Sigma 85 f/1.4 Art – Praxis Testbericht

8122016

Das Sigma 85 f/1.4 Art ist der jüngste Familienzuwachs der Art Serie aus dem Hause Sigma. Das neue Portrait-Objektiv hat einen festen Platz in meiner Fototasche bekommen und heute möchte ich euch darüber berichten, wie es sich im Vergleich mit meinem bisherigen Nikon 85 f/1.8 schlägt und auch ein paar Worte zum Vergleich mit dem Zeiss Otus 85 f/1.4 sagen, welches ich vor Kurzem für ein paar Tage testen konnte.

Wer meinen Blog schon seit einer Weile verfolgt, weiß, dass ich mich in den letzten Jahren vom bekennenden “Dritthersteller-bei-Objektiven-Meider” zum Sigma-Art Fan entwickelt habe. Und das einfach, weil mich die Objektive – bisher zumindest – überzeugt haben. Und um das vorwegzunehmen: Meine Objektive kaufe und zahle ich komplett selbst, eine Verbindung zur Firma Sigma habe ich nicht. Ich bin einfach Käufer und Nutzer und schreibe subjektiv über meine Erfahrungen.

Nun war ich natürlich, seit seiner Ankündigung, sehr auf das Sigma 85 f/1.4 Art gespannt. Die erste Berührung damit hatte ich auf der diesjährigen Photokina, wo es genau ein Exemplar gab, das dementsprechend bei den Besuchern hochbegehrt war. Irgendwann konnte ich es aber dann doch in die Hand nehmen und mal durch den Sucher schauen. Mein erster Eindruck war: “Holla, das ist aber ein dickes Baby!”. Denn schlank und leicht ist es nicht gerade. Mit seinen 1.131 g stößt es definitiv in die Region eine Zeiss Otus 85 (1.200 g) vor. Im Vergleich dazu ist das Nikon 85 f/1.8 ein wahres Leichtgewicht, es wiegt nur 350g. Das Nikon 85 f/1.4 wiegt ca. 600g.

Auch preislich könnte die Spanne bei den 85er Linsen kaum größer sein. Das “kleine” Nikon 85 f/1.8 liegt bei ca. 500 €, dann kommt das Sigma Art mit ca. 1.200€. Das Nikon 85 f/1.4 liegt bei ca. 1.500€ und das Zeiss Otus gar bei knapp 4.000 €. Für Canon gibt es zum einen das günstige Canon EF 85 f/1.8 und zum anderen das knapp 2.000€ teure Canon EF 85 f/1.2 L II. Letztere kenne ich allerdings beide nicht.

Mittlerweile ist das Sigma Art 85 f/1.4 nun bei den ersten Händlern zu haben und ich habe eines der Ersten ergattern können. Danke an dieser Stelle an Calumet für die schnelle Zusendung!

Größenvergleich: Links das Nikon 85 f/1.8 und rechts das Sigma 85 f/1.4 Art

Einen pixelpeependen Testbericht kann und will ich hier nicht schreiben. Dazu fehlen wir auch einfach die Möglichkeiten und die Zeit. Ich fotografiere mit meinen Objektiven und kann versuchen, euch aus meiner Erfahrung ein Gefühl dafür zu geben, wie sich das neue Sigma Art im Vergleich zu den mir bekannten Objektiven schlägt und hoffen, dass euch das ein bisschen weiter hilft, wenn ihr auf der Suche nach einem leichten Tele für Vollformat-DSLRs seid, welches sich besonders für Portraits eignet. Den Fokus lege ich bei diesem Bericht auf den Vergleich zwischen dem Nikon mit Blende 1.8 und dem Sigma mit Blende 1.4. Klar ist das ein bisschen wie Äpfel und Birnen zu vergleichen. Auf der anderen Seite sind das aber die zwei günstigsten 85er Festbrennweiten, obwohl schon ein erheblicher Preisunterschied zwischen beiden besteht. Und da stellt sich natürlich die Frage: lohnt sich die Mehrinvestition für die 2/3 Blendenstufen mehr an Lichtstärke?

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Portrait von Diana mit dem Sigma 85 f/1.4 Art.

Haptik und Handling

Wie alle Art Objektive ist das 85er wirklich schön und solide gebaut. Schwarzes Metall und Gummi. Die Beschriftung ist in Weiß gehalten. Schlicht und schön. Man nimmt es gerne in die Hand. Der sehr breite Fokusring ist super, hat einen verhältnismäßig langen Weg (etwas weniger als eine 1/2 Umdrehung), und läuft weich, so dass auch manuelles Fokussieren sehr einfach geht.

Im Vergleich dazu ist der Fokusring des Nikon 85 f/1.8 sehr schmal und hat seinen Fokus-Bereich schon nach einer 1/4 Umdrehung durchlaufen. Außerdem läuft er nicht besonders weich sondern kratzt eher.

Das einzige Objektiv, das noch schöner manuell zu fokussieren ist als das Sigma, ist das Zeiss Otus. Es läuft noch weicher und hat einen noch längeren Weg (mir teilweise schon fast zu lang), allerdings geht hier eben dann nur manueller Fokus, da es im Gegensatz zu den anderen Objektiven gar keinen Autofokus bietet.

Einen Stabilisator bietet übrigens keines dieser Objektive.

Schärfe, Schärfentiefe und Bokeh

Die Schärfe ist bei allen 85ern, die ich getestet habe, exzellent. Sogar das günstige Nikon 85 f/1.8 liefert hier eine hervorragende Leistung. Das Sigma Art setzt hier noch einen drauf, denn es liefert schon bei f/1.4 annähernd die gleiche Schärfe, wie das Nikon bei f/1.8. Blendet man das Sigma auf f/1.8 ab, ist es noch einen Tick schärfer.

Ich habe allerdings hier keine wirklich systematischen Tests, die die Schärfe in der Bildmitte und in den Randbereichen bei diversen Blenden vergleichen, gemacht. Wenn ihr solche Vergleiche wirklich braucht, dann gibt es da ja im Netz genug andere Quellen. Ich setze diese Objektive vor allem für Portraits ein. Hier ist die Schärfe vor allem in der Bildmitte ein wichtiges Kriterium. Aber eben bei weitem nicht das einzige. Viel wichtiger ist mir hier die Zeichnung der unscharfen Bereiche, also des Bokehs.

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Bei f/1.4 ist an einem 85er bei kurzer Portrait-Distanz die Schärfentiefe extrem gering. Bei dem Bild von mir oben seht ihr, dass auf das rechte Auge fokussiert wurde und das linke schon leicht unscharf ist, obwohl ich nicht wirklich sehr schräg stand. Hier wird man also in der Praxis ohnehin ggf. abblenden, um die Schärfentiefe etwas zu vergrößern.

Bei dem mir wichtigen Bokeh unterscheiden sich die Objektive in der Regel stärker.

Das Sigma schneidet hier sehr gut ab. Hintergründe zeichnet es wirklich super weich und cremig. Und Lichter lösen sich im Hintergrund wirklich sehr gleichmäßig auf, wie ihr an den folgenden Bildern sehr schön sehen könnt.

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Ich habe dann nochmal einen Vergleich mit solchen unscharfen Lichtern zwischen dem Nikon 85 f/1.8 und dem Sigma Art gemacht. Ersteres dann bei f/1.8 und das Sigma bei f/1.4.

Nikon 85 f/1.8

Sigma 85 f/1.4 Art

Die Bilder sind unbearbeitet. Daran sieht man ganz schön, wie dicht die Objektive auch im Bereich des Bokehs aneinander liegen. Klar sind die Kreise beim f/1.4er etwas größer, aber das sind keine Welten. Was ich aber auch sehe, ist, dass das Sigma auch bei diesem simplen Test die Kontraste etwas stärker und die Farben etwas satter wiedergibt. Den Unterschied sieht man aber nur im direkten Vergleich und ob das nun bei Portraits wirklich ein Vorteil ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Diana sagt ja auch, ihr seien die Bilder aus dem Sigma zu scharf. “Da sieht man ja jede Falte…” :-)

Autofokus

Ein guter Autofokus ist mir bei einem 85er Objektiv sehr wichtig. Um so länger die Brennweite wird und umso offener die Blende ist, um so geringer ist der Schärfentiefebereich und um so exakter muss man fokussieren. Das ist auch der Grund, warum ich mich mit dem Zeiss Otus nicht wirklich anfreunden konnte. Es ist einfach ein absolutes Glücksspiel, beim manuellen Fokussieren eines Models, das sich in der Regel ja auch etwas bewegt, mit manuellem Fokus zu arbeiten. Gleichzeitig den perfekten Gesichtsausdruck aufzunehmen und dann auch noch den Fokus perfekt zu treffen ist fast unmöglich. Frustration über unscharfe Bilder ist da einfach vorprogrammiert. Über meine Erfahrungen mit dem Otus hatte ich in einem der letzten Fotoschnacks ja schon mal berichtet. Für mich ist es einfach so, dass ich mich auf das Geschehen vor der Kamera konzentrieren möchte und den Kopf dafür frei haben möchte. Daher kommt für mich bei dieser Art der Fotografie auch ein Objektiv ohne Autofokus nicht in Frage. Wenn ich vom Stativ arbeite, bei Zeitraffern, Landschaften, Nachtaufnahmen etc. ist das sicher etwas ganz anderes. Aber bei Portraits, Street, Tieren etc. hätte ich schon gerne einen gut funktionierenden Autofokus, auf den ich mich verlassen kann.

Der Autofokus des Sigma Art f/1.4 ist sehr schnell. Ich kann das nicht wirklich messen, aber wenn ich beim Nikon 85 f/1.8 und beim Sigma gleichzeitig den Autofokus einmal den kompletten Fokusbereich durchlaufen lasse, ist gefühlt das Sigma ca. 1/3 schneller.

Ist das Sigma korrekt auf die Kamera kalibriert, sitzt der Fokus auch perfekt. Allerdings war das bei meinem Exemplar nicht direkt nach dem Auspacken der Fall. Das ist kein Einzelfall, sondern damit kann man bei den Sigma Objektiven schon fast rechnen. Daher musste ich es erst einmal kalibrieren. Es gibt von Sigma dazu ja das spezielle USB-Dock womit man eine sehr exakte Kalibrierung des Autofokus auf die eigene Kamera einfach selbst durchführen kann.

Wie das genau geht, habe ich in diesem Artikel ausführlich beschrieben. Wenn ihr die Anleitung befolgt habt ihr nach ca. 15 Minuten wirklich ein perfekt kalibriertes Objektiv.

Natürlich kommt an dieser Stelle immer die Frage, warum denn insbesondere die Fremdhersteller sich damit so schwer tun, von vornherein akkurat kalibrierte Objektive auszuliefern. Nun – eine definitive Antwort habe ich darauf auch nicht. Aber es ist durchaus so, dass die Kamera-Hersteller nicht unbedingt kooperativ mit den Fremdherstellern sind, wenn es um Spezifikationen und Offenheit von Standards geht. Weiterhin ist es so, dass es auch bei den Original-Objektiven eher die Ausnahme ist, als die Regel, dass die Objektive wirklich 100% auf den AF der Kamera abgestimmt sind. Meist ist die Abweichung hier aber schon geringer, so dass sie unter Umständen erst viel später, wenn überhaupt, bemerkt wird. Bei den Original-Objektiven hat man dann aber nur die Möglichkeit, Kamera und Objektiv einzuschicken, um das einstellen zu lassen. Ziemlich doof, wenn auf diese nicht verzichten kann oder will.

Und das ist dann auch der Grund, warum ich den Ansatz mit dem USB Dock so gut finde: statt einen ggf. nur 98% passenden Autofokus beim Original-Objektiv zu haben und damit leben zu müssen, kann ich mit 15 Minuten Aufwand mein Sigma mit 100% Genauigkeit auf meine Kamera kalibrieren. Und das, ohne mein Equipment einschicken zu müssen. Und ich kann die Kalibrierung auch gelegentlich mal wiederholen.

Grenzbereiche

Spannend sind bei Objektiven ja oft die Grenzbereiche, die nur in einigen, schwierigen Situationen bemerkbar werden. Hier zeigt sich dann oft erst der Unterschied zwischen hochwertigen Objektiven und weniger hochwertigen.

Ein Beispiel dafür sind die sogenannten “Chromatischen Aberationen” – also Farbsäume um Bereiche mit extremen Kontrasten.

Die Reflexion auf dem Draht in dem Bild unten ist z.B. ein schönes Beispiel. Die gezeigte 1:1 Darstellung zeigt, wie gut das Sigma mit dieser Situation umgeht. Chromatische Aberationen sind hier wirklich nur zu erahnen. Zoomt man aus dem Bild heraus, ist ohnehin nichts mehr sichtbar.

Sigma 85 f/1.4 Art - kaum CA

So gut wie keine Chromatischen Aberationen bei dem Sigma 85 f/1.4 Art (1:1 Ansicht).

Auch das nächste Bild, wieder ein 1:1 Ausschnitt mit der Baum-Silhouette vor dem hellen Himmel ist eine Situation, bei der viele Objektive lila und grüne Farbsäume zeichnen würden, erst recht in den Randbereichen. Nicht so das Sigma. Der Ausschnitt zeigt nicht nur die völlige Abwesenheit von Aberationen, sondern auch die krasse Schärfe der Aststrukturen. Das nächste Bild zeigt dann die auch unbearbeitete Gesamtansicht.

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Auch hier: keine Chromatischen Aberationen bei dem Sigma 85 f/1.4 Art (1:1 Ansicht).

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Gegenlicht-Situation unbearbeitet mit dem Sigma, perfekt umgesetzt (ganzes Bild).

Fazit

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Mein Fazit!

Bevor ich das Sigma 85 f/1.4 Art in der Hand hatte, hatte ich schon meine Zweifel, ob es wirklich mein 85er f/1.8 ersetzen würde. Immerhin ist das ein Objektiv, mit dem ich bisher sehr zufrieden war und das bezüglich Gewicht und Preis unbestrittene Vorteile hat. Das sind nämlich auch genau die Dinge, die gegen das Sigma sprechen könnten: die Größe, das Gewicht und der Preis.

Die Größe und das Gewicht relativieren sich allerdings für mich, wenn ich mir überlege, wann ich wirklich ein 85er einsetze. Auf Reisen nehme ich es so gut wie nie mit. Hier ist einfach das 70-200 das deutlich universellere Objektiv. Und auf einer Reise kann ich dann auch gut mit der schwächeren Lichtstärke von f/2.8 leben.

Wenn ich allerdings ein Portrait-Shooting mache, dann stört es mich eigentlich nicht, wenn das Objektiv etwas größer und schwerer ist. Im Gegenteil: das Sigma liegt deutlich besser in der Hand – und macht natürlich auch optisch deutlich mehr her als das kleine Nikon… :-)

In Punkto Bildzeichnung und Anmutung ist das Sigma einfach eine Wucht. Hier stimmt für mich wirklich alles. Das ist natürlich auch wieder so ein Punkt, der schwer in Beispiele zu fassen ist. Es ist einfach das, was ich erlebe, wenn ich die Bilder bearbeite, die ich damit gemacht habe. Die Kontraste stimmen und  die Farben und die Schärfe sind super. Somit reiht es sich qualitativ bei den anderen Objektiven der Art Serie ein. Ich habe einfach Spaß daran und werde es also behalten.

Aber natürlich vergleichen wir  Äpfel mit Birnen, wenn wir immer über das Nikon 85 f/1.8 reden. Immerhin ist es konstruktorisch ein riesen Unterschied, ob man ein f/1.4er Objektiv baut oder ein f/1.8er. Da sind 2/3 Blendenstufen dazwischen, und das in einem Randbereich, wo das viel ausmacht.

Im Vergleich zu den anderen 85 Objektiven mit Lichtstärke f/1.4 schneidet das Sigma dann nämlich auch im Preis-/Leistungs-Vergleich wirklich großartig ab. Es ist günstiger als das Nikon 85 f/1.4, deutlich günstiger als das Canon 85 f/1.2 und ganz sicher günstiger als das Zeiss Otus. Und zumindest im Vergleich zum Zeiss, welches das Dreifache kostet und das ich hier zum Test hatte, kann ich sagen, dass das Sigma da meiner Meinung nach nicht zurück steht. Im Gegenteil: als großen Vorteil sehe ich den schnellen, guten und kalibrierbaren Autofokus beim Sigma.

Wenn ich also heute entscheiden müsste, welches 85er ich anschaffen sollte, würde ich ganz klar zwischen dem Sigma 85 f/1.4 und dem Nikon 85 f/1.8 überlegen. Das wäre keine so ganz einfache Entscheidung. Klar ist f/1.4 immer toll – aber ist es in der Praxis wirklich so relevant? Wenn man die aktuellen Preise zugrunde legt, dann kann man eigentlich nur sagen, dass das Nikon 85er f/1.8 der absolute Preis-/Leistungs-Sieger ist. Es ist leicht, scharf, macht tolle Bilder und ist im Vergleich zu allen anderen 85ern wirklich günstig.

Warum dann um alles in der Welt will ich unbedingt das Sigma behalten?

Nun, das ist wirklich schwer zu sagen. Ich denke es ist einfach, dass es mir persönlich mehr Spaß macht beim Fotografieren. Die Haptik ist einfach schön, es liegt gut in der Hand. Der Autofokus ist einen Tick schneller, die Hintergrundzeichnung ist ein Hauch schöner, die optische Qualität ist einfach super. Aber auch die Kalibrierbarkeit über das Dock finde ich sehr praktisch. Und last but not least natürlich die Tatsache, dass ich mir die Investition ja schön reden kann mit “ich brauch das für meinen Job”… :-) Wie sagte Paddy so schön in unserem letzten Fotoschnack: haben ist besser als brauchen

Wenn ihr es euch also leisten könnt, ist das Sigma sicher ein super Weihnachtsgeschenk an euch selbst – wenn ihr es etwas günstiger haben wollt, wäre das Nikon f/1.8 meine Empfehlung für tolle Portraits an Vollformat.

Solltet ihr eine Nikon Kamera mit APS-C Sensor (DX) haben – dann würde ich euch für Portraits das Nikon 50mm f/1.4 oder 50mm f/1.8 empfehlen. Für Canon Kameras wäre das Canon EF 50 f/1.4 gut geeignet.

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31 Kommentare bisher


  1. Danke für den Test.
    Irgendwie hab ich GAS und werde mir wohl die Tage auch das 85 mm zulegen, aber für Canon.
    Nach nem Kameraneukauf haben leider meine 3 anderen Sigma Linsen nicht mehr auf die Kamera gepasst.
    Mit dem Dock kam ich nicht klar. Stundenlanges Gefrickel und nichts kam dabei herum.
    Hab das ganze Geraffel dann nach Rödermark gekarrt und es von Simga justieren lassen, jetzt passt es.

  2. Die Welt der Objektiven hat sich viel geändert.
    Die Kameras werden immer besser und kaum noch zu
    verbessern.Die Bildqualität und Freunde am
    Fotografieren erreicht man fast nur noch durch
    moderne Objektiven.Man greift wieder gerne zum
    Festbrennweiten Objektiven und je mehr lichtstärker,
    desto besser.Besonders Mode Fotoshooting wird immer
    beliebter.Man sieht mit solchem Objektiv wie
    der Sigma 1,4-85 mm erreicht man tolles Ergebnis,das
    man damals nicht zu dem Ergebnis erreichen kann.
    Sigma Art hat bewiesen,dass Wünschen vieler Fotografen
    erfüllt werden kann.

    PS. Laut DxO Mark ist Sigma 1,4-85 zur Zeit
    Weltbester Portraitsobjektiv .

  3. Ein klasse Artikel Gunther. Deckt meine Erfahrungen eins zu eins wieder.

    Ich hatte ja schon das Nikon AF-S 85mm 1.4G und habe auf meinem Blog einen 1v1 Direktvergleich, anhand von zwei Shootings, vorgenommen.

    Die Ergebnisse haben mich überrascht.

    Witzig finde ich die Werte mit denen du deine Linse kalibriert hast. Meine sind da sehr ähnlich. u.a. auch +18 im Nahbereich.

    Herzliche Grüße
    Baris

  4. Wir haben das 85er Sigma Art ebenfalls erworben und nutzen es an der D610. Auch ich musste über das Dock kalibrieren (allerdings maximal bis +8), aber jetzt ist es wirklich scharf auch bei Offenblende und trifft auf den Punkt.

    Der Autofokus ist im Vergleich zum 85 1.8 Nikon wirklich deutlich schneller (und das bei der großen Menge Glas, die bewegt werden will). CAs finde ich OK, aber es ist nicht CA frei. Allerdings im Vergleich zum 1.8 Nikon Welten. Bokeh ist sehr schön.

    1.4er Öffnung ist für mich insbesondere bei Ganzkörperporträts oder bei Detailaufnahmen (Wimpern, Augen) relevant.

    Alles in allem das bis dato beste 85er für Nikon mit AF, und das zu einem guten Kurs. Will schwer getragen werden, aber für Portraitshootings für mich nicht so ausschlaggebend.

    Grüße Chris

  5. Jan-Ole 30. Januar 2017, 17:04   »

    Hallo!
    Ich würde mich mal interessieren, für wie sinnvoll du es einschätzt dieses Objektiv an einer Nikon D5500 zu benutzen? Ich habe das Nikon 85mm 1.4 und überlege ob ich es behalten soll. Das ist ja sicherlich vergleichbar oder?
    … Ist es Perlen für die Säue werfen wenn man diese Objektive nicht an einer FX Kamera betreibt?
    LG Jan-Ole

  6. Sebastian 4. Januar 2017, 13:45   »

    Mal ein Update zur Problematik:

    Habe gerade mit dem Sigma Support gesprochen.

    An der Canon 80D sind die Dinger (50mm Art, 18-35 Art9) NICHT mit dem autofokus kompatibel! Weder über Liveview noch den normalen!
    Das Problem ist bekannt und liegt in Japan. Zur Zeit können die äußeren Fokuspunkte nicht kalibriert werden!

  7. Sebastian 27. Dezember 2016, 10:27   »

    Also mit der Art Reihe verbindet mich inzwischen eine echte Hassliebe.
    WENN die Dinger (bin zur Zeit “noch” im Besitz des 18-35 und des 50mm Art) scharf stellen, ist das Bild einfach unglaublich. Kontrast, Farben, Schärfe, einfach der Hammer!

    Nur das ist das Problem: ich habe noch nie soviel Ausschuss produziert.

    Vor allem weil es an der 80D ein extrem unschönes Problem gibt.
    Sobald man den mittleren Fokuspunkt verlässt um beispielsweise mit einem außen liegenden ein Portrait zu gestalten und auf das Auge scharf zu stellen, produziert das Objektiv keine scharfen Bilder mehr.

    Ich habe meine bei Calumet bestellt und der wirklich fantastische Support hat sich hingestellt und das nachgebaut, mit dem gleichen Ergebnis!

    Ich hoffe Sigma bekommt das irgendwie auf die Reihe, da es auch einfach keine Alternative in dieser Brennweite mit der Lichtstärke gibt… :(

  8. Carsten Till 18. Dezember 2016, 15:58   »

    Hallo Gunthter

    Nutze das 85mm f1.4 Art nun auch an einer Nikon D810. Nach der Justage mit dem USB-Dock sitzt der Autofocus wenn ich mit den Kreuzsensoren messe auf den Punkt, nutze ich allerdings einen anderen Sensor habe ich sehr oft Fahrkarten. Ist dir zu Ohren gekommen, dass es da mit der 810 Probleme geben kann, da ich mit Nikkoren die Probleme nicht habe? Ansonsten finde ich das Objektiv genial und kann es nur weiter empfehlen!!!

    Danke Carsten

  9. Holger Menzel 14. Dezember 2016, 09:20   »

    Hallo Gunther,
    vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht, der sich mit meinen Erfahrungen der Sigma Art Serie leider überhaupt nicht deckt. Ich hatte ein 24mm 1.4 und ein 50mm 1.4 der Sigma Art Serie. Nur der mittlere Fokuspunkt passte. Die äußeren waren jeweils nicht zu gebrauchen. Da ich kein Objektiv-Tester oder -Justierer bin, haben mich beide Objektive verlassen. Mit den jeweiligen Nikon-Pendants habe ich diese Fehler nicht. Ansonsten finde ich deine -mehr praxisorientierten- Test sehr gut und lese gern auf deiner Homepage!
    LG
    Holger

  10. Hallo Gunther,
    vielen Dank für Deinen Ehrfahrungsbericht. Ich bin schon im Besitz des 35 und 50mm ART Obktives und sehr zufrieden damit. Nun wollte ich mir ein 85mm Objektiv zulegen. DAs Nikon 1.8G stand zur Wahl und seit der Ankündigung des 85mm ART auch dieses. Dein Bericht hat mich bestärkt doch das Nikon zu wählen, obwohl das Sigma ja wirklich wie erwartet überragend zu sein scheint. Ein Argument ist für auch, das ich meine vorhandenen Filter weiter benutzen kann. Und ich denke das mir für meine Ansprüche doch die günstigere Variante reicht, auch wenn das haben wollen etwas in mir arbeitet.
    Vielen DAnk für Deine erfrischende ART macht weiter so.
    LG

  11. Werner Lang 13. Dezember 2016, 23:01   »

    Hallo, Günther!
    Was mir jetzt abgeht, ist das neue Tamron 1,8/85 mm. Es besitzt einen Bildstabilisator. Manche meinen, der verschlechtere die Bildqualität. Daher wäre ein Vergleich Sigma-Nikon-Tamron für mich das Non-plus-Ultra. Vielleicht hast du Zeit, das nachzuholen.
    Trotzdem ruhige Feiertage und Zeit für Privates
    Werner

  12. norbert weber 13. Dezember 2016, 20:12   »

    Hallo Gunter Wegner,

    gerne verfolge ich deine Berichte und Aktivitäten, die mir sehr viel Freude
    machen und auch Anregungen geben.

    Will mir eine kleine Kamera für die Brusttasche oder Hosentasche zulegen,
    die auf Wanderungen etc. auch einmal die ganze Fototasche ersetzen soll.

    Wohin würdest du hin tendieren.
    Preislich bin ich absolut offen.

    Liebe Grüße und eine gute Vorweihnachtszeit
    sendet aus Köln
    norbert

    ———————————————————————-
    Norbert Weber
    Robert-Blum-Straße 18
    50935 Köln
    0172 24 72 73 9
    norbert.weber.koeln@googlemail.com

  13. Hiho Gunther
    schade das Du das Tamron 85 vc nicht mit getestest hast.. Habe vor einiger Zeit mein Sigma 50 Art (der Af ist einfach eine Katastrophe) gegen das Tamron 45 vc “getauscht” und bin absolut begeistert! Besonders der Stabi ist echt ne tolle Sache an der D800… auch im Studio. Der Ausschuss liegt damit bei unter 1%.
    Justieren tue ich mein Gläser übrigens mit der Software “raikan Focal”…ist um einiger simpler und schneller als mit eine Dock rumzufummeln, m.M.

    Lg Stephan

    • Mag sein, aber damit kann man nur den Korrekturwert in der Kamera setzen und der ist statisch – für den kompletten Fokus- und Zoombereich. Also nur ein einziger Korrekturwert.
      Mit dem USB Dock mag es etwas länger dauern, dafür kann man aber für 4 verschiedene Fokusbereiche und 4 verschiedene Zoom-Abschnitte die Korrekturen individuell einstellen. Und ich sehe ja beim Kalibrieren meiner Objektive, dass die erforderlichen Korrekturwerte über den Zoom und Fokusbereich mitnichten die gleichen sind. Das ist auch die Kritik, die ich an der automatischen Fokusjustage, die Nikon mit der D500 eingeführt hat, geäußert habe. Auch hier gibt es nur einen einzigen statischen Korrekturwert.

  14. Hallo Gunther,

    wie ich deinen Berichten entnehmen kann, kann die Sigma Art Serie bei dir voll punkten.
    Sicherlich kannst du nicht jedes neue Objektiv testen oder bekommst es mal dafür aber mich würde mal deine Meinung zum neuen Sigma 12-24 f4 interessieren und ob es das Zeug hätte das Nikon 14-24 f2,8 den Rang abzulaufen..aufgrund der Selbstjustierung von der du ja sehr angetan bist. Preislich macht es ja zurzeit keinen Sinn.

    • Für ein Großteil meiner Fotografie (Timelapse/Astro/Nordlichter) ist der Unterschied zwischen f/4 und f/2.8 schon deutlich merkbar. Daher spricht mich das neue Sigma Super Weitwinkel persönlich jetzt nicht so an. Die 2mm Weitwinkel mehr für mich auch eher irrelevant. Preislich ist es auch kein Schnäppchen, also wüsste ich jetzt nicht, wo da der Vorteil liegen sollte. Wer gegenüber dem Nikon sparen will, sollte sich da ggf. besser das Tamron ansehen.

  15. Hallo Günther,
    toller Bericht, vielen Dank.
    In Deinem letzten Satz wolltest Du doch bestimmt nicht das Nikon 50/1,4 empfehlen, oder?
    Sicher meintest du das Sigma 50/1,4

    LG, wie immer auch an Diana
    Jan

    • Nein, ich meinte schon das Nikon. Ich würde an APS-C am ehesten zu dem 50 f/1.8 von Nikon tendieren, das hat das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Das Sigma Art 50 f/1.4 ist meiner Meinung nach das schwächste Objektiv aus der Art-Serie.

      • Ist das Sigma 50 1.4 wirklich sichtbar schlechter als die anderen Art Objektive? Seid ich das 18-35 besitze, bin ich ehrlich gesagt mit meinem 50 1.4 AF-D und 100 2.8 Tokina was Schärfe, Farben und Mikrokontraste angeht nicht mehr zufrieden. Das 18-35 ist da einfach sichtbar besser. Eigentlich war der Plan evt. das 50 1.4 Art als Portätlinse für APS-C zu holen, gerade weil ja z.B. Paddy auch so davon geschwärmt hat. Das 50 AF-D 1.4 hab ich vor kurzem selbst gegen das 50 1.8 AF-S getestet und fand das AF-D minimal besser (Bokeh evt. minimal das AF-S besser). Deckt sich sogar mit DXO wo das alte 50 1.4 AF-D auch etwas besser ab schneidet als das AF-D 1.8, AF-S 1.4 und 1.8) Im Endeffekt waren mir aber beide bei Offenblende nicht gut genug im Vergleich zum 18-35 und ich hätte echt gern eine vergleichbare Portätlinse an APS-C. Die Alternativen wären aus meiner Sicht noch das 85 1.8 AF-S oder Art auch an DX zu verwenden oder halt echt gleich das 50-100 1.8 was aber schon heftig ist… Wobei bei Portäts würde mich das Gewicht wohl nicht mal so stören. Echt schwierig hast du Gunther, oder sonst jemand noch eine Idee? Oder hat jemand das 50-100 1.8 oder 85 1.8 als Portätlinse an DX im Einsatz? Wenn nicht muss ich doch auf ein 50 1.2 Art DC von Sigma warten… :-D

  16. Hallo Gunther,
    Danke für den interessanten Praxisbericht.
    Kann es sein, dass du bezüglich des AF von Original-Objektiven genau das Gegenteil von dem geschrieben hast, was du meintest?

    Beste Grüße
    Günter

    • Weiß nicht genau, was Du meinst? Ich denke ich habe es so geschrieben, wie ich meinte :-)

      • Du schreibst:
        “Weiterhin ist es so, dass es auch bei den Original-Objektiven eher die Regel ist, als die Ausnahme, dass die Objektive wirklich 100% auf den AF der Kamera abgestimmt ist. ”
        Das würde doch heißen, dass die Kamerahersteller den AF zu 100% richtig einstellen, was du aber doch nicht meinst, oder??

  17. Hi Gunther,
    vielen Dank für deinen “Test”.
    Nachdem klar war, dass Sigma ein neues 85er bringen würde, konnte ich es kaum erwarten. Meine Erfahrungen mit dem 35er aus der Art-Serie sind durchweg super.
    Aber leider schreckt mich tatsächlich die Größe und das Gewicht ab. Ich werde das 85er sicherlich mal in die Hand nehmen, aber ob ich mir so einen fetten Brocken an meine D750 schnelle, bin ich mir noch nicht sicher.

    Interessant finde ich auch das neue 85er von Tamron. Zumindest klingen Berichte und Videos über das Objektiv vielversprechend.
    Hast du es schon mal testen können?
    Wäre ja toll, wenn du mal alle aktuell für Nikon verfügbaren 85er vergleichen könntest.

    VG
    Leon

  18. Hey Gunther,
    toller Artikel!

  19. Bernd Gantert 8. Dezember 2016, 19:35   »

    Hallo Gunther,

    ein toller und sehr ehrlicher Bericht, so, wie wir es von dir gewohnt sind.

    Schön finde ich, dass du das Nikon nicht schlechter redest sondern ehrlich auch die Emotionen ansprichst.

    Warum fährst du einen VW Bulli T1 und ein Anderer einen Porsche xxx?

    Bei beiden Fahrzeugen spielen Emotionen mit, die nicht jeder nachvollziehen kann.
    Du hast dies sehr schön erklärt.

    Vielen Dank für deinen Test.

    Ich habe ja auch lange auf das Sigma gewartet, dann aber das Nikon 85mm/1.8 gekauft, vor einem Jahr. Ich bin damit zufrieden und vielleicht gibt’s ja ein Sigma 20mm/1.4 für die Sternefotografie.

    Eine schöne Weihnachtszeit und viele Grüße

    Bernd Gantert
    n

  20. Götz Eichendorf 8. Dezember 2016, 18:04   »

    Moin!
    Und wie ist es mit dem Tamron 85 1.8 mit Stabilisierung?
    Götz

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