Novoflex Triopod und Classic Ball 3-II – Mein Stativ in Peru

19112014

Auf der Photokina hatte ich mich mit Novoflex unterhalten – eine deutsche Firma, die für ihr feines Foto-Zubehör bekannt ist und die tatsächlich noch in Deutschland produziert. Heutzutage eine echte Seltenheit in der Branche. Ich berichtete über meine bevorstehende Peru-Reise und sie boten an, mir für die Reise ihr neues Stativ, das Triopod sowie den neuen Kugelkopf Classic Ball 3-II zur Verfügung zu stellen. Wie sich diese Combo auf der Reise geschlagen hat, darüber berichte ich Euch nun.

Ein neues Stativ? So ein kleines? Und dafür mein Brot-und-Butter Stativ zuhause lassen? Leicht habe ich mir diese Entscheidung nicht gemacht. Aber da lag es vor mir, das Triopod von Novoflex in der Carbon Variante. Schick. Und ziemlich stabil für seine Größe. Und dann der Kopf. Tolles Engineering. Und es passte gerade noch in den sowieso schon übervollen Koffer für die Peru-Reise.

Im Vergleich zu dem Manfrotto 055CX Pro 3, das ich auf den letzten Reisen dabei hatte (in Verbindung mit dem Sirui K 30-X), ist das Novoflex deutlich kleiner und kompakter, in Punkto Stabilität müsste es noch zeigen, ob es mithalten kann. Seine Kompaktheit ist der eine Grund, weshalb ich es als Reisestativ so attraktiv fand. Der andere ist, dass mir die neuen Varianten des Manfrotto nicht mehr so gut gefallen, ich also immer mal wieder nach Alternativen, die ich Euch empfehlen kann, Ausschau halte.

triopod

Nun aber zu dem Novoflex. Schon beim Auspacken kommt Freude auf. Alles ist hervorragend verarbeitet. Sogar eine Tasche liegt bei. Jedes der drei Beine kann man abschrauben. Im Nu baut man sich dann aus einem der Beine ein Einbeinstativ, oder setzt die mitgelieferten Mini-Beine an, um sehr bodennah oder auf dem Tisch zu arbeiten.

Bei der Bestellung kann man übrigens entscheiden, ob man 3-segmentige, 4-segmentige oder Wanderstockbeine haben möchte. Weiterhin kann man zwischen Alu und Carbon wählen.

Bodennahes Arbeiten geht aber auch mit den normalen Beinen, da das Triopod keine Mittelsäule hat. So kann man auch die normalen Beine bis zu 90° abwinkeln und so in minimaler Höhe arbeiten.

Es geht bei Bedarf noch tiefer: die Beine lassen sich bis 90° abknicken.

Das Weglassen der Mittelsäule wünsche ich mir schon lange. Eine ausgefahrene Mittelsäule macht jegliche Stabilitätsbemühung in der Regel zunichte, so dass sie sich ohnehin verbietet (es sei denn, man fotografiert Makros und nutzt die Mittelsäule für eine schnelle Hähenangleichung) – ansonsten verhindert sie in der Regel, dass man das Stativ bodennah einsetzt. Ausnahmen sind Mittelsäulen, die sich im 90° Winkel verstellen lassen, wie bei dem Manfrotto, aber das ist der Stabilität dann natürlich auch nicht förderlich.

Beim Novoflex hat die fehlende Mittelsäule noch zwei weitere positive Aspekte: Erstens, macht sie das Stativ dadurch um einiges leichter und zweitens im zusammengelegten Zustand auch von Durchmesser her deutlich schlanker, einfach genial, insbesondere im Koffer, Rucksack etc.

Classic Ball 3-II – Herkömmliche Montage mit einer zusätzlichen rastbaren Panorama-Platte links oben.

Die Beine werden mit Drehverschlüssen arretiert. Es ist sicherlich Geschmacksache, ob man darauf steht. Ich persönlich mag die Klick-Verschlüsse anderer Stative lieber, da man hier “binär” “Zu” oder “Auf” einstellen kann. Bei den Drehverschlüssen kommt es schonmal vor, dass einer nicht richtig geschlossen ist, weil ich nicht genügend gedreht habe und das Bein dann erstmal einsackt. Die Qualität dieser Drehverschlüsse ist bei Novoflex leider nicht besser, als bei anderen Stativen aus Fernost – es wirkt leider so, als ob die Carbon-Beine hinzugekauft wurden und nur die Stativbasis und der Kopf eine Eigenentwicklung.

Als sehr cooles Detail empfinde ich auch die Befestigung des Kopfes am Stativ. Wie üblich, kommt eine genormte Schraube zum Einsatz, in diesem Fall ist es eine 1/4″ Schraube, ein Adapter auf 3/8″ wird mitgeliefert. So lassen sich alle gängigen Köpfe problemlos montieren. Bei all meinen anderen Stativen schraube ich nun den Kopf von oben an und laufe dann Gefahr, später beim Verdrehen des Kopfes, diesen wieder vom Stativ abzudrehen (wer kennt das Problem nicht). Beim Novoflex gibt es von unten eine Inbusschraube, die man festzieht. Danach löst sich der Kopf ganz bestimmt nicht mehr. Ein kleines Detail, aber in der Praxis unglaublich angenehm.

In Punkto Stabilität, dem wichtigsten Kriterium bei Stativen, kann ich für ein Stativ dieser Größe auch nur Positives berichten. Wie bei jedem Stativ, werden die Beine nach unten hin immer dünner. Für die maximale Stabilität empfiehlt es sich, je nach (Wind-) Bedingungen, die unteren Segmente nicht auszuziehen. Für ein System, dass ohne Mittelsäule und zusätzliche Stabilisierung der Beine an dieser auskommt, ist das Novoflex verdammt stabil. Vor allem für seine Größe.

Die Gummifüße lassen sich übrigens abziehen und geben dann spitze Spikes frei, so dass man je nach Untergrund entscheiden kann, was geeigneter ist. Sehr durchdacht.

Der Classic Ball 3-II Kugelkopf

Wie auch schon bei der Stativ-Basus, merkt man auch dem Kopf an, dass sich hier Entwickler abseits des Mainstreams echt innovative Gedanken gemacht haben.

Was ich ansonsten bei so gut wie allen “Panorama-fähigen” Köpfen seit Jahren nicht verstanden habe ist, dass die Panorama Drehung eigentlich immer unterhalb des Kugelkopfes stattfindet. Das ist absurd! Man kann dann den Kugelkopf und die Kamera bei solchen Systemen noch so schön per Wasserwaage in Waage bringen – sobald man um die Panorama-Achse dreht, werden die Bilder schief! Diese Panorama Achse dreht sich natürlich um die Senkrechte Achse des Stativs, nicht der des ausgerichteten Kugelkopfes. Probiert das mal aus! Um mit solchen herkömmlichen Kugelköpfen also vernünftige Panoramen aufnehmen zu können, muss man die Stativbeine dergestalt verlängern und verkürzen, dass die Stativbasis in Waage steht. Das geht aber nicht, wenn das Stativ nicht selbst auch eine Wasserwaage mitbringt. Der Kugelkopf muss dann nur noch exakt senkrecht ausgerichtet werden, was ihn wiederum ad absurdum führt.

Lange Rede, kurzer Sinn: bei “normalen” Kugelköpfen braucht man für Panoramen eigentlich zwingend einen Rotator, der über dem Kugelkopf angebracht ist, so wie ich es Euch bei meinem Selbstbau-Nodalpunktadapter unter “Pimp my Head” gezeigt habe. Die normale Panorama Funktion unter dem Kugelkopf ist so gut wie nutzlos, da völlig an der falschen Stelle.

Nun aber zu dem Novoflex. Es hat auch eine Panorama platte unter dem Kugelkopf, ihr seht das auf dem Foto weiter oben. Ich habe aber in der Konfiguration über dem Kugelkopf noch einen Panorama-Rotator mich “Klicks” montiert, den ich stattdessen verwendet habe. Aber das ist eigentlich gar nicht erforderlich – denn jetzt kommt der Clou: der Kopf lässt sich auch kopfstehend montieren und betreiben! Und das sieht dann so aus:

Classiv Ball 3-II – Kopfstehend montiert!

Hier brauche ich den zusätzlichen Rotator nicht, sondern ich habe die Schnellwechselplatte für die Kamera direkt auf die Bodenplatte des Kopfes montiert und die Oberseite des Kopfes auf das Stativ geschraubt. Alles gar kein Problem!

Wenn ihr also Panoramen auch mal ohne Nodalpunktadapter und separaten Rotator aufnehmen wollt, dann montiert Euch einfach den Kopf “andersherum” – so bekommt ihr die Panorama funktion über den Kugelkopf.

Einfach aber genial.

Der Blaue Ring ermöglich Euch übrigens, die Friktion einzustellen, also, wie leicht- oder schwergängig der Kopf läuft. Dadurch bleibt dann nur noch eine Schraube, um den Kopf zu lösen oder zu arretieren. Insbesondere im Dunkeln verhindert das langes Gefummel. Bei schweren Objektiven allerdings (so ab 14-24 f/2.8) reicht die Friktion leider nicht mehr und selbst in der schwergängigsten Stufe “hält” der Kopf nicht, wenn die Arretierung offen ist.

Die wichtigste Funktion eines Kugelkopfes ist natürlich, die Kamera genau in der Position festzustellen, in die man sie ausgerichtet hat. Ohne Nachsacken natürlich. Hier macht der Kopf einen hervorragenden Job. Alles sitzt bombenfest, ohne dass man beim Arretieren in irgendeiner Form Kraft ausben müsste. Vorbildlich.

Selbstverständlich sind die Schnellwechselplatten von Novoflex Arca Swiss kompatibel. Ohne Wenn und Aber. All mein Arca-Zubehör von diversen Herstellern passt wie dafür gemacht. Auch hier ist es eine einfache Schraube, mit der die Kamera arretiert oder gelöst wird und nix Fummeliges.

Fazit

Mehr Gewicht und Volumen muss auf Reisen nicht sein. Das Novoflex System ist absolut durchdacht und qualitativ absolut hochwertig ausgeführt. Man merkt, dass hier viel Entwicklungsarbeit hineingeflossen ist und bewusst nach besonderen, praxisnahen Lösungen gesucht wurde, abseits vom Stativ-Einheitsbrei. Stativ und Kopf werden in Deutschland entwickelt und gebaut. Natürlich ermöglicht das keine “Billigware”, wie sie die Konkurrenz aus China auf den Markt wirft. Aber Hand auf’s Herz – ist es nicht toll, auch mal etwas “Made in Germany” zu besitzen, dass sich dann in der Praxis so gut anfühlt? Einziger Wermutstropfen sind meiner Meinung nach die Drehverschlüsse an den Stativ-Beinen. Sie funktionieren, sind aber nicht wirklich innovativ oder besser, als die der Konkurrenz. Ich persönlich bevorzuge Klickverschlüsse.

Das gesamte Stativ könnt ihr Euch nach Euren Wünschen konfigurieren. Ob Alu oder Carbon, die Anzahl der Auszüge und die gewünschte Wechselplatte – ihr könnt frei wählen. Selbstverständlich kann man den Classic Ball auch auf jedes andere vorhandene Stativ setzen oder umgekehrt, nur das Stativ anschaffen und einen vorhandenen Kopf draufsetzen. Ich persönlich finde aber die Kombination der beiden ideal.

Ein Stativ kauft man einmal und hat dann viele Jahre oder gar Jahrzehnte Freude daran. Während das teure Kameragehäuse längst den Weg alles Irdischen gegangen ist, weil es nach wenigen Jahren nicht mehr die entsprechende ISO-Leistung, Auflösung oder hippe, neue Features bringt, funktionieren Stativ und Kopf idealerweise immer noch.

Ich kann mich daher nur wiederholen: bei Stativen und Objektiven sollte man nicht sparen. Lieber beim Kamera-Gehäuse oder dem alljährlichen Smartphone. Wenn man das mal in Relation setzt, dann ist das Novoflex sein Geld sicherlich allemal wert. Ein weiterer, oft vernachlässigter Punkt ist der Service. Bei Novoflex bekommt ihr jedes Schräubchen auch nach Jahren noch als Ersatzteil, während andere Hersteller auf “Neu-(Ver)Kaufen” setzen. Meist genügt bei Novoflex ein kurzer Anfruf und das Ersatzteil kommt zu Euch.

Mich wird das Stativ nun jedenfalls auch in Thailand wieder begleiten.

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45 Kommentare bisher


  1. Dominik 18. März 2017, 20:07   »

    Hallo Gunther,

    eine kleine Frage, zu der Variante den Kugelkopf andersrum zu montieren um Panoramen zu fotografieren.
    Für mein Verständnis funktioniert das aber nur, wenn man dann die Kamera mit der Kugel so ausrichtet, dass alles komplett in Waage. Somit wäre man gezwungen den Horizont immer in der Mitte des Bildes zu haben, was oft nicht gewünscht ist.
    Oder übersehe ich etwas?

    Grüße
    Dominik

    • Ja, dass macht später aber auch für das stitching Sinn. Dann lieber etwas weitwinkliger arbeiten und später oben oder unten etwas wegschneiden.

  2. Hallo Gunther,

    heute hatte ich die Gelegenheit auf einer Messe das Stativ auszuprobieren. Auf meiner letzten Reise hatte ich mit meinem Velbon Sherpa Pro bei Wind oder bei Bildern am Strand immer wieder leichte Unschärfen. Sehr ärgerlich da ich wahrscheinlich kein zweites Mal nach Hawaii reisen werde.

    Also packte ich mein altes Stativ und ein Laser Niviliergerät ein und probierte beide Stative aus. Bei meinem alten Stativ genügten leichte Berührungen um die Laser Linie auf der 2m entfernten Wand wackeln zu lassen. Bei dem Novoflex war nichts zu sehen. Leichtes Tippen an die unteren Auszüge machten nichts aus.

    Ich fand das ganze so überzeugend das ich das Stativ kaufte.

    Vielen Dank für deinen Bericht. Ich hätte sonst nicht an das Novoflex gedacht. War nicht auf meinem Radar.

    Viele Grüße
    Peter

  3. Hallo Gunther,

    welches Tripod hattest/hast Du denn von Novoflex – das C2840 mit einer Arbeitshöhe von 149 cm oder das C2844 mit einer Arbeitshöhe von 125 cm?

    Würdest Du eher zu dem mit geringer oder größerer Höhe neigen (Körpergröße 182cm)?

    Danke und Grüße,
    Martin

    • Die Arbeitshöhe hängt mehr davon ab, über wie hohe Hindernisse Du fotografieren musst (Brückengeländer). Ich würde ein Stativ nicht nach Körpergröße auswählen. Heute arbeitet man mit Liveview das macht vieles einfacher. Aber auch so: das Motiv sollte die Stativhöhe bestimmen, nicht die eigene Bequemlichkeit. Ich würde das Stativ vor allem nach seiner Stabilität auswählen.
      Das konkret von mir eingesetzte Stativ habe ich doch am Ende des Artikels verlinkt.

      • Mit der Verlinkung hatte ich auch gedacht, dass es auf das deinige Tripod verweist. Ist aber nicht so …

        Im Artikel beschreibst Du das jenes mit Carbonbeinen, die Verlinkung zeigt auf eines mit Alubeinen (A2840), so auch bei Deiner Verlinkung unter “Fototasche”. Dieses hat eine Beinlänge von 149 cm, auf dem letzten Fotos von Dir steht Qleg C2844 (Beinlänge 125 cm)

        So war ich etwas irritiert, ob Du tatsächlich jenes mit kleineren Beinen hast bei Deiner Größe.

        Ich bin häufig auf Wanderungen unterwegs und überlege, eher etwas Gewicht einzusparen. Den Komfortzonenbereich hatte ich bei der Auswahl eher nachragig berücksichtigen wollen … mir ging es um Deine Erfahrung.

        Danke.

        • Du hast recht, ich habe sowohl in der Fototasche als auch im Artikel die Links angepasst. Ich selbst habe die Carbon Variante mit 151cm Arbeitshöhe.

          • Ich habe soeben das Tripod wie Deines bestellt. Novoflex liefert es mir zur Auswahl gegen die kleinen Carbon-Beine.

            … noch eine kurze Info, die mit in meine Entscheidung ging, wieder bei Novoflex zu kaufen:
            In meinem Sommerurlaub ist mir mein altes Stativ nebst Novoflex Kopf und Novoflex Panoramplatte komplett montiert auf Fels gefallen. Dabei ist mir die Kopfeinheit in der Art beschädigt worden, dass sie so nicht mehr nutzbar war.

            Hier erwies sich der unkomplizierte und absolut schnell arbeitende Service der Firma Novoflex als herausragend: Ersatzteile wurden innerhalb von 24h an den Urlaubsort geliefert. Da macht es sich absolut bemerkbar, bei einem hiesigen Hersteller seine Ausrüstung zu kaufen – Produkt als auch Service, hier insbesondere auch nach dem Kauf sind “Top”!

            Grüße, Martin

  4. Hans Peter 14. Juni 2016, 20:39   »

    Es ist fraglich ob man diesem “Testbericht” wirklich glauben schenken darf, wenn man vom Hersteller das Stativ gestellt bekommt und nicht ein negativer Punkt auffällt.

    Im DSLR-Forum gibt es ja auch einen Triopod-Thread dort wird beispielsweise über die hakeligen Carbonbeine berichtet. Warum wird hier sowas nicht mit aufgeführt?

    • Wirkt so, als ob Du den Bericht nicht wirklich gelesen hast, die Drehverschlüsse habe ich sehr wohl kritisiert und als nicht besser als diejenigen von anderen deutlich günstigeren Stativen herausgestellt. Weiterhin habe ich offen geschrieben, dass ich das Stativ gestellt bekommen habe und wenn Du meine Seite etwas kennen würdest, wüsstest Du, dass ich keiner bin, der ein Blatt vor den Mund nimmt oder etwas schönredet, egal ob ich das Equipment, das ich teste kaufe oder gestellt bekomme.

  5. Moin Gunther,

    würdest du zur Aluvariante vom Triopod oder immer lieber zur Cabonvariante greifen? Wenn ja warum? ;)

    Die Aluvariante ist deutlich günstiger, wiegt aber ~300g mehr. Merkt man das auf einer Tour sehr?

  6. Christoph 8. Februar 2016, 20:40   »

    Hallo Gunther!

    Dein Bericht über den CB3 II von Novoflex klingt vielversprechend, Danke dafür. Hast du ihn auch mit dem CB5 II verglichen oder war dir dieser von vornherein zu überdimensioniert?

    Liebäugle zur Zeit auch mit dem CB3 II um diesen auf eienem Manfrotto 055XPROB zu verwenden.

    Christoph

  7. Hi Gunther,
    Nachdem mir mein altes Stativ durch etwas unscharfe Bilder seine mangelnde Stabilität bei Wind gezeigt hat, überlege ich ob ich etwa ändern sollte. Ich hatte mir das Novoflex schon mal auf eine Messe angesehen und hätte zwei Fragen:

    – ich habe motiviert den Schraubverschluss eines Beins aufgedreht und es öffnete sich nicht der Verschluss, sondern das Bein drehte sich aus der Halterung oben. Ist dir sowas auch schon passiert und wie gehst du damit um? Oder kann man noch was sichern?

    – meine Anwendung ist Reise und Makro. Ich bin mir über die Zahl der Auszüge sehr unschlüssig. 4 wird von Novoflex für Makro empfohlen, aber damit wird es instabiler. Ich möchte auch eine einigermaßen vernünftige Höhe erreichen. Wie sind hier deine Erfahrungen? Wenn ich das Bild mir ansehe hast du 3 Auszüge?

    Viele Grüße
    Peter

    • Hi Peter, einfach das Bein oben richtig festschrauben. Kannst natürlich auch Locktite nehmen, aber mir ist das noch nie passiert.
      Ich würde 3 Auszüge nehmen.

      • Ich habe gerade gemerkt, dass ich mich bei den Auszügen unklar ausgedrückt habe. Sorry wenn ich nochmal nachfrage.

        Bei den Auszügen kann man sich streiten ob man alle Teile zählt oder nur die die ausgezogen werden. Meinst Du bei 3 Auszügen 3 Schraubverschlüsse und somit 4 Teile oder 2 Schraubverschlüsse und insgesamt 3 Teile?

  8. Hallo Günther,
    ist es eigentlich möglich den Sirui K-20x auch kopfüber auf dem Stativ zu montieren?

    Viele Grüße,
    Marco

  9. Hallo Gunther,
    ich bin auf der Suche nach einem neuen Kugelkopf der auch panoramatauglich und nicht allzu schwer ist. Der Novoflex Classic Ball wäre der richtige Kugelkopf aber leider zu teuer. Gibt es ein alternativen Kugelkopf der auch kopfüber auf dem Stativ montiert werden kann?

    Viele Grüße,
    Marco

  10. Hallo,
    besten Dank für den Bericht. Interessiere mich momentan auch für das Triopod und suche in diesem Zusammenhang nach Erfahrungen zu einem bestimmten Punkt. Wie stabil lassen sich die Beine in den Stativsockel eindrehen? Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es keine Sicherung bzw. keinen Verdrehschutz!? Muss ich beim Ausfahren der Beinen immer das obere Segment im Auge behalten, damit es sich nicht versehentlich aus der Verschraubung löst?

    VG
    Jörg

    • Einen Verdrehschutz gibt es schon, aber wenn man zuviel Kraft macht, drehen die Beine trotzdem durch. Ansonsten ist das schon alles stabil, wenn die Verschlüsse geschlossen sind. Wenn ein Segment arretiert ist, ist es fest.

  11. Wolfgang 2. April 2015, 20:14   »

    Hallo Günther

    Frage

    Welches Triopod und welchen Kugelkopf würdest du empfehlen für die Kombi Nikon D7000 mit Sigma 150-600 Sorts?

  12. Hallo Gunther,

    vielen dank erst einmal für den tollen Bericht.
    Eine Frage zur Panofunktion:

    Es erschließt sich mir nicht wie ich mit dem umgekehrtn montierten Kopf ein hochkantpano erstellen kann. Ich müsste ja den ganz Kopf kippen und komme wieder in die Rotation.

    Wäre Dir dankbar für eine Erklärung, da Du die Kombi ja testen konntest, evtl. habe ich da nur ein Verständnisproblem. Ich bin da irgendwie der Meinung man braucht noch ein Winkel um das Pano hochkant erstellen zu können.

    Viele Grüße,
    Markus

  13. Hallo, da ich mir bald eins der Triopod Stative zulegen will habe ich noch eine Frage. Wenn es nur nach dem Gewicht ginge, würde ich ich mir die kleinste Version mit den kompakten 5-teiligen Carbonbeinen zulegen. Das würde wahrscheinlich für 90% meiner Anwendungsfälle reichen.
    Nun bin ich aber auch daran interessiert, mir einen Nodalpunktadapter für Panoramen zuzulegen. Bei dem kleinen Triopod kommt man da auf ne Arbeitshöhe von ca. 110cm. Empfiehlt sich für Panoramen generell ein höheres Stativ oder kommt das immer ganz auf den Einzelfall an? Vielleicht hat da ja jemand mehr Erfahrung als ich.

    Viele Grüße
    Torben

    • Man braucht für Panoramen nicht unbedingt ein höheres Stativ, im Gegenteil, ich arbeite gerne auch oft Bodennah, um eine dramatischere Perspektive zu ermöglichen.

  14. Michael 19. Januar 2015, 12:31   »

    Hallo,

    da sich die beine ja abschrauben lassen, würde mich interessieren, ob diese dann als Einbeinstativ verwendet werden können. vielen Dank für die Info.

    Grüße

    Michael

  15. Hallo Gunther,
    Interessanter Artikel. Besonders hat mir Dein Hinweis auf die unsinnige Panoramafunkion herkommlicher Stativköpfe gefallen. Nicht nachvollziehbar warum viele Hersteller nicht wenigstens auch Libellen an der Stativbasis anbringen. Bei meinem Rollei Fotopro, das ansonsten ein sehr schönes Stativ ist, befinden sich “jede Menge” Libellen oberhalb der Kugel an der Aufnahme für die Kamera – für Panos nutzlos. Hast Du einen Tip für eine Lösung, wenn man keine spezielle Panoramaplatte kaufen will?

  16. Danke für den persönlichen Bericht. Gefällt mir sehr.
    Mich interessiert dann dein Testbericht über den Nodalpunktadapter von Novoflex. Deine Erfahrung zu Gewicht und Stabilität.

  17. Die Idee des Novoflex-Kopfes ist schon genial. Was mir aber im Vergleich zu meinen Sirui K20X und K30X nicht gefällt, ist die offenbar deutlich geringere Tragkraft. Sehe ich das richtig?

  18. Frank Uebe 20. November 2014, 10:36   »

    Hallo Gunther,

    ich benutze auch seit 4 Wochen das Triopod, allerdings mit Alu-Beinen, Ausführung TRIOA2844. Der Aufpreis für Carbon war es mir nicht wert, zumal ich bei Novoflex selbst den Gewichtsunterschied austesten konnte, 1,6kg gegen 1,34kg Gesamtgewicht. Für mein Gefühl ist der Unterschied nicht gravierend und die den Corbon-Beien nachgesagte geringere Schwingungsneigung…, na ja, kann sein oder auch nicht.

    Habe auch noch die Mittelsäule 3-Bein Stativbasis TRIO CC dazugenommen, bei Macro und in Bodennähe sehr hilfreich. Als Kopf habe ich allerdings den Markins Q20i-Q genommen, der leigt mir einfach mehr als der Classic Ball 3 II. In Verbindung mit dem BV-Adapter BV-22 und dem Triopod eine unglaublich stabile Kombi auch bei längsten Teleobjektiven.

    Für Panorama Aufnahmen nehme ich das Novoflex VR-System PRO II, da ist der umgekehrt montierte Kopf nich notwendig.

    Gruss
    Frank

  19. Christian 20. November 2014, 10:13   »

    Hallo Gunther,

    danke für Deinen wieder einmal interessanten Testbericht!
    Was ich vermisse ist Deine Aussage über Haltefähigkeit und Schwingungsdämpfung, wenn ich z.B. ein großes Tele hochkant klemme.
    Hast Du da schon einschlägige Erahrungen?
    Wie ist es da im Vergleich zu Deinem Manfrotto mit dem Sirui-Kopf (welches ja in Kombination nur die Hälfte kostet…)

    Viele Grüße aus Augsburg und mach weiter so!!!

  20. Hi Gunther,

    Danke für den Testbericht. Ich tendiere auch schon eine Weile zu der kompakten 4-segmentigen Variante. Bisher hat mich aber immer der Preis abgeschreckt.
    Wenn es ein wirklich kompaktes Reisestativ sein soll und 1 m Arbeishöhe ausreichen, gibt es sogar noch eine Variante mit 5 Segmenten die dann ohne Kopf auch nur 0.85 kg wiegt.
    Auch interessant finde ich die Möglichkeit einzelne Beine durch andere Befestigungen zu ersetzen z.B. 2 Beine und 1 Klemme. Das gibt nochmal etwas mehr Freiheiten beim Positionieren der Kamera.

    Grüße, Markus

  21. Hi Gunther,
    danke für den ausführlichen Testbericht. Dass klingt alles sehr überzeugend, vor allem der Kugelkopf mit der sinnvollen Panoramafunktion.
    Wie ist den das Packmaß des Stativs inkl. Kopf?

    Grüße, Marc

  22. Danke für den interessanten Testbericht. Ich ärgere mich schon länger über mein (billiges) Stativ, wobei ich damals als Fotografieanfänger auch nicht so richtig wusste worauf man achten sollte.
    Werde deswegen beim nächsten Stativ lieber mehr in Qualität investieren, und das vorgestellte Novoflex setzt alle meine Wünsche um (Bodennähe, Reise- und Panoramatauglichkeit)

  23. Hallo Gunther,

    der “Webseite der Firma Novoflex” Link ist tot.

    Gruß
    Ben

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