Nikon Z 50 Review, meine ersten Hands-On-Eindrücke

10102019

Nikon hat die Nikon Z 50 vorgestellt, ihre erste spiegellose APS-C Kamera. Ich hatte bereits die Gelegenheit, sie vorab in die Hand zu nehmen und sie mir anzusehen. Hier möchte ich euch einige Infos und meine erste persönliche Einschätzung zur Kamera geben.

Die Z 50 ist eine APS-C Kamera mit dem gleichen Z-Bajonett, welches Nikon mit der Z 6 und Z 7 eingeführt hat. Das bedeutet, die Objektive der Vollformat Z-Kameras lassen sich problemlos auch an der Z 50 anschließen. Ebenfalls können alle Objektive für das F-Bajonett, die auch an der Z 6 und Z 7 funktionieren mithilfe des gleichen FTZ-Adapters angeschlossen werden. Durch das Z-Bajonett profitiert die Z 50, wie ihre großen Schwestern Z 6 und Z 7, von dem extrem kurzen Auflagemaß, das eine Adaptierbarkeit von so gut wie allen Objektiven von anderen Herstellern mit speziellen Adaptern erlaubt.

Leider durfte ich bisher aufgrund der Geheimhaltung keine eigenen Bilder machen, daher illustriere ich diesen Artikel erst mal mit den offiziellen Bildern von Nikon. Sobald ich dann eine Kamera hier habe, folgen weitere Infos und Bilder aus der Praxis und ich ergänze diesen Artikel.

Zusätzlich hat Nikon aber auch zwei spezielle APS-C Objektive für die neue Kamera vorgestellt, die, genau wie der Kamera-Body extrem klein und leicht sind: Das NIKKOR Z DX 16-50 mm 1:3,5-6,3 VR und das NIKKOR Z DX 50-250 mm 1:4,5-6,3 VR.

Sensor

Die Z 50 kommt mit einem 20,9 Megapixel-Sensor, ähnlich dem der D500. Da sie aber wie ihre großen Schwestern Z 6 und Z 7 einen Hybrid-Autofokus hat, kann es nicht der identische Sensor sein. Der neue Sensor deckt einen ISO-Bereich von 100 bis 51.200 ab. Meine Vermutung ist, dass wir von einer ähnlichen Bildqualität wie bei der D500/D7500 ausgehen können (Tests folgen). Als Prozessor kommt der Nikon-eigene Expeed-6 zum Einsatz. Dieser ermöglicht schnelle Serienaufnahmen von bis zu 11 Bilder/s mit Autofokus und Belichtungsmessung.

Bei meinem Test konnte ich 29 Raw-Dateien in 14 Bit im schnellsten Modus am Stück aufnehmen, bevor der Puffer voll war und die Kamera langsamer wurde, das ist sehr ordentlich.

Dank des optionalen elektronischen Verschlusses lässt sich die Kamera bei Bedarf auch komplett lautlos auslösen.

Autofokus

Die Performance des Autofokus mit seinen 209 Messfeldern, die 90 % des Bildfeldes abdecken, liegt sowohl bei Fotos als auch bei Video auf dem Niveau ihrer großen Schwestern. Die Z 50 bringt im Auslieferungszustand sowohl Gesichts- als auch Augenautofokus mit. Letzteren musste man ja bei der Z 6 und Z 7 erst per Firmware-Update nachrüsten. Der Autofokus fokussiert bei schwachem Licht hinunter bis -4 LW.

Stabilisator

Leider hat Nikon den sensorbasierten 5-Achsen Bildstabilisator der Z 6 und Z 7 bei der Z 50 eingespart. Damit steht ein ganz großer Vorteil der Z 6 und Z 7 hier nicht zur Verfügung.

Das bedeutet, an der Z 50 wird nur stabilisiert, wenn Objektive mit intern eingebautem VR eingesetzt werden. Das sind derzeit aus der Z-Serie ausschließlich die beiden neuen DX Objektive, die gemeinsam mit der Z 50 vorgestellt wurden. Alle anderen, bisher für die Z 6 und Z 7 vorgestellten Vollformat-Z-Objektive haben keinen eingebauten VR, da sie ja mit dem Sensor-Stabi der Z 6 und Z 7 im Hinterkopf entwickelt wurden – diese können an der Z 50 also nur ohne Stabilisierung betrieben werden. Zusätzlich stabilisieren an der Z 50 natürlich Objektive für das F-Bajonett mit eingebautem VR, die per FTZ-Adapter angeschlossen werden. Mit den F-Mount-Objektiven ist im Video-Modus aber erfahrungsgemäß kein wirklich smoothes Nachführen mit Autofokus möglich.

Sucher und Monitor

Selbstverständlich kommt auch die Z 50 mit einem elektronischen Sucher, der mit seinen 2.3 Mio. Pixel nicht ganz so hoch aufgelöst ist, wie der der Z 6 und Z 7. In der Praxis muss man aber schon genau hinschauen, um den Unterschied zu sehen. Am ehesten sieht man ihn bei den eingeblendeten Zeichen und Zahlen im Sucher, kaum beim Sucherbild selbst. Der Sucher erlaubt eine Dioptrienkorrektur und bietet auch eine automatische Augenerkennung um zwischen Sucher und Monitor umzuschalten. Auch für die manuelle Umschaltung gibt es wieder einen Knopf auf der linken Schulter der Kamera. Das ist ähnlich, wenn nicht gar besser umgesetzt, als bei der Z 6 und Z 7. Bei Letzteren “hängt” der automatische Sensor durch die tiefe Gummiwulst am Okular manchmal, das passiert bei der Z 50 nicht, da das Okular flacher ist und der Sensor nicht so stark abgedeckt wird.

Und natürlich gibt es auch einen 3,2 Zoll (8 cm) Touchscreen-Monitor mit 1,04 Mio Bildpunkten auf der Rückseite, das sich nach unten wegklappen lässt.

Dass der Monitor sich nach unten wegklappen lässt, ist leider für Selfie-Aufnahmen und VLOGs alles andere als ideal, da ein notwendiger Griff oder ein Stativ entweder das Umklappen des Displays verhindert oder direkt vor dem Display sitzt. Es ist mir unverständlich, warum hier nicht das bewährte seitliche Klappdisplay der D5x00-er Serie übernommen wurde.

Weiterhin ist die Kamera leider von vorne kaum bedienbar, da unverständlicherweise das Display, wenn es nach vorne geklappt ist, auf einen reduzierten Modus umschaltet, in dem z. B. das wichtige i-Menü plötzlich nicht mehr verfügbar ist. Dabei wäre gerade das bei der Bedienung der Kamera von vorne essenziell wichtig. Auch die Aussteuerungsanzeige im Video-Modus verschwindet seltsamerweise, wenn man das Display nach vorne klappt. Das macht auf den ersten Blick für mich auch keinen Sinn.

Mehr dazu aber, wenn ich Gelegenheit habe, das alles in Ruhe zu testen.

Ergonomie

Auffällig ist das kleine und leichte Gehäuse, es wiegt nur 450 g mit Akku und Speicherkarte und hat die Abmaße 93,5 x 126,5 x 60 mm. Die Z 50 sieht aus, wie eine Mini-Z 6. Trotz ihrer Größe liegt die Kamera Nikon-typisch sehr gut in der Hand. Und das selbst bei meiner großen Hand.

Auch sehr gut: Die Front und Oberseite des Gehäuses sind aus Magnesium, bringen also die notwendige Stabilität mit und sind spritzwassergeschützt.

Weiterhin bietet die Kamera, wie die “großen” Nikons, zwei Einstellräder, eines vorne und eines hinten/oben, mit denen sich im M-Modus z.B. Blende und Belichtungszeit, im A Modus Blende und Belichtungskorrektur etc. einstellen lassen. Damit bietet die Z 50 einen großen Vorteil gegenüber der D5x00 und D3x00 und orientiert sich beim Bedienkonzept eher an der D7x00er Serie.

Ansonsten werden sich Nikon-User sofort zurechtfinden. Das Menü entspricht dem Menü anderer Nikon Kameras. Auch bei der Z 50 gibt es ein individuell konfigurierbares i-Menü.

Oben rechts auf der Kamera gibt es das bekannte Modus-Wahlrad und einen Foto/Video-Umschalter.

Vorne an der Kamera gibt es zwei individuell belegbare Funktionstasten.

Die neuen Objektive

Die beiden neuen Z-DX-Objektive wurden speziell für das Z-Bajonett entwickelt. Der Autofokus der Zoom-Objektive arbeitet schnell und praktisch lautlos, sodass sie sich auch für Videoaufnahmen gut eignen.

Das sehr kleine und mit 135 g auch sehr leichte Zoomobjektiv NIKKOR Z DX 16-50 mm 1:3,5-6,3 VR ist im eingefahrenen Zustand wirklich ziemlich flach gebaut. Es deckt mit seinen 16-50 mm an APS-C (24-75 mm Vollformat-Äquivalent) einen guten Brennweitenbereich ab und hat mit 0,2 m eine kurze Naheinstellgrenze.

Das NIKKOR Z DX 50-250 mm 1:4,5-6,3 VR ist ein Telezoom, welches gut zu der Kamera passt, auch noch leicht, aber natürlich um einiges größer ist. Der abgedeckte Brennweitenbereich entspricht bei Vollformat 75-375 mm. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,5 m. Das Objektiv wiegt 405 g.

Beide Objektive bringen, ähnlich wie andere Z-Objektive, einen Einstellring mit, der sich mit bestimmten Funktionen wie manuelle Fokussierung, Blendensteuerung und Belichtungskorrektur belegen lässt.

Ebenfalls sind beide Objektive mit einem Bildstabilisator (VR) ausgestattet, um Verwackelungen sowohl beim Filmen als auch beim Fotografieren zu reduzieren. Leider ist das auch notwendig, da die Z 50 ja leider keinen eingebauten, sensorbasierten Bildstabilisator (IBIS) hat.

Die Bajonette beider Objektive sind aus Kunststoff.

Blitz

Die Z 50 bringt einen eingebauten Blitz mit Leitzahl 7 mit, der nach oben über dem EVF ausgeklappt werden kann. Darüber hinaus gibt es auch einen ISO-Blitzschuh, zum Anschluss eines externen Blitzes oder weiteren Zubehörs.

Video

Die Z 50 filmt in Auflösungen bis zu 4K mit 24, 25 oder 30 fps, ähnlich wie die Z 6 und Z 7. Zeitlupen lassen sich bis hin zu 4x (120 fps) in Full HD direkt aufnehmen.

Alle Video-Modi können den vollen Sensor nutzen (kein Zwangs-Crop). Andere Reviews berichten hier von einem Zwangs-Crop, ich habe den beim Test nicht festgestellt und mir jetzt auch extra noch einmal von Nikon offiziell bestätigen lassen, dass definitiv der gesamte Sensor für die Videoaufnahme genutzt wird. DPreview & Co lagen hier also initial falsch, zumindest DPreview hat das aber mittlerweile korrigiert.

Bei Bedarf kann man natürlich auf eigenen Wunsch einen 1.5x-Crop aktivieren, um ein engeres Bildfeld zu realisieren.

Die Kamera hat neben dem obligatorischen eingebauten Mikrofon auch einen 3,5 mm Klinkenanschluss für ein externes Mikrofon, bietet aber leider keine Möglichkeit, einen Kopfhörer anzuschließen.

Konnektivität

Die Kamera lässt sich per WLAN und Bluetooth mit Smartgeräten koppeln. Dabei gibt es sowohl die Option, die Nikon-eigene Snapbridge App zu nutzen, als auch ein offenes WLAN einzusetzen, genau wie es auch mit der Z 6, Z 7 und (nach Firmwareupdate) so gut wie allen anderen Nikon Kameras möglich ist.

Eine Riesenenttäuschung, nicht nur für Zeitrafferfotografen ist, dass die Kamera keinen Anschluss für einen externen Intervallauslöser mitbringt. Das bedeutet für Zeitrafferfotografen, dass sie auf die recht rudimentäre Intervallfunktionalität der Kamera angewiesen sind. Diese erzwingt allerdings lange Schwarzzeiten, blockiert die Kamera und hat noch andere Nachteile. Dadurch verhindert sie erweiterte Techniken, wie die Aufnahme von Tag-Nacht und Nacht-Tag-Übergängen (dem Heiligen Gral). Weiterhin lassen sich dadurch auch keine marktüblichen Fernauslöser anschließen, sondern man ist auf die proprietäre Bluetooth Fernbedienung von Nikon angewiesen.

Die Kamera hat einen Micro-USB Anschluss (kein USB-C).

Akku und Speicherkarten

Zur Stromversorgung kommt leider ein komplett neuer Akku zum Einsatz, der EN EL 25.

Für die Bildablage gibt es einen SD-Karten-Slot, der UHS-I unterstützt.

Verfügbarkeit und Preise

Die Nikon Z 50 und die zwei neuen Z-DX-Objektive sind voraussichtlich ab Mitte November 2019 im Handel erhältlich.

Hier die avisierten UVP des Herstellers:

Nikon Z 50 Gehäuse 949,00 €
Nikon Z 50 Kit DX 16-50 mm 1:3.5-6.3 VR 1.099,00 €
Nikon Z 50 Kit DX 16-50 mm 1:3.5-6.3 VR + DX 50-250 mm 1:4.5-6.3 VR 1.339,00 €
Nikon Z 50 Gehäuse + FTZ Bajonettadapter 1.099,00 €
Nikon Z 50 Kit DX 16-50 mm 1:3.5-6.3 VR + FTZ Bajonettadapter 1.249,00 €

 

NIKKOR Z DX 16-50 mm 1:3.5-6.3 VR 359,00 €
NIKKOR Z DX 50-250 mm 1:4.5-6.3 VR 409,00 €

Mein erstes Fazit

Mit der Nikon Z 50 geht Nikon meines Erachtens nach den richtigen Weg und bringt eine kleinere und günstigere Kamera mit APS-C Sensor und dem großen Z-Bajonett auf den Markt. Damit erschließt man sich sicher eine Zielgruppe von Neukunden im kostensensitiveren Bereich.

Weiterhin spricht die Kamera natürlich all diejenigen an, denen an einer kleinen und leichten Kamera/Objektiv-Kombo gelegen ist und die trotzdem nicht auf die gewohnte Ergonomie einer Nikon mit dem tollen Handgriff und ausgereiftem Bedienkonzept verzichten wollen.

Die vorgestellten zwei Objektive sind sicher erst der Anfang. Man darf gespannt sein, was Nikon (oder Fremdhersteller) in dem Bereich noch an Objektiven herausbringt. Davon wird es sicher auch maßgeblich abhängen, ob die Kamera abseits der oben genannten Zielgruppe erfolgreich sein wird. Derzeit werden kreative Fotografen mit dem verhältnismäßig lichtschwachen neuen Standard-Zoom-Objektiv jedenfalls noch nicht wirklich glücklich, da es kaum Freistellpotenzial bietet. Pluspunkt ist natürlich, dass die Kamera mit dem 16-50 wirklich beeindruckend klein und leicht ist.

Leider versäumt es Nikon mit der Z 50 die wichtige Zielgruppe der Youtuber, Instagrammer und VLogger für die Kamera mitzunehmen – gerade bei dem jüngeren Klientel angesagte Themen. Aber nicht nur: Auch bei mir hätte die Kamera hier einen Einsatzbereich finden können. Heute setze ich für Videos, bei denen ich mich selbst filme, die Z 6 ein. Die Interview-Aufnahmen in meinem Kenia-Safari-Film sind zum Beispiel Aufnahmen, die in diese Kategorie fallen. Ein großer Nachteil der Z 6 ist dabei allerdings, dass das Display sich nicht nach vorne klappen lässt, man also ohne Weiteres nicht sieht, was man filmt, wenn man sich selbst filmen möchte. Bei der Z 50 ist nun das Display zwar nach vorne klappbar, aber auf die denkbar ungünstigste Form: Der Monitor wird nach unten weggeklappt und steht so Handgriffen und Stativen im Weg.

Auch ist die Z 6 eigentlich etwas schwer, sich selbst länger aus der Hand zu filmen. Auch hier wäre die Z 50 eigentlich super, bestünde nicht das eben genannte Problem und hätte Nikon nicht auf den Stabilisator (IBIS) verzichtet.

Leider sind die vorgestellten Objektive verhältnismäßig lichtschwach und stellen daher nicht nur in solchen Situationen kaum frei. Hier würde es einer lichtstarken Weitwinkel-Festbrennweite für APS-C bedürfen, um ein schönes Bokeh zu erhalten – die gibt es allerdings derzeit für das Z-Bajonett nicht. Das 35 mm f/1.8 S ist an APS-C quasi ein 50er und hat auch keinen VR eingebaut.

Die Adaptierung von F-Mount-Objektive über den FTZ-Adapter ist an einer solch kleinen Kamera auch nur so mittel-attraktiv: Der Adapter und die Objektive machen den Größen- und Gewichtsvorteil der Kamera wieder etwas zunichte. Das alte AF-S 35mm DX f/1.8 wäre noch die attraktivste Festbrennweite an der Z 50 – es ist günstig, klein und leicht. Allerdings benötigt es den FTZ-Adapter und trägt daher natürlich etwas mehr auf. Das wäre aber eine Alternative für kreative Fotografen. Für Selfie-Aufnahmen sind 35 mm an APS-C allerdings zu eng, da braucht es mehr Weitwinkel.

Auch für Zeitrafferfotografen wäre die Z 50 eigentlich eine ideale Kamera: Sie ist klein und leicht, bietet eine verschleißfreie elektronische Auslösung, mit 21 MP nicht zu große Dateien, einen sehr guten Sensor und die übliche Nikon Performance. Und nicht zu vergessen: offenes WLAN! Und dann spart Nikon bei der Kamera den Anschluss für den externen Fern- bzw. Intervallauslöser ein. Das kann echt nicht wahr sein! Damit ist die Z 50 für Zeitrafferfotografen, die nur ein bisschen mehr machen wollen, als tagsüber statische Aufnahmen, nicht zu gebrauchen. Das ist wirklich verschenktes Potenzial.

Unbestreitbar bleibt bei der Z 50 aber natürlich der Preisvorteil gegenüber einer Z 6. Hier konkurriert die Z 50 aber natürlich mit ihren Vorgängerinnen, der D5600 und der D7500. Beide sind zwar derzeit noch günstiger zu haben (aktuelle Preise hinter den Links), ich gehe aber davon aus, dass der Marktpreis der Z 50 relativ schnell deutlich unter dem UVP liegen wird.

Ich bin und wahr jahrelang ein großer Fan der D5x00 Serie. Die Kameras haben ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, einen tollen Sensor und alles, was man braucht, um gute Fotos zu machen. Eigentlich wäre die Z 50 hier ein würdiger Nachfolger. Sie ist eine kleine Z-Kamera, die toll in der Hand liegt und alle wichtigen Funktionen bietet. Der Video-Modus ist sogar deutlich besser als der Video-Modus der D5x00, der elektronische Sucher toll, der Puffer um einiges größer, der Autofokus deutlich besser und so weiter. In den allermeisten Punkten ist die Z 50 dichter an der D7500 dran, als an der D5600.

Allerdings schürt die Neue natürlich die Erwartungen, dass nun alles kleiner und leichter würde. Dem ist halt nur so, wenn man auf die neuen Objektive setzt. Sobald man alte Objektive adaptieren muss, relativiert sich das. Hier wird es darauf ankommen, wie schnell und zu welchem Preis Nikon (oder Andere) welche APS-C-Objektive für das Z-Bajonett herausbringen werden.

Klar werden sich viele über den “fehlenden” IBIS-Stabilisator ärgern, aber den hatte vor den Z 6 und Z 7 keine Nikon Kamera. Das ist natürlich dem anvisierten Preis geschuldet.

So – das waren meine ersten Eindrücke. Mehr zur Z 50 dann, wenn ich sie für einen ausführlichen Test hier habe.

Was sagt ihr? Passt die Z 50 in euer “Beuteschema”? Habt ihr Fragen zur Kamera? Ich freue mich über euer Feedback in den Kommentaren!

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42 Kommentare bisher


  1. Kannst du schon etwas dazu sagen, wie gut das adaptieren von F objektiv geht? Insbesondere der lichtstarken Sigma objektive 18-35 50-100 und dabei der Augenautofocus treffsicher ist?

    • Das adaptieren von Objektiven funktioniert an den Z-Kameras ohne Probleme und ohne Verluste in der AF-Leistung. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass F-Mount Objektive im Video-Modus nicht so sanft und leise fokussieren, wie die neuen nativen Objektive für das Z-Mount.

  2. Markus Schlevogt 14. Oktober 2019, 00:43   »

    Hey Gunther,

    danke für deine erste Einschätzung, bin gespannt auf den Test.
    Was ich grundlegend erwähnenswert finde, vor allem im Vergleich zur D3x00er und D5x00er Reihe ist, dass die Kamera sowohl ein hinteres, als auch ein vorderes Einstellrad hat. Gerade im Manuellen Bereich möchte ich das bei meinen Kameras nicht mehr missen.
    Es gibt ja inzwischen dir aktualisierte Objektiv-Roadmap, allerdings wird für den DX-Bereich dort aktuell nur ein 18-140mm angekündigt, also wieder kein lichtstarkes Prime. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass die Tatsache, dass Nikon beim Z-Bajonett geblieben ist, weitere Dritthersteller anspornt für den Z-Mount zu bauen, jetzt wo er auch APS-C abdeckt.
    Ich teile deine Enttäuschung des weggefallenen Anachlusses für Auslöser, finde es aber auch beachtlich, dass wie mir scheint bei all den Hardwareunterschieden zur Z6 und Z7 ein Großteil der Software übernommen wurde. Und vor allem die Videofunktionen sind so üppig ausgestattet wie die anderen beiden (also z.b. nicht nur fertig gerenderte Slow-Motion sondern echte Aufnahme mit 120 bzw. 100 Bildern pro Sekunde inklusive Ton).

    Eine Sache die ich aber gar nicht rausfinden konnte ist, ob sie ebenfalls über Zebra und Peaking verfügt. Kannst du dazu was sagen?

    Danke für deine tolle Arbeit.
    Grüße
    Markus

    • Markus Schlevogt 14. Oktober 2019, 00:50   »

      Da fällt mir gerade noch ein kleiner Fehler auf. Hab eben den Teil mit der Slo-Mo bei dir nochmal überflogen und du schreibst von einer 8fachen Zeitlupe. Meines Wissens dürfte es maximal 5fach sein (24 fps x 5 = 120 bzw. 25 fps x 4 = 100 für PAL)

    • Hallo Markus, ja, mit den zwei Einstellrädern setzt sich die Z 50 beim Bedienkonzept von der D5x00er und D3x00er Serie ab. Ich habe das noch in den Artikel aufgenommen. Zebra/Peaking werde ich bei Gelegenheit checken und dann ergänzen.

  3. Michael 12. Oktober 2019, 20:35   »

    Hey Gunther,

    woher die Info, die Kamera sei nicht über USB ladbar?
    Laut anderen Quellen ist das schon der Fall und das mitgelieferte Kabel UCE-21 ist ja auch zum Laden geeignet.

    Danke und Gruß

    • Ich kann das im Moment weder bestätigen noch dementieren, da ich derzeit keinen Zugriff auf eine Z 50 habe. Ich habe das jetzt erstmal aus dem Artikel genommen und werde es dann testen, sobald ich Zugriff auf eine Kamera habe.

  4. Das Display lässt sich doch auch nach oben kippen, warum erwähnst du das mit keinem Wort?

  5. Das wird wohl nichts mit mir. Kein eingebauter Stabi und nur Dunkellinsen ohne Freistellung. Sorry Nikon, aber damit ist jeglicher Kaufimpuls unterdrückt.

  6. Das ist von Nikon nur konsequent, wenn sie eine Spiegellose mit DX Formfaktor in das Portfolio aufnimmt. Aber die kommt für mich leider nicht in Betracht wegen eins fehlenden Sensor Stabis und derart lichtschwachen Optiken. Die Erfahrung in der Vergangenheit haben leider gezeigt, wie lieblos Nikon die APS-C Kameras mit Objektiven ausstattet. Und aktuell liegt der Schwerpunkt für neues Gas im Vollformatsektor. Ich nehme die D500 liebend gerne für Wildlife, weil dort alles passt: Ergonomie und Performance, leider verhindert de Spiegel einen guten Video-AF. Als mobile Begleitung nehme ich seit Jahren die Olympus M10, da gibt es auch sehr lichtstarke und kompakte Optiken.

  7. Sven Gebhard 11. Oktober 2019, 08:42   »

    Finde es gut, das Nikon in den Systemkameramarkt einsteigt, aber leider noch nicht so wie ich es mir gewünscht hätte. Hab auf eine Systemkamera in der D7500 Riege gewartet. Außerdem wäre es toll gewesen, wenngleich zu Anfang ein Objektiv wie das 35 1.8 oder gar ein 24 1.8 zur Verfügung stünde. Hätte die Z50 ein Schulterdisplay und den Fokusstick der Z6 wäre ich vollends begeistert. Bin amimmer noch skeptisch wegen des AF bei Systemkameras. Hoffe sie sind speziell beim Tracking und Continous AF bald auf der Höhe der DSLR Dinosaurier.

  8. Hallo Gunther,
    toll, dass Du so nah am Geschehen bist und wir Deine Einschätzung so frühzeitig lesen können. Danke. Was für mich unverständlich ist, dass eines der führenden Unternehmen im Kamerabau einen Anschluss weglässt, den jeder Fotograf benötigt, der Aufnahmen mit Stativ, oder spezielle Arbeitsformen in der Fotografie einsetzt…Da heißte es wohl, wenn man darauf Wert legt eine Generation länger warten oder doch das spiegellose Vollformat bevorzugen.

    Liebe Grüße aus Baden

    Andreas Ohse

  9. Also ich muss sagen, ich bin ein großer Fan deiner Seite und deinen Berichten geworden. Bei den Einstellungen mache ich es exakt so wie du sagst an den Kameras. Es ist bewundernswert, wie du durch die Welt reist mit teuren Objektiven und Kameras und diese ausprobierst. Ist das nicht manchmal gefährlich? Da wird man echt neidisch, aber nicht böse neidisch, sondern man möchte am liebsten mitfahren.
    Zur Kamera Z50. Dieser große Buckel da oben drauf, gefällt mir gar nicht, ich finde die Kamera insgesamt hässlich. Als großen Fehler, gegenüber Sony, empfinde ich den Bildstabilisator nicht einzubauen, denn die Kamera ist nicht billig. Von der Z Reihe habe ich mich komplett abgewandt, schon weil ich mir jetzt eine D850 gekauft habe. Bei der Z6 und Z7, finde ich nur einen Kartenschacht fatal. Ich muss aber auch zugeben, dass spiegellose Kameras, von Sony, Nikon oder wo auch immer, mich noch nie begeistern konnten. Ob das mal eine schafft?

  10. Hallo,

    kein LCD Display auf der Oberseite der Kamera?
    Das würde mir fehlen, mit einem schnellen Blick, einige Einstellungen zu sehen.
    Ansonsten, kann ich die bemängelnden Punkte auch nicht nachvollziehen.
    Das kann ja wohl nicht alles wegen dem Rotstift zum Opfer gefallen sein.
    Ich verstehe nicht die Design-Ingenieure. Ob das auch Fotografen sind? :-)

  11. Nette Kamera, allerdings befürchte ich, dass die Z50 bzw. evtl. zukünftigen spiegellosen Z’s nur ein Schattendasein neben den FX Z-Kameras fristen wird – in Bezug auf Optiken etc.

    Mich hat es immer genervt, dass es keine vernünftiges Objektiv-Lineup für DX-Kameras gab. FX-Linsen an einer APSC macht für mich keinen Sinn, da dann der Größen- und Gewichtsvorteil dahin ist.

    Also bin ich vor einem Jahr von der D7100 auf eine Fujifilm X-Pro2 gewechselt. Hier gibt es richtig gute, native APS-C Linsen über (fast) das ganze Brennweitenspektrum. Dazu noch geniale Festbrennweiten.

    Mich bringt (bei APSC) jedenfalls nix mehr zu Nikon ;-)

  12. Stefan B 10. Oktober 2019, 20:03   »

    Super, ich hatte schon gehofft, dass hier ein Z50-Artikel erfolgt – schön, dass er so zeitnah kam :)

    Hatte länger gehofft, dass da eine preislich halbwegs attraktive APS-C-DSLM von Nikon kommt. Allerdings würde ich wohl trotzdem bei meiner D5300 und meinem geliebten Sigma 18-35er (und manchmal dem 10-20 und 50-100er) bleiben – erst recht, solange die Kamera nicht kaputt geht.

    Die Kombi führt zwar leider dazu, dass ich Kamera seltener mitnehme als ich gerne würde, aber bei einer APS-C-DSLM und den passenden Objektiven ist’s wohl trotzdem schwierig, noch besonders viel Platz und Gewicht zu sparen.

    Knapp 100g und grob 1,5 cm in der Tiefe, die ich bei der Z50 sparen würde. Neue (würdige) Objektive dürften wohl etwas auf sich warten lassen und kein Schnäppchen werden. Mit dem Adapter ist der Vorteil futsch und das Klappdisplay würde ich wohl auch vermissen.

  13. Ich finde das klingt alles ziemlich vielversprechend. Ich bin schon seit längerem auf der Suche nach einer Wander-Kamera. Ich schleppe bisher immer meine 7100 mit dem Sigma 18-35 mit rum. Das ist schon ein ziemlich schweres Paket. Die Z50 mit dem Standard-Kit-Zoom wiegt kaum mehr als ein Drittel! Das ist schon ein “gewichtiges” Argument dafür, auch wenn die fehlende Lichtstärke natürlich Kreativität nimmt.

    Was mich von einem frühen Kauf abhält sind drei Gedanken:
    -Die D3500 ist mit ihrem Standard-Zoom ähnlich leicht und nichtmal halb so teuer. Wenn die D7100 meine “Hauptkamera” bliebe, wäre die D3500 auch des F-Mounts wegen die bessere Wahl.
    -Ich liebäugel immer noch mit der Z6. Das Problem dabei: Für meine Makro-Fotos bin ich wahrscheinlich noch eine ganze Weile lang auf den F-Mount mit DX-Optik angewiesen. Ich nutze bei Makros auch den AF und habe Zweifel, dass das an einer Z-Kamera genauso gut funktioniert. Ich hätte in diesem Fall also eine Z50, eine Z6 UND die 7100. Das sind mir irgendwie zu viele Kameras. :D
    -Ich glaube, dass die Entwicklung des Autofokus in den DSLMs in den nächsten Jahren kräftig Fahrt aufnimmt. Jetzt, wo der AF in den Sensor integriert werden kann, entstehen völlig neue Möglichkeiten (siehe Augen-AF). Das heutige “hakelige” hin und herspringen des Fokuspunktes wird bald wirken wie von vorgestern. Das Tracking wird in kürzester Zeit wesentlich besser werden. Es lohnt sich also wahrscheinlich, die zweite Kamera-Generation abzuwarten.

  14. Hallo Gunther,

    auch ich denke, das Nikon hier den richtigen Weg geht.
    Mag sein, das ein paar nützliche Dinge weggelassen wurden wie etwa den fehlenden Anschluss für einen Kabelauslöser und internen Bildstabilisator.
    Trotzdem finde ich die Z50 für eine gelungene Kamera und kann sie mir gut als Reisekamera oder als zweite neben FX vorstellen.
    An Objektiven wird bestimmt auch noch brauchbares kommen.
    LG

  15. Ein paar technische Daten sind für mich immer noch unklar:
    “Die Video-Modi nutzen den vollen Sensor (kein Crop)”

    DPReview dagegen berichtet, dass in 4k ein Crop-Mode von 1,5 existiert.
    Das wäre aber eine wichtige Information im Vergleich zur D7500. Wie ist das jetzt?

    • Es geht darum, dass es keinen Zwangs-Crop gibt. Das heißt standardmäßig nutzt die Kamera den vollen Sensor. Es gibt ja auch Kameras, bei denen man bei 4K Video nur einen Teil des Sensors nutzen kann und so Zwangsweise immer einen Crop hat.
      Dass man bei Bedarf und freiwillig einen 1,5x Crop nutzen kann hat damit ja nichts zu tun. Ich versuche das im Artikel noch etwas klarer zu formulieren.

      • Hallo Gunter, danke für die schnelle Antwort, aber ich hatte das schon verstanden. Bei der D7500 gibt es ja den Zwangs-Crop bei 4K.
        Aber dasselbe berichten andere Seiten eben auch von der Z50: durch den Zwangs-Crop ist man bei 4K auf extreme Weitwinkel angewiesen, um auch nur ein schwaches Weitwinkelvideo zu machen…

        • Ich denke, die beziehen sich auf den immanenten Crop des Aps-C sensors gegenüber Vollformat.

        • Ich sehe, was du meinst. DPreview und andere schreiben, die Kamera hätte einen zusätzlichen Crop im Video. Laut offizieller Aussage von Nikon, die mir vorliegt, ist das aber nicht der Fall, ich habe gerade noch einmal mit Nikon dazu telefoniert.
          Update: DPreview hat das mittlerweile auch korrigiert.

  16. Gerd T. 10. Oktober 2019, 14:57   »

    Die Optik ist gewöhnungsbedürftig. Das Design der Sony 6000er Reihe bzw. der Panasonic GX8 wäre toll gewesen. Auch dass der Monitor nur nach unten klappt ist schlecht (Stativ im Weg!). Für den Monitor hat doch Nikon hat doch ein tolles Design aus der D3xxx/D5xxx. Warum wurde das nicht verwendet. Außerdem ist der Preis deutlich zu hoch. Man kann nur hoffen, wie du auch schon schreibst, dass der Straßenpreis bald sinkt.

    • Naja, die Designfrage ist Geschmacksache. Ich würde die Z 50 vom Design her jederzeit gegenüber den von Dir genannten vorziehen. Aber wie gesagt: das sieht jeder individuell.

  17. Also wenn man sich die technischen Daten so durchliest sind da schon ein paar Fragen.

    -Im Netz habe ich bei NikonRumors eine Roadmap für Nikon Z Objektive gefunden und neben dem 16-50 und dem 50-250 is da bis jetzt nur ein 18-140mm als reines DX-Objektiv gelistet. Wieso bringt Nikon nicht direkt ein paar Festbrennweiten für Z-DX auf den Markt? Ein 23mm, ein 35mm und ein 50mm jeweils mit F1.8.

    -Wieso wird am IBIS gespart? Mit IBIS hätte man schön Alt-Objektive adaptieren können,m und dann stabilisiert arbeiten. Schade.

    -Das Display hätte man wie die der D5xxx Reihe machen sollen und nicht diese komische Lösung mit nach unten klappen.

    -Das Gehäuse soll ja wetterfest sein, sind die beiden Objektive das auch?

    Ich habe selbst eine Nikon D7500 und auch im F-Mount gibt es zu wenige gute und wetterfeste reine DX-Objektive und ja ich mir durchaus bewusst das man FX Objektive auch an DX benutzten kann. Aber wenn ich eine kleine und leichte Kamera kaufe sollen die Objektive auch klein und leicht sein.

    • Nikon wird genaue Zahlen haben, was verkaufbar ist und was nicht (obwohl ich da manchmal – wie z. B. bei der Lieferfähigkeit des 500PF meine Zweifel habe).
      Tatsache ist aber: sowohl Nikon als auch Canon haben letztes Jahr begonnen, in einen schrumpfenden Markt zu verkaufen mit ihren DSLMs.
      Die Spiegelloszahlen 2019 bis August incl. sind weltweit um 13% (shipment) bzw. 23% (production) gesunken gegenüber letztem Jahr – trotz dieser beiden neuen Anbieter. Deswegen sind die ganzen Influencer ja umgestiegen und postulieren jetzt die Umsätze (die sind stabil bzw. leicht steigend: was will uns das sagen: ja, die Teile pro Stück werden teurer).
      Gleichzeitig sind Spiegellos-Kameras Hochleistungsrechner im Vgl. zu DSLRs, schon allein, um im Sucher was zu sehen, muß ja permanent das Bild ausgelesen und gerechnet werden. Folge: immenser Entwicklungsaufwand.
      Der Preis wird aber vom Marketing vorgegeben (siehe anderer Kommentar hier: Preis deutlich zu hoch). Also müssen die Entwickler entscheiden, was sie einbauen und was nicht, bzw. welche Schubladenlösung zur Verfügung steht, die nicht extra Entwicklungsaufwand bedeutet.
      Und Produktionskosten gibt es auch noch – ich denke, denen dürfte der IBIS zum Opfer gefallen sein.
      Zu den Objektiven: weltweit werden im Bereich APS-C oder kleiner auf jede verkaufte Festbrennweite 10 Zooms verkauft – logisch werden die zuerst angeboten (im Vollformat-Bereich ist das Verhältnis annähernd 1:1). Die APS-Käufer kaufen halt das Kit mit und gut ist …
      … der Trend geht halt zum Taschenspion à la Smartphone …

  18. Steffen Abel 10. Oktober 2019, 11:36   »

    Hallo, ich finde die Z50 ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Optisch ist sie auch sehr ansprechend. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass sie in den Funktionen zu sehr beschnitten ist. Das haben Canon und Nikon früher bei den „kleineren“ Modellen immer ganz gern gemacht (bei der D600 gab es zB keine Belichtungsvorschau im Liveview). Schade ist, dass sie einen eigenen Akku hat. So kann man die Batterie nicht mit den Großen kombinieren. Für mich noch interessant, sie ist kaum kleiner wie eine Sony A7, das ist für die Ergonomie sicher gut, würde für mich als 2. Kamera aber keinen Sinn machen. Grüße!

    • Hallo Steffen, die Z 50 ist erheblich kleiner und leichter als eine Sony Alpha 7. Die Z 50 wiegt mit Akku und Speicherkarte 450 g. Abmessungen ca. 93,5 x 126,5 x 60 mm.
      Die Alpha 7 III im Vergleich wiegt 650g, und hat die Abmaße 95,6 x 126,9 x 73,7 mm.

      • Hallo, ich denke der Steffen meinte tatsächlich die A7. Die hat laut offizieller Sony-Homepage 126,9 x 94,4 x 54,8 mm bei 474g inkl. Akku&SD-Karte.

      • Steffen Abel 10. Oktober 2019, 13:37   »

        Hallo Gunther, das Gewicht ist deutlich weniger, da hast du Recht. Die Abmaße sind aber sehr ähnlich. Aber das muss ja kein Nachteil sein. Ich finde Ergonomie auch wichtiger als Kameras immer noch kleiner zu bauen. Und für eine APSC Kamera ist sie ja schön kompakt. Grüße!

      • Heidl Winfried 10. Oktober 2019, 22:12   »

        Hallo, naja die Z50 hat einen Minisensor und die a7er den KB, also kein Vergleich mit der Größe ?

  19. Hallo Gunther,

    schöne erste Eindrücke. Was mich als bekennender DSLR-Fotograf aber wundert: Der Sensor entspricht in der Auflösung der D500, die Serienbildgeschwindigkeit ist einen Tick höher (11 statt 10 Bildern/s).
    Trotzdem ist schon nach 29 Bildern Schluß – die D500 ist nach (einstellbaren) 200 Bildern zwangsgebremst.
    Da muß doch irgendwo ein richtig dünnes Nadelöhr sein (an der SD-Karte kann’s kaum liegen, denn ich hab’s – nachdem ich mal ‘ne schnelle UHS2 in die Finger bekam – mit der in der D500 mit demselben Ergebnis wiederholt).

    • Hallo Bernhard, bist du sicher, dass die D500 200 Raw-Bilder am Stück in höchster Geschwindigkeit aufnehmen kann? Das würde mich sehr wundern. Es geht hier nicht um die künstliche Grenze bei 200 Bildern, sondern darum, wann die Kamera langsamer wird, weil der Puffer volläuft.
      Weiterhin habe ich natürlich nur mit der einfachen SD Karte getestet, die Nikon in der Kamera hatte, keine Ahnung wie schnell die war. UHS-II unterstützt die Z 50 beim Schreiben aber auch nicht.

      • naja, ich hab mich an Dein T-Shirt erinnert: “no, I don’t care about my shutter” :)
        Ich hab CH eingestellt und sie tatsächlich durchrattern lassen – und mich noch gewundert – ich wollte das für den Blogartikel verwenden als Argument Pro XQD damals.
        Aber weil Du so dediziert nachfragst, hab ich das eben nochmal wiederholt: einmal 58 Bilder, einmal 61 Bilder (Sandisk Extreme Pro UHS2 32GB). Dann XQD zur Kontrolle: wieder volle 200 Bilder.
        Dann hab ich noch ‘ne neue 64GB-SD desselben Typs getestet: 56 Bilder.

        Insoweit – OK, nehme meine Bemerkung oben zurück, behaupte aber nicht das Gegenteil: die D500 ist immer noch schneller … ;)

        Aber danke, daß Du nachgefragt hast – bin jetzt auch schlauer, muß aber nachgrübeln, was ich damals offenbar falsch gemacht habe.

        • Na klar, xQD ist natürlich viel, viel schneller. Und die D500 ist eine auf’s Profi-Segment ausgerichtete Kamera, die eine ganz andere Zielgruppe anspricht, also die Z 50.

          • … und ich weiß inzwischen auch, was ich damals wohl falsch gemacht hatte:
            Bei meinen Einstellungen (14bit NEF verlustfrei komprimiert) kommt es auf das Motiv an.
            Bei einfachem Test mit Deckel auf dem Bajonett kommen Dateigrößen von 21,7MB raus – da schafft die D500 mit SD tatsächlich die 200 Aufnahmen HighSpeed.
            Bei realem Motiv sind’s bei dem Test eben zwischen 24,2 und 25,2MB – und dann ist nach 57 Bildern (beim letzten Test) eben Schluß.
            (Hat mir jetzt keine Ruhe gelassen, das _mußte_ ich jetzt wissen …). Also: Kommentar 1 ging wohl von falschen Voraussetzungen aus – trau nie einem Test, den Du nicht selbst gefälscht hast ;)

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