Einen Screencast einfach und kostenlos erstellen

14032011

Oft werde ich gefragt, wie ich meinen Bildschirm „abfilme“, wenn ich Anleitungen und Tutorials ins Netz stelle. Nun, ich habe mit vielen Lösungen experimentiert und habe mich lange Zeit sehr schwer getan, mich für eine zu entscheiden.

Entweder die Lösungen waren viel zu teuer oder ich hatte Probleme damit.

Für das nächste Fotoschnack-Video, bei dem ich das Thema Zeitraffer erkläre, habe ich nun einen neuen Weg gewählt, der mir sehr gut gefällt und der zu schnellen und sehr guten Ergebnissen führt.

Ich spreche von dem Dienst Screencast-O-Matic.

Ohne eine spezielle Software zu installieren, könnt ihr mit dem Online-Dienst ohne Anmeldung und kostenlos bis zu 15 Minuten Euren Bildschirm „abfilmen“ lassen und dazu von Euch gesprochenen Text aufnehmen. Alles, was ihr dafür benötigt ist ein installiertes Java auf Eurem Rechner sowie ein Mikrofon (z.B. das von der Webcam, das in Euer Notebook eingebaute oder ein separat angeschlossenes).

Das fertige Video könnt ihr dann entweder, so wie es ist, bei Youtube einstellen lassen, oder aber – der eigentliche Clou bei Screencast-O-Matic – ihr könnt es ohne zu veröffentlichen, einfach als MP4 (auch in Full HD) herunterladen. Dadurch habt ihr die Möglichkeit, das Video im Schnittprogramm Eurer Wahl weiterzuverarbeiten, bevor ihr es später bei einem beliebigen Video-Dienst online stellt.

In der kostenlosen Variante weist ein kleines Wasserzeichen auf die Webseite von Screencast-O-Matic hin. Dies finde ich völlig in Ordnung.

Wenn ihr mehr wollt, dann könnt ihr für 9 $/Jahr auf die Pro-Version upgraden. Hiermit könnt ihr dann bis zu 60 Minuten aufnehmen, seid das Wasserzeichen los und habt noch einige weitere nette Features.

Fazit: Die Suche hat für mich erstmal ein Ende. Im Moment reichen mir die 15 Minuten aber ich bin ziemlich sicher, dass ich, sobald der Bedarf eines längeren Screencasts besteht, auf die Pro-Version upgraden werde – schon alleine um den Dienst zu unterstützen.

Ich bin vielleicht wahrscheinlich deswegen so angetan, weil ich wirklich sehr lange vergeblich nach einer vernünftigen Lösung gesucht habe, und mich ewig mit Codecs, kurzen Laufzeiten, Asynchronitäten und was-weiß-ich-noch-alles herum geärgert habe…

Probiert es aus – und schreibt mir einen Kommentar, wie ihr klar kommt – oder falls ihr eine bessere Lösung kennt ;-)

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9 Kommentare bisher


  1. Ralf 15. Mai 2013, 07:58   »
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    Hallo Gunter,

    in deinen neueren Videos zoomst du auch öfter mal ein Video von dir mit in den Screencast. Du filmst dich also selber beim Erklären. Das finde ich gut.

    Mit welcher Software machst du das? Habe das noch nicht auf deinem Blog gefunden.

    Danke
    Ralf

    • gwegner 15. Mai 2013, 08:22   »
      Gravatar

      Hi Ralf, meist mache ich das manuell, indem ich die Kamera-Sequenz dann in der Videobearbeitung einspeise. Du kannst es aber auch z.B. mit Camtasia machen, dann wird die Webcam automatisch mit aufgenommen.

      • Ralf 15. Mai 2013, 08:35   »
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        Das ist nett, dass du so schnell antwortest. Ich glaub‘, dann mach ich das auch mal mit der Videosequenz. Sehr gute Idee, die auch in deinen Videos sehr gut aussieht.

  2. Matthias 24. März 2011, 10:30   »
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    Danke für den Hinweis. Werde das Tool mal ausprobieren …

  3. Alex 15. März 2011, 10:22   »
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    Moin Gunter, da gebe ich dir absolut Recht. Das Onlinetool ist völlig ok. Wer aber Mac-User ist, sollte als Camtasia Alternative mal Screenflow ausprobieren. Das nutze ich zu 99 % und es ist einfach in der Handhabung und sehr gut im Ergebnis.

    Gruss Alex

    • gwegner 15. März 2011, 10:41   »
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      Ja, ich habe den Eindruck, dass das wirklich einer der wenigen Bereiche ist, wo es bessere und relativ alternativlose Software auf dem Mac gibt. Daher ja auch die Online-Alternative. Was kostet Screenflow?

  4. Petra Vogt 15. März 2011, 09:27   »
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    Danke! Das ist ja spannend! Ich hab bisher auch die von Dir genannten beiden Lösungen ausprobiert und war auch mit beiden nicth so richtig zufrieden. Camtasia ist halt ein Riesenprogramm – kann alles, aber kostet auch viel und ist wg. der Funktionsfülle aufwendiger in der Einarbeitung. CamStudio fand ich bisher nicht schlecht, hab mich aber auch schon mit Details rumgeärgert. Insofern werd ich Deine neue Lösung auch mal ausprobieren. Vielen Dank für den Tipp!

  5. Uwe Werner 15. März 2011, 09:59   »
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    Habe das gerade mal ausprobiert und nach ein, zwei Versuchen kam ein gutes Ergebnis dabei heraus. Es ist wirklich einfach zu bedienen und eignet sich auch hervorragend für kleine Anleitungsvideos für Kundenprojekte. Danke für den Tipp

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