Bauanleitung: Nodalpunktadapter für perfekte Panoramen selbst bauen – günstig, leicht, stabil!

17022014

Heute stelle ich Euch einen Bauvorschlag für einen Nodalpunktadapter für die Panorama-Fotografie vor, der unter 60€ kostet und so leicht ist, dass ihr ihn immer dabei haben könnt. Handwerkliches Geschick oder eine Werkstatt braucht ihr für den Nachbau nicht.

Ein Nodalpunktadapter ist unerlässlich, wenn ihr perfekte Panoramen aufnehmen möchtet. Er sorgt dafür, dass sich Vorder- und Hintergrund beim Drehen der Kamera nicht gegeneinander verschieben damit die Panorama-Software später die Bilder “unsichtbar” zusammensetzen kann.

Leider sind Nodalpunkt-Adapter in der Regel groß, schwer und teuer. Das es auch anders geht, möchte ich Euch heute zeigen.

360 Grad Panorama als kleiner Planet mit PTGui gerechnet.

Benötigte Komponenten

Summe: ca. 59€

Für die Verbindung zum Stativ wird unter Umständen noch eine zum jeweiligen Stativ-Kopf passende Schnellwechselplatte benötigt, ihr könnt dafür die mit dem Stativ mitgelieferte Platte verwenden, oder, ihr schafft Euch eine Extra-Platte an. Für Stative mit Arca-Anschluss wäre das z.B. eine solche Schnellwechselplatte (7€) oder z.B. diese, letztere lässt sich etwas flexibler verschieben.

Los Geht’s

Okay – also – worum geht es bei einem Nodalpunkt-Adapter? Eigentlich nur um zwei Dinge.

  1. Die Kamera soll in’s Hochformat gedreht werden.
  2. Das System auf Kamera und Objektiv soll so ausgerichtet werden, dass es sich um seinen Nodalpunkt dreht, wenn man den Stativkopf um seine vertikale Achse dreht.

Die Drehung in’s Hochformat ist nicht zwingend, macht aber Sinn, da dadurch ein höherer Bildwinkel aufgenommen werden kann. Bei einem Zirkulären 180°-Fisheye kann man sich so später dadurch sogar separate Aufnahmen für Zenit und Nadir (oben und unten) sparen.

Bei unserem Selbstbau erreichen wir diese Drehung der Kamera durch Verwendung eines günstigen, universellen L-Winkels der Firma Gump. Einige von Euch wissen, dass ich z.B. meine D800 mit einem (deutlich teureren) L-Winkel von Really Right Stuff fest verbunden habe. Wer von Euch schon einen solchen Winkel an der Kamera hat, kann sich die Anschaffung natürlich sparen.

Der günstige und universelle L-Winkel von Gump

Für die Verschiebung der Drehachse nutzen wir eine günstige Makroschiene, und zwar den allseits bekannten Fotomate-Makro-Schlitten.

Anmerkung: sollte das Objektiv sehr lang sein (z.B. 24-70 f/2.8), ist die Schiene möglicherweise zu kurz, in dem Fall gibt es noch eine längere Alternative. Auf die lange Schiene solltet ihr aber nur dann zurückgreifen, wenn ihr ein solch langes Objektiv verwenden wollt.

Auf diesen kommt nun oben auf der einen Seite (an die verschiebbare Schraube) die Schnell-Kupplung mit dem Arretierungsknopf nach außen und unten, auf der anderen Seite die Schnellwechselplatte für das Stativ.

Stellt bitte sicher, dass beide Aufnahmen, sowohl die untere zum Stativ, als auch die obere zum L-Winkel im 90° Winkel zu der Makro-Schiene angebracht werden. So erreicht ihr, dass sich beim späteren An- und Absetzen nicht der Nodalpunkt verstellt.

Makro-Schiene mit Arca-Kupplung links oben und Schnellwechselplatte rechts unten.

Der L-Winkel kann eigentlich an der Kamera verbleiben, dadurch wird das Packmaß für den Nodalpunktadapter natürlich extrem reduziert. Die Schiene selbst passt immer noch irgendwo in die Fototasche und wiegt nicht viel.

Noch ein Wort zu diesem extrem günstigen L-Winkel: seine Qualität ist ganz gut – da er aber universell ausgelegt ist, hat er natürlich nicht die gleiche Anmutung, wie ein deutlich teurer, maßgeschneiderter L-Winkel von Really-Right-Stuff. An manchen Kameras lässt sich z.B. die Abdeckung links für die Anschlüsse nicht mehr öffnen. Dafür kann der Winkel aber sehr einfach jederzeit abgenommen werden, da er eine Schraube mit Bügel hat, die sich von Hand lösen lässt.

Zusammengebaut sieht das dann so aus:

Das Einstellen des Nodalpunktadapters auf die Kamera-Objektiv-Kombination

Ihr solltet Euch idealerweise für ein Objektiv entscheiden, mit dem ihr die Panoramen aufnehmt, vorzugsweise das weitwinkligste Objektiv, das ihr habt. Je mehr Weitwinkel, um so weniger Bilder müsst ihr später machen. Der Nodalpunkt muss nun einmal eingestellt werden und wird dann genau für diese Kamera-Objektiv-Konstruktion so funktionieren. Setzt ihr ein anderes Objektiv an, müsstet ihr den Nodalpunkt erneut einstellen.

Ich setze für die 360 Grad Panoramen das Nikon 10.5mm DX Fisheye ein. Das ist ein Objektiv für den APS-C Sensor (DX). Es funktioniert aber auch ganz hervorragend als Zirkuläres Fisheye an den Vollformat-Kameras, wie der D800 oder D600. Ich habe es dazu rasieren lassen, das heißt, die feste Sonnenblende entfernen lassen. Mit diesem Objektiv kann ich mit nur 3 Bildern an der Vollformat-Kamera ein komplettes 360 Grad Panorama aufnehmen. An einer Crop Kamera fehlt oben und unten etwas und man muss 4-5 Bilder machen.

Wie das Einstellen des Nodalpunktes geht, haben wir schonmal in einem Fotoschnack erklärt. Hier die Kurzfassung:

  1. Ich suche mir zwei Objekte, die in einer Linie zur Kamera stehen. Eines ganz dicht an der Kamera, eines weit weg. Ich nehme oft z.B. die vordere Kante einer offenen Tür und eine sich dahinter im Flur befindliche Kante eines Treppengeländers.
  2. Ich stelle die Kamera mit dem Nodalpunktadapter auf einem Stativ und dem gewünschten Objektiv direkt vor die Türkante und richte diese so aus, dass sie auf dem Live-View der Kamera genau bündig mit der Kante des Geländers weitere hinten erscheint.
  3. Nun drehe ich die Kamera, bis diese beide Kanten am Rand des Bildfeldes erscheinen, solange der Nodalpunkt nicht korrekt eingestellt ist, verschieben sie sich gegeneinander. Am Rand verstelle ich nun mit dem Drehknopf der Makro-Schiene die Kamera nach vorne oder hinten, bis die Kanten wieder bündig sind. Nun schwenke ich auf die andere Seite. Das mache ich solange, bis ich die Einstellung der Makro-Schiene gefunden habe, bei der die Verschiebung zwischen der vorderen Türkante und der hinteren Geländerkante minimal ist. Am exaktesten geht das, wenn ihr im Liveview noch reinzoomt – dann müsst ihr natürlich den Bildausschnitt jeweils verschieben, um die Überlappungen sehen zu können.

Nach der Einstellung arretiert ihr die Einstellung der Makroschiene und macht Euch ggf. einen Strich darauf, um die Position zu kennzeichnen. Achtet darauf, dass ihr später beim Abnehmen des Nodalpunktadapters vom Stativ, nur die untere Klemmung am Stativ löst, alle anderen Schrauben müssen so bleiben. Die Kamera könnt ihr natürlich auch abnehmen. Beim wieder aufsetzen müsst ihr dann nur sicherstellen, das die Kamera nach links und rechts in der Mitte ausgerichtet ist, den Nodalpunkt müsst ihr nicht erneut einstellen.

Sollte nach korrekter Einstellung vorne noch ein Stück der Makroschiene überstehen und ins Bild ragen, könnt ihr diese absägen, es ist aber auch nicht tragisch, wenn die Makroschiene unten in den Bildern sichtbar ist, diese bekommt man später durch ein überlappendes Nadir-Bild weg, oder durch stempeln in Photoshop. Bei der Nutzung des rasierten 10.5mm Fisheyes an Vollformat (=180° vertikal) bekomme ich immer ein Stück des Nodalpunkt-Adapters mit ins Bild, selbst wenn ich die Schiene vorne absäge. Ist aber wie gesagt völlig normal und gar nicht tragisch.

Die Aufnahme eines Panoramas

Stellt bitte das Stativ genau in Waage auf, viele Stative haben dafür eine Wasserwaage. Fahrt ggf. einzelne Beine etwas ein, um eine exakte Nivellierung zu erreichen. Es ist besonders wichtig, dass die Stativbasis waagerecht steht, es reicht nicht, den Kugelkopf auszurichten!

Nutzt am besten einen Kugelkopf mit Panorama-Funktion und richtet nun auch den Kugelkopf so aus, dass er exakt waagerecht steht. Bei der oben als alternative vorgeschlagenen Schnellwechsel-Kupplung von Sirui ist z.B. eine sehr praktische kleine Wasserwaage eingebaut.

Löst nun die Panorama-Schraube am Stativkopf ein wenig, so dass ihr den Kopf drehen könnt.

Da die meisten Kugelköpfe bei der Panoramadrehung keine “Rasterung” haben, müsst ihr die Drehung nach Gefühl machen. Gut funktioniert das z.B. dann im Liveview, indem ihr Euch z.B. ganz links ein Merkmal im Bild merkt, und dann nach der Auslösung dreht, bis es ganz rechts erscheint. Ca. 20% Überlappung sind eine gute Größe.

Beim Abnehmen der Kamera und des Nodalpunktadapters vom Stativ, achtet bitte darauf, nur die Stativ-Klemmung zu öffnen und die Kamera, samt L-Winkel abzunehmen. Die anderen Schrauben bitte nicht lösen, da sonst die Einstellung des Nodalpunkts erneut fällig wäre.

Panorama aus 3 Bildern mit dem Fisheye 10.5 und dem selbstgebauten Nodalpunkt-Adapter.

Pimp my Head

Besonders das waagerechte Ausrichten des Stativs nervt schnell. Dieses ist aber zwingend erforderlich, da ansonsten der Horizont bei der Drehung irgendwann schief wird. Besser wäre daher, wenn man über den Kugelkopf nivellieren könnte – dann jedoch müsste die Rotation oberhalb des Kopfes erfolgen. Das könnt ihr mit einem extra Rotator erreichen. Diese gibt es sogar mit entsprechenden Rastungen, das macht das Panorama-Aufnehmen dann wirklich zum Kinderspiel.

Wenn ihr es also richtig professionell haben wollt, dann besorgt Euch einen solchen einen Rotator mit Klicks. Diesen bringt ihr dann über den Kugelkopf an, so dass ihr den Kugelkopf zum nivellieren nutzen könnt und das Panorama darüber dreht. So ist es immer perfekt in Waage und der Rotator erlaubt euch, unterschiedliche Rastungen einzustellen, um ohne auf’s Display zu schauen, perfekte und gleichbleibende Überlappungen hinzubekommen.

Die Zusammensetzung und Bearbeitung des Panoramas

Das beste Programm, um solche Panoramen zusammenzusetzen ist ganz sicher PTGui. Bei einem exakt mit diesem Nodalpunktadapter aufgenommenen Panorama müsst ihr normalerweise gar nicht manuell eingreifen und erhaltet sofort ein perfektes Ergebnis. Weiteres zur Arbeitsweise in dem schon oben genannten Fotoschnack. Eine sehr gute Software zur Erstellung von interaktive Panoramen für Eure Homepage ist KRPano.

Selbstverständlich kann man die Kamera auch waagerecht einsetzen.

Vor- und Nachteile dieses günstigen Nodalpunktadapters

Vorteile

  • Klein
  • Leicht
  • Günstig
  • Stabil
  • Komponenten ggf. zum Teil schon vorhanden

Nachteile

  • Es gibt für den günstigen Preis erstmal keine Rasterung, das heißt die Drehung muss nach Augenmaß oder anhand der Gradanzeige am Stativ gemacht werden. Ein Kugelkopf mit entsprechender Rasterung kostet aber alleine schon knapp 300 € und die Rotation habt ihr dann dummerweise immer noch unter dem Kopf.
    Ich empfehle Euch stattdessen, in den Rotator von PT4Pano zu investieren, nicht ganz billig, aber ein klasse Teil!
  • Ein “Kippen” der Kamera nach oben oder unten, um bei nicht so weitwinkligen Objektiven mehrere “Zeilen” aufzunehmen, ist nicht ohne weiteres möglich.

Mein Fazit

Bevor ich viel Geld für einen der “großen” Nodalpunkt-Adapter ausgebe, der sich auch noch vertikal verstellen lässt, um 2 oder mehrzeilige Panoramen aufzunehmen, würde ich lieber das Geld in weitwinkligeres Fisheye investieren, mit dem ich mit einer Zeile den gesamten vertikalen Bildbereich abdecken kann. Je nach Bildwinkel braucht man dann noch nicht einmal den Zenit und den Nadir separat aufnehmen und spart eine Menge Zeit in der Nachbearbeitung. Das Objektiv ist zudem dann deutlich flexibler auch für andere Dinge einzusetzen, als der teure Nodalpunktadapter. Allerdings sind damit natürlich auch nicht so hohe Auflösungen möglich. Es kommt immer darauf an, was man machen will.

Ich bin sehr glücklich mit dieser Lösung, da ich sie aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts immer dabei haben kann und praktisch keine Zeit zum Aufbau benötige. Das beste Equipment ist halt das, was eben nicht zu Hause herumliegt, weil es zu schwer oder zu kompliziert ist – sondern das man dann auch immer dabei hat!

So, nun viel Spaß beim Ausprobieren! Wenn ihr noch Ideen habt, wie man z.B. eine “Rasterung” nachrüsten könnte oder andere Verbesserungen, lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

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144 Kommentare bisher


  1. Raphael 3. Juni 2016, 08:05   »

    Ich finde diese Lösung super ;) vertikal verstellen ist auch kein Problem, muss man halt nach Augenmaß im Liveview machen, finde ich jetzt nicht schlimm, klar bei einem teuren Nodalpunktadapter geht das konfortabler, aber das unterstütz doch auch nur die Faulheit ;) und das ist mir keine 300 Euro mehr wert. Danke für diesen Artikel war genau das was ich gebraucht habe :) lg nice days

  2. Tobias 15. April 2016, 08:23   »

    Hallo,

    eine Sache verstehe ich nicht ganz. Müsste ich die Kamera nicht auch nach rechts/links verschieben können um die Kamera korrekt auszurichten und nicht nur nach vorne/hinten? Der L-Winkel ist doch fix an einer Stelle mit der Makroschiene verbunden oder nicht?

    Gruß Tobias

    • Axel 15. April 2016, 11:25   »

      Hallo Tobias,

      der L-Winkel wird in einer Arca-Swiss-Kupplung aufgenommen. Schau nochmal oben im Artikel.

      In dieser Kupplung kannst Du über +-20mm verschieben, das reicht vollkommen aus um die horizontale Einstellung sicherzustellen.

      • Alex 19. Juni 2016, 13:23   »

        Hallo

        Um die Kamera korrekt nach vorne/hinten auszurichten ist mir klar, ist ja oben und auch im Video gut beschrieben. Aber mit der Verschiebung rechts/links so dass die Kamera(Objektiv) mittig ausgerichtet ist ist mir noch nicht klar. Gibt es da irgendwelche Tricks oder ist diese Ausrichtung nicht so wichtig und man macht es nach Gefühl? Ich finde hier nirgends eine Beschreibung dazu, habe ich es vielleicht übersehen?

        Gruss Alex

        • gwegner 19. Juni 2016, 13:35   »

          Jede Kamera hat irgendwo einen Strich, der die optische Achse kennzeichnet – wenn nicht, dann ist es halt die mitte des Objektives. Die muss über die Drehachse.

  3. Patrick Eden 31. März 2016, 22:17   »

    Lieber Gunther,
    I love your blog! Folgendes Problem: du mit deiner D810 kommst wahrscheinlich mit einreihigen Panoramen aus, ich mit meiner D300 hätte schon gerne zwei- und mehrreihige und dann ergibt sich das Problem des Rotators am Vertikalarm, der dummerweise eine ganze Menge zu halten hat, gleichgültig, ob indexiert oder nicht. Nach den Reviews auf Amazon bin ich da etwas skeptisch. Hast du da Erfahrungen?

    Anderes Thema: Graufilter ND 3.0 für Langzeitbelichtungen. Ich bin zufällig auf eine Site von Tony Northrup gestossen, der sich vehement gegen jedes Filter ausspricht, stattdessen vorschlägt, Intervallaufnahmen zu machen, die in Photoshop zu stapeln, wobei die Ursprungs-Iso durch die Anzahl der Aufnahmen zu teilen ist und das Ganze dann in Photoshop zu “verschmelzen”.
    Ich hoffe, ich finde die Youtube-site wieder!
    Was hälst du davon? So wirst du sie finden:
    “You (probably) DON’T Need Polarizing, UV, or ND Filters: Simulate them for FREE!”
    Der Typ hat wirklich ein bisschen Ähnlichkeit mit Richard Gere, fotographiert aber mit Canon, what a shame! Ich werd auch schon ziemlich nervös, wenn ich sehe, dass Canon-Objektive fast immer besser abschneiden als Nikons, du bist insofern ein Fels in der Brandung für mich!
    As I said, I love your blog!
    Patrick

    • gwegner 1. April 2016, 08:21   »

      Hallo Patrick, dieses ND Stacking kann man natürlich machen, ist aber schon einiges an Mehraufwand und eignet sich halt für viele Situationen (also Belichtungen im Sekunden Bereich) nicht so. Der Effekt ist auch ein anderer, z.B. Menschen leicht verwischt darstellen bei Street o.ä. geht natürlich nicht. Auch einen Polfilter kann man nicht o.w. ersetzen. Auf alle anderen Filter kann ich allerdings auch verzichten.
      Auch für Timelapse und Video braucht man Graufilter zwingend, die kann man da nicht ersetzen oder weglassen.

  4. Axel 30. März 2016, 15:32   »

    Hallo zusammen,

    ich habe diesen Adapter auch nachgebaut (leider bisher nur mit einem nicht-rastenden Rotator) und bin echt begeistert.

    Einen Tipp habe ich noch (passt beinahe besser in die Fototasche, aber dort sind die Kommentare ausgeschaltet):
    Ich verwende an meiner D7100 (gleiches HW-Gehäuse wie D72k) diesen Winkel hier und bin sehr begeistert:

    http://www.amazon.de/MENGS%C2%AE-FD7200L-Schraube-L-F%C3%B6rmige-Schnellwechselplatte/dp/B0172TZBM8?ie=UTF8&redirect=true&ref_=cm_cr_ryp_prd_ttl_sol_0

    Er ist evtl. etwas mehr auftragend als der Really Right Stuff, aber ich kann an die Anschlüsse erreichen (ging mit dem Universal nicht und nach Hörensagen mit dem RRS auch nicht) und er kostet deutlich weniger. Kompatibilität zu Arca ist sehr gut (inkl. der kleinen Klemme am Gurt)

  5. Klaus S. 4. März 2016, 12:56   »

    Hallo Gunther,

    welche Schnellwechselplatten (ausser die preiswerte von Sirui oder S-Klasse) kannst Du für eine D700+24-70/2.8 noch empfehlen, wenn ich einen Really Right Stuff (RRS) L-Winkel (BMBD10-LB) an der Kamera habe?
    Ich habe bisher zufrieden die Schnellwechselplatten von Manfrotto benutzt, die Aufnahmeplatte passt ja nicht zu obigem Bügel.

    Beste Grüße,
    Klaus

    • gwegner 4. März 2016, 13:04   »

      Die von Sirui sind doch gut.

      • Frank 4. März 2016, 13:17   »

        Kann ich nur bestätigen.
        Schnalle meine D800 da auch bedenkenlos drauf.

  6. LNZ 1. Februar 2016, 13:49   »

    Hallo Gunther,

    tolle Seite…muss ich sagen. Ich lese gern und viel hier.
    Nun möchte ich den Nodalpunktadapter nachbauen, habe jedoch noch eine Nachfrage. Wenn ich die Kamera horizontal anbringe muss ich ja die Objektivmittenachse über den verschiebbaren L-Winkel einstellen. Das erfolgt dann nach Gefühl oder gibt es da Werte für entsprechende Modelle (Abstand Objektivmitte zu Kameraboden)?
    Für eine Reiseobjektiv macht wahrscheinlich grundsätzlich die längere Grundplatte 24cm Sinn? Auch wenn ich nur die kleinste Brennweite nutze bauen solche Objektive ja lang.
    Danke für die Info und Grüße

  7. Renato Aeppli 4. Dezember 2015, 14:23   »

    Salü Gunther
    Ich habe mir vor einiger Zeit den Manfrotto MN 410 Getriebeneigekopf zugelegt für Makroaufnahmen.
    Frage: Kann ich mit dem auch Panoramas erstellen. Der hat ja auch eine 360° Rotation.
    “Rotation 360°, Neigung vor/zurück -30° bis +90°, Neigung seitlich -90° bis +30° ”
    und wenn ja, muss ich dann Deine Konstruktion auf diesen montieren?
    Danke für Info und Gruss
    Renato

    • gwegner 4. Dezember 2015, 22:53   »

      Die Bauanleitung ist ja für einen Arca-Kompatiblen kopf, aber wenn Du die Arca-Platte unten durch eine Manfrotto Platte austauscht, kannst Du den Nodalpunktadapter natürlich auch auf Deinen Manfrotto Kopf setzen.

      • Renato 5. Dezember 2015, 11:55   »

        Ich meinte ja nur, ob ich mit meinem Getriebekopf auch Panoramas machen kann.
        Aber ich habe ja noch den Siruis 20X Kugelkopf und ich denke, Deine Bauanleitung ist sicherlich eine Gewichtsalternative zum schweren Manfrotto-Kopf. Werde das in Bestellung geben. Frage noch zur Linse: Welches von diesen zweien ist geeigneter für diese Anwendung.
        Tokina AT-X 116 PRO DX II (AF 11-16mm f/2.8) oder
        Sigma 18-35mm F1,8 DC HSM ?

        Mit freundlichem Gruss
        Renato

        • gwegner 5. Dezember 2015, 12:06   »

          Ich denke auch, der Sirui ist besser geeignet.
          Man kann mit jedem Objektiv Panoramen machen. Es ist die Frage, welche Brennweite Du haben willst. Probier es doch einfach selbst mal aus!

  8. Holger Weber 27. Oktober 2015, 17:26   »

    Hallo Gunther,

    super Anleitung, vielen Dank dafür!

    LEIDER passen bei mir der Winkel und die Universal-Schnellkupplung (bestellt über den Link in der Anleitung) nicht zusammen. Der Winkel lässt sich zwar in die seitlichen Nuten der Kupplung einschieben. Aber egal wie fest man die Klemmschraube anzieht, die beiden Teile rutschen hin und her und lassen sich nicht feststellen…mag vielleicht auch ein Produktionsfehler sein, ich weiß es nicht.

    Hast du schon ähnliche Rückmeldungen erhalten?

    Gruß und weiterhin frohes und kreatives Schaffen!

    Holger Weber

    • gwegner 27. Oktober 2015, 17:50   »

      Ich ist das der Mengs Winkel? Offenbar haben die gerade eine Charge, die zu schmal ist – ich würde den reklamieren, haben wir auch schon gemacht.

      • Holger Weber 27. Oktober 2015, 19:34   »

        Danke für die superschnelle Antwort!
        Ja, es ist der Mengs-Winkel…

        Aber lustigerweise beheben zwei kleine Streifen Tesafilm das Problem. Auf den Winkel aufgeklebt, drücken sie sich nun in die seitlichen Nuten. Winkeltreue ist noch gegeben und die Verbindung hält bombenfest…Sachen gibt´s…

  9. Christian Hutterer 12. September 2015, 11:10   »

    Hallo Gunter,

    vielen Dank für die tollen Tipps. Ich hab mir das alles gekauft wie du hier geschrieben hast.

    Eine große Frage bleibt aber offen:
    Bei meinen Bildern habe ich immer stark den Makro-Schlitten drauf und bringe den nur sehr schlecht über die Bearbeitung raus. Sieht man den bei dir auch sehr stark? Oder wie händelst du das? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

    Gruß Christian

  10. Peter 24. August 2015, 17:43   »

    Hallo Gunter,

    herzlichen Dank für deinen Tipp zum Selbstbau. Zum Bau des Adapters habe ich eine Frage:

    Wenn ich es richtig verstehe wird der Rotator bei bedarf unter dem Macroschlitten angebracht um diesen rasterweise drehen zu können. Unter den Rotator wird dann die Wechselplatte befestigt um das ganze an einem Kugelkopf verwenden zu können. Wäre das so korrekt?

    Besten Dank schon mal im Voraus.

    Peter

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