Neue Zeitraffer-Technik: “True Holy Grail” – 3-Wege-Ramping ohne Flicker

16022015

Nach vielen Monaten Forschung und Entwicklung ist es soweit: heute stelle ich Euch den letzten Schritt zum echten Heiligen Gral der Zeitraffer Fotografie, nämlich den technisch perfekten Übergang vom Tag in die Nacht, vor: eine Methode zum automatischen, flicker-freien Ramping von Belichtungszeit, ISO und – das ist neu – der Blende.

Um besser zu verstehen, wovon ich spreche, macht es sicherlich Sinn, mein Video zum “Heiligen Grail” vorher anzusehen. Dort zeige ich Euch die bisher beste Methode, um solche Zeitraffer aufzunehmen – nämlich über die automatische Anpassung von Belichtungszeit und ISO. Dort erkläre ich Euch auch, wie die Arbeit mit qDslrDashboard und der Auto-Holy Grail Funktion funktioniert.

Eine Blendensteuerung hatte ich bisher bewusst nicht implementieren lassen, da bei der Verstellung der Blende, immer die Gefahr bestand, dass das berüchtigte Blenden-Flickern auftritt. Um zu verstehen, warum die Methode, die ich Euch heute vorstelle, so revolutionär ist, möchte ich Euch noch einmal kurz erklären, wie dieses Blendenflickern zustande kommt.

Exkurs: Blendenflicker

Schaut Euch einmal folgendes Video an, das ich einmal zum Bewerben der Deflicker-Funktion in LRTimelapse erstellt habe. Hier habe ich einen Zeitraffer von der Blende einer Kamera gemacht, die einen Zeitraffer aufnimmt. Aber seht selbst:

Daduch, dass die Kamera bei jeder Auslösung die vorgegebene Blende einstellt und zwischen den Auslösungen wieder auf die “Arbeitsblende” (also Offenblende) zurückschaltet, ergibt sich, dass durch mechanische Toleranzen, wie Reibung etc. der während der Aufnahme eingestellte Blendendurchmesser variiert. Für die “normale” Fotografie spielen solche Abweichungen überhaupt keine Rolle, aber bei Zeitraffern machen sie sich durch ein unangenehmes Flackern (sog. Flicker) bemerkbar.

Natürlich ist LRTimelapse auch prima dafür geeignet, solche Flicker-Effekte später in der Nachbearbeitung glattzubügeln – aber es ist immer besser, Fehler schon bei der Aufnahme gar nicht erst entstehen zu lassen. Dazu kommt, dass gerade bei Aufnahmen nach der “Heiligen Gral”-Methode, also dem sukzessiven Verstellen der Kameraeinstellungen während der Aufnahme, ohnehin in der Nachbearbeitung schon viele “Sprünge” ausgeglichen werden müssen – zusätzliches Flickern würde die Situation hier noch erschweren.

Um Flickern nun schon bei der Aufnahme zu verhindern, gibt es, je nach eingesetztem Kamera-Typ, mehrere Möglichkeiten:

Bei Nikon:

  • Mit Offenblende arbeiten – wo nichts geschlossen wird, kann auch kein Flickern auftreten – de facto ist das eine gute Möglichkeit, der Problematik Herr zu werden
  • Nikon Objektive mit manuellem Blendenring oder andere Fremdobjektive ohne elektronische Blendensteuerung, z.B. Walimex, nutzen

Bei Canon:

  • Twisted-Lens Trick (dadurch wird die Elektronik durch verdrehen des Objektives entkoppelt, dies birgt aber auch ein großes Risiko für das Objektiv, ich empfehle es daher nicht)
  • Adaptierung von Nikon Objektiven mit dem Novoflex Adapter

Ihr seht schon, in der Zeitraffer Community ist man durchaus kreativ, und geht umständlichste Wege, um dieses Problem zu lösen. Ich habe mir sogar vor einem Jahr eine Canon 6D für meine Zeitraffer geholt, um eben mit dem Novoflex-Adapter die Blende mechanisch verstellen und arretieren zu können.

Leider haben bisher alle diese “Lösungen” trotzdem noch eines gemein – die Blende ist während der Aufnahme fix. Im einfachsten Fall (Aufnahme mit Offenblende) halt offen, bei den anderen Methoden kann man sie schließen, aber eben nicht mehr während der Aufnahme (automatisiert) verändern.

Für Aufnahmen tagsüber ist das auch ganz prima – im Bereich der Tag-zu-Nacht und Nacht-zu-Tag Übergänge allerdings nicht. Ich möchte hier einmal kurz auf die Problematik eingehen.

Herausforderungen bei den “Heiliger-Gral”-Übergängen

Zeitraffer profitieren optisch ganz erheblich davon, dass man mit längeren Belichtungszeiten arbeitet. Faustregel dabei ist die sog. 180°-Regel – die Belichtungszeit sollte ca. halb so lang sein, wie das Intervall. Bei einem Intervall von 5 Sekunden, nimmt man also als Richtwert für die Belichtungszeit 2 1/2 Sekunden. Tagsüber setzt man dafür einen Graufilter ein. Bei der Aufnahme eines Übergangs vom Tag in die Nacht ist das allerdings keine so gute Idee, da man den Filter während der Aufnahme schlecht entfernen kann, ohne zu verwackeln. Weiterhin ist es extrem schwierig, in der Nachbearbeitung eine visuelle Angleichung der Bereiche mit und ohne Filter zu machen, da die Filter Farbverschiebungen und Vignettierungen verursachen.

Ein Filter scheidet also bei solchen Heiliger-Gral-Übergängen aus. Ein flickerfreies Abblenden mit einer der oben genannten Methoden (Lens-Twist, manuelles Objektiv oder Adapter) scheidet auch aus, wenn man wirklich in die Dunkelheit möchte. Durch das Abblenden verliert man ja Licht, dadurch müssten die ISO Zahlen deutlich höher werden. Insbesondere, wenn man bis zu den Sternen oder der Milchstraße aufnehmen möchte benötigt man im dunklen Bereich der Sequenz eine offene Blende.

Okay, bleibt die Offenblende – bei mir bisher für solche Aufnahmen das Mittel der Wahl. So habe ich es auch noch in Thailand gemacht. Gerade, wenn man im Vordergrund starke Bewegung hat, z.B. Wasser, das man durch lange Belichtungszeiten “glätten” möchte, hat man aber hier dann wieder das Problem, dass die Offene Blende die ganze Zeit über eingestellt ist. Im hellen Bereich werden die Belichtungszeiten dadurch dann wieder sehr kurz und führen zu abgehackten Bewegungen.

Ich bin nun einmal Perfektionist bei so etwas – und obwohl viele sagen würden, das kann man vielleicht vernachlässigen, war das immer ein Punkt, mit dem ich nicht so ganz glücklich war.

Als Diana dann auch noch bei einigen Sequenzen aus Thailand fragte “Warum ist denn das Wasser so unruhig?” – und ich nur antworten konnte “das hat technische Gründe” – spornte mich das noch einmal dazu an, mir intensiv Gedanken über die Problematik zu machen.

Schaut Euch mal das folgende Video an. Die erste Sequenz aus Thailand habe ich nach der bisherigen 2-Wege-Methode aufgenommen – also mit Offenblende sowie durch Ramping von Belichtungszeit und ISO. Achtet mal darauf, wie das Wasser zum Ende hin immer unruhiger wird. Bei dem Zweiten Video – nicht ganz so schönes Wetter, wie in Thailand – habe ich die neue 3-Wege “True Holy Grail” Technik eingesetzt: Ein Ramping aller 3 Parameter – ISO, Belichtungszeit und Blende. Dadurch bleibt das Wasser die ganze Zeit über schön weich.

Die Lösung

Die einzige mir bisher bekannte Lösungen zum flicker-freien Verändern der Blende während der Aufnahme, erfordert ein Objektiv mit manuellem Blendenring oder entsprechendem Adapter und eine Motorisierung dieses Ringes. Der Aufwand dafür ist erheblich, zumal man auch noch eine softwareseitige Synchronisation benötigt – sprich die Steuer-Software muss den Blenden-Motor steuern können.

Mit einer Apparatur ähnlich wie dieser müsste man die Blende motorisieren.

Ich kenne einige professionelle Zeitraffer Fotografen, die in ihrer Not eine solche Lösung einsetzen, aber auch nur, weil sie es müssen. Ich selbst bin ja immer ein Freund der unkomplizierten Lösungen, das Zeug will ja auch alles a) bezahlt b) mitgeschleppt und c) bedient werden. Nein, das kann es nicht sein – zumindest nicht für mich.

Beim Spielen mit meiner D750 fiel mir dann eines Tages auf, dass diese im Live-View Modus tatsächlich die Blende nicht schließt und wieder öffnet, wenn man sie auslöst. Das war endlich mal ein Ansatz. Zumal ich schnell heraus fand, dass das auch für die D800, D810, D4 und D4s der Fall ist – also für alle “größeren” Nikons, die viele Zeitraffer-Fotografen ja einsetzen.

Vor der praktischen Nutzung dieser Erkenntnis, gab es aber leider noch einige Herausforderungen zu lösen.

  1. Das Kamera-Display sollte während der Aufnahme nicht aktiv sein
  2. Die Lösung sollte per internem WLAN der D750 sowie USB und natürlich dem TP-Link Router in Verbindung mit der D810, D800, D4 und D4s funktionieren.
  3. qDslrDashboard sollte während der Aufnahme eine automatische Verstellung der Blende vornehmen können, und so die Blende als dritten Parameter beim “Auto-Holy-Grail” automatisch nach meinen Regeln steuern können.
  4. Die Lösung sollte auch funktionieren, wenn ein Slider oder Motorkopf zum Einsatz kommt.

Die Punkte 1 bis 3 konnte ich gemeinsam mit Zoltan, dem Entwickler von qDslrDashboard relativ schnell umsetzen, er erklärte sich sofort bereit, die entsprechenden Funktionen in qDslrDashboard einzubauen.

Punkt 4 hingegen bereitete mir eine Menge Kopfzerbrechen. Die Nikons weigern sich bei eingeschaltetem Liveview nämlich beharrlich, eine Auslösung von einem externen Auslöser anzunehmen, wenn sie gleichzeitig eine Verbindung zum Tablet haben (unabhängig ob USB oder WLAN). Arbeitet man mit der Kamera auf einem Stativ, ist das kein Problem, in dem Fall kann man den internen Intervall-Timer von qDslrDashboard nutzen. Nutzt man allerdings einen Slider, so möchte man in der Regel, dass der Controller des Sliders die Kamera auslöst, um eine Synchronisierung zwischen Kamera-Bewegung und Auslösung zu bekommen.

Ich war frustriert. So dicht dran und dann dieses Problem. Warum um alles in der Welt ignorieren die Nikons ein externes Auslösesignal, wenn sie sich im LiveView Modus befinden und per USB/WLAN verbunden sind?

Der Hot-Shoe Adapter für die D750

So kurz vor dem Ziel wollte ich nicht aufgeben. Ich würde sogar eine zusätzliche Hardware-Lösung akzeptieren, um das Thema endlich zu lösen. In meiner Verzweiflung rief ich Matthias Uhlig von Kids of All Ages an – wenn einer sich mit solchen Basteleien auskennt, dann er. Und in der Tat: er konnte das letzte Puzzle-Stück umdrehen: “Warum machst Du es nicht genau umgekehrt?” fragte er. “Schalt doch den Slider-Controller in den Slave-Modus, und trigger den über den Blitz-Synchron-Anschluss der Kamera”. Dann kannst Du die Auslösung mit qDslrDashboard machen”.

Genial! Wir nutzen den Interval-Auslöser von qDslrDashboard, der läuft mittlerweile auch sehr schön stabil. Dieser löst die Kamera aus und die Kamera gibt das Signal an den Motion-Controller. Dadurch brauchen wir keine zusätzliche Hardware, und haben noch nicht einmal ein zusätzliches Kabel herumhängen. Und als kleines Sahnehäubchen können wir dann sogar – auch mit dem Slider – das Intervall-Ramping nutzen, das es uns ermöglicht, zur Nacht hin bei Bedarf die Intervalle länger werden zu lassen.

Das normale Auslösekabel zur Kamera fällt weg, stattdessen kommt ein Synchronkabel dran. Lediglich bei der D750 braucht man noch einen Blitzschuhadapter, da sie keinen Synchronport hat. Netterweise sandte mir Mathias alles Nötige am nächsten Tag zu und ich konnte testen. Was soll ich sagen: Juhuu – es funktionierte!

Matthias hat einige dieser Kabel und Adapter bestellt und für Euch in seinem Shop auf Vorrat gelegt. Hier könnt ihr sie bestellen:

tldr; Zusammenfassung bis hierher

Mit den Nikon Kameras D750, D810, D800, D4 und D4s können wir nun automatisierte Übergänge vom Tag in die Nacht und umgekehrt aufnehmen und dabei mit Hilfe der Auto-Holy-Grail Funktion von qDslrDashboard und einem Android, iOS Smartphone oder Tablet eine echte 3-Wege Steuerung (Belichtungszeit, ISO, Blende) realisieren, ohne dass Blendenflicker entsteht. Dazu nutzen wir die Tatsache, dass diese Kameras im Liveview nach dem Auslösen die Blende nicht wieder öffnen. Das ist der “Echte Heilige Gral” der Zeitraffer-Fotografie. Die Methode funktioniert auch in Verbindung mit einem Motion-Control-System, wie einem Slider oder Motorkopf, vorausgesetzt, dieser unterstützt einen “Slave”-Modus. Die verbreiteten Controller NMX, MX3 und EMotimo können das auf jeden Fall.

Und so geht’s

Grundlage ist nach wie vor das Vorgehen, dass ich hier erklärt habe und das auch in meinem EBook beschrieben ist.

Bitte stellt sicher, dass ihr die aktuellste Version von qDslrDashboard installiert habt; und zwar von hier. Bitte nutzt nicht mehr die alter DslrDashboard Version (ohne q)! Ihr braucht mindestens Version V0.2.6. Für die iOS Nutzer wird es ab Veröffentlichung dieses Artikels vermutlich noch ein paar Tage dauern, bis Apple das Update freigegeben hat.

Auf dem Stativ

Wenn die Kamera auf einem Stativ steht, dann baut ihr wie immer auf, lasst aber einfach das Auslösekabel weg. Die Auslösung erfolgt jetzt per qDslrDashboard.

Mit Motion Control

Wenn ihr einen Slider mit entsprechendem Controller benutzt, dann versetzt diesen in den Slave Modus (beim NMX z.B. durch dreimaliges Klicken des blauen Knopfes). Verbindet nun den Blitz-Sync-Port der Kamera oder, bei der D750 den Ausgang des Blitzschuh-Adapters, mit dem Sync-Eingang am Controller.

Am Tablet/Smartphone

Kamera per WLAN oder USB mit qDslrDashboard verbinden, in qDslrDashboard auf die LRTimelapse-Seite wechseln.

Hier gibt es unter “Settings” eine Einstellungs-Seite, die ihr aufruft.

Screenshot_2015-02-16-12-54-14

Hier könnt ihr nun “Use Aperture ramping” aktivieren, diese fügt dann auf der LRTimelapse Seite +/- Knöpfe für die Blende hinzu und benutzt die Blende dann mit für das Ramping. Über den LV Knopf, könnt ihr hier die Kamera in den Live-View Modus versetzen.

Nach dem Schließen des Dialog kommt ihr wieder auf die LRT-Seite in qDslrDashboard.

Screenshot_2015-02-16-12-54-58

Hier stellt ihr nun, wie gewohnt, ein, ob Sonnenauf- oder -untergang (Sunset/Sunrise) und die Grenzwerte, in denen beim Ramping die Belichtungszeit, ISO und nun auch die Blende eingestellt werden sollen. Das geschieht über Slowest Shutter Speed, Max/Min ISO und Wide/Small Aperture. Im folgenden gehe ich darauf ein, wie ich es einstelle.

Meine Einstellungen

Ich stelle die Kamera zum Start so ein, dass ich ein ausgewogen belichtetes Bild (Histogramm!) habe, bei möglichst langen Zeiten (180° Regel), möglichst niedriger ISO und entsprechender Blende. Je nachdem, wie dunkel es noch/schon ist, können die Einstellungen variieren.

1. Beim Sonnenuntergang

2. Beim Sonnenaufgang

Rahmen-Parameter in qDDB
Slowest Shutter Speed ca. zwei Sekunden weniger, als das Intervall – in der Zeit muss die Kamera die JPG Vorschau an das Tablet übermitteln und das Tablet die Kamera steuern können. Also, die “Schwarzzeit” zwischen Slowest Shutter und Intervall darf nicht zu kurz sein! irrelevant, da die Zeiten ja immer kürzer werden.
Max ISO die Höchste ISO, bis zu der die Kamera hochregeln soll, 3200 ist ein guter Wert, ihr könnt ihn aber auch – nach Bedarf – höher einstellen. irrelevant, da die ISO ja nur runtergeregelt wird.
Min ISO irrelevant, da die ISO ja nur hoch geregelt wird. die niedrigste ISO, bis zu der die Kamera gehen soll. Ich stelle hier auch gerne ISO 50 oder bei der D810 ISO 32 ein.
Wide Aperture die größte Blende (offen) – wie weit soll die Kamera die Blende maximal öffnen. irrelevant, da die Blende beim Sonnenaufgang ja nur geschlossen wird.
Small Aperture irrelevant, da die Blende beim Sonnenuntergang ja nur geöffnet wird. die kleinste Blendenöffnung, die die Kamera beim Ramping ansteuern soll.
Ablauf
qDDB wird die Belichtungszeit erhöhen, bis der Wert von Slowest-Shutter erreicht ist. qDDB wird die ISO verringern, bis Min-ISO erreicht ist.
Danach wird die Blende sukzessive geöffnet, bis der Wert von Wide-Aperture erreicht ist. Danach wird die Blende sukzessive geschlossen, bis der Wert von Small-Aperture erreicht ist.
Zu guter Letzt wird die ISO erhöht, maximal bis Max-ISO. Zu guter Letzt wird die Belichtungszeit dann kürzer.

Das klingt jetzt vielleicht komplizierter als es ist. Im Endeffekt stellt ihr einfach die Kamera initial so ein, dass ihr eine schöne, lange Belichtungszeit bekommt und den Rest macht qDslrDashboard dann alleine nach den Vorgaben, die ich mir überlegt und Zoltan hinterlegt hat.

Bitte achtet zwischendurch während der Aufnahme darauf, dass die Helligkeit der Vorschau und das Histogramm nach wie vor passen. Werden die Vorschauen zu hell, regelt einfach den Referenzwert durch Klick auf “-” neben “Set Reference now” etwas runter, wenn die Vorschauen zu dunkel werden, regelt den Referenzwert hoch. Diese Eingreifmöglichkeit ist unglaublich wertvoll, da sie es ermöglicht, den tatsächlichen Helligkeits-Begebenheiten zu folgen. In der Stadt ist der Helligkeitsverlauf z.B. ein völlig anderer, als irgendwo in der Natur ohne Kunstlicht.

Fazit

Das ist der “echte” Heilige Gral: eine flickerfreie, vollautomatische Steuerung von Belichtungzeit, ISO und Blende mit manueller Eingreifmöglichkeit. Voraussetzung dafür ist eine Kamera, die es ermöglicht, Intervallaufnahmen zu machen, ohne zwischen den Aufnahmen die Blende auf und zu
zu machen. Derzeit funktioniert das über den Umweg Liveview bei den “großen” Nikons. Leider funktioniert es nicht bei Canon, zumindest nicht bei meiner 6D. Vielleicht könnten die Jungs von Magic Lantern hier etwas umsetzen, bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, mich damit zu beschäftigen. Probiert es mit Euren Kameras einfach selbst mal aus. Blendet sie ab und schaut von vorne ins Objektiv, während qDslrDashboard die Kamera im Intervall auslöst. Dann seht ihr ja, was die Blende macht. Solltet ihr einen Weg finden, Eure Kamera auszulösen, ohne dass sich die Blende bewegt, lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen!

Mit der hier vorgestellten Technik können nun auch über die gesamte Zeit eines Tag- zu Nacht und Nacht- zu Tag-Übergangs verhältnismäßig lange Belichtungszeiten verwendet werden. Dies, und zusätzlich die Verwendung der Funktion “LRT Plus Bewegungsunschärfe” in LRTimelapse führt zu extrem ruhigen und sehr ansehnlichen, technisch perfekten Zeitraffern.

Wie ihr die durch die Kamera-Nachstellung entstandenen Belichtungssprünge mit Hilfe von LRTimelapse angleicht, die weiteren Bearbeitungen macht und das Video ausgebt, habe ich ausführlich hier erklärt.

Als Grundlage empfehle ich Euch auf jeden Fall mein EBook – das legt den Grundstein im Verständnis für all das, was ich Euch hier erklärt habe.

Übrigens: Ihr könnt das Ramping aller drei Parameter mit den genannten Kameras natürlich auch von Hand machen, wenn ihr qDslrDashboard nicht einsetzen wollt. Allerdings ist bleibt dann das Liveview “hell” bei den Aufnahmen. Aber sein wir ehrlich – wer will denn noch während der Aufnahme manuell an der Kamera rumfummeln seid es qDslrDashboard und den “Auto Holy Grail” gibt… :-)

Ich bin unglaublich glücklich mit dieser Lösung, die für mich einen weiteren, ganz großen, Meilenstein darstellt, auf dem Weg, zum perfekten Zeitraffer. Gerne würde ich diese Lösung auch mit anderen Kameras umgesetzt sehen, aber hier hängt es wirklich von den Kamera-Herstellern ab!

Wer professionell Zeitraffer aufnehmen möchte und keine der genannten Kameras besitzt, dem möchte ich an dieser Stelle die Anschaffung einer D750 an Herz legen. Mit der hier vorgestellten Technik, dem eingebauten WLAN, den fantastischen Sensor und den Klapp-Display ist sie derzeit die perfekte Zeitraffer-Kamera. Und ganz nebenbei auch noch eine der besten Foto-Kameras… :-)

Lasst Euch aber bitte nicht entmutigen, wenn ihr keine der unterstützten Kameras habt: bis zum heutigen Tag habe ich fast alle meiner Zeitraffer ohne diese neue “Real-Holy-Grail”-Technik aufgenommen. Das geht auch! ;-) In dem Fall arbeitet ihr eben mit dem 2-Wege-Ramping und stellt entweder die Offenblende ein oder ihr sorgt dafür, dass die Blende anderweitig fest stehen bleibt, wie oben beschrieben.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Für Fragen stehe ich Euch wie immer gerne in den Kommentaren zur Verfügung, bin aber die nächsten 3 Wochen wieder im Altiplano unterwegs, daher kann es mit meinen Antworten etwas dauern…

Hat Dir der Artikel gefallen?

Dann melde Dich doch zu meinem kostenlosen Newsletter an. Darin informiere ich über neue Artikel und Du wirst auch exklusiv als erstes über neue Workshops und Reisen informiert! Außerdem gibt es immer auch ein paar persönliche Hintergrund-Infos, die so nicht im Blog stehen.

Auf Facebook, Google+ und Twitter bekommst Du weitere tagesaktuelle Infos...

Alle Inhalte ©

*) Mit einem Stern gekennzeichnete Links sind externe Partner-Links. Ihr unterstützt mich, wenn ihr darüber bestellt. Alternativ könnt ihr auch über folgende Direktlinks in die Shops wechseln:
Amazon.de, Amazon.at, Amazon.com, Calumet Photo, Kids-of-all-Ages, Augenblicke-Eingefangen, camforpro.com, WhiteWall.
Über meine Zusammenarbeit mit externen Partnern habe ich hier ausführlich geschrieben. Danke!

Werbung

Wir freuen uns über Deinen Kommentar!



93 Kommentare bisher


  1. Hallo Gunther

    Kann ich mit qdslrdashbord auch längere Timelapse vollautomatisch durchführen (z.B. 1 Woche oder länger) ohne immer von sunset auf sunrise umzustellen? und mit einer Intervallzeit von ca. 1 Minute.

    Vielen Dank für Dein Tipp!

    LG Jeroen

  2. Hallo Gunther

    Danke für den aufschlussreichen Artikel. Etwas verstehe ich aber nicht ganz. Du schreibst “Die Nikons weigern sich nämlich beharrlich, eine Auslösung von einem externen Auslöser anzunehmen, wenn sie gleichzeitig eine Verbindung zum Tablet haben (unabhängig ob USB oder WLAN). ”
    Bedeutet das, dass unabhängig von der hier beschriebenen 3-Wege Technik, Qdslr Dashboard via TP Link Router mit der Kamera verbunden, den nmx Controller hindert die Auslösung der Kamera zu kontrollieren? Oder bezieht sich das nur auf den Fall, wenn Liveview verwendet wird?

    Danke und Gruss
    Andy

    • Das bezieht sich darauf, wenn Liveview aktiviert ist. Habe das nochmal ergänzt.
      Unabhängig davon aber, nutze ich die hier vorgestellte Methode (auch wenn sie funktioniert) nicht mehr, sonder löse mittlerweile einfach wieder über den Timelapse Controller oder Intervallauslöser aus. Auch die Blende verstelle ich, denn LRTimelapse 4 glättet mit seinem “Visuellen Deflicker” jegliche ungenauigkeiten komplett raus. Die Zeitraffer-Welt ist dadurch um so vieles einfacher geworden… :-)

  3. Hallo Gunther,
    Würde diese Methode gerne ausprobieren, hast du eine Ahnung ob das mit meinem Rhino Motion Controller funktioniert, hat der diese Slave Funktion..woran erkennt man das genau? Vielen dank für deine Antwort!

    • Der Rhino Evo kann das wohl nicht, macht aber nichts. Mach einfach ohne Liveview und mit normaler Auslösung durch den Controller. 3-Wege geht trotzdem, nutze dann einfach das visuelle deflicker um etwaiges flicken zu entfernen. Mache ich auch immer so in letzter Zeit.

      • Tommes 30. Juni 2016, 08:08   »

        Hallo Gunther,

        lese ich das richtig, dass bei Zugriff mittels qdslr-dashboard (in meinem Fall dann mit WU-1a an der D7100) die Auslösung durch meinen MX3 nicht mehr funktioniert? Live-View würde ich während der Timelapse-Aufnahme nicht benötigen.
        Geht mir vor allem um das Kontrollieren des Bildausschnitts und Nachregeln der Blende/ISO. Die Auslösung der Kamera würde ich gerne beim Controller belassen.

        Vielen Dank für Deinen wirklich informativen Blog!
        tommes

        • Hallo Tommes, die hier beschriebene Technik ist eine sehr spezielle, für Nikon User, die den Live View nutzen wollen, um jegliches Blendenflicker zu verhindern.
          Ich nutze sie eigentlich selbst nicht mehr, da LRT4 alles Flickern mit dem neuen “Visuellen Deflicker” entfernt.
          Der “normale” weg ist, den Controller (MX3) die Kamera auslösen zu lassen und qDslrDashboard “horcht” einfach nur auf neue Bilder.

    • Hallo Stefan,

      der Rhino Motion Controller kann nicht extern angesteuert werden.
      Wie Du trotzdem Holy-Grail-Aufnahmen mit dem Rhino Evo & Motion Controller machen kannst habe ich hier kurz beschrieben: http://zeitraffer-slider.de/rhino-motion-holy-grail/

      Beste Grüsse,
      Matthias

  4. Benjamin 28. Mai 2016, 14:08   »

    Hallo Gunther,
    Gerne würde ich an meinen beiden Zeitraffer Kameras (D5100 und D7200) das drei-wege-ramping einsetzen und hinterher in LRTImelapse deflickern. Leider kann ich in qDDB den Punkt “use aperture ramping“ nicht aktivieren. Was mache ich falsch? Es klappt weder im LiveView noch im normal Betrieb.
    Herzlichen Dank!

  5. Detlef 24. Mai 2016, 14:51   »

    Nochmals vielen Dank Gunther. Das mit dem Blitzschuhadapter, der benötigt wird, wenn die verwendete Kamera keinen Synchronport hat, verstehe ich ja. Mir erschließt sich allerdings das zusätzliche Kabel nicht. Benutze ich Live-View beim Drei-Wege-Ramping, benötige ich ein Sync Kabel. Arbeite ich ohne Live-View benötige ich einen externen Auslöser, so dass die Anzahl der verwendeten Kabel doch gleich bleibt oder mache ich hier einen Fehler. Ich hoffe ich nerve nicht zu sehr.

    Beste Grüße
    Detlef

  6. Detlef 24. Mai 2016, 12:11   »

    Hallo Gunther,
    vielen Dank für deine Antworten, dann habe ich bis auf “Ja das kommt hinzu“ alles verstanden.
    Beste Grüße
    Detlef

  7. Detlef 24. Mai 2016, 11:13   »

    Hallo Günther,
    vielen Dank für deine schnelle Antwort. Klar, das “Visuelle Deflicker glättet und zwar hervorragend eventuell auftretendes Blendenflicker. Mir wird einfach nicht klar warum es einfacher sein soll als der Weg über Live-View, da ja hierbei gar kein Blendenflicker auftritt. Ist meine Vermutung richtig, das du lieber mit einem externen Auslöser arbeitest und deswegen ohne Live-View arbeitest.

    Beste Grüße
    Detlef

  8. Detlef 23. Mai 2016, 18:02   »

    Hallo Günther,
    in deinem Handbuch schreibst du, dass du beim AHG und dem Drei-Wege-Ramping Live-View nicht aktivierst, sonder dich auf LRTimelapse verlässt um Flickern zu vermeiden. Es wäre nett von dir, wenn du mir die Gründe hierfür nennen würdest.

    Beste Grüße
    Detlef

    • Weil es einfacher ist und mit weniger Kabelage auskommt. Zunächst hatte ich die hier vorgestellte Methode entwickelt, um absolut flickerfrei aufzunehmen. Aber seit LRT4 das “Visuelle Deflicker” bietet, mache ich mir die Mühe nicht mehr, sondern nehme ohne Liveview mit 3-Wege Ramping auf (dabei schließt sich die Blende dann wieder bei jeder Auslösung). Wenn es mal Belendenflicker gibt, bügelt das Visuelle Deflicker das weg. Aber selbstverständlich funktioniert diese Methode hier auch noch!

      • Andreas 13. Oktober 2016, 15:19   »

        Wenn ich das jetzt alles so richtig verstanden habe, dann gibts auch mit meiner 6D keine Probleme mehr beim 3-Wege Ramping in Verbindung mit LRT4 und dem “Visuellen Deflicker”, richtig?

  9. Thomas 17. April 2016, 16:04   »

    Hallo Gunther,
    erwähnenswert wäre für alle Systemkameranutzer (ohne Spiegel) das sie sich um die Blende gar nicht kümmern müssen da die Blende im LiveView sowieso immer beim eingestellten Wert bleibt, z.B. Sony-Kameras. Das wurde mir allerdings auch erst viel später bewusst.

  10. Sali Gunther

    Wirklich einen guten Artikel. Habe den echten Heiligen Gral nach deiner Beschreibung an meiner D800 ausprobiert und hat auf Anhieb funktioniert. Super Sache.

    Gruss André

  11. Andreas 11. Februar 2016, 09:27   »

    Hallo Gunther,

    gibt es inzwischen Rückmeldungen an dich wie die Blendensteuerung an einer Canon zu machen ist? Ich habe eine EOS 5D3 und fange erst mit Zeitrafferaufnahmen an. Wäre äußerst schade, wenn das an einer EOS nicht zu machen ist.

    Grüße

    • Hi Anderas, das geht so mit Canon nicht, ist aber ein bisschen hinfällig, seit LRTimelapse 4 das visuelle Deflicker bietet. Seitdem nutze ich eigentlich auch an Nikon nur noch das ganz normale Blendenramping und defflickere dann – mit perfekten Ergebnissen.

  12. Hallo Gunther,
    zur Vermeidung von Blendenflicker nutze ich einige ältere Nikon-Objektive mit manuellem Blendenring. Diese stelle ich vor der Aufnahme auf die gewünschte Blende und setze sie dann so ins Bajonett, dass der Mechanismus zum Wechsel von Offenblende auf Abblenden ins Leere läuft (Lens-Twist-Trick).
    So weit so gut. Leider hat meine D7100 aber nun schon zum zweiten Mal innerhalb von 2 Jahren einen Defekt in eben dieser Mechanik der Blendensteuerung, so dass ich den Verdacht habe, dass die Kamera diese Art von Sonderbehandlung nicht verträgt. Ich kann das zwar mechanisch absolut nicht nachvollziehen, aber schließlich bin ich ja auch kein Ingenieur für Kameratechnik.
    Daher habe ich zwei Fragen:
    1. Hast du (oder ein anderer Leser dieses Blogs) dazu Ideen oder Erfahrungen?
    2. Gibt es für Nikon Objektive oder Adapter, die eine feste Eisntellung der Blende ermöglichen, also ohne Wechsel von Offenblende auf Arbeitsblende vor jeder Aufnahme?

    • Einen Adapter gibt es nicht, da dieser ja das Auflagemaß verändern würde.
      Ich ignoriere einfach jegliches Blendenflickern seit LRTimelapse 4, da das neue Visuelle Deflicker, alles problemlos entfernt. Probier es aus – das Leben als Zeitraffrerfotograf ist seitdem so viel komfortabler geworden…

      • Hallo Gunther,
        habe LRTimelapse 4.4 jetzt mal mit zwei besonders widerspenstigen Sequenzen ausprobiert. Die erste wurde mit Blende 11 und elektronischer Blendensteuerung aufgenommen. Die zweite zwar mit manuellem Objektiv und fest eingestellter Blende, jedoch mit Belichtungszeiten, bei denen die Kamera offenbar nicht besonders exakt arbeitete.
        Zunächst mal finde ich die Vorschaufunktion gut. Endlich habe ich die Möglichkeit alle Einstellungen und Bearbeitungen von LRTimelapse nach akzeptabler Renderzeit dort zu begutachten. Allein dafür hat sich das Upgrade schon gelohnt.
        Der “Visuelle Deflicker” hat dann tatsächlich selbst meine besonders problematischen Sequenzen tadellos glattgebügelt! Besonders erstaunt hat mich dabei, dass die unterschiedlichen Belichtungen entfernt, dabei aber nicht etwa auch die natürlichen Lichtschwankungen der Aufnahme selbst verändert wurden. Dies schien mir eines der Hauptprobleme beim alten Deflicker zu sein.
        Du hast also nicht zuviel versprochen!

        P.S.: Sehr gut gefällt mir auch die Schiffsglocke nachdem ein Video fertig gerendert wurde. Nettes Detail.

  13. Hallo Gunther

    Zuerst mal ein herzliches Dankeschön für all dein Elan für die Timelapse Fotografie. Bitte weiter so :)

    Ich bin seit neustem stolzer Benutzer von qdslr Dashboard und habe bis jetzt ein paar wunder volle Holy Grail Timelapse machen können.
    Als ich heute jedoch einen Sonnenuntergang aufnehmen wollte bekam ich einfach keine Vorschau im LRTimlapse Modus von qdslr Dashboard außer dem konnte ich “Auto Holy Grail” nicht auswählen. Hattest Du dieses PRoblem auch schon mal?
    Ich habe auch versucht das qdslr Dashboard App zu deinstallieren und wieder auf meinem Ipad zu installieren, leider ohne erfolg?

    Herzlichen Dank für deine Antwort

    Mit freundlichen Grüssen,
    Raphael

  14. Hallo, ich habe eine Panasonic Lumix GH3, welche bereits einen internen Zeitraffermodus hat. Somit kann ich Intervall und Bildanzahl in der Kamera einstellen. Leider funktioniert die Software qDslrDashboard nicht mit der GH3, ich brauche deshalb eine andere Lösung, die anderen Werte zu steuern. Hast du da noch einen Tipp, der vielleicht speziell mit der GH3 sinnvoll wäre? Gruß, Ben

  15. Hallo Gunther,
    erst mal ein riesen Kompliment für Deinen Fotoblog, von Deinen technischen Ideen und KReativität bin ich sehr beeindruckt. Auf der Suche nach einem System hatte ich Dein Testvergleich D619/D800 bei Youtube gesehen und mich daraufhin zu einem Kauf der D800 entschieden, einfach überzeugend.
    Nun würde ich gerne ein 3-Wege Holy Grale erstellen und habe dazu die aktuelle Version von Zoltans qDSLRDashboard auf meinem Tablet installiert, per USB Host an die D800 angeschlossen. Kamera wird auch direkt erkannt und man kann sie steuern. Einen Slider etc. habe bzw. nutze ich bislang nicht.Super, dass die Intervallschaltung jetzt ohne externen Timer gehen kann, sondern über QDSLDB. Mein interner Timer machte das nicht mit der Software parallel. Leider komme ich nicht drauf, wo der Fehler aktuell liegt: Unter Settings kann ich den Button “Use aperture ramping” leider nicht aktivieren, auch fehlt mir rechts daneben das Symbol “LV”. Vielleicht hast Du ja einen Tipp für mich, das wäre sehr nett! Ein weiteres Kabel oder einen Hot Shoe habe ich nicht angeschlossen.
    Viele Grüße aus NRW
    Dag

  16. Hallo Gunter,
    du benutzt ja auf deinen Slidern den SIRUI L-10 Stativneigekopf. In meinem Besitz befindet sich unter anderem der Novoflex Classic Ball 3 II, sowie der Novoflex Magic Ball 50. Ist einer von diesen Köpfen auf dem Rhino Slider mit der Stabilität des SIRUI L-10 vergleichbar oder sollte ich auf jeden Fall den SIRUI L-10 einsetzen?

    Beste Grüße
    Detlef

  17. Torsten 5. Mai 2015, 16:02   »

    Ich habe zu der neuen Aufnahmetechnik noch ein Verständnisproblem. Wenn ich jetzt beim Holy Grail die Blende mit ins Spiel bringe und nicht mehr wie Gunther empfiehlt bei Offenbarende z.B. 2,8 zu arbeite, dann fasse ich doch die Schärfentiefe an. Und ob ich eine Landschaftssituation bei Bl. 2,8 oder Bl 11. aufnehme sieht man doch oder?

    • Naja, also ein graduelles Verändern der Schärfentiefe, die ja im WW-Bereich eh nicht so gering ist, über einen so langen Zeitraum sieht man in der Regel nicht.

  18. Hallo Gunter,
    danke für deine Antwort. Verstehe ich das richtig? Unabhängig von der in qDDb eingestellten Zeit, die sich ja auch beim „True Holy Grail“ verändert, sollen die Werte im Slavemodus für Exposure und Buffer immer auf die kürzeste Zeit, die der NMX zulässt, eingestellt werden?

    Beste Grüße

  19. Hallo Gunther,
    bin kurz davor mir den NMX und den kleinen Rhino Slider zu kaufen. Hast du in deinen Tutorials irgendwo beschrieben wie der NMX im Slavemode in Verbindung mit qDslrdashboard einzustellen ist. Ist meine Vermutung richtig, dass die Einstellungen für Exposure, Buffer, Intervall usw. unwichtig sind da qDslrdashboard ja die Steuerung übernimmt. Ich finde auch im NMX User Gude nicht heraus wie der NMX die Länge des Sliders erkennt. Für deine Hilfe im voraus vielen Dank.

    Detlef Denne

    • Hallo Detlef,
      der NMX muss die Länge des Sliders nicht wissen, da Du ja die Start- und Endpunkte bei der Programmierung anfährst. Die Werte für Exposure, Buffer, solltest Du so kurz wie möglich einstellen im Slave Modus, Interval genau wie in qDDB.

  20. Andreas 25. März 2015, 15:23   »

    Hallo Gunther,

    wenn die Kamera die ganze Zeit im LV ist, ist dann auch der Sensor die ganze Zeit über unter Strom? Wird er dann nicht unnötig warm, was zu stärkerem Bildrauschen, bzw. zu einem (viel) erhöhten Stromverbrauch führt?

    • Ich habe bisher keine negativen Auswirkungen auf die Bildqualität festgestellt. Der Stromverbrauch ist sicher etwas höher, aber auch nicht so gravierend. Das Display ist ja aus.

  21. Christian 11. März 2015, 22:59   »

    Geniale Sache! Da ich seit wenigen Tagen glücklicher Besitzer einer D750 bin, habe ich das hier auch mal schnell ausprobiert und es funktioniert tatsächlich.

    Das Tablet (Nexus 7) muss allerdings immer mit aktivem Display und dem laufenden qDDB eingeschaltet bleiben, richtig?

    Im Juni werde ich das dann auf La Palma ausgiebig testen, bis dahin muss ich meinem kleinen Slider-Controller allerdings noch den Slave-Modus beibringen und einen Sync-Eingang dranbasteln.

    Cool wäre es ja eigentlich, wenn qDDB und Motion-Controller besser miteinander kommunizieren könnten. Unter Android wäre das bei z.B. einem Nexus 7 via USB-OTG-Kabel technisch ja nicht das Problem, aber spätestens bei iOS ist ein Kabel dann nicht mehr realistisch, da bräuchte es dann eher einen Bluetooth- oder WLAN-fähigen Motion-Controller.

    • Hi Christian,
      das Nexus kann auch in den Standby gehen, qDDB läuft weiter. Funktioniert eigentlich sehr zuverlässig zumindest mit meiner Testversion, wenn nicht, noch das nächste offizielle Update abwarten, ich glaube die 0.2.6 hat da einen Bug.
      Wenn es nicht zu kompliziert ist, hätte ich gerne auch irgendwann eine Slave Steuerung an meinem Controller ;-)
      Grüße,
      Gunther

      • Torsten 29. Mai 2015, 10:14   »

        Mit dieser Methode kann man nun bei den Zeitraffersequenzen abblenden was ja bis dato von Gunther nicht empfohlen wurde wegen dem Problem des Flickenrs. Man fotografierte wenn möglich bei Offenblende. Mit dem Hot Shoe Adapter gibt es ja dafür auch eine gute Lösung um jetzt abgeblendet zu fotografieren. So nun zu meiner Frage nach dem LRTimelapse 4 herausgekommen ist und das Deflickertool einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat frage ich mich nun ” Braucht man die Methode über den Hot Shoe Adapter noch? ”
        Könnte man jetzt nicht einfach Abblenden und den Rest macht die LRTimelapse 4 Software?

        • Sicher kann LRT4 Deflicker schon “zaubern”. Allerdings ist die alte Devise, dass man möglichst schon bei der Aufnahme alles richtig machen sollte, natürlich weiterhin gültig…
          Probiere es doch mal aus und lass uns an Deiner Erfahrung teilhaben!

          • Torsten 29. Mai 2015, 10:45   »

            Der Hot Shoe Adapter liegt hier vor mir….wenn ich Zeit finde werde ich das gern mal testen und berichten.

          • Ich meinte, Du kannst es ja auch mal ohne den LV-Trick ganz regulär machen und das Blendenflickern in Kauf nehmen und dann berichten, wie LRT4 sich beim Deflickern geschlagen hat :-)

  22. Faruk 6. März 2015, 16:14   »

    Hey Leute!
    Ich möchte einen Zeitraffer erstellen, wo sich Menschen auf einem Marktplatz bewegen (bei Abenddermärung). Wie soll ich Verschlusszeit und Interwalle auswählen?
    Soll ich nicht einfach ein Video aufnehmen (30min) und das dann kürzen?
    Momentan hab ich die d5300..

    • Hallo Faruk,

      ich würde den Aufnahmeintervall hier nicht so lang halten, da sich die passanten ja relativ schnell durch die Szenerie bewegen (also 4-6 Sekunden).

      Bei einem Intervall von beispielsweise 4 Sekunden, würde ich Verschlusszeiten von 2 Sekunden empfehlen, damit die Bewegung mit in den Bildern eingefangen wird, das sieht dann im fertigen film smoother aus.

      Video würde ich auf keinen Fall in der Situation aufnehmen, weil du dann auf die ganzen Möglichkeiten der Bearbeitung verzichten würdest.

      Gruß

  23. Hallo Gunther

    Super, wieder mal eine geniale Idee von Dir.

    Eine Zeitraffer-Session kann ja schon mal mehrere Stunden dauern. Die Idee mit dem Tablet/Smartphone und qDslrDashboard finde ich super, aber es ist wieder ein Gerät mehr das mit Strom versorgt werden muss.
    Mich würde interessieren wie Du das mit der
    Stromversorgung von all dem Equipment machst. Hat jedes Gerät eine externe Versorgung?

    Viele Grüsse
    Alex

    • Ich nutze ja ohnehin eine XTPower Batterie für den Slider und die Kamera, die kann auch das Table noch mit versorgen, siehe hier.

    • marcus 9. März 2015, 01:35   »

      Hallo frank,
      ich benutze gern die Lamparte smart mit 160kw battery. damit kann man verschiedene geraten anschließlich – 5v
      dies habe ich auf einem kleinem rigg 15mm zusammen gebaut.funktioniert super…..kosten ca 350,-

  24. Hallo Günther,

    super Informationen zu Zeitraffern, und auch deine LRTimelaps ist genial.
    Mit dem Installieren der apk – Datei bin ich am Verzweifeln. Mein Samsung S5 verweigert die Installation, obwohl ich ihm erlaubt habe, fremde Quellen als sicher anzusehen. Wäre jetzt die erste app, die er ablehnt. Mache ich noch irgendwo einen weiteren (Denk-/ Arbeits-)Fehler?

  25. […] Die Funktion wurde zusammen mit Gunther, dem Time-Laps-Papst entwickelt. Auf seinem Blog erklärt Gunther die Hintergründe und die Anwendung des 3-Wege-Rampings zusammen mit […]

  26. Hallo,

    selbiges ist bei der 5D III und den 1ern zu beobachten.

    Auch auf die Gefahr hin dass es eine dumme Frage ist:
    Was spricht eigentlich dagegen einfach die Abblendtaste temporär abzukleben? Ich kann immer noch die Blende verstellen und auslösen.

    Viele Grüße,
    Michi

    • Die Frage ist, ob die Kamera (via qDDB) dann noch die Blende verstellen kann, probier es doch mal aus.

      • Hallo Gunther,

        Ja da habe ich mir es in der Tat etwas zu einfach gemacht. Seltsamerweise kann man im Normalzustand bei gedrückter Abblendtaste die Blende ändern und auslösen, über DSLR Dashboard und Wlan geht das dann leider nicht mehr.
        Schade wäre auch zu schön gewesen. Naja ich probieren mal weiter.

  27. Hallo Gunther,

    habe meine Canon 5dmk2 getestet. Auch sie schließt die Blende im Liveview-Modus nicht. Der Workflow mit qDslrDashboard funktioniert, allerdings ohne das Synchronkabel. Das gibt es auch für die 5Dmk2 (von Kidsforallages) und den MX2-Controller. Ob’s damit klappt, bin ich erst noch am Testen.
    Aber dank deiner hervorragenden Videoschulungen kann ich die Workflows immer sehr gut nachvollziehen.
    Dir weiterhin viele Einfälle und viel Erfolg

    Jakob.

    • Hallo Jakob,
      halt mich diesbezüglich bitte mal auf dem Laufenden. Ich würde das dann gerne noch im Artikel ergänzen.

      • Hallo Gunther,

        hier mein Bericht zu qDslrDashboard V0.2.6 auf dem Samsung Galaxy Tab S 10,5 und dem Versuch Dein AutoHolyGral mit dem MX2-Controller und dem Synchronkabel drahtlos mit dem TP-Link TL-MR3040 zu steuern.
        Vorweg das Ergebnis: Es klappte zunächst nicht, dann endlich doch.
        Warum beim 1. Mal nicht? Wahrscheinlich weil ich zu aufgeregt war? Egal. Der Reihe nach:
        Die Verbindung zwischen Tablet und der 5Dmk2 bricht immer dann ab, wenn ich entweder an der Kamera und/oder am Controller etwas ändere. Die Verbindung kommt manchmal wieder zustande, wenn ich die 5Dmk2 abschalte und wieder an. Aber leider nicht immer. Dann stürzt qDslrDashboard wieder ab und behauptet, keine Canon Kamera zu finden, obwohl der DDServerAP mit der Kamera verbunden ist.
        Das ist einfach noch zu “wackelig”, als dass ich mich darauf verlassen kann.
        Dabei wäre alles klasse, wenn man vom Tablet drahtlos jederzeit in die Steuerung der Kamera auf dem Stage Zero und dem MX2-Controller eingreifen könnte. Aber selbst nach dem fehlerfreien Start, verabschiedete sich qDslrDashboard, wenn man z.B. direkt an der Kamera oder dem Controller arbeitet.
        So, ich hab’s nochmal versucht. Diesmal systematischer!
        1. Man muss offensichtlich zuerst das TP-Link TL-MR3040 einschalten, warten bis alle relevanten Lämpchen leuchten, ohne dasss die 5dmk2 eingeschaltet ist.
        2. Dann das Tablet (hier das Galaxy Tab S 10.5) mit dem DDServer verbinden.
        3. Erst, wenn diese Verbindung steht, die Kamera einschalten.
        4. Anschließend die Kamera auf den Stage Zero setzen und den MX2-Controller anschließen, einschalten und konfigurieren.
        5. Erst jetzt wird qDSLRdashboard gestartet.
        Dann funktioniert es auch ohne Absturz.
        Das Synchronkabel zwischen Synchrokontakt der 5dmk2 und dem MX2 hatte ich zwar verbunden, aber wegen des schlechten Wetters noch keine Gelegenheit, den Holy Grail bei sunset auszutesten.
        Aber das Zusammenspiel zwischen Controller MX2, der 5dmk2 und qDSLRdashboard klappe ohne Abbruch. Selbst als ich via Tablet die Belichtungs- und die Referenzdaten neu justiert hatte.
        Das ist doch schon was.
        Bis zum ersten Gutes-Wetter-Sunset-Test
        herzliche Grüße

        Jakob.

  28. Hallo Gunther

    einfach genial deine Ausführungen!
    Ich muss mich unbedingt mal dahinter klemmen und das ausprobieren..!
    Ein Frage noch: Funktioniert das nicht mit der D800E?
    Gruss
    Dionys

  29. Hallo Gunther,

    es ist wirklich erstaunlich wie du den Zeitraffer revolutionierst. So kommen auch Amateure zu ganz erstaunlichen Ergebnissen. Vielen Dank für dein Angagement.
    Ich verwende die D800 für meine Zeitraffer.
    Wo stecke ich aber die kleine Klinke des Blitzsynchronkabels an?

    LG Walter

  30. Toll beschrieben das ganze. Werde mich demnächst mal mit meiner Zweitkamera am Timelapse versuchen.
    Mal schauen ob ich den Spaß daran entdecke :)
    Hier gibts ja wirklich jede Menge zu lesen, vielen Dank für diesen großen Aufwand der hier betrieben wird!

    André

  31. Florian 18. Februar 2015, 12:47   »

    Sehr cool, funktioniert das mit einer MX2 auch?

  32. Genau, ich hätte mir da maximal gewünscht, dass es in Zukunft vielleicht noch eine lösung via Dslr Dashboard für die kleinen geben würde. lv off -> neuer Blendenwert -> lv on…

    Jetzt stellt sich natürlich nur die Frage wie lange so ein Vorgang dauern würde, wenn er automatisiert passiert.

  33. Korbinian 17. Februar 2015, 21:23   »

    Hallo Gunther,

    super Sache. Dank dir bin ich auch begeisterter Timelapser geworden und konnte mir einige Tipps und Kniffe abschauen.
    Ich nutze ebenfalls qDSLR (iOS), habe allerdings nur das Nikon “Vorgängermodell” D610.
    Ist es möglich diese Kombi mit der neuen Steuerung zu bedienen?
    Danke schon im Voraus.

    Viele Grüße aus dem Süden

    Korbinian

  34. Hallo Gunther,

    sehr schön beshrieben! Endlich muss man zumindest bei den großen Nikons keine Kompromisse mehr eingehen. Ich stand auch schon oft an Locations, an denen es für die 180er Regel ohne Graufilter zu Hell war und mit Graufilter wiederum war es so dunkel, dass ich an die ISO musste…

    Ich habe mich eben mal hingesetzt und die Thematik mit den kleinen Nikons einmal durchprobiert (3100,5100,5200,90,7000). Im Liveview scheitern alle kleinen unter den Spiegelbug, wie ich ihn gerne nenne.

    Wenn Nikon den wirklich unnötigen Spiegelschlag im liveview entfernt, könnte es auch mit den kleinen funktionieren, denn alle von mir getesteten Kameras gehen im Liveview sofort auf die Arbeitsblende.

    Wird ausgelöst bleiben Sie auf Arbeitsblende, bis der Spiegelschlag durch ist, gehen auf Offenblende (wenn der Verschluss wieder zu ist und die Kamera speichert) und dann sofort wieder auf Arbeitsblende wenn der Spiegel hochklappt (also der Liveview wieder startet).

    Da dieses Verhalten eindeutig eine Software Geschichte ist, wird Nikon das wohl beheben, wenn Sie denn genügend Kritik, vor allem von Namenhaften Fotografen bekommen…

    Gruß

    • Ja, aber die “kleinen” könnten während des Liveviews die Blende trotzdem nicht verändern, das geht ja noch nicht einmal manuell. Um eine andere Blendenöffnung einzustellen, muss man immer erst den Liveview verlassen. Man kann nur hoffen, dass ab einem Zeitpunkt x Nikon, bei den “kleinen” Kameras auch eine vernünftige Blendensteuerung einbaut. An ein nachrüsten der bestehenden Modelle glaube ich nicht…

      • Thorsten 17. Februar 2015, 22:39   »

        Hallo Gunther, hallo Mario

        das Verlassen des LiveViews bei den kleinen Nikons wäre zwar unschön aber warscheinlich gar kein Problem, solange die Blende im LV stehen bleibt (kein Spiegelschlag,…). Zum ändern der Blende müsste qDDB dann einfach aus dem LV raus gehen, die Blende ändern und vor der nächste Aufnahme wieder in den LV gehen.

        MfG Thorsten

  35. Andreas 17. Februar 2015, 12:53   »

    Hallo Gunther,

    mich würde interessieren, ob dich das Verletzen der 180 Grad-Regel nicht stört. Die Verwendung eines Graufilters hat ja schon seine Gründe – wenn ich der Nacht Belichtungszeiten von 20 Sekunden entstehen, dann läuft der Emotimo ja mit einem Intervall von 40 Sekunden, auch tagsüber, nur dass ohne Graufilter wohl kaum Zeiten von 20 Sekunden realisierbar sind (wenn überhaupt etwas kürzer als 1 Sekunde möglich ist. Dadurch geht doch viel Bildästhetik verloren und das Vido läuft mit der Zeit immer schneller. Wäre es denn nicht möglich, ein Intervall so zu programmieren, dass es sich mit der Zeit ändert? Am Andang z.B alle 2 Sekunden ein Bild, in der Nacht dann nur alle 40. Dann würde die 180 Grad Regel funktionieren.

    Mir fällt spontan noch die Verwendung eines variablen Graufilters ein, der in Verbindung mit einer Ziehvorrichting (wie bei dir oben gezeigt) variabel eingestellt werden kann. Dann hast du auch tagsüber die langen Belichtungszeiten und kannst sie noch immer mit deiner Blendenfahrt kombinieren.

    Was hälst du davon?

    • Genau um dichter an die 180° Regel zu kommen ist die Methode doch gedacht. Natürlich kann man am hellen Tag nicht 10 Sekunden belichten ohne Graufilter, aber in den Übergangszeiten hilft das Abblenden schon enorm.

      Intervalle von 40 Sekunden sind – auch Nachts – ja völlig realitätsfern, daher Unsinn. Ich arbeite auch nachts nie mit längeren Intervallen. Grundsätzlich arbeitet man mit fixen Intervallen – aber die Methode, die ich in dem Artikel vorgestellt habe, erlaubt es nun ja sogar auch, die Intervalle mit Hilfe von qDDB zu rampen – also z.B. bis nach Sonnenuntergang mit 8 Sekunden zu arbeiten und dann, bevor die Sterne sichtbar werden, innerhalb von z.B. einer Stunde auf 20 Sekunden hochzuregeln. Das geht mit dem Timer von qDDB. Wenn Du Wolken hast, führt das allerdings zu einer vermutlich sichtbaren Beschleunigung.
      Die 180 Grad Regel ist auch nicht in Stein gemeißelt. Es geht dabei vor allem darum, mit verhältnismäßig langen Belichtungszeiten zu arbeiten. Dass die nicht immer 50% des Intervalls betragen, ist völlig klar und auch total okay.

      Lies am besten den Artikel nochmal in Ruhe, am besten vorher auch den Holy Grail artikel – ich denke bei Dir haben sich da ein paar Denkfehler eingeschlichen.

      • Andreas 17. Februar 2015, 15:30   »

        Mh, da ist natürlich was dran – bin davon ausgegangen, dass du die Tag-Nacht Übergänge mit wesentlich längeren Belichtungszeiten (am Ende) realisierst. Wenn diese kürzer sind, dann fällt der Unterschied wirklich weniger ins Gewicht. Guter Hinweis!

        Was für eine Zeit benutzt du denn so bei Sternenaufnahmen? Ich bin meistens (Zeitraffer unabhängig) eher bei den langen Zeiten bis 30 Sek (je nach Ausschnitt), um die Iso-Zahl niedrig zu halten. Hab nicht daran Gedacht, groß umdenken zu müssen, aber ist ja eigentlich logisch: Bei einem Intervall von 60 Sekunden wäre so eine Aufnahme am Ende ja nur 3-4 Sekunden lang und ein ewiges Gehetze.

  36. Michael 17. Februar 2015, 11:19   »

    Hallo,
    ich benutze für meine Aufnahmen eine manuelle Blende, dennoch ist die App trotzdem interessant.
    Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:

    Wenn ich während der Aufnahme meine Blende manuell verstelle, erkennt die Software das und regelt bei Sonnenuntergang den Shutter speed wieder runter, bevor sich die ISO erhöht…
    bzw. wird bei Sonnenaufgang dann die ISO wieder erhöht, bevor der Shutter verkürzt wird?
    Die Werte sollten ja über den Belichtungsmesser der Kamera verstellt werden, richtig?

    Oder funktioniert diese Methode nicht, da es ja eine Kombination von hoch bzw. runter regeln ist?

    Kann es dann passieren, dass man beim Bild unmittelbar nach der manuellen Verstellung, der Blende ein über- bzw. unterbelichtetes Bild erhält, weil das Programm die Werte erst mit einem “geschossenen” Bild ermittelt?

    Das Objektiv hat keine Elektronik und gibt die Blendenwerte nicht an die Kamera
    (Samyang 35mm ; Samyang 14mm)

    • Hallo Michael,
      Sonnenuntergang: wenn Du mit der Blende die Bilder manuell heller werden lässt, dauert es einfach länger, bis die nächste Nachstellung der Belichtungszeit / ISO erfolgt, da qDDb erkennt, dass die Bilder immer noch hell genug sind (flating AVG deutlich über Referezwert).
      Sonnenuntergang: gleiches Spiel. Wenn Du die Blende schließt, machst Du die Bilder dunkler, der floating AVG geht runter und dadurch dauert es länger, bis die nächste automatische Nachstellung erfolgt.

      In LRTimelapse musst Du dann schauen, dass Du die manuellen “Sprünge” erkannt bekommst. Enweder Du setzt die Keyframes automatisch, oder Du stellst in den Experteneinstellungen die “Optische Keyframeerkennung” ein, dann wird LRT nicht anhand der Exifdaten, sondern versuchen optisch zu erkennen, wo eine Anpassung erfolgt ist. Das solltest Du aber dann jeweils genau kontrollieren. Ich würde den Keyframes Wizard mit der Standard-Auto-Einstellung laufen lassen und dann die zusätzlichen Blendenanpassungen manuell mit 2*/3* Keyframes versehen.
      Berichte mal, ob es geklappt hat!

  37. Michael 17. Februar 2015, 07:28   »

    Hallo Gunther,

    erstmal Danke für ALLES! Deine Arbeit hier hat mir ein neuen Hobby beschafft :D bin nun auch schon seit einiger Zeit ein begeisterter Timelapser ;)

    Diese neue Methode mit dem Live-View ist ja genial!! Und das ja nicht nur für Holy-Grail, denn mit der gleichen Methode könnte man ja auch “normale” TimeLapses machen und das mit geschlossener Blende (statt mit Filter) und einfach nichts variieren oder? :)

    Danke,
    lg Michael

    • Hallo Michael,
      ja natürlich, das geht auch ohne Holy Grail. Mit einer der genannten Kameras kannst Du das im LV Modus machen. Um allerdings den Bildschirm nicht ständig an- und ausgehen zu haben, wäre die Kombination mit qDslrDashboard dann trotzdem sinnvoll.

  38. Hallo Gunther,

    ich arbeite zwar mit Canon und kann Deine Methode daher nicht einsetzten.
    Aber:
    Ich finde es absolut klasse, dass Du Dein Wissen so weitergibst. Ich denke, dass das nicht wirklich selbstverständlich ist. Du lebst ja immerhin u.a. von den Zeitraffern und manche Menschen sehen ‘Geheimwissen’ als Vorteil ‘am Markt’ zu bestehen. Daher gebührt Dir Respekt dafür, dass Du das Wissen einfach so verschenkst!

    Also: Vielen Dank und mach weiter so. Ich freue mich auf viele interessante Artikel und fantastische Videos!

    Nebenbei noch eine Frage:
    Erkennt LRtimelapse Sprünge, die durch das Verstellen des Blendenrings an manuellen Objektiven entstehen?
    Vielen Dank.

    Adam

    • ja, wenn die entsprechenden Exif-Daten zu Blende von der Kamera geschrieben werden. Das funktioniert bei manuellen Nikon Objektiven an einer Nikon, aber nicht z.B. wenn man den Adapter verwendet. Für diesen Fall kann man allerdings LRTimelapse in den Experten-Einstellungen in den Modus “Optische Keyframe-Erkennung” versetzen, dann versucht es, anhand des Helligkeitsverlaufs die Sprünge zu erkennen.

    • Hallo Adam

      Was meinst Du, dass die Methode von Gunther mit Canon nicht funktioniert.

      Ich besitze ebenfalls Canon (6D) und weiss jetzt nicht welchen Teil der Methode du da ansprichst.

      Würde mich schon interessieren.

      Gruss Robert

      • Was mit Canon nicht funktioniert ist der “Live-View”-Trick. Ist aber eigentlich auch egal, ich nutze ihn mit Nikon eigentlich auch nicht mehr, da LRTimelapse in Version 4 mit seinem “Visuellen Deflicker” eh jedwelches Blendenflicker entfernt. Daher kümmere ich mich um die Blende gar nicht mehr.

  39. Hallo Gunther,
    herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Tüfteln.
    Sehr cool, werde ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren.

    Vielleicht habe ich etwas missverstanden, aber wie deaktivierst Du den Bildschirm an der D 750?

    Weiter so mit Deiner coolen Seite.

    VG Jan

  40. Thorsten 16. Februar 2015, 20:02   »

    Hallo Gunther,

    ich schließe mich Matthias an: “Du alter Fuchs!”

    Ich wünsche dir für das Altiplano das aller Beste und, dass deine neue Methode dir noch bessere Timelaps beschert als bisher.
    Freue mich auch auf das TL-Seminar in Würzburg, wo du diese neue Methode sicher vorstellen wirst.

    Also bis die Tage,
    Thorsten

  41. Gunther,
    Du alter Fuchs ! Wie immer super erklärt, jetzt habe sogar ich das verstanden ;-)

    Und vielen Dank für die Blumen !

    Liebe Grüsse, Matthias

Unsere Empfehlungen

  • Diana lernt Fotografieren - E-Book
  • Zeitraffer Aufnehmen und Bearbeiten

Werbung

  • Produktfotografie
  • Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung
  • Kids of all ages
  • Fotoespresso

Social

Letzte Kommentare