Canon 6D Review – Teil 2 – das Menü und meine Empfehlungen für Grundeinstellungen

2032014

Die 6D hat es als erste Canon in meine Fototasche geschafft. Nach einer entsprechenden Eingewöhnung, aber vor allem nach Wahl der richtigen Menüeinstellungen fotografiere ich mit ihr nun (fast :-)) genauso gerne wie mit meinen Nikons. Bei den Canons muss man ein bisschen mehr konfigurieren, als bei Nikon und die Menüs sind recht komplex und unübersichtlich. Daher gehe ich in diesem Artikel die Menüs mit Euch durch und verrate Euch meine Grundeinstellungen, die ein effizienteres Arbeiten mit der Kamera erlauben.

Canon 6D

Bei der Canon 6D ist das Menü horizontal angeordnet, leider sind die einzelnen Menü-Kategorien aber nicht benannt und die Icons sehen sehr nichtssagend-ähnlich aus. Die Canon kennzeichnet leider auch nicht, welche Einstellungen vom Benutzer geändert wurden und welche dem Standard entsprechen. Die einzige Ausnahme bilden die Einstellungen im sog. Custom-Menü – aber dazu später. Ich werde daher von links nach rechts durch das Menü gehen, und meine Einstellungen vorstellen und kommentieren.

Einträge mit * lege ich mir zum schnellen Zugriff in das Benutzer-Menü (My-Menu).

Anmerkung: Menü-Einstellungen, bei denen “Deaktivieren” ausgewählt wurde, sind defacto “Deaktiviert” – solche mit “Aktivieren” sind Aktiviert. Intuitiv habe ich am Anfang gedacht, dass ein Klick auf z.B. “Deaktivieren” diesen Punkt dann erst deaktivieren würde – dem ist aber nicht so. Auch im Englischen ist das komisch, da gibt es “Enable/Disable” als Auswahl-Möglichkeit – klarer wäre “Enabled/Disabled” oder warum nicht einfach “On/Off”?

Aufnahme I

  • Bildqualität: RAW
  • Piep-Ton: Deaktivieren
  • Auslöser ohne Karte betätigen: ON
  • Rückschauzeit: Aus
    Das ist die automatische Bildwiedergabe nach einer Aufnahme, ich ziehe es vor, ggf. manuell auf “Play” zu drücken).

Aufnahme II

  • Objektivaberrationskorrektur
    • Vignettierung: Aktivieren
    • Farbfehler: Aktivieren
  • Steuerung Externes Speedlite: Standard (nutze ich nicht)
  • Spiegelverriegelung*: OFF
    Das ist die Spiegelvorauslösung, die man in Verbindung mit einem Fernauslöser für Langzeitbelichtungen nutzen kann. Das erste Auslösen klappt den Spiegel hoch, das zweite löst aus. Leider gibt es bei der Canon nicht direkt die praktische 1, 2 oder 3 Sekunden Spiegelvorauslösung, die die Nikons haben.
    Update: Stefan hat in den Kommentaren den Tipp gegenen, dass man die Spiegelvorauslösung mit dem 2-Sekunden Selbstauslöser kombinieren kann, dann erhält man die gleiche Funktionalität wie bei der Nikon 2-Sekunden Spiegelvorauslösung, sprich: der Spiegel klappt beim Betätigen des Auslösers hoch und nach 2 Sekunden wird das Bild gemacht. Super!

Aufnahme III

Hier kommen nun recht operative Einstellungen, die man aber zum großen Teil an der Kamera direkt einstellen kann, hier sind sie nochmal als Wiederholung aufgeführt.

  • Belichtungskorrektur/AEB*
    Hier kann man die +/- Belichtungskorrektur einstellen, die man normalerweise im A-Modus hinten über das große Rad einstellt festlegen, sowie eine automatische Belichtungsreihe in Abständen von bis zu 3 Blendenstufen (aber nur 3 Bilder) festlegen.
  • ISO-Empfindlichkeits Einstellungen
    • ISO-Empfindlichkeit: 100
      Je nach Aufnahmesituation, wird operativ mit der ISO-Taste an der Kamera eingestellt.
    • ISO-Bereich: 100-51200 (Standard)
    • Auto-ISO-Bereich: 100-12.800
      In diesem Bereich würde sich die ISO-Automatik bewegen, wenn ich sie einschalten würde.
    • Minimale Verschlusszeit: Auto
      Das heißt, bei eingeschalteter ISO-Automatik richtet sich die Kamera nach der Brennweite des Objektivs bei der Ermittlung der Verschlusszeit (müsste eigentlich maximale Verschlusszeit heißen), ab der sie im A-Modus die Zeit nicht mehr länger werden lässt, sondern die ISO erhöht. Allerdings berücksichtigt die Automatik nicht, dass mit einem IS-Objektiv mit Stabilisierung natürlich längere Zeiten möglich wären.
  • Automatische Belichtungsoptimierung: OFF
    Dies entspricht dem Active-D-Lightning bei Nikon, die Kamera versucht durch “intelligentes” Aufhellen von Schatten etc. einen gefälligeren Look hinzubekommen. Ich schalte das aus, da es bei RAW sowieso keinen Einfluss hat und ich solche Bearbeitungen natürlich in Lightroom mache. Würde man es einschalten, würde es im RAW-Modus nur die Vorschau des Bildes an der Kamera “verfremden” und so ggf. zu falschen Schlüssen verleiten.
  • Weißabgleich
    Auch operativ, direkt an der Kamera einstellbar – ich arbeite meist mit “Bewölkt”. Auch den Weißabgleich stellt man bei RAW-Aufnahmen am besten später im Lightroom ein.
  • Custom WB
    Hiermit kann man ein Referenzbild für den Weißabgleich erstellen.
  • Mit der WB-Korrektur-Einstellung kann man den Weißabgleich verschieben, z.B. um ihn standardmäßig immer etwas wärmer einzustellen – auch hinfällig, wenn man in RAW fotografiert und den WB später in der Bildbearbeitung setzt.
  • Farbraum: sRGB
    Auch nur relevant, wenn man in JPG fotografiert, bei RAW wird der Farbraum beim erst beim Export aus Lightroom definiert.

Aufnahme IV

  • Bilstil: Neutral
    Auch nur für JPG relevant. Ich stelle immer Neutral ein, damit das Vorschaubild auf dem Display nicht verfremdet wird.
  • Rauschreduzierung bei Langzeitbelichtung*: OFF
    Diese Rauschreduzierung nimmt noch ein “Schwarzbild” nach der eigentlichen Aufnahme auf, um so ggf. fehlerhafte Pixel und Farbrauschen herauszurechnen. Die Belichtungszeit verdoppelt sich dadurch. Ich nutze die Funktion so gut wie nie.
  • High ISO Rauschreduzierung: OFF
    Das ist wieder eine Bearbeitungsfunktion, die sich nur auf JPGs sowie die Kameravorschau auswirkt.
  • Tonwert Priorität: OFF
    Eine Alternative zur “Automatischen Belichtungsoptimierung” (s.o.) – soll ausgefressenen Lichtern entgegenwirken, indem es etwas unterbelichtet. Ich persönlich habe damit noch nicht experimentiert, aber Alex von Web-Done hat dazu einen interessanten Artikel geschrieben und Vergleiche angestellt. Die Wirkung der Funktion ist aber nach wie vor etwas nebulös, da von Canon auch nicht vernünftig dokumentiert – deshalb lasse ich sie aus.
  • Staublöschungsdaten
    (Was das jetzt in diesem Menü verloren hat, weiß wohl nur Canon…) – hiermit kann man ein Referenzbild der Staubpartikel auf dem Sensor aufnehmen um diese dann mit einer speziellen Software herausrechnen zu lassen. Habe ich noch nie benutzt.
  • Mehrfachbelichtungen
    Nutze ich auch nicht, macht man besser in der Nachbearbeitung, wenn überhaupt.
  • HDR-Modus
    auch sinnlos, macht ein JPG-HDR bei dem jegliche individuelle Bearbeitung fehlt. Die Ergebnisse wirken künstlich. Mit der richtigen Bearbeitung eines einzelnen korrekt aufgenommenen RAWs bekommt man weit bessere Ergebnisse.

Liveview I (Im Foto-Modus)

  • Livebild-Aufnahme: Aktiv
    wenn man hier “unterdrückt” einstellt, lasst sich die Kamera nicht mehr per Knopfdruck in den Liveview-Modus versetzen. Komische Funktion, deren Sinn ich nicht sehe.
  • AF-Methode: FlexizoneAF
    hier kann man unterschiedliche Autofokus-Modi für den Liveview wählen. FlexizoneAF funktioniert gut und ist das, was ich immer nutze. Daneben gibt es noch eine “Lächelerkennung” und einen “Quick-Modus”. Letzterer benutzt den zwar schnelleren Phasen-Autofokus, klappt dafür während des Fokussierens aber immer den Spiegel um und zeigt ein schwarzes Bild – bringt daher nicht wirklich Freude.
  • Gitteranzeige: 6×4
    erlaubt unterschiedliche Gitter über das LiveView-Bild zu legen, ich nutze meist das 6×4 Gitter.
  • Seitenverhältnis: 3:2
    hiermit kann man für den Liveview-Modus unterschiedliche Seitenverhältnisse einstellen – ich lasse es bei 3:2, im Videomodus schaltet die Kamera automatisch auf 16:9 – Alternativen für den Fotomodus wären 1:1, 4:3, 16:9.
  • Belichtungssimulation*: Aktiv
    das ist die Funktion, die Nikon seit Beginn an allen Nutzern, die keine D800 oder D4 haben, vorenthält. Hiermit bekommt man im Liveview eine Simulation der Helligkeit des aufzunehmenden Bildes. Das bedeutet, dass man im M-Modus z.B. Helligkeitsänderungen durch Anpassungen an Blende, Belichtungszeit und ISO direkt im Liveview sieht. Und auch im A-Modus sieht man die Auswirkungen der Belichtungskorrektur.
    Diese Anzeige erfolgt bei der Canon allerdings (im Gegensatz zur Nikon D800/D4) immer bei Offenblende. Möchte man die Auswirkungen der sich schließenden Blende auch sehen, so muss man die Abblendtaste drücken.
    Ich finde es sehr gut, dem Nutzer die Wahl zu lassen, ob er die Belichtungssimulation haben möchte, oder nicht. Bei der Fotografie mit Blitz würde man im Liveview bei aktiver Belichtungssimulation z.B. meist auf ein schwarzes Bild starren, hier macht es Sinn, die Funktion auszuschalten. Ansonsten ist es sie aber sehr praktisch, da man sich gerade bei der nächtlichen Arbeit mit dem Stativ im M-Modus, sehr schnell an die richtigen Kamera-Einstellungen “herantasten” kann. Insbesondere bei langen Belichtungszeiten ist die Vorschau allerdings nicht besonders akkurat. Ein paar Probeaufnahmen muss man daher trotzdem machen.

Liveview II (Im Foto-Modus)

  • Leise LV-Aufnahme: Modus 1
    Hiermit kann man im Liveview leisere Aufnahmen machen, da der erste Verschluss elektronisch gesteuert wird, hier der Vorhang also nicht schließt. Man hört daher auch nur den zweiten Verschluss, wenn die Belichtung beendet ist. Ein Umklappen des Spiegels erfolgt bei der 6D beim Auslösen im Liveview nicht. Bei Modus 1 sind auch serienaufnahmen Möglich, bei Modus 2 geht der Verschluss zu, wenn man den Auslöser drückt, und wieder auf, wenn man ihn loslässt. Auf die Belichtungszeit hat das keinen Einfluss.
  • Messtimer: 16 Sek, Standard

Wenn der Liveview-Schalter auf “Video” steht, dann verschwinden die eben beschriebenen Liveview Menüs und werde duch zwei Video-Menüs ersetzt. Warum diese zwar z.T. die gleichen Funktionen beinhalten, aber komplett anders sortiert sind, bleibt wohl auch Canons Geheimnis.

Video I (Im Video-Modus)

  • AF-Methode: Flexizone (s.o.)
  • Leise LV.-Aufnahme: Modus 1 (s.o.)
  • Messtimer: 16 Sek. (s.o.)

Video II (Im Video-Modus)

  • Gitteranzeige: 6×4 (s.o.)
  • Movie-Aufnahme-Größe
    Hier könnt ihr die Auflösung, Bildwiederholrate und Qualität der aufgenommenen Videos einstellen. ALL-I produziert größere Dateien in hoher Qualität, IPB kleinere Dateien mit stärkerer Kompression. Als Bildwiederholraten stehen bei Full HD 24 und 25 Bilder pro Sekunde zur Verfügung, bei 1280×720 auch 50 Bilder pro Sekunde. Wenn ihr in vorher in den NTSC-Modus geschaltet habt, dann auch 30 respektive 60 Bilder pro Sekunde.
  • Tonaufnahme
    • Manuell / Automatisch
      hier geht es um die Aussteuerung des Tonsignals. Ich nutze meist manuell.
    • Aufnahmepegel
      dient zur manuellen Aussteuerung
    • Windfilter/Dämpfung
      Filtert bestimmte Frequenzen aus. Ich empfehle immer die Verwendung eines sog. “Katzenfells”, um Windgeräusche auszuschließen.
    • Timecode
      für Profis relevant, die mit mehreren Kameras und entsprechenden Schnittprogrammen arbeiten.
    • Video-Schnappschuss: Deaktivieren
      Begrenzt die Video-Aufnahme auf wenige Sekunden, um sog. “Video-Schnappschüsse” aufzunehmen. Sinnloser Quatsch, der vielleicht in einem Consumer-Gehäuse noch eine Marketing Wirkung entfalten könnte, in einer ambitionierten Kamera aber nichts verloren hat.

Wiedergabe I

Bilder Schützen, Rotieren, Löschen, Drucken, Fotobücher vorbereiten, RAW-Bildbearbeitung – auch mit solchen Funktionen schlage ich mich nicht herum. Bildbearbeitung macht man am Rechner, die Kamera dient dem Fotografieren.

Wiedergabe II

Das oben gesagte gilt auch für Größe ändern, Bewertung und Diaschau in diesem Menü.

Hier findet sich allerdings ganz am Ende noch eine Einstellung, nämlich:

  • Bildsprung mit oberem Rad: 10
    damit kann man einstellen, in welchen Schritten im Wiedergabemodus beim drehen des oberen Rades die Bilder durchgeschaltet werden sollen. Ich lasse es auf 10 – das heißt, mit dem oberen Rad kann man 10 Bilder weiterschalten, mit dem hinteren Rad jeweils eines.

Wiedergabe III

Hier kommen nun wieder Einstellungen…

  • Überbelichtungswarnung: Unterdrückt
    Dies lässt überbereichende Bereiche bei der Wiedergabe eines Bildes blinken – ich bevorzuge das RGB-Histogramm
  • AF-Feldanzeige: Unterdrückt
    Option, um bei der Wiedergabe das verwendete AF-Feld anzuzeigen. Mich interessiert nur, ob das Bild scharf ist, nicht welches AF-Feld ich verwendet habe.
  • Histogramm: RGB
    Absolute Empfehlung! Das reine Helligkeits-Histogramm zeigt nämlich nicht an, wenn einzelne Farbkanäle (z.B. Blau – Himmel oder Rot – Sonnenuntergang) überbelichtet sind.
  • Movie-Wiedergabe-Zähler: TimecodeHier könnt ihr einstellen, ob ihr bei Videos einen Timecode oder die Aufnahmezeit sehen wollt.
  • Vergrößerung: Tats. Größe
    Wichtig: ermöglicht es, bei der Wiedergabe durch Klick auf die “Lupen-Taste” auf 1:1 genau an der Stelle zu zoomen, wo der Fokuspunkt lag!
  • Steuerung über HDMI: Dektivieren
    Wenn ihr das aktiviert, könnt ihr die Kamera über die Fernbedienung Eures Fernsehers steuern, wenn ihr sie dort per HDMI angeschlossen habt.

Einstellungen I

  • Ordner wählen
    Hier könnt ihr den Namen des Ordners einstellen, der auf der Speicherkarte für die Bilder angelegt wird. Ich lasse alles auf Standard.
  • Datei-Nummer: Reihenaufn
    das heiß, die Nummerierung der Dateien wird auch fortgesetzt, wenn die Karte gewechselt wird.
  • Automatisch Drehen: Ein/Computer
    Hiermit stelle ich ein, dass die Kamera zwar die Orientierung (Hoch-/Querformat) in die Exif-Daten der Bilder schriebt, und diese so automatisch am Computer gedreht werden, auf der Kamera jedoch, werden die Hochkant-Bilder nicht gedreht, so kann ich sie größer sehen. Ggf. drehe ich halt die Kamera.
  • Karte formatieren
    Löscht die Speicherkarte. Wieder ein Beispiel dafür, dass die operativen Funktionen bei der Canon wild mit den Einstellungen gemischt sind, das ginge besser.

Einstellungen II

  • Auto Abschalten.aus: 1 Minute
    Nach welcher Zeit schaltet sich die Kamera automatisch aus.
  • LCD-Helligkeit: Standard
  • LCD Aus/Ein: Bleibt an
    Hier geht es nicht etwa um das obere “LC”-Display auf der Kamera, oder gar das Menü – diese Einstellung bezihet sich nur darauf, ob die “Info”-Anzeige mit den Kamera-Einstellungen an bleibt, während man den Auslöser betätigt. Ich lasse es an, so kann ich insbesondere beim Arbeiten vom Stativ die Einstellungen auch dann verfolgen und zeigen, wenn ich den Auslöser z.B. zum Fokussieren drücke.
  • Datum/Zeit/Zone*
    Die Datumseinstellung, ich platziere sie gerne dann etwas prominenter in meinem My-Menu.
  • Sprache: Deutsch
  • GPS
    Ich lasse das interne GPS immer eingeschaltet – Standard-Einstellungen -> Auto-Update.

Einstellungen III

  • Videosystem: PAL
    oder, wenn ihr mit 30/60 fps filmen wollt, dann eben NTSC – ich stelle das je nach Bedarf um.
  • Erläuterungen: Deaktivieren
    blendet Hilfetexte im “Q”-Menü ein – leider nicht für die normalen Menüs, wo es viel sinnvoller wäre.
  • INFO-Taste Anzeigeoptionen
    legt fest, welche Anzeigen durchgeschaltet werden, wenn man die Info-Taste drückt. Ich lasse alle eingeschaltet.

    • Zeigt Kameraeinstellungen (An)
    • Elektronische Wasserwaage (An)
    • Zeigt Aufnahmefunktionen (Aus)
  • WLAN*
    Auch wieder ein Beispiel für die verwirrenden Bezeichnungen: Wenn da steht “Wlan Aktivieren” – dann heißt das, dass es aktiv ist. “Wlan deaktivieren” bedeutet, es ist inaktiv. Auf die Konfiguration des WLans gehe ich hier nicht im Detail ein.

Einstellungen IV

  • Sensorreinigung
    Ich lasse die automatische Reinigung beim An/Ausschalten der Kamera natürlich eingeschaltet, alles Weitere lasse ich von Service machen.
  • Info Akkuladung
    Zeigt Infos zum Zusatand des Akkus an
  • Anzeige Zertifizierungs-Logo
    Interessiert keinen Menschen…
  • Individueller Aufnahmemodus (C1, C2)
    Hiermit kann man die Aufnahmemodi C1 und C2 programmieren, ich nutze das nicht.
  • Alle Kamera-Einstellungen löschen
    Wenn ihr soweit gekommen seid, wollt ihr das jetzt sicher nicht ausprobieren ;-)
  • Copyright-Informationen
    Hier hinterlege ich meinen Namen und EMail Adresse, diese werden als Metadaten in jedes Bild geschrieben.
  • Firmware
    Infos über eben diese.

Custom Funktionen

Wer jetzt glaubt, er hat die Menüs soweit durch, hat die Rechnung ohne Canons “Custom-Funktionen” gemacht. In diesem unscheinbaren Menü finden sich nämlich eine Vielzahl (mächtiger) Funktionen, die einige sehr wichtige Einstellungen ermöglichen. Man muss sie nur erstmal finden…

In den nun folgenden Menüs funktioniert die Navigation leider auch etwas anders. Hier sind die Untermenü-Seiten nun noch einmal von links nach rechts angeordnet, eine kleine Zahl oben rechts sowie ein Indikator unten zeigen an, auf welcher Seite man sich befindet. Ein Gutes hat diese Art der Menüs allerdings: eine vom User geänderte Einstellung wird unten in Blau angezeigt, während die Standard-Einstellungen weiß bleiben.

C.Fn I: Belichtung

  1. Einstellstufen: 1/3-Stufe
    Hier kann man wählen, ob die Aufnahmeparameter Belichtungszeit/Blende in 1/3-Blendenstufen oder 1/2-Blendenstufen verstellt werden sollen. Ich empfehle, bei 1/3 Blendenstufen zu bleiben, das hat sich so bewährt.
  2. ISO-Einstellstufen: 1/3-stufig
    Bei ISO kann man zwischen ganzen Stufen oder 1/3 Stufen wählen – auch nicht ganz konsistent. Noch ein Grund, bei beidem auf 1/3 zu bleiben.
  3. Automatisches Bracketingende: Ein
    Eine, wie ich finde, sehr wichtige Einstellung – sie beendet einen ggf. eingestellte Belichtungsreihe (Bracketing) beim Ausschalten der Kamera.
  4. Bracketing-Sequenz: 0, -, +
    Stellt die Reihenfolge der Belichtungen beim aufnahme mit der Bracketing-Funktion ein. Ich lasse das auf Standard – so ist das “regulär” belichtete Bild das erste der Sequenz, danach kommt das unterbelichtete und dann das überbelichtete.
  5. Anzahl Belichtungsreihenaufnahmen
    Ich wähle hier eigentlich immer “nur” 3 Aufnahmen, stelle dann später beim Aktivieren des Bracketings lieber größere Intervalle von 2 oder 3 Blendenstufen ein – der gute Dyamikumfang der 6D kommt mir hier entgegen. Hier kann man aber auch z.B. 5 oder 7 Bilder für eine Belichtungsreihe einstellen. Ich finde es schade, dass diese Einstellung so tief im Menü vergraben ist – bei Nikon kann man z.B. mit dem hinteren Rad den Bracketing-Abstand und mit dem vorderen die Anzahl der Stufen einstellen.
  6. Safety Shift
    Nutze ich nicht. Hierdurch würde die Kamera z.B. im A-Modus, beim Erreichen der kürzesten Zeit von 1/4000 Sekunde die Blende automatisch schließen, obwohl der Fotograf sie vorher festgesetzt hat. Ich finde, das sind definierte Situationen, auf die man beim Fotografieren achten sollte – ein intransparentes Eingreifen der Kamera finde ich verwirrend.

C.Fn II: Autofokus

Bitte ändert an den ersten 4 Einstellungen nur, wenn ihr wirklich wisst, was ihr tut – ich lasse sie auf Standard.

  1. AI Servo Reaktion: Standard
  2. Nachführ Beschleunigung/Verzögerung: Standard
  3. AI Servo Priorität 1. Bild: Standard
  4. AI Servo Priorität 2. Bild: Standard
  5. AF-Hilfslicht Aussendung: Standard
    Achtung: hierbei handelt es sich nicht um ein echtes “AF-Hilfslicht”, wie bei den Nikons – vielmehr geht es darum, ob in Verbindung mit einem Canon-Blitz ein entsprechendes Hilfslicht ausgesendet wird. Die Einstellung ist also nur interessant, wenn ihr mit einem Canon-Blitz arbeitet.
  6. Schärfensuche wenn AF unmöglich: Schärfensuche fortfahren
  7. AF-Messfeld Ausrichtung: Verschiedene AF-Messfelder wählen
    Eine praktische Funktion, die es erlaubt, das AF-Messfeld im Hochformat anders zu setzen, als im Querformat – die Kamera merkt sich dann beide Positionen. Insbesondere, wenn man oft vom Hoch- zum Querformat wechselt, ist das ganz nett.
  8. Eingeblendete Anzeige: Ein
  9. AF Feinabstimmung: Deaktivieren

C.Fn III: Operation/Weiteres

  1. Drehung Wählrad bei Tv/Av: Normal
  2. Mattscheibe: Eg-A II (Standard)
  3. Multifunktionssperre: Schnellwahlrad (Standard)
  4. Multifunktionssperre: Multicontroller
    Hiermit legt man fest, welches Bedienelement mit dem “LOCK”-Schieber hinten auf der Kamera gesperrt werden kann. Da wir gleich die verschiebung der Autofokusfelder auf den hinteren Multi-Controller legen werden, bietet es sich an, hierfür auch die Sperre zu konfigurieren. Das hintere Rad, das standardmäßig eingestellt ist, verdreht sich nicht so leicht, als dass man es sperren müsste.
  5. Warnungen im Sucher
    Hier kann man einstellen, welche Warnungen im Sucher angezeigt werden sollen, ich lasse alles auf Standard.
  6. Custom-Steuerung
    Erlaubt die Konfiguration der Kameratasten.

    • Auslöser halb gedrückt: Messung und AF Start
    • AF-ON-Taste: AF-Stopp
      Damit kann ich über die AF-ON Taste den Autofokus “festhalten”
    • AE-Lock-Taste: AE-Speicherung/FE-Speicherung
      Die “*”-Taste speichert Belichtung und Blitzbelichtung (FE=Flash-Exposure)
    • Schärfentiefe-Prüfung: Schärfentiefe-Kontrolle
    • Objektiv AF-Stopptaste: AF-Stopp
    • Einstelltaste: Deaktiviert
      Leider lässt sich hier nicht die Rückkehr zum mittleren Autofokus-Punkt programmieren, daher lasse ich die Set-Taste während der Aufnahme ohne funktion.
    • Hauptwahlrad: Verschlusszeiteinstellung M-Modus
      Im M-Modus verstellt man mit dem oberen Rad die Zeit
    • Schnellwahlrad: Blendeneinstellung M-Modus
      …und mit dem hinteren Rad die Blende
    • Multi-Controller: Direktauswahl AF-Feld
      Die Krux! Hiermit könnt ihr den hinteren Multi-Controller so einstellen, dass ihr damit, ohne vorher eine weitere Taste zu drücken, den Fokuspunkt verschieben könnt – einer der größten Nachteile gegenüber der Nikons im Auslieferungszustand wird damit relativiert.

Uff, das war’s!

Hier noch meine Einstellungen für das My-Menu – leider kann man bei der Canon hier nur 6 Einträge hinterlegen – diese hier sind mir die wichtigsten:

My Menu

  1. Datum/Zeit/Zone
  2. WLAN
  3. Beli.korr/AEB
  4. Belichtungssimul.
  5. Spiegelverriegelung
  6. Rauschred. bei Langzeitbel.

An der Kamera

Ansonsten habe ich über die Schultertasten der Kamera für die allermeisten Fälle dann noch folgende Betriebsarten eingestellt:

  • AF: AI-Servo
  • Drive: Serienaufnahme
  • ISO: nach Bedarf
  • Messfeld: Matrix (Punkt mit Kreis drumherum)

Fazit

Alleine an dem Umfang dieses Artikels im Vergleich zu meinen Grundeinstellungs-Artikeln für die Nikons, könnte man zu dem Schluss kommen, dass bei Canon die Einstellungsmöglichkeiten umfangreicher sind. Zählt man allerdings die Menüpunkt nach, sind es aber in der Tat z.B. bei der D600 ca. 130 Menüpunkte und bei der Canon 6D ca. 100. Woher kommt also diese gefühlte Umfänglichkeit?

Das Canon Menü lässt leider eine durchgängige Struktur, sinnvolle Benennung, Hilfetexte sowie themenbezogene Sortierung nach Wichtigkeit vermissen. Bei der Nikon D600 (und anderen Nikons) z.B. sind die ganzen Bildbearbeitungsfunktionen in einem eigenen Menü untergebracht, das man einfach außen vor lassen kann, wenn man es – wie ich – nicht benutzt. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Trotzdem: wenn man die 6D einmal konfiguriert hat, braucht man kaum noch ins Menü und kann dann auch mit ihr einfach und “intuitiv” fotografieren.

Der eine oder andere wird nun vielleicht argumentieren, dass eine Profi-Kamera ja nun auch viele Freiheitsgrade und Einstellungen brauche. Wie gesagt, das ist auch meiner Sicht auch völlig in Ordnung – aber im Gegenzug könnte man dann zumindest die für Profis sinnlosen “Einsteiger-Marketing-Features” wie Bildbearbeitung in der Kamera, Fotobuch-Vorbereitung, die sinnlose HDR-Funktion oder gar “Video-Schnappschüsse” !! – weglassen oder eben auf eine “Spielereien”-Seite ausgliedern.

Sollte jemand von Canon mitlesen: ich bin gerne bereit, eine sinnvolle Menüstruktur auszuarbeiten – die 2 Stunden nehme ich mir aber nur, wenn ihr versprecht, diese dann auch in einem Firmware-Update zur Verfügung zu stellen! :-)

Dasselbe gilt aber auch für Nikon – auch wenn die Menüs hier etwas aufgeräumter sind, heißt das noch lange nicht, dass da nicht noch einiges an Luft nach oben ist… Auch an Onkel Nikon daher das Angebot: ich stehe zur Verfügung.

Ich hoffe, ich konnte Euch mit diesen kommentierten Menüeinstellungen für die Canon 6D helfen – und vielleicht auch ein bisschen dazu beitragen, dass der Grabenkrieg Canon vs. Nikon vs…. ein bisschen entspannter gesehen wird. Alle Systeme haben vor und Nachteile. Aber mit allen kann man tolle Fotos machen! In der nächsten Folge des Canon 6D Reviews möchte ich noch einmal ein bisschen detaillierter auf die Unterschiede zwischen der Canon und ihren Mitstreiterinnen aus dem Nikon-Lager eingehen.

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57 Kommentare bisher


  1. Guten Abend,

    habe gerade deinen Artikel über die 6D gelesen und freue mich, dass diese Taste funktioniert.

    Vergrößerung: Tats. Größe
    Wichtig: ermöglicht es, bei der Wiedergabe durch Klick auf die “Lupen-Taste” auf 1:1 genau an der Stelle zu zoomen, wo der Fokuspunkt lag!

    Bei mir wird, obwohl die Taste “tatsächliche Größe (ausgewählter Pkt)” aktiv ist, nur zentriet vergrößert.

    Was nache ich falsch?

    VG
    Mantau

  2. meier 11. Mai 2016, 13:48   »

    hallo, eine schöne Zusammenfassung.
    aber den Sinn der Funktion ‘my menue’ habe ich nicht verstanden. Was lässt sich damit anstellen?

    gruß

  3. Steffen 27. Februar 2016, 09:43   »

    Danke für deine ausführliche Reise durchs Menü der 6D.
    Aber eine Frage, warum nimmst du die Option “Karte formatieren” nicht mit ins “My Menu” mit auf?
    Hatte ich bei meiner 650D schon und war auch die erste Funktion, die ich jetzt wieder bei der 6D eingefügt habe.

    • Ich denke, ich bin es einfach so gewöhnt, dass das bei meinen Nikons über den gleichzeitigen Druck zweier Tasten am Gehäuse geht :-)
      Aber gute Idee.

  4. Hallo,
    erstmal ein Daumen hoch.
    Ich hätte da noch eine kleine Änderungen man sollte Adobe RGB nehmen, statt srgb.
    Da Adobe RGB ein größeren Farbrsum hat.

    • Nein, diese Farbräume beziehen sich nur auf die JPG aufnahme. Wenn man ohnehin in RAW fotografiert, spielt es keine Rolle, da dann der Ausgabefarbraum erst beim Export aus dem RAW Converter festgelegt wird, dann sollte man in der Kamera lieber sRGB nehmen.

  5. Servus :)

    Ich werde mir heute nach reichlicher Bedenkzeit die 6D anschaffen und damit den Schritt auf Vollformat wagen. Hatte schon Zwei Canon Systeme davor, bin daher so in das “System integriert” das ich mich nicht bereit fühle das System bzw den Hersteller zu wechseln. Ich fühle mich einfach zu wohl im Hause Canon (trotz der negativ-Punkte, die es nunmal gibt). Danke dieses Artikels gehe ich mit einem gewissen Grundwissen an das neue gute Stück, was mir bestimmt helfen wird “schneller loszulegen”, obwohl mir das Grundkonstrukt der Menu-Führung ja schon bekannt ist.

    Vielen Dank dafür und ein großes WEITER SO!
    Grüße aus München

    Marcel

  6. Hallo, ich schreibe eigentlich nie Kommentare auf Blog Einträgen…
    aber hier ein großes Lob. Ich hab die 6D jetzt sein 2 Wochen und bin natürlich sehr zufrieden. Wusste aber nix mit den vielen Einstellungen anzufangen. Bedienungsanleitung lese ich grundsätzlich nie. Aber wie du das hier erklärt und erläutert hast ist Spitze. Ich denke auch das man auch an so eine Profi Kamera sein Grund Einstellung machen muss und dann nur noch noch nach Bedarf feintunig. Vielen dank ;-)

  7. Oliver 3. Juni 2015, 16:49   »

    hallo gunther,

    kann ich mit der 6D auch im 16:9 Format fotografieren? oder ist diese Einstellung nur im Live-View verfügbar.
    Freue mich über deine Antwort.
    Grüße

    Oli

  8. andreas zarbock 15. April 2015, 11:24   »

    Hab seit gestern meine 6D. Möchte mich bedanken für Deine Hinweise. Im Moment bin ich begeistert ob der Lichtstärke! Wahnsinn

  9. Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung. Endlich kann ich meine erste Vollformat in den eigenen Händen halten.

  10. Hallo GW, eine profunde Fleißarbeit ist diese Zusammenstellung und so etwas wird m.E. von der Leserwelt gerne angeklickt – wobei die Fotoberichte doch letztlich viel interessanter sind :-) Danke für beide Bericht Arten und bitte weiter so, damit die freie Zeit sinnvoll mit Lektüre verbracht wird, man lernt ja immer und gerne dazu.

    Aus meinen langjährigen Canon dSLR Erfahrungen halte ich die Werkseinstellungen (immer auf JPG bezogen) für wenig natürlich oder identisch mit der Wirklichkeit, als Bildstil für präzise Farbwiedergabe präferiere ich >Natürlich 0110< oder besser P-Snapshot bei allen EOS 10/300/350/400D sowie 5D und 5DMKII, außer der 40D, da verwende ich Natürlich wie vor.

    Nikon scheint die Farbwiedergabe (JPG out of cam) besser im Griff zu haben, soweit ich das an Hautfarben beurteilen kann.

    Hersteller kann man auch aus meiner Sicht ebenso wenig erreichen wie Politiker, wir bleiben vor dem Schalter und auf den Knien :-)

    Beste Grüße vom Bodensee pp

  11. Hi, wollte fragen ob Teil 3 noch zu erwarten ist!?

    MfG Ed

  12. Martin P. 18. Oktober 2014, 08:50   »

    Hallo Gunther,

    mit meiner EOS 6D habe ich nun große Probleme. So habe ich mir mein “Traumobjektiv”, ein Zeiss Makro-Planar T* 2/50 ZE gekauft. Bei Nachtaufnahmen gibt es folgendes Problem:

    Es erscheinen bei Nachtaufnahmen kleine blaue Flecken auf dem Bild. Mein Händler betrachtet dies auch als ungewöhnlich und nahm Rücksprache mit Zeiss. Diese vermuten “Spiegelungen auf dem Sensor”. Das Objektiv wurde sicherheitshalber ausgetauscht, aber auch das zweite Objektiv zeigt gleiche Irritationen.

    In Verbindung mit Nikon Body´s treten nachweislich solche Probleme nicht auf. Deutet so etwas auf einen technischen Defekt am Sensor/Body hin oder sind das evtl. hinzunehmende Auswirkungen?

    Wenn es Dir recht ist, sende ich Dir mal ein solches Bild zu und Du kannst es Dir anschauen. Gib dann kurz bescheid … Vielen Dank vorab!

    LG aus Regensburg,

    Martin

  13. Bzgl. der “nur 3 Bilder” beim AEB der 6D: ich hatte heute eine 6D im Laden in der Hand, weil ich mit dem Gedanken spiele, mir eine zuzulegen.

    Dass die Zahl der Bilder in einem AEB-Durchlauf auf 3 beschränkt sein soll, hatte ich auch zuvor schon in anderen Reviews gelesen; das kann ich aber seit heute Mittag so nicht bestätigen. Ich könnte schwören, 5 (unterschiedliche) Belichtungen gemacht zu haben…

  14. Jörg Friedrich 16. März 2014, 01:21   »

    Irgendwie traurig, als eingefleischter Nikon User zuzusehen wie einer nach dem anderen das Lager wechselt. Und ich muss spätestens nach diesem WE sagen: Zu Recht! Ich hatte wieder einmal paar Tage das Vergnügen eine Eos 1D c für einen Event Auftrag zu nutzen. Dunkel, mit Spots beleuchtete Bühnen…da fühlt sich eine 1D c mächtig wohl. Ziel waren Bilder bis A4, also warum nicht einfach mit schneller Verschlusszeit in 4K filmen und gemütlich die passenden Frames rauspicken? Ein Kindespiel, und das bei Iso 6400 ohne störendes Rauschen.
    Hiervon ist Nikon sehr weit entfernt, ich bin mir sicher, daß Canon solche genialen Sensoren und Funktion bald auch in kleinere Modelle verbauen wird. Und dann wird auch meine Entscheidung zu Gunsten Canon fallen…

    • Danke für Deine Einschätzung, aber ich wechsele nicht “das Lager”. Kameras sind Werkzeuge. Die eine kann das besser, die andere das. Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht.

    • “also warum nicht einfach mit schneller Verschlusszeit in 4K filmen und gemütlich die passenden Frames rauspicken?”

      Ja – genau so läuft das heute nicht selten im Profibereich.
      Nicht wenige Ausgaben der Vogue-Titelseiten wurden in den letzen Jahren mit Filmkameras gemacht. (RED one, 6144 x 3160, bis zu 100 fps)
      Das hat den Vorteil, dass man z.B. 4k+ mit 30+ Bildern pro Sekunde hat, ein Film entsteht und sich der Fotograf dann ganz gemütlich das passende Bild aussucht. Ideal bei Kinder- und Tierfotografie.
      Vorteil für den Auftraggeber: Er ordert nur noch ein Filmteam, die Fotos entstehen nebenbei. Keine Ausgaben für den Fotografen.
      Wie gesagt, keine Zukunftsmusik sondern absolute Realität in der Profiliga u.a. bei Mode.
      Aber das ist nur eine Möglichkeit und wird Fotografen nicht arbeitlos machen.
      U.a. daher dass bei Bewegtbild mit 1/50 bis 1/100 gearbeitet wird, bei Fotografie oftmals kürzere Verschlusszeiten gewünscht sind.

      Nebenbei denke ich nicht, dass Canon diese Technik in die kleinen Kameras einbauen wird. Technisch ist das alles möglich, entspricht aber nicht der Firmenpolitik. Canon behält sich diese Möglichkeiten für die Profiserie C100/300/500 vor.
      Das wäre eher was für Nikon. Die haben schlicht keine Profiserie, der sie das Wasser abgraben würden.
      Für Nikon wäre es daher durchaus eine Option diese Film-Möglichkeiten in die Fotomodelle einzubauen und somit eine echte Konkurenz für Canon zu werden.

  15. Sehr cool, gerade 4 Wochen die 6D quasi blind (kurz vorher gekauft) in Thailand brummen lassen. Ohne diesen Beitrag gelesen zu haben (gerade zurück) muß ich sagen das sie mir bis auf 1-2 nervige Dinge vom Handling her sehr gefallen hat, jedenfalls mehr als meine Canon APSC-Cams. Bin also total gespannt auf diesen Beitrag, werde mich dann auch aktiv hier äußern.. Danke im Voraus Gunther

  16. stefan 5. März 2014, 13:32   »

    Hallo,
    irgendwie ja schon der Hammer. Der Blog bezüglich der 6D (Canon 6D vs. Nikon D600⁄610, D800, D7100 – High ISO Vergleich) ist vom 03.11.2013 und jetzt, 20.03.2014 hold sich der Gwegner eine Canon.
    Ich finde, dass das schon viel „unterschwellige“ Aussagekraft hat, wie Nikon zur Zeit und vor dieser Zeit sich technisch dargestellt hat. Die 6D ist eine super Cam, und Nikon hat nichts wirklich Wirksames dagegen. Da hilft auch nicht Hin und Her Geballer mit d5XXX, df und der D4s. Wenn sich Herr Gwegner einen Canon holt, dann hat Nikon in dieser Klasse wirklich ein Problem! Da hilft auch das bessere Menü. Ich denke, dass gerade das unterschwellig zu Vermutende, hier einige erwarteten zu lesen. So, ich bin jetzt still und werde hier nimmer nerven ;-)
    Gruß
    Stefan

    • Hi Stefan, ich kann Dir versichern, Du ziehst falsche Schlüsse oder hast den ersten Artikel bezüglich meines High-ISO Tests nicht richtig gelesen. Dort habe ich ganz klar über meine Motivation zum Kauf der 6D geschrieben und damals hatte ich sie auch schon. Dieses nun ist der zweite Artikel, mit dem ich einfach Besitzern der 6D bei der Einstellung helfen wollte.
      Nur zur Info: Ich fotografiere weiterhin mit meinen Nikons (D800, D5300), die 6D ist für mich eher ein Spezialwerkzeug für die Zeitraffer.

  17. Hallo Gunther

    Mit deiner allgemeinen Beschreibung der Menuepunkte spricht du “meine Worte”. Ich erlebe es auf meien Reisen immer wieder,dass sogar eingefleischte Canon Besitzer in Verlegenheit geraten, wenn ich sie frage, wo denn bei Canon die eine oder andere Einstellung zu finden ist.
    Aus Erfahrung ist ein Neuling mit deiner Nikon D610 schneller vertraut als mit einer gleichwertigen Canon.
    Klar, auch bei Nikon hätteich den einen oder anderen Wunsch im Menu…
    Dionys

  18. MagicLantern ist ein unwiderlegbarer Vorteil “von Canon” – für die Canon natürlich nichts kann und nichts tut aber es ist schon krass, was man aus so einer Kamera noch alles rausholen kann. Was ML alles kann ist weitaus komplizierter nachzuvollziehen und zu nutzen als die paar Standard-Menuüeinträge ;-)
    Natürlcih ist da auch die Frage was man braucht aber die Timelapsetimer – übrigens kombinierbar mit dem Bulbtimer, Auto-HDR, Dual-Iso und und und hat schon was. Für Video ist die 6D “natürlich” nichts – das ist momentan die Domäne der 5d MIII, die 6D mit den langsamen SD-Karten schafft keine 100MBit/s.
    Die C-Tasten solltest du dir aber doch mal näher anschauen – mit einem Dreh alles für spezifische Aufnahmesituationen eingestellt, das finde ich schon sehr praktisch.
    Anfangs bemängelst du, dass bei Belichtungsreihen nur 3 Bilder möglich seinen – weiter unten schreibst du dagegen korrekt, dass die Anzahl einstellbar ist.
    Den Trick mit dem 2s-Timer hast du ja schon eingebaut – damit werden übrigens auch Belichtungsreihen automatisch durchgeführt, praktisch vom Stativ aus – einmal auslösen und verschütterungsfrei werden alle 3, 5, 7 oder was auch immer Belichtungen durchgeführt.
    Was ganz großer Mist ist, ist die Umschaltung in den Livemodus bzw. vor allem wieder zurück. Bei der 5d II bleiben hier im M-Modus alle Einstellungen erhalten – die 6d schaltet immer auf 1/30s (bei NTSC) Belichtungszeit um und behält das auch beim zurückschalten bei. D.h. bei Nacht-Timelapse musst du nach dem scharfstellen über Liveview wieder ewig drehen bis du bei 15/30s oder was auch immer bist. Zumindest hab ich da noch nix anderes gefunden.
    ML ist für die 6d leider noch nichnt allzu weit und die Timelapsetimer funktionieren z.B. nicht mit automatischer Rückschau.
    Viele Grüße – Uli –

  19. Hi Gunther,

    Hast Du es ausprobiert?
    Im CropMode funktioniert es doch bis 2,5k und im Normalmode auf 1728×1152.
    Das ist natürlich nur annähernd FullHD, aber meine Erfahrung sagt, dass man problemlos skalieren kann ohne Verluste (bzw. nur rechnerisch). Und der Qualitätsgewinn ist gewaltig.
    ISO100 + 60Watt Glühbirne + falscher WB = dank RAW ein wunderbarer Clip.

    Natürlich benötigt man dafür furchtbar teure CF-Karten (1000x). Auch ist es notwendig vor dem Filmen den Fotomodus auf jpg zu stellen.

    Der workflow und die Kosten für die Speicherkarte sind natürlich Minuspunkte. Aber das Ergebnis ist eben wie jpg. vS. RAW.
    Und wer will mit durchschnittlichen jpgs arbeiten wenn er gut RAWs haben kann? ;)

    Falls Du es bisher noch nicht getestet hast möchte ich es Dir wärmstens empfehlen. Z.B. Indoor mit starken Schatten und hellen Fensterbereichen. Oder Haare.
    Ich finde es ganz toll.

    Das lenkt jetzt aber dann doch zu weit von Deinem – wirklich sehr guten – Artikel ab. Wollte es nur ergänzen.

    Grüße
    Adam

    • Nur kurz: die 6D hat keinen CF-Slot sondern kann “nur” SD-Karten. Das ist das Problem, weshalb man auch mit Tricks nicht auf Full HD kommt. Und die von Dir angegebene Auflösung konnte ich in der Praxis auch nicht für mehr als ein paar Sekunden realisieren. Es ist alles eine wackelige Angelegenheit und daher leider für mich derzeit mehr spielerei als für ernsthafte Anwendungen geeignet. Der Ansatz ist aber natürlich sehr zu befürworten. Noch besser wäre es, wenn die Hersteller selbst solche Möglichkeiten vorsehen würden.

      • SD-Karten?
        OK – dann unterliege ich einer Fehleinschätzung.
        Ich nutze ML nur auf der 7D und der 5DMK3 – und ich ging davon aus, dass nur ‘die kleinen’ Canons mit SD arbeiten, ‘die großen’ jedoch mit CF. Mein Fehler.
        Aber: selbst auf der 550D (die ja nun wirklich alt ist und langsamere Prozessoren als die 6D hat) funktioniert ML, wenn auch nur in niedrigerer Auflösung.
        Der 6D DiGIC5+Prozessor ist zwar nicht ganz so stark wie in der 5DMK3, aber doch annähernd.
        (Als funktionstüchtige Auflösung wird für die 6D 1808×1216 angegeben)

        ML-RAW schreibt bei meiner 7D 88MB (bei der 550D etwa 40 MB, daher auch die geringere Auflösung)- aber das funktioniert leider nur mit den wirklich schnellen Karten.
        Am besten geeignet sind die Karten von komputerbay – aber leider irrwitzig teuer.

        Ich könnte es mir bei Dir soo gut vorstellen:
        Gerade der Crop Modus von 3x würde bei Dir in Afrika viel bringen. Die Erdmännchen mit einem 200mm gefilmt; das gäbe mit ML-RAW ein 600mm und Du hättest die beste Zeichnung im Fell der Tiere.
        Hier ein Beispiel (29 sekunden) für diesen ‘Zoom-Range’:
        https://www.youtube.com/watch?v=1ORUS9wVIAk

        Ich kann aber auch verstehen, wenn Dir das zuviel Aufwand bedeutet. Du willst wahrscheinlich einfach schöne Fotos machen, Deine Zeitraffer erstellen und gutes Material mit nach Hause bringen.
        Dazu noch die Selbstständigkeit….Du musst ja von der ganzen Sache leben und musst Dich daher auf 100% funktionierende Lösungen verlassen.

        Evtl. kommst Du dennoch mal in den Genuss von RAW-Video. Ich würde es Dir wünschen.

        Viel Erfolg weiterhin!
        Adam

  20. Wow – ausführlicher Artikel. Sehr gut!
    Als Conaon-Nutzer finde ich, dass Du das wirklich gut zusammengefasst hat!

    Vielleicht darf man hinzufügen, dass es für die Canon DSLRs eine alternative Software gibt, die sehr viele zusätzliche Einstellungen ermöglicht. “MagicLantern”
    Z.B. wäre da die RAW-Video-Aufnahme (nimmt Videos als CinemaDNGs auf, Bildbearbeitung dann z.B. in Lightroom. Qualität hierbei 1:1 wie RAW-Fotos = 14bit Video mit riesigem Dynamikumfang = Profifilmkameras), Tonaufnahme als einzelne Wav-Datei. FollowFocus (Focus-Startpunkt und – endpunkt festlegen, Kamera fokusiert automatisch von einem zum anderen Punkt), Auslösung auf Bewegung (z.b. für Tierüberwachung, Kamera machtg Foto wenn sie Bewegung erkennt), Intervallometer (für Zeitraffer).
    Videos in 2,5K und sehr, sehr viel mehr.

    Das tolle an dieser Software ist es z.b., dass Videos mit der selben Technik erstellt werden können, die Gunther hier in seinem Artikel über die Wüstenstadt gezeigt hat.
    Also knack-scharf und ein riesiger Dynamikumfang.

    Beispielvideos:
    https://vimeo.com/68326201
    https://vimeo.com/66362000

    Diese Software hat dann natürlich auch ihr ganz eigenes Menü.

    • Hi Adam,
      ja, zu Magic Lantern auf der 6D schreibe ich vielleicht auch nochmal etwas – allerdings hört sich das, was Du schreibst erstmal spektakulärer an, als es leider in der Praxis ist – z.B. ist es mit der 6D aufgrund ihres langsamen Controllers nicht möglich, RAW-Video in Full HD aufzunehmen, selbst nicht mit den schnellsten Speicherkarten sondern nur in deutlich geringerer Auflösung.
      Das Focus Peeking ist allerdings nett.
      Grüße
      Gunther

  21. Servus Gunther, erstmal vielen Dank für Deine Zeit, die Du in diesen Artikel investiert hast. Leider habe ich mir nach der Überschrift etwas ganz anderes vorgestellt. Ich gebe zu, ich bin schon immer Canon Nutzer und sehe Menüführungen bei anderen Herstellern manchmal als spannende Herausforderung, da sie dem, von mir gewohnten, abweichen.
    Sicher gibt es viele Variablen und Einstellmöglichkeiten, die ich derzeit für meine Art zu fotografieren nicht, bzw. noch nicht brauche, dennoch bin ich froh, dass sie vorhanden sind, um im Zweifelsfall darauf zurückgreifen zu können. Ich würde deshalb aber niemals vom Hersteller verlangen diese Möglichkeiten gänzlich zu streichen und behaupten: “das braucht kein Mensch”. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich sehr viele Entwickler, Marketingleute und Fotografen sehr genau überlegt haben, wo sie welchen Menüpunkt anbringen und warum.
    Heutzutage sind Kameras Hochleistungsgeräte, bzw Computer. Aus meiner Sicht ist es entscheidend, sich vorher zu informieren welche Features man braucht, nicht nur die Haptik, sondern eben auch,ob die Menüführung für mich logisch und eingänglich ist. Es gibt ja immer eine Bedienungsanleitung, und diese sollte man dann auch gründlich lesen, um nicht zu sagen studieren/lernen.
    Ob in einem Menü nun on/off steht oder eine sonstige klare Aussage, ob ich dieses Feature aktivieren oder deaktivieren will, ist aus meiner Sicht zweitrangig. Entscheidend ist doch viel mehr, die Option überhaupt zu haben.
    Um auf meinen Anfang zurück zu kommen, vielleicht wäre es gut gewesen, und das hatte ich mir eben erhofft, dass Du uns von dem jeweilige Menüpunkt eine Foto zeigst und dann auf die Einstellungen eingehst, warum Du genau diese gewählt hast. Gänzlich verfehlt halte ich Aussagen, etwas, das ich nicht nutze, als unnötig abzutun. In der großen Masse der Käufer einer 6 D gibt es vielleicht ja doch jemanden, der genau dieses Feature gesucht hat, das Dir vollkommen unwichtig erscheint. Ich selbst fotografiere mit einer 5D Mark 3 und bin derzeit dabei als Zweitkamera eine 6D anzuschaffen. Ich finde die WLAN Möglichkeit und die GPS Funktion als built-in Feature einer Preislich sehr günstigen Vollformat Kamera absolut genial. Es gibt andere Punkte, die mich dabei zwar nicht zufrieden stellen, die ich aber akzeptiere, wie zum Beispiel den sehr “abgespeckten” Autofokus der 6D.
    Eine kurze Anmerkung noch zu einem Deiner Punkte: Einstellungen IV
    Individueller Aufnahmemodus C1 und C2. Du sagst Du nutzt das nicht.
    Ich denke, genau das ist die Funktion und 100% Lösung, um Deinem Wunsch nach einer perfekt auf Dich abgestimmten und immer wieder erneut aufrufbaren Kamerakonfiguration abzuspeichern. Und das ist nun wirklich ganz einfach. Konfiguriere Deine Kamera für Deine Standard
    Nachtaufnahmen Situation, dann speichere das auf C1 ab. Auf C2 kannst Du irgendetwas anderes fest programmieren z.B. Standard Tageslichtaufnahmen, oder dunkle Innenräume mit hoher ISO, was auch immer. Ich jedenfalls will dieses Feature nicht mehr missen. Der Schritt in eine dunkle Kirche erfordert nur ein kleines Drehen des Einstellrades und ich hab die perfekten Kameraabstimmungen für die gänzlich entgegengesetzte Situation von Aufnahmen im grellen Sonnenlicht kurz davor vor der Kirche.
    Mit dem besten Gruß,
    Ernst

    • Hallo Ernst,
      danke für Deine Einschätzung. Ich finde schon, dass man bei Kameras in unterschiedlichen Segmenten auch unterschiedliche Schwerpunkte setzen sollte. Alle Funktionen, die möglich sind, in eine Kamera zu packen, nur weil sie einer mal brauchen “könnte” ist kontraproduktiv. Wenn man als Fotograf den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, dann konzentriert man sich irgendwie nur noch auf Technik, und die Fotografie kommt zu kurz.
      Ich möchte nicht erst ein Handbuch studieren müssen, um gute Fotos machen zu können. Ich möchte eine Kamera einmal einstellen und dann nur noch operative Sachen, die meiner Fotografie dienen machen müssen.
      Die Canon bietet viele Einstellungen – das ist im großen und ganzen ja auch okay – trotzdem könnte man es dem Benutzer einfacher machen. Und eine sinnvolle Benennung der Menüpunkte wäre schon wünschenswert. Deiner Argumentation nach könnte man ja auch 1,2,3,4 ins Menü schreiben. Der Nutzer hat doch das Handbuch, wo er nachschauen kann.
      Ich erlebe halt in meinen Coachings und Workshops immer wieder, dass die meisten Nutzer völlig überfordert sind mit den Möglichkeiten, die die heutigen Kameras bieten. Hier wäre einfach eine stringentere Nutzerführung (und das gilt für alle Hersteller) ein Schritt in die richtige Richtung.
      Grüße
      Gunther

      • Ist es nicht dem einen dann wieder zu stringent oder gänzlich unlogisch? Was dem einen gefällt, gefällt leider nicht dem anderen. Das sehen wir ja schon in unserer kurzen Diskussion.
        Ich sage nicht, unter dem Menüpunkt x sollte ein Verweis auf die Bedienungsanleitung Seite y stehen. “Um ein Auto steuern zu können, kommt man um Fahrstunden, einen Lehrer und eine Prüfung nicht rum”, somit ist Dein Ansatz Workshops anzubieten um Menschen Ihre Kamera zu erklären ja sehr schön und nachvollziehbar. Die Bedienungsanleitung ist aber mit Sicherheit ein weiteres gutes Lern- und Lehrmaterial, um sich mit seiner Kamera anzufreunden. Jederzeit gute Fotos sind mit Einstellung P oder dem grünen Quadrat zu erzielen, dafür kaufen sich aber die meisten nicht eine neue DSLR. Die heutige Technik bietet eben unglaubliche Möglichkeiten. Auch die Kameratechnik unterliegt einer Evolution. Eine voll manuelle Filmkamera vor 20 Jahren hatte eigentlich nur 3 Einstellmöglichkeiten, Zeit, Blende am Objektiv, und ISO/ASA über die Wahl des entsprechenden Films.
        Das waren tolle Zeiten und man konnte und hat herausragende Aufnahmen gemacht. Alle heutigen, technischen Möglichkeiten sind Hilfsmittel um das Leben des Fotografen zu erleichtern und sich eben nur auf das zu fotografierende Motiv konzentrieren zu können und entsprechend der Aufgabe ein perfektes Ergebnis zu erzielen.
        Aber und das ist ein wohl gemeintes “aber”, diese Entwicklung hat eine Preis, man muss offen sein, die Neuerungen verstehen zu können und zu wollen und sich darauf einzulassen Neues zu lernen, es sind nur Hilfsmittel um die Aufgabe zu meistern.
        Wenn jemand Mehrfachbelichtungen bereits mit seiner alten “Film Nikon”
        gemacht hat, freut sich heute gegebenenfalls über die Möglichkeit, dieses nun ebenfalls in der neuen DSLR erledigen zu können.
        beste Grüße, Ernst

        • Bernd 5. März 2014, 17:45   »

          Und was wäre falsch daran, viele dieser Hilfsmittel, also sog. PlugIns oder Addons anzubieten? Somit hat der Purist oder Profi Ruhe und der Anfänger seine Helferlein. Für eine Kamera um 2000 € in der heutigen Zeit, wo fast jeder TV ein Betriebssystem hat, ist das bei weitem nicht übertrieben. Was wäre so schlimm daran APPs für Kameras zu etablieren? Das wäre Zeitgemäß und jeder wäre zufrieden…

  22. Stefan 2. März 2014, 12:47   »

    Hallo Gunter,

    zum Thema Spiegelverriegelung ist es zumindest bei der 5DM3 so, dass man es mit dem Selbstauslöser (2 Sekunden) verbinden kann und somit die Aufnahme genau 2 Sekunden nach dem spiegelhochklappen beginnt. Probier doch mal ob das bei der 6D nicht auch funktioniert. ;-)

    viele Grüße
    Stefan

  23. Günter 2. März 2014, 12:40   »

    Vielen Dank für Deine umfangreichen Informationen. Gibt es außer den manuellen Einstellungen beim Einsatz des Novoflex Adapters auch Nikon-Objektive die an die 6D nicht passen. Wie ist es mit schweren Objektiven wie das AF-S 14-24.

  24. Martin 2. März 2014, 11:59   »

    Hm, von Teil 3 habe ich im Artikel nichts gelesen … aber prima, dass da noch was kommt. ;-)

    Einen schönen Sonntag wünscht,

    Martin

  25. Martin 2. März 2014, 11:36   »

    Hallo Gunther,

    danke für das zur Verfügung stellen Deiner Menüeinstellungen zur Canon 6D. Schön wäre es, wenn Du “allgemein” mal die 6D etwas einschätzen könntest. Zur Lichtempfindlichkeit bei Aufnahmen mit available Light und bei Nachtfotografie sind ja entsprechende aussagekräftige Informationen gegeben worden.

    Auch würde mich speziell interessieren, was für ein Anfangsobjektiv in Verbindung mit der 6D du ggf. empfiehlst. Deswegen, da ich beabsichtige, Ende April mir die 6D zu kaufen. Vorhanden ist hier schon eine 60D mit einem EF 16-35 f2.8 L meiner Frau. In engerer Wahl stehen ein EF 35 f1.4 L USM bzw. ein EF 24-105 f4.0 L IS USM. Landschaftsaufnahmen und Aufnahmen bei nicht optimalen Lichtverhältnissen stehen im Vordergrund, die Objektive wollen wir uns teilen.

    Danke!

    Grüsse aus Rgbg.,
    Martin

    • Wie gesagt, weitere allgemeine Dinge kommen in Teil 3.

    • Bernd 4. März 2014, 17:54   »

      Vorhanden ist hier schon eine 60D mit einem EF 16–35 f2.8 Ⅼ meiner Frau. In engerer Wahl stehen ein EF 35 f1.4 Ⅼ USM bzw. ein EF 24–105 f4.0 Ⅼ IS USM. Landschaftsaufnahmen und Aufnahmen bei nicht optimalen Lichtverhältnissen stehen im Vordergrund, die Objektive wollen wir uns teilen.

      Also da würde ich doch glatt das EF 16-35 f2.8 L auf die 6D stecken… :)

      • Martin 5. März 2014, 09:13   »

        Guten Morgen Bernd,

        entschuldige, aber Deine Antwort habe ich erst gerade bemerkt.

        Das Ef 16-35 L f2.8 ist mit Sicherheit eine gute Wahl für die 6D. Welches Objektiv würde sich sinnvoll als zweites Objektive anbieten, damit beide Bodybestückt sind, wenn wir durch Natur und Stadt gemeinsam gehen?

        Herzl. Grüße aus Rgbg.,
        Martin

        • Martin 5. März 2014, 09:23   »

          … und ergänzend zu meiner Antwort: Das EF 16-35 f2.8 L ist das “Immerdrauf” meiner Frau. Die erstrahl des Objektives liegt da auch bei Ihr ;-)

          LG,
          Martin

          • Als ‘immerdrauf’ (bei de Wahl zwischen Festprennweite 35mm und 24-105) ganz klar das 24-105.
            Ein gute bewährtes Objektiv, dass fast alle Wünsche abdeckt. Solide gearbeitet, bezahlbar, sehr langlebig. Gute Abbildungsleistung. “Das” Reporterobjektiv.
            Gerade wenn Du ‘Wanderungen durh Städte’ machst, bist Du damit gut bedient. Weite Aufnahmen von zB Plätzen und Gebäuden + Details jeglicher Art sind möglich.

          • Bernd 5. März 2014, 15:17   »

            Ich besitze eine 5D MkII (KB) und eine 550D (Crop). Bei Wanderungen durch die Natur oder bei Städtetouren verwende ich häufig das Canon 17-40 mm f4 oder das Tamron 24-70 mm f2.8 auf der 5D und das Canon 85 mm f1.8 oder das Sigma 150 mm f2.8 auf der 550D. Eine FB als “immerdrauf” ist bei einer Zweitkamera schon eine feine Sache, aber so wie ich das sehe, fotografieren ja beide zur gleichen Zeit. Wird nicht ganz einfach… aber ich wünsche Dir jetzt schon viel Spaß beim experimentieren :)

    • Simon 8. März 2014, 20:57   »

      Hallo,

      Vielleicht kann ich dir helfen ;)

      Ich habe seit kurzer Zeit auch eine Canon 6D!
      Bin total begeistert.
      Als immer drauf Objektiv verwende ich das EF 17-40 mm USM.
      Im Vergleich zum 16-35 mm kostet es die Hälfte und an Qualität
      mangelt es nicht.
      Das Pancake 40 mm Objektiv ist auch zu empfehlen!
      Preis/Leistungsverhältnis = top

      Weiters habe ich noch vor mir das EF 50 mm 1:1,2 und das EF 70-300 mm
      anzuschaffen. Ich glaube mit diesen Objektiven hat man ein breites
      Spektrum abgedeckt.

      Die 6D mit dem Pancake Objektiv in der Hand zu halten ist ein Traum!

      Liebe Grüße aus Österreich

  26. Joachim 2. März 2014, 11:26   »

    Moin Gunther,
    bist Du Zeitreisender??? ;-))))
    Liebe Grüße
    Joachim

    • Verstehe ich nicht…

      • Joachim 2. März 2014, 14:25   »

        Weil das verstellen der Uhr für Dich so wichtig zu sein scheint, dass Du es auf Punkt 1 des Individualmenü legst ;-)

        Oder habe ich da im Artikel was überlesen, dass Du es für einen Kniff bei Timelapseaufnahmen nutzt und deshalb so oft da ran musst?

        • Nein, ich vergesse aber gerne mal die Zeitzone umzustellen wenn ich reise und ärgere mich später dann, dass ich die Zeiten in LR verschieben muss… – daher :-)

          • Joachim 2. März 2014, 14:48   »

            Ah, ok.
            In die Verlegenheit komme ich leider selten….
            Ich reise zu wenig :-(

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