ich liebe solche Beiträge, da bekommt man einen ganz anderen Einblick über Orte die man so gar nicht auf dem Schirm hatte!

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – Fotografieblog

  6. Super Bericht und viele tolle Fotos!
    Ich las den Bericht während meiner Pause im Büro, und schon war ich im Geiste auf jener fernen Insel. Da bekommt man doch richtig Lust, selber hinzufliegen.

    Ich bin auf die nächsten Teile gespannt.

    Gruß

    Christian

  7. Sehr schöner erster Teil – die Bilder sind klasse, der Bericht liest sich sehr angenehm!

    Freu mich auf den 2. Teil!

  8. MAREN 10. Juli 2017, 23:10   »

    Was für ein toller Bericht von euch ich freue mich schon auf den/die nächsten Teile. Auch ich hoffe das mehr Touristen verantwortungsvoller mit diesen Inseln umgehen!! Allerdings würde ich mir wünschen man müsste gar nicht erst darauf aufmerksam machen, sondern es sollte eine Selbstverständlchkeit sein und das nicht nur auf Galapagos sondern überall wo wir so alle unterwegs sind . Daher auch danke für die interessanten Hindergrundinformationen. Nun freue ich mich sehr auf weitere tolle Fotos und Geschichten dieser Reise.

    Liebe Grüße Maren

  9. Andreas M 10. Juli 2017, 21:01   »

    Vielen Dank für diese ersten Eindrücke, Gabi und Gunther. Tolle Bilder und die interessanten Hintergrundgeschichten erhöhen die Vorfreude auf Teil 2 des Reiseberichts.

    Wie schon bei deinen Erlebnissen auf La Réunion werden bei mir “alte” Erinnerungen wach.
    1995 haben ein guter Freund und ich mit Rucksack für einem Monat Equador und auch die Galapagos-Inseln bereist. Monetär war der Besuch schon am Rande des für uns bezahlbaren – aber es hat sich wirklich gelohnt.
    Bereits damals waren die Bestimmungen für den Aufenthalt auf den Inseln sehr scharf. Z.B. mussten wir die Schuhe vor dem Wechsel von einer Insel zu nächsten säubern, um zu verhindern, dass Insel-endemische Pflanzensamen verschleppt werden.
    Für die Tour hatten wir, zusammen mit einer kleinen Schar Reisender aus aller Welt, ein Boot mit Mannschaft und Führer gechartert und sind jeweils in der Nacht von einer Insel zur nächsten geschippert. Fantastischer Sternenhimmel und fluoreszierendes Plankton gab es gratis dazu…

    Wie auch immer, bevor ich komplett in Schwärmerei verfalle: nochmals vielen Dank für den schönen Reisebericht…
    Tatsächlich erinnert mich das auch daran, endlich meine Dias von damals einzuscannen…

  10. Ihr müsst nochmal hin ;)
    Nicht wegen der Fotos, die sind super, gerade die Boobies im Flug.
    Doch nur auf Espangola sieht man Albatrosse an der Kliffkante 5 m über einen hinweg segeln.
    Schnorchel ist schön, Tauchen macht auf Galapagos richtig Spaß.
    Nur da sieht man 50 Hammerhai an einem vorbei schwimmen, mit viel Glück auch ein Walhai.
    Meine Frau und ich waren Ende November 2014 dort,
    23 °C Wasser, auch in 20 m Tiefe und ruhige See.
    Eine Woche Kreuzfahrt und eine Woche Tauchen.
    Also Tauchschein in Deutschland machen und für den Anfang reicht Sony HDR-AS50 mit Unterwassergehäuse für 170 völlig aus.
    Ich beneide euch, ich will wieder hin, heul.

    • Kleine Anmerkung für unsere Leser: damit ein seriöser Anbieter jemanden dort u tauchen lässt, benötigt er nicht nur einen Tauchschein sondern sollte auch einiges an Erfahrung mitbringen. Mindestens 50 Tauchgänge und mehrere Jahre Erfahrung sollten vorhanden sein, so wurde mir das von Patricia mitgeteilt, die selbst Tauch-Instruktorin ist. Schnorcheln hingegen kann jeder, der körperlich einigermaßen fit ist. Das Schnorcheln alleine ist unglaublich beeindruckend. Vor allem, wenn man etwas runter geht. Ich habe alle UW-Aufnahmen mit der GoPro 4 Black gemacht. Vorteil ist, dass man aus den 4K Aufnahmen zusätzlich ziemlich gute Fotos herausziehen kann (ich habe ausschließlich gefilmt).

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