3 Ursachen für unscharfe Fotos und wie ihr sie in den Griff bekommt!

20122013

“Hilfe, meine Kamera macht unscharfe Fotos – woran liegt das?” – Fast täglich erhalte ich Emails mit ähnlichem Inhalt. Und immer ist die Antwort nicht einfach mal so gegeben – daher möchte ich heute einmal erklären, welche Ursachen es für unscharfe Bilder geben kann, wie man die Schärfe von Fotos überhaupt sinnvoll beurteilen kann und warum gerade bei diesem Thema so viele Denkfehler gemacht werden…

Grundsätzlich gibt es mindestens drei völlig unterschiedliche Faktoren, die zu “unscharfen Bildern” führen können

  1. Die Kamera oder das Motiv haben sich während der Aufnahme bewegt, das Bild ist verwackelt
  2. Der Fokus wurde nicht richtig “getroffen”
  3. Das Objektiv, mit dem fotografiert wurde, löst zu schlecht auf

Allen diesen Faktoren ist eines gemein: sie treten mehr oder weniger stark eigentlich bei allen Fotos auf, egal wie viel Mühe man sich gibt. Oftmals fallen sie gar nicht ins Gewicht, weil ihre Effekte geringer sind, als das Auflösungsvermögen der Kamera. Dann sprechen wir von “scharfen Fotos”.

Mit steigenden Kameraauflösungen werden diese Effekte allerdings immer “früher” sichtbar und führen unter Umständen zu Frustrationen, die nicht sein müssten. In diesem Artikel möchte ich der Sache mal auf den Grund gehen und Wege aufzeigen, damit umzugehen.

Um die folgenden Beispiele zu illustrieren, werde ich ein Foto von unserer Altiplano-Reise verwenden, und zwar dieses:

Wir gehen in diesem Beispiel von einem ideal scharfen Foto aus, es gibt keinen Schärfeverlauf in Abhängigkeit der Motiventfernung, also können wir einen beliebigen Bildausschnitt nehmen, um unsere Experimente durchzuführen.

Die Lok links hinten werden wir im Folgenden als Ausschnitt betrachten, dabei werde ich unterschiedlich große Pixel bei unterschiedlichen Sensoren und in unterschiedlichen Zoom-Stufen stilisiert darstellen. Zunächst werde ich Euch den Bildausschnitt so zeigen, als ob er mit einem “idealen Objektiv” aufgenommen worden wäre. Also ohne jegliche, durch das Objektiv eingebrachten Unschärfen. Später werden wir dann Bewegungsunschärfe durch Verwackeln simulieren sowie die Einflüsse eines “Normal-guten” Objektives.

Nehmen wir mal das Beispiel der Verwacklung. Wann ist ein Bild verwackelt? Wenn man es sieht. Ok. Aber wann sieht man es? Sieht man es auf einem 13×9 Abzug? Sieht man es beim Projizieren auf die 18 Meter Leinwand im Kino? Und selbst dann – sieht man es nur aus der ersten oder auch aus der letzten Reihe?

Wie oben schon angedeutet, ist jedes aus der Hand aufgenommene Foto verwackelt. Durch kurze Belichtungszeiten versuchen wir diese Verwacklungen so klein zu halten, dass sie nicht auffallen. Es geht also nicht darum, ob ein Foto verwackelt ist – sondern, wie stark es verwackelt ist.

Das gleiche gilt für gute oder schlechte Objektive. Niemand sieht auf einem 4″ Handy-Display im Vollbild, dass ein Bild aufgrund von Objektiv-Defiziten unscharf ist. Das Handybild auf dem Heimischen Full-HD-Monitor, oder gar auf eine Leinwand projiziert, offenbart dann aber ggf. schon Schwächen.

Neulich schrieb mir ein Leser ganz aufgebracht, er habe zu Analogzeiten viel mit Spiegelreflex-Kameras gearbeitet, später dann Digital nur noch mit Kompakt Kameras. Mit seiner Kompakten sei er dann auch soweit ganz zufrieden gewesen, immerhin habe sie scharfe Bilder geliefert. Nun habe er sich eine Nikon D7100 gekauft. Diese nun, würde nur noch unscharfe Bilder produzieren. Da hätte er sich doch von der Firma Nikon im Jahre 2013 deutlich mehr erwartet…

Meine Gegenfrage lautete dann, woher er denn wisse, dass die Kamera unschärfer sei, als die Kompaktkamera?

Nun, er habe sich die Bilder in der 1:1 Ansicht angesehen, und da wäre bei der DSLR null Schärfe vorhanden.

Die 1:1 Ansicht – Fluch und Segen zugleich

Die 1:1 Ansicht hat sich als “Messgröße” zur Beurteilung der Schärfe irgendwie etabliert. Das ist einfach und erstmal vordergründig plausibel, aber es führt auch zu einer ziemlich verzerrten Wahrnehmung.

In Lightroom bedarf es z.B. nur eines Klicks in das Bild, und schon wird alles schön groß angezeigt – nun sieht man, was “wirklich drinsteckt”. Und danach wird beurteilt.

An dieser Stelle möchte ich Euch einmal verdeutlichen, was passiert, wenn ihr auf Bilder im Vollbild oder auf “1:1” hereingezoomt anseht.

Ein FullHD Monitor kann ungefähr eine Auflösung von 2 Megapixeln darstellen. Wenn ihr also ein 24 Megapixel Bild als Vollbild auf diesem Monitor anzeigt, wird dieses zunächst mal auf 1/12 seiner Fläche verkleinert.

Wenn ihr nun auf 1:1 heranzoomt, seht ihr 2 Megapixel aus diesem Bild, also 1/12 des Gesamtbildes. Ein Pixel des aufgenommenen Bildes wird nun, in der 1:1-Ansicht, auf genau ein Pixel des Monitors projiziert.

Ein Monitor mit 60cm Breite und 35cm Höhe stellt nun also 2 Megapixel dar. Um die kompletten 24 Megapixel in 1:1 darstellen zu können, müsste euer Monitor bei gleichgroßen Pixeln knapp 2 Meter breit sein. Und ihr würdet immer noch im Abstand von 50cm davor sitzen.

Kino. Erste Reihe.

Was nun in den letzten Jahren passiert ist, ist, dass die Kamerahersteller immer mehr Megapixel in die Kameras gepackt haben. Meine erste Digitale hatte noch 4 MP, mittlerweile hat jedes Handy mindestens 8 MP, eine D800 36 Megapixel – und ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Hier die deutlich feinere Rasterung (kleinere Pixel) eines 36 MP Bildes im Vergleich zu den 12 MP oben.

Gleichgeblieben ist allerdings der 1:1-Klick – nur – um bei unserer Analogie zu bleiben – mit der höheren Auflösung  rücken wir immer Dichter an die Leinwand heran!

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen – wie beurteilen wir Schärfe? Wenn wir sie so beurteilen, dass bei 1:1 Ansicht und einem Betrachtungsabstand von 50cm zu unserem Monitor jeder Pixel knackscharf sein muss – dann vergleichen wir – wenn wir Kameras mit unterschiedlichen Auflösungen vergleichen – Äpfel mit Birnen.

Denn nicht die Sensoren sind für die Schärfe eines Bildes verantwortlich, sondern unsere oben genannte Faktoren. Und mit steigender Auflösung steigen, wenn wir die Bilder in 1:1 vergleichen, dann die Anforderungen daran:

  1. Wir müssen beim Fotografieren immer ruhiger werden. Wo bei 12 Megapixel ein einzelner Pixel noch nicht verwackelt war, ist er es bei 24 oder 36 Megapixeln möglicherweise.

    Boah, hab ich ein ruhiges Händchen!


    Ach du Sch* – das ist ja total verwackelt!


    Bitte beachtet den unterschiedlichen Abbildungsmaßstab! Dadurch, dass die Pixel bei höherer Auflösung immer kleiner werden, “zoomen” wir bei 1:1 immer dichter ran!
  2. Wir müssen immer akkurater Fokussieren – Ein ungefähr getroffener Fokus bei 12 MP fällt vielleicht noch nicht auf. Bei 24 oder 36 Megapixeln in 1:1 Ansicht sieht das ganz anders aus!
  3. Objektive, die mit 12 Megapixeln keine Probleme hatten, auch in 1:1 scharfe Bilder zu liefern, werden jetzt zwar nicht unschärfer – aber die “neuen” 1:1 der 24 oder 36 MP stellen natürlich andere Anforderungen!

    Sieht super aus – tolle Kamera – tolles Objektiv! – und das für das Geld!


    Au weia – was für eine Sch* Kamera – die schick ich gleich zurück!

Insbesondere die optische Leistung der Objektive hinkt dem Megapixelwahn prinzipbedingt hinterher. Selbst die schärfsten Objektiven, wie z.B. das Sigma 35mm f/1.4 (ich berichtete) haben eine nominelle Auflösung von nicht mehr als 17 MP. Kit-Objektive, wie das gerne bei Kameras mitverkaufte 18-55 oder das 18-105 bringen nicht mehr als 6 bzw. 7 MP auf die Sensoren.

Objektive nur nach dieser Messgröße zu beurteilen, wäre natürlich vermessen. Zu erwarten, dass einem bei Aufnahmen mit solchen Objektiven an einem 24MP Sensor dann bei 1:1-Ansicht knackscharfe Ausschnitte entgegenspringen, allerdings auch…

Der Crop Sensor stellt noch höhere Anforderungen

Kommen wir zu den neuen Kameras mit Crop-(Aps-C)-Sensoren und 24 Megapixeln Auflösung, wie z.B. der Nikon D7100, Nikon D5200 und Nikon D5300. Was vielen nicht klar ist, ist, dass diese Sensoren eine noch höhere Pixeldichte – also mehr Pixel pro Fläche und somit kleinere Pixel haben, als die D800 mit 36 Megapixeln an Vollformat.

Nimmt man den D800 Sensor und schneidet ihn auf Größe des Crop-Sensors zu, bleiben 16 Megapixel übrig. Das entspricht dem 16 MP Sensor der D7000/D5100. Die D800 und die D7000/D5100 haben also gleichgroße Pixel. Sieht man von dem größeren Bildausschnitt ab, haben sie also in Bezug auf Schärfe und “1:1”-Verhalten, wie ich es oben erklärt habe, die gleichen Eigenschaften, wenn man die gleichen Objektive einsetzt.

Die immer wieder, u.A. von Blogger-Kollegen aber auch von Fachverkäufern renommierter Fotogeschäfte schon gehörte Aussage “Die D800 ist eine Diva, an ihr braucht man die besten Objektive, mit ihr ein scharfes Bild zu erhalten gleicht einem Glücksspiel etc. etc…” könnt ihr nach dem bis hierher gelesenen ja nun selbst werten.

Nun aber zu den 24 Megapixel Sensoren der Nikon D7100, der Nikon D5200 und Nikon D5300. Würde man aus diesem Sensor ein Vollformat-Sensor machen, also außenherum die fehlende Fläche mit Pixeln gleicher Größe und Dichte ergänzen, bekäme man einen 54 Megapixel Sensor. Wollen wir wetten, dass es nicht all zu lange dauern wird, bis der erste Hersteller diesen auf den Markt bringt? :-)

Im folgenden Bild seht ihr die stilisierten Pixel schon nur noch, wenn ihr draufklickt und es euch größer anzeigen lasst.

Die Herausforderungen bezüglich unserer drei oben genannten Schärfe-Kriterien gelten also für die “kleinen” Kameras, D7100, D5200, D5300 aber genauso der 24 MP Einsteiger-Kameras D3200 und D3300, in verstärktem Maße!

Nicht umsonst ist Nikon dazu übergegangen, den Hochpassfilter (AA-Filter) bei der D7100 und D5300 vor dem Sensor weg zu lassen. Sensorseitig ermöglicht erst der fehlende Filter die hohen Auflösungen theoretisch darzustellen. Ich schreibe theoretisch, weil das praktische Ergebnis natürlich davon abhängt, was die Objektive überhaupt “durchlassen”. Im direkten 1:1 Vergleich habe ich bisher nur mit dem 300mm f/2.8 überhaupt Unterscheide zwischen dem Sensor mit AA-Filter und dem ohne feststellen können.

Wir müssen die Messmethode hinterfragen

Trotz der Tatsache, dass z.B. Sigma mit ihren neuen Art-Objektiven zeigen, dass höhere optische Auflösungen durchaus möglich sind und das auch zu einem fairen Preis – ist die Frage, die wir uns stellen müssen, doch eine ganz andere.

In Frage stellen müssen wir doch die “Messmethode”, die wir anwenden. Dieses Vergleichen von Äpfel und Birnen in der 1:1 Ansicht. Es geht doch nicht darum, immer das theoretisch maximal mögliche zu vergleichen, dass ein jeweiliger Sensor leisten könnte, sondern wir müssen wieder dazu übergehen, uns nach dem Verwendungszweck unserer Fotos zu richten!

In analogen Zeiten wäre doch der Foto-Enthusiast, der mit seinen 10×15 Abzügen glücklich war gar nicht auf die Idee gekommen, diese bei einer Multivisionsshow auf eine 18 Meter Leinwand projizieren zu lassen, sich diese aus 2 Metern Entfernung anzusehen und fortan nur noch unglücklich mit seiner ach so insuffizienten Kamera/Objektiv-Combo zu sein, weil sie keine scharfen Bilder mache.

Sicher – die 18m Projektion gab es nicht per Knopfdruck im Gegensatz zum heutigen 1:1 Klick. Aber so wie mein Beispiel den Meisten einleuchten mag, ist es auch heute so, dass der allergrößte Teil aller Digitalfotos am Rechner betrachtet werden. Und nein, nicht auf 2 Meter breiten Bildschirmen aus 50 cm Entfernung. Sicher werden auch Fotobücher gedruckt und Abzüge erstellt. Aber auch hier werden so gut wie nie die gesamten Auflösungen ausgereizt.

Natürlich gibt es Ausnahmen. So wie damals (und natürlich auch noch heute :-)) Fotografen diese Multi-Projektor-Shows fotografiert haben und dafür teure Kameras und spezielle Filme eingesetzt haben, so gibt es natürlich auch heute genügend – ja sogar mehr als früher – Anwendungsgebiete für hochauflösendes Material. Aber genau wie früher muss man sich, wenn man dafür fotografiert, dann im Klaren sein, dass man dann auch in entsprechende Technik – sprich: Objektive investieren muss. Und richtig gute Objektive sind nun mal meist nicht für schmales Geld zu haben.

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist aber sicherlich auch, dass diese hier erläuterte Diskrepanz zwischen Sensor-Auflösung und Mainstream-“Kit”-Objektiven den Herstellern in die Hände spielt. Jeder enttäuschte 1:1-Klicker ist doch ein potentieller Kunde für teures Glas. Umgekehrt werden hier aber vielleicht oft auch Bedürfnisse geschürt, die vielleicht gar nicht da sind. Für die Allermeisten sind 12 Megapixel im Endergebnis völlig ausreichend und decken alle Bedürfnisse ab – vom Web-Upload zu Facebook und Konsorten über das gelegentliche Fotobuch bis hin zum Poster an der Wand.

Und jetzt kommt’s: Nur weil eine Kamera 24 Megapixel auflöst und das Objektiv das nicht “auf die Straße” bringt, heißt das ja nicht, dass diese Bilder, auf z.B. 12 Megapixel herunterskaliert schlechter wären, als wenn man sie gleich mit 12MP aufgenommen hätte! Auch wenn der 1:1 Klick im Vergleich genau das suggeriert!

Tipp für “Normal”-Anwender

Hier ein einfacher Tipp: wenn ihr sowieso nicht in Kino-Größe projiziert und nicht tausende Euros für Objektive ausgeben wollt, schaltet doch im Lightroom die 1:1 Ansicht einfach auf 1:2 um. Das geht ganz einfach, in dem ihr oben links in Lightroom’s Navigator die Zoom-Ansicht auf 1:2 klickt (Klick auf die beiden Pfeile bringt ein Menü). Fortan wird Lightroom beim reinzoomen durch Klicken in das Bild auf 1:2 zoomen, anstatt auf 1:1. Eure Bilder werden schärfer aussehen, und ihr arbeitet zweckorientiert und müsst Euch nicht über für Eure Anwendungen irrelevante Defizite ärgern.

2013-12-19 20_00_22-Lightroom

Exkurs: Und was ist mit “Schärfen?”

Ein weiterer verbreiteter Irrtum ist, dass man mit der “Schärfen”- oder “Unscharf-Maskieren”-Funktion in Lightroom oder Photoshop, unscharfe Bilder scharf bekommt. Das kann die “Schärfen” oder “Unscharf-Maskieren” Funktion nicht. Unscharf ist unscharf. “Schärfen” auf unscharfe Bilder anzuwenden macht die Sache nicht besser, sondern meistens noch schlechter. Die Schärfen-Funktion ist dafür da, um scharf aufgenommene Bilder visuell noch etwas schärfer erscheinen zu lassen, nicht mehr aber auch nicht weniger.

Vielleicht ist aber doch etwas kaputt

Natürlich kann es auch sein, dass mit Eurer Kamera/Objektiv-Kombination etwas technisch nicht in Ordnung ist. Meiner Erfahrung nach ist das von allen Fällen von “Hilfe-es-ist-unscharf” die absolute Ausnahme, aber es kommt natürlich vor.

Zum Schluss also noch ein paar Tipps, wie ihr feststellen könnt, ob technisch alles in Ordnung ist.

Um zu testen, wir scharf Eure Kamera/Objektiv-Kombination ist, macht bitte folgendes:

  1. Stellt die Kamera auf ein stabiles Stativ.
  2. Schaltet einen ggf. vorhandenen Bildstabilisator aus (meist Schalter VR bzw IS am Objektiv).
  3. Schaltet im Menü der Kamera die Spiegelvorauslösung auf 1 Sekunde und den Selbstauslöser auf 2 Sekunden. Den Selbstauslöser müsst ihr ggf. noch aktivieren. Durch diese Maßnahmen eliminiert ihr jegliche Bewegungsunschärfe.
  4. Blendet das Objektiv auf f/5.6 ab. Hierdurch “betreibt” ihr die meisten Objektive in dem Bereich, in dem sie am schärfsten sind.
  5. Schaltet LiveView ein, dann fokussiert im Liveview auf ein definiertes Objekt. Hierdurch schaltet ihr jegliche Inkonsistenzen des Phasen-Autofokus aus. Der Liveview-Autofokus arbeitet visuell, per Kontrastmessung, hier gibt es keine Dejustage. Zum Unterschied zwischen den Autofokus-Modi habe ich hier schonmal einen Artikel geschrieben.

Macht nun ein Bild und schaut es Euch in 1:1 <;-) an. Ist es scharf? Das sollte das Maximum sein, was Ihr aus der Kamera/Objektiv-Combo herausholen könnt. Sollte dieses Bild schärfer sein, als das, was ihr “gewöhnt” seid, dann könnte auch der Autofokus dejustiert sein. Um das zu prüfen:

  1. Schaltet den Liveview wieder aus.
  2. Verschiebt das Fokusfeld im Sucher dorthin, worauf ihr fokussiert.
  3. Stellt die Blende auf Offenblende (also die größte mögliche Blendenöffnung / kleinste Blendenzahl), z.B. f/2.8 oder f/3.5, je nach Objektiv. Hier habt ihr die geringste Schärfentiefe, der Effekt wird also am ehesten sichtbar.
  4. Verdreht von Hand den Fokusring am Objektiv, bis durch den Sucher alles unscharf ist.
  5. Fokussiert mit Autofokus und Blick durch den Sucher und löst (auch wieder mit Selbstauslöser/Spiegelvorauslösung) aus.
  6. Macht das gleiche Bild (auf gleiche Postition des AF-Punktes achten!) nun noch einmal mit Liveview.

Nun habt ihr ein Bild mit dem Phasen-Autofokus fokussiert und eines mit Live-View. Der Phasen Autofokus kann schon mal dejustiert sein. Sollte das Ergebnis mit dem Phasen-Autofokus deutlich schlechter sein, als das mit dem Liveview-Autofokus, gehört die Kamera zum Service.

Exkurs: Telekonverter

Ein Vorteil der hohen Auflösungen möchte ich allerdings nicht verschweigen: mit den neuen 24 MP Crop Kameras ein Objektiv, wie das 300mm f/2.8 zu betreiben, ist eine wahre Freude. Dieses Objektiv löst nominell ca. 24 MP auf (bezogen auf Vollformat) – dadurch spart man sich bei der Tierfotografie jeglichen Konverter und hat selbst in 1:1 Ansicht wirklich knackscharfe Fotos. Hier mal eine 1:1 Ansicht des Auges eines Impalas – aufgenommen mit der Nikon D7100 und dem 300 mm f/2.8.

1:1 Ausschnit mit 300mm f/2.8

Das ist ein 1:1 Ausschnitt aus diesem Bild:

Apropos Tele-Konverter. Zu dem Thema hatte ich ja schon einige Male etwas geschrieben. Ich habe zwar den recht guten TC2-EIII 2x Converter hier, aber ich nutze ihn nicht mehr. Nach den Ausführungen eben, könnt ihr Euch ja vorstellen, was passiert, wenn man die ohnehin von der Auflösung hinter den Sensoren herhinkenden Objektive noch mit den weiteren Linsen des Telekonverters schwächt…

Früher, zu Analog-Zeiten gab es keine Ausschnittsvergrößerungen, wie wir sie heute machen können, zumindest bei Dias. Da war ein Konverter die Einzige Möglichkeit mit einem bestehenden Objektiv noch näher an das Motiv heranzukommen. Gewisse optische Einschränkungen nahm man dafür billigend in Kauf.

Heute konkurriert ein Konverter mit den hochauflösenden Sensoren, die Ausschnittsvergrößerungen erlauben – soweit eben die Auflösung des Objektives das hergibt.

Durch jeden Konverter wird die Auflösung des Objektives verringert – da hilft es auch nicht, dass das nun unschärfere Bild größer auf den Sensor projiziert wird.

Fazit

Hohe Sensorauflösungen sind nicht schlecht. Allerdings werden ihnen die meisten Objektive nicht gerecht. Per se ist auch das nicht schlimm, kommt es doch in erster Line darauf an, für welche Ausgabegröße und welchen Betrachtungsabstand man fotografiert.

Skurril wird es, wenn wenn man die Bildqualität nicht an den eigenen Anwendungsfällen beurteilt, sondern am Maximum, das ein Sensor in der Lage wäre, darzustellen – also in maximaler Vergrößerung – sprich 1:1. Unzufriedenheiten sind hier vorprogrammiert.

Die Investition in gute Objektive ist immer derjenigen in teure Kameras vorzuziehen. Ein gutes Objektiv macht jahrelang Freude und veraltet auch nicht so schnell. Die Kamera-Bodies werden immer mehr zum Technologieschauplatz – und die Endergebnisse – sprich Fotos – werden immer nur technisch so gut sein, wie die Objektive, durch die sie aufgenommen werden. Die Sensoren sind hier nicht die limitierenden Faktoren.

Nichtsdestotrotz lassen sich auch mit günstigen Objektiven gute Bilder machen – man muss sie ja nicht auf 18 Meter projizieren. Auf unsere digitale Zeit bezogen bedeutet das, man zoomt dann bei der Beurteilung eben auf 1:2 und nicht 1:1.

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Artikel ein wenig Licht ins Dunkel bringen und Eure Augen für eine etwas  realistischere “Qualitätsbeurteilung” öffnen.

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166 Kommentare bisher


  1. Christine Donath 17. April 2017, 10:45   »

    Vielen Dank für die gute Erläuterung, obwohl ich noch nicht gleich alles verstanden habe. Jedoch eins ist mit jetzt klar geworden: meine nagelneue Nikon D7100 , die ich “nur” als Gehäuse gekauft habe in dem guten Glauben, ich besitze ja ein gutes Objektiv, dieses Vorhaben ist nicht aufgegangen. Mein Objektiv für Nikon DX AF-S18-55 mm 1.3,5-5,6 G , welches mir jahrelang gute Dienste geleistet hat,liefert schon im Sucher nur unklare und verschwommene Bilder.Darum sollte ich mir wohl ein neues Objektiv zulegen. Aber aus ihrem Artikel entnehme ich, dass das 18-105 auch nur bedingt tauglich ist. Würden Sie mir bitte eine Empfehlung geben?

    • Naja, “im Sucher nur verschwommen” so schlecht kann das Objektiv nicht sein. Vielleicht ist die Dioptrien-Korrektur des Suchers verstellt.
      Ansonsten gehe den Artikel noch einmal durch und mache die empfohlenen Tests, dann weißt Du woran Du bist.
      Empfehlungen für Objektive findest Du in meiner Fototasche im Bereich Objektive.

      • Genau so, wie Gunther es geschrieben hat!

        Man kann auch keine allgemeinen Kaufempfehlungen geben. Man muss wissen, was man machen möchte, wofür man es benötigt und dann mal gezielt informieren. Konkrete Fragen kann man dann auch konkret beantworten.

        Es ist überhaupt nicht böse gemeint – aber etwas Arbeit muss man vorher schon reinstecken, woraus sich dann auch konkrete Fragen ergeben…

        Zum 18-105 von Nikon kann ich dir aber sagen: es ist ein sehr preisgünstiges Einsteigerobjektiv, von dem man kein großen Wunder erwarten kann. Aber – es macht auch gute Bilder!

        Für einen dauerhafteren Einsatz und bei häufigeren Objektivwechsel würde ich dies aber niemanden empfehlen. Zum einen hat es nur ein Bajonett aus Kunststoff statt Metall und zum anderen wirkt es relativ schnell klapprig. Aber als sehr günstiger Einstieg und für jemanden, der nie Objektive wechselt und nicht sehr häufig fotografiert auf jeden Fall zu gebrauchen…

  2. Hallo, selber habe ich kein Problem mit dem Thema scharf und unscharf. Finde den Artikel sehr gut und er bestätigt meine Annahme (die ich natürlich nicht so fundiert formulieren kann) welche Ursachen ein Bild unscharf erscheinen lassen. Ich habe jetzt eher das Problem, warum eine Kamera nicht mehr an geht. Vor paar Jahren war es die Canon EOS 300 D, und jetzt ist es plötzlich die Canon EOS 350 D. Da sollte ich jetzt noch Recherchen drüber anstellen. Ich spreche es hier auch mal an, weil ich hier ein tolles, fundiertes FAchwissen vorgefunden habe.
    LG Bluetenduft

  3. Hallo
    Dein Artikel finde ich sehr gut & nachvollziehbar.
    Habe mich,viele Jahre des Nichtfotografierens (Früher Analog
    Nikon F301) nun sehr schwer getan mit den Digitalkameras.
    Bin nun seit 1 Jahr glücklicher Besitzer einer D3200,die ich
    mit einem Tamron 18-270er Reisezoom erworben habe. Kurze Zeit
    später hab ich mir dann die schöne Festbrennweite Nikon AFS 35,1:1,8 gegönnt; für meine bescheidenen Fotografischen Fähigkeiten ein “Sahneteil”! Mit den beiden Objektiven eigentlich
    ne anständige Ausrüstung für einen DSLR Anfänger…oder ?
    Mit dem 35er Nikkor ja!!; mit dem Tamron 18-270 nein!! trotz aller Versuche und Einstellungen. Heute habe ich mich dann dazu
    durchgerungen es gegen das Nikon AFS 18-105 einzutauschen.
    Obwohl ich nun auf die lange Brennweite verzichten muss ;
    beim 1.Einsatz auf einem Wintermarkt und Schmuddelwetter hat es mich überzeugt…knackig scharf und Glasklar über den gesammten
    Brennweitenbereich !
    Aber eigentlich wollte ich darauf hinaus , was du schon erwähntest; die Auflösung in der Cam zu reduzieren um den
    DX-Objektiven gerecht zu werden . Dieser Gedanke kam mir auch
    schon , da ich Heutzutage einen regelrechten Pixelwahn sehe.
    Würde mich sehr freuen mal von dir zu hören…und zu lernen.

    Gruß aus Bochum
    Willi

  4. Hallo Sabine,
    bei Anfragen solltest Du uns etwas genauere Angaben machen.
    1. Sprichst Du vom Autofokus oder hast Du nur die
    Schärfen-Probleme bei der manuellen Einstellung
    über den optischen Sucher?

    2. Könnte es sein, dass u versehentlich am optischen
    Sucher die Dioptrien-Einstellung verändert hast,
    die vorher auf Deine Augen eingestellt war?

    3. Vielleicht könntest Du im Handel oder über einen
    Fotoclub jemanden mit der gleichen Kamera finden,
    der Dich mit Deinem Objektiv einige Probefotos
    machen lässt? — Damit erkennst Du genau ob es
    an deiner Kamera oder am neuen Objektiv liegt.

    4. Bei der Nennung vom Kamera-Typ ist es wichtig
    auch das Ausgangsformat zu nennen, da ich sonnst
    erst im Internet zu den technischen Daten
    gelangen kann. Es kommen wöchentlich neue
    Kameratypen auf den Markt und mir sagen dann
    die kurzen Typ-Bezeichnungen nur selten etwas.

    Es wünscht Dir
    viele sehenswerte Fotos
    im neuen Jahr
    Wolfhard

    • Hallo Wolfhard,

      tut mir leid, dass ich mich ungenau ausgedrückt habe… wahrscheinlich fehlt es hier einfach an der technischen Fachsprache meinerseits.

      Ich mache 2 identische Bilder: gleiches Motiv, gleiche Einstellung, alles identisch. Das Bild das ich durch den Sucher fotografiert habe, ist unscharf, das mit Liveview ist scharf.

      Ich habe heute jede Menge Testbilder gemacht und immer das gleiche Ergebnis. Vor allem bei Offenblende unansehnliche Bilder. Bei Blende 8 ist der Unterschied nicht so gravierend.

      Das Objektiv geht am Montag zurück zum Händler, allerdings teste ich es vorher noch mal bei einem Bekannten, der ebenfalls eine Nikon hat und bin auf das Ergebnis gespannt.

      Ich hatte ein ähnliches Phänomen mit dem Tamron 18-270 und bin dann nach etlichen Tests auf das Nikon 18-300 umgestiegen. Ich frage mich tatsächlich schon, ob meine Kamera evtl. nur Originalobjektive mag ;-)

      Viele Grüße
      Sabine

  5. Hallo Gunther,

    ich fotografiere mit der Nikon 7100. Zu Weihnachten gab es das Tokina 11-16 Weitwinkel. Die erste Reaktion ist enttäuschend, denn die Bilder sind total unscharf. Ich habe nun den Test gemacht: mit Liveview werden die Bilder scharf, durch den Sucher unscharf. In beiden Fällen habe ich die Spiegelvorauslösung auf 2s gestellt.

    Liegt das nun an der Kamera oder am Objektiv oder gar am Zusammenspiel der beiden? Bei meinen anderen Objektiven habe ich diese Probleme nicht.

    Viele Grüße
    Sabine

    • Hört sich so an, als ob Dein Objektiv einen Front- oder Backfokus hat. Da man soweit ich weiß Tokina Objektive (im Gegensatz zu Sigma) nicht selbst kalibrieren kann, solltest Du es wohl zum Service schicken.

      • Danke für deine schnelle Antwort. Ja, das Objektiv hat einen Backfokus, wenn ich durch den Sucher fokussiere…und leider ist es schon das 2. Objektiv das ich teste. Bin nun am Überlegen, ob ich auf das Nikon 10-24 umsteige, das du ja in einem Bericht sehr gelobt hast.

        Viele Grüße
        Sabine

    • Harald 9. Januar 2017, 10:55   »

      Schade das es immer wieder zu diesen Problemen kommt, man freut sich auch schöne Bilder und bekommt Magenschmerzen. Hatte das selbe Objektive vor ein paar Jahren auch an einer Nikon D7100 für genau einen Rundgang um die Alster an der Kamera, danach war es wieder verpackt und zurück geschickt.

      Von einem Händler weiß ich das diese Fehlfokus-Objektive einfach wieder verkauft werden. Gefühlt sind irgendwann nur noch welche im Umlauf mit den du um die Ecken fotografieren kannst.

      Im LiveView kannst du ungefähr sehen wozu das Objektiv in der Lage ist. Jetzt musst du entscheiden ob es zurück gegeben wird (Onlinehändler), justiert bei Tokina, was glaube ich aber nicht so einfach sein soll, da es nicht so viele Anlaufstation in Deutschland gibt.

      Ich bin an dem Sigma 18-35mm hängen geblieben, das USB-Dock hilft das Objektiv einzustellen, hatte einen Frontfokus an zwei Objektiven, das erste hatte ich gestauscht. Tiefenschärfe könnte besser sein, aber für DX gibt es auch nicht so viel davon.

  6. Hallo Hans.

    Das sind einfach nur zwei Dinge: Marhematik und Interpolation. Sonst wüsste ich nicht, was du meinst…

  7. Kathleen 5. November 2016, 10:15   »

    Super Artikel!
    Ich bin noch relativ neu in der DSLR-Fotografie und habe mir vor 2 Jahren eine Nikon D3300 gekauft mit Kit-Objektiv 18-55 mm, später ein Tamron-Teleobjektiv für Tierfotografie. Das Tamron ist ziemlicher Mist, es ist wahnsinnig schwer gute Fotos zu bekommen, sowie das Licht nicht mehr so gut ist, wird es für mich unmöglich.
    Das Kit-Objektiv finde ich allerdings für Landschaft & Co. wirklich genial (Warum sind diese so verrufen?). Ich habe nach diesem tollen Artikel gleich mal mit der 1:1-Ansicht probiert, ich wusste nicht das es so was gibt :) und Bilder, die mir in der normalen Ansicht scharf erschienen, waren es tatsächlich! Das Kit-Objektiv darf bleiben und begleitet mich weiterhin regelmäßig.
    Das Tele werde ich ersetzen müssen, auch wenn es echt weh tut 1000-2000 Euro für ein Objektiv auszugeben :|
    Danke für die vielen hilfreichen Infos!

    • Hans Albrecht 8. November 2016, 11:19   »

      Hallo,
      ausgelöst durch einen neuen hochauflösenden Monitor und das Stichwort 1:1 bzw. 100 % Ansicht möchte ich das Thema 100 % Darstellung gern diskutieren, denn
      100 % sind nicht gleich 100 %.
      Frage, wo paßt diese Diskussion hin ?
      Viele Grüße
      Hans

      • 100% Ansicht bedeutet, dass 1 Bildpixel auf 1 Monitorpixel abgebildet wird. Da gibt’s keine zwei Meinungen zu…

        • Hans Albrecht 8. November 2016, 18:18   »

          Hallo Gunther,
          das ist mir schon klar. Mir geht es aber um etwas Anderes.
          Wenn man ein Bild auf einem 1k-Monitor und auf einem 4k-Monitor jeweils in 100 % anzeigt, sieht man völlig unterschiedliche Bildausschnitte.
          Wenn man die Bildausschnitte aus gleichem Abstand jeweils bei 100 % betrachtet, hat man das Gefühl, daß die Anzeige auf dem 4k-Monitor viel schärfer ist, ist sie aber nicht, denn sie wird 4 mal kleiner abgebildet.
          Angenommen gleiche Bildschirmgröße, gleicher Betrachtungsabstand muß man auf dem 4k-Monitor
          400 % einstellen, um mit dem Bildauschnitt bei 100 % auf dem 1k-Monitor vergleichen zu können.
          Viele Grüße
          Hans

          • Das stimmt, aber ich würde das trotzdem nicht machen. Auf dem 4K Monitor erkennt man viel mehr Details. Das heißt Du wirst in der Regel bei 1:1 erkennen, ob ein Bild scharf oder unscharf ist. Gegeben, Du hast gute Augen. Wenn nicht, dann ist ein 4K Monitor ohnehin eine schlechte Wahl… :-)

          • dpi/ppi – speziell zu Druckauflösung aber auch zu Bildschirmauflösungen, wieviele Megapixel es braucht usw.

            Der Fotojounrnalist Dieter Bethke aus Kiel, der zusammen mit dem Frank Fischer (aus Seevetal von der FF-Fotoschule) den Fotopodcast “fotophonie” herausgibt, stammt aus der Druckbranche und hat in einer fotophonie-Folge mal alles wunderschön zusammengefasst.

            Da diese Thema sehr komplex ist und oft viele überfordert, hoffe ich, Gunther hat nichts dagegen, dass ich hier mal den Link zu dieser Folge herein schreibe. Dort könnt ihr euch mal alles zu diesem Thema anhören und auch lesen (mit Beispielbildern).

            Gunther hat in seinem Blogbeitrag schon alles Wesentliche zusammengetragen und sehr gut dargestellt. Wer etwas tiefer gehen möchte und sich evtl. mit dem Gedanken trägt silbst mal drucken zu wollen, der erfährt in der fotophonie-Folge 38 sehr viel Interessantes dazu!

            http://fotophonie.de/fotophonie-038-dpippi-und-der-ganze-rest/

            Da ich sehr viel mit dem Auto unterwegs bin, höre ich unterwegs oft Fotopodcast-Folgen. Damit vergeht die Zeil viel schneller, als immer mit der gleichen Musik… Und sehr oft lernt man immer mal wieder etwas dabei, weil sich da einige Leute wirklich die Mühe machen, bestimmte Themen mal sehr detailliert darzustellen. Also jeden, der Podcast nicht nutzt, sei dies mal ans Herz gelegt. Mit einem Podcatcher auf dem Smartphone kann man kostenlos Podcasts buchen und die aktuellen Folgen werden immer automatisch heruntergeladen. Die kann man dann wunderbar im Auto per Bluetooth über die Bordanlage hören und der Podcatcher stoppt, wenn man telefoniert oder aussteigt und spielt automatisch weiter wenn man wieder auflegt bzw. irgendwann später weiter hört.

            Also Leute – hört auch mal Podcast! Mal aktiv hören ist besser als sich immer nur berieseln zu lassen… ;-))

          • Hans Albrecht 9. November 2016, 16:41   »

            Hallo,
            solche Links, auf denen einfache Grundlagen anschaulich dargestellt werden, sind gut, aber so viel Grundwissen sollten wir schon voraussetzen, wenn man sich so lange mit Fotografie beschäftigt.
            Ich möchte einige Eindrücke mit dem neuen Monitor schildern, bevor ich mich dann mit dem Kalibrieren, dem eigentlichen Thema (dann dort), beschäftigen werde.
            Ausgangspunkt war, daß der Laptop mit seinem 15 Zoll,
            1920×1080-Display, 140 ppi, zwar recht gut auflöst, aber für mich zu klein war. Außerdem ist die Sitzposition ungünstig. Deshalb habe ich mich zum Kauf eines 27 Zoll, 3840×2160, 160 ppi entschlossen.
            Vom Bild her ist der Monitor bei nun günstiger Sitzposition sehr gut, insbesondere nicht schlechter als das Display des Laptops.
            Im Normalfall arbeite ich etwa mit einem Betrachtungsabstand wie Monitordiagonale, bei der Auflösung kann ich aber auch mal wesentlich näher ranschauen, ohne daß Raster stört.
            Als einen wesentlichen Vorteil der hohen Auflösung empfinde ich, daß Zoomen, wobei ja meist nicht ganzzahlig skaliert werden kann, störungsärmer darstellt, die Interferenzen stören kaum noch.
            Windows 10 gestattet für fast alle Programme getrennte Skalierungen für die Bedienung, so daß es eigentlich keine Probleme bzgl. Erkennen von Schrift, Stellern… gibt.
            Viele Grüße
            Hans

  8. Randle P. McMurphy 21. September 2016, 15:40   »

    Die Vielzahl der Kamerasysteme und Digitalformate
    macht es inzwischen auch einem Profi schwer
    den Überblick zu behalten zudem wir überwiegend
    Fotografen und keine Techniker sind.
    Fakt ist aber das heutige Digitalkameras alles
    Analoge von früher Auflösungstechnisch in den Schatten
    stellen und die zusätzlichen Verbesserungsmöglichkeiten
    in der EBV (Photoshop etc.) den Unterschied noch wesentlich vergößern.
    Ich habe vor kurzem um ein gebraucht erstandenes
    Nikkor AIs 1,4/85 zu testen eine Portraitserie
    bei 400 ISO/ASA fotografiert.
    Ein Print auf 60x80cm zeigte eine Qualität welche
    früher gerade einmal mit Mittelformat erreicht wurde
    (ein gutes Labor vorausgesetzt).
    Meine Nikon D700 ist mit ihren 12mp so gesehen auch
    schon ein Oldie aber auch hier zeigte das Nikkor
    jeden Aufnahmefehler gnadenlos aus.
    Verwacklung – Bewegungsunschärfe – Fehlfokus !

  9. Wow – vielen Dank für diesen hilfreichen Artikel. Er holt die Realität aus dem Marketingdschungel, der uns bei der Technik im Zeitalter der digitalen Fotografie umgibt. Erhellend und beruhigend zugleich – ich habe keine Sehfehler und meine Objektiv-/Kamerakombi wird auch in Ordnung sein.

  10. Brigitte Ehmann 18. August 2016, 13:36   »

    Hallo Wolfhard,
    Vielen Dank für den Tipp – diese Methode ist wahrscheinlich einfacher als die Frage mathematisch zu lösen.
    Es ändert natürlich nichts daran, dass man die Fotos erst am großen Bildschirm richtig beurteilen kann – der vorstehende Artikel hat allerdings bewirkt, dass ich die (Un)Schärfe etwas entspannter beurteile.
    Brigitte

  11. Hallo Frau Ehmann,
    die Beurteilung der Bildschärfe auf dem Kamera-Monitor
    ist oft problematisch, da die Auflösungen bei den Kameras
    sehr verschieden und z.T. sehr schlecht sind.

    Mein Tipp:
    Sehen Sie sich die “scharfen” Fotos auf dem Kamera-Monitor
    immer im gleichen Vergrößerungsfaktor an / z.B. 5-fach
    Nach einer kurzen Übungszeit werden Sie die neu
    erstellten Fotos — auch auf dem weniger auflösendem
    Monitor Ihrer Kamera richtig beurteilen.
    Wichtig ist nur, dass Sie sich auf einen Vergrößerungsfaktor festlegen.

    Gut Licht wünscht
    Wolfhard

  12. Brigitte Ehmann 17. August 2016, 16:19   »

    Meine Kamera bietet eine stufenweise Vergrößerung der Vorschau auf dem Monitor, von 1,4-fach bis 16-fach (Die Stufenzahlen entsprechend der möglichen Blenden). Ab 5,6-fach sehen eigentlich alle Bilder unscharf aus, auch wenn sie dann in Lightroom bei 1:1 also 100% scharf angezeigt werden.
    Welcher Vergrößerung in % entsprechen diese Stufen? Oder anders gefragt: kann man berechnen, welche Stufe der 100% Vergrößerung entspricht?

  13. Hi!
    Danke, super Artikel! Bin vor vier Tagen von einer 350d auf eine 80d umgestiegen und habe genau dieses Problem bei der 1:1-Schärfe in Lightroom bemerkt. Beim Googeln nach einem Unschärfeproblem bei Kameras mit hoher Auflösung bin ich auf diese Seite gekommen und sehe jetzt die Dinge etwas gelassener! Liebe Grüße aus Wien! Siegi

  14. Sven Teubert 27. Mai 2016, 22:45   »

    Hallo Gunter,

    in deinem Artikel schreibst du, bei verschobenen AF-Feld sollte die Schärfe bei Phasen-AF und LV nicht so weit auseinander liegen. Genau das ist aktuell bei meiner D600 (mit Nikon 24-70) die Frage. Zu sehen ist dies “nur” bei 1:1 Ansicht. Ich vertrete jedoch die Ansicht, dass es hier kein Unterschied geben darf (in Anbetracht der Kombo) . Muss ich meine Meinung hier korrigieren?

    • Wenn der Fokus bei Phasen-Autofokus und Liveview (Kontras-Autofokus) auseinanderliegt ist das ein klares Zeichen für Front- bzw. Backfokus. Am besten die Kamera und das Objektiv zum Nikon Service schicken, da man gerade bei Zoom Objektiven mit der statischen AF-Korrektur im Menü allein meist nicht zum Ziel kommt.

      • Sven Teubert 28. Mai 2016, 12:29   »

        Beides war zusammen beim Nikon Service. Antwort : Die Kamera macht was sie soll.
        Also scheint zumindest eine leichte Abweichung zwischen Phasen-AF und Kontrast-AF bei den peripheren Fokusfeldern ok zu sein. Der Center-Fokuspunkt ist bei beiden Fokusvarianten gleich.
        Ist diese antowrt zu akzeptieren oder ist zu empfehlen dort weiter dran zu bleiben?

  15. Michael Herzog 23. Mai 2016, 23:12   »

    Hallo Gunter,

    je mehr ich von dir lese desto besser gefällt mir deine Seite.

    Der Bericht über unscharfe Bilder hat mich zu der Erkenntnis gebracht das es zum Teil an meinen Lichtschwachen Optiken an der D810/D800, an meiner Art die Schärfe (1:1 Ansicht in LR) zu beurteilen und zum größten Teil an mir selber wie ich fotografiere liegt das ich viele unscharfe, Bilder bekomme. Jetzt werde ich mir eine Strategie ausdenken wie ich das ändern kann. Ich fotografiere einfach zu gerne um immer frustriert nach Hause zu gehen.

    viele grüße
    Michael

  16. Klaus 16. Mai 2016, 16:56   »

    Hallo Gunter.

    Einfach Genial und aus der Erfahrung heraus.
    Ich bin bei meiner Suche im Internet nach Informationen zum Kaufentscheid einer neuen Vollformat Kamera auf diese Seite durch absoluten Zufall gestoßen und kann nur mitteilen, dass ist hier der Hammer. In keinem Forum konnte ich bis dato solche gewinnbringende und plausible Erfahrungen nachlesen.
    Ok, ich muss mich nun hier mit allem neu beschäftigen und die Infos nachlesen um eventuell mit der einen oder anderen Nachfrage an Dich eventuell heranzutreten, aber lieber lese ich hier noch ein paar Tage als das ich mich auf Unerfahrene Berichte von Pseudoprofis verlasse und dann im Nachhinein über eine Fehlentscheidung ärgere.

    Bezüglich Deiner GoPro Ausführung kann ich eventuell wenn Du magst, meine Erfahrung hier mitteilen, da ich die kleine bei unseren Autoausfahrten mehrfach montiert an Fahrzeug einsetze und die Filme im Anschluß entsprechend mit Premiere dann bearbeite.

    Vielen Dank für diese tolle Seite
    Gruss Klaus

  17. Markus 14. Mai 2016, 22:13   »

    Hallo Gunter,

    ich war auch schon öfter von der Schärfe meiner Bilder enttäuscht. Ich habe eine Nikon D5200 und seit kurzem das AF-S NIKKOR 35mm 1:1,8G.
    Ich habe eben meinen Autofokus wie in deiner Anleitung beschrieben getestet. Mit dem Kontrastautofokus war das Ergebnis knackscharf, über den Phasenautofokus leider überhaupt nicht. Dann habe ich noch mein Kit-Objektiv 18-105 angeschraubt. Dabei ist auch ersichtlich das der Kontrastautofokus besser ist, aber der unterschied zum Phasenfokus ist sehr sehr klein.

    Muss meine Kamera zum Service oder ist einfach das 35mm Objektiv misst?

  18. Matthias C. 5. April 2016, 12:51   »

    Hallo Gunther, danke für Deinen Artikel. Der hat mir sehr geholfen und die Augen geöffnet. Ich war auch nach dem Umstieg des öfteren von der “Unschärfe” meiner Canon700D enttäuscht. Jetzt habe ich mir einige Bilder nochmal angeschaut und siehe da, bei einigen ist wohl meine Autofokuseinstellung noch nicht optimal gewesen und einige sind … verwackelt … Daher meine Frage, welche Belichtungszeit ist Deiner Meinung nach noch “aus der Hand” bei einem Telezoom drin, ohne zu Verwackeln? Werde dann doch mein Stativ mehr zum Einsatz bringen als früher bei meiner guten alten T70. Viele Grüße, Matthias

    • Hallo Matthias, die alte Fotografenregel sagt: 1/Brennweite, also z.B. bei 200 mm mind. 1/200 Sekunde. Aber das ist nur ein sehr grobes Richtmass!!! Bildstabis verlängern die mögliche Aufnahmezeit sogar.

      Wichtig: Guten Stand haben (leichter Ausfallschritt, Ellenbogen am Körper abstützen), am besten irgendwo abstützen oder “Bohnensack”, Kamera an die Stirn drücken, beim Ausatmen abdrücken usw. ;-)) Man kann sehr viel dazu beitragen, die Zeit ggf. zu verlängern.

      Hängt aber auch von jeder Person selbst ab. Finde das Optimum für dich selbst heraus, bei kritischen Aufnahmen hilft manchmal auch schon eine Serienbildaufnahme, von denen du die Schärfste heraussuchst. Aber so Pi mal Daumen ist die goldene Regel schon hilfreich…

    • Hans Albrecht 5. April 2016, 15:31   »

      Hallo Matthias,
      ich habe auch eine Canon SX 700, den Eindruck von Unschärfe bei verschiedenen Bildern kann ich nur bestätigen. Abgesehen von den genannten Fehlern, AF nicht korrekt, etwas verwackelt, die natürlich immer mal passieren können, habe ich aber festgestellt, daß in der Kamera offenbar Flächen bspw. Kirchenwände, Felder, Gebüsche glattgerechnet werden, auch wenn die Darstellung von Unterschieden für Bildschärfe noch dienlicher wäre. Dadurch entsteht insbesondere bei Tele, aber da schon bei relativ geringen Entfernungen, ein Eindruck von Unschärfe,
      was noch nichts mit Dunst zu tun hat.
      Ich habe lange ermittelt, ob es sich möglicherweise um Beugungserscheinungen handelt, nein, das ist es nicht, vergleichbare Kameras sind da besser.
      Viele Grüße
      Hans

      • Matthias C. 6. April 2016, 15:22   »

        Hallo Hans, danke für Deine Antwort. Deine Kamera ist allerdings ein anderer Typ als meine (Canon EOS 700D). Meine alte Powershot hatte auch mit Flächen Probleme. Die hat meine neue 700D nicht. Viele Grüße, Matthias

        Hallo Gerd, danke für den Tipp. Die Faustregel kannte ich nicht, den “guten Stand” schon. Probier das jetzt mal aus. Viele Grüße, Matthias

        • Hans Albrecht 7. April 2016, 08:01   »

          Hallo Matthias,
          danke und entschuldige bitte, da habe ich mich beim Lesen des Typs vertan. Aber der Hinweis, daß es bei Dir mit einer älteren Canon PS ähnliche Probleme gab, hilft mir schon.
          Viele Grüße
          Hans

  19. Rudof Infanger 28. März 2016, 12:16   »

    Super Artikel
    Als ehemaliger Canon A1 Fotograf und nun mit Canon EOS70D unterwegs doch einige aha Erkenntnisse. Bin mal gespannt, wie die Fotos einer geplanten Namibareise werden. Werde vorher feissig üben!
    Objektive:
    EF-s 10-22 1:3.5-4.5
    EF-S 18-135 1:3.5-5.6
    EF 70-200 1:4
    Habe auch Konverter probiert, konnte mich aber nicht begeistern. Stativ ist natürlich immer dabei.
    Gruss Ruedi

  20. Hans Albrecht 20. März 2016, 11:21   »

    Hallo,
    ich bin immer noch auf der Suche nach einer für mich am besten geeigneten Kamera, eigentlich sollte ich noch weglassen.
    Da Bildschärfe ein wesentlicher Faktor ist, für mich nahezu der entscheidende, versuche ich momentan über Beispielbilder das Ziel zu erreichen. Ich nutze photographyblog.com, da werden Originalbilder angeboten.
    Zur Beurteilung zeige und betrachte ich die Bilder unter gleichen Bedingungen (Bildschirm 1920 x 1080, Betrachtungsabstand etwa Bildschirmdiagonale.
    Erforderlichenfalls vergrößere ich auf 100 %, auch mal mehr).
    Da ich Superzoomkameras sehr praktisch finde, nutze ich
    momentan eine Canon SX 700. Ich bin aber mit der Bildqualität nicht so recht zufrieden.
    Deshalb habe ich versucht herauszufinden, ob das typisch für die Canon-Kamera dieses Typs oder generell für diese Art Kameras ist, es scheint an der Canon zu liegen, also nicht generell.
    Ich muß noch ergänzen, um immer einen Vergleich zu haben,
    habe ich Bilder einer Nikon D 5500 mit herangezogen, eigentlich ein hohes Ziel, was mit den Kompaktkameras
    eigentlich nicht erreichbar sein sollte.
    Im Ergebnis bin ich jetzt bei einer Olympus SH 2, etwa vergleichbare Bilder sind nicht schlechter als die der
    Nikon D 5500, und das überrascht mich jetzt schon.
    Höre ich da einen Aufschrei ?
    Viele Grüße
    Hans

    • Irgendwie glaube ich, hast Du den Artikel nicht richtig gelesen oder nicht verstanden. Du vergleichst die JPGs der Kameras auf 1920×1080. Da kannst Du höchstens Unterschiede in der Kontrast und Farbwiedergabe der Kameras sehen, sprich, vergleichst, wie gut die Kameras ihre Bilder bearbeiten. Vermutlich sieht jedes Bild eines aktuellen Handys in dem Szenario besser aus, als das einer tausende Euro teuren DSLR.
      Du solltest Dich wirklich mal mit der Materie der Fotografie im RAW Format und dem Thema Bildbearbeitung mit Lightroom auseinandersetzen. Und Dich vor allem mit den grundlegenden Fototechniken beschäftigen – wie fotografiert man richtig, welchen Einfluss haben gute Objektive etc. Dazu empfehle ich z.B. unsere Einsteiger Serie. Dann weißt Du hinterher, worauf es ankommt, und warum eine bestimmte Kamera ggf. für Dich die richtige ist.
      Anderenfalls kannst Du natürlich auch eine Kompakte oder ein Smartphone nehmen, viele der damit aufgenommenen Bilder sehen erstmal auch sehr gut aus.

      • Hans Albrecht 20. März 2016, 15:28   »

        Hallo Gunther,
        den Aufschrei habe ich erwartet, allerdings sachlicher.
        Bitte lies meinen Beitrag nochmal genau, ich habe geschrieben, erforderlichenfalls vergrößere ich…
        Wenn man 2 Bilder hernimmt, bspw. für die Nikon die Towerbridge, und für die Olympus die Ansicht vom Keleti-Bahnhof, dann kann man meine Behauptung nachempfinden.
        Beide Bilder kann man in der Originalauflösung für nef bzw. orf downloaden und beurteilen. Das habe ich getan.
        Viele Grüße
        Hans

        • Ich hab’s ja nur gut gemeint. Wie so viele verrennst Du Dich glaube ich in Vergleichen, die halt überhaupt nichts bringen.
          Die Schärfe eines Bildes hat eigentlich gar nichts mit der Kamera zu tun. Maßgeblicher Faktor ist (mal abgesehen von einer technisch einwandfreien Aufnahme, bei der der Fokus sitzt und die nicht verwackelt ist) vor allem das Objektiv.
          Bilder aus dem Netz runterzuladen, die unter zweifelhaften Voraussetzungen mit unterschiedlichen Kameras/Objektiven/Belichtungszeiten/Blenden etc. gemacht wurden, bringt gar nichts.
          Mein Tipp: kauf Dir eine beliebige Kamera, an die Du Wechselobjektive anschließen kannst, investiere mindestens das gleiche Geld in eine gute Festbrennweite und lerne damit umzugehen. Dann wirst Du scharfe Bilder machen, dass Dir die Augen tränen ;-)
          Oder kaufe Dir halt die Kamera, die Du nach Deiner Web-Vergleich-Auswahl für die beste hältst und erfreue Dich ihr und den Bildern, die Du damit machst. Wichtig ist doch, dass Du mit der Kamera Freude hast. Wie gesagt, gute Fotos macht eh der Fotograf, technisch sind die Kameras heute alle dazu in der Lage, das zu unterstützen.
          Vorschläge für die Konkrete Auswahl findest Du hier auf den Seiten ja zur Genüge.

          • Hans Albrecht 21. März 2016, 08:19   »

            Hallo Gunther,
            ich wollte mit meinem Beitrag eigentlich nur zum Thema diskutieren, dabei die Möglichkeiten ansprechen, die das Netz da bietet. Ich habe lange gesucht, bevor ich die Seite gefunden habe, zu der ich meine, daß man die angebotenen Fotos für Vergleiche heranziehen kann.
            Wenn man einige Fotos, wie ich das getan habe, ausgewertet hat, werden die Ergebnisse plausibel, d. h. ich halte die angebotenen Bildqualitäten für seriös.
            Ich kann nur empfehlen, auch diesen Weg auszuprobieren.
            Viele Grüße
            Hans

    • ullrich 20. März 2016, 13:58   »

      Wenn man ein Bild nur genügend verkleinert, wird (fast) jedes Bild scharf. Die absolute Auflösung (also die Anzahl der theoretisch nebeneinanderliegenden Details, die gerade noch erkennbar sind) ändert sich dabei nicht bzw. wird nur kleiner. Darüber wird die Schärfe des gesamten Bildes definiert.
      Ein Beispiel: Großformatige Negative (8″x10″) zeigen die größte Detailfülle, obwohl sie eine relativ schlechte Auflösung in LP/mm haben (selten besser als 5, d.h. 1/10mm oder 20mal so schlecht wie mittlere DSLRs)

      Und natürlich hängt das auch vom Objektiv ab.

      Gruß

      ullrich

      • Hans Albrecht 21. März 2016, 08:06   »

        Hallo Ullrich,
        was Du schreibst ist sicher richtig, nur genau diesen Gedankengang will ich ja mit meiner Bemerkung Betrachtungsabstand etwa Bilddiagonale an dieser Stelle ausschließen.
        Viele Grüße
        Hans

  21. @Gerd

    Stimmt ;) und das Wichtigste bleiben die Objektive :) Es nützt der beste Sensor nix wenn dass Objektiv matscht.

  22. Michael 11. März 2016, 15:02   »

    Hallo Gerd,

    er meint bestimmt in Deinem Beitrag vom 17.12.

    Gruß

  23. Wolfhard zum Thema Schärfentiefe.

    Die Schärfentiefe hängt von zwei Faktoren ab:

    Erstens von der Blendenöffnung — je kleiner das Blendenloch gewählt wird, je größer ist der Schärfenbereich.(Die kleinste Blendenöffnung liegt bei unseren Kameras meistens bei Blende 22)

    Zweitens vom Abbildungsmaßstab.

    Also, je kleiner der Kamerasensor ist, je größer ist der Schärfentiefen-Bereich. — z.B. Fotos mit einem Handy
    — und damit arbeitet man mit einem winzigen Sensor—
    da ergibt sich eine Schärfenzone von vorn bis zum Horizont.

    Fakt ist, dass die Brennweite der Objektive KEINEN Einfluss auf die Schärfentiefe hat !!!

    Probe:
    Die Kamera hat den gleich-großen Sensor, und die Blende ist identisch.
    Mit dem Tele fotografiere ich FORMATFÜLLEND einen Baum und gehe anschließend mit dem Weitwinkel so dicht an den Baum heran, sodass er auch das volle Format ausfüllt. —
    Beide Fotos zeigen den gleichen Schärfenbereich !

    Also, glaubt den Ausführungen nicht mehr, wenn Euch eingeredet wird:

    “Mit einem Weitwinkel erreichen Sie eine größere Schärfentiefe!”
    Nur bei gleichem Abstand vom Motiv wird der Abbildungsmaßstab mit dem Weitwinkel erheblich kleiner, und dadurch erreiche ich eine große Schärfentiefe —
    die absolut gleich wäre, wenn ich mit dem Tele so weit zurück gehe, um den gleichen Abbildungs-Maßstab wie bei dem Weitwinkel zu erreichen!

    Hallo Hans,
    glaube nicht an den Pixel-Wahn (12-16 Mill. reichen )
    und an das Zauberwort “Vollformat” — das war eine tolle Wortfindung von Canon — es bleibt immer noch “Kleinbild”!!!

    Leider bekomme ich nichts von Olympus —
    aber schau Dir mal die OM-D Serie an.

    Heute stehe ich vor Vergrößerungen 60×80 cm und sehe keinen Unterschied zu meinen Aufnahmen, die ich analog im Mittelformat mit der Hasselblad aufgenommen habe —
    WAS WILL ICH MEHR ???

    Und wenn ich meine Bildershow mit dem Beamer präsentiere, so kenne ich keinen bezahlbaren Beamer, der an meine
    Objektiv-Kamera-Auflösung heran reicht.

    Sollte Dich die Werbung doch zur Nikon oder Canon
    (ver)- führen, so wähle den Kamerakörper eine Preisklasse
    niedriger, und entscheide Dich für ein besseres Objektiv,
    VERZICHTE auf das KITANGEBOT !!!

    Mein bewährter Schlüssel:
    Summe X = 50% für den Kamerakörper und 50% für das Objektiv !

    Frohe Weihnachten wünscht Euch
    Wolfhard

    • Du hast ja vollkommen Recht Wolfhard!

      Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass es schwieriger ist einem Anfänger den Abbildungsmaßstab zu erklären als die Brennweite.

      Beispiel hierfür: Du nimmst eine Kamera (Sensor bleibt immer gleich groß) und Objektive verschiedener Brennweite und machst ein Bild mit der gleichen Blende. Das eigentliche Objekt wird mit geringerer Brennweite zwar mit immer kleiner, aber die Schärfentiefe auch größer. Machst du jetzt alle Bilder beim Druck gleich groß und beschneidest vorher die Bilder so, dass sie das Objekt alle gleich groß anzeigen (Ausschnittsvergrößerungen), hast du von der Bildwirkung völlig identische Bilder, nur mit unterschiedlicher Schärfentiefe (immer gleicher Bildwinkel).

      Natürlich ist der Abbildungsmaßstab dafür verantwortlich. Aber verursacht durch die Brennweite – logisch, denn dieser berechnet sich ja auch aus der Brennweite und dem Abstand.

      Nur ist die Frage – wie erklär ich’s meinem Kinde, oder hier einem Fotoanfänger…

      Und wenn du dann noch mit Zerstreuungskreis anfängst wird es erst richtig kompliziert. Deshalb erkläre ich es lieber so, wie eben beschrieben, weil ich finde, dass es für Anfänger verständlicher ist.

      Änderst du den Abstand, so dass der Abbildungsmaßstab gleich bleibt, ist natürlich auch die Schärfentiefe bei anderer Brennweite gleich – nur: du hast jetzt einen anderen Bildwinkel, das Objekt wird damit verzerrt Perspektivänderung) und damit die Bildwirkung natürlich auch anders.

      Wichtig ist letztendlich, dass man es versteht. Insofern ist alles was du geschrieben hast natürlich völlig korrekt, aber das ist auch eine Thematik, die oft zu Mißverständnissen führt.

      • Hans Albrecht 19. Dezember 2015, 17:27   »

        Hallo Gerd und Wolfhard,
        unter wikipedia/schärfentiefe wird die Problematik ausführlich behandelt.
        Aber zurück zu meinem Anliegen, Unschärfe durch Beugung…
        Auch hier kommt man an etwas Mathematik nicht vorbei, dazu gibt es auch Veröffentlichungen.
        Der Einfluß der Beugung geht proportional mit dem Cropfaktor, d. h. bei der angesprochenen Canon SX 700 mit
        Cropfaktor ca. 5.7 ist der Einfluß entsprechend viel stärker als im Kleinbildformat oder auch bei der Nikon D 5500 mit Cropfaktor ca. 1.5.
        Ich frage nur an, möglicherweise ist es bei Euch kein Thema, weil Ihr nur mit Kameras arbeitet, die kleinere Cropfaktoren haben und wo damit Beugung bei üblichen Blenden wie erwähnt bis Blende 11 keine wesentliche Rolle spielt.
        Viele Grüße
        Hans

    • Hans Albrecht 19. Dezember 2015, 10:49   »

      Hallo Wolfhard,
      auch wenn die Betrachtungen zu Schärfentiefe nicht mein Anliegen betrifft, der Aussage, daß Schärfentiefe nicht von der Brennweite abhängt, widerspreche ich.
      Natürlich ist die Schärfentiefe auch abhängig von der Brennweite.
      Viele Grüße
      Hans

  24. Seh ich ganz genauso.

    Und wenn es mal ein so schönes Motiv ist, hält einem ja niemand davon ab, mehrere Bilder mit verschiedenen Blendenöffnungen zu machen – da kann man dann zu Hause am PC ordentlich Pixel peepen – die Unschärfe durch Beugung ist so gering, dass es bei Ausbelichtungen auch in großen Formaten nicht auffällt.

    Macht einfach mal richtige Bilder in einer vernünftigen Größe und vergleicht diese – dann seht ihr selbst, was ich meine. Dann macht man sich über diese ganzen theroetischen Dinge weniger Gedanken! Das gilt im Übrigen auch für das Rauschen, das viele oft stört!

    Und wenn man wirklich mal ganz große Bilder herstellen möchte – einen Ausschnitt des Bildes der späteren Auflösung und Größe genauso auf ein kleines Format drucken oder ausbelichten lassen und dann vergleichen…

  25. Hans Albrecht 14. Dezember 2015, 18:22   »

    Hallo Gunther,
    ich beschäftige mich z. Zt. mit Unschärfe durch Beugung, Frage, gehst Du darauf irgendwo ein ?
    Ich glaube, qualitativ einigermaßen durchzusehen, bzgl.quantitaver Angaben bin ich noch auf Suche, obwohl ich auch dazu schon einige Angaben gefunden habe.
    Viele Grüße
    Hans

    • Na klar wird die Qualität bei ganz kleinen Blendenöffnung etwas schlechter, aber ich mache da keine Wissenschaft draus. Bis f/11 ist eh kein Stress und wenn ich darüber gehe, habe ich meine Gründe dafür und nehme dann etwas Beugungsunschärfe in Kauf. Das ist ein Theroretisches Ding, das in der Praxis nicht die große Rolle spielt. IMHO.

      • Hans Albrecht 16. Dezember 2015, 10:27   »

        Hallo Gunther und Gerd,
        danke, Eure Erfahrung bezieht sich sicher auf Format Kleinbild.
        Meine Recherchen wurden ausgelöst durch Schärfeprobleme bei Kompaktkameras mit kleinerem Sensor. Nach den Ursachen suche ich noch. Es zeichnet sich aber schon ab, daß die Ursache auch da nicht Beugung ist.
        Da Beugung aber ein kontinuierlicher Vorgang ist, d. h. Beugung immer auftritt, kommt es darauf an, ab wann sie stört. Deshalb probieren…
        Und da geht das Problem los.
        Ich möchte noch sagen, daß ich ein sehr fortgeschrittener Anfänger bin, (noch) mit Kompaktkameras (Sony RX 100, Canon SX 700) arbeite, aber ggfs. auch auf größer formatige Kamera umsteigen würde, wenn ich von der Notwendigkeit überzeugt würde.
        Da ich keine Möglichkeit habe, Kameras diesbezüglich zu testen, bin ich auf Tests Anderer angewiesen.
        Da gibt es digitalkamera.de, diese Tests sind hilfreich, aber leider nicht für alle Kameras verfügbar.
        Praxisnäher erscheint dkamera.de/Beispielbilder, hier habe ich schon viele Bilder von einigen Kameras verglichen, leider nur mit mäßigem Erfolg.
        Ich bin nach oben zunächst bis zu Nikon D 5500 mit Zoomobjektiv gegangen, kann beim besten Willen nicht die Unterschiede erkennen (eigentlich keine),
        die mich zum Kauf einer größerformatigen Kamera animieren.
        Viele Grüße
        Hans

        • Meine Aussagen bezogen sich nicht auf Kleinbildformat. Diese gelten allgemein. Ich vorwiegend mit APS-C, aber auch mit Vollformat. Es besteht kein Grund für dich, eine Vollformat zu kaufen, wenn du nicht genau weißt, wofür du das brauchst. Solche Kameras sind teurer, meist auch schwerer und größer, ganz zu schweigen von den Objektiven.

          Eine D5500 ist eine Top-Kamera. Auf jeden Fall bleibe beim APS-C Format (D3x00, 5×00, 7×00)!

        • Noch eine, Hans.

          Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Schärfentiefe. Je geringer diese ist, desto besser kannst du Objekte freistellen (also Hintergrund unscharf). Dafür braucht man neben einer möglichst offenen Blende auch eine evtl. etwas längere Brennweite.

          Mal zum Vergleich: bei einer Vollformat hat ein Objektiv mit einer “normalen Brennweite” (entspricht etwa dem Sehfeld des menschl. Auges) eine Brennweite von 50 mm. Bei einer APS-C Kamera, wegen des kleineren Sensors, entspricht dies nur noch 35 mm. Bei den MFT Kamerad sind es nur noch 25 mm. Je kleiner der Sensor wird, desto kleiner wird dann auch die Brennweite. Und kleinere Brennweite bedeutet ebenso wie eine geschlossenere Blende (Blendenwert größer und Blendenöffnung damit kleiner) eine größere Schärfentiefe und damit eine schlechtere Freistellung. Bei den Spiegelreflexkaneras oder alternativ spiegelnden Systemkameras mit wechselbaren Objektiven hast du erst mal zusätzlich die Möglichkeit der Auswahl der Brennweite durch deine Wahl des Objektives. Das Rauschverhalten ist besser (gerade bei geringerem Licht), oft auch der Autofokus schneller, eine bessere Ausstattung, meist einen besseren Verwacklungsschutz und du kannst diese Kameras auch ruhiger halten. Zusätzlich gibt es viel mehr Zubehör.

          Jetzt kommt es darauf an was du machen willst und was am besten zu dir passt. Da hilft erst einmal viel lesen und verstehen und sich dann für das Richtige entscheiden. Spätestens wenn die ersten Zubehörteile dazu kommen hat man sich dann schon für ein System festgelegt, dass man dann nicht mehr so schnell wechseln möchte bzw. kann…

          • nur “klitzekleine” Anmerkung zu vorigem Post, verwechsel ich auch immer:

            … damit kleiner) eine –>größere<– Schärfentiefe und damit eine schlechtere Freistellung. …

          • Natürlich hast du Recht, Daniel!
            Böser Patzer!!!
            Gunther – kannst du das bitte unbedingt in meinem Post korrigieren?

          • Hans Albrecht 17. Dezember 2015, 15:36   »

            Hallo Gerd,
            danke noch mal auch für die Ergänzung.
            Die Zusammenhänge zur Schärfentiefe habe ich im Griff.
            Mir geht es ausschließlich um Unschärfe durch Beugung.
            Auch dazu sind mir die Zusammenhänge soweit klar, nur die praktischen Auswirkungen speziell bei der Canon SX 700 nicht (liegt die flaue Bildwidergabe bei Zoom an der Beugung oder nicht, ich glaube eher nicht).
            Da für meine derzeitigen Einsatzgebiete Kompaktkameras mit ihrem geringem Gewicht optimal sind, geht es mir darum, festzustellen, ob es Kompakte mit so kleinen Chips gibt, die besser sind.
            Viele Grüße
            Hans

          • Danke Gunther!

          • Da ist ein Dreher drin ;) Kleinbildsensor, bsp. 35mm Objektiv, 35mm Brennweite=35mm auf dem Foto, APS-C, Cropfaktor 1,5-1,6 35er Brennweite auf +-52mm vergrössert. Das Bild wird grösser, nicht kleiner ;)

          • Peter – wo ist ein Dreher? Schreib doch bitte mal genau in welchem Beitrag (Datum, Uhrzeit und von wem) und evtl. in welchem Abschnitt…

          • @Gerd das Forum sortiert hier etwas komisch ;)
            Ich meinte das als Antwort darauf:

            Mal zum Vergleich: bei einer Vollformat hat ein Objektiv mit einer „normalen Brennweite“ (entspricht etwa dem Sehfeld des menschl. Auges) eine Brennweite von 50 mm. Bei einer APS-C Kamera, wegen des kleineren Sensors, entspricht dies nur noch 35 mm. Bei den MFT Kamerad sind es nur noch 25 mm.

            Denn es ist so, dass FX (Kleinbild) mit einem 35er Objektiv ein 35er Bild macht, an einem ABPS-C Sensor (DX) aber mit Crop Faktor 1,5-1,6 macht das Objektiv mit 35mm Brennweite ein 52er Bild weil der Sensor quasi 1,5fach vergrössert. Um hier einen Abbildungsmaßstab einer 35er Brennweite über das ganze Bild zu bekommen müsstest du ein 24er Objektiv draufschrauben ;) Beispiel Leica X1 als Nichtspiegelreflex aber mit APS-C Sensor, war beworben als eine “35mm Festbrennweitenkamera” die 35er Bilder macht, aber dafür ein 24er Objektiv fest verbaut hat ;)

          • Du hast ja Recht, Peter, es aber in dem Zusammenhang oben vielleicht nicht richtig verstanden, so wie ich dies meinte.

            Natürlich hat man den Cropfaktor bei kleineren Sensoren durch den Bildausschnitt aus dem größeren Bildkreis. Es ging ja dort um die Brennweite, die dem Bildeindruck des menschlichen Auges entspricht. Um dann bei kleineren Bildsensoren den gleichen Bildeindruck zu haben, muss man eine kleinere Brennweite nehmen und der etwas größere Bildwinkel wird dann durch den Cropfaktor wieder kompensiert. Denn eine kleinere Brennweite ist nun mal vom Bild her weitwinkliger.

            Man spricht ja deshalb beim Cropfaktor immer vom “in etwa” – das bezieht sich auf den Bildauschnitt. Die Perspektive wird dann nämlich etwas anders.

            Völlig identische Bilder erhältst du nur, wenn du bei drei verschiedenen Kameras mit unterschiedlichen Sensorgrößen das gleiche Subjekt immer mit der gleichen Brennweite vom gleichen Standpunkt aus fotografierst und anschl. die Bildausschnitte so wählst, dass diese exakt den gleichen Inhalt zeigen. Da die kleineren Sensoren ja bereits den Ausschnitt durch die kleinere Sensorfläche cropen, musst du das Bild einer der Kamera mit einem größeren Sensor dann nach der Aufnahme mehr beschneiden…

            Fazit: Die Brennweite ist an jeder Kamera gleich, nur der Bildauschnitt ändert sich durch den Crop – oder die gesamte Bildwirkung, wenn ich den Abstand zum Subjekt ändere, um den gleichen Bildausschnitt zu erhalten.

            Du meinst letztendlich genau das Gleiche – ist immer nur eine Frage dessen, was man wie darstellt. Wichtig ist, dass man die Zusammenhänge dann in etwa kennt, besonders, wenn man mit verschiedenen Sensorgrößen arbeitet.

            Wer nur mit APS-C arbeitet, dem sollte das beim Fotografieren schon egal sein. Man muss dann nur beim Kauf von neuen Objektiven mit den Brennweiten darauf achten, was man möchte. In Foren usw. bezieht man sich eben oft auf die Kleinbildformate (die 35mm stammen vom ehemaligen Kleinbildfilm; Digitalkameras mit vergleichbar großen Sensoren werden heutzutage oft fälschlicherweise als “Vollformat” bezeichnet – hat sich eben so eingebürgert…). Da spielt dann der Cropfaktor eine Rolle.

            Aber ein Bild mit einer Kleinbildkamera bei 50 mm entspricht eben nicht einem Bild mit einer APS-C Kamera bei 35 mm (gleicher Standort, gleiches Subjekt), die Bildwirkung wird schon durch die Perspektive mit einem weitwinkligeren Objektiv, dessen Bild man anschl. durch die kleinere Sensorgröße automatisch wieder cropt, eine etwas andere…

            Aber das weißt du sicher genauso wie ich, Peter. Leider wird dies oft immer etwas durcheinander geworfen oder missverstanden. Nur mit der Schärfe hier hat dies alles eigentlich relativ wenig zu tun… ;-)

  26. Hendrik 7. Dezember 2015, 23:35   »

    Hallo Gunther,

    vielen Dank für diesen Artikel, er hat mir geholfen, mit dem Frust der ersten Teleaufnahmen mit der neuen Kamera klarzukommen. ;-)

    Aber von Anfang an:
    Bis vor Kurzem fotografierte ich “nur” mit einer Canon EOS 1000D (APS-C 2.592 x 3.888 = 10,1 MPixel) und den mit der Kamera gekauften Kit-Objektiven EF 75-300 f/4-5,6 und EF-S 18-55 mm f/3,5-5,6 sowie dem EF-S 60 mm f/2,8 Macro USM.
    Nun habe eine EOS 7D Mark ii (APS-C 3.648 x 5.472 = 20,2 MPixel).
    Mit den Fotos durch das 60 mm Makroobjetiv war ich zufrieden, nicht aber mit denen durch das Tele. Dein Artikel brachte mich auf den richtigen Weg, aber als Physiker wollte ich das genauer wissen = messen.
    1. Schwierigkeit war, ein Testbild zu finden, das mehr als 2.000 Linien pro Bildhöhe (= LW/PH = Line Width / Picture Height) ausweißt. Eines mit 4.000 LM/PH inklusive Anleitung fand ich hier: http://vcc.zih.tu-dresden.de/files/vc/tests/testbilder/anleitung.pdf
    2. Schwierigkeit war, die Seite 11 = Testbild sw mit entsprechender Auflösung zu drucken. Geklappt hat das nur mit einem guten Laserdrucker und Druck mit der Option “Poster” auf 2 Seiten DIN A 3 => ein DIN A 2 Testbild.
    3. Das Fotografieren im Licht einer 2.00 W Videoleuchte war dann einfach. Ich habe bei jeder Brennweite mit Offenblende und 2 bzw. 3 Blendenstufen abgedunkelt fotografiert,natürlich mit Stativ, Fernbedienung und Spiegelvorauslösung.
    4. Beim Bewerten der Aufnahmen habe ich mich erstmal auf die Bildmitte beschränkt, aber schon das war ernüchternd, wie Du/Ihr hier sehen könnt: http://www.woelper.net/foto/Testbilder_Auswertung.PNG
    Das EF-S 60 mm f/2,8 Macro USM schafft locker 3.000 (von 3.468 der EOS Bildhöhe). :-)
    Das EF-S 18-55 mm f/3,5-5,6 schafft immerhin noch 2.500 LW/PH bei minimaler und maximaler Brennweite. :-|
    Aber das EF-S 60 mm f/2,8 Macro USM entäuscht mit Werten um und unter 2.000 LW/PH :-(
    Also in Lightroom die Bilder nur mit Vergrößerung 1:2 ansehen und auf ein besseres Teleobjektiv sparen. ;-)

    Grüße aus NRW
    Hendrik

  27. Hallo Gunther, exakt zwei Jahre nach Deinem vorauseilendem Bericht habe ich meine Erfahrungen mit einer spiegellosen 25MPI Crop Kamera und deren großer Schwester, einer 50MPI dSLR sammeln können. Auslösung und Stand (Haltung) sind m.E. die K.O. Kriterien außer der Optik: Nach ausgiebigen Anwendungen ziehe ich die klassische 3-Punkt Abstützung der dSLR, nämlich in beiden Händen gehalten und abgestützt auf dem Jochbein, vor allem i.V.m. dem supersanftem Spiegelschlag (von Schlag mag ich garnicht mehr sprechen) der Liveview bedingten Freihand Haltung vor den Augen allemal vor. Danke für Deinen frühen Bericht und alles Gute für 2016!

  28. Wolfgang 3. Dezember 2015, 12:43   »

    Hallo Gunther

    Was für ein toller Artikel, da ist vieles wahr.

    Das heißt aber auch üben üben

    Grüße

    Wolfgang

  29. Wolfhard Giersch 18. November 2015, 13:22   »

    Gratulation!
    Ausgezeichneter Artikel, der absolut mit meinen Erfahrungen und meinen Aussagen bei meinen Fotokursen
    in der VHS-Münster überein stimmt.

    Heute stehe ich vor Vergrößerungen 60×80 cm. und frage
    mich: ” — hast du die Aufnahme mit der Olympus (E-5)
    gemacht, oder stammt sie noch aus der analogen Zeit,
    mit der Hasselblad ?”

    — und somit ist für mich der Punkt erreicht, der mich
    resistent für diverse neue Kamera-Werbung macht.

    Weiterhin “Gut Licht”
    wünscht Dir Wolfhard

  30. Hallo, es war sehr Hilfsreich!!!
    DANKE
    Fotoreisen interessieren mich, aber die genannte Reisen
    habe ich schon bereits gemacht.
    Afrika-Namibia+Botswana steht auf Plan.Wegen Ebola haben wir auf Eis gelegt. Da hätten wir Interesse.
    Gruß
    L.Kovacs

  31. J.Lerche 11. Oktober 2015, 08:15   »

    Hallo Günter, Deine Auffassung über die Schärfe von Fotos kann ich nur bestätigen. Ich habe mir für meine Sony a 77 das 70 x400 von Sony zugelegt ( vorher 70 x 400 von Sigma ) und es liegen Welten dazwischen. Ich bin gerade von einem 23. Tagetripp aus Namibia zurück und habe mit der Sortierung und der Nachbearbeitung begonnen. Wenn Du Interesse hast kann ich Dir mal ein paar tolle Fotos senden. Übrigens haben wir 15 Tage von der Palmwag Logdes bis zu den Epupafällen über das Hartmennstal gezeltet.War sehr toll und keine Menschenseele. Gruß Joachim

  32. simply1 11. August 2015, 23:54   »

    Hallo Günther,
    soweit teile ich all Deine Einschätzungen.
    sehe bei der D5300 selbst jedoch ein massives Problem mit Vibrationen durch den Verschluss bei Aufnahmenzwischen 1/80 und 1/250. Hat offensichtlich grösseren Einfluss als die optimale Blendeneinstellung.
    Meine Vergleichsbilder sind im unten angefügten link zu sehen. Unschärfe nicht erst bei 100%.
    Kann es sein, dass der Verschluss der 24MP Kameras Aus der D5xxx-Reihe eine Schwachstelle ist?

    http://www.dpreview.com/forums/thread/3815060?page=6

  33. Hi, wie immer sehr guter Artikel!

    Eine Frage zum Telekonverter-Exkurs: Spielt es denn eine Rolle, ob ein Bild mit demselben Objektiv am Crop-Sensor oder am Vollformat mit Beschneiden im Post Processing aufgenommen wurde?

  34. Hallo, erstmals vielen Dank für den sehr informativen Beitrag.

    Nun stelle ich mir die Frage, ob es zB bei einer D5200 und wenn man nicht unbedingt HighEnd Objektive verwendet, Sinn machen würde, die Megapixelanzahl zu reduzieren?
    Vorrausgesetz man hat nicht mehr mit den Bildern vor als sie max auf A4 auszudrucken?

    Über einen Tipp dazu würde ich mich freuen.

    Danke und Grüße

  35. Neumann, Peter 1. Juni 2015, 15:12   »

    Dein Bericht hat mir vieles klar vor Augen gemacht. Prima!

  36. Michael 12. Mai 2015, 18:07   »

    Hallo Gunther,

    vielen Dank für die tollen Ausführungen!!!
    Mir stellt sich da jetzt eine Frage, bringt es etwas, wenn ich die Bildgröße auf die nominelle Auflösung des Objektivs anpasse?

    VG
    Michael

    • Hallo Michael,

      auf dem Sensor trifft das analoge Signal des Objektives auf und wird dann praktisch vom Sensor digitalisiert. Vor dem Sensor sitzen noch einige Filter (z.B. Tiefpass, Infrarot). Diese beinträchtigen auch etwas das Signal. Dann sind die Sensoren ja nicht quadratisch und füllen somit die gesamte Sensorfläche aus. Zumal das Signal noch durch ein Array (wie z.B. Bayer-Matrix: 50%grün, 25% rot, 25% blau) in seine Bestandteile zerlegt wird.

      Wie Gunther schon schrieb – etwas mehr Sensorauflösung ist nicht schlechter, aber der Maßstab ist das Objektiv! Es bringt nichts, die Bildgröße an das Objektiv anzupassen, da man die Werte, wie z.B. die Auflösung der Objektive ja mit anderen Methoden ermittelt wird, als der Sensor dies in deiner Kamera dies tut… Da spielen eben noch etliche andere Faktoren mit rein.

      Wenn du mit Bildgröße meinst, statt einer APS-C einen Vollformatsensor zu nehmen, bringt dies bei einem gleichen Vollformatobjektiv rechnerisch und praktisch natürlich Vorteile (bei gleicher Pixelanzahl der Sensoren), weil du ja eben nicht nur einen Ausschnitt des Bildes auf dem kleinen APS-C-Sensor abbildest, sondern bei gleicher Pixelanzahl ja viel mehr “Objektivauflösung” auf die gleiche Pixelanzahl verteilst – nur eben auf einem größeren Sensor. Bei gleichem Standpunkt, müsstest du nun aber wieder vergrößern (oder bei der Aufnahme dichter heran gehen)…

      Aber hey – das ist alles schnöde Theorie und Rechnerei!!! Trotzdem habe ich dazu etwas aufgelistet. Da spielt noch mehr rein: Konstruktionsprinzip der Sensoren usw.)

      Wie groß brauchst du hinterher wirklich die Bilder? Das maximal Machbare – und das vielleicht 2 oder drei mal… Seit da bitte alles ehrlich zu euch selbst! Wir sind mit der Auflösung heute schon weiter, als man zu Analogzeiten zu träumen gewagt hatte…

      Da gilt alles aus dem Blogbeitrag, wie Gunther es oben bereits schrieb!

      Grundprinzip bei den heute aktuell üblichen hohen Sensorauflösungen: Das Objektiv ist der Maßstab! Alles andere artet dann in Pixelpieperei aus…

  37. Jörg Felix 15. April 2015, 19:24   »

    Hallo zusammen,
    ich nutze die Schärfediskussion hier einmal um evtl. eine einigermaßen nützliche (für mich- sehr subjektiv) Einschätzung hinsichtlich eines Objektivkaufs zu führen. Gunther hat ja über das 300mm/2,8 von Nikon berichtet. Toll, aber für mich zu eng im Nutzungsbereich. Im Moment habe ich eine Sigma 70-210/2,8 an meiner D300 und D5300. Gut, aber langsam und natürlich schwer. Da ich ebenfalls gerne in Afrika fotografiere und viel unterwegs bin (auch zu Fuß) hätte ich gerne ein vernünftiges Allroundobjektiv. Da fällt der Blick dann unweigerlich auf das 80-400 G von Nikon. Meine Frage in die Runde und an Gunther: Gibt es vernünftige (und gerne auch etwas preiswertere), scharfe Alternativen. Es kann sein, dass sich auch noch eine D750 in meinen Fotorucksack schleichen wird. Möglicherweise……nachdem Gunther so von ihr geschwärmt hat. Falls diese Anfrage hier nichts verloren hat: Straft mich mit Missachtung, ist o.k. Ansonsten bin ich dankbar für jede Hilfe. Danke und schöne Frühlingsfototage. Jörg

    • Das 80-400 kenne ich leider nicht, aber vielleicht kann ja jemand von den Lesern etwas beitragen…

    • Michael 12. Mai 2015, 18:53   »

      Hallo Jörg,

      schau doch mal bei dxomark.com, da kannst Du Dir die Ergebnisse unterschiedlichster Objektive getestet an unterschiedlichen Bodys anschauen, bittet einen ganz guten Überblich und auch Vergleich.

      Michael

  38. Ralf Schade 13. März 2015, 17:46   »

    Hallo, mit großen Interesse habe ich den Bericht zu “unscharfen” Fotos gelesen; leider habe ich das gleiche Problem. Ich werde auf jeden Fall einmal die von Ihnen beschriebenen Punkte ausprobieren.
    Eine andere Frage zum Thema “gute” Objektive:
    Ich hätte gerne so ein 18-300 mm Objektiv. Das gibt es ja für ca. < 800€. Taugt das was?
    Wenn nein, was wäre empfehlenswert, wenn ich gerne so ein "immer drauf" Objektiv haben möchte?
    Schon mal Danke und Gruß
    Ralf

    • Hallo Ralf,

      solche Super-Zoomobjektive stellen immer einen Kompromiss dar. Bei bestimmten Brennweiten sind diese jedoch auch sehr gut – meist so in der Mitte oder im Normalbrennweitenbereich. Bei Weitwinkel oder Tele wird die Qualität dann geringer.

      Teste dies bitte mal selber aus – ich nutze solche Brennweitenbereiche nicht. Gunther hatte, so glaube ich, mal zum Nikkor 18-200 geraten. Aber das sind eben immer gewisse Kompromisse…

  39. ullrich 11. Februar 2015, 08:23   »

    Hervorragende Beschreibung des Themas Schärfe und Pixelwahn. Als D800-Besitzer unbedingt zum Lesen empfohlen ;)

    Eine Frage bleibt aber: Um die Fehljustage des Phasen-AF besser darzustellen, wäre doch in der weiter unten zu lesenden Anleitung eine weiter geöffnete Blende (größer als 5,6) besser geeignet, oder? Wenn nicht: Was spricht dagegen, diesen Test mit f/2,8 zu machen (so das Objektiv eine Anfangsblende von 2 oder größer hat)?

  40. Ein sehr feiner und lehrreicher Artikel, wird leider den Pixelpeeperwahn nicht beenden. Aber stimmt schon ich wäre nie auf die Idee gekommen meine Aufnahmen der Topcon ( Wohl zu damaliger Zeit die beste SLR) auf 18m zu projizieren :)

  41. Thorsten 3. Februar 2015, 21:23   »

    Hallo Gunther,
    danke für den wirklich tollen Blog-Beitrag. Das hat für mich den Blick bzgl. Schärfe von Bildern ‘geschärft’.
    So einfach verständlich habe ich das bisher noch nicht lesen können.

    Danke für die Mühe und Du hast ein wirklich tolles Blog, das viele Informationen liefert, die gut verständlich sind.

    Bitte mach weiter so!

    Gruß
    Thorsten

  42. Erich Woditschka 5. Dezember 2014, 09:36   »

    hallo Gunther, habe soeben Deinen Artikel über “unscharfe Fotos” gelesen—-einfach genial, wie Du das schreibend erklärst, so, dass ich als Nichtprofi auch verstehe, aber sicher noch öfter lesen muss. Noch X Gratulation und danke zu Deinen Bemühungen, Servus, Erich.

  43. Hi Stefan!
    Danke für den super Tipp mit dem Vergleich von Live-View und Phasenfokus. Habe jetzt endlich Gewissheit, dass ich nicht zu blöd zum “scharf” Fotografieren bin. Bei mir ist der Phasenfokus erheblich unschärfer, als das knackscharfe Live-Viewbild.
    Danke!!!

    P.S.: Habe gerade Dein Ebook zum Timelapsen gekauft und freue mich schon tierisch aufs Lesen :)

  44. Also wenn ich in meiner App deine Daten eingebe, dann habe ich bei 70 mm Brennweite und einer Blende 8 eine Schärfebereich von 60,8 mm (vor Fokuspunkt: -29,5 mm, dahinter 31,3 mm). Und bei einer tätsächlichen Brennweite mit dem Crop 1,5 sollte auch die 250stel Sekunde reichen. Entweder fokussierst du falsch (bei Porträt auf die Augen, du verwackelst trotzdem (Kamera an die Stirn, leichter Ausfallschritt, langsam den Auslöser drücken) oder es stimmt technisch etwas nicht!
    Check dein Autofokus mal auf einem Stativ ab: http://www.traumflieger.de/desktop/fokusdetektor/fokusdetektor.php

    Für Porträt ist eine Brennweite 8 schon sehr klein von der Öffnung her, oft fotografiert man ja mit offenerer Blende. Aber das ist auch, wenn ich mit meiner D90 fotografiere, kein Problem! Selbst ohne VR bzw. OS beim Sigma…

  45. Michael 27. April 2014, 14:31   »

    Vielen Dank für den sehr informativen Artikel über ein Thema, das mich schon lange beschäftigt!

    Eine Frage, die ich nach wie vor habe, ist die: Was ist mit dem Faktor Tiefenschärfe? Mir erscheinen auch Portraits im Gesichts- und Haarbereich unscharf (D90 / Sigma 24-70 2.8), die ich mit Blende 8 (noch keine Beugungsunschärfe) und 1/250 (kaum Bewegungsunschärfe / Verwacklung) aufgenommen habe. Da hatte ich gedacht, käme es gar nicht so sehr aufs 100prozentige Fokussieren an, weil der Tiefenschärfebereich die Distanz Nasenspitze / Haaransatz doch wohl umfassen dürfte, sprich also auch ein leichter Wackler des Portraitierten oder des Fotografen nicht so ins Gewicht fallen dürfte. Pustekuchen: auch beim x-ten Versuch erscheint Fokussieren hier für mich Glückssache.

    Liegt es vielleicht doch auch am etwas betagteren Sensor?

  46. Ein sehr weises Schlusswort..! :-))

  47. @stefan: “…Eine hohe Sensorauflösung (sehr gute Pixel vorausgesetzt) bringen nicht nur die maximale Objektivauflösung (wo immer die bei den einzelnen Objektiven ist) sondern auch einen Anstieg der Dynamik, dies natürlich immer im Zusammenhang mit der sich ergebenden Skalierung!…”.

    Wobei ja eine Verkleinerung der Pixel bei höherer Auflösung ja nicht unbedingt der Dynamik förderlich ist. Hier ist es für die Hersteller eben sinnvoll abzuschätzen, wie weit die Auflösung auf Kosten der Dynamik getrieben werden kann bzw. sollte.
    In ein paar Jahren evtl. kein Problem mehr, wenn die Sensoren evtl. mal über die Gläser erhaben sind…

    • Hallo,

      genau da denke ich, ist der Spagat zwischen mehr MP oder größeren Pixeln schon zugunsten mehr MP gefallen. Zumindest nach heutiger Pixelgüte der Sensoren!

      Ich persönlich würde mir gerne bessere, einzelne Pixel wünschen.

      Die D800 hat im DX-Modus ziemlich genau die Bildqualität der d7000 (16MP). Im FX-Modus bringt diese (abgesehen von mehr Details/optimalem Licht) auch noch ein mehr an Dynamik zum Vorschein, wenn skaliert (was ja in normaler Ausgabegröße immer der Fall ist und wenn nicht, durch das mehr an MP im Vergleich zu weniger MP).

      Klar müssen die Hersteller da genau abwägen.

      Mir persönlich scheint eh nur noch vieles in zweiter Reihe zu geschehen, sprich Software mäßig. Wie lässt sich sonst ein stetiger Auflösungsgewinn (laut Farbfoto) von d3300 zu d5300 zu d7100 rechtfertigen. Ich hoffe die genannten kleineren Typen (d3300/d5300) sind gerade die aktuell. Sensor gleich und Linse gleich! Marketing – die d7100 ist die Ältere ;-)

      „Wobei ja eine Verkleinerung der Pixel bei höherer Auflösung ja nicht unbedingt der Dynamik förderlich ist.“ => Hier sehe ich die größte Veränderung. Nach Alter/auch meiner Denke, ist und war das so. Doch wenn die Pixel in Dichte und Güte genau abgewogen, scheint sich bei der (verkleinerten) skalierten Betrachtung ein plus einzustellen. Siehe Vergleich/Tests Canon 5Mark III zu Nikon d800.

      Klar ist ab einem Punkt das Bessere des Guten Feind, sprich Low Light, doch mit dieser Technik kommt Nikon doch im Vergleich zur d7000 vs. D800, angesichts der gleich großen Pixeln in relativ hohe ISO Bereiche.

      Laut DXO nur einen Tick schlechter als D600/610.
      Und schaut man sich bei DXO die Dynamik zwischen Nikon df und d800 an, so wird die d800 als besser bewertet! Daher meine These (mein Umdenken): Es wird sich so lange sich die einzelne Pixelgüte nicht signifikant verbessert, die momentan machbare Verbesserung durch ein mehr an MP (geringfügig verbesserte Pixeln) erreicht!

      Vergleicht man d700 vs. D800, so hat die d800 zwar wesentlich kleinere Pixel, doch hat sie pro Auftreffenden Strahlenpunkt (auf den Sensor) auch drei eingehende Signale, welche verarbeitet werden können.

      Und hier, so behaupte ich, beginnt das mehr an Dynamik!

      Ich glaube auch nicht, dass die Gläser, was die Dynamik betrifft, die momentane Hürde sind. Da traue ich gerade den Festbrennweiten einiges zu!

      Gruß

      Stefan

  48. Intensiv diskutiert wird in den Kommentaren der Zusammenhang zwischen Sensorauflösung und Objektivauflösung. Hintergrund ist die Überlegung, dass eine weitere Steigerung der Sensorauflösung dann keinen Sinn mehr macht, wenn die verwendeten Objektive diese garnicht mehr auflöst. Gunther nennt in seinem Artikel ja einige Werte für die von ihm verwendeten Optiken. Diese liegen allesamt unter der Sensorauflösung der Kameras.
    Ich habe nun einmal selbst getestet und zwei Kameras mit jeweils drei verschiedenen Objektiven miteinander verglichen: eine D200 (10MP) mit einer D7100 (24 MP), jeweils mit AF-S 18-70mm/f3,5-4,5, Micro Nikkor 105mm/f2,8 und AF-S 300mm/f4.
    Nur das 300mm/f4 scheint an der D7100 an seine Auflösungsgrenze zu kommen, die anderen Objektive nicht. Verkleinert man die Bilder aber für die Betrachtung auf einem normalen Bildschirm, kompensiert der damit automatisch verbundene Schärfegewinn die mangelnde Auflösung des 300er.
    Überraschend war bei meinem Test auch, dass das günstige und optisch nicht gerade überragende AF-S 18-70mm den 24MP-Sensor der D7100 tadellos auflöst. Dies deckt sich mit der Theorie, wonach die Auflösung direkt vom Öffnungswinkel eines Objektivs abhängig ist, kürzere Brennweiten also immer eine höhere Auflösung haben, als längere.
    Einen ausführlichen Testbericht mit vielen Beispielfotos habe ich hier eingestellt: http://www.dirkpfuhl.de/2840-sensoraufloesung-mehr-pixel-mehr-bildqualitat/

    • Hallo Dirk,
      kann es sein, dass die Testaufnahmen bei f8 und f13 gemacht wurden? Wenn ja, warum nicht bei der Sensorangepassten förderlichen Blende? Bei der D7100 liegt diese schon bei 6,4! Hier ist man also schon im Bereich der Beugungsunschärfe!
      Wenn ja (f8 und f13), dann ist es schade um die gemachte Mühe, denn so kann man über die Objektivgüte leider nichts mehr aussagen! Schade…
      Das kürzere Brennweiten ein höhere Auflösung als Längere haben, halte ich so pauschal für ein Gerücht. Mir ist dies nur in Verbindung mit einer höheren Tiefenschärfe bekannt.
      Das die Sensorauflösung, wenn sie nicht mehr 1:1 der Objektivgüte ist, nichts mehr bringt ist ein weitverbreiteter Irrtum. Eine hohe Sensorauflösung (sehr gute Pixel vorausgesetzt) bringen nicht nur die maximale Objektivauflösung (wo immer die bei den einzelnen Objektiven ist) sondern auch einen Anstieg der Dynamik, dies natürlich immer im Zusammenhang mit der sich ergebenden Skalierung!
      Daher, sollten sich die Pixel der Sensoren nicht vehement verbessern, wird der Weg der hohen MP der sein, an den wir uns gewöhnen müssen (leider). Dies wird dann halt immer mehr die Vorteile/Technik des Kleiner-Skalieren mit sich bringen und so dinge wie Beugungsunschärfe/Verwacklungsunschärfe/100%-Ansicht nach hinten rücken.

      Gruß
      Stefan

      • Hallo Stefan,

        wie im Artikel geschrieben habe ich die ausgewählten Testfotos alle bei Blende 8 gemacht. Der Unterschied zu den von dir genannten 6,4 dürfte kaum ins Gewicht fallen. Außerdem habe ich ja keine absoluten “Messungen” gemacht, sondern 2 Kameras und 3 Objektive miteinander verglichen. Aussagen über die “Objektivgüte” zu machen, war nicht mein Anspruch.
        Die potenziell höhere Auflösung von Objektiven kleinerer Brennweite ergibt sich aus den physikalischen Gestzmäßigkeiten – ist also kein Gerücht. Natürlich ist in der Praxis die Objektivauflösung von vielen Faktoren abhängig, auch dazu habe ich im Artikel ausführlich geschrieben. Für die Objektive und das Setting meines Tests stimmt die Praxis aber mit der Theorie überein.
        Die Dynamik ist natürlich noch ein weiteres Thema, darum ging es bei meinem Test aber nicht. Ich wollte in erster Line wissen, wie sich die höhere Sensorauflösung meiner D7100 hinsichtlich Schärfe und Detailzeichnung zusammen mit den von mir verwendeten Objektiven auswirkt.

        Viele Grüße
        Dirk

        • OK, bleiben wir mal bei Nikon Objektiven (Test „Farbfoto“ 11/2013) und betrachten da einmal die Festbrennweiten (um Zoomschwächen auszublenden) und zwar die Mittlere Grenzauflösung/bei Offenblende (somit noch nicht einmal abgeblendet) , gemessen an Nikon D800.

          Angaben immer Linienpaare (Auflösung)/Anfangsblende/Brennweite:

          1902/1,4/24mm G ED
          1932/1,4/35mm G
          1893/1,8/50mm G
          1942/2,8/60mm G ED Micro
          2041/1.8/85mm G
          2014/2,8/105mm VR G ED Micro
          1780/2/200mm VR II G ED
          1997/4/200mm D ED Micro

          Wir haben hier einen Brennweitenbereich von 24mm bis 200mm. Ich kann hier nicht ersehen, was Deine These unterstreicht. Im Gegenteil, das Längste ist besser als das kürzeste!

          Gruß
          Stefan

          • Hallo Stefan,

            wie gesagt, Theorie und Praxis.

            Ich denke in diesem Thread wurde ganz gut herausgearbeitet, dass es ein enges Zusammenspiel zwischen Objektiv- und Sensorauflösung gibt und die resultierende Bildauflösung von beiden abhängig ist. Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass die von dir zitierten Messwerte für alle Objektive mit der selben Methode ermittelt wurden, sind diese Werte nur für den verwendeten Messsensor gültig. Sie lassen damit einen Vergleich der Objektive untereinander zu, sagen aber nichts darüber aus, wie sich ihre Auflösung an einem andere Messsensor verhalten würde.

            Bei meinen Testbildern konnte ich ja auch keine Unterschiede hinsichtlich der Objektivauflösung bei den Bildern der D200 feststellen.

            Meiner Ansicht nach kann man so viele Testberichte lesen, wie man will, wie sich die Geräte in der Praxis dann wirklich verhalten, erfährt man dadurch nicht. Ich versuche deshalb immer wieder die technischen Grenzen meiner eigenen Ausrüstung selbst zu prüfen und auszuloten. Meine eigenen Praxiserfahrungen zählen für mich da mehr, als noch so schlaue Fachartikel. (Nebenbei bemerkt ist das auch genau der Grund, warum ich die Testberichte in diesem Blog so schätze.)

            Viele Grüße
            Dirk

          • Auf das Schreiben von Dirk 19. Februar 2014, 10:43

            Hallo Dirk,

            irgendwie werden hier gerade Äpfel mit Birnen zusammengeschmissen!

            Theorie wäre irgend eine empirische Formel, doch hier handelt sich um ermittelte Linienpaare, also Praxis. Ob nun Du zuhause Linienpaare zählst oder nun einmal die Zeitung „Farbfoto“, es kommen unterm Strich Praxiswerte heraus!

            Klar, sind die Angaben vom Vollformatsensor. Doch es ging doch um Deine Aussage, dass kurze Brennweiten eine höhere Auflösung hätten!?!? Und in der Liste von mir (siehe oben) kann man dies eben nicht erkennen/behaupten!

            Irgendwo muss man doch neuzeitliche Kommunikation zulassen. Soll bedeuten: Ob nun „Farbfoto“, Herr Gwegner oder irgendjemand anders durch seriöse Test etwas feststellen, so kann man dies doch annehme und muss diese doch nicht selbst ausloten.

            Außer beim ADAC.

            Man kann es zwar, aber wo liegt bei so banalen Dingen wie Linienpaaren/Auflösung, der Sinn?

            Im Übrigen sehe ich in der Deutung von Testberichten (Fachartikeln) als nicht Praxisgerecht und dem Wertschätzen von Testberichten dieses Blogs als einen Gegensatz. Ich schätze ebenfalls die Testberichte dieses Blogs, da sie oft über subjektive Dinge (aus Sicht des Enthusiasten) Auskunft geben, und Testberichte oft aus dieser Sicht flau sind. Doch ist gerade die Kombination dieser Infos (zweier Wahrheiten) ein besserer weg.

            Gruß
            Stefan

          • Hallo Stefan,

            die Theorie kannst du in jedem Physikbuch nachlesen: Die Auflösung vergrößert sich mit dem Öffnungswinkel.
            Die Praxis ist für mich die Ausrüstung mit der ich arbeite, meine Arbeitsweise und die daraus resultierenden Bilder.
            Ich stelle keinesfalls die von dir zitierten Messwerte in Frage, ich habe nur darauf hingewiesen, dass sie aufgrund der Versuchsbedingungen nicht als absolut verstanden werden sollten, sondern in erster Linie einen Vergleich der getesteten Objektive am verwendeten Sensor erlauben.

            Viele Grüße
            Dirk

          • Ich denke die Argumente wurden nun zur Genüge ausgetauscht und wir sollten es dabei belassen.

  49. So, nun bitte genau! Ich möchte mir ein lichtstarkes Standartzoom kaufen, ich habe die D7000 und schon ein 18-200mm sowie eine Festbrennweite 50mm und ein 105er Macro.
    Mir ist wichtig eine gute Abbildungsleistung und hohe Lichtstärke, fotografiere gern “availible light”. Was nimmt man da an besten? Hat jemand einen Tipp… ?
    Viele Grüße! Thomas

    • Empfehlen kann ich das Tamron SP AF 2,8/17-50 mm DI II VC XR LD Asph.

      Dieses besitze ich selbst, der Preis stimmt und schneidet bei „Farbfoto“ als empfohlen ab.

      Jedoch bei „availible light“, sollte man immer den Blick Richtung KB-Sensor für die Zukunft haben. Also falls finanziell möglich, würde ich mir dann ein KB-Objektiv kaufen. Das wäre dann sicher zukunftssicherer.

      Empfehlen würde ich dir dann das:

      Tamron AF 2,8/24-70 mm Di VC USD

      Das ist dann ein KB-Objektiv, hat Bildstabilisator!!!, hat USM Motor und ist zukunftssicherer!!!

      Nachteile:
      Größer, schwerer, teurer und löst erst abgeblendet (komischer weise) einen tick (wirklich einen Hauch) schlechter (laut Farbfoto) auf (an der d7000) als die obige APS-C Linse.
      Achtung: das Tamron hat (vermutlich wegen des Bildstabi) ein größeres Filtergewinde. Dies kann bei vorhandenen Filtern schnell ins Geld gehen!!!!

      Wenn ich kaufen müsste, dann das KB-Objektiv. Ansonsten würde ich abwarten!

      Von Sigma ist mir kein vergleichbares KB-O bekannt, und schon gar nicht mit Bildstabilisator!

      Das Nikon ist natürlich super, aber hat keinen Bildstabi und ist für sein alter (ohne Bildstabi) einfach zu teuer!

      Gerade der Bildstabi von Tamron (der jetzigen Generation) ist absolute Sahne!

      Ansonsten immer wieder das obige!

      Gruß
      Stefan

  50. Gerd, da täusch Dich mal nicht.
    Ich betrachte meine Fotos nicht am Rechner, sondern bearbeite sie dort nur. Vieles geht bei mir direkt Richtung Blurb und da fangen die Meldungen bei “nur” 16MP schnell an zu nerven, wenn Du den Zoom-Regler bewegst.
    Ist schon schön, dann mit der D800 mehr Spielraum bei der Gestaltung zu haben.

    Ich habe nichts gegen etwas mehr MP beim Vollformat und halte die D800(E) für sehr gelungen. Kann mich noch gut dran erinnern, wie damals ein Raunen durch die Reihen der Fashion-Fotografen ging als sie angekündigt wurde. Nur bei APS-C sehe ich so gar keinen Sinn in MP >16.

    Leider ignoriert Nikon weiterhin meinen Kauf-Boykott der aktuellen Crop-Cams. Mag daran liegen, dass sich insbesondere die 7000er so gut verkaufen…

  51. Die Crux an der Sache ist trotzdem der Fakt, dass man bei 1:1 Vorschauen von Bildern mit höheren Auflösungen immer einen viel kleineren Bereich herauszoomt. Das Display mit der 100% Ansicht ist natürlich ein guter Richtwert, aber beurteilt werden die Bilder dann ja doch erst richtig im Lightroom. Und da werden bei 1:1 Vorschauen nur die Anzahl der Pixel auf die Monitorauflösung hochgezogen – d.h. man stellt bei höherauflösenden Bildern eben einen viel kleineren Bereich stärker vergrößert dar! Man braucht sich die Ausschnitte nur mal auf dem Navigator anschauen! Die sind bei z.B 24 Megapixel-Bildern viel kleiner, als wenn ich nur 12 Megapixel-Bilder 1:1 darstelle!
    So kann man z.B. ohne weiteren Aufwand ein Bild einer D90 mit 12 MP gar nicht so direkt mit dem Bild einer D7100 mit 24 MP im Lightroom vergleichen. Die 1:1 bei der D7100 vergrößern einen viel kleineren Ausschnitt, stelle ich um auf 1:2 ist der Ausschnitt aber wieder größer als bei der D90 mit 1:1…
    Man kann hier hin und herrechnen wie man will – maßgebend ist doch: Wozu brauch ich das Bild??? Ein Ausdruck auf dem Papier löst viel schlechter auf, als man es vielleicht denkt. Es ist ein Wahn, jedes mal auf das Maximum heranzoomen zu müssen. Wenn man großformatige Dinge drucken muss, OK sollte man sich näher damit befassen. Aber wie oft braucht man dies?
    Da spielen manchmal sogar Beugungsunschärfen durch eine weiter geschlossene Blende mehr eine Rolle als die Auflösung der Linsen selbst. Laßt einfach ein gesundes Maß für das was ihr tut gelten. So viele Studiofotografen die ständig Prints in A0 bei Offenblende herstellen müssen werden doch nicht unter euch sein, oder? ;-))

  52. @Stefan
    Bei der Offenblende geb ich Dir Recht. Was die gut auflösenden Vollformat-Linsen an APS-C angeht nicht und hier hat sich bei Gunther offenbar auch ein Gedankenfehler eingeschlichen:
    Wenn das Vollformat-Sigma an der D800 mit 23MP auflöst, reduziert sich die Auflösung an der D7100 um den Crop-Faktor auf nur noch 16MP. Gestaltet man den Bildausschnitt gleich korrekt, spielt das keine Rolle, will/muss man anschließend croppen, schon.

    Das war für mich bisher auch immer der Grund, weshalb ich keine APS-C-Cam mehr besitze. Zumindest bis Nikon noch mal auf die Idee kommt, endlich eine D400 mit 16MP zu verkaufen. Denn was nützen mir 24MP Auflösung, wenn ich dafür ein OTUS auf die D7100 schrauben muss…

    Meinen Erfahrungen nach gibt es bislang nur 4 Linsen die an der D800 standesgemäß, sprich deutlich über 20MP, auflösen. Dann sind auch 100% Crops (wenn man sie dann braucht/will) kein Problem.

    Ansonsten ist man mit der 100&-Ansicht gut beraten: Weniger um die Schärfe zu beurteilen, sondern den Schärfeverlauf.

    LG
    Olli

    • Hallo Olli,

      eben nicht!

      woher kommen immer diese Zahlen? Auflösungen von 23MP oder 16MP und und und (never ending story)!

      Auflösung wird doch in Auflösbaren Linienpaaren angegeben und das aus gutem Grund. Die Angabe/Betrachtung der MP ist doch nur zulässig, was die Beugungsunschärfe betrifft und das oberhalb der förderlichen Blende.

      In der Zeitung „Farbfoto“ löst sie D800e bei Iso 100 2313 Linienpaare auf. Das theoretische Maximum liegt bei 2456 Linienpaare (im Waagerechten Bild). Das bedeutet ca. 94% Auflösung!

      Die D7100 löst bei Iso 100 1808 Linienpaare auf. Das theoretische Maximum liegt bei 2000 Linienpaare. Das bedeutet ca. 90,4% Auflösung!

      Jetzt kommt’s:

      Der Sensor der D800e ist in der Waagerechten 24mm hoch und der Sensor der D7100 15,6mm hoch. Das bedeutet, dass die D800e pro mm Sensorhöhe 96,375 Linienpaare auflöst und die D7100 115,89 Linienpaare. Somit hat die D7100 ein Auflösungsplus pro mm² Sensorfläche von ca. 20%!

      Das bedeutet doch auch, wird das gleiche Bild (bei beiden Cams) auf dem Sensor abgebildet (die d7100 hat dabei einen 1,5fach größeren Abstand), hat die D7100 eine 20%ige höhere Auflösung pro mm²/Sensorfläche, sprich, holt 20% mehr Auflösung aus dem Filestück, die noch möglich sind!

      Mir ist bekannt, das dies bei lockeren Iso 100 geschieht! Aber es geschieht mit physisch vorhandenen Objektiven!

      Jetzt meine Frage, denn wenn ich falsch liege, möchte ich auch dazulernen, wo liege ich falsch?

      Gruß
      Stefan

      • Nachtrag:
        Mit 94% und 90,4%, ist das theoretische maximale Auflösungsvermögen, bezogen auf die vorhandenen MP gemeint.

        LG Stefan

        • … ist völlig Wurscht was die Kamera bzw. der Sensor theoretisch kann.
          Entscheidend ist, was die Linse zulässt. Bei z.B. DXO sind doch die meisten Gläser mit ihrem Auflösungsvermögen aufgelistet (mit x-beliebigen Kamera-Kombinationen).

          Selbst das OTUS, das an Kleinbild 29MP erreicht, schafft an der D7100 eben keine 24MP…

          Wie Gunther schon ausgeführt hat, spielt das aber keine Rolle. Ich bin nur oben im Text an der Aussage hängengeblieben, dass das 35er Sigma max. 17MP auflöst, was an APS-C korrekt ist, aber eben nicht an Kleinbild.

          Insofern kann ich APS-C-Cams über 16MP nichts abgewinnen und achte bei der D800 darauf, möglichst nur Linsen über 20MP einzusetzen. Das aber auch nur, weil ich bei dem was ich fotografiere, häufig croppe und großformatig drucke. Jedem das seine…

          • ……wieso ist das wurscht?

            Ich schrieb doch nicht was sie theoretisch kann (dies wurde doch nur für die %tuale Darstellung herangezogen) , sondern was sie tun! Und das sind nun mal eben diese Linienpaare. Und ja, das hängt nun mal auch von den theoretischen Auflösung ab. D.h. ein Linienpaar wird von zwei Pixelreihen dargestellt! Klar kann man das in MP umrechnen, ist aber doch von der Veranschaulichung in der Praxis ein stück entfernt.

            Und da löst eben/holt die D7100/APS-C noch 20% mehr pro mm² Sensorfläche aus der vorhandenen Objektivgüte heraus!

            Ob dies DXO umrechnet oder nicht.

            Dein vorangestellter Text bezog sich doch auf dieses Filestück und nicht auf die gesamte Objektivgüte, und wie gesagt, da gehen eben noch diese 20%. Und es wird doch auch über DXO dargestellt. 29 MP an KB sind weniger als über das Filestück 24 MP (APS-C). Also sind doch die Objektive besser, als der Body kann!!!

            Klar spielt es keine Rolle – aber die Objektive schaffen mehr, sprich lassen mehr zu!

            Angenommen die Pixel der APS-C Sensoren wären so gut wie die der KB, dann sähe es für KB schlecht aus. Daher sind die Hersteller von SLR auch nicht daran interessiert, APS-C so gut werden zu lassen wie die KB-Sensoren. Sprich es ist viel mehr eine frage der Sensorstrategie/marketing als der Objektivgüte.

            Daher spielt auch das Gerücht der Objektivgüte viel den großen Herstellern zu, da die Ihre KB-Cams auch über die Objektivgüte in ein scheinbar besseres licht stellen können!

            Denn eines ist Fakt: ein KB-Objektiv kann 1,5 mal schlechter sein und erreicht noch die gleiche Abbildungsqualität (nicht mit Auflösung verwechseln) als ein vergleichbares APS-C Objektiv.

            Von daher immer Abwägen, was bekommt man und was wäre möglich ;-)

            Gruß
            Stefan

  53. Wie genau kann man erfahren , wie hoch ein Objektiv (meine vorhandenen) eigentlich auflöst? In den Techn. Daten wird dies doch nicht genannt?!
    Viele Grüße!

    • Hallo,
      dies hängt meist von mehreren technischen Faktoren ab. Sensorgröße, Sensorarchitektur, interne Kontrastanhebung, Randabfall des Objektivs (Randauflösung) und sicherlich hab ich noch einiges vergessen. Meist ist die Auflösung eines Objektivs auch von Modell (APS-C oder Vollformat) wie auch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Ich informiere mich da meist über Tests bei Fachzeitungen, z. B. Colorfoto oder im Internet (Gegenüberstellungen von alt gegen neu). Wichtig ist dabei immer Tests von APS-C und Vollformat, wie auch von verschiedenen Herstellern nicht gleichzustellen. Jedoch kann man tendenziell sagen, dass Objektive welche an Vollformat gut auflösen, an APS-C nicht schlechter werden, da APS-C sich ja nur ein Filestück vom Bildkreis herausschneiden. Dies gilt aber nur tendenziell, den zwischen den beiden Formaten spielt je nach Brennweite der Objektive ja auch noch die Sensorarchitektur (Kameramodellspezifisch) eine Rolle. Besonders im Weitwinkelbereich! Zusammenfassend kann man sicherlich behaupten, dass ein Test von einem Objektiv z. B. für eine d300 mehr Aussage für die d7100 hat, als der Test des Objektives an einer d700 (trotz „Filestück“). Auch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es durchaus „günstige“ Festbrennweiten gibt, die sehr gut auflösen. Festbrennweiten haben auch die Vorteile, dass sie weniger Glas/Linsen besitzen, dies führt zu einem geringeren Kontrastabfall und zu einer geringeren sich aufsummierenden Strahlensplittung (da weniger Linsen). Wie man sieht, ist die Frage der Auflösung nicht pauschal zu beantworten und wenn nur tendenziell.
      Gruß
      Stefan

      • Nachtrag:
        Bei den Tests in Fachzeitungen gibt es noch ein gravierendes Manko. Nämlich die Anfangsblende (Anfangsöffnung) bei der getestet wird. Z. B. wird bei einem 1.4F um zwei Blenden abgeblendet wie auch bei einem 3.5F ebenfalls. Dies führt dazu, dass das 3.5F Objektiv tendenziell in der Auflösung besser dastehen wird als das 1.4F. Obwohl das 1.4F sehr viele mehr Linsengüte besitzen muss, um die gleiche schärfe bei kleinerer Blende (Blendenöffnung) zu erreichen! Also Holzauge sei wachsam! Ein Objektiv mit kleiner Blendenöffnung schneidet oft unverhältnismäßig gegenüber billigen, mit größerer Anfangsblende, ab. Daher gilt auch hier, die Auflösung der Objektive lässt sich schwer in eine Auflösungszahl packen.
        Gruß
        Stefan

  54. stefan 6. Januar 2014, 21:31   »

    Hallo,
    wieder einmal ein sehr guter bericht, der genau ins schwarze trifft. Leider steigen (meiner meinung nach) die meisten heutzutage nicht mehr step by step ein, sonder haben als erstkamera eine d800 umhängen (das phänomen mp-wahn tritt mittlerweile jedoch schon bei kleineren auf), weil die ja so toll sein soll. Ist sie natürlich auch! Aber wo sind die basics?
    Auf den zug der selbstkasteiung, sprich: „ich mach doch eh nur bilder in 10 x15 und wann benötige ich das?“, welches oft zu hören ist, möchte ich nicht aufspringen. Z.B: 36mp quer, zugeschnitten hochkant = 18mp, goldener schnitt angewendet = irgendetwas unter 18mp (vielleicht sogar drastisch)!
    Ich möchte hier niemandem zu nahe treten, nur weil er bilder in 10 x 15 mag. Ich möchte auf etwas ganz anderes hinaus.
    Wie schnell das man in versuchung kommt in A3 (zugeschnittenes bild) entwickel zu lassen, sieht man ja heute schon bei einem normalen A3 Fotoalbum. Aber das ist natürlich eine individuelle frage!
    Was mich jedoch auf die palme bringt, sind die hersteller! Man biete X hoch X mp an und suggeriert eine extreme weiterentwicklung von chip zu chip. Klar sind die viel besser………….bei optimalen lichtverhältnissen (iso100). Aber da war mein 12mp auch nicht schlecht. Bei iso 100 steht dann auch oft die schöne zahl von dynamikumfang 13. Doch betrachtet man die anderen iso´s, wo ist die signifikante verbesserung? Manchmal (nicht zu oft) werden gerade die höheren iso´s dann sogar gleich/schlechter als das vorgängermodell!
    Für mich ist mittlerweile, nach dem motto: „das bessere ist der feind des guten“ die wesentliche verbesserung nur im höheren dynamikumfang, welcher beim herunterskalieren zwangsläufig (bei fast jedem bild) entstehet, hauptsächlich zu erkenne!
    Wenn man sich jedoch den dynamikumfang im unskalierten zustand betrachtet (1:1, bitte Herr Gwegner in dieser aussage und in diesem fall zulassen) und einmal das augenmerk auf das eigenrauschen richtet, so tun sich mir zumindestens schon fragen auf.
    Wie schon erwähnt, scharf ist nur letztendlich was auch scharf aufgenommen wurde und wird durch mehr unscharfe details auch nicht schärfer. Ob dann alleine eine skalierte schärfe als die tolle weiterentwicklung und das „must have“ für den einzelnen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ist dies jedoch nicht der richtige/allenige weg zu guten bildern sprich kamera.
    Wir erleben hier einen hype.
    Nach dem Motorrad mit 100ps, wird eines mit 120, mit 150, mit 180, mit 200, und dann mit 220 ps erscheinen (ich weiß, dass gibt es schon). Gute Motorräder sind sie alle. Und klar ist das mit 220 besser als das mit 100 ps.
    Ist aber die performance in gleichen schritten mitgewachsen???
    Low light?
    Farbtreue?
    dynamikumfang (unskaliert)?
    Eigenrauschen?
    Das alles hat zwar nur indirekt etwas mit schärfe zu tun, hilft aber dem ein oder anderen seine läppische 12mp kamera nicht gleich als schrott zu sehen, so wie es uns die hersteller gerne glauben machen wollen.
    Mann überlege nur was zu 12mp zeiten für tolle bilder entstanden!
    Also, kauft euch 36mp, danach 48mp und dann 60mp……….dann wird einfach alles (schärfer) besser! ….;-)
    Gruß
    Stefan

  55. Hey Leute,

    Wenn wir doch mal ehrlich sind, wir haben ein Bild bearbeiten es bis es uns gefällt, und dann……
    Wird es wenn es Glück hat, im Netz veröffentlicht oder aus belichtete.
    Und wie gross ? Sicher net grosser als A3.
    Brauchen wir da 24 oder 36 MP ?
    Und bei inet Veröffentlichungen schaut doch jeder das Bild im ganzen an, keinen interessiert ob bei 1:1 alles 100% ig ist.

    Wenn wir ein Bild leicht Nachschärfen, sehen wir bei 1:1 doch auch starkes rauschen.
    Das herausgezoomte Bild aber gefällt uns.
    Also egal was uns die 1:1 Ansicht sagt.

  56. Hallo Gunther,

    zwar habe ich mich selbst in der Vergangenheit recht intensiv mit dem Thema Schärfe beschäftigt, die Zusammenhänge zwischen Sensorgröße, Objektivauflösung und Schärfe aber bisher für mich nicht systematisch durchdacht. Dein Artikel ist da eine wirklich gute Anregung!

    Nun bin ich Anfang des Jahres von meiner schon recht betagten D200 auf die D7100 umgestiegen und war sorfort begeistert vom Zugewinn an Bildqualität, insbesondere auch im Hinblick auf die Bildschärfe. Die gleiche Erfahrung machte ein Fotofreund, der das Glück hat mit der besten Hardware arbeiten zu können, die Nikon zu bieten hat. Die D7100 stand in ihrer Schärfeleistung seiner D4 in nichts nach, übertraf sie bei bestimmten Motiven sogar!

    All das natürlich nur, wenn man zur Schärfebeurteilung nicht die 1:1-Ansicht eines RAW-Bildes heranzieht, sondern ein für die Bildschirmdarstellung fertig ausgearbeitetes Bild, also z.B. skaliert auf 1920 x 1080 Pixel mit entsprechend abgestimmter selektiver Scharfzeichnung in PS.

    Der Schlüssel zum Verständnis ist der einfache Umstand, das ein beliebiges Foto umso schärfer wirkt, je stärker es verkleinert wird. Und der Verkleinerungsfaktor des 24 MP großen Bildes einer D7100 auf die genannten Pixelmaße eines HD-Monitors ist mit 3,125 nunmal erheblich größer, als bei den 16 MP einer D4 (2,57) oder gar den 10 MP einer D200 (2,02).

    Selbst bei meinen Optiken, von denen laut DxOMark an der D7100 keines die Auflösung von 24 MP erreicht, bringt der höher auflösende Sensor in der Praxis also bereits einen Schärfegewinn – und zwar automatisch, sofern man Verwacklung durch geeignete Belichtungszeit und/oder Stativ sowie ggf. Spiegelvorauslösung hinreichend minimiert.

    Der “Megapixelwahn” hat also durchaus auch seine guten Seiten.

  57. Hallo Gunther, dein Blog begleitet mich seit meinen Anfängen mit der D7000 und hilft mir immer wieder noch mehr Übersicht im Nikon-Dschungel zu bekommen. Bin von der D7000 zur D7100 gewechselt. Mein Problem-Objektiv ist das Nikkor 70-200mm f2.8 VRII. Habe es beim MediaMarkt gekauft, es lag sehr lange im Laden in der Vitrine und wurde sicher oft ausprobiert. Ein Fabrikneues zu bekommen war nicht möglich, der MediaMarkt bestellt oft nur ein einziges Objektiv pro Laden. Die Bilder waren alle unscharf bzw. verwackelt, der VR hatte gefühlt keine Funktion. Selbst auf einem Stativ hat der Spiegelschlag schon sehr viel Einfluss auf die Bildqualität. Nach dem Service in deiner Stadt inkl. Kamera, hatte sich die Bildqualität nur noch wesentlich verschlechtert. Das Objektiv ging von HH direkt nach Düsseldorf, wo bis auf das Gehäuse alles erneuert wurde. Das Objektiv bekam sogar eine neue Seriennummer. Fazit: Service ist nicht gleich Service.

    Ruhig schlafen kann ich immer noch nicht, hast du ein paar Tipps um das 70-200mm zu testen, oder welches die sogenannte Arbeitsblende bei diesem Objektiv ist um zu sehen was evtl. an einer D7100 damit möglich ist.

    Habe schon mehr als einmal darüber nachgedacht das Objektiv wieder zu verkaufen.

    Liebe Grüße

    Martin

    • Hallo Dirk,

      ich habe das 70-200VRII an der D7100 im Einsatz und finde die Kombi absolut perfekt. Meine Ausschußquote liegt bei richtiger Hunde-Action bei vielleicht 10%, wobei da auch ein ordentlich Anteil dabei ist, wo das Problem hinter der Kamera ist.
      Ohne Bild ist eine Analyse schwer bis unmöglich.
      Melde dich einfach im Nikon-Forum an und poste dort dein Problem mit Bild; bitte mit Exif-Daten.
      Dort kann dir dann in der Regel geholfen werden

  58. Hallo,
    ein super Artikel, den ich sehr interessiert gelesen habe. Ich habe auch gleich mal den Test mit den beiden Fokusarten ausprobiert. Jetzt bin ich aber doch etwas verunsichert, da ich beim Fokussieren im Live View ein etwas besseres Ergebnis erhalten habe. Die ersten Bilder waren ziemlich unterschiedlich, dann habe ich noch mal genau auf die gleichen Stellen fokussiert, dennoch sieht man den Unterschied. Zugegeben wirklich nur in der Vergrößerung, aber beim Test geht es ja nur darum, ob die Kamera richtig fokussiert.
    Ich bin jetzt etwas verunsichert, ob ein Kamera-Service sinnvoll ist oder nicht, vielleicht kann ich die Files irgendwo hin uploaden und es schaut noch mal jemand drauf.
    Danke und noch schöne Feiertage
    Stefan

  59. Hauke H. 23. Dezember 2013, 19:00   »

    Top Artikel.
    Am liebsten ganzseitig in die Zeitung.
    Warum? Egal, was man redet, im Bekanntenkreis guckt man dann wieder auf 100%, fotografiert Charts, gibt unnötig mehr Geld aus um die D800E statt der D800 zu erwerben (und spart dann am Objektiv!)… Ließe sich beliebig fortsetzen. Da hat die Werbung die Kunden gut im Griff, und Stative werden dann doch nicht benutzt ;)

  60. Vielen Dank für diesen hervorragenden Beitrag. Ist sehr hilfreich gewesen um mich unter anderen vor Fehlinvestionen zu schützen.
    Zu dem Blendenumfang bei Filmkameras wollte ich noch etwas ergänzen. Es kommt dabei nicht so sehr auf den Blendenumfang an, als was die Kamera und der Codec draus macht. Eine 35mm Filmkamera kann mit einem Topmaterial einen Blendenumfang von 15 erreichen. Analoger Film ist da immer noch das Maß der Dinge. Eine Arrie Alexa schafft momentan 14 Blenden. Eine Red Epic ist mit 11 noch etwas bescheidener. Blendenumfang ist schon wichtig aber nicht alles.
    Schöne Feiertag und einen guten Rutsch ins Neue.

    LG

    Ralf

    • Hallo Ralf, danke für Deine Anmerkung. Ja, du hast Recht. Ich erwarte auch bestimmt keine 14 Blendenstufen von ner DSLR-Cam, wenn es um laufende Bilder geht. Meine Anmerkung bezieht sich auf stille Fotos. Da bin ich halt nur ein wenig neidisch auf den Blendenumfang bei Nikon. Euch auch allen schöne Feiertage. Saludos del sur…

  61. Hallo Gunther,

    seit ca 1 Monat bin ich “Fan” Deiner Seite. Der Artikel hat dies wieder voll bestätigt. Endlich einmal jemand der nicht allem hinterherhüpft, sondern mit Sinn und Verstand die Sachen erklärt!
    Das wesentliche Ergebnis meiner Besuche auf Deiner Seite bisher:
    Ich bleibe bei meiner D90, habe mir ein hoffentlich ordentliches Stativ gekauft und mache mehr Fotos statt Testberichte zu lesen. Vielen Dank!

    Bietest Du auch mal einen Kurs/ Workshop im Umkreis von Karlsruhe an? Vielleicht fänden sich auch Kunden für eine Kurzfotoreise an einem Wochenende innerhalb Deutschlands.

    Viele Grüße Nicolai

    • Hallo Nicolai, vielen Dank für Dein Feedback. Wir sind derzeit an der Planung unserer Workshops für 2014 – es wird dann eine Ankündigung hier im Blog geben – und es wird auch in anderen Stadten als Hamburg etwas geben, soviel kann ich schonmal verraten! Am besten du abonnierst den Newsletter per email, dann erfährst Du es, bevor die Termine ausgebucht sind!

  62. Hallo Gunther,

    mich würde noch interessieren, woher du die Angaben für die maximale Auflösung der im Artikel benannten Objektive hast.

    Mit der Objektivauflösung ist es ja im Grunde wie mit der Schärfe: Auch hier gibt es in der Praxis keinen wirklich objektiven Maßstab. Je nach Messmethode wird man zu sehr unterschiedlichen Werten kommen (vergl. http://de.wikipedia.org/wiki/Aufl%C3%B6sung_%28Fotografie%29).

    Theoretisch bestimmt sich die Auflösung eines Objektivs aus der Wellenlänge des verwendeten Lichts und dem Öffnungswinkel. Je größer der Öffnungswinkel, desto höher die Auflösung. Wenn ich richtig gerechnet habe (z.B. http://www.mikroskopie.de/kurse/apertur.htm), liegt die theoretische Auflösung eines 35mm-Objektivs für FX (diagonaler Öffnungswinkel: 63,4°) bei 504 MP, eines 300mm-Objektivs (Öffnungswinkel 8,2°) immer noch bei rund 30 MP.

    Wie subjektiv sich die Auflösung in der Praxis dann tatsächlich auswirkt, zeigt deine eigene Aussage, dass du nur mit dem 300mm/2.8 überhaupt einen Unterschied zwischen Sensoren mit und ohne AA-Filter feststellen konntest, obwohl die Auflösung ja mit zunehmender Brennweite geringer wird, ein hochwertiges Normalobjektiv hier also eigentlich die deutlicheren Unterschiede zeigen sollte.

    Ich selbst kann mir keine Spitzenobjektive leisten, erreiche mit meinen beschränkten Mitteln aber mittlerweile dennoch richtig scharfe Fotos. Der Schlüssel dazu ist für mich – neben technisch “sauberem” Arbeiten mit Stativ, richtiger Belichtungszeit und Blende – eine genaue Kenntnis der Stärken und Schwächen meiner Ausrüstung und entsprechende Motivwahl. Den mit Abstand größten Einfluß auf die Bildschärfe hat dann nämlich, welches Motiv ich bei welchem Licht fotografiere.

    • Hallo Dirk, das sind Richtwerte, die DxO ermittelt hat, natürlich auch immer mit einer Prise Skepsis zu betrachten. Aber es geht hier auch eher um’s Prinzip. In der Praxis ist es übrigens nicht so, dass Objektive mit kürzerer Brennweite automatisch schärfer sind als welche mit langer. Das 300er f/2.8 stellt wirklich so ziemlich alles andere in den Schatten…

  63. Guter Artikel!
    Mich regt dieses Vergleichen von Äpfeln und Birnen schon lange auf (siehe imaging-resource.com, z.B.). Dpreview hat jetzt zum Glück auch die Print-Ansicht hinzugefügt, um hier einen objektiveren Vergleich zuzulassen,
    auch DXOMARK rechnet auf Printgrößen um (allerdings wird ein Endwert angegeben, der immer nur eine subjektive Gewichtung wiedergibt).

    Vergleiche der Bilder, auf eine vernünftige MP-Zahl herunterskaliert, sind aus Sicht der Kameraindustrie aber nicht erfreulich: Zeigen sie doch, dass die Unterschiede vieler Modelle über die Formatgrenzen und viele
    Objektive hinaus oft gering sind (besonders bei niedrigen ISOs).
    Man muss aber ständig neue Modelle auf den Markt bringen und verkaufen, ein Teufelskreis.

  64. Danke Gunther, klasse geschrieben und jetzt hast du einen Abonennten mehr :-)

    Schöne Feiertage und guten Rutsch wünscht magnus

  65. Hallo Gunther,

    ein super Artikel, Danke!
    Vielleicht sollte Nikon eine Kurzfassung des Artikels als Beipackzettel zu den hochauflösenden Kameras mit bei legen. :-)

    Viele werden die D7100 kaufen obwohl es ihnen an Grundlagen über Fotografie mangelt. Entsprechend werden die Ergebnisse aussehen; schlechte Bilder und gut gefüllte Fotografie-Foren, in welchen die D7100 zerrissen wird.
    Die D7100 ist auf die Sensorgröße bezogen ein Pixelmonster. Bei korrektem Umgang mit ihr und entsprechenden Optiken davor, gelingen sogar Serien mit recht geringem Ausschuß.
    Ich bin von der D7000 auf die D7100 um-(auf)gestiegen, weil ich das Multicam 3500 wollte.
    Hier mal ein Beispiel bei Iso 4000. Das Bild ist auf 2000 * 1500 komprimiert, als bereits über “Forengröße”.
    http://www.bussick.de/Bilder/nff1/_DSC_0474_1.jpg

    Gruß
    Oliver

  66. Hallo Gunther
    wieder einer Deiner hervorragenden aber doch noch pragmatischen Artikel, Danke dafür.
    Manchmal braucht es nur jemand, der einem mit dem notwendigen Sachverstand, vermittelt auf was es wirklich ankommt.
    Dieser Artikel hat bei mir den Focus für´s Wesentliche nachjustiert.

    Wünsche frohe, gesegnete Weihnachten und ein gesundes Jahr mit tollen Motiven und Bildern
    Beste Grüße Franz

  67. Hey Gunther, toller Bericht und wie immer so schön verständlich geschrieben! Danke dafür!

    Ich versuche seit einiger Zeit etwas über das Thema Dynamikumfang herauszubekommen. Hast Du darüber mal was geschrieben? Falls nicht, vielleicht wäre das mal ein Thema für die Fotomixtapes.

    Es geht mir um die Unterschiede zwischen Canon und Nikon. Da fällt mir auf, dass selbst preiswerte Nikon Cameras gegenüber Profigeräten von Canon (als Beispiel Canon 5D MKIII – Nikon 5300) im Dynamikbereich um satte 2 Blendenstufen besser sind. Sonst sind ja in vielen Bereichen die Unterschiede recht eng. Ich finde ja den Dynamikbereich sehr wichtig. Bei Filmkameras stehen solche Werte fast immer als Kaufargument ganz oben auf der Liste. Wie wichtig ist Deiner Meinung nach der Wert?

    Danke und saludos del sur

    Carsten

    • Hi Carsen,
      ich finde den Dynamik-Umfang auch extrem wichtig, aber es ist halt auch schwer ihn zu messen bzw. vergeichbar zu machen. Die Nikons, selbst die kleinen, machen hier heute wirklich einen sehr guten Job, die großen (D800, D600) sind hervorragend. Die kleinen Canons sind da wohl noch eingeschränkter, aber die Canon Sensoren holen da aber auch auf, z.B. mit der 6D.
      Wie gesagt, ich tue mich schwer, das wirklich zu qualifizieren, aber bei der Bearbeitung der Bilder in Lightroom fallen die Unterschiede schon auf. Mit den modernen Sensoren sind HDR heute meiner Meinung nach eigentlich meist obsolet geworden.
      Grüße
      Gunter

  68. Franz-Josef Molitor 21. Dezember 2013, 12:56   »

    Ja. das stimmt – aber 99% sind da doch angemeldet!

    Ich finde übrigens Deine Internet-Präsenz großartig! Ich habe bislang noch keine Foto-Seite gefunden, auf der man so fachmännisch, vielseitig und objektiv beraten wird, wie bei Dir!

    Habe Dich leider viel zu spät gefunden!

    LG Franz-Josef

  69. Franz-Josef Molitor 21. Dezember 2013, 12:20   »

    Das verstehe ich jetzt nicht. Du hast doch einige Posts vorher selber das so angegeben! (21.12) 11.17 Uhr

    LG Franz-Josef

  70. Hallo, endlich mal ohne die wunderbaren Fachbegriffe verständlich erklärt. Den Artikel werde ich sicher noch häufig verlinken :)

  71. Gerd Neuendorf 20. Dezember 2013, 22:33   »

    Genial der Artikel! Das musste endlich mal gesagt werden – und ist hier einfach nur wunderbar erklärt!
    Und deswegen mag ich auch meine D70 noch! Jedem, der nach Pixeln giert, frAge ich immer, welche Auflösung das HD-Fernsehbild hat. Meist nur Kopfschütteln – und bei der Aussage, dass dies “nur” ca. 2 Mio Pixel sind, dann Ratlosigkeit!

    Artikel wird geteilt!!!

    Danke Gunther, für die Mühe!

  72. Salü Gunther
    Was ich hier lese bestätigt genau das, was ich nie wirklich erklären konnte.
    Da ich Lightroom-Kurse gebe, werde ich mit diesen Fragen oft konfrontiert.
    Darf ich dieses Thema in meine Erweiterten Dokumente aufnehmen? Natürlich mit Autoren Hinweis :-)

    Wenn ich recht verstanden habe hat die Funktion der D7100 ein 1.3 Faktor einzuschalten und “nur” noch 16MP Bilder zu produzieren genau den Effekt.

    Sehe zwar weniger im Bild, aber die Pixeldichte bleibt ja die gleiche, aber die Verkleinerung am Monitor ist eine andere.

    Ein anderes Kriterium zu diesem “Schärfenwahn”:
    Dazu kommt die Projektion am grossen Fernseher.
    Meist in JPG runtergewürgt und auf einen 90″‘ übertragen.
    Bildschirmdiagonale von 229cm (90″) mit sage und schreibe Full HD Auflösung (1920×1080) (Sharp LC-90LE757E)

    Wie gross sind da die Pixel aus 3 m Entfernung (mehr gibt das Wohnzimmer nicht hin). und dann das Unschärfeempfinden…..

    Danke für dies grandiose Ausführung
    Gruess Erwin

  73. Es gibt noch einen 4 Punkt warum die Aufnahme unscharf werden kann ! Man stellt manuell ein und ist Fehlsichtig. Dann stellen die meisten Fotografen am Diotrienausgleich am Okular. Nur sind die Eistellscheiben nicht mehr das was was sie früher mal waren, und zeigen zwar ein helles Sucherbild das nicht mehr viel mit dem zu tum hat was der Sensor wieder gibt. Wenn dies der Fall ist, sieht man zur hälfte das was die Einstellschiebe zweigt , die andere Hälfte zeigt das was an der Einstellscheibe vorbei durch den Dioptrienausgleich fehlerhaft angezeigt wird. Folglich fokussiert man möglicherweise falsch. Gerade in der Nacht mit manuell zu fokussierenden Objektiven ist dies ein echtes Risiko.

    • Ich empfehle beim manuellen Fokussieren immer das live view zu benutzen, und hier so weit wie möglich hereinzuzoomen. So funktioniert auch nachts das Fokussieren auf Sterne etc. am besten. Durch den Sucher hat man da keine Chance.

  74. Hi Gunther,

    erstklassiger und gerade für Neu- und Quereinsteiger nachvollziehbarer Bericht zum Thema Schärfe. Denn gerade als “Frischling” wird bei Verwendung der Einsteiger-Bodys wie der D3200 (+ 18-55mm Kit-Objektiv) und dem “1:1-Klick” im Bildbetrachter aus den Anfang leuchtenden Augen ein trauriges Ereignis.
    Aber jetzt, nach Deinem Bericht, wird doch alles gut! ;)
    Wie schätzt Du das Nikon AF-S f4.5-5.6/55-300mm VR bei der Abbildungsleistung ein? Kommt es an die 24MP der D3200 heran?

    Good Jul, Dir & Diana!

    LG Marco

  75. reinbert 20. Dezember 2013, 19:45   »

    hallo gunhter
    grade gesternabend habe ich das rheinufer, in düsseldorf vor der kamera gehabt und einige fotos waren unscharf, camera war auf einem stativ , dank deiner erklärung und deinen tipps weiss ich nun das ich der schuldig bin ,
    vielen dank an dich lieber gunhter für die sehr guten tipps

    ps: habe 1 nikon 7000 , 1 nikon 5100, 1 canon d 700
    und wenn alles gut geht weihnachten 1 nikon 800

    ich drücke mir die daumen und euch wünsche ich frohe festtage

    viele grüsse reinbert

  76. Franz-Josef Molitor 20. Dezember 2013, 18:56   »

    Super Beitrag. Vielen Dank. Du hast nun noch einen neuen Fan dazu bekommen. LG Franz-Josef

    @Joe ;-)

  77. Hallo Gunther,

    dieser Artikel ist wieder ein sehr gelungenes Beispiel dafür, dass die Praxis zählt und nicht die Theorie!
    Eine Beurteilung der Bildschärfe kann immer nur relativ zum gegebenen Ausgabeformat erfolgen, die 1:1-Ansicht ist dafür nicht geeignet. Ich selbst nutze die 1:1-Ansicht nur als letztes Mittel, um bei mehreren identischen Aufnahmen eines Motivs zu beurteilen, bei welchem die Schärfe am besten sitzt.

    Etwas anders als im Artikel geschrieben sehe ich jedoch die Rolle der Scharfzeichnung. Unser Auge – und damit beurteilen wir letztlich die Bildschärfe – weist in seinen optischen Eigenschaften und der Bildverarbeitung einige wichtige Unterschiede zu einer Kamera auf. Einer dieser Unterschiede ist die automatische Betonung des Kantenkontrastes durch laterale Hemmung der Sehzellen. Und genau diese Eigenschaft nutzen Scharfzeichungsverfahren wie Unscharf Maskieren. Ein subjektiv wirklich unscharfes Foto wird dadurch nicht scharf, ein scharfes Foto erhält aber erst durch Scharfzeichnung seine optimale Ausgabeschärfe. Oder anders ausgedrückt: Jedes Foto muss scharf gezeichnet werden! Und auch hier sind Art und Stärke der Scharfzeichnung immer abhängig von der Ausgabegröße des Bildes.
    (Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema gibt es auf meiner eigenen Seite: http://www.dirkpfuhl.de/117-scharf-scharfer-scharfzeichnung/)

    Die Scharfzeichnung kann im übrigen eine weitere Quelle unscharfer Bilder sein, wenn sie falsch angewendet wird. Und Menschen die direkt in JPG fotografieren überlassen das ja automatisch der Kameraelektronik – mit mehr oder weniger gelungenen Resultaten. Und gleiches gilt für die RAW-Entwicklung, wenn man auf automatische Einstellungen setzt und/oder die Scharfzeichnung nicht als letzten Bearbeitungsschritt und bezogen auf das gewählte Ausgabeformat anwendet.

  78. Hallo Gunter,
    ein sehr informativer, sachlicher und umfangreicher Beitrag!
    Mich würde allerdings auch ein Thema interessieren, dass über den Artikel hinaus geht. Wie sind Deine praktischen Erfahrungen mit den unterschiedlichen Modi des Autofokus und welcher Modus, bzw. welche Messart für welche Aufnahmesituation am sinvollsten oder effektivsten einzusetzen ist. Meine neue D7100, die ich mir nach Lektüre Deiner Ausführungen als Ersatz für die alte D90 zugelegt habe, bietet einiges Mehr an Möglichkeiten, aber auch die Qual der Wahl.

    Gruß
    Martin

  79. Joe Gast 20. Dezember 2013, 17:03   »

    Super Beitrag. Vielen Dank. Du hast einen neuen Fan dazu bekommen. LG Joe

  80. Hallo Gunther, ein genialer Post. Das sollten mal ein paar in meinem Fotoklub lesen.

    Für den Schärfetest hast Du leider was vergessen:

    Schaltet den Bildstabilisator aus!!! Es soll ja Objektive geben die mitbekommen das die Kamera auf einem Stativ ist, aber das ist bestimmt nicht die Regel.

    Gruß Peter

  81. Stephan K 20. Dezember 2013, 16:57   »

    Hallo Gunther,

    sehr guter und interessanter Artikel, vorallem sehr anschaunlich erklärt.
    Jedoch bin ich der Meinung, daß sich zwei Fehler eingeschlichen haben.
    Du schreibst bei 3. unter “Die 1 : 1 Ansicht – Fluch und Segen zugleich” “3. Objektive, die mit 24 Megapixeln keine Probleme hatten, …” dies sollte doch sicherlich 12 und nicht 24 heißen.

    Bei “Der Crop Sensor stellt noch höhere Anforderungen” schribst Du “… dass diese Sensoren eine noch geringere Pixeldichte – also mehr Auflösung pro Fläche haben…” dies soll doch bedeuten, daß mehr Pixel auf der gleichen Fläche sitzen, also die Dichte (Anzahl) der Pixel höher ist, bzw. der Pixelabstand geringer, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    MfG und schöne Feiertage
    Stephan

  82. Vielen Dank für diesen ausführlichen und wieder mal sehr gut geschriebenen – weil vor allem sehr pragmatischen – Artikel!

    Darf ich zu einem Punkt etwas hinzufügen? Nämlich zu Punkt 2) “Der Fokus wurde nicht richtig getroffen”: dies kann auch durchaus mal am Objektiv selber liegen (eigene leidvolle Erfahrung mit zwei nicht gerade billigen Nikon 2.8er-Zooms) und erfordert u.U. eine Kalibrierung der Objektive, gute Infos zu Front-/Backfokus bei Traumflieger unter http://www.traumflieger.de/desktop/fokusdetektor/fokusdetektor.php

    Last but not least:

    MERRY CHRISTMAS!!!

    Viele Grüsse,
    Christoph.

    • Hallo Christoph,
      danke für den Hinweis. Das Thema “Fokus-Defizite” behandle ich ja weiter unten. Und da kommt dann auch die Option “Kamera/Objektiv zum Service” vor.
      Grüße und selber Merry XMas, ;-)
      Gunther

  83. Hallo Gunther,
    du sprichst mir aus der Seele. Gestern Abend hab ich mir eine Rezension über die neue D5300 angesehen. In der wurde der Autofokus förmlich zerrissen. Ich selbst habe mit der alten D60 und Kitobjektiv 18-55 damals dieses Bild geschossen: http://500px.com/photo/55169356 Habe mir dieses Jahr eine D5200 geholt. Jetzt ein paar Euros in gute Linsen investiert. Die Ergebnisse unseres Namibia Urlaubes lassen sich sehen.
    Allzeit gut Licht
    Markus

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