Mein neues Nikon Super Weitwinkel Objektiv: das DX Nikkor AF-S 10–24 1:3.5–4.5 ED – Test und Empfehlung

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Nicht nur für Video-Aufnahmen und Zeitraffer ist es höchst wünschenswert, ein Super-Weitwinkel zu haben. Auch für „normale“ Fotos, macht ein solches Objektiv einfach nur Spaß und ermöglicht tolle Perspektiven. Während der immer verzerrte Look eines Fischauges sich schnell abnutzt, ermöglicht es ein Super-Weitwinkel, weitgehend unverzerrte Bilder zu machen und doch aufregende Perspektiven in Szene zu setzen.

Hamburg Hafencity - Nikkor 10-24 @24mm
Hamburg Hafencity – Nikkor 10–24 @24mm


Nach langem Wälzen von Reviews habe ich mich für das 10–24mm von Nikon entschieden. Mit dem eingebauten Autofokus-Motor fokussiert es auch an meiner kleinen Nikon D5100. Das Fokussieren erfolgt dank Ultraschall schnell und präzise. Der Autofokus lässt über einen Schalter direkt am Objektiv abschalten.

Oben schrieb ich „weitgehend unverzerrt“, denn es liegt durchaus in der Natur der Sache, dass Verzerrungen im Sinne von stürzenden Linien um so stärker auftreten, je weitwinkliger ein Objektiv abbildet. Die Hersteller geben sich alle Mühe, bei solchen Objektiven (im Gegensatz zum Fischauge) gebogene Linien zu vermeiden, so dass nur trapezförmige, gerade Verzerrungen auftreten. Das ist Nikon ziemlich gut gelungen, wie ihr an den Architektur-Aufnahmen sehen könnt. Natürlich bleiben, wie bei jedem Weitwinkel, die trapezförmige Effekte, die sich ziemlich gut in Lightroom mit der Objektiv-Korrektur entfernen lassen (siehe Beispiel Elbphilharmonie). In der Landschaftsfotografie (für das ich mir das Objektiv gekauft habe) stören diese Verzerrungen in der Regel überhaupt nicht und müssen auch nicht korrigiert werden, für Portraits ist das Objektiv naturgemäß eher weniger geeignet ;-)

Elbphilharmonie - Nikkor 10-24 @17mm
Elbphilharmonie – Nikkor 10–24 @17mm
Elbphilharmonie - Nikkor 10-24 @17mm, Perspektiv-Korrektur in Lightroom
Elbphilharmonie – Nikkor 10–24 @17mm, Perspektiv-Korrektur in Lightroom

Die Bildqualität ist übrigens Nikon-typisch ganz hervorragend. Hier mal ein Bild mit 1:1 Ausschnitt:

Hamburg Speicherstadt - Nikkor 10-24 @11mm
Hamburg Speicherstadt – Nikkor 10–24 @11mm


1:1 Ausschnitt
1:1 Ausschnitt


Das Objektiv hat ein 77mm Filterdurchmesser, der Standard bei den „großen“ Nikon-Objektiven, so kann ich problemlos meinen ND-1000 Graufilter daran genauso wie an meinem Nikkor 70–200 f/2.8 verwenden. Mitgeliefert wird eine Sonnenblende und die obligatorischen Kappen sowie ein Stoffsack.

Hier noch einige Bilder aus Hamburg (bitte wie immer klicken, um sie groß zu sehen):

Hamburg Messberg - Nikkor 10-24 @11mm, leicht beschnitten
Hamburg Messberg – Nikkor 10–24 @11mm, leicht beschnitten


Hamburg Hafencity - Nikkor 10-24 @12mm
Hamburg Hafencity – Nikkor 10–24 @12mm


Hamburg Panorama - Ausschnitt aus einem Bild mit Nikkor 10-24 @24mm
Hamburg Panorama – Ausschnitt aus einem Bild mit Nikkor 10–24 @24mm


Hamburg - Nikkor 10-24 @10mm, Perspektiv-Korrektur in Lightroom
Hamburg – Nikkor 10–24 @10mm, Perspektiv-Korrektur in Lightroom


Alter Elbtunnel - Nikkor 10-24 @10mm
Alter Elbtunnel – Nikkor 10–24 @10mm


Fazit und Empfehlung

Mir macht das Nikkor 10–24 wahnsinnig viel Spaß. 10mm sind eine krasse Brennweite und das das Nikon schafft es hier im Gegensatz zum 10.5 mm Fischauge, sehr schöne, „gerade“ Bilder zu produzieren. In der Nachbearbeitung kann ich dann entscheiden, ob ich die stürzenden Linien auch noch entfernen möchte, oder ob sie als Stilmittel wirken sollen. Für Video-Aufnahmen und meine Zeitraffer ist das Objektiv unbezahlbar – man bekommt damit einfach viel mehr aufs Bild und das mit einer tollen Abbildungsqualität.

Wenn ihr also auf der Suche nach einem neuen Objektiv für Eure DX-Nikon seid, dann schaut Euch doch das Nikkor 10–24 1:3.5–4.5 ED einmal näher an. Hinter dem Link findet ihr auch den genauen Preis und weitere Informationen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit einem Super-Weitwinkel gemacht? Ich freue mich wie immer auf Eure Kommentare!

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80 Kommentare bisher


  1. Reiner 26. August 2015, 14:59   »
    Gravatar

    Moin Gunther,

    immer mal wieder kommt der Wunsch nach einem Fisheye bei mir auf und natürlich habe ich Deine Erfahrungen mit dem Nikkor 10.5 gelesen. Auf der Rasierseite war dann der Vergleich in Bezug auf die Sensorabdeckung an Vollformatkameras von dem Tokina 10–17⁄3.5–4.5 und dem Nikkor 10.5⁄2.8 aufgeführt.
    Hast Du das Tokina mal testen können? Ein Zoom in dem Bereich finde ich schon reizvoll, weiß aber nicht wie es sich bei der Sternenfotografie schlägt, da es ⅔ bis 4⁄3 Blendenstufen vom Nikkor entfernt ansiedelt. Nicht viel, aber Verdoppelung der Zeit bedeutet es ja schon.

    Gruß

  2. Joachim Schmolke 16. August 2015, 19:54   »
    Gravatar

    Hallo Gunther,
    habe mittlerweile das dritte 10–24 getestet. Auch das dritte Objektiv geht zurück!
    Fokussiere ich manuell, so bildet das Objektiv so scharf ab wie das 16–85er bei 16 mm und bei 24 mm. Nehme ich aber den Autofokus, so sind die meisten Bilder nicht richtig scharf. Der Autofokus ist bei diesem Objektiv das Problem. Habe ich manuell scharf gestellt und wechsle
    dann zum Autofokus, so verstellt der Autofokus die an sich scharfe Einstellung wieder. Das Objektiv ist somit unbrauchbar – Made in China!

    Herzlichen Gruß

    Joachim

    • gwegner 17. August 2015, 08:47   »
      Gravatar

      Hört sich nach einem Front‑ oder Backfokus an, sollte am besten in Zusammenhang mit Deiner Kamera vom Nikon Service justiert werden, ist keine große Sache und in der Regel kostenfrei. Sollte bei einem neuen Objektiv nicht sein, aber kann auch durch die Kamera/Objektiv Kombo bedingt sein.

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