Sigma 20mm f/1.4 Art – Praxis Test, Review, Erfahrungen

4012016

Das Sigma 20 f/1.4 ist das erste und derzeit einzige Objektiv am Markt, dass ein 20mm Superweitwinkel mit einer Lichtstärke von f/1.4 kombiniert. Eine verführerische Kombination, nicht nur für die Astro-Fotografie. Ich habe das Objektiv mit nach Norwegen genommen und es dort unter anderem für die Nordlicht-Fotografie eingesetzt. Hier meine Bewertung.

Die meisten von euch haben es vermutlich schon mitbekommen: seit dem ersten Sigma Art 35 bin ich ein großer Fan dieser Serie. Während ich davor mit Sigma nicht viel am Hut hatte, habe ich seitdem von den Art-Objektiven bisher aber nur wenige ausgelassen. Und so befinden sich mittlerweile das 35 f/1.4, das 24 f/1.4, das 18-35 f/1.8 für Kameras mit APS-C-Sensoren und nun neu auch das 20mm f/1.4 in meiner Fototasche.

Sigma 20mm f/1.4 Art

Der eine oder andere mag sich nun fragen, ob sich die Investition in das 20er lohnt, wenn man, wie ich, schon das 24er f/1.4 von Sigma und das 14-24 f/2.8 von Nikon hat. Die Antwort ist für mich ein klares jein. Es hängt davon ab, wie man seine Schwerpunkte setzt. Die 4mm zwischen 20 und 24 mm sind weitwinkelmäßig schon ein erheblicher Unterschied. Und zwischen einer Lichtstärke f/1.4 und f/2.8 liegen Welten – um genau zu sein 2 Blendenstufen. Das heißt, f/1.4 lässt 4x  so viel Licht rein, wie f/2.8. Auf der anderen Seite muss man die Offenblende dann aber auch nutzen wollen für diese Weitwinkelaufnahmen.

Wie immer, ist es also eine Frage des Einsatzzwecks und der eigenen Ansprüche.

“Normale” Landschaftsfotografen legen unter Umständen auf eine so große Lichtstärke keinen gesteigerten Wert, da sie ohnehin eher Abblenden, um eine große Schärfentiefe zu erzielen. Hier ist sicherlich das Nikon 14-24 f/2.8 die “Eierlegende Wollmilchsau”. Deckt es doch den gesamten Superweitwinkel-Bereich ab und bietet dazu noch eine verhältnismäßig gute Lichtstärke von f/2.8, die auch mal ein Freistellen erlaubt.

Bei der Nachtfotografie, nächtlichen Zeitraffer-Fotografie und Astro-Fotografie sieht die Sache allerdings schon ganz anders aus. Hier kann das Objektiv gar nicht lichtstark genug sein und das am besten kombiniert mit einer superscharfen Abbildungsleitung, die bis in die Ränder möglichst keine Bildfehler zeigt. Insbesondere Sterne und die Milchstraße lassen jeden Objektiv-Fehler sichtbar werden und verlangen nach knackscharfer Abbildung, tollen Kontrasten sowie einer guten Farbwiedergabe.

Bisher habe ich für diese Bilder oft das 24mm f/1.4 verwendet und den deutlich engeren Bildwinkel (gegenüber dem 14-24) in Kauf genommen – einfach, da die Bildqualität dieser Linse so schier unglaublich ist und die Lichtstärke zu verführerisch. Allerdings kann man bei Aufnahmen, die Landschaft und Himmel kombinieren – sei es bei der Milchstraße oder den Nordlichtern, gar nicht genug Weitwinkel haben. Und hier musste ich bisher dann immer entscheiden: entweder auf die attraktiven 14mm des 14-24 gehen, und dafür die Lichtstärke opfern, oder eben von der Lichtstärke des 24ers profitieren aber dafür massiv auf Weitwinkel verzichten.

Das 20er ist hier nun ein ganz großer Schritt hin zu mehr Weitwinkel – hoffentlich unter Beibehaltung der qualitativen Vorzüge des 24ers, aber das würde ich ja bei meinem Test sehen.

Also kamen sowohl das neue 20er f/1.4 Art, das 24 f/1.4 Art als auch das Nikon 14-24 f/2.8 in meine Fototasche für die zweite Norwegen Tour.

Bauweise und Haptik

Bevor wir über die Ergebnisse sprechen, aber noch etwas zur äußeren Erscheinung, Bauweise und Anmutung des 20er Sigma Art. Genau wie die anderen Art Objektive ist es sehr sehr hochwertig verarbeitet, fasst sich gut an und ist edel anzusehen. Größtenteils aus Metall mit Gummiapplikationen, bringt es aber mit 950 Gramm auch etwas Gewicht auf die Waage – es liegt satt in der Hand. Es ist etwas größer, als das 24er – eher so im Bereich des 50er Art.

Sigma 20mm f/1.4 Art

Filter und Filterhalter

Als Besonderheit hat das Sigma Art 20 f/1.4 keine Fassung für Schraubfilter, sondern eine feste Gegenlichtblende. Das bedeutet, “normale” Filter kann man nicht verwenden, sondern benötigt einen speziellen Filterhalter sowie entsprechende Planfilter dafür. Ganz genau so wie beim Nikon 14-24 f/2.8.

Glücklicherweise haben die Jungs von Logodeckel, die ja schon den tollen Filterhalter für das 14-24 erfunden haben, sich sofort bereit erklärt, auch für das Sigma einen anzufertigen und mir noch vor der Reise zugeschickt. Ganz großen Dank auch an dieser Stelle noch einmal dafür. Damit kann ich die gleichen 150×150 Filter an dem Sigma verwenden, die ich für das 14-24 ohnehin habe. Die Filter findet ihr in meiner Fototasche.

Optische Performance

Kommen wir zum Wichtigsten – der optischen Leistung des Objektives. Ähnlich den anderen Objektiven der Art Serie, sind die Bilder brillant und kontrastreich und auch die Schärfe ist auf sehr hohem Niveau, insbesondere in der Bildmitte. Zu den Rändern hin fällt die Schärfe bei Offenblende bis hin zu f/2.8 leider etwas ab und bei Astro-Aufnahmen macht sich auch ein leichter Koma-Effekt bei den Sternen bemerkbar, also kleine Fallschirm-förmige Verzeichnungen an den Rändern.

Aber 20mm sind optisch natürlich eine echte Herausforderung – insbesondere an den Rändern. Und so ist es nicht verwunderlich, dass dort die Schärfe bei offener Blende etwas abfällt.  Natürlich hätte ich mich gefreut, wenn die dadurch entstehenden Bildfehler noch schwächer ausgeprägt wären – aber das ist vermutlich den sehr, sehr hohen Erwartungen geschuldet, die Sigma mit ihren bisherigen optisch nahezu perfekten Art-Objektiven geweckt hat.

Wir machen jetzt mal Pixel-Peepen und ich zeige euch, wie das in 1:1 aussieht.

Hier zunächst einmal ein Bild mit dem 20mm bei f/1.4 – hier waren die Nordlichter so schnell, dass ich mit 1 Sekunde belichtet habe, ISO 3.200, f/1.4.

Nordlichter und Andromeda mit 1 Sek, ISO 3.200 und f/1.4 am Sigma 20mm Art

Und das hier ist die -Größe der Ausschnitte, die ich euch nun daraus zeige:

Ausschnitt aus dem Zentrum – beachtet die Andromeda Galaxie, die hier bei 1 Sek. Belichtung trotz des Kontrastverlusts durch die Nordlichter schön sichtbar ist!

1:1 Vergrößerung Zentrum (Sigma Art f/1.4)

Und nun linker Rand…

1:1 Vergrößerung links oben (Sigma Art f/1.4)

und rechter Rand:

1:1 Vergrößerung rechts oben (Sigma Art f/1.4)

Das sind die eben angesprochenen “Koma”-Effekte. Der Helligkeitsunterschied der Ausschnitte kommt übrigens durch die Nordlichter.

Ansonsten fällt die Helligkeit zum Rand natürlich bei Offenblende wie üblich auch etwas ab, aber Lightroom 6 bringt bereits Profile für das 20er Art mit, die dies bei Bedarf korrigieren.

Im Vergleich, so sieht ein Randauschnitt mit dem 14-24 bei f/2.8 aus:

14-24 f/2.8 am 1:1 Ausschnitt am Rand

Offenblende bei Super-Weitwinkel ist einfach in den Rändern schwierig, bei sehr hohen Auflösungen.

Sigma USB Dock

Das Objektiv, das ich mit in Norwegen hatte, war leider vom Fokus her ziemlich verstellt, sprich es hatte einen Backfokus. Das machte sich naturgemäß nur dann bemerkbar, wenn ich ohne Stativ und Liveview Landschaftsaufnahmen mit offener Blende gemacht habe. Hier hat der Fokus nämlich dann stets falsch gelegen. Sobald man man den Liveview zum fokussieren nutzt, kommt ja der Kontrast-Autofokus zum Einsatz, und die Probleme sind verschwunden. Da ich für die Astro-Aufnahmen von Northern Skies und die Nordlicht-Aufnahmen ja ohnehin vom Stativ mit manueller Fokussierung über Liveview gearbeitet habe, ist das nicht besonders ins Gewicht gefallen. Als ich wieder zu Hause war, habe ich das Objektiv dann mit dem Sigma-USB-Dock kalibriert und das Problem war weg. Wie das Kalibrieren ganz einfach geht, erkläre ich euch in Kürze in einem separaten Artikel.

Ich habe mir dann, um sicher zu gehen, dass mein Exemplar repräsentativ ist und kein Ausreißer, nach der Norwegen Tour noch ein zweites 20er Art von Calumet zuschicken lassen (danke an dieser Stelle dafür!) um die beiden zu vergleichen. Auch dieses hatte leider einen Backfokus, auch diesen konnte ich durch entsprechende Justage ganz einfach beheben. Ansonsten waren sich die beiden Objektive sehr ähnlich in der Abbildungsleistung.

Sigma 20mm f/1.4 Art

Fazit

Mit dem 20er f/1.4 hat Sigma allen Nacht-, Astro- und Zeitraffer-Fotografen einen ganz großen Traum erfüllt: ein 20mm Super-Weitwinkel mit einer Lichtstärke von 1.4 und einer sehr guten Abbildungsleistung, ähnlich dem 24er Art, sowie klasse Bauweise.
Dass man keine Schraubfilter verwenden kann, liegt an der kurzen Brennweite und der ausladenden, gewölbten Frontlinse. Hier springt die Firma Logodeckel ein und liefert einen tollen Filterhalter für 15×15 cm Planfilter.

Sigma 20mm f/1.4 Art mit Filterhalter von Logodeckel und Haida ND Filter

Ein vergleichbares Objektiv gibt es schlicht und ergreifend derzeit nicht, daher ist es müßig, über den leichten Abfall der Schärfe am Rand zu diskutieren – zumal es meines Wissens nach auch kein Super-Weitwinkel gibt, dass solche Effekte nicht zeigt. Auch das 24er Art zeigt leichtes Koma bei Sternen-Aufnahmen mit f/1.4 ebenso wie das Nikon 14-24 f/2.8.

Nicht ohne Grund hat sich bisher noch kein anderer Objektivhersteller an eine solche Linse gewagt. Sobald man abblendet, werden diese Effekte weniger. Aber auch bei Offenblende ist das Objektiv super einsetzbar. Bei normalen Abbildungsgrößen fallen die Effekte nicht auf. Oder ist euch bei Northern Skies 4K irgendetwas negativ diesbezüglich aufgefallen? Seht ihr. Man kann viel Pixel-Peepen wenn man in 1:1 ranzoomt. Aber im Endeffekt kommt es doch darauf an, ob man die Aufnahmen, die man machen möchte hinbekommt oder nicht. Und da besetzt das 20er bei mir definitiv eine Nische, die mir vorher gefehlt hat und ermöglicht mir Aufnahmen, die ich ohne das Objektiv so nicht hätte machen können.

Das Arbeiten mit dem Objektiv bei Nachtaufnahmen ist eine Freude. Mit f/1.4 macht es die Kamera zum Nachtsichtgerät. Es macht Belichtungszeiten von 1 Sekunde bei Nordlichtern möglich, ohne die ISO in schwindelerregende Höhen zu treiben. Bei Milchstraßen und Sternenaufnahmen ermöglicht es einen tiefen Blick in den Weltraum. Es bildet schon bei Einzelbelichtungen Farben, Nebel und andere Details des nächtlichen Himmels ab, die mit f/2.8 Belichtungszeiten erfordern würden, die ohne Nachführung nicht mehr zu bewältigen wären. Ihr dürft nicht vergessen, dass ein Bild, dass bei f/2.8 mit ISO 3200 aufgenommen wird, bei f/1.4 nur ISO 800 benötigt. Statt 16 Sekunden bei f/2.8, reichen 4 Sekunden Belichtungszeit bei f/1.4. Das sind bei der Nacht- und Astrofotografie wirklich Welten.

Das Sigma 20mm f/1.4 Art kann ich also allen ambitionierten Astro-Landschafts-Fotografen nur empfehlen. Für “Tag”-Landschaftsfotografen ist sicherlich das Nikon 14-24 die bessere, weil vielseitigere Wahl, ggf. auch mit Adapter an Canon, zumal das Canon 11-24 f/4 weder vom Preis noch von der Lichtstärke her eine wirkliche Alternative ist.

Das USB-Dock würde ich nach meinen bisherigen Erfahrungen mit den Sigma-Art Linsen definitiv mit einplanen – lassen sie sich doch so optimal auf die eigene Kamera justieren. Wie gesagt – dazu in Kürze mehr.

An dieser Stelle noch kurz der Hinweis, dass dieser Artikel meine persönliche, subjektive Meinung widerspiegelt. Ich habe keine Labor-Tests gemacht, sondern das Objektiv einfach in der Praxis eingesetzt und gebe hier meine Erfahrungen wieder. Weiterhin habe ich das Objektiv ganz regulär gekauft, ich habe auch keine Verbindung zur Firma Sigma.

Linksammlung:

 

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58 Kommentare bisher


  1. Peter Brockhaus 14. April 2017, 20:50   »

    Hallo,
    ich habe mir das Sigma 20mm F1,4 DG HSM für meine Nikon D7200 bestellt.

    Meine Frage:
    ist das Sigma 20mm F1,4 DG HSM in der Abbildungsleistung genauso gut wie bei einer VF Kamera?

    Wäre sehr dankbar für eine Antwort.

    Gruß P. B.

  2. Rainer 2. März 2017, 12:27   »

    Hallo Gunther,
    ich habe mir das Objektiv auch für Astrofotografie und Nordlichter besorgt und war Anfang Januar 2017 auch auf den Lofoten. Das Objektiv ist genial…. Bis auf ein Problem, dass sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gezeigt hat: Das Objektiv ist innen am Glas hinter der Frontlinse in der Bildmitte beschlagen. Dies konnte ich dann vor Ort leider nicht beheben. Ich habe das Objektiv tagsüber in der Nähe der Heizung “getrocknet”. Beim zweiten Versuch ist wieder das gleiche passiert. Zum Glück konnte ich dann mit dem Glas eines Kollegen weiterfotografieren.
    Mir ist bewußt, dass Sigma die Linse nicht als wassergeschützt deklariert. Ich habe jetzt mal eine Anfrage an Sigma gesendet, bin gespannt, was da zurückkommt.

    Ist Dir mit dem Sigma 20mm f1.4 auch das gleiche passiert oder hast Du die Linse explizit gegen Kondenswasser geschützt? Die üblichen Tipps (in verschlossenem Plastikbeutel abkühlen) kenne ich, hatte ich jedoch nicht verfügbar.

    Danke auch für die tollen Testberichte. Bin gerade am Nachbau deines LRTimelapse-Timers. Sehr cool!

    Viele Grüße
    Rainer

    • Das kann passieren (nicht nur bei Sigma). Du darfst die Objektive grundsätzlich nicht zu großen Temperatur Schwankungen aussetzen. Also nicht in die warme Stube mitnehmen, sondern erstmal im Rucksack im Flur oder ähnliches lassen. Plastik Tüten helfen auch.

      • Hallo Rainer,

        Das Abkühlen ist weniger das Problem, denn das Aufheizen. Also genau NICHT an der Heizung trocknen, sondern beim Betreten von Gebäuden die Kamera mit Linse in den Rucksack und den konsequent zu lassen. Hat bis -35°C zuverlässig funktioniert.

  3. Hallo Gunther,
    Sigma hat diese Woche 3 neue Art Objektive für 2017 angekündigt und schon auf der CP+ in Yokohama vorgestellt. Darunter ein wohl auch für deine Anwendungen sehr interessantes 14 mm 1.8. Ausserdem noch eine weitere Festbrennweite mit 135mm 1.8 und ein 24-70mm 2.8er Zoom.
    Freue mich schon auf deine Tests… ;-)
    Grüße
    Frank

  4. Hallo Gunther,
    vorab vielen Dank für deine tollen Berichte. Ich fliege nächstes Jahr auf die Lofoten Nordlichter fotografieren. Meine Ausrüstung: Nikon D750, Nikon 14-24mm, Sigma Art 24-35mm, bin grad am überlegen, ob ich mir das Art 20mm auch noch besorgen soll, was meinst du, macht es Sinn? Glaube nämlich, dass ich es sonst nicht wirklich brauche da ich mit meinen anderen Objektiven gut abgedeckt bin. Eventuell würd ich das wieder verkaufen, was meinst du wieviel Wert es verliert? Danke und liebe Grüße Robert

    • Ich denke mit Deinem vorhandenen Equipment solltest Du klar kommen. Es hängt auch etwas von der Zeit ab – sprich, ob Du Mond hast oder nicht. Bei Neumond braucht man mehr Lichtstärke für die Vordergründe.
      Zu Verkaufspreisen von Objektiven kann ich leider nichts sagen.

      • danke für die rasche Antwort, wir haben Vollmond bzw. abnehmenden Mond zu der Zeit (Mitte Februar), kann ich das Geld in warme Kleidung investieren ;-)

  5. zwischen 2,8 und 1,4 ist eine Blendenstufe (auch wenn es Objektive mit Öffnungen von 1,8; 2 und 2,5 gibt), also doppelte und nicht 4 fache Lichtmenge

    • Hallo Frank, sorry, aber das stimmt nicht. Nimm mal Deine Kamera in die Hand und schalte durch. Ein “Klick” ist i.d.R. 1/3 Blendenstufe.
      Also: 1.4 ist Start. 1.6, 1.8, 2 (-> 1 Blendenstufe) 2.2, 2.5, 2.8 (-> 2 Blendenstufen). Bei jeder Blendenstufe verdoppelt/halbiert sich der Lichteinfall.
      Es ist also tatsächlich so, dass f/1.4 4x soviel Licht reinlässt, wie f/2.8.

  6. Hallo Günther,
    Danke Dir für den Testbericht. Eine Frage dazu: könntest Du mal diese story mit dem Fehlfokus und dem USB Dock von Sigma genauer erklären? Was soll das? Meine Canon Objektive sind von Werk aus zu 99% genau eingerichtet. Kleine Differenzen kann ich im Software Menü der Kamera (6D, 5D) anpassen, also ob ich das Objektiv etwas weiter vorne oder hinten fokussieren lassen möchte. Wer das genau macht, nimmt eine Spider Cal Scheibe. Manchmal möchte man ja, dass etwas weiter vorne oder hinten fukussiert wird.

    Aber was hat es mit dem USB Dock von Sigma auf sich? Wieso macht man das nicht auch über die Kamera-Einstellungen? Und wieso bekommt es Sigma nicht hin, ein 900 EUR Objektiv mit 99% korrektem Fokus auszuliefern?

    Ich verstehe das nicht und fasse deshalb auch kein Sigma Glas mehr an (früher hatte ich ein einfacheres Zoom, das war optisch schlimm, hatte es viel zu lange).
    Danke, Jörn

    • Die Justierung über das Dock geht deutlich exakter. Mehrere Entfernungen, unterschiedliche Zoom-Stufen, siehe Artikel. Ich bin froh, das ich das selbst machen kann, und nicht wie bei den Nikons jedes mal zur Justage einschicken muss. Die aktuellen Sigma Objektive besonders die Art sind super und da gibt es kaum vergleichbares von den großen Brands.

  7. Sascha W. (D750) 4. Juli 2016, 16:43   »

    Hay Gunther

    toller Test, tolles Objektiv. Hab´s günstig aus Engelland bestellt, hatte allerdings Bauchschmerzen aufgrund der negativen Berichte. Hat alles geklappt und ist Dank Paypal auch relativ sicher. Egal
    Das einzige was mich an dem Objektiv stört ist die Festmontierte Gegenlichtblende, sollte ich mal den Blitz benutzen habe ich immer einen Schatten auf dem Bild. Ansonsten Top

  8. Sam O. 13. Mai 2016, 21:40   »

    Hallo Gunther
    Danke für deinen ausführlichen test. Ich hab mir diese Objektiv jetzt auch bestellt, da ich hauptsächlich den Nachthimmel ablichte. Meine momentane lieblingslinse ist auch die Sigma, jedoch 10-20mm f/ 3.5 .
    Ich denke, mit der 20iger werde ich richtig spass haben, vermutlich wird die dann meine neue lieblingslinse. Bin sehr gespannt darauf ;-) Nochmals danke, hast meine entscheidung sehr einfach gemacht :-)

  9. Stefan 18. April 2016, 21:42   »

    Hallo Gunther

    Ich überlege mir derzeit den Kauf einer Festbrennweite und konkret bin ich hierbei auf das Sigma 20mm und 24mm der Art-Serie gestossen. Beide deiner Test-Berichte fand ich super (ein Dankeschön an dieser Stelle, dafür dass du immer so schön fleissig berichtest!).

    Das Objektiv soll sowohl in der Landschafts- wie auch in der Astrofotografie zum Einsatz kommen.
    Und hier stehe ich nun im Klinsch… Beide Objektive klingen toll – und ich würde beide Objektive etwa zum selben Preis kriegen.
    Es geht mir nicht um “Pixel-Peepen”, wie du das immer so schön nennst :-) Aber aus deiner ganz persönlichen Einschätzung, wenn du dich für eins der beiden Objektive entscheiden müsstest, welches würdest du nehmen und weshalb?
    Ok, das 20mm hat natürlich einen breiteren Winkel. Allerdings scheint die Schärfe zu den Rändern hin etwas abzufallen, wenn ich das richtig verstanden habe. Hat das das 24mm auch?

    Viele Grüsse aus Zürich
    Stefan

  10. Christian P. 18. April 2016, 14:07   »

    Hallo Gunther,

    erst einmal Danke für die tolle Webseite und die Umfangreichen Testberichte.
    Teste doch mal bitte das Nikon 20mm 1.8g. Wie ich das so mitbekommen habe interessiert das bestimmt den ein oder anderen :-) .

    Irgendwie kann ich mich nicht zum Sigma durchringen.
    Ich habe selbst auch noch das 35mm und 24mm von Sigma und will ungern noch so ein Trümmer mit in die Fototasche packen, wenn der Unterschied nicht so groß ist. Was machen z.B. die 2/3 Blendenstufen mehr wirklich aus, wenn man noch die starke Vignettierung von 2 Blenden bei Blende 1.4 berücksichtigt. Bei dem Nikon soll ja die Vignettierung 1 Blende ausmachen und auch die Auflösung soll außer im Bildzentrum höher sein.
    Vieleicht bekommst du diese Linse mal in die Hände…

    VG
    Christian

    • 2/3 Blendenstufen sind nachts eine Menge, ich würde für meine Art der Fotografie mit dem 20mm auf keinen Fall darauf verzichten wollen. Das 20er ist mein absolutes Lieblingsobjektiv für Astro und nächtliche Zeitraffer geworden.

  11. Hallo Herr Wegner,
    Ich habe eine Frage bezüglich Filterhalter. Ich besitze das Nikon 14-24 und will mir einen Filterhalter kaufen. Was würden Sie mir empfehlen? Den Filterhalter von Logodeckel oder den von Haida? Mir geht es in erster Linie um die Handlichkeit, Gewicht und Größe…
    Im Bezug auf die Handlichkeit spricht denke ich alles für Logodeckel…Aufstecken, fertig.
    Was aber ein klares minus ist, ich kann nur einen Filter vor die Linse schieben…
    Würde mich freuen über eine Antwort.

    Viele Grüße, Manuel

  12. Das erste der Art-Reihe, dem ich wahrscheinlich nicht widerstehen kann… Das 24er war mir noch zu lang um mein aktuelles UWW wirklich ablösen zu können und wäre dieses hier ein 16er oder 18er müsste ich gar nicht erst überlegen. So wird nun eben noch ein wenig hin und her überlegt :D

    Danke für den detaillierten Test.

  13. Ralf Brinkmann 8. Januar 2016, 00:21   »

    Hallo Gunther,

    Du hast ja jetzt schon einen ganz schönen Patronengürtel voller Art-Objektive, außer dem 50-er. Was wäre denn Dein persönlicher Wunsch für ein weiteres? Eher am unteren Ende, also zwischen 10 und 20 mm, oder vielleicht mal auf der anderen Seite, also eher ein 85-er oder mehr?

    Viele Grüße, Ralf

  14. Hallo Gunter,

    vielen Dank für Deinen Praxisbericht zum Sigma 20er. Die Sigma-Art Serie finde ich auch klasse, wobei mich beim 20er und 24er die Nikon 1.8er insgesamt noch einen Tick mehr überzeugt haben.
    Ist Dein Beispielbild vom 14-24er bei 20mm entstanden oder sind das 14mm? Bei meinem 14-24er konnte ich bei 20mm kein Koma feststellen.

    Gruß Olaf

  15. Hallo Gunter,

    danke für den umfassenden Objektivtest!
    Für mich kommt das Sigma dennoch nicht in Frage.
    Seit einigen Monaten bin ich glücklicher Besitzer eines Nikkor AF-S 20mm 1,8.

    Mit der optischen Qualität bin ich sehr zufrieden.
    Gut, Sternaufnahmen habe ich bei Offenblende bisher nicht gemacht. Dennoch begeistert mich das 1,8er, da man damit auch Freistellen kann! Auch der Naheinstellbereich ist für diese Brennweite sehr gut.

    Im Gegensatz zum Sigma ist das Nikon mit 355g (950g) viel leichter. Die Sonnenblende ist nicht fest verbaut und kann per Bajonett abgenommen und das Objektiv platzsparend transportiert werden. Es können 77mm Filter verwendet werden.

    Der kürzeste Naheinstellbereich sind 20cm (Sigma 27,6cm). Damit kann man nicht nur näher ran, sondern auch noch besser freistellen.

    Das Nikon ist derzeit günstiger als das Sigma.

    Die Auflösung bei meiner D610 ist hervorragend.

    Für meine Anwendungen in der Lanschafts- und Produktfotografie hat das Nikon 20er mehr Vorteile als das Sigma. Aber das muß, je nach Anforderung, jeder für sich selber entscheiden.

    Das Filterthema finde ich am Sigma schwach gelöst. Früher gab es bei solchen Objektivkonstruktionen Einschubfilter im hinteren Objektivbereich. Auf der anderen Seite, wer braucht im digitalen Zeitalter noch Filter?

    LG
    Bernd

    • Auf der anderen Seite, wer braucht im digitalen Zeitalter noch Filter?

      Naja, Graufilter braucht man schon… :-)
      Ansonsten ist das Nikon sicher auch ein sehr gutes Objektiv. Aber eben 2/3 Blendenstufen lichtschwächer – und wer die braucht, kommt am Sigma eben nicht vorbei.

  16. Hallo Gunther,

    erst einmal vielen Dank für den Bericht. Wie bei allen ART Objektiven scheint ja auch hier die Schärfe überproportional gut zu sein. Ich habe mich damals gegen die ART Objektive und für die Nikon Festbrennweiten (24mm 1.4 und 35mm 1.4) entschieden, weil ich gelesen habe, dass die ART-Objektive nicht gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet sind. Wie sind Deine Erfahrungen hier? Du verwendest sie ja doch auch in Extremsituationen.

    Liebe Grüße Frank

    • Ich halte diese ganze “Abdichtungsgeschichte” für eine ziemliche Marketing Blase. Die Hersteller schweigen sich größtenteils über die genauen Maßnahmen aus. Bei manchen Objektiven ist es ein Streifen Tesafilm, der das gesamte “sealing” darstellt. Es gab da mal einen Artikel von einem Objektiv-Service, der das beschrieben hat.
      Ich habe jedenfalls mit meinen Sigmas noch keine Probleme gehabt, und ich bin ja nun oft in staubigen oder feuchten Regionen unterwegs.

  17. Thomas Hufmüller 6. Januar 2016, 07:50   »

    Hallo Gunther,
    hast Du ggfs. Testberichte über folgende Objektive?

    1.Nikon AF-S Nikkor ED VR 200-500 mm 1:5 6E (95 mm
    Filtergewinde) schwarz

    2.Nikon AF-S Micro-Nikkor 105mm 1:2,8G VR Objektiv (62mm Filtergewinde, bildstabilisie​rt)

    Im Voraus schon mal Danke und
    Gruß

    Thomas

  18. Hast Du auch Erfahrungen bzgl. Gegenlichtverhalten, Flares usw., also Tageslichtfotos mit Sonne direkt im Bild?

    Um wie viele Blenden hellt LR die Ecken bei Offenblende wieder auf? Wäre schade, wenn dadurch der Lichtstärkenvorteil letztlich wieder verloren geht.

    Danke und Gruß
    Holger

  19. Enrico Mauric 5. Januar 2016, 21:30   »

    Hallo Gunther,

    wieder einmal ein klarer Praxistest!? Aber für wen?

    Ich fotografiere seit 1970 (= bald 46 Jahre) mit Nikon. DU BIST der erste, den ich kennenlerne, der Astrofotografie betreibt.

    Möglicherweise habe ich den einen oder anderen in den 70er-Jahren verdrängt, da das für uns (damals und auch heute) nicht unter Fotografie im engeren Sinn fällt; wäre doch auch Fotografie, wenn ich auf meinem Scanner Bilder produziere?
    Manche behaupten auch, es sei Fotografie, wenn man in Photoshop das Bild so verfremdet, dass es keine mehr wieder erkennen kann!?

    Fotografie ist für mich (mit WW): Städte, Landschaften, Gebäude, Panorama … Da lt. meinem Optiker meine Sehschärfe 150 Prozent beträgt, möchte ich dies nutzen und die Bilder auch AM RAND (falls dem Motiv entsprechend) scharf haben.

    Jetzt zur Optik: Auch ich bin seit einiger Zeit ein Fan von Sigma ART (35/1.4 und 24-105/4.0).

    Ich habe alle meine MF-Nikkor verkauft, da man mit digitalen SLRs ohne Autofocus nicht wirklich fotografieren kann (der Schnittbild fehlt einfach).

    Aber mein fast neues 2.8/20mm AiS werde ich bis ans Lebensende behalten! Vollmetall, klein, handlich, SCHARF BIS IN DIE ECKEN (im Vergleich zum 14-24er und 20er-ART), und wer braucht bei 20 mm einen Autofocus?

    Ich weiss ja nicht, was Ihr alle fotografiert?! Ich habe jetzt in Lightroom einen Filter gemacht (Sigma 1.4/35mm): insgesamt 1.717 Bilder; davon 60 1.4-4.0 (= 3%), 1.400 bei 5.6-8.0 (= 82%) ….

    Habe auch heute wieder ein paar tolle Aufnahmen bei einem Spaziergang in Steyr gemacht; wenn man sie dann noch mit DxO bearbeitet …

    PS: Ich hatte NOCH NIE mit einem Objektiv (Nikon oderSigma) Autofokus-Probleme (fokussiere über AE-L) – die USB-Station war vergeudetes Geld; und ich bin ein absoluter Schärfe-Fanatiker (gehe daher bis ISO 6400).

    PPS: Ich wollte eigentlich das 20er verkaufen, wer braucht das schon (habe 35 Jahre mit dem 24er analog fotografiert)?
    Aber in der digitalen Fotografie hat sich einiges geändert: Bildaufbau JA, Bildausschnitt JNEIN – man muss Spielraum für das Entzerren stürzender Linien und fürs Zoomen in der Diashow (Fotomagico) lassen. Daher statt 24mm, jetzt 20mm usw. usw.

    Liebe Grüße, Enrico
    (Nikon D610, 21-Zoll-Quato HW-kalibriert, NEC-27-Zoll, MacPro)

    • Hallo Enrico,

      interessante Statistik, die du da aufgestellt hast. Ich hab das gleich mal in meinem LR Katalog für 2015 nachvollzogen.
      1378 von 13535 mit Blende 1,4 = 10%
      4956 von 13535 von Blende 1,4 bis 2,8 = 37%
      Darunter sind auch Aufnahmen vom Nachthimmel, die ich aber nicht als “Astrofotografie” bezeichnen würde. Der Rest besteht aus allem was mir sonst vor die Linse kam, hauptsächlich Landschaft, Reise, etc..
      Wenn man auch im WW Bereich freistellen möchte oder bei wenig Licht ohne Stativ fotografieren möchte führt wohl kein Weg an sehr lichtstarken Objektiven vorbei. Auch bei Landschaften ist es m.E. kein Nachteil, wenn man 2 Stufen abblendet, das Objektiv dann knackscharf ist und man dann erst bei Blende 2,8 landet und damit noch freistellen kann… Den Look muss man natürlich mögen.
      Bei Blende 5,6 bis 8 ist im WW Bereich meistens von vorne bis hinten alles scharf und das Ergebnis unterscheidet sich meiner Meinung nach kaum von dem, was heutzutage aus einer guten Kompaktknipse herauskommt. Autofokusprobleme treten dann übrigens auch nicht auf. Aber wollen wir das…? ;-)
      Liebe Grüße
      Frank

  20. Ich wünsche dir/Euch ein frohes neues Jahr und alles gute fürs 2016.

    Und herzlichsten Dank für all Deine wWnderbaren erfrischenden klaren neutralen Beiträge

    Grüsse aus der Schweiz
    Willy

  21. Werner Ulrich 5. Januar 2016, 18:47   »

    Hallo Gunther,
    habe mit Spannung auf den Test gewartet, vielen Dank dafür. Was meinst du zum 2,8/15mm von Zeiss? Wäre das eine alternative zum Sigma 20mm? Desto mehr Weitwinkel man hat, desto mehr Landschaft bekommt man bei der Nordlicht fotografie auf den Sensor und man kann ja auch mit 1200 ISO fotografieren Blende 2,8. Meine Wahl wird wohl das Nikon 14-24mm/2,8 sein. Alles gute im neuen Jahr und weiter hin so Spannende Testberichte.
    Liebe Grüsse
    Werner

  22. Hallo Gunther,

    vielen Dank für deinen wieder mal hervorragenden Test. So frisch und vor allem praxisorientiert und aussagekräftig bekommt man das sonst nirgends. Jetzt muss ich in mich gehen und zwischen 24er oder 20er Art entscheiden. Wobei ich noch warten kann, da der Preis für das 20er ja hoffentlich noch etwas fallen wird, wie bei den anderen.

    Die von dir beschriebenen “Koma” Effekte habe ich auch schon bei meinen 35er und 50er Art Objektiven festgestellt und mich schon gewundert, dass es so viele “Saturn-Ringe” am Rand des Universums gibt… ;-). Auch wenn man nicht Pixel-Peepen will, ist man ja doch gerade beim Sternenhimmel sehr versucht, kräftig zu zoomen und zu croppen.

    Leider hatte ich bei meinen Sigmas auch ein Autofokus-Problem (Frontfokus and der 5D III) und hatte mich schon gefragt, ob nur ich immer die Gurken erwische… ;-) Da ich keine Lust hatte, beide Objektive mit Kamera zum Justieren zu schicken, habe ich mich auch erst mal auf die USB-Dock Variante eingelassen. Was mir zunächst einige Schweißperlen auf die Stirn trieb, da ich fälschlicherweise meinte, mit dem Spot-Autofokus exakt auf den Punkt fokussieren zu müssen. Damit aber keinerlei reproduzierbare Ergebnisse erhielt. Erst mit dem standardmäßigen mittleren Autofokus-Feld konnte ich einigermaßen sinnvolle Werte ermitteln und einstellen (wobei sich die Werte für die einzelnen Kalibrier-Abstände blöderweise auch noch deutlich unterschieden und bei Änderung gegenseitig beeinflussten). Es waren also jeweils mehrere Durchgänge nötig und jedesmal wenn das Objektiv angeschlossen wird erfolgt eine Prüfung auf neueste Firmware, ws sich nicht abstellen lässt… :-( Nebenbei finde ich, dass das USB-Ding im Gegensatz zu den Objektiven, sehr “plastikmäßig” anmutet.

    Wenn ich mich entschieden habe (20er oder 24er), bringe ich jedenfalls alle meine Art Objektive mit Kamera zu Sigma und lasse diese dort nochmal justieren. Ich finde schon, dass das Fokus-Problem bei allen Vorzügen dieser Baureihe ein Qualitätsmanko ist und Sigma das selbst beheben sollte. Die USB Dock “Lösung” finde ich nicht ganz so prickelnd. Man kann sich zwar vermeintlich schnell selbst behelfen, aber irgendwie beschleicht einem das Gefühl, dass damit das Qualitäts-Problem geschickt an den Kunden abgedrückt wird. All meine Canon Objektive waren jedenfalls von vorn herein o.k., die sind zwar auch weniger anfällig, da nicht so lichtstark, sitzen aber deutlich reproduzierbarer auf dem anvisierten Punkt.

    Bin mal auf deinen Bericht zum USB-Dock + Kalibrierung gespannt.

    Grüße
    Frank

  23. Michael Grammerstorff 5. Januar 2016, 10:59   »

    Hallo Gunther,

    wieder einmal ein klasse Praxistest: “Sigma 20/1,4. Super!

    Eine Kleinigkeit währe für mich vielleicht von Interesse. Wie ist der wirkliche Unterschied durch den ISO-Einfluss zwischen 3200 (Nikon 14-24/2,8) gegen 800 (Sigma 20/1,4)? Ist der Rausch-Unterschied nur beim Pixel-Peeping zu erkennen?

    Ich gehöre zwar nicht zu den ambitionierten Astro-Fotografen, doch hin und wieder wage ich mich doch auch mit meinem Nikon 14-24/2,8 an die “nächtlichen” Aufnahmesituationen.

    Michael Grammerstorff

    • Hallo Michael, der Unterschied zwischen ISO 800 und ISO 3200 ist natürlich erkennbar. Das kannst Du ja jederzeit mit Deiner eigenen Kamera ausprobieren! Das Rauschen ist deutlich stärker bei ISO 3200 und auch der Dynamikumfang nimmt rapide ab, bei den hohen ISO zahlen.

  24. Bernd Gantert 5. Januar 2016, 09:58   »

    Hallo Gunther,
    wieder ein toller Bericht von dir. Ich war schon sehr gespannt darauf, da mir ein Mitarbeiter von Calumet Stuttgart von einem extremen Focus-Fehler berichtet hat; er sprach von mehreren Metern! Ich hatte dich bereits diesbzgl. angeschrieben.

    Ich finde es bei hochpreisigen Waren wie diesem Objektiv und auch den FX-Digitalkameras von z.B. Nikon unerträglich, dass fehlerbehaftete Ware due Fabriken verlässt und dann über Firnware oder zusätzlich zu erwerbende USB-Docks vom Käfer der Mangel beseitigt werden muss.
    Vielleicht ist dies aber ein Zeichen unserer schnelllebigen Zeit.

    Ich würde gerne die Reaktion von denen erleben denen dies egal ist wenn ich ihnen ein Haus planen dürfte welches gleich nach dem Bezug Wasser durchs Dach läßt öde Fenster sich nicht schließen ließen und ich mit dem Argument käme “mit dem Abschluss eines kostenpflichtigen Subscriptionsvertrags werde ich mich der Problema annehmen”?

    Dies wäre doch kaum denkbar.

    Dass die Sigma Optik sich dann optimal justieren ließ ist natürlich gut, so lassen sich wenigstens Ungenauigkeiten an Kamera und Objektiv aneinander anpassen bzw. Fehler beseitigen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bernd Gantert

  25. Hallo Gunther,

    sehr interessanter Bericht über das 20mm. Hab es direkt mal auf meinen Amazon-Wunschzettel gepackt ;-)

    War ja selbst grad in Norwegen unterwegs zur Polarlichtfotographie und hatte für meine Nikon D750 das Tamron 15-30 f2.8 dabei. War froh über soviel Weitwinkel, aber ja, klar, musste viel im 2000-5000er ISO Bereich fotografieren um nicht zuviel Sterne-Zieher zu haben.

    Hast du das Tamron mal getestet, grad im Vergleich zum Nikon 14-24 ? Hab mich dafür entschieden weil es einfach ne ganze Ecke günstiger ist (häufig unter 1000 € zu bekommen). Die Qualität ist ein Knaller finde ich.

    LG

    Oliver

  26. Nice review, and thanks for driving home the difference between 1.4 and 2.8 for night photography!

  27. Moin Gunther,

    ich wusste es ;).

    Sigma macht super Linsen und du machst super Berichte darüber.

    Danke und saludos
    Carsten

  28. Andreas 4. Januar 2016, 20:27   »

    Hallo Gunther,
    Vielen Dank für den Bericht, ich war schon ganz gespannt darauf. 950 Gramm, von denen zur Zeit jedes noch mehr als einen Euro kostet sind aber auch ein Wort!
    Es gibt ja von Nikon schon seit einiger Zeit ein 20mm mit f/1.8, das wiegt und kostet erheblich weniger und man liest viel Gutes darüber. Hast du dir das auch schon mal angeschaut oder planst evtl. einen Vergleich mit dem Sigma? Das würde mich sehr interessieren, du hast doch so gute Verbindungen zu Calumet ;-)
    Viele Grüße und alles Gute im neuen Jahr,
    AAndreas

    • I would also be interested in a comparison with the Nikon 20mm f1.8 – I try to stay away from the f/1.4 lenses :)

      • From all that I heard, the Nikon 20mm is not as good optically, additionally 1.4 vs. 1.8 is 2/3 stops difference – for Astro-Landscapes again, this makes a huge difference.

  29. Hallo Gunther,
    Danke für deinen Bericht den ich sehr gut finde. Hab das Sigma 20mm auch seit ca 1 Monat und bin begeistert über die Qualität und der Schärfe. Verwende es an einer Sony A7s was ein richtiges Nachtsichtgerät ist. Freu mich schon sehr auf die kommende Milchstraßensaison 2016 hier in Österreich.

    Lg Dominik

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