Afrika Hautnah – Folge 16 – Fahrt zur Chobe Riverfront und dem Senyati Camp

9022013

Wir frühstücken ohne Hast und dann geht es weiter nach Norden. Heute haben wir wieder eine lange Tour von fast 200 Km vor uns. Den Reifendruck nochmals weiter abgesenkt geht es durch Tiefsand zu unser nächsten Station. Wieder sehr anstrengend für Mensch und Maschine. Diana übernimmt für eine Stunde und ist danach fix und alle, ich habe mich zwar in den letzten Tagen schon etwas dran gewöhnt, die eintönige Strecke tut aber ihr übriges. Nach 4-5 Stunden gelangen wir das erste Mal seit Tagen wieder auf Asphalt, wir nähern uns Kasane.

Noch schnell ein Chamäleon von der Straße retten und weiter geht die Fahrt..;)

Da ich keine Lust habe, die Reifen mit dem Kompressor wieder aufzupumpen und wir noch ein bisschen Zeit haben, beschließen wir, nicht den direkten Weg auf der Asphaltstraße zu fahren, sondern heute schon bei erster Gelegenheit in den Nationalpark einzufahren und die Highlight-Strecke am Chobe River entlang zu fahren – und somit wieder schnell auf Sand zu gelangen… ;-)

Aber zunächst müssen wir reinkommen in den Park. Wie immer zeige ich am Eingang unseren Permit, und wie immer wollen sie auch sehen, wo wir die Nacht unterkommen. Da die Unterkunft für die nächsten zwei Tage außerhalb des Parks ist, sind sie hier der Meinung, wir könnten doch die Asphaltstraße fahren. Ich bin allerdings der Meinung, dass wir ordentlich Geld für den Permit gezahlt haben, der den heutigen Tag einschließt, und wir gerne jetzt heute Nachmittag da noch reinfahren würden. Diesmal habe ich den längeren Atem und wir können nach einiger Diskussion fahren.

Weiter geht es auf Sand in eine wirklich fantastische, weil auch wieder ganz andere, Landschaft. Links von uns der breite Chobe River, der Unweit von hier zum Sambesi wird und die Victoria-Fälle hinabstürzt. Auf kleinen Pisten können wir teilweise direkt am Ufer entlang fahren. Die Tierwelt ist hier üppig, und zum ersten Mal sehen wir auch in großer Zahl Wasserbüffel. Zusätzlich zu den schon bekannten Tieren gibt es hier auch eine sehr artenreiche Vogelwelt.

Irgendwann merken wir aber dann doch den anstrengenden Tag und sehen zu, dass wir nach Kasane kommen. Wir werden noch Gelegenheit haben, die Riverfront ausgiebiger kennen zu lernen. Bevor wir weiter zu unserem Camp fahren, biegen Richtung Stadt ab und halten an einem kleinen Einkaufzentrum. Seit Maun ist das die erste Einkaufsmöglichkeit und auch das erste Mal wieder unter Menschen. Wir bekommen einen kleinen Kulturschock in dem Laden, weil da plötzlich so ein Gewusel ist und wir darauf eigentlich gar keine Lust haben. Also kaufen wir nur das nötigste und sehen zu, dass wir schnell wieder weg kommen.

Das Senyati Camp ist etwas südlich, außerhalb Kasanes gelegen und sehr nett auf der einen Seite eines künstlichen Wasserlochs herum angelegt. Es gibt einige Chalets und jeder Stellplatz hat ein eigenes kleines Häuschen mit Dusche, WC und kleiner Veranda. Das Duschwasser wird mit Hilfe einer kleiner Feuerstelle hinter der Hütte erwärmt. Mal etwas anderes – für uns totaler Luxus…

Das Camp hat eine kleine Bar, die etwas erhöht gelegen, direkt mit Ausblick auf das Wasserloch liegt. An der Bar ist Selbstbedienung. Man kann sich Getränke nehmen oder mischen und schreibt das auf. Gezahlt wird bei Abreise. Alles in allem ist das hier weit entfernt von einer klassischen “Lodge”, sondern sehr angenehm und familiär gehalten. Das Gelände ist nicht umzäunt, so kann man sich jeden Abend von neuem überraschen lassen, welche Tiere zum trinken vorbei kommen. Hauptsächlich sind das Elefanten. Sie machen sich wie immer am Wasserloch breit, zanken zum Teil um das Wasser (sie wollen alle nur aus dem Zulauf in der Mitte trinken, aus denen das frische Wasser kommt).
Und so sitzen wir nach diesem anstrengenden Tag nun bei einem kühlen Bier und Gin Tonic hier und beobachten das Treiben aus nächster Nähe. Man könnte es definitiv schlechter haben… :-)

Für morgen organisieren wir über den Betreiber des Camps einen Tagesausflug zu den Victoria-Falls. Zwar hatten wir am Anfang unserer Reise überlegt, die Tour selbst mit dem Auto zu fahren um eventuell eine Nacht vor Ort zu verbringen und schöne Nachtaufnahmen von den Victoria-Fall machen zu können aber uns dagegen entschieden. Zum einen ist es in Simbabwe nicht möglich, nachts zum Victoria Fall zu kommen und zum anderen wollten wir nach den Erfahrungen bei der Überquerung der Grenze von Südafrika nach Botswana, auf keinen Fall das Auto mitnehmen.
Das Ganze kostet uns umgerechnet 40€ pro Person (für den Transfer!) – die Gebühren für den Park sollten da später noch dazu kommen.

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4 Kommentare bisher


  1. Hiho,

    ich kann mich nur wiederholen: Aufgrund der “Übersättigung” durch diese ständigen Tierfilme im Fernsehen kann ich Tieraufnahmen normalerweise nicht mehr viel abgewinnen. Bei Euren Aufnahmen bleibe ich trotzdem immer wieder gerne hängen! Motivwahl und technische Umsetzung sind einfach allererste Sahne!

    Scheint wohl doch so zu sein, dass die Leidenschaft des Fotografen zu Motiv und Umgebung, auf das Ergebnis abfärben…

    LG
    Olli

  2. Hallo Diana und Gunther,
    das ist wieder ein wundervoller Artikel geworden – mit fantastischen Schnappschüssen. Die so nah am Camp rangelnden Elefanten erinnern mich an das Buch vom ‘Elefantenfküsterer’ von Lawrence Anthonie, das ich auch durch Euch kennenlernte. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen. Nun bin ich auf die Victoriafälle gespannt und grüße Euch herzlich
    IHW

  3. Hallo Diana und Gunther,

    wieder einmal kann ich meine Klappe nicht halten und äußere mich zum heutigen Beitrag. Wenn ich die beiden Begriffe “Senyati Camp” und “Chobe Riverfront” lese, werden die wohl schönsten Erinnerungen an unsere Reise geweckt. Das Camp war für uns das schönste der gesamten Reise wegen der familiären Atmosphäre und der Nähe zu den Elefanten, Wasserböcken, Pavianen und Warzenschweinen. Auch wir haben über den Betreiber die Fahrt zu den Viktoriafällen organisieren lassen und waren begeistert vom Artenreichtum am Chobe (Hier haben wir auch unsere einzigen Löwen in drei Wochen gesehen). Eine Bootstour von Kasane aus auf dem Chobe, ebenfalls über den Betreiber organisiert) war dann das absolute Highlight.

    Ich freue mich auf Euren nächsten Beitrag.

    Gruß

    Peter

    • DianaWegner 10. Februar 2013, 10:37   »

      Hallo Peter,

      lieben Dank für Deinen Kommentar!
      Bei dem Bearbeiten der Afrika-Hautnah-Folgen durchleben wir die Reise auch ein zweites Mal und freuen uns sehr, dass wir auch bei Dir/Euch die schönen Erinnerungen wecken können. Die Reise war für uns insgesamt ein absolutes Highlight gewesen. Bin gespannt was Du zu unseren nächsten Folgen sagst.

      Viele Grüße
      Diana

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