Fotos und Zeitraffer von Sternen und der Milchstraße fotografieren und bearbeiten

29012012

Vielen von Euch haben ja die Aufnahmen und die Zeitraffer-Sequenzen, die ich auf Teneriffa von der Milchstraße gemacht habe, sehr gut gefallen. Heute möchte ich Euch daher einmal erklären, wie ich vorgegangen bin, um die Fotos aufzunehmen und zu bearbeiten.

Zunächst jedoch möchte ich einen kleinen Abstecher in die Astronomie machen und Euch mal erklären, was unsere Milchstraße eigentlich ist und was ihre große Faszination ausmacht.

Unsere Galaxie – die Milchstraße

Fast jeder kenn das helle „Band“, welches in dunklen Nächsten den Sternenhimmel umspannt. Viele wissen aber nicht, dass dieses „Band“ der Querschnitt unserer Galaxie ist und aus bis zu 300 Milliarden Sternen besteht. Diese Erkenntnis besteht allerdings auch erst seit 1600 n.Ch. und ist Herrn Galileo Galilei zu verdanken.

Wunderbare Milchstraße von Teneriffa aus gesehen
Wunderbare Milchstraße von Teneriffa aus gesehen


Wenn ihr Euch unsere Galaxie als Frisbee-Scheibe vorstellt, dann befindet sich unser Sonnensystem irgendwo im äußeren Drittel und die für uns Sichtbare Milchstraße ist quasie der Blick auf den Querschnitt dieser Frisbeescheibe. Wir sind also die Ameise, die innerhalb der Frisbee sitzt und von innen zu ihrem Rand schaut. Ich finde, wenn man sich das vorstellt, dann wirkt der Blick unter einem solchen Sternenhimmel noch viel beeindruckender.

Hier einmal eine Fotomontage vom gesamten Milchstraßenband, wie er von der Erde aus gesehen werden könnte, wenn man einmal um den Globus reisen würde. Davon sieht man dann tatsächlich am Nachthimmel jeweils nur einen Ausschnitt:

Da die Erde sich ja nun bekanntermaßen dreht, sieht man nicht immer den gleichen Ausschnitt der Milchstraße. Welchen Ausschnitt man sieht, hängt natürlich von der Uhrzeit ab (in den Zeitraffern sieht man die drehung sehr schön), von der Jahreszeit und natürlich davon, wo auf der Erde man sich gerade befindet.

Ort und Zeit planen

In unseren Breiten (Nordhalbkugel) ist die Milchstraße im Sommer (Juli, August, September) am schönsten zu sehen, da ihr dichtester und schönster Bereich, nämlich das Zentrum, über dem Horizont sichtbar wird. Im Winter sieht man eher die Randbereiche. Auf der Südhalbkugel ist das genauso, auch dort kann man im Sommer den schönsten Part beobachten, allerdings betrifft das dort dann die Monate Januar, Februar, März.

Großen Einfluss auf die Sichtbarkeit hat natürlich das Umgebungslicht. Zum einen sprechen wir hier über die allgegenwärtige Lichtverschmutzung durch die Städte. Dazu kommen reflektierende Partikel in der Atmosphäre, die insbesondere durch Abgase und Smog entstehen. All das führt dazu, dass in unseren Breiten eine perfekte Sichtbarkeit immer schwieriger wird und in den meisten Regionen gar unmöglich ist.

Hier ist natürlich ein Standort wie Teneriffa ideal. Erstens befindet man sich auf 3.000 Metern Höhe über der Luft‑ und Lichtverschmutzung und zweitens ist die verbleibende Atmosphäre in dieser höhe auch dünner und schluckt nicht so viel Licht.

Nachtrag: Andreas, von scharfelinse.com hat mich auf eine tolle Karte aufmerksam gemacht, auf dem man interaktiv die Lichtverschmutzung in Deutschland sehen kann.

Hier sieht man z.B. schön den Unterschied zwischen Hamburg und Fehmarn.

Es gibt allerdings noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Störfaktor: unseren natürlichen Sonnenreflektor – den Mond. Wenn der Mond scheint, ist es mit der Stenensichtbarkeit nicht mehr weit her. Aus diesem Grund sollte man sich wirklich die Zeit des Neumonds aussuchen oder zur Not auch Tage, an denen der Mond erst Spätnachts aufgeht und man vorher zum Zuge kommt.

Am praktischten sind für diese Planungen die heute für alle Smartphones erhältlichen Astronomie-Apps. Damit könnt ihr nicht nur Sonnenauf‑ und Untergang und Blaue Stunde sondern auch die Mondphasen sowie die Mondauf‑ und –untergangszeiten berechnen lassen. Das Ganze könnt ihr natürlich abhängig von dem Ort anzeigen lassen (die Auf‑ und Untergangszeiten hängen vom Ort ab, nicht jedoch die Mondphasen). Ich setze auf meinem Samsung Galaxy SII (Android) z.B. Sundroid ein, aber es gibt natürlich auch andere.

Für optimale Fotos der Milchstraße müsst ihr also an einem einsamen Ort, fernab der Zivilisation sein und dort möglichst zum Neumond. Jetzt wisst ihr, nach welchen Kriterien ihr in Zukunft Eure Urlaube planen müsst. ;-)

Der Aha-Effekt bei Milchstraßenfotos hängt von zwei Faktoren ab: zum einen von der Aufnahme an sich und zum anderen von der Nachbearbeitung.

Milchstraße bei dem
Milchstraße bei dem „Sapatillo de la Reina“

Kamera, Objektiv und weiteres Equipment

Das wichtigste Utensil neben der Kamera ist natürlich das Stativ. Ihr braucht definitiv einen richtig stabilen Stand. Das zweitwichtigste Zubehör ist ein Fernauslöser, den ihr auf langzeitbelichtung einstellen könnt.

Alternativ könnt ihr natürlich mit der längsten Belichtungszeit Eurer Kamera arbeiten, wenn diese bis 30 Sekunden belichten kann. Allerdings hat der Fernauslöser weiterhin den Vorteil, dass ihr berührungsfrei auslösen könnt und so jegliche Erschütterungen der Kamera-Stativ-Kombination vermeidet.

Ich setze für solche Langzeitaufnahmen gerne den Hähnel Giga T Pro Ⅱ ein, einen Funkauslöser den man sowohl für Intervallaufnahmen programmieren kann (Zeitraffer) als auch für Langzeitaufnahmen und beides auch miteinander kombinieren kann. Diesen Time gibt es für verschiedene Kamera-Marken. Die Lernkurve ist bei dem Teil allerdings etwas steil, man muss sich mit den Funktionen schon ein bisschen auseinander setzen und wenn man es eine Zeitlang nicht benutzt hat, dann hören die Hasen im Gebüsch nebenan schon mal den einen oder anderen Fluch aus dem Mund des Fotografen. Aber er funktioniert sehr gut und hat alle Funktionen, die man braucht – ein besserer ist mir zumindest nicht bekannt.

Und nun natürlich noch zu den wichtigsten Elementen Eurer Ausrüstung als angehenden Milchstraßenfotografen: der Kamera und dem Objektiv.

Bei dieser Spielart der Fotografie gilt: Lichtstärke ist alles. Sowohl bei der Kamera als auch bei dem Objektiv. Die Kamera sollte in der Lage sein, mit ISO Zahlen um die 2.000 vernünftig und mit vertretbarem Rauschen umzugehen. Meine D7000 und auch die D5100 kommen damit gut klar. Natürlich wäre eine D700, D3 oder D4 noch besser.

beim Objektiv empfehle ich ein Superweitwinkel oder Fisheye. Dies hat zwei Gründe: erstens bekommt ihr mit einem solchen Objektiv sehr viel von der Milchstraße aufs Bild und zweitens könnt ihr deutlich längere Belichtungszeiten realisieren, ohne die Sterne durch die Erdrotation als Striche abzubilden, als mit einer längeren Brennweite.

Für Nikon-Kameras mit dem DX Sensor (APS-C) empfehle ich definitiv das Nikkor Fisheye 10.5mm f/2.8.

Für Nikons mit FX Sensor (Vollformat) empfehle ich Euch das äquivalente Nikkor Fisheye 16mm f/2.8

Für Canon und andere Marken gibt es natürlich ähnliche Objektive.

Der Griff nach den Sternen
Der Griff nach den Sternen


Herausforderung Fokussieren

Beide eben vorgestellte Fisheye-Objektive haben noch einen riesen Vorteil gegenüber vielen anderen Objektiven, die ansonsten auch geeignet wären (z.B. das Nikkor 10–24mm f/3.5): sie erlauben ein Fokussieren auf Unendlich „mit Anschlag“. Das bedeutet, wenn ihr den Fokusring an den „unendlich-Anschlag“ dreht, fokussiert das Objektiv auch auf unendlich. In der Prä-Autofokus‑Ära war das selbstverständlich. Bei Autofokus-Objektiven sind die Hersteller leider der Unsitte verfallen, den Autofokus bestimmen zu lassen, wo unendlich ist – den Fokusring kann man meistens auch darüber hinaus drehen und erhält dann wieder unscharfe Bilder. Beim Scharfstellen mit Autofokus fällt das normalerweise nicht auf. Aber wehe, wenn ihr im Dunkeln auf die Sterne scharfstellen wollt: den Autofokus könnt ihr vergessen und alles andere auch. Es gibt schlicht und ergreifend keine Möglichkeit mit einem solchen Objektiv in einer derartigen Situation vernünftig auf „unendlich“ zu fokussieren und das ist ziemlich frustrierend. Ich habe mir bisher immer damit beholfen, testaufnahmen zu machen, bei denen ich den Fokusring im Millimeterabstand verdreht habe und dann über das Display bei voller Zoomstufe geprüft habe, ob das Ergebnis scharf ist. Wenn nein, dann weiterdrehen und nächster Versuch. Ein Mühsames Unterfangen, kann ich Euch sagen. Vor allem, wenn eine Aufnahme 30 Sekunden dauert…

Da liebe ich doch mein Fisheye: ein dreh auf Anschlag und alles ist scharf. Perfekt. Noch dazu bietet es mit seiner maximalen Blende von f/2.8 eine sehr gute Lichtstärke.

Lasst Euch aber bitte nicht davon abhalten, auch mit anderen Objektiven zu experimentieren es ist mühsamer, geht aber auch. Ihr könnt z.B. tagsüber mal auf unendlich fokussieren und Euch dann eine markierung an der Fokus-Skala anbringen, z.B. mit einem Stück weißen Isolierband. Das könnt ihr dann nachts mit der Taschenlampe oder dem Handy ganz gut erkennen und darauf dann den Fokusring drehen.

Die Kameraeinstellungen

So – Kamera, Objektiv und Zubehör haben wir besprochen. Kommen wir nun zu den Einstellungen für die Kamera – ich empfehle Euch immer Testaufnahmen zu machen und anhand derer dann die Feinjustierung einzustellen. Als Ausgangspunkt wähle ich meistens, wenn ich ein Fisheye oder Superweitwinkel Objektiv verwende:

  • ISO 2.000
  • Offenblende (wir haben ja kein Licht zu verschenken)
  • 30 Sekunden bei 10–12 mm

Die Belichtungszeit müsst ihr reduzieren, wenn ihr mit längeren Brennweiten arbeitet. Dem entsprechend müsst ihr dann die ISO ggf. erhöhen.

Beachten müsst ihr, dass die Belichtungszeiten nicht zu lang werden, so dass ihr keine Striche durch die Erdrotation bekommt.

Als sichere Faustregel für die längste „scharfe“ Belichtungszeit bei einem APS-C (DX)-Sensor könnt ihr Euch 300/Brennweite merken. Bei einem Vollformat-Sensor dann eben 500/Brennweite.

Gehen wir von dem APS-C Sensor aus, dann würde die Formel 300⁄10 genau 30 Sekunden ergeben. Das ist die Zeit, die ihr nicht überschreiten solltet, wenn ihr die Sterne noch punktförmig abgebildet haben möchtet.

Formeln hin oder her: das sind natürlich nur Anhaltspunkte, die ihr nicht auswendig lernen müsst. Ich möchte Euch hier dazu ermutigen, einfach mal verschiedene Einstellungen auszuprobieren und die für Eure Kamera-Objektiv-Kombination am besten geeignete zu finden. Durch die sofortige Möglichkeit der Kontrolle über das Display könnt ihr jederzeit nachjustieren. Bitte denkt unbedingt daran, auch mal in die Vorschau reinzuzoomen und Euch die Pixel und das Rauschen „aus der Nähe“ anzusehen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Einstellung zu welchen Ergebnissen führt.

Zum Abschluss noch ein Wort zur Wahl des Dateiformates: bitte fotografiert bei solchen Nachtaufnahmen immer im RAW Format. Dies hat zum einen den Grund, dass ihr Euch erst in der Nachbearbeitung um den Weißabgleich kümmern müsst (ihr werdet feststellten, dass weder der automatische Weißabgleich, noch eine der Kameravoreinstellungen zu einem befriedigenden Ergebnis führen wird) und zum zweiten habt ihr viel mehr Spielraum, um die Details der Milchstraße später in der Nachbearbeitung richtig herausarbeiten zu können.

Wunderbare Milchstraße von Teneriffa aus gesehen
Wunderbare Milchstraße von Teneriffa aus gesehen


Die Nachbearbeitung

Die Bilder, die ihr direkt aus der Kamera erhaltet, werden mit ziemlicher Sicherheit noch nicht besonders eindrucksvoll aussehen. Farbstiche durch falschen Weißabgleich, ggf. Verzerrungen durch ein Fisheye-Objektiv und mangelnder Kontrast sind an der Tagesordnung und völlig normal. Schmuckstücke werden daraus erst in der Nachbearbeitung.

Kümmert Euch bitte zunächst um den Weißabgleich. Stellt ihn nach eigenem Ermessen durch Verschieben der Regler Farbtemperatur und Tönung ein. Gut wirkt es, wenn der Himmel leicht in’s bläuliche geht, auch ein Schuß Violett kann sehr gut wirken. Versucht eine Einstellung zu finden, bei der auch die Farbspektren der Michstraße (mit bloßem Auge eigentlich kaum zu erkennen) zur Geltung kommen.

Nun müsst ihr etwas experimentieren. In der Regel zeigen die Bilder zu wenig Kontrast. Erhöht diesen am besten mit der Tonwertkurve, indem ihr die Tiefen und Schatten dunkler macht und die Lichter heller. Ihr könnt auch mit dem Kontrastregler arbeiten. Erlaubt ist, was gefällt.

Ich hoffe, ich konnte Euch ermutigen, Euch selbst einmal an die Fotografie unserer Milchstraße zu wagen. Ihr werdet sehen, das ist wirklich faszinierend nicht nur die Fotos werden Euch begeistern, sondern auch die Stille und Weite, die ihr während solcher Aufnahmen verspüren werdet. Natürlich wollen Ort und Zeit hier gut geplant sein und nicht jeder Tag ist dafür geeignet. Dafür sind die Bilder und Erlebnisse, die ihr dabei haben werdet, dann aber auch wirklich ewas besonderes!

In diesem Sinne wünsche ich Euch heute mal nicht „gut Licht“ sondern „möglichst viel Dunkelheit“ und sage Tschau und bis zum nächsten Mal,

Euer Gunther

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Gunther

Kommentare

22 Kommentare zu “Fotos und Zeitraffer von Sternen und der Milchstraße fotografieren und bearbeiten”


  1. Basterus 29. Januar 2012, 12:36   »
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    Hey Grüße und vielen Dank für den Einblick.

    Ich probiere damit auch schön seit längerem immer mal wieder rum aber bisher mich eher mit den Sternenstreifen beschäftigt aus dem einfachen Grund das ich bisher kaum schöne Bilder als Sternenpunkt hinbekommen habe.

    Ich habe mich nie wirklich getraut den ISO hoch zu nehmen da ich das Gefühl habe immer viel zu viel Rauschen zu sehen, vielleicht bin ich da aber auch nur zu empfindlich oder hab die richtige Bearbeitungsmethode noch nicht gefunden.

    Dazu wäre ein Videotutorial mal was richtig gutes von dir ;)
    p.s. ich habe eine Sony alpha 350, sicher kein Topmodel aber brauchbar für günstiges Geld

  2. Gerd 29. Januar 2012, 12:42   »
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    Eine sehr schöne Beschreibung, vielen Dank Gunther!
    Anmerken möchte ich eine Idee zum Thema ‚Fokus auf unendlich bei Sternaufnahmen‘: ich habe dafür immer den Liveview der Kamera aktiviert und auf maximale Vergrößerung gestellt, anschließend manuell auf einen sehr hellen Stern fokussiert. Die Ergebnisse waren recht gut und ich konnte mir die Testaufnahmen ersparen.
    Viele Grüße, Gerd

    • gwegner 29. Januar 2012, 12:57   »
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      Hi Gerd, das ist ein sehr guter Tipp, den ich auch gern einsetze, wenn es nicht so dunkel ist. Bei mir hat das in der Dunkelheit bisher meist nicht funktioniert, weil die Sterne nicht vernünftig zu sehen waren auf dem Display. Probiere es aber demnächst nochmal aus!

      • Gerd 29. Januar 2012, 13:10   »
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        Dein Hinweis ist berechtigt, am besten funktioniert die Fokussierung per LiveView mit einer Blende f/1.8 oder größer. Bei kleineren Blenden sind die Sterne im Display häufig zu dunkel, evtl. lässt sich dann ein alternativer Fokuspunkt, z.B. der Mond oder eine entfernte Lichtquelle von einem Haus, Windrad usw.. verwenden.

        • gwegner 29. Januar 2012, 13:17   »
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          Ja, also mit f/2.8 ging es da per Live-View nicht. Und den Mond will man ja nicht haben und andere helle Lichtquelle auch nicht, von daher sind wir wieder am Anfang, dass ein Objektiv mit Unendlich auf „Anschlag“ definitiv den geringsten Frustfaktor mit sich bringt.

  3. Jonathan 29. Januar 2012, 12:43   »
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    Hi

    ich habe eine auch noch einen Tipp für Astrofotos.
    Da wir eine eigene Sternwarte haben, kenn ich mich doch ein wenig mit dem Fotografieren der Himmelsobjekte aus.
    Falls ihr längere Verschlusszeiten als 30s haben möchtet , was eigentlich schon zu empfehlen ist, gibt es eine kleine leicht super funktionale Montierung:
    Astrotrac
    Hier habe ich einen kleinen Blogeintrag geschrieben.

    Hier habe ich ein Foto. Es besteht wirklich nur aus einer Belichtung. Mehr gingen aufgrund des aufziehenden Nebels nicht.

    Bis jetzt hatten wir noch nie ein Problem mit dieser Montierung und sind sehr zufrieden.

    Falls ihr Fragen zur Montierung habt könnt ihr mich gerne über meine HP kontaktieren.

    Lieber Gunther mach weiter so…

    Grüße
    Jonathan

  4. Sven Sauer 29. Januar 2012, 13:13   »
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    Hallo Gunther,

    Vielen lieben dank für deine Tipps !! hervorragend !!! ich werde das auf jeden Fall ausprobieren im Sommer in Russland! was Benutzt du eigentlich für ein Bearbeitungs‑ programm?

    Viele liebe grüße

    Sven

  5. Olli Kaos 29. Januar 2012, 13:18   »
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    Sehr schön erklärt. Du hast mir Mut gemacht, mich selbst mal daran zu wagen. Danke dir Gunther.
    Gruß Olli

  6. Andreas 29. Januar 2012, 15:05   »
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    Hallo Gunnar,
    ich freue mich immer, wenn man was von einem anderen lernen kann. Merci für den Aritkel!

    Nachdem ich des nächstens auch mal wieder draußen unterwegs war habe ich mir auch ein paar Gedanken bzgl. des fokussierens gemacht. Was bei mir mit WW & UWW-Objektiven sehr gut funktioniert hat, ist mit der Taschenlampe einen weiter entfernten Punkt ca. 20 Meter anleuchten und darauf scharfstellen.
    VG

    Andreas

  7. Thorsten 29. Januar 2012, 15:05   »
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    Hallo und Danke für das hübsche Tutorial.
    Eine Frage habe ich da noch.
    Die Belichtungszeit für ein Bild ist ja (hier) 30 Sekunden. Wie lange wartest Du zwischen zwei Aufnahmen, um dann einen TL Film daraus zu machen?
    Gruss,
    Thorsten

    • gwegner 29. Januar 2012, 15:09   »
      Gravatar

      Ich lasse so ca. 4–5 Sekunden Pause zwischen den Aufnahmen, stelle also das Intervallometer auf 35 Sekunden.

  8. Uwe Dressler 29. Januar 2012, 16:57   »
    Gravatar

    Liber Gunther,

    vielen Dank für Deinen wunderbaren Zeitraffer-Film von Teneriffa.

    Meine Frau und ch waren vom 4.-18. Januar auf La Palma.
    Habe mich aber nicht mit Astrofotografie beschäftigt.
    Vielleicht interessieren Dich meine Fotos von der wunderbaren Insel, wo man ja auch bis auf 2450 ⅿ hinauffahren kann…

    Hier der link:

    http://jalbum.net/de/browse/user/album/1115801/

    Gruß

    Uwe

  9. Gravatar

    [...] Gunther hat einen schönen Know-How Artikel verfasst, wie man die Milchstraße in einem Bild festhalten kann. Ich bin begeistert von seinen Milchstraßebildern und er erkärt sehr ausführlich, was er für Erfahrungen gemacht hat und worauf man achten sollte, wenn man selbst die Milchstraße fotografieren möchte. [...]

  10. Christian 30. Januar 2012, 22:34   »
    Gravatar

    Hallo Gunther,
    Besten Dank für Deine Ausführungen. Ich habe mir schon länger überlegt, was denn so die optimalen Einstellungen zur Aufnahme des Sternenhimmels wären. Deine Ausführungen kamen zum perfekten Zeitpunkt und sind ein guter Startpunkt für eigene Experimente.
    Gruss,
    Christian

  11. Matthias 3. Februar 2012, 23:32   »
    Gravatar

    Danke für diese guten Ausführungen!! Es macht aufjedenfall Lust auf selber ausprobieren ;)

    Eine Frage habe ich aber noch. Was sagst du bzw. wie stehst du zu Walimax Objektiven für TL. Da man nur einmal alles richtig einstellen muss wären sie ja eigentlich nicht zu verachten. Außerdem habe sie eine hohe Lichtstärke, gute Bildqualität und sind sehr viel billiger als aquivalente Objektive.

    Liebe Grüße

    • gwegner 5. Februar 2012, 11:22   »
      Gravatar

      Hi Matthias,
      ich kenne die Walimex nicht, glaube aber, dass sie baugleich mit den Samyang sind, oder? Ich habe hier ein Samyang Fisheye und das stinkt gegnüber dem Nikon ganz gewaltig ab. Für Panoramen mag das egal sein, aber gerade bei der Sternenfotografie geht es ja darum, dass wirklich eine hohe Auflösung und Schärfe wiedergegeben wird und das sehe ich bei dem Samyang definitiv nicht.
      VLG
      Gunther

  12. Sven 16. Februar 2012, 10:01   »
    Gravatar

    Hallo Gunther,
    ich habe mir nun auch das 10.5mm Fisheye gegönnt, Deine hervorragenden Bilder haben die Entscheidung erleichtert :-)
    Man kann ja bei diesem Objektiv Einschub-Gelatine-Filter verwenden. Das wäre ja interessant für Langzeitbelichtungen z.B. mit einem ND 3.0 Filter. Hast Du Erfahrungen mit solchen Filtern? Ideal wären ja die Kodak Wratten Typ 96 (ND 3.0). Nur bekommt man die nirgends mehr…
    Grüße Sven

    • gwegner 16. Februar 2012, 10:10   »
      Gravatar

      Hallo Sven, damit habe ich keine Erfahrungen. Höre heute auch zum ersten Mal, dass das möglich sein soll…
      Anyway, viel Spaß mit dem Objektiv!
      Gunther

  13. dave 1. März 2012, 09:06   »
    Gravatar

    ..auch sehr gut der Bericht. Ja das leidvolle Fokusierproblem.. Ich habe mehrere Methoden. 1. Am tag auf Unendlich Fokusieren und den Ring mit Isoband festkleben, 2. die Live View Methode wenn es um Nachtaufnahmen von irgendwelchen Obkekten geht (bei Sternen noch nicht Versucht), und 3. (ein Spezial von mir)- eine Taschenlampe in ca. 50–100 ⅿ Entfernung irgendwo hinlegen, zur Kamera zurückrennen, scharf stellen, zur Taschenlampe zurückrennen und bergen, zur Kamera zurückrennen und ein Foto machen..grins. Etwas aufwendig aber es funktioniert gut wenn es einfach zu dunkel ist, da ja das Live View dann auch extrem rauscht und es oft nicht moglich ist damit genau zu fokussieren.. Das ist jetzt zwer nicht unbedingt auf die Sternenfotografie abgestimmt, doch geht es eben ganz gut..Gruß vondave, Berlin

    • gwegner 1. März 2012, 09:36   »
      Gravatar

      Hi Dave, danke für das Teilen Deiner Tipps!

  14. kai 22. März 2012, 11:34   »
    Gravatar

    hallo Gunter,

    schöner artikel. ein Tipp: Du schreibst Ich setze für solche Langzeitaufnahmen gerne den Hähnel Giga T Pro Ⅱ ein, einen Funkauslöser den man sowohl für Intervallaufnahmen programmieren kann (Zeitraffer) als auch für Langzeitaufnahmen und beides auch miteinander kombinieren kann … – ein besserer ist mir zumindest nicht bekannt.

    schau mal hier: Das ist das beste was ich auf dem Markt gesehen habe! http://www.doc-diy.net/photo/smatrig21/?german=1

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