Autofokus Probleme beim Filmen von Videos mit der DSLR

17112010

Viele Fotografen, die die ersten Schritte mit der Video-Funktion einer digitalen Spiegelreflexkamera machen, sind enttäuscht. Was ist nur mit dem Autofokus los? Kameras, die mit dem gleichen Objektiv problemlos eine Möve im Flug mit 6-8 Bildern pro Sekunde verfolgen und scharf abbilden können, versagen plötzlich schon, wenn sie die Schärfe bei langsam bewegten Objekte während des Filmens nachführen sollen.

Wie kommt diese Diskrepanz nun zustande? Wie versprochen, möchte ich Euch heute einmal erklären, wie Autofokus-Systeme funktionieren und warum sich der Autofokus beim Filmen anders verhält, als beim Fotografieren.

Eigentlich gibt es “den” Autofokus in diesem Zusammenhang gar nicht, vielmehr finden wir in den modernen DSLR-Kameras zwei Autofokus-Funktionalitäten vor:

  1. den schnellen sog. “Phasen”-Autofokus – dieser kommt beim Fotografieren zum Einsatz
  2. einen so genannten “Kontrast”-Autofokus – dieser kommt beim Filmen zum Einsatz

Die Funktionsweise und Performance dieser zwei Systeme könnte kaum unterschiedlicher sein:

Funktionsweise des Phasen-Autofokus

Vereinfacht gesagt, wird beim Phasen-Autofokus das Bild über mehrere versetzt angeordnete Sensoren erfasst und anhand der Verschiebung der Bilder ermittelt in welche Richtung und wie weit fokussiert werden muss. Sind die Bilder deckungsgleich, befinden sie sich im Fokus.
Da hier nicht per “Trial-and-Error” gesucht werden muss, geht das Fokussieren in der Regel sehr exakt und schnell. Nachteile hat das System nur dann, wenn die Kalibrierung zwischen den Autofokus-Sensoren und den eingesetzten Objektiv nicht übereinstimmt. Dann kommt es zu den berühmt/berüchtigten Front- oder Backfokus-Syndromen. Ein “Pumpen”, also das hin- und herfahren des Fokus beobachtet man nur, wenn die Kamera ein bestimmtes Motiv (z.B. spiegelnde Flächen) nicht scharfstellen kann.

Funktionsweise des Kontrast-Autofokus

Der so genannte Kontrast Autofokus macht das, was sein Name suggeriert. Er misst den Kontrast gerade aufgenommenen Bildes und verstellt den Autofokus so lange, bis dieser maximal ist. An der Stellung mit dem maximalen Kontrast ist das Bild scharf. So die Idee.

Nun, bringt dieses Verfahren leider einige Tücken mit sich. Veranschaulichen wir uns die Funktionsweise einmal an einem Bild:

Funktionsweise des Kontrast-Autofokus

Ganz oben seht ihr die jeweiligen Bilder, die die Kamera “sieht”. Bild 1 und 5 sind ganz unscharf, 2 und 4 etwas schärfer und bei 3 ist das Bild im Fokus.

Anhand der Histogramme kann man schön den Kontrast erkennen. Je “breiter” das Histogramm eines Bildes, umso größer der Kontrast. Hier seht ihr deutlich die Korrelation zwischen Kontrast und Schärfe des Bildes.

Wenn ihr nun im Video Modus den Auslöser antippt, um zu fokussieren, passiert folgendes:

Der Sensor nimmt ein mehr oder weniger unscharfes Bild auf, da der Fokus in der Regel zunächst einmal daneben liegt. Nehmen wir einmal an, der Sensor nimmt Bild 1.) auf. Nun weiß die Kamera erst einmal nicht, ob das Bild scharf ist, oder nicht und sie weiß auch nicht in welche Richtung sie fokussieren müsste, falls dies erforderlich sein sollte. Es könnte also sogar passieren, dass sie den Fokus zunächst einmal noch weiter nach “links” stellt, in Richtung unschärfer. Sie würde dann nach kurzem Weg eine weitere Messung vornehmen und feststellen, dass der Kontrast noch weiter sinken würde. Nun hieße es umkehren und in die andere Richtung laufen.

Diesen Vorgang des Umkehrens der Autofokus-Richtung nennt man “Pumpen”.

Im obigen Bild läuft der Autofokus nun zufällig nach “rechts” also in die Richtung des höheren Kontrasts und macht die nächste Messung bei Bild 2. Die Kamera stellt fest, dass der Kontrast größer ist und sieht die Richtung bestätigt. Ob Bild 2 schon das schärfste Bild ist, kann die Kamera nicht wissen.

Mit mehr oder weniger geschickten Algorithmen wird nun Extrapoliert, wie weit der nächste Schritt sein müsste, um möglichst wenig Messpunkte auf dem Weg zum optimalen Fokus anzufahren.

Von Bild 2 wird nun nach dem eben beschriebenen Algorithmus auf den Fokus von Bild 3 geschlossen und dieser angefahren. Wieder erfolgt die Kontrastmessung. Der Kontrast ist höher, als bei Bild 2. Wir sind also immer noch auf dem richtigen Weg. Ob Bild 3 schon das schärfste Bild ist, kann die Kamera nicht wissen. Sie extrapoliert also wieder und fährt den Autofokus weiter nach rechts zu Bild 4.

Bei Bild 4 angelangt ergibt die Kontrastmessung nun wieder einen geringeren Kontrast. Der Fokus ist über das Ziel “hinausgeschossen”. Die Richtung wird wieder umgekehrt und mit einem Interpolationsalgorithmus auf eine Position weiter “links” geschlossen, in diesem Fall wieder Bild 3.

Die erneute Umkehrung des Autofokus erzeugt wieder ein “Pumpen”.

Die Zeit und die Anzahl der “Pumpvorgänge” hängt von mehreren Faktoren ab:

  • erstens vom Motiv – je kontrastreicher ein Motiv, um so besser
  • zweitens davon, ob das Motiv sich bewegt und
  • drittens von der “Intelligenz” der implementierten Algorithmen.

Problematisch wird dieses Verfahren nun insbesondere, wenn die Kamera nach dem eben beschriebenen Schema nun gar im Video ein bewegtes Objekt “verfolgen” soll. Stellt Euch einfach vor, dass sich die Bilder in dem Schaubild oben um eines nach rechts verschieben, so dass das scharfe Bild auf Position 4 liegt. Die Kamera weiß nun wieder nicht, ob sie von dem aktuellen Bild 3 nach “links” oder “rechts” fokussieren soll und das Spiel geht von vorne los.

Jedes Handy, fast jede Kompaktkamera und viele Videokameras nutzen dieses Verfahren für den Autofokus. Die Effekte hat jeder von uns schon einmal bewusst oder unbewusst beobachtet.

Wer ein Objektiv mit Ultraschallmotor hat, wird den akustischen Unterschied zwischen dem schnellen Phasen-Autofokus und dem Kontrastautofokus besonders deutlich bemerken, denn vom blitzschnellen Fokussieren ist bei der Kontrast-Messung nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil, dem Motor wird insbesondere bei bewegten Objekten einiges abverlangt, weil er auf seinem Weg immer wieder für Bruchteile einer Sekunde anhalten muss um die Kontrastmessung zu ermöglichen.
Akustisch macht sich das durch ein ungesund klingendes Gestottere bemerkbar, das Fokussieren dauert deutlich länger. Das Pumpen ist darüber hinaus natürlich vorallem ein Effekt, der jede Video-Aufnahme zerstören kann.

Warum nutzen die Kameras dann nicht den Phasen-Autofokus auch für Video?

Nun, leider ist das in der Regel bei einer Spiegelreflex-Kamera technisch nicht möglich. Der schnelle Phasen-Autofokus ist nämlich nur verfügbar, wenn der Spiegel der Kamera unten ist und man durch den Sucher schauen kann.
Das liegt daran, dass das Licht über den Spiegel einmal oben in das Prisma (den Sucher) und einmal durch den teildurchlässigen Spiegel nach unten zum Autofokus-Sensor reflektiert wird.

In dem Moment, wo der Spiegel zum Auslösen, für Live-View oder Video hochklappt, sind sowohl Sucher als auch Autofokus “blind”.

Spiegelreflex – Spiegel unten / Spiegel oben

Im oberen Schaubild sieht man, dass der Spiegel unten ist. Licht fällt durch den Sucher und auf den Phasen-Autofokus. Der Sensor bekommt kein licht ab.

Im unteren Schaubild wurde ausgelöst oder der Live-View eingeschaltet. Der Spiegel ist nun hochgeklappt. Weder durch den Sucher noch auf das Autofokus-Modul fällt Licht. Das gesamte Licht fällt auf den Bild-Sensor, und das ist eigentlich auch gut so, denn da wollen wir ja möglichst viel Licht haben.

Beim Filmen oder beim Fotografieren im Live-View Modus kann die Kamera also nur den Bild-Sensor benutzen um scharf zu stellen. Und genau das tut sie über die Kontrastmessung! – Da haben wir also unseren Kontrast-Autofokus mit all seinen Nachteilen.

Quo vadis Live-View-Autofokus

Natürlich machen sich die Kamerahersteller Gedanken darüber, wie man dieses optische Dilemma umgehen kann. Ansätze bestehen darin, das Licht zum Bildsensor durch einen teildurchlässigen Spiegel zu lenken um einen geringen Anteil des Lichts auf den Autofokus zu bekommen. Allerdings büßt man dadurch Lichtstärke ein.

Canon hat hier bereits letztes Jahr Ansätze vorgestellt und Sony hat vor kurzem die ersten Digitalen Spiegelreflex Kameras mit semi-transparentem Spiegel auf den Markt gebracht.

Wohin die Reise geht? Wir werden sehen. Fakt ist, dass mit dem heutigen System die Video-Fähigkeiten der digitalen Spiegelreflex-Kameras, zumindest beim “Verfolgen” von schnell bewegten Objekten, eingeschränkt sind. Dass und wie man trotzdem tolle Videos machen kann, hatte ich ja schon einmal beschrieben und gezeigt.

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht in dieses Thema bringen. Was denkt ihr – wohin wird die Reise gehen? Wird sich das System mit dem semi-transparenten Spiegel durchsetzen? Oder werden ganz anderen, womöglich völlig spiegellose Systeme die heutigen DSLR ablösen? Ich freue mich über Eure Kommentare!

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39 Kommentare bisher


  1. Volker 24. Mai 2016, 23:05   »

    Hallo Gunther,

    danke für die erhellenden Erläuterungen zur unterschiedlichen Funktionsweise des Autofokus.
    Kann es sein, dass Canon das mit der 70D (bei Videos) deutlich besser in den Griff bekommen hat? Kein ‘pumpen’ mehr, so wurde mir von einem Bekannten berichtet.

    Gruß
    Volker

    • @Volker

      Ja das kann ich bestätigen. Nehme Seit Jahren Basketballspiele damit auf und bin sehr zufrieden.
      Der AF funktioniert tadellos und genau so wie du es beschrieben hast.

      lg

  2. flomkns 27. März 2016, 21:27   »

    Ausgezeichnet erklärt! Sehr gut nachvollziehbar und verständlich. Weiter so ;)

  3. Sehr gut erklärt! Ich war auf der suche nach einer Erklärung warum beim Filmen mit meiner DSLR Kamera (Canon 550 d) bewegte Objekte nicht immer im Focus sind… Vor allem wenn ich vor der Kamera bin muss ich aufpassen wo ich mich im Raum befinde und mich bewege sonst bin ich außer Focus …

    Gruß

    Ernährungsplan 24

  4. Danke GW für diesen Vergleich: Es ist gut, immer wieder mal nachzulesen! In meinem aktuellen Kommentar zur den von Dir genannten AF Besonderheiten der SONY ALPHA SLT A99 habe ich meine seit Jahren gepflegte Anwendung der Vorfokussierung mit dem mittleren Kreuzsensor skizziert.

    Bei meiner frühen Anschaffung der Canon EOS M (live view, also Kontrast AF) konnte ich nie (!) die unisono Kritik aller Rezensenten hinsichtlich eines lahmen AF nachvollziehen, weil schon der AF im live view meiner EOS 5D MKII noch langsamer war. Im Gegenteil, den auf meine Bedürfnisse adaptierten AF der EOS M habe ich als ausreichend schnell und vor allem superpräzise geschätzt, wenn man folgende Einstellungen verwendet (die möglicherweise auch auf andere Spiegellose zu übertragen sind) bei zentralem AF-Feld:

    AF Betrieb – ONE SHOT AF
    AF-Methode – FlexiZone AF
    Kontinuierl. AF – Deaktivieren
    Fokusmodus – AF+MF

    Es mag an diesen Einstellungen liegen, dass das von Canon kurzfristig nachgeschobene Firmware Update 2.0.2 keine spürbare Verbesserung der AF Geschwindigkeit erbrachte, sie war ja schon ab Kauf relativ schnell.

    Noch wichtiger erscheint mir allerdings, jeder angewendeten AF Version bereits bei der Vorfokussierung einen wahrnehmbaren Kontrast zu bieten, was ich ibs bei meinen vielen Makroaufnahmen zwangsläufig beherrschen musste, denn dabei sind die Schärfentiefen bis hin zu sehr gering. Immer dann, wenn es sich um eher unbewegte Motive handelt, bringt die präzise Vorfokussierung mE enorme Vorteile, vor allem auch beim Auslösevorgang, der dann eben nicht vom auto AF verzögert wird. Mein Vorgehen ist noch aus der SLR Zeit mit Schnittbildentfernungsmesser geprägt, denn ohne Focus war der Blick durch die Linse eben unscharf :-) beste Grüße vom Bodensee pp

  5. Jasper Madsen 5. April 2015, 10:13   »

    Meine Kamera pumpt seit kurzem immer beim Autofokus. Das Problem habe ich mit meinen beiden Objektiven. Das hatte ich vorher nicht. Was ist der Auslöser und was soll ich machen? Vielen Dank !

  6. Hallo Gunther,

    vielen Dank für die sehr anschauliche Erläuterung (so, wie gewohnt)
    Da sollte es doch bei Kameratests reichen, daß man darauf hinweist, daß man SYSTEMBEDINGT keinen flotteren AF hinbekommen kann! Stattdessen wird der Eindruck vermittelt, die Hersteller seien zu doof und das Produkt wird
    dann negativ geratet.

    MfG

    Gerd

  7. Michael 28. Januar 2015, 20:35   »

    Lieber Gunther,

    seit nun über einem Jahr verfolge ich deinen tollen Blog.
    Dank deiner Reviews habe ich mir im Sommer die D5200 besorgt und bin sehr begeistert. :-)

    Mittlerweile bin ich auf den Geschmack der bewegten Bilder gekommen. Als Technikfan habe ich zusätzlich eine Leidenschaft für Flugzeuge und genau da komme ich nun zu einem Problem:

    Um ein startendes Flugzeug möglichst spektakulär einzufangen und um den schwierigen Kameraschwenk mit DSLR-Fokusproblematik zu umgehen, müsste ich das Flugzeug ziemlich frontal (max Abweichung zur frontalen ca 10-20°)
    einfangen.
    Dafür muss ich mich allerdings in großer Entfernung zum startenden Flugzeug positionieren, nehmen wir mal das andere Ende der Landebahn. (Entferunung ca. 2500m)

    Könntest du mir für diese “Problematik” ein System (Kamera, Objektiv, Stativ, “Anti-Shake”-Software für die Nachbearbeitung – falls es das gibt) empfehlen?
    Gerne auch mit Amazon-Affiliate-Links. ;-)
    Meine D5200 und ein 300er Objektiv reichen da – wie ich finde – bei weitem nicht mehr aus.
    Bei den hochpreisigen Camcordern reicht die Brennweite nicht aus. Die mit hoher BW für ein paar hundert Euro sind mir dann qualitativ wieder zu schlecht.

    Falls du sehen möchtest auf was ich hinaus möchte, könntest du dir dieses Beispiel-Video ansehen:
    https://www.youtube.com/watch?v=7P9OAng32F0
    (Falls du den Link nicht klicken möchtest, kannst du in der Youtube Suche auch “Crosswind difficulties” eingeben, der Nutzer heißt flugsnug.)

    Ich hoffe du kannst mir hierbei weiterhelfen, der Fachhandel konnte mir da nicht wirklich weiterhelfen, insofern bist du hier meine letzte Chance! :-)
    Vielen lieben Dank, Michael.

  8. Volker Kaczor 30. Dezember 2014, 15:14   »

    Hallo Gunther, vielen dank für deinen Rat wir wolle heute abend mit ein paar Raketen einige Probeaufnahmen machen. Ich habe mal probiert, im Programm M ist die 1/30s auch die kleinste Zeit, die Blende werde ich mal auf 11 einstellen und ISO auf 100 manuell einstellen. Mit dem verstellen des vorderen Rades kann ich die Blende und somit das richtige Licht einstellen.

  9. Volker Kaczor 28. Dezember 2014, 20:49   »

    Hallo Gunther, ich möchte Silvester über den Live-View Modus unser eigenens Feuerwerk filmen. Ich habe eine D800
    mit einen AF-S Nikkor 28-300mm 1:3,5-5,6G Objektiv. Ich habe mir auch das Kamarahandbuch von Franzis gekauft. Soweit ich mich belesen habe stelle ich in der Voreinstellung Picture Control “VI Brillant” und den weißabgleich auf “Auto1”. Ich will mich so positionieren das ich mit der Brennweite 28mm allen im Bild habe. Somit könnte ich den Autofokus ausschalten, um alles scharf zu filmen. Ich könnte auch mit Autofocus AF-F und der Messfeldsteuerung “NORM” filmen. Ein Stativ verwende ich auf alle Fälle weil das Feuerwerk ca. 15min geht. Wenn du mir noch ander Einstelltips geben kannst würde ich mich riesig freuen.
    Viele Grüße Volker

    • Hallo Volker,
      den Weißabgleich würde ich manuell einstellen (etnweder Tageslicht, oder, falls Kunstlicht im Spiel ist, so dass es ohne Feuerwerk passt) – Picture Control würde ich neutraler einstellen, aber das ist sicherlich Geschmacksache. Autofokus natürlich aus, vorher fokussieren. Kamera in den M Modus, Belichtungszeit auf 1/30 und die Blende/ISO so einstellen, dass es nicht zu hell ist, wenn ein Feuerwerk im Bild ist, sondern die Farben noch gut sichtbar sind.
      Viel Spaß!
      Gunther

  10. E. Pfitzner 10. Oktober 2014, 11:24   »

    Auch ich machte die gleiche Erfahrung.
    Meine Olympus PEN epl 7 hat doch aber garkeinen Spiegel.
    freundliche Grüße
    E. Pfitzner

  11. Tobias 24. März 2013, 11:36   »

    Perfekt erklärt! Jetzt habe ich es endlich einmal richtig verstanden – ein für alle Mal. Herzlichen Dank!

  12. FelixHase 18. Februar 2013, 19:16   »

    Hallo,
    erstmal vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich bin seid kurzem stolzer Besitzer der Canon 6D und wollte nun auch ein wenig mit der Film Funktion herumspielen.

    Ok, wie Du eben beschrieben hast ist der Autofokus im Liveview deutlich langsamer. AAAber mein großes Problem ist das der AF garnicht mehr funktioniert sobald aufgezeichnet wird. Ist das normal? Hab jetzt in der Kurzanleitung nichts darüber gefunden. Vielleicht ist er ja nur “sicherheitshalber” fixiert damit z.B. kein Pumpen oder so während dem filmen entsteht. Aber wenn ich nun bewusst während der Aufnahme den Fokus automatisch ändern möchte sollte dies doch funktionieren oder?

    Gruß
    Felix

    • Hallo Felix, zu den Canons kann ich leider nichts sagen…
      Aber grundsätzlich empfiehlt es sich sowieso nicht während des Filmens mit der DSLR zu fokussieren, da das immer unschön “pumpt”, auch wenn es bei den Nikons funktioniert.

  13. Vielen Dak für diesen erhellenden Artikel!
    Warum muss denn die Autofokus-Einheit unbedingt eine separate Einheit sein, die nur über den Spiegel mit Licht “versorgt” wird?
    Warum kann die Autofokus-Einheit nicht in den Bildsensor integriert werden?

    • Na, das ist doch bei dem “Kontrast-Autofokus” so, der im Liveview zum Tragen kommt. Wenn Du die beiden Autofokus Modi vergleichst, dann wirst Du feststellen, dass der deutlich langsamer ist.
      Bei einer normalen DSLR ist es ja auch so, dass beim Fotografieren, wenn Du durch den Sucher schaust, der Sensor gar kein Licht abbegekommt, weil der Spiegel “im weg” ist. Daher die separate Autofokus Einheit. Dass es auch anders geht, zeigt ja z.B. Sony mit den Teildurchlässigen Spiegeln. Hier hast Du dann aber keinen “optischen” Sucher mehr, sondern einen Elektronischen. Du siehst, die Kamera-Hersteller versuchen sich schon am Spagat – im Moment ist die “Eierlegende Wollmilchsau” aber noch nicht erfunden.

  14. Hallo Christian,

    danke für die ausführliche Erläuterung. Ich schließe mich Bernd Schneider (26.11.11) an und setze noch einen drauf:

    Muss der Kontrast-AF grundsätzlich schlechter sein oder ist er nur bei Nikon- und Canon-DSLRs so schwach implementiert? Warum können so viele (häufig billigere) Kameras mit reinem Kontrast-AF besser fokussieren?

    Oder ganz konkret: Warum kann der (Kontrast-)AF meiner spiegellosen Sony NEX bewegte Objekte flott, präzise und sogar leise im Video verfolgen während mit meiner Nikon D5100 schon ein simples Foto im Liveview zur Quälerei wird?

    Schöne Grüße
    Robert

  15. Hallo Christian, vielen Dank für den tollen Tipp/Link. Ich werde mir die einzelnen Teile mal in Ruhe ansehen, bestimmt finde ich auch noch eine Ergänzung für mein Equipment!
    Beste Grüße
    Gunther

  16. winnerger 23. Dezember 2011, 20:02   »

    Hallo zusammen! :-) vorab erst einmal ein großes Lob an Gunther! eine echt super Erklärung und vor allem auch sehr anschaulich durch die Bilder…danke! :-)
    da ich ein mehr oder weniger großer Bokeh-Fanatiker bin (und gerne mit Blende 2.8 oder größere fotografiere und FIlme) hätte ich bezüglich des präzisen fokussierens auch noch einen kleinen tipp… bin im internet auf dieser Seite hier ((http://www.krolop-gerst.com/blog/technical-tutorial/technical-16-video-dslr-rig-minimum/) auf ein interessantes Fokussystem für DSLR’s gestoßen für Filmen…mit dem man schnell den Fokus nachführen kann…
    bin begeistert davon…

    hoffe ich konnte auch etwas beitragen und bin auf eure Meinungen gespannt!
    Schöne Feiertage!

    MFG Christian

  17. Bernd Schneider 26. November 2011, 21:43   »

    Hi Gunther,

    eine Sache habe ich noch nicht verstanden.

    Wenn die billigen Knipsen oder Videokameras ebenfalls den Kontrast AF benutzen, warum kommen die dann be?sser damit klar?

    Danke Bernd

  18. Danke für den hervorragenden Beitrag! Sehr gut erklärt.

  19. Hmm – Back-/Frontfokus hab ich nicht – bei mir verweigert die Kamera einfach nur ein Foto zu machen, weil sie die Scharfstellung nicht schafft…

  20. Wohl gesagt es geht hier nicht um den Video AF sondern den Phasen-AF der für das Fokussieren der Einzel-Bilder zuständig ist
    /Karl

  21. Habe eine D7000 und enorme Probleme mit Scharfstellung;
    a) extremer Backfokus
    b) Bei etwas weniger Licht und Kontrast – meldet Auto-Fokus ok und das Bild wird unscharf obwohl der Fokus nicht sitzt und das bie Fokus-Prio. Werde dazu noch files uploaden – aber erst am WE;

    Ich finde den AF der D7000 mangelhaft
    Werde die Cam zu Nikon einsenden denn selbst mit AF-finetuning bekomme ich den Backfocus nicht geregelt.

    Schade! Ne super cam eigentlich
    /Karl

    PS.: Meine D300 hat mit den gleichen Objektiven – kein Problem weder Backfokus noch das nicht Bemerken der Fehlfokussierung bei weniger Kontrast und Licht.

    Manche Phänomene wie softe Bilder könnten auch daher rühren.

  22. Schöne Beschreibung – danke! :-)
    Hattest du bei schwachem Licht schon mal Probleme mit dem “normalen” Autofokus (also nicht im Live-View)? Hatte mit der D7000 die ich aktuell zum Testen zu Hause habe schon mehrfach das Problem, dass sie aufgrund mangelnden Konstrasts bei schwachem Licht nicht richtig fokussieren konnte (Weihnachtsfeier Indoor, Himmel mit Abenddämmerung, …). Hab es auch mit AF-S, Fokuslicht und Fokuspunkt nur in der Mitte ausprobiert. Empfinde ich schon als etwas störend. Mein Gefühl war, dass die Canon 60D das deutlich besser als die Nikon hinbekommt!? Die Blende von dem Kit-Objektiv ist natürlich bei größeren Brennweiten nicht so super (5,6) – aber als “Anfänger” würde ich gerne erstmal mit dem “günstigen” Zoom Objektiv als “Immerdrauf” üben und gucken, welcher Brennweitenbereich für mich der richtige ist.

  23. danke, gunter. sehr interessant, auch wenn ich auf eine videofunktion an einem fotoapparat gut verzichten kann. ich bin immer noch der meinung, die hersteller sollten die geräte auch ohne videofunktion, dafür aber preisgünstiger oder hochwertiger, anbieten. nur leider hört ja keiner auf mich.

  24. Hey Gunther, super erklärt. Vielen Dank.

  25. eigentlich sehr gut, was ja ohne Spiegel auch klar ist.
    Aber so gut kann der AF gar nicht sein, das ich ihn trotzdem bei Videos benutze. So gut kann ja ein AF gar nicht sein, das zb. die Filmindustrie darauf vertraut, die stellen auch im Jahr 2010 noch immer manuell scharf!

    Die Zukunft gehört eindeutig den Digitalen Suchern (ohne Spiegel) in DSLR-Kameras. Die Vorteile sind einfach weitaus größer als beim herkömmlichen Sucher (+Spiegel).
    Was man hier aber nicht vergessen darf, ist, das die Hersteller bei diesen erst am Anfang stehen, zurzeit bei 1.4 Millionen Pixel.
    Wir sind hier also, verglichen mit der Luftfahrt, erst bei den Brüdern Wright! Da kommt noch einiges und das ziemlich schnell…

    • Dass man bei Video besser manuell scharfstellt, habe ich auch in meinem Video-Tutorial dargestellt – übrigens mit dem gleichen Hinweis wie Du dass professionelle Kameraleute natürlich auch heute noch keinen Autofokus nutzen.

      Bezüglich der digitalen Sucher wäre es durchaus möglich, dass die Entwicklung in Richtung digitale Sucher geht. Allerdings glaube ich, dass viele alteingesessene Fotografen sich damit sehr schwer tun werden, diese zu akzeptieren, wenn sie nicht mindestens genauso gut sind wie ihre analogen Pendants.

      Es ist ja nicht so, dass es nicht schon lange digitale Suche gäbe – allerdings kommen die ja bisher alle in Hinblick auf die Schärfe und den Kontrast lange nicht mit einem optischen Sucher mit. Aber man soll ja nie nie sagen – vielleicht stehen wir ja wirklich erst bei den Brüdern Wright und irgendwann kommt der Durchbruch ;-)

      • Die Ablöse des Optischen Sucher durch den Digitalen, wird genau so für Aufregung sorgen als Minolta den Autofokus in einer Serienkamera einführte!
        Oder als vor 2 Jahren die ersten DSLR mit einer ernst zunehmenden Videofunktion da waren, “braucht keiner”, “unnötig” schrien die Fotografen und heute, gibt es sogar eine eigene Branche für das Zubehör! Und teilweise wird schon versucht diese Technik im professionellen Bereich bei Spielfilmen einzusetzen.

        • Es wäre wünschenswert und würde vieles in der Tat erleichtern. Man denke an das Fokussieren durch “Zoom-in” oder die erweiterten Möglichkeiten bei Nacht. Ich verstehe auch nicht so ganz, warum beim heutigen Stand der Technit nicht höher auflösende Displays für die Sucher zum Einsatz kommen, dort wo sie bereits eingesetzt werden. Stattdessen geht der Trend zu sucherlosen Displays außen an der Kamera. Aus meiner Sicht die falsche Richtung. Damit wird man den SLR Sucher nicht ersetzen.

          • So glücklich bin ich auch nicht damit;
            mir ist schon beim Filmen mit der DSLR der Live-View suspekt;
            bei praller Sonne (ja das gibts noch in Deutschland) ) hatte ich keine Chance zu sehen ob alles noch im Fokus ist.
            Allerdings könnte ich mir eine Hybridlösung vorstellen, eine Analog-Sucher mit digitalen Einspiegelungen –
            dass würde mir gefallen

            /Karl

  26. Ein super Beitrag,
    jetzt ist mir klar warum die Nikon D7000 sich im Video-Modus so anders verhält

    /Karl Reitschuster
    https://www.xing.com/net/pri3d5d10x/nikondslr/news-325469/was-mir-an-der-nikon-d7000-nicht-so-gefallt-33725832/33725832/#33725832

  27. LinuxLinus 17. November 2010, 10:30   »

    Danke!
    (Der “hatte ich ja schon einmal beschrieben-Link” zeigt derzeit nur auf http:///)

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