Mit dem Sigma USB Dock den Fokus kalibrieren

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Die Sigma Art Objektive bestechen nicht nur durch ihre Bildqualität und Bauweise, sie erlauben dem Nutzer mit einem speziellen USB-Dock auch gewisse Konfigurationen vorzunehmen, die sonst dem Service vorbehalten sind. Dazu gehört die Feineinstellung des Autofokus. Warum das sinnvoll ist und wie das ganz einfach geht, erkläre ich euch in diesem Artikel.

Fokus-Ungenauigkeiten kennen Benutzer von Spiegelreflex-Kameras schon seit den ersten Autofokus Objektiven. Die Ursache dafür liegt einfach in dem Prinzip, wie der sog. Phasen-Autofokus der Kameras funktioniert. Das habe ich schon einmal in einem  separaten Artikel erklärt. Vereinfacht gesagt kann es Unterschiede zwischen der tatsächlichen Entfernung eines Objekts und der vom Autofokus gemessenen Entfernung geben – und das ist leider recht üblich – dann liegt der Fokus beim Fokussieren durch den Sucher hinter oder vor dem anfokussierten Objekt, man spricht dann vom Back- oder Frontfokus.

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Bei einigen Kameras kann man dafür in der Kamera selbst Korrekturwerte hinterlegen, diese beziehen sich jedoch meist auf den gesamten Fokusbereich und sind auch nicht immer ganz einfach zu konfigurieren.

Einen besseren Weg geht meiner Meinung nach Sigma. Seit der Einführung der Art, Sports und Contemporary Serien, kann man diese Objektive mit einem speziellen USB-Adapter, dem sog. USB-Dock selbst kalibrieren (Liste der unterstützten Objektive). Bisher hatte ich selbst noch keine Veranlassung gesehen, meine Objektive zu kalibrieren, doch die Fokus-Ungenauigkeiten meines neuen 20mm Sigma Art (zu meinem Testbericht) ließen mich dann doch zum USB-Dock greifen, um es einzustellen. Hier meine Erklärung, wie das ganz einfach und pragmatisch geht.

Einstellen des Autofokus mit dem Sigma USB Dock

Jede moderne DSLR bietet zwei Arten des Autofokus: zum einen den Phasen-Autofokus – das ist der, der aktiv ist, wenn wir durch den Sucher schauen und fotografieren und zum anderen den Kontrastautofokus, das ist derjenige, der aktiv ist, wenn wir im Live-View fotografieren.

Der Phasen-Autofokus (diesen hatte ich hier schonmal erklärt) ist derjenige, der anfällig für Front- und Backfokus ist. Der Kontrastautofokus ist hingegen immer exakt, wenn er genügend Kontrast im anfokussierten Objekt findet.

Die unterschiedlichen Charakteristika dieser beiden Autofokus-Varianten machen wir uns nun zunutze, um den Phasen-Autofokus zu kalibrieren. In diesem Artikel habe ich schon einmal erklärt, wie man Back- oder Frontfokus erkennt. Im Prinzip messt ihr den Fokus einmal mit ausgeschaltetem Live-View (Phasenautofokus) und einmal im Live-View (Kontrastautofokus). Wenn sich vorne am Objektiv die Entfernungsanzeige dabei unterscheidet, habt ihr einen dejustierten Fokus. Auf diesem Prinzip beruht die von mir nun im Folgenden vorgestellte Vorgehensweise beim Kalibrieren mit dem USB-Dock.

Zunächst benötigt ihr das USB-Dock von Sigma, dieses gibt es für die unterschiedlichen Bajonettversionen:

→ Sigma USB Dock für Nikon, Canon, Sony, Sigma, Pentax.

Anschließend ladet ihr euch die Software Sigma Optimiziation Pro von der Sigma Website herunter. Dort findet ihr Downloads für Windows und Mac.

Nun könnt ihr euer Objektiv mit dem USB Dock verbinden und das USB Kabel in den Rechner stecken.

Nach dem Start der Sigma Optimization Pro Software, checkt diese zunächst einmal nach einem Firmware-Upgrade für das Dock sowie für das angeschlossene Objektiv. Falls ein Update gefunden wurde, solltet ihr dieses als erstes direkt einspielen lassen.

Im Anschluss, klickt ihr auf Individualisierung…

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…dann auf Fokus-Einstellung.

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Nun erscheint der Fokus-Einstellungsdialog.

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Es gibt 4 Fokusbereiche, die unabhängig voneinander eingestellt werden können, beim 20er z.B. 0.276m, 0.4m, 0.6m und Unendlich.

Das Einstellen ist nun ganz einfach. Fangt mit der Kalibrierung für Unendlich an.

Kalibrieren der Unendlich-Einstellung

  1. Stellt die Kamera auf ein Stativ, M-Modus, Offenblende (!) – also Blende 1.4 bei den Sigma Art Objektiven und stellt die Belichtungszeit entsprechend so ein, dass ihr ein einigermaßen vernünftig belichtetes Bild bekommt. Stellt die Kamera im Garten auf oder öffnet ein Fenster und richtet die Kamera nach draußen. Den Autofokus stellt ihr auf Einzelfeld, als Messfeld wählt ihr das in der Mitte. Dieses richtet ihr auf irgendetwas in mehr als 50 Metern Entfernung, das etwas Kontrast aufweist, so dass ihr darauf fokussieren könnt. Zum Beispiel eine Baumgruppe in der Ferne.
  2. Nun schaltet die Kamera in den Live-View. Das Live-View-Fokusfeld sollte auch genau in der Mitte platziert sein, so dass es exakt die Stelle fokussiert, auf der das Messfeld im Sucher gezeigt hat.
  3. Nun fokussiert im Live-View. Haltet den Auslöser halb gedrückt, solange, bis vorne am Objektiv die Entfernungsanzeige zur Ruhe kommt. Schaut weiterhin auf diese Anzeige und schaltet den Live-View aus. Nun fokussiert noch einmal und beobachtet die Skala dabei. Wenn sich der Fokus nicht verändert, ist er ohnehin perfekt eingestellt. Wenn die Skala sich leicht nach rechts dreht, habt ihr einen Backfokus, wenn sie sich leicht nach links dreht, habt ihr einen Frontfokus.
  4. Nun setzt ihr das Objektiv wieder in das Dock und klickt auf den Bereich “Unendlich”. Dort tragt ihr nun einen Korrekturfaktor ein. Hier müsst ihr etwas probieren. Bei einem Backfokus, müsst ihr in den Minus-Bereich gehen, beim Frontfokus in den Plus-Bereich. Nehmt erst mal 5 als Wert mit dem jeweiligen Vorzeichen. Dann klickt ihr auf “Übertragung” (wichtig, sonst wird der Wert nicht ins Objektiv geschrieben!).
  5. Nun wieder das Objektiv an die Kamera und noch einmal probieren. Normalerweise sollte die Abweichung zwischen Live-View-Autofokus und Phasenautofokus nun geringer geworden sein. Macht das solange, bis die Abweichung kaum noch merkbar ist.

Etwas nervig ist, dass die Software bei jedem Ansetzen des Objektivs nach einer aktualisierten Firmware sucht, das ist wirklich unnötig und es wäre schön, wenn Sigma das in einer neuen Version abschaltbar machen würde.

Kalibrieren der weiteren Entfernungsstufen

Wechselt nun auf den nächsten Fokus Bereich, also 0.6 Meter. Dazu stellt ihr die Kamera in eurem Raum auf, am besten vor ein Bücherregal oder ähnliches. Die Entfernung von 0.6 Meter könnt ihr ganz einfach durch ausprobieren herausbekommen, indem ihr fokussiert und wieder die Skala vorne am Objektiv beobachtet. Verschiebt das Stativ so lange, bis sie ca. 0.6 Meter anzeigt. Dann geht ihr genauso vor, wie bei der Unendlich-Kalibrierung.

Führt das Ganze dann noch für die anderen beiden Fokus-Bereiche durch und ihr seid fertig.

Insgesamt habe ich für meine 3 Objektive nicht länger als 15 Minuten gebraucht, also 5 Minuten pro Objektiv.

Nachtrag: natürlich funktioniert das auch mit Zoom-Objektiven, z.B. dem 18-35 Art. Hier kann man dann für unterschiedliche Brennweiten individuell kalibrieren, beim 18-35 für 18, 24, 28 und 35 mm:

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Fazit

Immer wieder höre ich Kritik, dass man extra das USB-Dock von Sigma kaufen müsse oder Aussagen wie “Sigma soll die Objektive von vornherein richtig kalibrieren, dann ist das alles nicht nötig etc.”. Ich sehe das etwas anders.

Erstens ist das USB Dock natürlich optional. Meines Wissens nach bietet Sigma den Kalibrier-Service bei neuen Objektiven auch kostenlos an. Dazu muss man das Objektiv (und am besten auch die Kamera) dann allerdings einschicken und ggf. eine Woche oder mehr warten, bis man es zurück hat. Wer so lange aus sein Equipment verzichten kann und möchte, für den ist das dann sicher auch eine Option.

Weiterhin sind solche Fokus-Ungenauigkeiten eben nicht immer nur eine Sache des Objektives. Die Kamera spielt dabei nämlich auch eine Rolle. Wenn man sich beim Nikon-Service z.B. über Back- oder Frontfokus beschwert, empfehlen die auch immer, die Kamera inklusive Objektiv einzuschicken und das nicht ohne Grund: nur in der Kombination lässt sich ein solches System exakt justieren.

Und zu guter Letzt dient das USB-Dock ja nicht nur der Fokus justage, sondern man kann damit auch Firmware-Updates einstellen, bei einigen Objektiven den Stabilisator individuell auf seine Anforderungen kalibrieren und weitere Einstellungen vornehmen.

Ich persönlich finde: die Fokus-Kalibrierung mit dem Sigma-USB Dock ist eine tolle Sache. Schnell, einfach und präzise kalibriert man damit seine Objektive – jetzt, wo ich es einmal gemacht habe, frage ich mich, warum ich es nicht schon viel früher mal in Angriff genommen habe. Und die Kosten für das Dock, hat man mit einem einzigen gesparten Service-Auftrag nach Ablauf der kostenlosen Frist direkt wieder raus.

Also bleibt nur ein einziger Nachteil bei dem USB-Dock: es funktioniert nicht mit meinen Nikon Objektiven… :-)

Hier noch einmal die Links zu dem USB-Dock:

Und nun, auf zu schärferen Bildern und viel Spaß beim Kalibrieren!

Disclaimer: ich habe keine wie auch immer geartete Verbindung zu Sigma sondern bin nur Anwender und habe meine Objektive und das Dock selbst gekauft und bezahlt.

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64 Kommentare bisher


  1. Michael Otto 11. Juni 2016, 20:36   »

    Hallo Gunther,

    ich habe einen Tipp, wie es (viel) schneller geht – zumindest wenn man eine Kamera mit AF-Feinabstimmung hat:

    Anstatt den korrekten Wert von -20 bis +20 mit “Rantasten” zu ermitteln (Wert raten, Objektiv abschrauben, ins Dock schrauben, Wert eingeben, Übertragen, wieder anschrauben usw.) geht man wie folgt vor:

    Wenn man Kamera und Stativ für eine Entfernung montiert hat, knipst man ein erstes “Referenzbild” mit Liveview.

    Dann probiert man den Autofokus ohne Liveview und korrigiert über Menü / System / AF-Feinabstimmung / Gespeicherter Wert so lange bis das Bild scharf ist, man also möglichst nahe am Referenzbild ist.

    Den ermittelten Wert von -20 bis +20 notiert man für die Kombination aus Entfernung und Brennweite. Dann ändert man die Brennweite (von 35 nach 28, dann nach 24, dann nach 18) und probiert neu. Dazwischen ist es sinnvoll, die AF-Feinabstimmung wieder auf “0” zu setzen.

    Dann ändert man die Entfernung, wie bei Gunther beschrieben, und beginnt das Spiel von neuem für alle Brennweiten.

    Auf diese Weise kann man alle Werte ermitteln ohne einmal das Objektiv abzuschrauben!

    Am Ende trägt man dann bequem alle Werte über das Dock in das Objektiv ein und stellt die AF-Feinabstimmung auf 0 zurück.

    Gruß,

    Michael

    • gwegner 12. Juni 2016, 10:34   »

      Du gehst also davon aus, dass die Korrekturwerte für die AF-Feinabstimmung an der Kamera und die Korrektur Werte für das Sigma-Dock vergleichbar und austauschbar sind. Darauf würde ich mich nicht verlassen!

      • Michael Otto 13. Juni 2016, 14:17   »

        Naja, beide Skalen gehen von -20 bis +20, das ist zumindest ein Indiz, dass beide Werte vergleichbar sind.

        Für mich hat es jedenfalls funktioniert (Nikon D7100, Sigma 18-35). Wenn man sich nicht sicher ist, soll man es halt mit einer Brennweite/Entfernungs-Kombination ausprobieren. Das hab ich zuerst auch gemacht.

        Gruß Michael

        • gwegner 13. Juni 2016, 22:20   »

          Also mich würde es sehr wundern, wenn die Werte wirklich vergleichbar wären, eine Norm dafür gibt es m.E. nach nicht – da müssten sich dann ja alle Hersteller dran halten, nicht nur Sigma und Nikon, sondern auch Canon und Sony etc… Die Sigma Linsen gibt es ja auch für andere Anschlüsse. Ich persönlich würde mich da, wie gesagt, nicht drauf verlassen. Ich denke, es war eher Zufall, dass es gepasst hat.

  2. Matthias 1. Juni 2016, 19:56   »

    Hallo Gunther,

    Du schreibst glaube ich sinngemäß das ein falscher Fokus nicht immer nur ein Problem vom Objektiv ist. Da muss ich mal nachfragen.

    Ich kann mir noch vorstellen, dass im Objektiv irgendetwas nicht zentriert ist. Dann wäre z.B. der Focus auf der einen Seite richtig, auf der anderen aber eben nicht.

    Ich kann mir aber nicht so recht vorstellen, dass ein Objektiv insgesamt bzgl. des Focus falsch eingestellt sein kann. Letztlich misst die Kamera ja stets durch das Objekt hindurch und muss insofern auch den Focus korrekt treffen, denn die Kamera dreht ja solange am Focus bis sie zufrieden ist. Die Kamera misst ja nicht: 10m also das Objekt auf 10m einstellen.

    Was anderes ist natürlich wenn die Kamera falsch eingestellt ist. Dann misst sie halt falsch, wie eine falsch eingestellte Brille und muss justiert werden.

    Wo ist mein Denkfehler?

    Viele Grüße

    Matthias

  3. Jo 26. Mai 2016, 13:25   »

    Hallo Gunter,

    danke für diese Beschreibung hab mir über den Link hier grade das USB-Dock bestellt, für meine (ebenso über Deine Seite emphohlene) Sigma 18-35mm Linse !

    Ich glaube ich habe die Beschreibung verstanden, trotzdem noch kurz 1-2 Dinge …

    man macht ja quasi 16 Tests, 4 Distanzen bei 4 Brennweiten beim Sigma 18-35mm, das bedeutet doch das ich vorab am Stativ mal aufs Bücherregal eine plane Stelle fokussiere (z.B. bei 0,3m) und dann schaue obs im Display scharf ist. Bei mir ist knackscharf bei 18 und 24 mm bei 30 und 35 mm ist ok, das will ich ja berichtigen. Jetzt die eigentlichen Fragen…

    Also brauch ich kein SpyderLenscal ? einigermassen gerades Ausrichten an Bücherregal etc reicht?

    Die 4 Distanzen (von unendlich mal abgesehen) müssen die exakt zur Sensoreben ausgemessen sein, oder dürfen die 0,3m auch 0,32m als Beispiel sein?

    Danke für Deine Hilfe

    Gruss
    Jo

    • gwegner 26. Mai 2016, 13:51   »

      Hi, Fokussierung auf Bücherregal sollte reichen und die 0.3 Meter müssen auch nicht super exakt sein, wichtig ist, dass die Messung mit Kontrast- und Phasen-AF aus exakt der gleichen Position erfolgt.

  4. midget 23. Mai 2016, 15:48   »

    Hallo,

    ich habe zwei Fragen an Euch:

    1. Spielt es eine Rolle, ob man das verschieben des Stativs, um den passenden Fokus Bereich zu finden, im “normalen” Betrieb vornimmt, oder muss man das in der Live-View machen ?

    2. Kann man bei einem Zoom Objektiv z.B. das 18-35, in einem Fokus Bereich alle Brennweiten auf einmal ändern ?

    Ich frage weil mich folgende Kommentare ein wenig verwirren ;) :

    Zitat:
    ———————————————————-
    Robert Ambrosch 24. Februar 2016, 12:02 »

    Danke, das ist so schon klar. Ich meine nur daß während ich beispielsweise für 24mm und 0,5m Distanz die Korrekturwerte (Back-Front) aufs Dock übertrage, keine Verstellung der 24mm Brennweite erfolgen darf, damit sich damit nicht auch die “AF-Stellung” verändert…
    Antworten

    gwegner 24. Februar 2016, 12:23 »

    Achso ja.
    ———————————————————-

    Vielen Dank !

  5. Frank 17. Mai 2016, 23:59   »

    Hallo und danke für die prima Anleitung. Kann man mit dem Dock ein Sigma Art (habe beides gerade bestellt) auch für mehrere Nikon-Kameras kalibrieren?

    • gwegner 18. Mai 2016, 09:11   »

      Du kalibrierst das Objektiv mit dem Dock für eine Kamera – normalerweise sollte es dann auch an der anderen gut sein. Wenn nicht, nutzt Du die Justagefunktion in der Kamera (AF-Feinabstimmung) um hier eine letzte Korrektur durchzuführen.

  6. Rolf 10. Mai 2016, 21:54   »

    Hallo Gunter,

    ja wie g**** ist das denn!
    Nach dem ich vor einiger Zeit den Artikel hier gelesen und danach gesehen habe, dass das Dock mittlerweile für knappe 40 Euronen zu haben ist, habe ich von meinem Plan die Kombi (D7100 und A18-35 1.8) nach Marburg zu schicken aufgegeben und mir das Dock bestellt.

    Es hat ein klein wenig gedauert bis ich den Bogen ´raus hatte aber dann hat es noch ca. 25 min. gedauert bis alle Back- und Frontfokus Effekte der Vergangenheit angehörten. Jetzt macht das Fotografieren mit Offenblende nochmal soviel Spaß.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Rolf

  7. Michael Herzog 9. Mai 2016, 20:10   »

    Hallo Gunther,

    mit interesse habe ich deine Artikel gelesen denn ich habe auch den Sigma-Dock und das Sigma 150-600 an der D810 mit Autofokusproblemen. Die äussern sich so das ein Falke in 70m Entfernung sitzend auf einer Greifvogel-Stange, total soft und unscharf abgebildet ist. Die 70m habe ich ermittelt mit dem LR-PlugIn “View Fokus Point”. Ich bin nicht der Foto-Experte aber 70m sollten mit 600mm
    Crop auf 900mm Brennweite doch noch scharf dagestellt werden können oder täusche ich mich hier? Ich weiß auch nicht wo die physikalischen Grenzen liegen und wie man die berechnet. Gibt es Entfernungs-Faustregeln beim Schärfepunkt 600mm?

    Vielleicht kannst du mir ja einen Tipp geben.

    vielen Dank
    viele Grüße
    Michael

    • gwegner 9. Mai 2016, 21:36   »

      Hast du es denn kalibriert, wie Artikel beschrieben? Ansonsten kann es schon sein, das der Fokus daneben liegt.

      • Michael Herzog 10. Mai 2016, 03:03   »

        ja ich habe in der D810 das AF-Feintuning durchgeführt mit mässigem Erfolg d.h. auf einer Entfernung von 45 m bekam ich kein scharfes Bild einer Löwenzahn-Pusteblume die ich auf meinen Fotorucksack gesteckt hatte zustande. Der Fokus lässt nicht nicht exakt auf den Löwenzahn feintunen. Er liegt in Life-Modus dahinter und im Phasen-Modus davor
        egal wie ich die Werte im AF-Feintuning ändere der Fokus bleibt festgenagelt wo er ist. Ich bin exakt so vorgegangen wie du in deinem Artikel beschrieben hast, Spiegelvorauslöung 1sek, Selbstportät 2sek.

        Mit den Sigma-Doc habe ich es diesmal noch nicht kalibriert denn ich wollte meinen Laptop und den Sigma-Dock erstmal noch nicht auf die grüne Wiese mitnehmen um dort den Testaufbau zu realisieren und erstmal die Boardmittel der D810 nutzen.

        Bei einer früheren Kalibrierung hatte ich mit dem Dock alles was weiter weg ist als 20m bis unendlich auf die Funktiontaste C1 gelegt mit dem gleichen schlechten Ergebnis.

        Vor dem Löwenzahn-Test hatte ich die Dock Vers. 1.3 installiert alle Einstellungen am 150-600 auf Werkszustand zurückgesetzt.

        Der nächste Kalibrier-Versuch wird wohl in der Wohnung vom Fenster aus stattfinden…von wegen 5 Minuten pro Objektiv ;-) 5 Stunden kommt schon eher hin…nicht bös gemeint…kleiner Scherz.

        viele Grüße
        Michael

        • gwegner 10. Mai 2016, 09:30   »

          Also meiner Erfahrung nach kann man die AF-Kalibrierung in der Kamera meist vergessen, da sie nur einen einzelnen Wert speichert und werde Brennweite noch Entfernung unterscheidet.
          Also wenn, würde ich es mit dem Dock versuchen (Kamerakorrektur vorher löschen). Dazu musst Du auch nicht auf’s Feld, Fenster reicht. Länger als 10 Minuten sollte es nicht dauern. Wenn es dann nicht funktioniert, ab zum Service!

          • Axel 10. Mai 2016, 13:08   »

            Hi Gunther,

            ich würde Dir ja gerne mal beim Arbeiten zusehen. :-)))

            Ich habe mich genau an Deine Vorgehensweise gehalten und das 18-35 an der D7100 hat 45 Minuten gedauert und ich war nicht lahmarschig unterwegs :-)

            Davon ab, ich habe auch meinen Kummer mit den Sigma’s. So schön sie vom Glas her sind, der AF ist schwierig. Jetzt besser, aber immer noch mehr Fehlschüsse als mit meinem 50/1.8 oder 85/1.8 (jaja, andere Brennweite)

          • Michael Herzog 11. Mai 2016, 02:40   »

            Hallo Gunter,

            also ich habe es gestern vom Fenster aus nochmal versucht und auf einen Baum in 56,23m Entfernung fokussiert und mich exakt an deine Vorgaben gehalten, Offenblende beim 150-600 ist bei 6,3 gezoomt habe ich voll auf 600mm.

            Die Entfernungsanzeige beim 150-600 änderte sich nicht, sie zuckte weder nach links noch nach rechts wobei ich sagen muss die Beschriftung geht beim 600er nur bis 30 danach kommt nach ein paar Zentimetern nur noch die liegende 8 dazwischen kann ich nicht wirklich beurteilen wo der Unterschied zwischen den beiden Aufnahmen liegt anhand der Position des Entfernungsmessers am Sigma.

            Scharf sind beide Aufnahmen also ich kann keinen Unterschied feststellen weder bei 1:1 oder 50% Zoom in der Kamera, noch in LR aber ein Baumstamm ist ja auch was anderes als ein kleiner Falke sitzend auf einer Greifvogelstange in 70m Entfernung.

            Ich glaube das diese Methode mit einem Baum als Motiv nicht funktioniert bei meinem 600er denn hier wird nur von kürzeren und viel lichtstärkeren Brennweiten berichtet.

            viele Grüße
            Michael

          • gwegner 11. Mai 2016, 10:20   »

            Naja, ich glaube dem Objektiv ist das Motiv ziemlich egal… :-)

          • Michael Herzog 11. Mai 2016, 12:02   »

            nein mein Objektiv ist auf Falken geeicht :-)

          • Michael Herzog 11. Mai 2016, 17:52   »

            ich glaube ich/war bin auf dem Holzweg mit Font/Backfokus, vom Nikon-Support bekam ich diese Nachricht.
            “die generelle Unschärfe der Bilder rührt wohl primär von der im Menü aktivierten Auslösepriorität bei AF-C her( siehe Handbuch der D810 auf der Seite 306 > a1: Priorität bei AF-C (kontinuierlicher AF) > Auslösepriorität)”
            Ich würde Ihnen daher empfehlen, bitte unter a1 die “Schärfepriorität” zu aktivieren und dies zu testen
            und tatsächlich es war auf Auslösepriorität eingestellt habe es auf Schärfepriorität geändert und werde das testen.

          • gwegner 11. Mai 2016, 20:01   »

            In all meinen Grundeinstellung Artikeln zu Kameras empfehle ich Schärfepriorität.

          • Michael Herzog 22. Mai 2016, 09:52   »

            hab mein 150-600 zum Check zu Sigma geschickt. Mal sehen obs dann besser ist ansonsten verkaufe ich es und hol mir das Nikon 300/4

            schönen Grüße

  8. Ruch 4. Mai 2016, 16:25   »

    Hallo Gunther Wegner,

    diesen Artikel finde ich richtig klasse!

    Das USB Dock habe ich gerade für 39,- € bestellt und freue mich sehr, dass ich mit dieser ausführlichen Anleitung incl. Screenshots bald mein Sigma 17-50 selbst kalibrieren kann und NICHT einschicken muss!

    Gerne setz ich mich ein paar Stunden/Tage/Wochen mit dem Thema auseinander bis es passt aber meine Kamera einschicken… das wäre der Horror für mich ;)

    Den Newsletter hab ich Abonniert und die Homepage gleich in meine Favoriten gepackt. Ich bin mir sicher, hier finde ich noch viele weitere nützliche Tipps und Tricks, die mich in meiner Fotografie weiterbringen.

    Danke für diesen Artikel.

    MfG

    Ruch

  9. Robert Ambrosch 22. April 2016, 14:13   »

    Ich habe es mit dieser Variante versucht und dabei bemerkt daß sich der Bezug von Front- und Backfokus im Gegensatz zu Ihre Anleitung:”Wenn sich die Skala sich leicht nach rechts dreht, habt ihr einen Backfokus, wenn sie sich leicht nach links dreht, habt ihr einen Frontfokus”
    umgekehrt verhält.
    Denn wenn sich die Skala nach links dreht (also gegen unendlich) befindet sich doch die Fokusebene dahinter, also Backfokus. Oder sehe ich das falsch ?

  10. Peter 13. April 2016, 22:09   »

    Eine sehr schöne Anleitung. Ich habe damit das 17-70 auf meine Nikon D7000 eingestellt und muss sagen, dass die Bilder wirklich massiv an Schärfe gewonnen haben. Jeder, der glaubt, dass er das USB Dock nicht braucht, verschenkt Bildqualität.
    Ich muss allerdings sagen, dass ich bei diesem Objektiv insgesamt deutlich länger als 5 Minuten gebraucht habe.

    • Manfred 23. April 2016, 10:11   »

      Das sind aber wirklich 5 lohnende Minuten…
      Ich habe nach dieser Anleitung mein 18-35/1.8 einmal so “lari-fari” im Schnelldurchlauf eingestellt, Ergebniss: super, im Vergleich zu “Out-of-the-Box”.
      Dann habe ich das ganze ein paar Tage später nochmal ganz in Ruhe und deutlich über 5 min (!) eingestellt, jetzt sind die Ergebnisse nochmals besser! Also => absolut sinnvoll investierte Zeit!!!

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