Nikon D810 – ein lohnenswertes Update gegenüber der D800? – mein Review

20072014

Nikon hat vor einigen Tagen die neue D810 vorgestellt. Seitdem wurde ich oft nach meiner Einschätzung gefragt. Meine Gedanken dazu erfahrt ihr daher im Folgenden.

Viele, die meinen Blog schon länger kennen, wissen, dass ich nicht unbedingt der bedingungslose “Vollformat-Verfechter” bin – ich finde, Kameras muss man ihrem Einsatzbereich entsprechend bewerten. Daher sieht man mich auch oft mit der kleinen Nikon D5300 durch die Gegend laufen – eine tolle Kamera. Aber natürlich liebe ich auch meine D800. Mit den richtigen Objektiven ausgestattet, ist sie wirklich großartig. Meinen ausführlichen Testbericht und mehr findet ihr hier. Es ist einfach eine ausgewachsene Kamera, mit der man aufgrund ihrer hohen Auflösung und dem gigantischen Dynamik-Umfang großartige Landschafts-Fotos machen kann, 360 Grad Panoramen aus 3-4 Bilder mit immer noch hervorragender Auflösung aufnehmen kann und sie macht auch von der Bedienung her einfach Spaß. Einschränkungen hat sie aufgrund der hohen Auflösung in den Hohen ISO-Bereichen, hier ist sie der Nikon D600/D610 und der Canon 6D etwas unterlegen. Und nun die D810 – ein Upgrade, das natürlich Hoffnungen schürt, dass diese ohnehin schon großartige Kamera noch besser werden könnte. Insbesondere ein internes WLAN hätte mich als Zeitraffer-Fotografen und sicherlich auch viele andere begeistert. Auch ein integriertes GPS wäre eine schöne Sache gewesen, vor allem auf Reisen. Leider war schnell klar, dass uns Nikon zumindest diese beiden Wünsche nicht erfüllen würde. Dafür sollte es aber eine bessere High-ISO Leistung und eine Menge kleinerer Verbesserungen geben. Aber der Reihe nach.

Panorama Hamburg mit der D810

Übrigens, solltet ihr Euch eine D810 gekauft haben, findet ihr hier meine Grundeinstellungen:

D810 vs. D800 – die Neuerungen

Der Sensor

Die D810 hat mit 36.2 MP die gleiche Auflösung, wie ihre Vorgängerin. Ähnlich wie die D800E und auch alle aktuellen Nikon Modelle, wie die D5300 und de D7100 hat sie keinen optischen Tiefpassfilter mehr. Dies kann die Detailschärfe bei der hohen Auflösung des Sensors in Verbindung mit erstklassigen Objektiven erhöhen, ist also eine sinnvolle Änderung.  Den Aufpreis von ca. 700€ den Nikon dafür allerdings in der Vergangenheit dafür für die D800E verlangt hat, war von anfang an meiner Meinug nach nicht gerechtfertigt. Diesen Aufpreis hat Nikon nun übrigens auch für die D810 angesetzt. Sie kostet genauso viel wie damals die D800E bei Markteinführung. Ob dieser Mehrpreis nun gerechtfertigt ist, müssten also die weiteren neuen Features zeigen.

sRAW – kleinere RAW-Dateien?

Neu ist auch ein Modus, den man von Canon-Kameras schon lange kennt – nämlich die Möglichkeit, Bilder mit kleineren Abmessungen in RAW aufzunehmen. Insbesondere für Zeitraffer-Fotografen ist das eine sehr gute Sache, da man damit kleinere Dateien bekommen kann, die man trotzdem wie normale RAW-Dateien bearbeiten kann. Die Idee ist super und ich nutze bei meiner Canon 6D den sRAW Modus auch ab und an – denn warum soll ich immer 24 oder im Falle der D810 gar 36 Megapixel Dateien aufnehmen und speichern, wenn ich für einen Zeitraffer doch nur maximal 4K-Video (ca. 12MP) benötige?

Nikon hat dem Modus erstmalig in die D4s eingebaut und nun auch in die D810. Leider scheint Nikon die Umsetzung des sRAW-Modus jedoch gründlich versemmelt zu haben, wenn man den Analysen des neuen Formats glauben darf. Weder ist die Dateigröße trotz deutlich geringerer Pixel-Zahlen signifikant kleiner, noch scheinen tatsächlich die Vorteile einer “echten” RAW datei erhalten zu bleiben. Stattdessen wird das Bild bereits vorbearbeitet und als eine Art eingebettetes JPG gespeichert. Wenig vertrauen-bildend. Dann nehme ich doch lieber weiterhin in voller RAW-Qualität und konvertiere dann beim Import mit LRTimelapse Pro direkt in auf eine beliebige Größe verkleinerte DNG-Dateien. Damit bleibt wenigstens die volle RAW-Qualität erhalten.

Nikon D810

Autofokus

Das Autofokus-Modul hat sich grundsätzlich nicht geändert, es gibt allerdings einen neuen Gruppen-AF-Modus für die Sportfotografie. Ich werde ihn in Kürze mal beim Kite-Worldcup in St. Peter Ording testen. Aber der AF der D800 ist auch sehr zuverlässig, ich habe damit noch nie Probleme gehabt, daher im Großen und Ganzen alles gut, wie es war.

Auslöser und Speed

Die Geschwindigkeit wurde bei der D810 auf 5 Bilder pro Sekunde (vorher 4 Bilder pro Sek.) erhöht. Auch in den Crop-Modi, in denen die D800 schneller ist, macht man je 1 Bild pro Sekunde mehr. Man kann bei der D810 den Auslöser einfach blockieren und dann Bilder auslösen lassen, bis die Karte voll ist. Manche machen so Zeitraffer. Ich nutze lieber einen Intervall-Auslöser… :-)

Der Auslöser arbeitet nun insgesamt deutlich leiser, als ich gestern Vergleichsaufnahmen mit meiner D800 Genscher habe, habe ich mich richtig erschrocken, wie brachial und laut ihr Auslöser im Vergleich klingt. Es ist sofort offensichtlich, dass der neue Spiegel und Auslöser deutlich weniger Vibrationen verursacht, nicht nur im Q-Modus.

Der erste Verschlussvorhang kann in Verbindung mit der MUp Spiegelvorauslösung nun elektronisch geregelt werden, um weitere Vibrationen zu verhindern. Eine gute Sache. Schade nur, dass das nicht in Verbindung mit der zeitgesteuerten Spiegelvorauslösung funktioniert, man also auf einen Fernauslöser angewiesen ist.

Eine wirklich gute Sache ist jedenfalls die insgesamte Geschwindigkeitssteigerung. Nicht nur die Serienbildgeschwindigkeit hat sich erhöht, sondern auch das gesamte Handling. Die Previews werden schnelle angezeigt, man kann schneller Blättern, insgesamt sind die Wartezeiten, die die D800 doch öfter mal beschert hat deutlich weniger spürbar. Das Handling macht dadurch schon entscheidend mehr Spaß.

Panorama Hamburg mit der D810

Video

Die größte Neuerung im Video Bereich dürfte der 60fps Modus in Full HD sein. Weiterhin gibt es nun eine “Lichter” Anzeige (Zebra) im Liveview. Damit kann man überbelichtete Bereiche erkennen.

Ebenfalls gut für Video ist der neue Picture-Style “Flat” – der noch “flachere” bzw. kontrastärmere Aufnahmen liefert, als “Neutral” – und so Videoaufnahmen produziert, die sich noch besser nachbearbeiten lassen.

Das noch nützlichere Fokus-Peeking, welches im Video-Bereich gang und gäbe ist, und bei vielen anderen Kameras eine Selbstverständlichkeit, hat Nikon leider wieder nicht eingebaut.

Zeitraffer/Intervall

Der interne Intervall-Auslöser lässt sich nun bis 9999 Bilder programmieren, nicht nur bis 999, wie bei den meisten anderen Nikons. Ich empfehle trotzdem einen externen Timer zu verwenden, um das lange blockieren der Kamera beim internen Timer zu vermeiden.

Laufzeit

Angeblich wurde die Laufzeit um 30% verlängert. Der Akku ist der EN-EL15, also der gleiche, wie auch bei der D800, D7x00 etc.

Live View

Der Liveview ist ähnlich, wie der Liveview der D800 nach den letzten Firmware updates. Das heißt, standardmäßig ist die Belichtungsvorschau im Liveview nicht aktiviert. Das Bild erscheint also im M-Modus immer “mittelhell”, egal ob die tatsächlichen Bildeinstellungen unter oder überbelichten würden. So ähnlich ist das ja auch bei der D600, der D7x00 Reihe und der kleineren Nikons und wurde von mir schon oft kritisiert. Bei der D810 bzw. nach dem D800 Firmware-Update kann man aber mit der OK-Taste in den Modus “Belichtungsvorschau” wechseln und bekommt dann ein Bild mit simulierter Helligkeit im Liveview. So sollten dann alle glücklich sein.

Eine große Verbesserung ist, dass das Liveview der D810 ohne Interpolation auskommt. Das Bild ist hereingezoom deutlich schärfer als bei der D800 und ermöglicht ein viel exakteres Fokussieren – klasse!

Weiterhin kann man im Liveview bei der D810 per “Spot-Messung” den Weißabgleich setzen. Auch die Wasserwaage wurde noch einmal verbessert: sie zeigt nun nicht nur die X und Y achse an, sondern auch durch ein 3D-Modell visualisiert, die Z-Achse.

Bedienung

Im Großen und Ganzen ist das Gehäuse der D810 sehr ähnlich zu dem der D800. Sogar mein geliebter D800-L-Winkel passt. Lediglich der Griff wurde etwas tiefer gestaltet, um noch besser in der Hand zu liegen. Hätte ich es nicht gelesen, hätte ich es aber sicherlich nicht gemerkt.

Leider hat Nikon das Drehrad zur Auswahl der Belichtungs-Mess-Methode (Matrix, Spot etc.) gestrichen und durch einen Knopf auf der Linken oberen Seite der Kamera ersetzt. Der dort vorher untergebrachte Brackting (BKT) Knopf ist nach vorne, neben das Typenschild gewandert. Ansonsten gibt es neu jetzt zusätzlich zur “info” Taste noch die “i” Taste, mit der man dann in die Einstellungen kommt. Ich finde das Konzept mit den zwei “i*”-Tasten nach wie vor etwas verwirrend.

Bildqualität und -verarbeitung

Das wichtigste! Die angepriesene Wunderwaffe für bessere Bilder heißt Expeed 4 und ist der neue Prozessor in der D810. Im Gegensatz zum Expeed 3 in der D800 ist er 30% schneller und für das bessere Rauschverhalten verantwortlich. Weiterhin ermöglicht er nun (wie z.B. auch die D5300) Full HD Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Der reguläre ISO-Bereich geht jetzt von ISO 64 bis 12.800. Erweitert werden kann er von 32 bis 25.600 -das alleine sagt natürlich noch gar nichts über die Leistung aus. Allerdings sind insbesondere die niedrigen ISO 32 und 64 insbesondere bei Video- und Landschaftsfotografen eine willkommene Erweiterung, da sie etwas längere Belichtungszeiten erlauben, ohne einen Graufilter zu nutzen.

Übrigens: Die native ISO-Zahl ist bei der D810 die 64 – diese sollte man tagsüber einstellen, um die Maximale Bildqualität zu erhalten.

Meine ersten Tests zeigen folgendes (in Kürze werde ich dies durch Beispiele ergänzen und noch mehr im Detail auf den Vergleich mit anderen Kameras eingehen – das nur vorab!)

Der ISO-Vorteil der D810 gegenüber der D800 beträgt meinen Tests nach keine ganze Blendenstufe. Ich sehe 1/3 bis 1/2 Blendenstufe Vorteil bei der D810. ISO 6400 ist noch einigermaßen brauchbar, darüber würde ich nicht gehen.

Beim Rauschverhalten sind im Vergleich sind die 24 MP Vollformater Canon 6D und Nikon D610 in den hohen ISO Zahlen nach wie vor etwas überlegen.

Beim Dynamikumfang jedoch ist die D810 genau so außergewöhnlich gut, wie die D800. Die Canon 6D z.B., lässt sie in dieser Disziplin weit, weit hinter sich.

Wo die D810 gegenüber der D800 etwas mehr bietet, ist in der Detailzeichnung. Durch den fehlenden Tiefpassfilter und das leicht verbesserte Rauschverhalten werden Details in feinen Strukturen in der 1:1 Ansicht noch besser wiedergegeben. Ich sage es aber hier noch einmal: um diesen Vorteil nutzen zu können, benötigt man auch Objektive, die die Auflösung von 36 MP überhaupt auf den Sensor bringen, dazu gehören z.B. das Nikkor 14-24 und das Sigma 35 f/1.4 ART sowie das Nikkor 300mm f/2.8.

Ich habe den Eindruck, dass der Sensor der D810 der gleiche ist, wie der in der D800/D800E. Ich denke, die Vorteile, die man sieht kommen vor allem durch die interne Signalverarbeitung und den fehlenden Tiefpassfilter.

Wie gesagt, in Kürze mehr und die dazugehörigen Beispiele.

Weiteres

Es gibt weitere kleine Verbesserungen, aber nichts Weltbewegendes.

Die D810 ist nun jedenfalls konkurrenzlos die schärfste DSLR mit der höchsten Auflösung und einem unglaublichen Dynamikumfang.

Nikon D810

Mein Fazit

Kann man eine so gute Kamera, wie die D800 noch besser machen?

Man kann. Sicherlich.

Hat Nikon das mit der D810 getan?

Schon. Immerhin bringt hier die “+10” eine Menge kleiner und auch einige größere Verbesserungen und nicht – wie bei der D610 – einfach nur die Behebung eines von Nikon verursachten Fehlers. Der ganz große Wurf in Punkto neue Funktionen ist es allerdings nicht – und das wäre angesichts der “+10” auch grundsätzlich okay so, wenn nicht der hohe Preis wäre. Sicherlich kann man jetzt argumentieren, dass die D810 nun bei Markteinführung den gleichen Preis hat, wie damals die D800E bei Markteinführung. Aber ich persönlich fand schon damals den Aufpreis für den fehlenden Tiefpassfilter ziemlich unverschämt und habe mir daher die “E” nicht gekauft. Die D810 rechtfertigt meiner Meinung nach nun schon deutlich eher den Aufpreis, da sie einige interessante Verbesserungen erhalten hat.

Für mich sind die schnellere Bildverarbeitung  und die schnellere Bildfolge neben der leicht verbesserten ISO-Leistung die größten Verbesserungen. Auch der deutlich leisere und somit weniger Vibrationen verursachende Auslöser ist eine sehr willkommene Änderung. Weiterhin ist der fehlende Tiefpass-Filter ist bei einer 36 MP Kamera eine absolut logische Weiterentwicklung, um nicht zu sagen, Selbstverständlichkeit – aber wie gesagt, den gab es auch schon bei der D800E.

Die D810 ist nun jedenfalls konkurrenzlos die schärfste DSLR mit der höchsten Auflösung und einem unglaublichen Dynamikumfang.

Dass aber wieder Features fehlen, die eigentlich heute selbstverständlich sein sollten, ist wirklich mehr als schade. GPS, WLAN, Fokus-Peeking sind einfach heute State-of-the-art und hätten die D810 ganz nach vorne katapultiert und auch den Verkaufspreis absolut gerechtfertigt. Von echten Innovationen, wie einem 4K Videomodus in einer Nikon-DSLR spreche ich ja noch nicht einmal. Leider werden wir weiterhin ohne auskommen müssen. Zum Glück gibt es ja DslrDashboard und die TPLink-Lösung, so dass die klobigen und unpraktischen WLan-Adapter von Nikon auch weiterhin die Lager füllen können. So komfortabel, wie mit dem internen WLan der Canon 6D oder Nikon D5300 ist das natürlich nicht. Am ärgerlichsten finde ich, dass der von der Idee her gute Ansatz, einen sRAW-Modus zu bieten, so schlecht umgesetzt wurde, dass er praktisch unbrauchbar ist.

Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass Nikon derzeit schon etwas auf der Bremse steht, um lieber kurzfristig immer wieder ein Häppchen nachzuschieben und so insgesamt mehr Kameras zu verkaufen. Ob das aufgeht, entscheidet letztendlich der Kunde. Sicher ist jedenfalls, dass die Preise für die D800, in Punkto Bildqualität nach wie vor eine der besten Kameras überhaupt, weiter fallen werden. Derzeit liegen zwischen der D800 und der D810 fast 1.000€ – ob die Neuerungen diesen Aufpreis rechtfertigen, muss letzten Endes jeder für sich selbst entscheiden. Ich werde ich auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, und Euch in Kürze detaillierte Erfahrungen zur ISO-Leistung und dem Dynamikumfang im Vergleich zur D800 und anderen Kameras liefern.

Hier geht’s weiter mit dem High-ISO und Dynamik-Vergleich:

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105 Kommentare bisher


  1. Hallo Zusammen

    Die Auswahl ist immens auf dem KB-DSLR Markt…. Man verliert schnell die Übersicht als reiner Hobbyfotograph

    D600, D610, D750, D800, D810

    Ich weiss nicht mehr, wo der Kopf steht. Eigentlich möchte ich nur 12MB, dem Rauschen zu liebe. Doch sind die 36MB so viel “schlechter”?

    Daniel

  2. Ein alter aber sehr guter Testbericht :) Gibt es bald wieder neue für aktuellere Spiegelreflexkameras?

  3. Fehlende 4k Video Option in einer 36mp Kamera ist heute eine reine Frechheit! Punkt ende!

  4. Claudia 24. Februar 2016, 15:34   »

    Hallo ich stehe vor der Entscheidung D810 oder D5. Der Preis ist natürlich ein Parameter, welcher nicht ausser Acht gelassen werden kann. Habe zur Zeit die D800. Was denkt ihr, ist es notwendig doppelt soviel zu bezahlen (Tierfotografie) oder schafft die D810 das auch?

    • Hallo Claudia, das sind völlig unterschiedliche Kameras. Nur mal so als Denkanstoß – warum keine D500? Für Tierfotografie hielte ich die für am geeignetsten. Auch eine D750 fände ich geeigneter, als eine D810.

    • Hallo Claudia,

      ich fotografiere derzeit selbst mit der Kombination D810 und D4s: Menschen, Landschaften und auch Wildlife.
      So sehr ich die D810 für ihre Detailtiefe liebe, so sehr mag ich sie nicht beim Auswählen und Bearbeiten von mehreren hundert Bildern. Meine Rechnerhardware ist auch eher gehobener Natur. Ich würde die D810 für reine Landschaftsaufnahmen bevorzugen. Die D5 steht bei mir derzeit als Ersatz für die D4s auf meiner Wunschliste – 20 Megapixel sind für mich so etwas wie der “Sweet Spot”.
      Rein für die Tierfotografie würde ich die D5 oder eine gebrauchte D4/D4s bevorzugen.

      Gruß,
      Peter

      • Lieber Peter ❤️Lichen dank für dein Feedback- das ist ein sehr gutes Argument was ich gar nicht in Betracht gezogen habe! Danke Liebe Grüsse Claudia

  5. Hallo Herr Wegner

    Gratulation zu Ihrer Website mit dem tollen Content.

    Setze als Grafiker und Photoshop-Guru als Kamera die Nikon 5200 ein.
    Mit dieser Kamera erziele ich mit professionellen Objektiven gute bis sehr gute Bilder.
    Würden Sie mir den Schritt auf die D810 empfehlen.
    Für mich sind vor allem die Gegenstands-, Raum- und Gebäudefotografie ein Thema.

    Lieber Gruss
    Markus

  6. Hi Gunther, I’d like to ask you about the variance of the two “time-lapse” options in the D810 the intervalometer vs the Time lapse feature that actually does exposure smoothing between frames. I suppose the MOV file that the D810 spits out is made from JPGS am I correct?
    No one has ever presented a breakdown of those features and their quality. even the Nikon pro services guys could answer that at a recent NPS function I went to this past month.
    Any thoughts?

    • Hi Kerry,
      the reason might be that serious time lapse photographers don’t use those options. They just deliver a preprocessed MOV file with no options to do further editing or advanced techniques. I you want to dig into time lapse shooting, I recommend getting my ebook and learning how to do it right from the start – then you won’t use the builtin capabilities of the cameras but rather an external intervalometer (not expensive at all) – because even the internal intervalometer has its serious limitations. Please follow me to http://forum.lrtimelapse.com for further questions, since this is rather a german blog :-)
      Best
      Gunther

  7. Hi Gunther,
    hab mal ne besondere Frage an den Profi:
    Wie kann ich bei der D810 manuell spezielle ISO-Werte einstellen? Konkret: ISO 110, 180, 220, 720
    Hintergrund der Frage: Ich hab einerseits die Kamera auf allen einstellbaren ISO-Werten mit dem “Colorchecker Passport” kalibriert, andererseits beim fotografieren auf “Auto-ISO” eingestellt.
    Jetzt kommt es öfter vor das die D810 automatisch die oben angeführten ISO-Werte einstellt, ich kann die aber nicht manuell einstellen um sie zu kalibrieren…
    Hast Du eine Idee?
    Danke!

    • Hi Chris, ich glaube nicht, dass man diese “krummen” ISO Werte manuell einstellen kann. Habe mich damit aber auch noch nie beschäftigt.

    • Wenn du die kleinstmöglichen 1/3-Stufen eingestellt hast, geht manuell nicht mehr als diese. Aber warum auch? Nimm zur Sicherheit einfach den nächst kleineren ISO-Wert!
      Wozu so genau? Lieber etwas leicht unterbelichten als ausgefressene Lichter! Und die Kamera hat so viel Dynamikumfang, dass man dies später bei der RAW-Entwicklung locker noch anpassen kann. bei einer Matrixbelichtungsmessung wird schon die Helligkeit des Bildes nivelliert und auf 18% grau abgeglichen. Also ich selbst habe keine Anwendungsfälle, wo ich noch kleinere ISO-Abstufungen bräuchte. Selbst bei der Belichtungsmessung mit Spot nicht.

      • chris 6. Juli 2015, 11:16   »

        @ Gunther: Danke für Deine Rückmeldung!
        @ Gerd: Auch Dir ein Dankeschön! Ich hab mich vielleicht schlecht ausgedrückt: Ich würd gerne einmal alle möglichen ISO-Werte kalibrieren da im Normbetrieb die Cam selber (Auto-ISO) entscheidet welche ISO gewählt werden. Und ich finde keine Möglichkeit die “krummen” ISOs manuell einzustellen.
        Ich werde jetzt aber einfach für die Kalibrierung die am nächsten liegenden Werte übernehmen – besser als nix.

        • Hallo Chris,

          ich habe auch einen Colorchecker, nutze diesen aber nur für spezielle Zwecke. Ebenso die Auto-ISO-Funktion. Diese besonders wenn ich bei Tanzsportaufnahmen schwankende Lichtverhältnisse habe und es nur mit der Shutter-Priority, die ich dann oft verwende, Probleme vom Dynamikumfang habe. Dann begrenze ich die ISOs nach oben auch etwas…

          Aber ansonsten nutze ich die ISO-Automatik gar nicht! Ich möchte dann lieber selbst bestimmen, wie die Kamera die Aufnahme macht. Und da ist, wenn ich nicht manuell fotografiere (z.B. fast ausschließlich bei Bühnenfotografie), die Blendenautomatik (also der Nikon A-Modus oder bei Canon Av) meistens das Mittel der Wahl, weil ich die Schärfentiefe selbst bestimmen möchte. Hängt natürlich immer von der Art der Aufnahmen ab, die man gerade macht.

          Den Colorchecker zum Kalibrieren der Farbwerte nutze ich nur dann, wenn es wirklich darauf ankommt, also es z.B. mal Produktaufnahmen sein sollen, wo es auf Farbtreue ankommt oder bei Repros, meinetwegen auch im Studio (wobei man dort wegen den gleichbleibenden Lichtverhältnissen wieder manuell belichtet).

          Dabei spielt dann bei den Farben auch wieder nur das Verhältnis der einzelnen Farben wieder die große Rolle. Die reine Belichtung selber ist da wieder relativ unerheblich, man kann dies ja im Nachhinein wieder etwas anpassen (natürlich am kalibrierten Monitor). Also Helligkeit und Weißabgleich…

          Also nur nicht übertreiben! Da wo es darauf ankommt und Sinn macht ist dies OK, aber für die meisten Aufnahmen wird man dies nicht so exakt brauchen – den Aufwand halte ich dann für übertrieben.

          Ich hoffe ich habe jetzt richtig verstanden was du meintest. Ansonsten schreib bitte noch mal genau, was du eigentlich genau fotografieren möchtest und weshalb du diesen Aufwand dann betreibst.

          • chris 6. Juli 2015, 15:30   »

            Ich will (hoffendlich) nichts übertreiben…
            Einen Unterschied merke ich aber schon, ob die Farbwerte einfach so vom Sensor kommen, oder ob diese kalibriert sind. In Lightroom kann ich ja Kamera-Profile je nach ISO-Wert anlegen. Daher wollte ich einmalig alle ISO-Werte abfotografieren und in Lightroom als Kameraprofile hinterlegen. Bei meinen normalen Fotomotiven (meine Kids im Urlaub, schöne Landschaft etc…) kann ich nicht mit dem Passport arbeiten, daher verlasse ich micht dann auf die angelegten Profile.
            Jedenfalls scheint es so als ob man diese ISO-Werte nicht einstellen kann, ich vewende daher näherungsweise die nächsten einstellbaren Werte für das Profil. Für mich wird das reichen (müssen). Danke für die Bemühungen!

    • Natürlich merkt man die Unterschiede, wenn man die Werte mit dem Cholorchecker kalibriert oder nicht, weil dies ja für die einzelnen Farben der genormten Farbfelder des Cholorcheckers speziell angepasst wird. Ich hab jetzt nicht genau geprüft wie dies sich dann bei den verschiedenen ISOs verhält – aber ich denke der Unterschied ist eher marginal. Es kann sein, dass die Verstärkung nicht ganz linear arbeitet (denn ein höherer ISO-Wert heißt ja eigentlich nur, dass die Signal, die vom Sensor kommen verstärkt werden. Die eigentliche Farbkalibration, die du da vorher durchführst, bleibt dann aber davon relativ unberührt… Die Helligkeit kannst du dann nach deinem Belieben anpassen.

      Es reicht auch nicht einmal mit dem Cholorchecker zu kalibrieren und fertig. Wenn du im Studio immer mit dem selben Licht arbeitest, dann ist das OK. Aber in dem Moment wo du andere Beleuchtung, Kunstlicht (Glühlampen, Halogenlampen, Energiesparlampen mit Gasfüllung, LED-Lampen, usw.) verwendest, passt dies ja nicht mehr!

      Du musst dann die Farbkalibration bei dem aktuell vorhandenem Licht neu vornehmen, in dem die den Cholorchecker mit abfotografierst und dann auf diese spezielle Lichtsituation neu kalibrierst. Nur glaub mir, das willst du ja nicht wirklich!

      Stell dir doch mal einen Sonnenuntergang vor oder ein Subjekt bei Kerzenlicht und jetzt kalibrierst du mit einem Cholorchecker – da werden die Farben natürlich, aber das passt ja überhaupt nicht mehr zur Situation!

      Einen Monitor kalibriert man auf bestimmte Farben, damit dieser die Farben richtig wieder gibt, aber die Kalibration der Kamera für die Erzeugung der richtigen Farben kann man damit nicht vergleichen – dies ist für andere Dinge sinnvoll bzw. notwendig. Aber ich glaube eher, an dieser Stelle übertreibst du es doch ein wenig… ;-))

  8. Johannes 23. März 2015, 18:22   »

    Hallo Gunther,
    auf verschiedenen Seiten (z.B. http://www.antarktis-arktis.de/D800.htm und http://www.kenrockwell.com/nikon/d810.htm) wird vor Diffraktion gewarnt, d.h. man könne bei Objektiven in Verbindung mit der D800/E/810 nur Blenden zwischen 4 und 8 verwenden. Wie ist deine Erfahrung mit dieser Kamera den Objektiven und dem Phänomen?
    Herzliche Grüße
    Johannes

    • Auch hier ist immer die Frage, ob man sich die Bilder in 1:1 ansieht. Lies mal diesen Artikel von mir. Ich persönlich wähle die Blende nach der von mir gewünschten Bildwirkung. Wenn ich Blende 16 brauche, dann nutze ich sie. Mag sein, dass die Bilder dann etwas softer im 1:1 sind, ist mir aber herzlich egal.
      Diese ganzen Überlegungen sind nur bedingt praxisrelevant.

  9. Thorsten Wagner 17. März 2015, 15:23   »

    Da hast du ja Recht, deine Texte zur D750 lassen mich aber auch schwanken, zumal ich den Schwenkmonitor der 5300 liebe und das Wifi mit der von dir empfohlenen App echt Spaß macht ;-)) Der Hammer…..

  10. Thorsten 17. März 2015, 12:37   »

    Frage in die Runde…. Gibt es schon Hinweise auf ein update zur 810?? Bin schon mehrfach in diese beliebte nikon-Falle getappt und das sollte bei meiner ersten Vollformat nach D70/80/300/5300 bitte nicht gleich wieder passieren….

    • Es gibt ja seit einiger Zeit die A-Version zur D810:

      http://www.nikon.de/de_DE/product/digital-cameras/slr/professional/d810a

      Mehr oder weniger auf Astro-Fotografie zugeschnitten. Einen “echten” D810-Nachfolger wird es denke ich frühestens in einem Jahr geben; die 810 ist ja erst vor kurzem rausgekommen.

      • Thorsten Wagner 17. März 2015, 14:55   »

        Die habe ich wohl bemerkt, aber die A scheint mir doch sehr speziell und wenig für das Tagesgeschäft geeignet oder?? Was sagt den Günther dazu?? Und die Angst beschleichtmich ob der immmer kürzeren Produktzyklen….

        • Warum bist Du so wegen der Produktzyklen besorgt? Die D810 ist eine super Kamera und wird auch nicht dadurch schlechter, dass irgendwann ein Nachfolger kommt. Ich wäre da ganz entspannt.

          • Kann mich Gunther nur anschließen, als letztes Jahr meine Entscheidung für die D800 (und gegen die D4s) fiel rumorte es bereits, dass die Nachfolgerin der D800 herauskommen sollte. Dann kam sie tatsächlich heraus und ich blieb dennoch bei meiner Entscheidung. Bereut habe ich es bisher keine Minute. Alle paar Jahre die Kamera zu aktualisieren wenn man wirklich ambitioniert dabei ist, macht durchaus Sinn. Aber sich dem Produktionszyklus völlig zu unterwerfen, um stets das aktuellste Gerät zu haben, muss nicht sein und ich sehe auch effektiv keinen wirklichen entscheidenden Vorteil darin.

          • Nur nicht stressen lassen! Meine Nikon D700 ist nicht mehr die Neuste, aber für die Zwecke wo ich sie einsetze perfekt. Ich bezweifle, dass dies jemand an den Bildern sieht, die man damit macht! Man muss doch nicht wegen jeden kleinen Features immer gleich eine neue Cam kaufen…
            Bilder machen die einfachen Cams, selbst wie meine D5200 keine anderen als die 7100er. Und wer sich eine Cam mit 36 Megapixeln gönnt – OK. Aber da nacht doch selbst die 810 keinen großen Unterschied zur 800er aus. Und die A ist eher für Spezialfälle gedacht.
            Gerade Nikon ist leider durch den Markt gezwungen ständig am Ball zu bleiben. Canon verdient mit allem möglichen Geld, Nikons Portfolio ist da wesentlich kleiner. Entweder spielen sie im Markt mit, oder sie machen Einbußen. Wir alle werden das nicht ändern! Wir können aber ändern, ob wir uns immer gleich wegen einer neuen Cam aus der Ruhe bringen lassen müssen – ich glaube: NEIN!

  11. Dass man integriertes GPS und WLAN ist verständlich. Würde ich mir grundsätzlich auch wünschen. Allerdings ist speziell bei den großen Nikon-Kameras gibt es aber technische Gründe, dass diese Module nicht integriert werden. Das Magnesiumlegierungsgehäuse schirmt die dafür notwendigen Sensoren zu stark ab. Das bedeutet, man musste einen bestimmten Bereich von dem hochwertigen Magnesiumgehäuse aussparen und dort Plastik verbauen. Ob man das will ist natürlich eine politische Entscheidung. Damit würde man auf jeden Fall einen Schwachpunkt ins Gehäuse einbauen. Dessen muss man sich einfach bewusst sein.

    Wenn man mal schaut welche Kameras diese Module anbieten, dann sind das aus genannten Gründen eben jene Kameras mit Plastik oder Teilplastikgehäuse.

  12. Andreas 10. Februar 2015, 18:10   »

    Hallo Gunther,

    in den letzten Tagen haben sich ja die Ereignisse überschlagen. Erst kommt Canon mit einem neuen “Pixelmonster” und nun kommt Nikon mit der D800A.

    Da schreit ja förmlich nach Vergleichen:

    5DS R vs. D810

    bzw.

    D810A als Ersatz für die Canon 6D, wobei die D810A schon sehr speziell zu sein scheint. Auch vom Preis gesehen :-(

    Gruß,

    Andreas

  13. Hallo Gunther,

    ich möchte auch auf die D810 wechseln,z.Zt.D7000, und brauche von Dir ein paar Tipps.(Warum soll man Fehler machen die andere schon gemacht haben!!)
    Ich mache gern Fotos in der s.g. blauen Stunde, mache gern Aufnahmen von Menschen auf den Märkten und in Strassen – Cafes (Tele) um unbemerkt zu bleiben. Na ja, das Spektrum ist breit gefächert.
    Also jetzt zu meiner Frage, welche Objektive könntest Du mir für die D810 empfehlen damit ich so flexibel wie möglich fotographieren kann aber die Investition nicht zu hoch wird, da die Kamera ja schon einen stattlichen Preis hat.
    Vielen Dank schon einmal im Voraus.
    Gruss
    Joerg

    PS: kann ich dir einen Link zu einer meiner Bildergalerien schicken?

    • Hallo Joerg,

      Das Wichtigste sind aber die Objektive! Es macht wenig Sinn, an den Objektiven zu sparen. Gute Empfehlungen findest du in Gunthers Fototasche (siehe Menü).
      Warum möchtest du in die D810 investieren? Wegen der etwas höheren Auflösung oder dem anderen Handling? Ansonsten passt vielleicht eher die D750 – annähernd identisches Handling zur D7000 und vom ISO-Verhalten noch besser als die D810. Und die einzelnen Bilddateien sind auch etwas kleiner. Zudem schleppt man weniger Gewicht herum.
      Wenn es unbedingt die D810 sein soll, gehören auf jeden Fall sehr gute Objektive dazu, wie z.B. Das Nikkor 12-24/2.8, 35/1.4 oder 50/1.4 z.B. von Sigma usw.

  14. Calatayud 20. Dezember 2014, 08:52   »

    Schöne Berichte.
    Auch das mit dem Häpchenweisse neues heraus zu bringen sehe ich auch so.
    Ein W-Lan währe schön, doch vermute ich das er warscheinlich den erwünschten Durchsatz manchen entäuschen würde und es bemängeln würden.
    Ich hätte lieber eine größere Bittiefenzahl, wie bei den Mitteformatkammeras (16 bit) doch aus unergründlichen Intentionen wollen die es nicht herausbringen.

    Was ist Ihre Meinung zu den 16bit.
    Gruß
    Miguel C

  15. Betrifft die Auflösung:

    (Vielleicht wurde das bereits irgendwo erwähnt, habe jetzt nicht die ganze Webseite danach abgesucht.)

    Angaben wie 36,3 Mio Pixel bei der D810 und 24,1 Mio bei der D7100 lassen vermuten, eine D810 hätte eine höhere Auflösung als eine D7100.

    Genau genommen, ist es jedoch umgekehrt. Die D7100 löst höher auf als die D810. Wieso? Ganz einfach. Es muß immer Bezug auf die Sensorgröße genommen werden.

    Die D810 mit einem 35.9x24mm großen Sensor, produziert ein 7360×4912 Bildpunkte großes Bild. Pro mm Sensor sind das auf der langen Kante 7360/35.9= 205 Punkte pro mm. Die D7100 hat einen 23.5×15.6mm Sensor mit 6000×4000 Bildpunkten, ergibt 6000/23.5= 255 Punkte pro mm, also bedeutend mehr als die D810. So um die 20%. Die sensortechnisch bedingt tatsächlich erreichbaren Bildpunkte will ich an dierse Stelle nicht weiter ansprechen, es geht lediglich um den Vergleich der Herstellerangaben zu den beiden Kameras.

    Geht es um das tatsächliche Endergbnis welches eine Digitalkamera schließlich liefert, so sind die Bilder einer Leica M irgendwie besser und als bezahlbare echte 12mm Brennweite (Ultra Wide Heliar II) erst überhaupt möglich.

    Wer jedoch im Dezember 2014 eine Nikon sucht, welche sich in Sachen Bildqualität mit der D810 und D7100 vergleichen kann, ist mit der D3300 für schlappe 400.- EUR mehr als gut beraten, wobei bereits das beiliegende 18-55er VR II Kit-Objektiv nicht schlecht ist.

  16. Hallo Gunther,
    mich würde interessieren, wie ich herausfinde, wie viel MP meine Objektive abbilden können. Wie gehst du da ran?

    Gruß
    Adam

    • Es gibt entsprechende Tests, z.B. von DxO. Aber ehrlich gesagt, würde ich da auch nicht allzuviel drauf geben.

    • Alten Body für 35mm Film besorgen, ADOX CMS 20 Film einlegen, Strichvorlagen abfotografieren, entwickeln oder entwickeln lassen und unter dem Mikroskop betrachten. Der CMS 20 schafft bis zu 800 Linien pro mm bzw. 500 Megapixel. Ist natürlich mit Aufwand verbunden, lässt jedoch keine Zweifel übrig.

  17. Bert Schoenborn 26. August 2014, 04:36   »

    Kleine Korrektur!

    …..insbesondere die niedrigen ISO 32 und 64 ….bei Video‑ u…… eine willkommene Erweiterung, da sie etwas längere Belichtungszeiten erlauben ….

    längere Belichtungszeiten erlauben??
    – durch niedrige ISO Einstellung ein anderes Blendenverhältnis aber Belichtungszeit bleibt bei Video nun mal gleich! Ansonsten müsste auch noch die Bildrate verändert werden können

    Mit freundlichen Grüßen

    Bert Schoenborn

    • Ich bleibe bei meiner Aussage: Natürlich kann ich bei niedrigeren ISO längere Belichtungszeiten realisieren (bei gleicher Blende). Da man bei Video gerne offenblendig arbeitet, hat man das Problem, dass die Zeiten in der Regel tagsüber sehr kurz werden. Um das zu verhindern, verwendet man Graufilter. Aber natürlich hilft auch eine niedrigere ISO Einstellung, da sie einem auch ermöglicht, längere Zeiten zu verwenden. Mit der Bildrate hat das erstmal gar nichts zu tun, solange die Belichtungszeit nicht länger als der Kehrwert der Wiederholrate wird.

  18. Günther (nicht Wegber) 25. August 2014, 14:23   »

    Ich bin zwar nicht Gunther, aber deine Frage wurde bereits in einigen Berichten über die D810 ganz eindeutig beantwortet: Abders als bei der D800E wurde der Filter komplett weggelassen.

    In der Praxis hat aber bislang kein mir bekannter Tester deutliche Unterschiede zwischen D800E und D810 in den Bildergebnissen feststellen können.

    Die Vorteile der D810 liegen wohl an anderer Stelle (AF, Handling-Verbesserungen, ISO).

  19. Fehlerhafte D810
    Hallo, und vielen Dank für den ausführlichen Bericht zur 810. Teile das in allen wesentlichen Punkten, möchte aktuell aber etwas hinzufügen:
    Wie wohl inzwischen bekannt, produziert die D810 bei Langzeitbelichtungen helle Flecken in den Bildern. Diese lassen sich – laut offizieller Nikon-Onlinemeldung auf der Homepage – zwar durch einen Software-Update teilweise beheben, aber eben nicht (immer) vollständig. Ich besitze jetzt also eine 3200-Euro-Kamera, von der der Hersteller sagt, dass sie unter bestimmten Bedingungen durchaus selbst nach “Reparatur” nicht einwandfrei funktioniert. Klasse, das freut einen ja!
    Dazu kommt, dass beim Nikon-Servicetelefon in Düsseldorf (heute, 25.8.14 angerufen) angedeutet wird, das bei der empfohlenen Wartung neben dem Software-Update auch noch “irgendwas anderes” gemacht wird. Niemand sagt aber, was das sein soll. Vielleicht nebenbei ein neuer Sensor? Aber wie gesagt: Selbst damit ist einwandfreie Funktion nicht gesichert, laut Nikon.
    Und was soll das mit dem Verweis auf D810-Kameras, die einen “schwazen Punkt” im Stativgewinde haben? Angeblich sind bei denen bereits ab Werk die notwendigen Updates gemacht. Wenn das so ist, weshalb erscheinen dann auch diese mit schwarzem Punkt, wenn man – wie von Nikon gefordert – die Seriennummer eingibt um zu prüfen, ob die eigene Kamera von dem Fehler betroffen ist? Das heißt doch: Nikon weiß selbst nicht, welche Kameras defekt sind, welche bereits ab Werk nachgebessert, und welche (vielleicht) ohne den grundlegenden Fehler jetzt neu produziert sind. Aus Spaß empfehle ich, mal irgendwelche fiktiven Seriennummern in die Fehlersuchmaske einzugeben, da kam zumindest bei mir bei jeder ausgedachten Nummer “Ihr Modell ist betroffen”. Bei der Glaubwürdigkeit, die Nikon jetzt noch bei mir hat, gehe ich also davon aus, dass alle D810 von dem Fehler betroffen sind, und man mit der Nummerneingabe nur den Eindruck erwecken will, es seinen einzelne Baureihen.
    Zum Thema Glaubwürdigkeit noch am Rande: Wer die Servicenummer 0211-9414600 anruft, erhält in der sehr langen Warteschleife gerne mal die Auskunft, “Nummer 1” in der Warteliste zu sein. Ruft man aber beispielsweise nach zehn Minuten des Wartens mit einem anderen Telefon parallel die selbe Nummer an, hört man dann – oh Wunder – auch hier, man sei “Nummer 1”, obwohl man auf der anderen Leitung auch noch immer die “Nummer 1” ist. Sorry, aber ich nenne das Kundenverarschung.
    Gruß
    Udo

    • Hallo Udo,
      meine persönliche Meinung ist, dass hier von Einigen das Haar in der Suppe gesucht wurde. Nikon hat diesmal (im Gegensatz zum Staubproblem bei der D600) sehr professionell reagiert und sofort Abhilfe versprochen.
      Aber bitte – wer von den D810 Besitzern arbeitet denn wirklich mit Belichtungszeiten von mehreren Minuten? Deswegen davon zu sprechen, die D810 sei “defekt” oder sie gar als schlechte Kamera darzustellen ist wohl ziemlich übertrieben.

      Für mich ist die D810 eine geniale Kamera. Die genannten Probleme habe ich noch nicht festgestellt. Und ich habe auch nicht danach gesucht. In der Regel arbeite ich mit Zeiten bis 30 Sekunden, dabei tritt das bei mir nicht auf. Sollte jemand wirklich in der Praxis davon betroffen sein, soll er seine Kamera einschicken.

      Mehr habe ich dazu auch nicht zu sagen.
      Grüße
      Gunther

      • @ Gunter (am 25.8.)
        Den Einwand mit dem “Suchen nach dem Haar in der Suppe” habe ich aber nicht verstanden. Haben die D600-User, die von den schwarzen Flecken auf dem Sensor betroffen waren, auch nur “nach Haaren in der Suppe” gesucht?
        Chris

        • Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Mit geschlossener Blende Fotografieren tun die meisten Kamerabesitze häufiger, Belichtungszeiten von mehreren Minuten sind eher die Ausnahme.
          Mit hat die Art und weise gestunken, wie das in den Foren hochgehyped wurde. Nikon hat meines Erachtens sehr korrekt reagiert und bietet an, die Kameras mit einem entsprechenden Update kostenlos zu versorgen. Dauert in der Regel nur wenige Tage.

          • Verstehe.
            Aber auch wenn Nikon diesmal besser reagiert, bleibt das traurige Kapitel: Der Kunde soll wieder der Tester sein.
            Chris

  20. Hallo,
    Danke für Deinen Bericht :-)!
    Weißt Du, ob der Tiefpassfilter wirklich “entfernt” wurde, oder, wie bei der D800E durch einen gegensätzlichen “eliminiert”?
    Das war eigentlich der Grund, warum ich die 800E immer Links habe liegen lassen “noch mehr Glas vor dem Sensor”.
    (Zusatzfrage: Wie sieht es mit der D5300 aus? Entfernt? Oder eliminiert?)

  21. Hab die D810 in Honkong gekauft. Kann mann nachträglich eine Deutsche Menüfuhrung aufspielen, oder geht das nicht?
    Für ein Feedback wäre ich Ihnen dankbar. Es ist meine erste Vollformatcamera! M.f.G. HMW

  22. Ich habe am Wochenende eine D800 ausführlich getestet. In einem Beispiel machte ich eine Makro Aufnahme von einem Schriftzug. Alles perfekt und super scharf, nur leider hatte ich vergessen eine Spiecherkarte rein zu legen! Also Speicherkarte rein und alles nochmal mit den gleichen Einstellungen … ich brauchte nun 5-6 Versuche, um das Bild so hin zu kriegen wie am Anfang. Der Fokus lag immer dort, wo ich Ihn nicht haben wollte. Ich kam mir schon richtig doof vor.

    Von einem Fokusproblem hört man bei der D800 ja oft, wenn man durchs Internet surft. Hat sich da bei der D810 etwas verbessert?

    • Hallo Mat,
      es gibt bei der D800 kein generelles Fokusproblem. Die allererstem Modelle hatten mit den linken Sensoren teilweise Probleme, das ist lange behoben.
      Bei der D810 ist bislang nichts bekannt.
      Ich denke es liegt eher daran, wie Du fokussierst. Du brauchst natürlich beim Fokussieren einen gewissen Kontrast, wenn Du auf eine glatte fläche fokussierst, kann der AF nicht scharfstellen.
      Grüße
      Gunther

  23. Anne Bauer 31. Juli 2014, 22:34   »

    Danke für diesen übersichtlichen Artikel, den ich sehr gut finde!
    Der Preisunterschied zwischen D800 und D800E betrug bei Markteinführung allerdings “nur” 300€. Und es gab bei der D800E noch Capture NX2 dazu, das man für 150€ weiterverkaufen konnte.
    Viele Grüße
    Anne Bauer

  24. Harry 23. Juli 2014, 07:12   »

    noch eine Frage zum 36 MP Sensor der D8xx,
    man hört ja ab und zu dass ältere Objektive (Nikon MF, AI) nicht für die hohe Auflösung der Digitalfotografie berechnet wären und dass das ehemalige KB-Negativformat nur ca. 12 MP auflösen würde.
    Jetzt möchte ich aber gern meine alten guten hochpreisigen Nikon Objektive an der D800 wieder nutzen. Ich habe mich noch nicht zum Kauf einer D800 durchringen können weil ich hier noch unsicher bin ob ich diese älteren Optike an dem hochauflösenden Sensor sinnvoll nutzen kann ohne große Qualitätverluste zu bekommen. Ich mache meine Bearbeitung mit Photoshop CS3 und dem DNG Konverter, neuerdings auch mit Capture NX-D (was ich sehr gut finde).
    Die Ausdrucke die ich anfertige sind nicht größer als DIN A4
    Hat hier jemand Erfahrung und kann mir weiterhelfen, bzw. mich in meinem Vorhaben die D800 zu kaufen bestärken (das ich den Autofocus mit den alten Objektiven nicht habe ist mir schon klar und stört hier auch nicht)
    vielen Dank für die Hilfe.

    • Hallo Harry, natürlich kannst Du Deine “alten” Schätzchen an der D800 verwenden. Es ist doch auch egal, wie hoch sie auflösen, Du wirst sie bis an die Grenze ihrer Optischen Leistung ausreizen. Natürlich liefern moderne Objektive mittlerweile bessere Leistungen (nicht nur in der Auflösung, auch z.B. durch die besseren Vergütungen weniger Flares und Abberationen) aber das heißt ja nicht, dass die Objektive, die Du hast nun plötzlich nicht mehr funktionieren.
      Das mit der Schärfebeurteilung ist auch immer so ein Sache – lies mal diesen Artikel von mir für einige Gedanken diesbezüglich.

      • Hallo Gunther,
        mir ist da einiges bei den Videoaufnahmen noch unklar.
        Du schreibst dass bei der D800/810 bei Videoaufnahmen Unmengen an Daten anfallen wegen der 36 MP.
        Die D800/810 zeichnet doch auch nur Videos in Full-HD (1920×1048) auf, ebenso wie die D7000 und Andere.
        Wieso fallen denn dann hier größere Datenmengen an.
        Es sind doch jedes Mal nur ca. 2 MP an Daten je aufgenommenem Einzelbild.
        Verstehe ich hier etwas falsch ?

        • Ich glaube, da hast Du mich falsch verstanden. Wüsste nicht, wo ich das geschrieben habe sollte.
          Der Video-Modus produziert natürlich auch nicht mehr Daten, als der anderer Kameras. Und die 36 MP sind aus meiner Sicht auch absolut handlebar.

          • sorry, dann hab ich da falsch, bzw. zu schnell gelesen ;o)
            Trotzdem bleibt bei mir noch eine Frage;
            da der Videomodus pro Einzelbild nur ca. 2 MP aufzeichnet, was geschied denn mit den restlichen 34 MP des Sensors.
            Werden die weggerechnet oder nimmt die Kamera nur jedes 18te Pixel für das Video her ?
            Entschuldige, vielleicht hast Du hierzu schon was geschrieben, aber ich bin noch nicht in all Deinen Artikeln gewesen.
            Grüße nach Hamburg

          • Wie die Daten genau heruntergerechnet werden, weiß wohl nur der Hersteller. Ich würde mir darüber aber auch nicht die riesen Gedanken machen, die Videoqualität der aktuellen DSLRs ist schon top – unabhängig davon, wie die Interpolation nun exakt funktioniert. Die größten Verluste entstehen eh bei der anschließenden MP4 codierung.

        • oh, Gedanken mache ich mir da schon;
          wenn für Videoaufnahmen pro Bild nur ca. 2 MP abgespeichert werden, dann reicht bei Videoaufnahmen der misesten Scherben als Optik.
          Es macht also kaum Sinn bei Videoaufnahmen Profi-Optiken aus dem 4stelligen Breichs (Euro) zu verwenden.
          Sinn machen diese nur bei Fotos, denn dort kommen die 36 MP einer D800/810 auch zum tragen.
          Bin ich da jetzt wieder völlig daneben ?
          (damit will ich es aber jetzt gut sein lassen).

  25. Moin!

    Fashion-Fotografen werden sicher wieder zufrieden sein, Architekturfotografen ebenso, aber ein Allrounder wird die 800er Serie nie sein. Wie hat Dir denn der Split-Screen im Live-view gefallen?

    PS: Das Nikkor 14/24 finde ich an der 800 nicht besonders. Gibt neben den neuen Sigmas nur 3 Linsen die den Sensor nahezu auflösen und in allen 3 Fällen steht Zeiss drauf.

    LG

  26. Hi Gunther!

    Danke für den tollen Bericht!
    Kurze Frage dazu: womit hast Du die RAWs entwickelt?
    Mit den Adobe-Beta-Produkten?
    Nasim, den ich sehr schätze, hat da so seine Probleme gehabt:
    -> http://photographylife.com/nikon-d810-vs-d800e-iso-comparison
    Bei meiner D810 die ich auch seit Donnerstag habe (und das grinsen seither nicht aus dem Gesicht bekomme) konnte ich mit dem Adobe DNG Converter keine Probleme feststellen, komme aber von der D7000 und mir fehlen daher einschlägige Vergleichswerte.
    Wie ist Deine Einschätzung dazu?

    p.s. von der D7000 zur D810 ist wirklich ein Traum!

    • Ich habe den Adobe DNG Converter in der Beta und die DNGs dann mit Lightroom entwickelt. Die in dem geschilderten Artikel beschriebenen Problem kann ich in keinster Form nachvollziehen. Bei mir funktioniert die Entwicklung bei der D810 genauso prima wie bei der D800. Die Vergleichsbilder sind dementsprechend absolut im Rahmen der Erwartungen.

  27. Harro 21. Juli 2014, 11:23   »

    Hallo, ich frage mich, warum die Kamerahersteller die GPS und WIFI Module nicht zumindest in Batteriegriffe packen, da ist dann die Zusätzliche Energie für die GPS und Wlan da und man bekommt im Studio einen netten Hochfrmatgriff hinzu.
    Eigentlich will ich mein iPad als Tetering Monitor mit etwas Lightroom und Präsentationseigenshaften haben, das Ganze soll dann die gemachten Bilder schön zeigen können, an besten mit einem farbtreuen Monitor, dass ich im Flieger gleich Fotos optimieren kann und schon mit einem grundbearbeiteten und selektierten Zeug ankomme.

    Naja und dann will ich endlich micro SDs in mein Ipad stecken!!!

    irgendwie gibts keine Sommerfrau an die man Wünsche richten kann, das fehlt auch…

  28. Schön und passend zusammengefasst. Ich selbst habe meine D810 seit Freitag und bin schon angetan. GPS und WLan habe ich bislang noch nie vermisst und auch das sRAW war bislang nie ein Thema. Leider sehe ich bei der LiveView speziell bei Nachtaufnahmen mit geschlossener Blende immer noch “schwarz”. Warum auch immer konnten das meine betagten Canon 1D Mark III und 1Ds Mark III besser. Mir persönlich gefällt die Platzierung der Belichtungs-Mess-Methode besser als diese kleine Drehrädchen.
    Übrigens ist Deine Seite wirklich Top.

    • Was erwartest Du denn bei Nachtaufnahmen mit geschlossener Blende. Da kommt doch dann kaum noch licht auf den Sensor und der Liveview muss 30x pro Sekunde das Bild aktualisieren. Mach doch mit den Einstellungen mal eine Aufnahme mit 1/30. Da siehst Du dann auch nichts mehr auf dem Bild.
      Für das Fokussieren macht darüber hinaus eine geschlossene Blende nun mal so gar keinen Sinn, da man visuell bei großer Schärfentiefe eben nicht fokussieren kann.
      Also Blende auf im Liveview, Bildausschnitt und Schärfe einstellen, dann ggf. die Blende zu, wenn nötig.
      Bei Canon sieht das übrigens ganz genauso aus.

  29. hallo Gunther,
    Du (und auch Nikon) schreiben vom neuen Expeed 4 Prozessor der für so viele Verbesserungen sorgen soll.
    Dieser ist aber schon länger in der D5300 und selbst die billigste Nikon, die D3300, haben diesen Prozessor.
    Welche Vorteile bringt den ein Prozessor einer Einsteigerkamera im Profimodel (oder umgekehrt).
    bzw. ist das vielleicht doch ein anderer Prozessor mit mehr Funktionen, oder wo kann man hier den Unterschied fest machen ?

    • Warum sollte Nikon nicht den gleichen Prozessor in verschiedenen Kameras verwenden? Große Bilddateien müssen sie doch alle verarbeiten. Ansonsten unterscheiden sie sich in der Software.
      Du kannst auf einem Core i7 Prozessor ja auch entweder Photoshop Elements für 100€ oder die große Photoshop Version für 1000€ laufen lassen (ja ich weiß, mittlerweile gibts nur noch die Cloud) – aber nur als Beispiel. Dann hast Du einen unterschiedlichen Funktionsumfang – aber eben den gleichen Prozessor.

  30. Hier ein erster detaillierterer ISO-Vergleich: http://photographylife.com/nikon-d810-vs-d800e-iso-comparison#comments

    Ein Nachtrag zu GPS: Es wurde des öfteren schon darüber geschrieben, dass Wilderer anhand der GPS-Daten von Bildern nach seltenen Tieren suchen. Ob da was dran ist weiss ich nicht. Vielleicht kann Herr Wegner hierzu etwas sagen.

    • Man kann seine Bilder für den Privaten Gebrauch mit GPS taggen. Das heißt ja nicht, dass man sie auch mit GPS irgendwo in’s Netz stellen muss.

  31. Hallo.
    Ich werde wechseln, von meiner D700 zur D810.

    Mir egal wie oft jeder Hersteller eine Kamera,Auto etc. rausbringt.
    Muss nicht sofort jedes neue Modell haben, also kein Vorwurf an die Hersteller. Liegt doch an einem selber.
    Ich such mir das passende Modell raus und gut, muss auch nicht der erste sein, deswegen warte ich mal ein halbes Jahr.
    WLAN , GPS , Video brauch ich nicht in einer DSLR.
    Dafür gibt’s andere Devices.
    Bin froh das der zusätzliche Schnickschnack nicht in der D810 drin ist, das würde Schnur wieder nochmalig auf den Preis aufschlagen.
    D810 für mindestens 6-8 Jahre und dann seh ich weiter, technisch und optisch reicht mir die D810 solange mindestens, (für mich jedenfalls)

    Klar, wer immer das neueste will dem kommen kurze Produktzyklen nicht entgegen, mir jedenfalls schon weil ich mir die Kamera aussuchen kann welche ich mag, vll. sogar ein günstiges Vormodell das mit Sicherheit immer noch auf der Höhe der Zeit ist und Top Foto macht.
    Die Kamera allein macht noch keine guten Bilder. ;-) auch wenn es den Anschein hat das dies die meisten meinen.

    Meine D700 ist immer noch Top.
    Die hohe Zahl der Auslösungen lässt mich jetzt langsam wechseln, nicht die “Brauch immer das neueste” Mentalität.

    Also, nicht aufregen, kauft eine Kamera und habt Spaß, auch wenn sie beim
    Nächsten Produktzyklus nicht mehr die neuste ist.

    Gruß Rob.

    • Peter 20. Juli 2014, 23:41   »

      “Die Kunden werden, wie meistens, wohl sehr spät reagieren. Sie nehmen die hohen Preise für geringe Verbesserungen hin, bis es ihnen eines Tages zuviel wird. Für Firmen wie Nikon, die neben ihrem Kamerastandbein wenig Alternativen hat, eine gefährliche Strategie.”

      Für die, die noch keine D800 oder D800E haben, ist die D810 – technisch gesehen – eine prima Kamera.
      Allerdings im Umfeld der Neuentwicklungen anderer Firmen m.E. signifikant zu hoch bepreist.
      Der Markt wird es richten. Nikon wird es (vielleicht noch rechtzeitig?) bemerken.

  32. Ich denke, bei Nikon geht es derzeit nur um Umsätze – dass sie dabei eigentlich zuuu viele ehrliche Interessenten vor den Kopf stoßen scheint dort nicht realisiert zu werden. Zu viele Herstellungsorte im Ausland kosten letztlich ja auch wieder Geld und Thailand etc. ist nicht mehr so billig – ich frage mich, wo bleibt die wirklich gute alte Japanqualität?????

    • Bei welchem internationalen Konzern geht es denn nicht nur um Umsätze? Alles für den Shareholder-Value. Da sind die anderen auch nicht besser.

  33. Hallo,

    normalerweise teile ich deine Einschätzungen bezüglich verschiedener Systeme, da ich die D810 jedoch bereits in der Hand hatte und mich eingehend bereits mit ihr beschäftigt habe, stimme ich dir in fast allen Punkten nicht zu.

    Der Sensor weist eine Blende mehr auf in der maximalen ISO Leistung und auch das Rauschen ist bisher auch um eine Blende geringer geworden, jetzt “lohnen” sich die 36 Mpx auch, früher war man ja wirklich in punkto Rauschärme mit einer D610 besser bedient, der Dynamikumfang soll ebenfalls gesteigert worden sein, ist also auch durchaus ein Argument mehr.
    Die Beispielbilder sowohl von Anwendern als auch die offizielen Beispielbilder sprechen aber Bände: Diesen Detailgrad konnte selbst die D800e nicht vorweisen, die Bilder hauen einen wirklich um – und das auch schon mal in der JPEG Engine. Gerade letztere fand ich bei Nikon, im Vergleich zu Canon, immer ziemlich grausam. Das hat jetzt anscheinend ein Ende.

    Der Auslöser ist deutlich (!) leiser und das nicht nur im Q-Modus, er hört sich deutlich hochwertiger an als bei der D800. (Wir hatten bei der Produktpräsentationen einen dabei, der seine D800e zum Vergleich mitbrachte.
    Finde ich jedoch nicht wirklich relevant, außer bei Hochzeiten… Würde aber den Mehrpreis nicht rechtfertigen. Womit ich zum nächsten Punkt komme:

    Das Fokussystem. Das wurde bei der D800 sehr oft kritisiert und deswegen wurde sie auch oft als Sportkamera ausgegrenzt und hatte keinen wirklichen Platz dort. Das hat sich geändert, die D810 hat nämlich das Fokussystem der D4S erhalten. Dieses Fokussystem wurde von sämtlichen Zeitschriften, Fotografen und eigentlich alles was bedeutend ist mehr als nur gelobt, es ist schlichtweg großartig was treffergenauigkeit angeht. Bei Studio mag das nicht von großem Bedarf sein, ich bin jedoch in der Reportage und Sportfotografie zuhause – gerade dort ist es mir wichtig und hat mich eigentlich immer vom Kauf einer D800(e) abgehalten.

    Die Laufzeit… Nunja, da ich ohnehin nur mit Batteriegriff arbeite interessiert sie mich nicht besonders – jedoch sind 800 Mehraufnahmen pro Akku schon eine Hausnummer.

    Alles in allem ist bei dieser Kamera für mich der Haben wollen Faktor endlich da und ich werde – sobald sich der erste Preissturz nach 3-5 Monaten bemerkbar macht – meine D700 gegen eine D810 eintauschen. Wenn ich eine D800 besitzen würde – schwierig, aber auch das würde ich wahrscheinlich sogar tun, alleine schon wegen dem deutlich besseren Fokussystem.

    Liebe Grüße!

  34. Hallo,

    wenn man bereits eine D800(E) hat haut einem die neue D810 sicherlich nicht vom Hocker.
    Aber sicherlich gibt es ja noch mögliche Neukäufer. Da wäre sicherlich die D810 die erste Wahl?
    GPS und WLAN vermisse ich nich und benötige ich für meine Art der Fotografie nicht.
    Die Verbraucher und Fachpresse gieren ja in immer kürzeren Zeitzyklen nach neuen Kameras. Kein Wunder das manche Kamera-Hersteller wie Nikon diesen Bedarf erfüllen wollen. Das dabei manche technsiche Sonderwünsche erst einmal auf der Strecke bleiben ist ganz normal. Auch Nikon kann nur eines nach dem anderen optimieren. Vorrang hat eben das was eine breite Masse benötigt.

    Ich fotografiere seit 35 Jahren mit Nikon. Bei Nikon haben manche technische Einführungen sehr oft auf sich warten lassen. Wenn sie aber kamen, waren sie fast immer besser alls andere Techniken am Markt.

    Schönen Tag!
    Bernd

  35. Monika 11. Juli 2014, 15:43   »

    Hallo Gunther

    Danke für deine Einschätzungen. Ich liebäugle ja schon seit längerem mit einer D800, bin aber bis jetzt nicht sicher, ob ich wirklich auf Vollformat umsteigen will.

    Hatte aber heute Mittag ein passendes Erlebnis zur D810. War in einem Fotogeschäft, wo die Kamera von Nikon präsentiert wurde. Natürlich wurde sie so angepriesen, dass man nun die D800 nicht mehr kaufen sollte und die D810 viel besser ist.

    Bin mir aber ehrlich gesagt überhaupt nicht sicher, ob sich für meinen Gebrauch der stolze Mehrpreis rechnet und überlege weiterhin, wenn eine zu kaufen, dann die D800.

    Schönes Wochenende
    Monika

    • Hallo Monika, Du hast doch eigentlich alles, was Du brauchst. Selbst die 360° Panoramen machst Du mit Deinem Sigma mit einer Umdrehung. Was erwartest Du Dir für Vorteile vom Vollformat – das ist die Frage. Sicherlich wird der Preis für die D800 fallen – aber ein Umstieg von einer Crop Camera erfordert vor allem dann noch die Inverstition in einige spezielle Objektive, wenn man überhaupt einen Vorteil haben möchte.
      VLG
      Gunther

      • Monika 12. Juli 2014, 08:06   »

        Hi Gunther
        Du hast vollkommen recht:-) Ich erhoffe mir noch etwas mehr im Weitwinkelbereich resp auch mit dem Bokeh. Aber ich weiss, dass ich mit meinem Equipment auch vieles machen kann und es wäre def keine Vernunftsentscheidung aus meiner Sicht eine D800 zu kaufen;-)
        Viel Spass in Würzburg und einen tollen Workshop
        Viele Grüsse
        Monika

  36. Karl-Heinz 11. Juli 2014, 11:28   »

    Danke für den ersten Eindruck.
    Was jetzt für mich noch interessant ist wird die D800 weiter Produziert oder läuft sie aus.

    LG
    Karl-Heinz

  37. Richard 10. Juli 2014, 22:09   »

    Die D800/810 hat für mich zu viel Auflösung ergo zu viel Daten.
    Ich wiederhole mich und es tut mir nicht einmal leid. Neu habe ich sie D7100 als Brot & Butter Kamera. Ist ok, nein sie ist gut. Auf Reisen mit dem 18-200mm. Während der ganzen Zeit vermisse ich aber meine D4s. Vorher die D3s. Warum? Wegen dem Preis sicher nicht. Diese Kamera macht süchtig. Einfach weil es in jeder Lage funktioniert – und wie! Für jeden Zweck die richtige Kamera. Die 5er Serie finde ich super für Zeitraffer. Da kostet der Body auch nicht alle Welt wenn die Auslösezahlen nach oben schnellen. Als Arbeitstier aber für jede Situation – eben die jetzt neue D4s. Robust, präzise und für mich perfekt. Eigentlich schade kommt das nie zur Diskussion.

  38. Weitere in meinen Augen wichtige Neuerungen sind noch:
    -elektronischer 1ter Verschlussvorhang + Veränderung d. Spiegels: damit sind Vibrationen minimiert (vgl. hierzu den Shutter Shock der Sony A7r), toll für Landschaft und Makro
    -Split-Screen Zoom im Live-View (zwei Bereiche des Bildes werden vergrößert dargestellt): legt man einen Punkt in den Vordergrund, einen in den Hintergrund kann man schön sehen wie sich die Schärfe ändert
    -Highlight-gewichtetes Metering
    -Wichtig für mich: höherauflösender RGBW-LCD und 100%-Zoom in den Fokuspunkt per Tastendruck (die Schärfebeurteilung soll deutlich besser sein.)
    Erster Eindruck zeigt auch deutlich bessere JPG-Bilder:
    http://www.dpreview.com/forums/post/53928687
    http://www.danvojtech.cz/blog/2014/06/nikon-d810/
    http://www.danvojtech.cz/blog/2014/06/nikon-d800-vs-nikon-d810/.

  39. Guido 10. Juli 2014, 13:08   »

    Hi Günther,

    vielen Dank für Deine Einschätzung. Ergänzend kann man noch sagen, wer ‘ne Nikon mit 36 Megapixel will und auf die neuen Features verzichten kann, sollte jetzt zugreifen.

    @Günther (nicht Wegner): Stimmt und Konkurrenz belebt ja nun mal bekanntlich das Geschäft…

    Produktionszyklen bei Nikon vor ca. 20 Jahren
    F 801 1988
    F 801s 1991
    F 90 1992
    F 90x 1994
    F 100 1999

    …in diesem Sinne allerseits gut Licht und viel Spaß beim Fotografieren – womit auch immer.

    • Günther (nicht Wegner) 11. Juli 2014, 10:01   »

      Ich finde diesen Artikel zum Thema Produktlebenszyklus ganz interessant (leider englisch):
      http://www.dslrbodies.com/newsviews/is-the-nikon-flagship-model.html
      Er bezieht sich zwar auf die Profi-Modelle von Nikon, bei denen früher wohl ein 8-Jahres-Zyklus und nun die Hälfte Stand der Dinge ist (alle 2 Jahre dann noch ein “s”-Upgrade so wie bei der D4/ D4s).
      Der Autor fordert, dass Nikon mehr auf die Features und weniger auf feste Erscheinungstermine achten soll.
      Und auch er fordert (in einem anderen Artikel) fest eingebautes W-Lan, damit Profifotografen ihre Bilder ähnlich schnell wie von einem Smartphone aus der Kamera an eine Bildagentur übertragen können.

      • Das können aber dann nur Schnappschüsse sein, die man mal schnell an eine Agentur per WLAN überträgt. Sportfotografen machen das schon mal für Zeitungen (Onlineausgaben). Die Fotografen die ich kenne sind im Allgemeinen Raw-Fotografen und entwickeln nachher in LR und PS. Macht man mal 600 Bilder, dann dauert es auch eine ganze Weile um die 36MP-Files zu übertragen.

        • Man kann im RAW+JPG aufnehmen und nur die JPGs per WLAN übertragen, das ist sehr praktisch und geht sehr schnell. So verbindet das beste aus beiden Welten.

  40. …könnte sein, dass es nun endlich möglich ist LiveView und Tethering gleichzeitig zu nutzen. Das wäre für mich – zusammen mit dem splitscreen-modus – schon ein Grund upzudaten. Der neue Belichtungsmodus für Spitzlichter klingt auch interessant. Jeder hat halt andere Anforderungen…

  41. Über eine D400 würde ich mich auch freuen. Aber leider möchte Nikon die Kunden ja zum Umstieg auf das Vollformat bewegen. Eine D400 würde nur die Produkte im FX format kannabilisieren.

    Also wird es im DX Format wohl “nur” bei den Semi-Professionellen Geräten bleiben.

    Bei den schnellen Produktzyklen muss sowieso jeder für sich die Entscheidung treffen. Brauch ich jetzt unbedingt ein technisch nicht relevant verbessertes Gerät (D810), das zu einem meiner Meinung nach ungerechtfertigten Aufpreis verkauft wird?
    Ober kaufe ich es mir nur um “Hip” zu sein?!

    Ich nutze beispielsweise noch immer meine D90. Obwohl in der D7x00 Serie ja schon zwei Nachfolger existieren (die technisch klar besser sind, keine Frage), ist die D90 eine klasse Kamera die sehr viele Möglichkeiten bietet und Großartige Bilder schießt. Und nach über 120.000 Auslösungen ist sie absolut zuverlässig!

    Ich werde sie wohl erst in Rente schicken, wenn die D7200 oder wie durch ein Wunder doch noch eine D400 kommt.

    Grüße

  42. Harry 10. Juli 2014, 08:56   »

    Hallo Gunther,
    danke für die ersten kritischen Einblicke zur D810,
    das macht die D800 doch sehr interessant für mich (1000€ günstiger).
    Nach wie vor frage ich mich wie sich hochwertige ältere manuell zu fokusierende Optiken mit dem 36MP Sensor der D8xx vertragen.
    Macht es aus Deiner Sicht hier Sinn wieder in die Vollformat Fotografie einzusteigen wenn eine große Zahl alter hochwertiger Nikon MF-Objektive vorhanden ist ?
    Vielleicht kannst Du bei passender Gelegenheit mal was dazu sagen, denn Du kennst diese Zeit ja auch noch und hast sicher von früher noch einige gute alte Optiken im Koffer ;o)
    Grüße HS

  43. Die von Nikon spinnen doch langsam! Statt lieber ausgereiftere und vernünftige Produkte in immer kürzeren Abständen zu liefern wieder so etwas halb Gegorenes…
    Eine D400 wäre z.B. ein echter Knüller! Max. 24 Megapixel, ordentlichen ISOs, wetterfestes Magnesium, unbedingt und nur mit WLAN und GPS! Ordentlichen und verbesserten Live View, einen echten sRAW-Modus…
    Ich bleibe definitiv bei meiner D700, D7100 (diese nutze ich sofar am meisten) und der D5200…

    Nikon, baut lieber qualitativ höherwertige Kameras aber mit allen marktüblichen Features (geht derzeit nicht mehr ohne WLAN und GPS), praxisgerechten und echten sRAWs und verlängert die Produktzyklen und werft nicht so viel halb ausgereiftes für ein Schweinegeld auf den Markt! Ich hoffe, die 810 bleibt ein ordentlicher Ladenhüter… Vielleicht denkt ihr dann mal nach!

    • Warum sollte die D810 nicht qualitativ hochwertig sein? Die D800 – Serie gilt als mit das Beste am Markt, die D810 hat einige sinnvolle Updates die sie für mich jedenfalls sehr interessant machen. Revolutionen in der Technologie gibt es nicht jeden Tag. Ausserdem ist es stark subjektiv, ob GPS + WLAN die must-have Features sind, für mich jedenfalls nicht. Ausserdem wird niemand gezwungen die neuen Iterationen zu kaufen.

  44. Nicolas 9. Juli 2014, 23:09   »

    Moin,

    Hauptneuerung ist, dass die Ergonomie endlich ansatzweise meinen Vorstellungen entspricht. Auf 5D MK3 Niveau ist sie noch nicht ganz, aber auf einem guten Weg dort hin. Der neue Sensor wird das Argument schlechthin für die Kamera sein. Auch der etwas schneller gewordene AF, den du als solchen nicht erwähnt hast, wird Freude bereiten. Alles in allem ist die Kamera für Fotografen ein erstklassiger Partner, aber Videografen sind mit der Kamera nur beschränkt gut beraten. Der Preis sinkt hoffentlich bald auf ~2,4k.

    VG Nicolas

  45. Hallo,
    Die Einschätzung teile ich mit Dir, der Preis ist mir sowieso zu hoch.
    WLAN Adapter brauch ich nicht, hoffe das dauert noch bis dies überflüssige Gimmick Einzug hält.
    Heutzutage hat doch jeder ein Smartphone, mit der Geotagphotos App tagte ich paar tausend Foto in Minuten und über Wochen wenn ich unterwegs bin, selbst im Ausland. So Gedöns wie Wlan und Video machen die Kameras nur unnötig teurer.

  46. Harald 9. Juli 2014, 22:47   »

    Ja, WLAN und GPS sind nette Sachen, ziehen aber jede Menge Saft. Ich würd das WLAN nur für Zeitraffer zuschalten, und das GPS auch eher nur mal zwischendurch, drum hätte ich – wenn schon – gerne eigene Schiebeschalter für diese Funktionen am Gehäuse. Um nicht andauernd quer durchs ganze Menü tippseln zu müssen. Wo ich die dann gerne hätte? Keine Ahnung, wo bei so vielen Tasten an einer D800 noch Platz dafür wäre??

    Ich hatte längere Zeit eine Sony Alpha mit eingebautem GPS. Entweder ich hatte die Kamera durchgehend eingeschaltet, dann hat eine Batterie nicht lange gehalten. Mag natürlich auch mit am permanenten Live View gelegen haben. Oder ich schaltete zwischenduch ab, dann wurden in der Eile jedoch nicht die richtigen Koordinaten mitgespeichert, sondern die vom vorigen oder gar vorvorigen Standort. Gerade auf Reisen, wo das GPS den größten Vorteil hätte, kann ich nicht unendlich viele Akkus mithaben, noch habe ich permanenten Zugang zu einer 240V-Leitung…

    Unlängst hatte ich meine D800 versehntlich 2 Tage lang eingeschaltet im Kamerarucksack. Der Akku war nichtmal halb leer! Da hab ich mich dann kurz mal gefreut…

    • Das GPS lasse ich bei der D5300 immer an und kann nicht feststellen, dass es übermäßig viel Strom kostet.

      • Harald 10. Juli 2014, 08:00   »

        Das überrascht mich, aber gut zu wissen. Dann hat bei der Sony doch wohl in erster Linie das OLED Strom gefressen…

    • Günther (nicht Wegner) 11. Juli 2014, 09:49   »

      Ich habe an der D700 ein externes GPS von Solmeta angebracht. Die GPS-Unit schaltet sich nach ein paar Minuten selbst ab, wenn die Belichtungseinheit der Kamera nicht genutzt wird. In dieser Einstellung ist keine starke Verkürzung der Akku-Laufzeit erkennbar.

  47. Frank 9. Juli 2014, 21:24   »

    Wow, Gratulation an die Nikon Fangemeinde!
    Schon wieder ein neues Objekt der Begierde, mit vielen tollen neuen Features, auf die man sich als markentreuer “Verbraucher” gierig zu stürzen hat. Da kann man ja echt neidisch werden, wenn man auf das falsche System (in meinem Fall Canon) gesetzt hat… ;-)

    Offensichtlich orientiert sich Nikon an zahlungskräftigen Enthusiasten, die wohl – ähnlich wie die Apfel-Fetischisten – dankbar auf jeden in immer kürzeren Zyklen vorgetragenen Marketing-Gag “ihrer” Marke springen. Fehlt blos noch der hüpfende Kasper, der das auf der Pressekonferenz als “Must Have” anpreist (oder vielleicht gibts den ja sogar?). Zu Zeiten als man sich, wie ich meine, mutig dem allgemeinen Megapixelwahn mit Modellen wie D300S und D700 entgegen gestellt hat, war ich persönlich eher beeindruckt. Mit einer weiterführung dieser Politik wäre ein Systemwechsel für mich denkbar gewesen. Aber schon die m. E. unsinnigen 36 MP der D800 haben dem aber ein Ende gesetzt. Vollformatvorteil verschenkt und dafür alle Nachteile der hohen APS-C Pixeldichte übernommen. Spätestens als ich aber hier von Gunthers ungaublichem D600 Ölfleck-Disaster gelesen hatte, war ich mir sicher, dass ich ganz bestimmt in absehbarer Zeit keine Nikon kaufen würde. Das Namibia Deadvlei Bild hätte mich wahrscheinlich zur Verzweiflung gebracht. Dann noch Nikons Umgang mit den Reklamationen und einfach mal schnell eine neue D610 auf den Markt zu schmeissen, damit man nicht so viele Garantiereparaturen hat, finde ich unglaublich.

    Obwohl Nikon natürlich trotzdem grundsätzlich immer viiiel besser ist, wie ich hier sicher bald von den eifrigen Verfechtern “ihrer” Marke lesen werde, bin ich ja irgenwie doch froh, bei der anderen großen- gelandet zu sein. Immerhin ist das Modell meiner 7D seit Okt. 2009 im Rennen, immer noch aktuell und der Produktzyklus meiner 5D III, mit der ich sehr zufrieden bin, läuft seit 03/2012 und wird es wohl auch noch eine Weile. Da sich dementsprechend auch der Wert recht stabil hält, kann ich gut und gerne auf ein paar Gimmicks und vermeintlich bahnbrechende Neuerungen verzichten. Und das Schöne – bei den längeren Produktlebenszyklen habe ich als (Hobby)Fotograf grundsätzlich mehr Zeit zum Fotografieren, da ich ja nicht ständig nach neuen Modellen schielen muss… ;-)

    Grüße
    Frank

    P.S. Danke Gunther für die super Webseite, die vielen wertvollen (markenübergreifenden) Tipps, Infos, Anregungen, Tutorials und vor allem, die tollen Reiseberichte, Fotos und Zeitrafferfilme.

    • Günther (nicht Wegner) 9. Juli 2014, 23:15   »

      Kann man dieses unerträgliche “Meine Kameramarke ist besser als deine” bitte mal abstellen. Mir ist es völlig egal, von welcher Kameramarke aus solche Sprüche kommen. Dieses selbstgefällige Gesülze hat mich schon aus diversen Fotoforen vertrieben. Wäre schön, wenn das hier nicht auch noch ausufert.

      • Frank 10. Juli 2014, 09:57   »

        @ GÜnther,
        kann mir vorstellen, dass die dich in den anderen Foren richtig vermissen, bei diesen freundlichen Kommentaren!
        Mir gings übrigens überhaupt nicht um “meine ist besser als deine”.

  48. Maytsch 9. Juli 2014, 21:15   »

    D800, D800E, D810, D600, D610 das alles innerhalb weniger Jahre.
    Zu Zeiten der D70 habe ich mich für Nikon entschieden weil die nicht so auf Megapixel fixiert waren wie alle Anderen sondern mMn der Fotograf im Vordergrund gestanden ist.
    Nun wirft auch Nikon alle 6 Monate ein neues Produkt auf den Markt welches nicht zu 100% ausgereift oder ausgestattet ist.
    Die Leute von Nikon sind nicht dumm. Wenn die Kunden nicht mehr auf die “Kleinigkeiten” (1 Bild mehr pro Sekunde, ISO 32000 oder höher, …) anspringen geben sie im Folgemodell das WLAN oder das GPS dazu.
    Hauptsache wir kaufen eine Nikon (Sarkasmus)

    Ich liebe meine D700 sie hat mich noch nie im Stich gelassen und wird auch noch sehr Lange für mich arbeiten.

    Ich persönlich würde mich über ein Umdenken von Nikon und den Konsumenten freuen.

    Der Fotograf komponiert das Foto!

  49. Ich teile deine Einschätzung bezüglich der D810, sanfte Evolution muss nicht schlecht sein. Es ärgert mich allerdings sehr, das z.B. das WLAN in solch einer Kamera immer noch fehlt (GPS ist nett, aber darauf kann ich verzichten), vom verpfuschten sRAW mal ganz zu schweigen. Die Kunden werden, wie meistens, wohl sehr spät reagieren. Sie nehmen die hohen Preise für geringe Verbesserungen hin, bis es ihnen eines Tages zuviel wird. Für Firmen wie Nikon, die neben ihrem Kamerastandbein, wenig Alternativen hat, eine gefährliche Strategie.

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