Testbericht – Das Manfrotto 055CXPRO3 sowie der MH055M0-Q6 Stativkopf – mein Stativ auf der Altiplano-Reise

29012014

Die Firma Manfrotto war so freundlich, mir ein Stativ für die Chile/Bolivien Reise zur Verfügung zu stellen und ich durfte mir sogar eines aussuchen. Meine Wahl fiel auf das 055CXPro3 Carbon Stativ und den dazu angebotenen ARCA-kompatiblen Kopf MH055M0-Q6. Was für Namen ;-) Heute möchte ich Euch kurz an meinen Eindrücken teilhaben lassen und die Frage beantworten: Kann Manfrotto jetzt endlich auch ARCA?

Das 055CXPro3 Carbon Stativ

Manfrotto 055CXPro3

Das Manfrotto 055CXPRO3 Stativ ist mit einem Packmaß von 65cm ohne Kopf kein ganz kleines, aber mit einem Gewicht von lediglich 1.65 kg doch noch so leicht, dass man es bequem am Fotorucksack tragen kann. Den Kopf schraube ich meistens ab und vertaue ihn im Rucksack. Ausgezogen ist es 140 cm hoch, nimmt man die Mittelsäule noch dazu, kommt man auf 175 cm. Manfrotto gibt die maximale Belastung mit 8KG an.

Es handelt sich dabei also um ein sehr solides Stativ, bei dem kaum Wünsche übrig bleiben. Man kann sogar, genau wie bei meinem Vanguard Alta Pro die Mittelsäule ausziehen und als horizontalen Ausleger verwenden. Insgesamt ist das Manfrotto stabiler und noch etwas wertiger verarbeitet, als das Vanguard.

Schön: die Mittelsäule lässt sich waagerecht stellen

Sehr schön finde ich die Klappverschlüsse für die Beinauszüge, die sich einfach einen Tick schneller öffnen und schließen lassen, als Drehverschlüsse und die Tatsache, dass nur zwei Auszuge vorhanden sind. Dadurch erledigt man das Aufstellen und Zusammenlegen des Manfrotto wirklich im Handumdrehen. Auch die Arretierung der Beine in unterschiedlichen Winkeln ist mit Hilfe von drei “Druckschaltern” am oberen Ende der Beine hervorragend gelöst.

Der MH055M0-Q6 Stativkopf

Das zum Stativ. Fast noch gespannter war ich jedoch auf den Stativkopf. Hatte mich Manfrotto bisher doch mit ihrer proprietären Wechselplatte davon abgehalten einen ihrer Köpfe einzusetzen. Mit diesen Kamera-/Stativplatten ist es nämlich so, dass man sich natürlich irgendwann auf ein System festlegt und dann die Anschlussplatte immer an den Kameras verbleibt. Ein Stativkopf mit “anderem” Anschluss kommt dann eigentlich nicht in Frage.

Hier hat sich seit einigen Jahren hier das ARCA System als defacto Standard durchgesetzt, ich setze es seit vielen Jahren ein und habe mittlerweile eine Menge Zubehör dafür. Das schöne ist, dass es dieses Zubehör von einer Vielzahl unterschiedlicher Hersteller gibt. Meine Kameras sind permanent mit entsprechenden Bodenplatten oder L-Winkeln ausgestattet und alle Stativköpfe haben diese Anschlüsse. So kann ich ohne irgendetwas schrauben zu müssen, jederzeit jeder Kamera auf jedes Stativ setzen. Auch meine Kameragurte habe ich so umgebaut, dass ich sie direkt an den Kameraplatten befestigen kann.

Zum Glück kehren immer mehr Stativhersteller ihren proprietären Anschlüssen den Rücken und springen auf den ARCA-Zug auf. Bei den kleinen Anbietern wie Sirui und Togopod ist das schon lange der Fall, die Großen ziehen nach langem Zögern nun nach. Erst vor kurzem haben sich auch Manfrotto und Gitzo dazu bekannt, ARCA kompatible Köpfe zu bringen.

Das war für mich die Voraussetzung, überhaupt darüber nachzudenken, einen Kopf von Manfrotto einzusetzen. Und wie der Zufall es wollte, kam der MH055M0-Q6 kurz vor dem Gespräch mit Manfrotto auf den Markt. Der sollte es also sein.

L-Winkel von Really Right Stuff

Schneller, als gedacht kamen Kopf und Stativ bei mir per Kurier an und zwar genau eine halbe Stunde bevor ich zu einem Blaue-Stunde-Workshop aufbrechen wollte. Perfekte Gelegenheit für einen ersten Test. Ich schraubte also schnell den Kopf auf das Stativ – beides machte einen hervorragenden Eindruck – packte beides ins Auto und fuhr los.

Der erste Teil der Workshops, bei dem wir noch ohne Stativ fotografieren, verlief prima und ich kam auch vor lauter Erzählen kaum zum Fotografieren. Als alle Teilnehmer dann ihre Stative aufgestellt hatten und schon kräftig dabei waren, schöne Langzeitbelichtungen der Hamburger Kanäle in der Speicherstadt zu machen, holte ich mein neues Manfrotto raus.

Mittlerweile war es stockduster. Nun ja, Stative sind kein Hexenwerk, die kann man normalerweise blind und im Kopfstand bedienen – also probierte ich, die D800, an der sich von Beginn an der L-Winkel von Really Right Stuff befindet, auf den Stativkopf zu setzen. Und es wollte mir nicht gelingen. Ich fummelte und fummelte und irgendwann fragte der erste Teilnehmer “alles in Ordnung?” – schon ein bisschen peinlich, wenn der Coach seine Kamera nicht auf’s Stativ bekommt.

Aber ich gehe mit solchen Situationen ja immer ganz offensiv um :-), und so erzählte ich der Gruppe, dass ich das Stativ und den Kopf gerade neu zum Test hatte und meiner ersten Einschätzung nach hier der Term “ARCA-Kompatibel” wohl etwas schwammig ausgelegt worden wäre. Aber ich wollte mir die Sache nochmal in Ruhe bei Tageslicht ansehen und mich dann ggf. mit Manfrotto in Verbindung setzen. An dem Abend waren mir jedenfalls keine Aufnahmen vom Stativ mehr möglich.

Eine genauere Untersuchung der “ARCA-kompatiblen” Klemmung zeigte, dass der “Schwalbenschwanz” der Kameraplatte einfach nicht spitz genug ausläuft, sprich, die Kante einfach etwas zu dick ist und so nicht unter die mit einer Feder herausgedrückte Metallplatte der Manfrotto Konstruktion passt. No way.

Passt nicht…

Ich probierte noch an die 10 weitere Kameraplatten verschiedener Zubehör Hersteller aus und davon passten die allermeisten nicht in die Manfrotto Klemmung. Die einzigen Platten, die passten, waren die von Sirui und die von Manfrotto mitgelieferte. Leider ist die Manfrotto Platte viel zu breit und sieht einfach – äh – hmm – nicht schön aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der 250€ für einen Stativkopf ausgibt, sich so eine Platte an die Kamera schraubt! Design made in Italy stelle ich mir anders vor.

Die Manfrotto Platte ist viel zu breit (dahinter an der kamera eine normale Platte), sie steht an einer DSLR vorne und hinten über.

Das war natürlich nun für mich eine herbe Enttäuschung. Hätte ich den Kopf gekauft, wäre er nun sicherlich einfach Retoure gegangen. So aber, rief ich bei Manfrotto an und bekam nach einigem Hin und Her auch jemanden, der mir Auskunft geben konnte. Ich erhielt die Info, dass die Schnellwechselplatte des MH055M0-Q6 nur mit originalen Platten von Arca-Swiss oder eben der Manfrotto Platte kompatibel sei.

Ich erklärte, was es sich mit L-Winkeln, Zubehör-Platten von Kirk- und Really Right Stuff etc. auf sich habe und dass da viele Kunden sicherlich recht enttäuscht sein würden. Schließlich ist das Arca-Kompatible Zubehör doch deutlich weiter verbreitet, als die teuren originalen Arca Sachen. Ich erklärte, dass ich einen Testbericht schreiben würde und dass meine Leser sicherlich daran interessiert sein würden, ob es denn geplant sei, nachzubessern und z.B. die Schnellwechselplatte des Kopfes für betroffene Kunden durch eine kompatiblere zu ersetzen. Man verneinte das. Ich fragte dann auch noch, ob ich das in meinem Testbericht so schreiben solle und das wurde bejaht. Okay dann also.

Schade eigentlich, denn der Stativkopf ist wirklich ansonsten sehr schön, sowohl von der Funktion als auch von Design. Er besteht aus einer Magnesium Legierung, wiegt ca. 1 KG und ist für ein Gewicht bis zu 12KG ausgelegt – das ist schon sehr ordentlich. Die Klemmung selbst ist oben nur aufgeschraubt. Man kann sie ganz leicht entfernen und durch eine andere ersetzen. Allerdings muss man erstmal eine passende bekommen. Ich habe eine Sirui Schnellwechselplatte montieren können, aber so ganz ideal ist es nicht, da die Schraube dann oben etwas heraussteht und die Kamera dann beim Einsetzen hakt. Hier müsste wirklich Manfrotto nachbessern.

UPDATE: Solltet ihr den Kopf gekauft haben und nun Probleme mit Euren ARCA-kompatiblen Platten haben, könnt ihr versuchen, die originale Klemmung gegen eine von Hejnar Photo zu tauschen. Wie das geht, ist in diesem Artikel beschrieben. Die Hejnar-Klemmung passt im Gegensatz zu anderen genau auf den Manfrotto Kopf. Leider gibt es diese Klemmung nur in den USA zu bestellen. Ich habe das mal gemacht, aber mit Versand, Zoll und Steuer kommt man da sicherlich auch auf knapp 100€. Ich werde berichten, wenn ich den Kopf umgebaut habe.

Mein Fazit

Das Stativ ist wirklich super. Es ist mein neues Brot-und-Butter Stativ und kommt bei meinen Workshops und Coachings zum Einsatz sowie auf Reisen. Ich hatte es auf der Altiplano-Reise dabei und es hat mich nicht enttäuscht. Schwerste Schläge zwischen anderem Equipment im Bus hat es locker weggsteckt und alle Situationen bravourös gemeistert.

Den Kopf habe ich allerdings nicht nach Südamerika mitgenommen. Wenn meine Kameras darauf gepasst hätten, hätte ich wohl das zusätzliche Kilo Gewicht akzeptiert, aber so war das nicht drin.

Leider hat Manfrotto die Umsetzung der Arca-Kompatibilität zwar Marketing-Technisch sauber umgesetzt, das war aber schon alles. Die Marktforschung sowie die produkttechnische Umsetzung hat halt leider völlig versagt. Nicht nur, dass der Großteil das Arca-kompatiblen Zubehörs nicht passt, die ganze Klemmung mit der Feder ist auch dermaßen fragil, dass ich sie mir im Alltagseinsatz auch nicht vorstellen könnte, selbst wenn die Platten physikalisch passen würden. Hier gibt es seit Jahren bewährte Lösungen, die andere Hersteller einwandfrei alle nach dem Prinzip der zwei Backen, die von links und rechts klemmen, umsetzen – nur Manfrotto meint hier, das Rad neu erfinden zu müssen.

Den gleichen Stativkopf gibt es auch als MH055M0-Q5 – dann allerdings mit Manfrottos eigener Klemmung. Das einzige, was den Q6 unterscheidet ist also die vermeintlich ARCA-kompatible Schnellwechselplatte, die mit einer einzigen Schraube ausgetauscht werden kann. Es wäre ein leichtes für Manfrotto, hier eine vernünftige und “echte” Arca-Kompatible Klemmung zu entwickeln und bestehenden Kunden des Q6 als Austausch anzubieten. Bei der Gelegenheit könnten sie sich dann auch das Design der Kameraplatte mal irgendwo abgucken oder sie zumindest mal auf eine DSLR schrauben und sich die Ästhetik-Frage selbst stellen. Das wäre jedenfalls das, was ich als Kunde erwarten würde und was ich Manfrotto zur Schadensbegrenzung empfehlen würde.

Derzeit kann ich Euch derzeit also leider nur das Stativ wärmstens ans Herz legen. Darüber erfreue ich mich jedenfalls – zunächst nun eben gemeinsam mit dem Stativkopf eines anderen Herstellers.

Solltet ihr sowieso schon ein anderes Stativ mit der originalen Manfrotto-Klemmung und entsprechende Manfrotto Schnellwechselplatten an Euren Kameras haben, dann solltet ihr lieber den MH055M0-Q5 Stativkopf mit der Manfrotto Wechselplatte nehmen. Wie gesagt, der Stativkopf als solches ist klasse.

Hier noch die Links zu Amazon – mit einem Kauf über einen der Links unterstützt ihr mich, zahlt aber selbst natürlich nicht mehr.

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48 Kommentare bisher


  1. huckabuck 3. Mai 2016, 07:26   »

    Also zu dem Stativ sollte man unbedingt noch den Umbausatz erwähnen, den es bei fotozubehoerschop zu kaufen gibt (ich hab keine Verbindung zum Verkäufer). Ich hab mir den geholt und das Stativ ist sehr viel leichter. Natürlich büßt man die Länge der Mittelsäule ein, aber zumindest ich fotografier selten auf fast 2m Höhe und das Stativ ist an sich ja schon recht hoch, wenn man die Beine komplett ausfährt.

  2. Ich finde es sehr schade, dass weder über das Stativ noch über den Kopf wirklich etwas zu Ergonomie und Funktion steht, lediglich wie schlecht die ARCA-Kompatibilität ist, finde diesen Test leider nicht sehr gelungen.

    • Vielleicht solltest Du den Test nochmal lesen. Das Stativ ist sehr gut, das habe ich mehrfach geschrieben. Der Kopf ist für mich eine Fehlkonstruktion, da ich meine Kamera nicht draufkriege. Da gibt es definitiv bessere und günstigere Kugelköpfe von anderen Firmen.

  3. Moin Moin,

    würdest du auch die aktuelle Version vom 055 empfehlen, oder falls nicht – welches sonst.

    Danke im Voraus

    Pico

    • Nimm da aktuelle Version mal in die Hand, mir gefällt sie nicht besonders. Teilnehmer meiner Reisen haben sich an den neuen Klemmungen für die Arretierung der Beinauszüge schon böse die Finger geklemmt.
      Schau alternativ mal bei Sirui.

      • Bernd Uwe 7. September 2016, 13:16   »

        Hallo, was heißt hier denn “neue Version”?
        Meint ihr das MT055CXPRO4?

        Inwiefern hat sich dort etwas zum MT055CXPRO3 geändert?
        Die Klemmverschlüsse gab es dort doch auch schon, wo man sich die Finger klemmen konnte.

  4. Danke für deinen Test.
    Ich finde es allerdings schade, dass du den Kopf auf Grund des Schnellwechslers derart abwertest.
    Ich habe den q5 und habe als erstes den Schnellwechsler gegen ein 10 Euro Teil (20 Euro das Kit aus L Winkel, Platte und Klemme) was mit jeglichem Arca Zubehör kompatibel ist ausgetauscht. Dort passt auch alles mit der Schraube und nichts klemmt. Ich finde das der Kopf an sich hervorragend ist und auch keine Probleme mit dem Losbrechmoment hat wie z.B der Sirui.

    • Bei einem Kopf in der Preislage erwarte ich, dass ich nicht eines der wichtigsten Teile ersetzen muss, um volle Funktionalität zu haben. Die Ersatzplatten passen wegen der Nut auch nicht zwangsläufig ideal, so dass hier vermutlich die Stabilität leidet. Weiterhin finde ich auch, dass z.B. die Arretierungsschraube bei dem Kopf nicht gut gelöst ist, da sich diese lösen lässt und so verloren gehen kann.

  5. Hi an alle,

    in so einem Fall wo “arca-kompatibel” nicht arca-kompatibel heißt, müsste man mal genau checken, wer da nicht genau gemessen hat (RRS oder Manfrotto). Zwar passt der L-Winkel von RRS (den ich auch gerade versuche irgendwie zu verwursten) in die Sirui-Schnellwechselplatte, ich habe allerdings die starke Vermutung, dass auch eine Toleranz zwischen RRS-Schwalbenschwanz-Kameraplatten und den originalen von Arca vorhanden ist. Anstatt die Norm mal genauer zu kopieren, wird dann immer auf die Kompatibilität zwischen den eigenen Komponenten von beispielsweise RRS verwiesen. Aber wer braucht dann diese “weltweite” Arca-Norm?

    Hier vielleicht mal was Wissenswertes zum Arca-Kopf P0 und dessen Umgang mit Fremdherstellern:

    https://www.youtube.com/watch?v=JhOO5gPYgtI

    Werde bei Interesse berichten wie sich RRS mit dem Arca-Kopf verträgt. Dürfte bald soweit sein.

    Gruß Flo

  6. Hallo Gunther
    Lese deinen Blog schon länger und finde ihn toll. Deshalb erlaube ich mir, dir hier in den Kommentaren eine Frage zum Stativkopf zu stellen.
    Da das Manfrotto mein erstes richtiges Stativ ist, habe ich mir den Kopf MH055M0-Q5 geholt.
    Nun frage ich mich, ob ich die Platte, die ich an der Kamera befestigt habe (ein riesen Ding) wechseln kann, z. B. gegen eine Arca Platte. Warum? Ich möchte irgendwann einen BlackRapid-Gurt kaufen und der wird ja via Stativgewinde fixiert. Mit dem Q5 muss ich jedes mal die Platte ganz entfernen… Mühsam :-)
    Denkst du, das geht?
    LG
    Abi

  7. Martin P. 3. Mai 2014, 18:28   »

    Hallo Gunther,

    heute ist mein Manfrotto 055CXPRO3 mit dem SIRUI Köpfchen K-30X geliefert worden (Ich hatte Dir geschrieben). Absolut begeistert bin ich nun. Im Vergleich zum Manfrotto 055 XPROB, welches ich vorher mit einem 3-Wege-Kopf hatte, ist es geradezu ein Leichtgewicht.

    Wenn ich in diesem Zusammenhang an Wanderungen im Bayerischen Wald im vergangenen Jahr mit dem alten Stativ denke, treibt es mir glatt die Schweissperlen ins Gesicht.

    Die Standfestigkeit ist sehr gut i. V. mit der EOS 6D – und die Handhabung sowieso. Da wackelt nichts und der Lauf der Kopfkugel ist einfach angenehm.

    Du hast hier nicht zuviel versprochen, und dass für den Preis. Einfach toll … :-)

    LG aus Regensburg,
    Martin

  8. Stefan Benzner 20. März 2014, 16:14   »

    Hallo Gunther,
    ab welchen Größen/Gewichtsverhältnissen sollte man denn deiner Meinung nach, den Sirui K-40X statt des K-30X Kopf benutzen?
    LG.
    Stefan

  9. Matthias 16. März 2014, 20:22   »

    Hat jemand schon das alte 055CXPRO3 mit der neuen deutlich teureren Version verglichen?
    Viele Grüße, Matthias

  10. Daniel 8. März 2014, 01:09   »

    Hallo Gunther

    Habe mir vor Jahren ein Manfrotto Anfängerstativ gekauft, welches mit dem Nikon 70-300 mm 4.5-5.6 (745 g) nun überfordert ist. Interessanterweise scheint es mit dem Sigma 50-150 mm 2.8 (1335 g) klar zu kommen, liegt wohl an der Stativschelle (Hebelwirkung) welche das Gewicht besser verteilt.

    Das nächste Stativ soll alle zukünftigen Bedürfnisse befriedigen. Das grösste, schwerste Objektiv mit welchem das neue Stativ klar kommen muss ist 300 mm 2.8 plus D7xxx.

    Da du dieses Objektiv auch besitzt meine Fragen: Kommt das 055CXPro3 mit dem 300 mm 2.8 zurecht? Was meinst du ist das der schlechterer Fall als das 70-300 mm ohne Stativschelle? Oder muss ich doch zu einem deutlich teureren Gitzo Stativ greifen?

    Gruss
    Daniel

    • Das 055CXPro3 ist natürlich auch für schwere Objektive, wie ein 300mm f/2.8 geeignet. Viel wichtiger ist natürlich, dass bei großen Objektiven eine Stativschelle verwendet wird und vor allem auch der Stativkopf vernünftig ist. Eine günstige Empfehlung wäre z.B. dieser.

  11. Moin Gunther,
    Ich war mir nach langer Suche relativ sicher, dass das 055cxpro3 das richtige Stativ für mich ist, dein Test hat mich darin eigentlich bestätigt.

    Jetzt lese ich vermehrt, dass das Stativ nur die “klapprige Mittelsäulenkonstruktion” schwer brauchbar sein soll.
    Inwiefern hattest du Probleme mit Vibrationen, Schwingungen z.B. Bei windigem Wetter?

    Liebe Grüße und danke für deine tolle Arbeit

    • Naja, das herausklappen der Mittelsäule ist ein bisschen fummelig, aber das ist es bei meinem Vanguard (ähnliche Konstruktion) auch.
      Im Endeffekt macht man das ja nur in Ausnahmefällen. Wenn alles arretiert ist, dann ist es auf jedenfall stabil und nix klapper.

  12. Rolf Gottfried 2. Februar 2014, 11:10   »

    Hallo Gunther,
    auch ich habe im letzten Jahr mit der sogenannten Arca-Kompatibilität meine Probleme gehabt.
    Nach dem Erwerb eines Benro Panoramakopfes PC-1 musste ich feststellen, dass meine Novoflexschienen sich nicht klemmen ließen, sie rutschten regelrecht aus der Klemmung heraus.
    Ich habe bei Recherchen im Internet folgende Seite gefunden:

    http://www.afximages.com/stuff/arca-plates-xref.html

    Hier gibt es eine Tabelle über die „Kompatibilität“.

    Zum Umbau eines Manfrotto-Kopfes kann ich noch die Wimberley Schnellkupplung C-12 empfehlen.
    Sitzt hervorragend an meinem Manfrotto Kugelkopf Hydrostatic 468 MGRC.
    Vorteil: kann man bei bei augenblicke-eingefangen.de für ca. 80,- Euro ohne Zoll etc. kaufen.

    http://www.augenblicke-eingefangen.de/catalog/product_info.php?ref=37&products_id=1696&affiliate_banner_id=1

    Vielen Dank für die vielen kostenlosen Informationen und ein schönes Wochenende
    Rolf

  13. Hallo Gunther,
    Super Bericht danke
    Ich habe das manfrotto und bin zufrieden, jedoch habe ich mir das togopod Patrick carbon plus dazu gekauft, da das packmass viel kleiner und das gewicht viel geringer ist, aber die stabilität trotzdem genial. (Reisestativ)
    die stativplatte finde ich jedoch unbrauchbar im Vergleich zu manfrotto.
    Hättest du mir bitte einen tip, togopod ist nicht arcaswiss kompatibel oder? Ist ziemlich ein Schwachstelle. (Kamera d610/d800)
    Sorry der ein wenig offtopic Beitrag.
    Schönes Weekend
    Ivan*

  14. Thorsten 31. Januar 2014, 15:03   »

    Hallo alle zusammen. Was haltet ihr vom Mantona Laurum 501 Multistativ Kamerastativ inkl. Lampenstativ, Einbeinstativ, Tischstativ und bodennahes Stativ mit Kugelkopf. •Packmaß 47 x 9 cm
    •Gewicht ohne / mit Kugelkopf ca. 1,9 kg / 2,26 kg
    •Max. Belastbarkeit ca. 12 kg
    •Material Aluminium
    •Einbeinstativ (inkl. Kopf)
    •Max. Höhe ca. 152 cm
    •Min. Höhe ca. 64 cm
    •Gewicht ca. 0,86 kg
    •Tischstativ (inkl. Kopf)
    •Max. Höhe ca. 60 cm
    •Min. Höhe ca. 32 cm
    •Gewicht ca. 1 kg
    •Lampen-/Blitzstativ
    •Max. Höhe ca. 145 cm
    •Min. Höhe ca. 58 cm
    •Gewicht ca. 0,8 kg
    Preis 269,- €
    Gruß!
    http://www.amazon.de/Mantona-Multistativ-Kamerastativ-Lampenstativ-Einbeinstativ/dp/B00HCCKQFS

  15. Matthias 30. Januar 2014, 20:03   »

    Hag jemand schon mal 55CXPROB3 und 55CXPROB4 verglichen?

  16. Hallo,
    wie immer super, und wie es der Zufall will, bin ich gerade dabei mir ein Stativ zuzulegen. Da ich ja eigentlich nicht so viel Geld inverstieren wollte, dachte ich urprünglich an eine Aluminium Ausführung. Da hatte ich bei Amazon das neue Manfrotto 190er mit Kopf (Alu) für knapp 250 Euros gefunden. Wenn ich aber jetzt diese Kopf-Geschichten sehe, denke ich werde ich das doch noch mal überlegen. Aber dann sind es halt doch gleich wieder locker 500 Flocken.

    Evtl. ist das neue 190er Alu mit einem anderen Kopf investitionssicherer, später auf ein Carbon wechseln und Kopf bleibt. Das neue Manfrotto 190er (Alu) gelällt mir irgendwie, aber vielleicht lasse ich mich da auch nur vom Merketing beeindrucken.

    Gruß

    Stefan

    • Wolfgang 30. Januar 2014, 10:53   »

      Hallo Stefan,
      erst Alu und dann Carbon? Das ist doppelt investiert. Inzwischen mache ich keine Übergangskompromisse mehr. Das kostet immer doppelt – das sage ich aus eigener Erfahrung.
      Dazu habe ich gestern meine Ansicht gepostet (s.o.).
      Gruß
      Wolfgang

    • Es spricht eigentlich nichts dafür, sich Kopf und Stativ vom gleichen Hersteller zu holen. Warum auch? Die Schraubung ist eigentlich immer die gleiche, man sollte nur darauf achten, dass die Schraube 3/8 Zoll hat, aber eigentlich haben sie das alle. Ich würde mir immer das Stativ aussuchen, das am besten zu den eigenen Anforderungen passt und dann den Kopf unabhängig davon – ruhig von einem anderen Hersteller.

      • Hallo,
        die Frage für mich ist auch eigentlich ob Alu od. Carbon, ist halt doch ein ganzes Stück teurer. Auf der anderen Seite, “wer billig kauft, kauft zweimal”.
        Stefan

        • Ob Alu oder Carbon ist eigentlich total egal. Carbon ist (manchmal) etwas leichter und sieht in manchen Augen ggf. schicker aus, aber über die Qualität eines Statives sagt es nichts aus.
          Es kommt auf die Gesamtqualität, Statbilität und Verarbeitung des Stativs an, nicht, ob Alu oder Carbon als material verwendet wurde.

          • Hallo,

            so noch ein paar Kleinigkeiten, dann habe ich mich auch entschieden, welchen “Weg” ich einschlage: Erstmals entscheide ich mich aus Kostengründen für ein Alu Stativ. Etwas unsicher bin ich noch ob 2 od. 3 Auszüge. Ich gehe mal davon aus, bei 3 ist das Packmaß etwas kleiner. Ist es durch die 3 Auszüge instabiler, oder hat es evtl. doch den Vorteil, dass es etwas flexibler in der Handhabung ist?
            Eine weitere Frage zu dem empfohlenen Kopf SIRUI K-30X. Ist die 108 mm Variante bewusst empfohlen? Wenn das so ist, würde ich das einfach mal ausprobieren.
            Danke noch mal für die Info.
            Stefan

          • Es hängt von der Größe des Statives ab, wie groß der Kopf sinnvollerweise sein sollte.
            Die Anzahl der Auszüge ist geschmacksache.

  17. Friedhelm Hess 30. Januar 2014, 08:44   »

    Wie immer ein guter kritischer Test!
    Ich besitze seit Jahren ein sehr stabiles Manfrotto Stativ
    und bin sehr zufrieden damit.
    Das solche alteingesessenen Firmen so unbeweglich sind,kann man einfach nicht verstehen!

    Gruß
    Friedhelm

  18. Mein erstes Manfrotto-Stativ war ein Einbein – dafür habe ich zum Glück auch eine passende, Arca-Swiss-kompatible Platte gefunden. Meine Cams und Stative haben inzwischen auch alle Arca-kompatible L-Winkel oder Platten – sonst würde man ja völlig verrückt werden mit dem Geschraube…

    Und mein 70-200 hat ebenfalls eine Arca-Platte an der Stativschelle. Damit ist die Kombi mit der Cam hervorragend austariert und wenn man das Stativ noch unausgefahren nutzt ist das superstabil!

  19. Hallo Gunther,
    was die Manfrotto Stativköpfe angeht kann ich dir zu 100% zustimmen. Eigentlich wollte ich den Getriebeneiger Junior, aber dessen Wechselplatte ist ein Monster. Also blieb ich an dem MH054M0-Q2 hängen. Irgendwann hatte ich es mit dem Manfrotto Adapter über. Ein L-Winkel vom Kirk musste her. Ich habe den properitären Mist von Manfrotto (Mist weil der Adapter mit einem älteren Kopf von Manfrotto, dessen Adapter genauso aussa,h nicht kompatibel ist) gegen eine Novoflex Q-Mount getauscht. Die Schraube von dem Manfrotto Halter passte exakt.

    Bin mit dieser Lösung jetzt zufrieden. Keine Ahnung was in den Köpfen der Manfrotto Strategen vorgeht, aber es kann nichts gutes sein.

    Gruß Peter

  20. Wolfgang 29. Januar 2014, 21:05   »

    Das Testergebnis von Gunter kann ich nur bestätigen. Neben Sirui gebt es noch etwas Möglichkeiten. Übrigens solltet ihr euch das Manfrotto-Stativ 190CXPro3 einmal ansehen. Es ist Leichter und sehr stabil! Ich benutze es mit der D800, dem 2,8 /70 -200mm und 2.0 Konverter. Dafür reicht das Stativ allemal. Als Stativkopf benutze ich den FLM Centerball 43 FT. Und als Klemme bloß nichts von Manfrotto. Gunter hat in seinem Kommentar alles dazu gesagt. Auf den o.g. Kugelneiger, der auch umgestellt werden kann auf Zweiwege(!,)habe ich den Kirk Enterprise (ARCA-Kompatibel!) mit der zur Kamera passenden Platte ebenfalls von Kirk (super Qualität!). Da verdreht sich nichts mehr. Ihr findest das alles bei: http://www.augenblicke-eingefangen.de/catalog/index.php?cPath=24_49_38
    Gruß Wolfgang

  21. …muß etwas grinsen.

    Früher gab es keine schwenkbare Monitore für SLR´s. FE 2 mit Winkelsucher an einem Velbon VS-3 – sah für Pocket-Nutzer schon lustig aus.
    Vielleicht irre ich mich – aber die 5000er-Serie wurde für das Velbon gebaut, nicht umgekehrt :-)

    lg
    Victor

  22. hallo
    Der Bericht,spricht mir aus dem Herzen.Warum,soll ich mir einen Kopf von Sirui kaufen und das Stativ von Manfrotto??
    Dann kauf ich mir gleich eine Stativ/Kopf Kombination von
    Sirui.0der?????.Finde übrigens die Kombination auf Bild 10
    schon sehr gewagt.nach meiner Meinung,baut das ganze zu hoch und fördert damit die Resonanz.Trotzdem Danke fürs zeigen.
    L.G.
    Erich

    • Warum,soll ich mir einen Kopf von Sirui kaufen und das Stativ von Manfrotto??

      Warum nicht?!

      Das letzte Bild ist durch das Weitwinkel, mit dem es aufgenommen wurde, etwas verzerrt. Das ist einfach das 70-200 f/2.8 mit Stativschelle auf einem nicht ausgezogenen Stativ. Viel stabiler geht es nicht. Weiß nicht, was daran gewagt sein soll. Die Zeitraffer-Sequenz, die ich da aufgenommen habe, ist komplett unverwackelt.

  23. Ich stehe auch vor einem Kauf eines Stativ. Auf solche Details wie ARCA Kompatible hätte ich nicht geachtet. Nun wird es wohl ein anderes Stativ werden.

  24. Deine ausführlichen und sachkundigen Test’s begeistern immer wieder. Vielen Dank dafür. Endlich weis ich was Arca-kompatibel und Arca-original bedeuten kann.
    lg
    Hans

  25. Hallo Gunther
    vielen Dank für den super Test. Ich finde es echt schade das Manfrotto so unprofessionel ist. Die kommen doch aus der Profiliga. Dort kann man sich solche Patzer nicht leisten. Ich habe aber ach schon bei Cullmann solch ein ähnliches Problem mit der 465 Plattenlombonation. Sitzt sehr Grenzwertüberschreitungen und die Artetierung ging oft nur wiederwillig. Bin dann auf Sirui umgestiegen und seit dem sehr zufrieden.
    Kann man bei dem Manfrotto Stativ auch die gekippte Mittelsäule arretieren. Das ist nähmlich nicht bei allen der Fall. Dann eiern die gerne in der Horizontalen rum.
    Gruß

    Ralf

  26. Schöner Post!
    Es fehlt nur eins: der Amazon-Link zum Stativ selbst ;)

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