Meine Gedanken zu den neuen Nikons – von DX auf Vollformat (FX) umsteigen?

5042012

Die gesamte Fotografenwelt schaut auf die neuen Boliden, die Nikon in den letzten Wochen vorgestellt hat, die D4 und die D800. Die Mehrheit ruft laut „boah eh“ und hakt das eigene Equipment als veraltet ab, sind doch die Eckdaten auf den ersten Blick zu verlockend. Heute will ich mal darüber sprechen, warum ich hier nicht zugeschlagen habe und lieber in teures Glas investiert habe.

Lösen wir uns an dieser Stelle einmal von der D4, die sicherlich den Profis und einigen Wannabes mit zu dickem Geldbeutel vorbehalten sein wird und wenden uns der D800 zu, einer Kamera bei der die schiere Auflösung von 36MP bei vielen den „habenwollen“ Reflex auslöst. Bei einem Preis von knapp 3.000 € für das Gehäuse sicherlich auch kein Schnäppchen aber doch noch in Regionen die den einen oder anderen dazu ermutigen könnten, seinen Kreditrahmen aufzustocken.

100% DX.
100 % DX.


Ich bin ehrlich, mich persönlich fixt die D800 irgendwie nicht so richtig an, die D4 sowieso nicht, denn die ist mir einfach zu schwer und zu teuer. Aber ich stelle mir im Moment auch wirklich ein bisschen die Frage, welche Strategie Nikon im Moment langfristig verfolgt.

Die Profis werden bedient, soviel ist schon mal sicher. Viele Fotografen-Kollegen, die täglich mit zwei Kameras durch die Gegend laufen und damit ihre Brötchen verdienen, werden sicherlich zuschlagen und sich das Gespann D4/D800 zum Preis eines Kleinwagens zulegen.

Im Einsteigerbereich sieht es schon anders aus. Mit der V1 setzt Nikon auf ein komplett neues, spiegelloses System mit Mini-Sensor – ob das den erwartete Erfolg hat, bleibt abzuwarten.

Im DSLR Einstiegsbereich mit DX-Sensor gibt es im Moment die Nikon D5100 mit 16MP, die ältere D3100 mit 12MP lasse ich auch mal außen vor, denn die ist mittlerweile auch schon in die Jahre gekommen und der Nachfolger, die D3200 angekündigt.

In der Mittelklasse mit DX-Sensor tummelt sich die D7000, die die gleiche (sehr gute) Bildqualität bietet, wie die D5100, weil sie den gleichen Sensor und Bildprozessor hat aber darüber hinaus eine professionellere Anmutung mit größerem Sucher und mehr Tasten am Gehäuse hat.

Ältere DX-Modelle, wie die D300s oder die D90 können hier vom Rauschverhalten nicht das Wasser reichen, daher lasse ich sie in dieser Betrachtung auch mal außen vor.

Nun stellt sich für viele Fotografen, die heute mit dem DX-Format (also mit einem Crop-Sensor) fotografieren, ja die Frage, wo die Reise hin geht. Wird Nikon das DX-Format irgendwann aussterben lassen? Macht ein Umstieg auf den größeren FX-Sensor Sinn?

Für mich gibt es eine ganz klare Antwort: das DX-Format sterben zu lassen wäre der größte Fehler, den Nikon machen könnte. Ganz im Gegenteil. Der Hauptgrund, weshalb überhaupt DSLR mit FX-Sensor vor einigen Jahren auf den Markt gebracht wurden, waren aus meiner Sicht:

  1. das Rauschverhalten der Sensoren war damals noch so schlecht, dass man es am einfachsten durch Vergrößern der Fläche erhöhen konnte und
  2. die Fotografen kannten das Format als Analog-Zeiten und wollten es unbedingt wieder haben, um sich von den Amateuren abzusetzen

Jaja, die Schärfentiefe ist natürlich bei FX geringer, ich weiß. Auch das wird gerne immer wieder angeführt, dabei ist das hochgradig relativ, denn die Schärfentiefe hängt neben der Sensorgröße noch von einer Vielzahl weiterer Parametern (Entfernung zum Motiv, Blendenöffnung, Brennweite etc.) ab. Gute Objektive zaubern bei richtigem Einsatz auch an DX ein fantastisches Bokeh. Und wer das nicht glaubt, schaut mal in meinen Foto-Galerien vorbei. ;)

Die Vorteile des DX-Sensors sind meiner Meinung nach aber nicht einfach weg zu wischen:

  1. Kleinere Kameras und Objektive
  2. Günstigere Kameras und Objektive (kleinere Sensoren, weniger Glas)
  3. Brennweitengewinn im Tele-Bereich. Aus 200mm werden 300mm.

Schon mit 200mm kann man auf einem 16 Megapixel DX Sensor den Bildausschnitt abbilden, den ein (viel teureres) 300mm an FX abbildet. Bei 16MP bleibt dann noch genügend Raum für Ausschnittsvergrößerungen. Ich persönlich habe bis heute keinen Grund gesehen, warum FX mir zu besseren Bildern verhelfen sollte. Das einzige, was ich beneidet habe, ist die ISO-Leistung der D700. Sie rauscht bei hohen ISO Werten definitiv weniger und zeichnet mehr Details trotz bzw. wegen ihrer „nur“ 12 MP.

Nun aber mal Butter bei die Fische: jetzt kommt eine D800 mit 36 Megapixel, die bläst doch alles Weg. Croppen bis der Arzt kommt, Teleobjektive werden überflüssig. Wer braucht da noch das DX Format? So habe ich auch zunächst gedacht. Weg mit der D7000 – die D800 kommt her und ich spare mir das Geld für ein teures Teleobjektiv sondern mache später einfach Ausschnittvergrößerungen.

Fataler Denkfehler! Schauen wir uns mal an, was der so imposante 36 MP Sensor der D800 eigentlich ist!

Ketzerisch könnte man sagen: er ist ein D7000 Sensor mit Rahmen! Die Pixeldichte beider Sensoren ist nämlich genau die gleiche. Die zusätzlichen 20 Megapixel füllen einfach „nur“ den äußeren Rahmen aus!

Der Naturfotograf in mir sagt jetzt: warum soll ich mir eine D800 kaufen, wenn ich dann doch bei den meisten Aufnahmen wieder beschneide, um einen engeren Bildausschnitt zu bekommen? Wenn für großformatige Plakate fotografiert oder im Studio, sieht das natürlich anders aus. Da wird man dann auch die gesamte Bildfläche nutzen wollen und hat ggf. Verwendung für die vielen Pixel.

Mein Fazit

Im Bereich der Naturfotografie sind Kameras mit DX Sensor aus meiner Sicht klar im Vorteil durch ihre Brennweitenverlängerung und letzten Endes natürlich auch durch ihre kleinere und leichtere Bauform. Klar kann ich auch die D800 im „DX-Modus“ betreiben, dann sehe ich aber nur noch einen Mini-Ausschnitt im Sucher, eine wirkliche Lösung ist das nicht.

Für die Zeitraffer-Fotografie sind schon 16 Megapixel zuviel, 36 völlig ungeeignet. Hier wünsche ich mir die hohe ISO-Leistung einer D700 oder D4 in einem DX Gehäuse – die Auflösung von 16MP ist hier perfekt, sie lässt auch bei 4K-Videos noch Raum für etwas Beschnitt.

Ich gebe die Hoffnung ja nicht auf, dass sich Nikon besinnt und irgendwann die lang ersehnte D400 mit DX Sensor vorstellt und hoffentlich hier nicht auch dem Megapixelwahn verfällt sondern lieber einen Sensor mit weniger Pixeln vorsieht, der dafür aber die ISO-Leistung einer D700 hat! Technisch wäre das heute sicherlich möglich.

Ich weiß jetzt schon, dass dieser Bericht sicherlich sehr kontrovers diskutiert werden wird. Vor allem von denjenigen, die sich gerade eine D800 gekauft haben, oder auf das Vollformat schwören. Daher hier nochmal: Vollformat und die hohe Auflösung der D800 haben sicherlich ihre Berechtigung. Was ich nur mal loswerden wollte ist, dass nicht immer die „viel hilft viel“ Devise gilt. FX ist nicht automatisch besser als DX und das auf jeden Fall „erstrebenswerte“ Format. Alles hat seinen Einsatzzweck.

Meine Entscheidung für DX habe ich ganz bewusst aus genannten Gründen getroffen und nicht, um Geld zu sparen.
Die neuen FX-Nikons lassen jetzt auch nicht alles Andere plötzlich schlecht sein. Das gilt genauso für den Megapixel-Wahn. Mehr ist nicht unbedingt besser. Die großen Dateien ziehen wieder ganz andere Probleme nach sich und je kleiner die Pixel sind, um so stärker ist das Rauschen. Das gilt auch für Kameras auf echt hohem Niveau, wie die D800. Hätte Nikon ihr mit der aktuellen Technologie einen 16 MP Sensor verpasst, wäre dieser sicherlich einer der rauscharmsten überhaupt geworden – und ich möglicherweise doch noch schwach. ;-)

So – nun bin ich auf Eure Meinung gespannt!

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53 Kommentare bisher


  1. Kevin b. 17. Oktober 2014, 13:52   »
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    Hallo Gunther,

    ich grabe diesen älteren Beitrag mal wieder aus, da ich durch google drauf gestoßen bin.

    Du schreibst:

    „Jaja, die Schärfentiefe ist natürlich bei FX geringer, ich weiß. Auch das wird gerne immer wieder angeführt, dabei ist das hochgradig relativ, denn die Schärfentiefe hängt neben der Sensorgröße noch von einer Vielzahl weiterer Parametern (Entfernung zum Motiv, Blendenöffnung, Brennweite etc.) ab. Gute Objektive zaubern bei richtigem Einsatz auch an DX ein fantastisches Bokeh“

    Was genau meinst du mit dem ersten Satz ?
    Warum ist die Schärfentiefe „natürlich“ (Betonung auf natürlich)
    bei FX geringer ? Und ist das positiv oder negativ ?

    Ich habe in letzter zeit in Büchern und deinen Einträgen gelernt, dass die nur Blende physikalisch wichtig ist, was Schärfentiefe angeht. Ist das denn falsch ?

    Kevin

  2. Georg 16. Dezember 2013, 08:20   »
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    Hallo Gunther,
    habe zufällig diesen alten Bericht von dir gelesen und kenne auch deine aktuellen.
    Da hat sich die Meinung zur D800 ja ganz schön geändert

  3. jean pierre 3. Januar 2013, 16:35   »
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    Ich bin von 4⁄3 MFT auf DX Format umgestiegen. Dieser Umstieg hat mir mehr Tiefenschärfe gebracht und natürlich wäre mein Wunsch FX-Format (Kleinbild)!
    Doch solange die FX-Format Digicam so gross und schwer sind, bleibe ich beim DX-Format.
    Beim DX-Format sollte man gut überlegen, welche Digicam man nimmt und auch die Bildqualität ist zu beachten.

    Zum Glück sind die Spiegellosen im Vormarsch. Canon hat die EOS Ⅿ herausgebracht, die dieses Jahr eine neue Version herausgebracht werden. Dies hat einen APS-C Sensor ist für alle DSLR Canon Besitzer eine Überlegung wert. Zumal diese alle Canon-Objektive angeschlossen werden.

    Leider hat Nikon bis Heute diesen Weg verpasst. Die Nikon 1 ist, wegen dem sehr kleinen Sensor, nicht der Rede wert. Obwohl diese Kamera im asiatischen Raum einen Renner ist!

    Ob Nikon in den Spiegelosen mit DX oder noch besser FX einsteigen wird, wird sich zeigen.

    Nikon wird dieses Jahr bestehende Digicam mit besseren Sensoren „aufrüsten“. Hm, das ist keine Neuerung.

    Wenn Nikon eine Spiegellose D3 oder D4 herausbringen würde, dann gebe es keine Zweifel mehr für mich.

    Ich will einfach nicht mehr mit so umständlichen und schweren Digicam und Objektiven in der Gegend herum schleppen!!!

    Es lebe die Zeit der leichten und Top-Digicam, zur zeit sind es die Spiegellosen!

  4. Stefan 3. Januar 2013, 13:44   »
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    Gut gebrüllt Tiger! Für mich hals Hobby-Urlaubs Fotograf muss das DX Format reichen zumal ich die Kamera beim Klettern oder auf Rucksackreisen mitschlappen muss. Da ist Größe und Gewicht entscheident. Mommentan habe ich mir den 10–24, 35, und 18–200 Objektiven alles was ich brauche und werde nicht wegen mehr Pixel auf FX umsteigen.
    Was mich aber zum kauf einer neuen Kamera verleiten könnte (aktuell D5100) wären mehr Knöpfe zur besseren bedienbarkeit, Mehr als 3 Abstufungen bei Belichtungsreihen für mehr HDR Spass oder ein deutlich besserer Videomodus bzgl. manuellen Einstellungen und Bildern pro Sekunde.
    Aber leider ist das ja reine Firmware Sache und aus politischen Gründen beschnitten, das ist die wahre sauerei!

  5. Mario. L 12. Dezember 2012, 14:28   »
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    Wie viel besser neue Kameras, oder die neuen Sensoren wirklich sind, da gehen die Meinungen weit auseinander. Mehr oder weniger kaufte ich in den letzten 20 Jahren jedes neue Model von Nikon. Mir fällt auf, dass die neuen Sensoren nicht mehr grosse Sprünge machen. Als ich im DX‑ Format zu meiner D300s die D7000 kaufte, wurde mir diese Tatsache bestätigt. Im RAW ist das Rauschen der D7000 gute ⅔ Blenden besser als bei der D300s, das zeigen auch alle Tests. Das ist in meinen Augen kein grosser Sprung. Dem Ergebnis bei DXO kann ich absolut zustimmen, und abgesehen vom Video, ist die D300s sonst überlegen. Der Autofokus ist besser, 12 Messfelder mehr oder weniger, kann einfach nicht weg diskutiert werden, zudem ist sie schneller und das Gehäuse ist nicht aus Plastik. Was das Rauschtheater angeht, was in meinen Augen auch viel zu viel überbewertet wird, bringe ich natürlich wenn ich will, meine D3s auch in Verlegenheit. Das FX‑ Format hat aber mehr Reserven, gerade in den dunklen Bereichen kommt das besonders zum Tragen. Aber auch bei den FX‑ Modellen ist eine korrekte Belichtung das A und O. Wenn ich gute Nachtaufnahmen machen will, dann kommt bei mir jede Kamera auf das Stativ. Viele schrauben die ISO auf 3200 oder noch höher, und suchen anschliessend vergiftet am Monitor nach Stellen die Rauschen. Man muss sich auch im Klaren sein, dass eine Beurteilung am Monitor in der 100%- Prozent Ansicht, weit von der Praxis entfernt ist. Die meisten Monitore haben eine Auflösung, die einer Druckauflösung von ca. 95 dpi gleich kommt. Wer druckt schon Bilder mit einer solch tiefen Auflösung, die wenigsten. Wenn ich die Bilder mit meiner neuen D800 bei dieser Ansicht am Monitor betrachte, kann man unendlich darüber diskutieren, ob das Rauchen wirklich besser ist als bei der D700. Wie grösser das Bild wird, umso besser wird das Rauschen auch sichtbar. Die meisten neuen Sensoren haben mehr Pixel, wenn man anschliessend die Bilder runter skaliert, rauscht jedes Bild, egal von jeder Kamera weniger. Ob das der richtige Massstab ist, auch darüber kann man endlos diskutieren. Ein weiterer wichtiger Punkt, der vor allem bei dein den DX‑ Sensoren immer mehr zum Tragen kommt, ist die Tatsache, wie mehr Pixel, um so früher kommt die Beugung. Bei 24 Megapixeln fängt die am DX‑ Sensor, bereits bei Blende 6,4 an. Dadurch wird man auch immer mehr eingeschränkt. Auf der einen Seite will man mit mehr Pixel eine bessere Auflösung erreichen, und auf der anderen Seite, wenn auch zuerst weniger sichtbar, wird dadurch viel wieder zerstört. Man muss sich auch im Klaren sein, dass gerade die D800 Objektive braucht. Wer diese Kamera voll nutzen will und vor allem Ausschnitte machen will, wird das sehr schnell merken. Gerade die Objektive sind bei vielen der Kackpunkt. Auf der einen Seite werden gute und teure Kameras gekauft, aber genau beim wichtigsten Punkt, wird gespart. Da muss man sich auch nicht wundern, wenn man enttäuscht wird.

    • Jean Pierre 12. Dezember 2012, 15:48   »
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      Hallo Mario
      Du bringst es auf den Punkt!
      Die neuen Sensoren reagieren heikler auf die Lichteinflüsse und die einzelnen Pixel sind auch so klein geworden, dass es die Elekronik nicht schafft, 100%ig die Lichtimpulse sauber auszuarbeiten.

      Die neuen Sensoren brauchen auch neue Objektive! Dies wollen viele Digicam Benutzer nicht wahr haben wollen.
      Viele ältere Objektive ergeben ein leichtes schmieriges Bild, denn die Lichtbündelung ist für die neuen Sensoren nicht so geeignet.
      Deshalb arbeiten die Objektivhersteller auf Hochtouren, um passende Objektive für die neuen Sensoren herzustellen.

      Sind jetzt die älteren Sensoren besser? Im Grunde genommen ja! Da staunen viele! Jedoch ist es so, dass die Pixelabstände grösser sind und die Lichteinflüsse besser aufgenommen und bearbeitet werden können.
      Hingegen habe ich bei höheren ISO, so ab 1600, ein unangenehmes Rauschen.
      Zudem kann ich bei älteren Sensoren, zwischen 6 – 12 MP, die analogen Objektive uneingeschränkt nutzen!

      So, was soll ich tun. Eine neue Digicam kaufen, oder die ältere behalten.
      Wer die Nikon D200 hat oder D7000, der kann sich glücklich nennen! Dies sind die Top-DSLR meiner Meinung nach. Solange die funktionieren, gibt es kein Ersatz!
      Wer unbeding mit hohen ISO fotografieren muss, der soll sich eine neuere DSLR kaufen.

      Wie kann ich die RAW-Datei aus älteren Digicam optimiert entwickeln? Ganz einfach ich benutze die neuesten RAW-Entwickler, die es auf dem Markt sind.

      Ich habe vergleiche mit 5 jährigen RAW-Dateien gemacht. Da habe ich gestaunt, was ich mit Lightroom 4.2 oder ARC in Photoshop CS6 aus den älteren RAW-Dateien herausgeholt habe. Absolut Spitzenklasse.

      Dies ist mein Tipp für alle, die mit älteren DSLR knipsen.
      Inverstiert Geld in die neuesten Bildbearbeitungssoftware, statt in neuere DSLR.

      Zum Glück kann man die neuesten Software zur Probe herunterladen und austesten.

      Also geht ran und ihr werdet es selber merken.

      • Mario. L 12. Dezember 2012, 21:35   »
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        Hallo Jean Pierre
        Du hast Recht, mit einem guten RAW‑ Konverter kann man einiges raus holen. Die Software wird auch immer besser. Für die Erstbetrachtung benutze ich die neuste Version von CNX2. Es ist Tatsache, dass der Konverter von Nikon die Bilder unbearbeitet am besten wiedergibt. Schärfe, Kontrast und der Weissabgleich stimmen einfach. Da ich Lightroom 4 und CS6 von Adobe auch auf meinem Rechner habe, kann ich das mit jeder Kamera von Nikon sehr gut vergleichen. Weder Nikon noch Canon, wird seine Rohdaten voll dokumentieren lassen, sie wollen ja auch die eigene Software verkaufen. Adobe, wenn man bedenkt dass es sich um einen Universalkonverter handelt, liefert ebenfalls einen hervorragenden RAW‑ Konverter. Gerade wenn es um die Bearbeitung der Lichter und Schatten geht, oder wenn ich mal ein wenig Entrauschen muss, geht das besser als bei CNX2. Primär bearbeite ich alle Aufnahmen die ich am Abend mache, mit der Software von Adobe.
        Nicht immer sind neue Sensoren besser, aber dennoch die Entwicklung bleibt nicht stehen. Das ist das erste Mal das ich mich im Internet über dieses Thema äussere. Überall wird meistens nur immer über das Rauschen geschrieben. Du bringst jede Kamera egal von wem, zum Rauschen wenn es sein muss. Wie ich es bereits beschrieben habe, gibt es viele die vergiftet an den Monitoren sitzen und das Rauschen suchen. Bei allen Fotografen die ich kenne, ist das Rauschtheater kein grosses Thema. Wer mit dem Licht umgehen kann, weiss was man dagegen unternehmen kann, und wo nun mal die physikalischen Grenzen sind. Extrem hohe ISO‑ Einstellungen, ersetzen niemals ein gutes lichtstarkes Objektiv, oder ein Stativ in der Nacht. Wie gesagt, die grossen Sprünge bei dieser Generation von Sensoren, sind vorbei. Es gibt Kameras, bei denen ist die Rauschunterdrückung aktiviert, auch wenn sie angeblich ausgeschaltet ist. Wenn ich die Bilder der D800 mit ihrem 36 MP‑ Sensor, 24 MP runter fahre und dann feststelle, dass das Rauschen ein wenig besser ist als bei der D700, bestätigt es die kleinen Schritte.
        Mit einer D7000 wirst du sehr gute Bilder machen, und wer sich mit dem Licht auseinander setzt, wird noch mehr raus holen. Dazu ein gutes Objektiv, und das Rauschtheater ist vergessen. Die Frage ist nicht, ob jetzt DX oder FX besser ist, sondern was man fotografiert und wie gross müssen die Abzüge sein. Alles hat seine Vor, und Nachteile.

        • Jean Pierre 12. Dezember 2012, 22:00   »
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          Hallo Mario
          Ich stimme dir zu. Du hast auch noch etwas erwähnt, was sicher viele nicht wissen.
          Die Herstellerspezifischen EXIF-Daten, die als Makernotes bekannt sind.
          Diese Makernotes sind gesperrt und können nur mit der kamerainternen Software decodiert werden.
          Nikon ist einer der wenigen Hersteller, die mit Capture NX eine Software für den PC entwickelt, die auf der Basis der kamerainternen Software basiert!!!!
          Das ist absolut Klasse!
          Was leider von vielen Hersteller nicht gemacht wird.

          Adobe oder andere RAW-Converter können nur die generellen EXIF-Daten lesen, die Makernotes hingegen nicht.

          Darum sind auch sehr viele RAW-Dateien auch nicht 100%ig entwickelbar.

          Wenn ich denke, dass so viele Bilder mit Adobe entwickelt werden und so viele das Resultat hoch jubeln.

          Wenn Adobe die 100%igen Makernotes einlesen könnten, dann würden die meisten „Wow“ herausschreiben. Doch leider sind die Hersteller nicht bereit, die Makernotes freizugeben. Natürlich zum Schutz der eigenen JPEG-OOC (out of cam)!

          Nun, die Mehrheit der Menschen, die mit einer Digicam fotografieren, benutzen eh nur JPEG! Somit ist die RAW-Datei für die ambitionierten und profi Fotografen vor enthalten.

          Ich wünschte mir, dass jeder Hersteller seine kamerainterne Software als standalone Software für PC herausgibt.

          Dann bräuchten die Hersteller auch nicht immer an den Sensor-Hype denken und könnten endlich hervoragende entwicklete Bilder von den RAW-Datei sich erfreuen!

  6. Herr_Forelle 5. November 2012, 00:06   »
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    Was Aussagen zu Sensoren angeht, herrscht hier in der Diskussion einiges Durcheinander.

    Nikon kauft noch immer im großen Stil bei Sony ein.

    Der Sensor der D7000 etwa sitzt auch in der Alpha 580 und der Nex-5n. Der aktuelle Sensor der Nex-5r bzw Nex-6 ist übrigens nicht so deutlich besser geworden, eine D7000 gehört entsprechend von der BQ her noch langenicht zum alten Eisen.
    Auch der Sensor der D800 kommt von Sony, er basiert technisch auf dem genannten 16MP-APS-C Sensor. (Dass er so viel mehr rauscht, als FF-Sensoren mit weniger Pixeln, stimmt übrigens auch so nicht. Er rauscht auf Pixelebene mehr, skaliert man die Bilder aber auf die geringere Auflösung der Vergleichsmodelle runter, steht er sehr gut da – was bleibt, ist das Auflösungsplus bei niedrigen ISO-Werten. Ich finde diesen Sensor jedenfalls überzeugender, als den aktuellen 24MP-FF-Sensor von Sony, der wohl nicht nur in der Alpha 99 steckt, sondern auch in der Nikon D600 (ob die Phasen-AF-Pixel fehlen oder bloß nicht beschaltet sind, ist unklar.) Dieser Sensor ist sicher nicht schlecht, aber der Vorsprung zum alten 24MP-Sensor der Alpha 850⁄900 ist nicht so riesig, wie man es sich gewünscht hätte, evtl liegt der Fortschritt eher bei der Aufbereitung der Daten nach dem Sensor).

    Ergo: Sony baut z.Zt. die überzeugendsten Sensoren (Canon ist da ziemlich deutlich abgehängt), muss sich aber bei den SLR’s von Nikon zeigen lassen, wie man gute, „klassische“ Kameras drumrum baut. Bei den Spiegellosen kann jeder Besitzer einer NEX über die Käufer einer V1/J1 etc aber nur mitleidig lächeln.

    Persönlich würde ich übrigens ein preislich attraktives Vollformatmodell jedem APS-C-Modell vorziehen, aus drei Gründen: a) Zwar hat APS-C Vorteile im Telebereich, dem stehen aber entspr. Nachteile im WW-Bereich gegenüber. Es ist viel einfacher, gute FF-Weitwinkel im Bereich 20–28mm zu finden, als APS-C‑Äquivalente von ca 13–18, auch fehlt mir da Freistellungspotential. Letzteres noch deutlicher im Portraitbereich. Ein DX-Objektiv ⅿ it ca 1.4⁄50 hat da eben nur so wenig zu bieten, wie ein 2⁄75 am Vollformat, da bin ich von meinem 1.4⁄85 anderes gewohnt.
    b) Optische Sucher von APS-C-Kameras sind nichts weiter, als ein schlechter Witz, weil schlicht zu klein. Da ist mir selbst Sonys EVF lieber, trotz aller seiner Probleme, der hat wenigstens die Größe eines Vollformatsuchers. (Wobei selbst die Sucher von D800, D4, 5DMk3 oder Alpha 900 nicht an die besten Sucher der Prä-AF-Zeit heranreichen, das ist bloß in Vergessenheit geraten. Von den genannten war der Sucher der A900 wohl der beste, an den meiner alten Minolta X-500 reicht er dennoch nicht ganz ran.)
    ⅽ) Wenn ich wählen kann zwischen zB 24MP APS-C oder 24MP Vollformat, ziehe ich letzteres vor, weil das geringere Anforderungen an die Objektive stellt (Stichwort Pixel-Pitch), aber auch an den Fotografen (Stichwort Streukreis).

  7. Juergen W. 23. Oktober 2012, 22:05   »
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    Durch Zufall bin ich hier auf Deine Seite gekommen, und muss sagen das Du hier sehr viel Informationen bereitstellst.

    Ich spekuliere ja immer noch auf eine D400, da meine D300 so langsam ins Alter kommt wo evtl. Reparaturen anstehen.
    Mit der D700 bin ich im FX Format gut bedient und daher scheiden die D600 und D800 als Neuanschaffung aus. Als Ersatz für die D300 warte ich nun schon seit einem halben Jahr, und überlege umzusteigen auf die D7000. Wenn man sich im ww umsieht gibt es hier sehr unterschiedliche Informationen. Die einen sagen es kommt eine D7100…andere sehen eine D400 noch vor Weihnachten (also in den nächsten Wochen). Meines Erachtens hat Nikon zwar viele neue Modelle auf den Markt gebracht in den letzten Monaten, aber eine DX für den Semibereich total vernachlässigt. DX ist für mich das System wo man große Brennweiten benötigt, und FX für Portrait etc.. Tja, leider hat hier Nikon eine große Lücke hinterlassen…schaun wir mal was in den nächsten zwei Monaten durchsickert…

    Beste Grüße
    Jürgen

  8. Peter L 17. Oktober 2012, 14:38   »
    Gravatar

    ich kann mich den Gedanken von Gunther nur anschließen und hoffe das Nikon bald eine DX-Kamera auf dem Stand der Technik heraus bringt.

    Meine D90 mit dem 16–85mm kommt langsam in die Jahre und ich sehe bei Nikon im Moment nur die D7000 als Alternative.

    Nachdem Nikon mit den FX-Kameras den Markt befriedigt hat, sind jetzt die DXler an der Reihe.

    Sind da schon Gerüchte durchgesickert wann es einen Nacholger der der D7000 geben wird?

    Viele Grüße

  9. Guntram 21. September 2012, 15:53   »
    Gravatar

    Hallo Gunther, hallo Thomas,

    danke für Eure Tips. Den Bereich „Fototasche“ hatte ich bis zu Deinem Hinweis noch nicht entdeckt gehabt, sonst hätte sich meine Frage schon erledigt gebent.

    Danke auch für den Hinweis auf das Tokina 11–16mm, werde ich mir auf jeden Fall ansehen.

    Ich denke entweder das Nikon oder das Tokina wird demnächst in meine Fotoausrüstung wandern und sie nach unten hin sinnvoll erweitern. Denn eines habe ich im Urlaub festgestellt, 17mm Brennweite sind schön und auch meistens ausreichend, doch dann kommt ein Haus das man aus unmittelbarer Nähe fotografieren muss und schon langen 17mm nicht mehr aus.

    Viele Grüße
    Guntram

    • Jürgen 21. September 2012, 16:47   »
      Gravatar

      Tipp für Guntram: Wenn Du Wert auf gute Schärfe bereits bei offener Blende, wenig Verzeichnungen und vor allem geringste Farbverschiebungen legst, spare Dir die Alternativen und investiere direkt in Nikon. Selber habe ich, wie weiter oben erwähnt, wohlwollend zunächst Sigma und Tokina getestet und dadurch nur Zeit verloren. Dies bezieht sich ausdrücklich auf die erwähnten Super-WW-Zooms.
      Viele Grüße

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