Meine Gedanken zum Adobe Lightroom Abo-Modell

20022018

Selten hat eine Software-Firma sich so ungeschickt verhalten wie Adobe bei der Einführung der “Creative Cloud” und danach bei der sinnlosen Umbenennung von Lightroom in Lightroom CC Classic. Viele stören sich auch an dem Zwang zum Mietmodell. Der Unmut der Benutzer ist groß, die Unsicherheit auch. Heute möchte ich das ganze mal etwas sortieren und ein paar persönliche Gedanken zu dem Thema loswerden.

Bevor wir zum Thema “Software-Abo” vs. “Kaufversion” kommen, möchte ich noch einmal verdeutlichen, was Adobe da eigentlich angerichtet hat.

Um den Artikel etwas zu bebildern, zeige ich euch einige Impressionen aus dem Pantanal an der Brasilianisch/Bolivianischen Grenze, die auf meiner Bolivien XXL-Tour entstanden sind.

Das große Missverständnis

Erst gestern schrieb ein Leser auf meinen Artikel zur Performance-Verbesserung bei Lightroom CC in den Kommentaren:

Alles gut und schön doch muss ich dann auf CC wechseln und meine Bilder in dem Irgendwo ablegen. Das aber will ich nicht, und somit ist aller Fortschritt Makulatur für mich.

Diese und ähnliche Aussagen höre ich immer wieder, und sie fußen auf einem Missverständnis, das Adobe fahrlässig in die Welt gesetzt hat, als sie ihre Produkt-Reihe “Creative Cloud” genannt haben. Viele User denken, sie müssten ihre Bilder dafür in die “Cloud” hochladen und verlören dadurch die Hoheit darüber.

Den wirtschaftlichen Schaden, den ihr Marketing durch diese Aneinanderreihung von groben Fehlern verursacht hat, muss Adobe selbst ausbaden, da fehlt mir auch jedes Mitleid. Dass aber die langjährigen und meist auch treuen Nutzer dadurch verärgert und verunsichert werden finde ich schon mehr als ärgerlich.

Hier meine Antwort auf den Kommentar oben, noch einmal für alle:

Es ist so bitter, dass Adobe die Kommunikation hier derart vergeigt hat und sich diese Meinung doch so hartnäckig bei Vielen festgesetzt hat. Da kann man mal sehen, was schlechtes Marketing bewirken kann.

Zum Glück ist das aber ein Irrglaube – das aktuelle Lightroom Classic CC heißt zwar “CC” (so wie alle Adobe Produkte heutzutage) aber es hat mit der Cloud erstmal gar nichts zu tun. Es ist einfach der Nachfolger von Lightroom 6. Das einzige, was sich geändert hat ist, dass man monatlich (oder jährlich zahlt), also das Kaufmodell auf ein Abo-Modell umgestellt wurde. Die Bilder bleiben weiterhin lokal auf Deinem Rechner, der Katalog bleibt lokal, Lightroom sieht aus wie vorher – an alldem ändert sich nichts.

Auch Photoshop CC, Premiere Pro CC, Indesign CC usw., also alle anderen Applikationen, die in dem “CC”-Programm enthalten sind, laufen lokal und haben mit “Cloud” erstmal gar nichts am Hut. Es ist einfach eine ungeschickte Benennung seitens Adobe. CC ist einfach der neue Name für die alte “Creative Suite” (CS) von der man sich offenbar mit dem ach so hippen Cloud Begriff absetzen wollte.

Um die Verwirrung komplett zu machen: ein ganz neues Produkt, welches wirklich in der Cloud läuft, hat man dann auch noch Lightroom CC genannt – und damit dem alten Lightroom den Namen geklaut und ihm diesem neuen tatsächlichen Cloud Produkt angeheftet.

Nur dieses neue Lightroom CC erfordert, dass Du Deine Bilder in die Cloud hochlädst. Deswegen lassen wir am besten die Finger davon. Es funktioniert so ähnlich, wie die Mobile- oder Web-Version von Lightroom. Hat aber (außer dem geklauten Namen) nichts mit dem Desktop-Lightroom, wie wir es kennen, nutzen und mögen, zu tun – dieses heißt jetzt halt Lightroom Classic CC und hat eben weiterhin (außer dem CC im Namen) nix mit Cloud zu tun.

Ich hoffe, ich konnte da mal etwas Licht ins Dunkel bringen, wenn Adobe das schon nicht hinbekommt.

Pantanal, Brasilien

Ja, es ist schon bitter und am Anfang habe ich mich auch sehr über diese ganze Sache geärgert. Wenn man sich aber mal klar gemacht hat, was wirklich dahinter steckt – nämlich letzten Endes nur eine ungeschickte Umbenennung und die Platzierung eines neuen Cloud-Produktes (welches meiner Meinung bei den ambitionierten Fotografen keinen Stich machen wird) dann bleibt eigentlich alles beim Alten. Außer, dass man Lightroom nicht mehr kaufen kann, sondern mieten bzw. abonnieren muss.

Abo vs. Kauf

Und hier kommt dann der nächste Aufreger – die Allermeisten sträuben sich beim Thema Software-Abo und wollen das lieber nicht.  Ich kann nachvollziehen, das der Gedanke, sich hier in eine Abhängigkeit zu begeben, unangenehm ist. Deswegen möchte ich an dieser Stelle noch einige weitere Gedanken zu dem Thema Software-Abo loswerden und vielleicht mal ein paar Argumente einbringen, die oft vernachlässigt werden.

Ich selbst bin ja Software-Entwickler und biete bei meinem LRTimelapse kein Abo Modell an, sondern ein Modell, bei dem ca. alle 2 Jahre ein kostenpflichtiges Upgrade erscheint. So ähnlich war es vor “CC” bei Adobe ja auch.

Aus der Erfahrung heraus kann ich euch sagen: egal wie man es als Software-Anbieter macht, es gibt immer User, denen das eine oder das andere Modell lieber ist.

Interessanterweise bin ich aber sowohl als User als auch als Entwickler der Meinung, dass ein Abo-Modell durchaus auch einige Vorteile hat.

Warum ich es dann bei meiner Software nicht so handhabe? Das hat zum einen den Grund, dass der Verwaltungsaufwand für mich bei einem Abo-Modell deutlich höher wäre und der zweite, dass viele User es interessanterweise eben nicht möchten, obwohl sie dadurch eigentlich Vorteile hätten.

Lasst mich das mal erklären. Bei dem Kauf-Modell muss man als Entwickler permanent tolle neue Funktionen zurückhalten und sammeln, um nach 2 Jahren wieder genug “Stoff” für ein kostenpflichtiges Update zu haben (irgendwann muss man als Software-Anbieter auch Geld verdienen, ich glaube das steht außer Frage). Bei einem Abo-Modell hingegen, könnten die User also schon viel früher von diesen Funktionen profitieren, die Veröffentlichung von Neuerungen verteilt sich viel regelmäßiger – sie kommen dann, wenn sie entwickelt wurden.

Ein weiterer Aspekt: bei einem Kauf-Modell profitieren die User, die zum Anfang des Zyklus kaufen, länger von kostenlosen Updates, als die, die gegen Ende kaufen. Da kann man noch so großzügige Übergangsszenarien anbieten, es wird immer User geben, die kurz vorher gekauft haben und sich dadurch dann ungerecht behandelt fühlen. Bei einem Abo-Modell zahlt jeder für die gleiche Nutzungsdauer das gleiche – eigentlich das fairere Modell.

Ich habe oft den Eindruck, dass eines der wichtigsten Argumente gegen ein Abo-Modell ist, dass die User Versionen auslassen wollen – im Endeffekt geht es dann einfach darum Geld zu sparen und dem Anbieter ein Schnippchen zu schlagen. Liegt glaube ich in der Natur des Menschen und ist auch okay – allerdings muss man auch die andere Seite sehen – denn es wird ja trotzdem erwartet, dass die Software in der Zwischenzeit weiterentwickelt wird, neue Kameras und Funktionen unterstützt werden und so weiter. Und warum sollte das seitens des Anbieters umsonst erfolgen?

Pantanal, Brasilien

Software und der Verfall

Viele sitzen auch dem Trugschluss auf, dass eine Software die sie heute kaufen, unendlich lang funktionieren würde. Die Praxis sieht aber leider anders aus: neue Betriebssystem-Versionen erfordern Anpassungen, neue Kameras erfordern Anpassungen. Ein Computer ist heute alles andere als ein statisches Gebilde – ohne Updates wird er in einigen Jahren nicht mehr laufen.

Betriebssysteme müssen schon allein aus Sicherheitsgründen aktualisiert werden. Ich finde es nicht fair, von einem Softwarehersteller zu erwarten, dass er über Jahre hinweg umsonst Updates liefern soll, um eine Software aktuell zu halten, nur weil man vor Jahren mal dafür gezahlt hat.

Lightroom CC Classic

Aber zurück zu Adobe: mit den letzten Lightroom CC Classic Updates hat Adobe aus meiner Sicht gezeigt, dass sie die Weiterentwicklung von CC Classic und das Feedback der User zum Thema Performance ernst nehmen. Sie haben in zwei Iterationen signifikante Performance Verbesserungen realisiert, ohne, dass wir als User darauf weitere 2 Jahre warten mussten.

Weiterhin gab es bei jedem Lightroom-Update seit der Einführung des Abo-Modells auch neue Funktionen, das war bei keiner vorherigen Versionen bis Lightroom 6 der Fall. Für die Kauf-Software gab es in der Vergangenheit ausschließlich alle 2 Jahre bei der Einführung einer neuen “großen” Version neue Funktionen.

Was kommt danach?

Kommen wir zum letzten Trugschluss:

Viele argumentieren, dass sie, wenn sie das Abo kündigen würden, alle ihre Bearbeitungen verlieren würden und nicht mehr auf ihre Bilder zugreifen könnten. Auch das ist falsch.

Bei der Lightroom-Abo-Version könnt ihr, wenn ihr sie gekündigt habt, weiterhin im Bibliotheksmodul der Software eure entwickelten Bilder ansehen und auch exportieren (z.B. als TIFF oder JPG). Was dann nicht mehr geht, ist das Entwickeln-Modul – und zwar solange, bis ihr das Abo fortführt. Das heißt im Umkehrschluss: selbst, wenn ihr nicht zahlt, habt ihr nach wie vor die leistungsfähige Bildverwaltung von Lightroom, könnt exportieren und sogar die sog. “Ad-hoc” Entwicklung in der Bibliothek nutzen. Das sind rudimentäre Bearbeitungsfunktionen, die manchen Nutzern sogar ausreichen mögen. Hier gibt es einen ausführlichen Artikel zum Thema “Lightroom ganz legal kostenlos nutzen” (Danke AndyF_HH für den Tipp zu diesem Artikel in den Kommentaren).

Bei einer veralteten, nicht mehr supporteten Kaufversion kann es euch hingegen von heute auf morgen passieren, dass ihr sie plötzlich, z.B. aufgrund eines Betriebssystem-Updates, gar nicht mehr nutzen könnt.

Pantanal, Brasilien

Fazit

Ich finde das Abo-Modell von Adobe – insbesondere im sog. Foto-Abo, welches Adobe Lightroom Classic und Adobe Photoshop einschließt, eigentlich ein ziemlich faires Modell: immerhin setzt es Kosten und Nutzen in Relation zueinander.

Und auch im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie Capture One (23,80 € pro Monat Miete oder 332 € Kauf) ist das das Foto-CC Abo verhältnismäßig günstig mit 11,89 € pro Monat, zumal es eben nicht nur Lightroom sondern auch Photoshop enthält.

Wenn ihr heute noch auf Version 6 oder älter seid, überlegt euch, ob das Abo wirklich so schlimm ist, wie viele immer sagen. Ihr bezahlt dabei für einen Zeitraum, in dem ihr die Software nutzen könnt und währenddessen ihr regelmäßig mit relevanten Updates versorgt werdet, die echte Verbesserungen bringen. Neue Kameras werden unterstützt, Fehler behoben, Sicherheitslücken geschlossen, die Performance verbessert und neue Funktionen implementiert.

Bilder zu organisieren und zu bearbeiten ist für mich im kreativen Prozess genauso wichtig, wie das Fotografieren. Wenn man bedenkt, wie viel Geld für Kameras und Objektive ausgeben wird, verwundert mich doch die Heftigkeit der Diskussionen über Software Preise immer wieder. 140€ im Jahr, um alle Bedürfnisse bezüglich Bildorganisation und -bearbeitungen abgedeckt zu haben ist im Vergleich zu anderen Ausgaben, die das Hobby Fotografie mit sich bringt, nicht zu viel.

Und um eines ganz deutlich zu sagen: ich habe keinerlei wirtschaftliche Verbindung zu Adobe – finde vieles was sie tun einfach nur ungeschickt und ärgerlich. Kämpfe gegen Windmühlen, wenn ich Wünsche bezüglich LRTimelapse habe. Noch nicht eine einzige meiner Anforderungen diesbezüglich wurde erfüllt. Ich bin also ein ganz normaler User der monatlich sein Abo zahlt – aber ich versuche bei meiner Beurteilung der Dinge auch immer etwas hinter die Kulissen zu schauen und hoffe, ich konnte euch mit diesem Artikel auch etwas dazu anregen.

Bezug

Da die richtige Option auf der Adobe Seite recht schwer zu finden ist in dem ganzen Kuddelmuddel der Nomenklaturen, hier noch einmal der Hinweis, wo es das richtige Lightroom Classic / Photoshop Abo gibt.

Und zwar auf dieser Seite direkt bei Adobe. Dort müsst ihr ganz links unter Fotografie das Foto-Abo (20 GB) auswählen.

Hier sind dann Lightroom Classic CC, Photoshop CC enthalten. Dazu noch das unnötige neue Lightroom CC und 20 GB Cloud Speicher, die ihr auch nicht braucht.

Alternativ gibt’s das gleiche auch bei Amazon zu kaufen.

Hat Dir der Artikel gefallen?

Dann melde Dich doch bitte zu meinem kostenlosen Newsletter an. Darin informiere ich Dich über neue Artikel und Du wirst auch exklusiv als erstes über neue Workshops und Reisen informiert! Außerdem gibt es dort auch ein paar persönliche Hintergrund-Infos, die so nicht im Blog stehen.

Natürlich freue ich mich auch, wenn Du mir bei Facebook, Instagram, Google+ und Twitter folgst. Dort bekommst Du weitere tagesaktuelle Infos...

Alle Inhalte © Gunther Wegner

*) Mit einem Stern gekennzeichnete Links sind externe Partner-Links. Ihr unterstützt mich, wenn ihr darüber bestellt. Alternativ könnt ihr auch über folgende Direktlinks in die Shops wechseln:
Amazon.de, Amazon.at, Amazon.com, Calumet Photo, Kids-of-all-Ages, Augenblicke-Eingefangen, camforpro.com.
Über meine Zusammenarbeit mit externen Partnern habe ich hier ausführlich geschrieben. Danke!

Werbung

Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

108 Kommentare bisher


  1. Michael Schreiber 16. Juli 2018, 13:57   »

    Vorweg ich bin ein absoluter Fan von Lightroom und verwende dieses Programm seit vielen Jahren. Ein Abo kommt für mich nicht in Frage und sollte dies nur noch so möglich sein, ein Grund für mich nach Alternativen umzuschauen, sofern vorhanden. Ein Abo lohnt sich nur für Leute die, aus welchen Gründen auch immer, meinen immer auf den neusten Stand sein zu müssen. Lightroom kosten 130€, Photoshop Elements (was für 90% aller Hobbyfotografen ausreicht) 50 €, sind in Summe 180€. Meine Rechner laufen 4-6 Jahre und ich habe Lightroom 2.7 min 4 Jahre verwendet, bevor ich auf eine aktuellere Version umgestiegen bin.
    So: 4Jahre x 12Monate x 12 €= 576 € im Vergleich zu 180 €. Sorry, das kann mich nicht überzeugen. Das aus Sicht eines Hobbyfotografen, wie gefühlt 80% der normalen Adobe-Anwender.

  2. Bertram Havemann 4. Juni 2018, 23:17   »

    Hi Gunther,
    wie immer ein Beitrag der einem noch einen anderen Blickwinkel aufzeigt.
    Ich bin derzeit hin und hergerissen, ob ich mein LR5 auf 6 update oder gleich zum Abo wechsel.
    Ein Frage die mich dazu noch beschäftigt ist, wie die zukünftige Preisgestaltung von Adobe aussehen könnte.
    Wurde dazu mal am Rande etwas geäußert? Könnte es passieren, dass man zum Locken erstmal den Preis niedrig hält, um Kunden zu gewinnen, um anschließend entweder langsam oder auf einmal sehr deutlich den ABO Preis zu erhöhen? Bestes Beispiel wäre ja die Amazon Cloud…
    Lg

  3. Andreas 29. Mai 2018, 11:54   »

    Viele gute Argumente auf beiden seiten. Dennoch wird immer davon ausgegangen, dass man ständig Neues in der Software erwartet. Ist das wirklich so? Brauche ich wirklich alle Features, den größen MP Sensor? Ich vermute mal – nein!

    Wenn ich eine DSLR gekauft habe, wírd diese in der Regel einige Jahre Ihren Dienst verrichten. In dieser Zeit wird die Software entsprechend genutzt. Ich persönlich brauche nicht nach jedem Update wieder ein neues Feature, nur weil in der heutigen Zeit viele offensichtlich verwöhnt sind. Ich noch die CS6-Suite und vermisse rein gar nichts im Vergleich zur ABO Version. Es werden mit aller Gewalt neue Features gecodet, nur um die User zu bespaßen. Muss das sein? Ich glaube eher nicht.

    Wenn jemand nicht leben kann, ohne das neueste Update, ganz gleich ob die Software überhaupt voll ausschöpft wird, der darf sich gerne mit ABO Modellen eindecken. Ich spare mir diesen Zyklus und kaufe mir mit dem ersparten eine neue DSLR, vorausgesetzt, man hat die Disziplin das Geld hierfür zur Seite zu legen.

    Viele gute Fotografen kommen oft mit einem Bruchteil von dem aus, was der Laie oder Amatuer meint haben zu müssen. Ein gutes Bild ist nicht abhängig von der Anzahl der Megapixel oder der vollgestopfen Software, sondern vom Auge des Betrachters und der Krativität. Viele Bilder aus GEO oder National Geografic, etc. waren von den heutigen technischen Möglichkeiten oft weit entfernt und sind bis heute Vorbild vieler die es mit High Tech nur bis in die Socials schaffen. Das soll keine Wertung sein, macht jedoch deutlich wie verzerrt bei vielen die Auffassung bezüglich in Sachen Hard- oder Software ist.

    Wer meint, ständig etwas neues zu brauchen um fotografieren zu können, hat aus meiner Sicht nicht viel verstanden.

    Wenn also ein sinnvoller und verünftiger Umgang mit Hard- und Software vorausgesetzt wird, dann ist die ABO Lösung nunmal weit teurer als die Kaufversion. Man kann es sich schönreden, wegargumentieren oder einfach ignorieren, es wird jedoch immer Tatsache bleiben.

    Adobe hätte schon längst am Speed der Software drehen können, haben es aber in Planung des ABO Modells nicht gemacht. Das ist der eigentliche Grund warum ich nicht zum ABO Modell wechsele. Eine versteckte Preissteigerung um bis zu 400% mit Dingen, die längst hätten kommen müssen? So nicht.

    Das was ohnehin längst fällig und nötig gewesen wäre und auch technisch längst hätte umgesetzt werden können, wird nun als neueste Inovation teuer verkauft.

    Allzeit gutes Licht!

  4. Daniel 28. April 2018, 11:39   »

    Sehr gut geschrieben, danke. Mir geht das ganze Gejammere auch schön länger auf die Nerven, immer diese Halbwahrheiten. Wenn man sich ein wenig mit den Möglichkeiten und dem Gebotenen beschäftigt erkennt man schnell den Nutzen im Abo Modell. Ich für mich finde das Abo Modell gut.

    Du schreibst: “Wenn man bedenkt, wie viel Geld für Kameras und Objektive ausgeben wird, verwundert mich doch die Heftigkeit der Diskussionen über Software Preise immer wieder.”

    Nennen wir das Kind doch einfach beim Namen: das Jammern kommt vor allem daher dass extrem viele Leute vor dem Abo-Modell schlicht und einfach Raubkopien benutz haben. Photoshop & Lightroom waren nebst den Microsoft Office Programmen nunmal die am meisten illegal kopierten Anwendung auf dem Planeten. So gesehen verwundert es nicht dass die Einführung des Abo Modells einen Aufschrei erzeugt hat, die geliebten Raubkopien veralten und können nicht mehr sinnvoll genutzt werden. Ich finde diese Entwicklung positiv im Sinne der Entwickler und ehrlichen Nutzer.

  5. reicher_bene 17. April 2018, 18:49   »

    Endlich mal einer der Licht ins dunkle bringt, gerade was die verwirrende Angebotsauswahl bei Adobe angeht! Ich selbst habe beim Lightroom-Kauf verwirrt die ofizielle Adobe-Seite links liegen gelassen und Lightroom 6 über Amazon gekauft. Hätte ich das mit dem Lightroom Classic CC vorher gewusst, hätte ich mich vermutlich dafür entschieden. Vielen Dank für diese Informationen Gunther!

    Grüße, Bene

  6. Hallo Gunther,
    ich hatte meinen Kommentar schon einmal geposted, aber durch meine dicken Finger ist er irgendwie im Nirwana verschwunden.
    Meine Frage : wie machst Du das jetzt auf Deinen Reisen mit der Synchronisierung zwischen Deinem Laptop und Deinem PC nach der Reise ? Nutzt Du da Lightroom CC das Cloud-Programm, oder hast Du LR Classic auf mehreren PC´s installiert und synchronisierst damit?
    Gruss Rolf

  7. Ich bin als Mac User immer mit Aperture unterwegs gewesen. Das wurde, wie jeder weiss leider eingestellt. Nun hat aber Apple noch lange den Raw Konverter aktualisiert (Systemupdate). Konkret kann ich die d 500 oder d5 auch die 810 immer noch konvertieren. Das sind sicher seit Einstellung des Programmes noch mindestens 2-3 Jahre Unterstützung
    . Adobe aber stellt die Unterstützung in 4 Monaten komplett ein!!! Das geht so nicht und zeigt schlicht die Mentalität der Firma. Anfixen und dann abkassieren. Viele LR User brauchen Photoshop nicht und sind glücklich mit LR.

    • AndyF_HH 5. April 2018, 11:50   »

      Gopfred Stutz, ist Dein Argument wirklich richtig? Ich meine es ist anders, allerdings bin ich kein Mac-User, daher sollte ein Mac-Profi gerne mein Gegenargument korrigieren:

      Apple stellt die RAW-Kompatibilität nicht über Programme (Apps) zur Verfügung, sondern über das Betriebssystem OS X. Das ist aus meiner Sicht ziemlich genial, denn wenn das Betriebssystem das RAW-Format meiner Kamera unterstützt, dann kann jede App, die ich laufen habe, damit arbeiten. Also auch der kleinste Image-Viewer von einem Einzel-Entwickler.

      So lebe ich das auf meinem iPad: es muss mich nicht interessieren, ob Snapseed oder Polarr oder eine Mini-Winzi-“Instagram-like” Foto-Filter-App meine Nikon unterstützt: alle iOS-Foto-Apps unterstützen automatisch das RAW-Format meiner Nikon, da Apple mit iOS die Kompatibilität bereitstellt.

      Da Adobe sein eigenes Süppchen kocht (und das ist nachvollziehbar, so groß und bedeutend wie sie sind), greifen sie nicht auf die Apple OS X / iOS RAW-Spezifikationen zu, sie machen ihre eigenen. So entsteht der abrupte Schnitt, wenn z.B. eine Lightroom-Version abgelöst wird (oder eine Version von Photoshop Elements).

      Bitte verstehe dies als Erklärungsversuch. Selbstverständlich bin ich voll bei Dir im Wunsch, dass ein Softwarehersteller einen deutlich längeren RAW-Support für neue Kameras nach Ende der Version bereitstellen sollte. Aber so funktioniert es nicht. Allerdings hat Adobe mit dem kostenlosen DNG-Konverter auch eine Lösung parat, die natürlich einen extra Schritt bedeutet.

      • Genau das habe ich mit Systemupdate gemeint. OSX aktualisiert den Konverter. Leider ist die Nikon 850 nicht mehr dabei, kommt vielleicht noch, aber weiss das noch in heutigen Zeiten. LR allerdings hat die 850 noch aktualisiert.

  8. Hi. Die ganze Aktion war nicht ganz sauber organisiert, vielleicht sind sie einfach ein Schritt zu früh dran. Diese Modelle werden vermutlich in naher Zukunft dominieren. Ich habe vor einigen Jahren als Apple das Aperture abgekündigt hat einfach mal einiges getestet und kam mit Capture One und Affinity Photo besser klar. Preislich war das für mich gleich weil ich die günstige Sony CO Version einsetze und ich mit Affinity nicht sehr viel mache. Adobe scheint mir persönlich etwas umständlich…:( Und ich stimme dir zu: die Bildbearbeutung ist ein wichtiger Teil und ein Teil des Budgets solltenfür Software eingeplant werden ;)

  9. Tobias 14. März 2018, 10:49   »

    Hallo,

    ist es eigentlich möglich, LR Classic CC (==CCC?!?)und LR5/6 parallel zu nutzen?
    Und wie funktioniert das mit der monatlichen Buchung von LR Classic CC?

    Danke!

    Viele Grüße
    Tobi

    • Ja, es können beide Versionen betrieben werden, hat ja separierte Pfade in Windows. Kataloge sind natürlich dann auch getrennt.
      Die zweite Frage versteh ich nicht. Es wird auch gebucht… für etwas gibt es ja Kreditkarten…

  10. Gero Schmeling 12. März 2018, 23:46   »

    Danke Gunther für diesen Artikel, den, wenn ich die Kommentare weiter unten so lese, viele offenbar immer noch nicht verstanden habe. Es muss wohl daran liegen, dass der Begriff “Abo” an sich bei vielen wohl negative Gefühle und Assoziationen weckt, wie Abofalle oder Laufzeitbindung.
    Ich nutze PS und LR seit etwa zwei Jahren im Abo und habe weder die Rechte noch den Zugriff zu meinen Bildern verloren. Und natürlich darf ich diese Programme (und noch weitere) für ein Jahr nutzen, schliesslich habe ich sie auch für ein Jahr bezahlt. Es ist auch nicht so, das dieses Abo für mich nicht kündbar wäre, ich müsste Adobe eben nur rechtzeitig mitteilen, dass eine Verlängerung nicht erwünscht ist.
    Was aber bei vielen immer noch nicht angekommen ist, ist die Tatsache, dass jede der kostenpflichtigen Applikationen auch MONATSWEISE gebucht werden kann. Man muss also kein Jahresabo abschliessen.
    Ich persönlich empfinde das, von Adobe als ein Entgegenkommen gegenüber einer, weniger zahlungskräftige,n breiteren Masse, die somit Zugang zu einigen der führenden Bild- und Grafikbearbeitungprogramme erhalten kann, was vor wenigen Jahren nur Profis, großen Institutionen oder Agenturen möglich war.
    Dieses wird aber – und da muss ich Dir absolut zustimmen – von Adobe unterirdisch schlecht kommuniziert.

    xxx
    gero

    • Richard 13. März 2018, 09:04   »

      Hallo Gero,

      danke für den Tip.
      Wenn ich in Zukunft einen Grund sehe, dann von LR6 ins Fotoabo zu wechseln schau ich mir das nochmal sehr genau an.

      gruß aus Dinslaken
      Richard

  11. Vincent 12. März 2018, 16:49   »

    Lieber Gunther,

    in vielen Punkten stimme ich Dir ja zu.
    Aus meiner Sicht verstehe ich Adobe aber trotzdem nicht mit ihrem Zwang zum Mietmodell!

    Ich bin Student, habe also noch keinen festen Job, kein festes Einkommen und habe dementsprechend ein limitiertes Budget.

    Vor ein paar Jahren habe ich LR6 gekauft und bin seitdem damit zufrieden. Es genügt meinen Ansprüchen. Ich will momentan nicht mehr und kann mir mehr auch schlicht weg nicht leisten. Knapp 12 € pro Monat sind für einen Studenten schon nicht unerheblich.

    Letzens habe ich in LR geschaut, ob ein Update verfügbar ist. In der “Adobe Creative Cloud”-App, in der man ja seine Programmversionen verwalten kann, stand bei Ligthroom, dass ein (kostenloses) Update verfügbar sei. Ich dacht “super, ist ja cool”, habe freudig das Update installiert. Nach der Installation verflüchtigte sich aber meine Freude ziemlich schnell!
    Und zwar aus folgendem Grund: Meine Kaufversion wurde deinstalliert und durch das LR Classic Mietmodell ersetzt. Ich wurde aufgefordert die Testversion (von wenigen Tagen) zu starten oder ein natürlich kostenpflichtiges Abo abzuschließen.
    OHNE Ankündigung vor dem Update!

    Warum habe ich mich damals für die Kaufversion entschieden? Damit ich während meines Studiums keine weiteren laufenden Kosten habe.
    Wozu will mich Adobe durch verlockende Updates und sicherlich gezieltes Weglassen von Hinweisen (nämlich dass die neue Version keinesfalls kostenlos ist) zwingen?
    Zum Abo mit laufenden Kosten!

    Es gibt sicherlich Kunden, die gerne auf das Mietmodell umsteigen. Es ist ja ok, dass Adobe für das Mietmodell wirbt. Aber Adobe sollte aufpassen, dass sie sich die Kunden, die früher mal gekauft haben nicht vergraulen!!

    Ohne offensichtliche Hinweise Kunden durch ein “kostenloses Update” zu einem Abo zu “zwingen” oder zu “überreden” finde ich ehrlich gesagt schon ziemlich dreist.

    Natürlich habe ich die neue Version deinstalliert und LR6 wieder installiert und nutze diese wieder. Bis LR6 wieder lief waren aber wieder ein paar Stunden rum, in denen ich mich geärgert habe.

    Meine Bereitschaft Adobe weiterzuempfehlen und später mal ein Abo abzuschließen hat hierdurch massiv abgenommen. Tolle Programme hin oder her.

    Was ich auch nicht verstehe: Warum kann Adobe nicht zweigleisig fahren?
    1. Ein Mietmodell mit laufenden Updates
    2. Alle paar Jahre ein Kaufmodell für die Leute, die Kaufen wollen, mit den gesammelten Updates aus dem Abo-Modell

    Alle wären glücklich, die Mieter und die Käufer. Und Adobe vielleicht auch, weil sie zufriedenere Kunden hätten.

    Noch ein Kritikpunkt am Mietmodell:
    Wer garantiert mir, dass ich in 4 Jahren mir das Mietmodell noch leisten kann? Dass mein Budget in ein paar Jahren noch groß genug ist? Dass die Preise nicht ins unendliche gestiegen sind?
    Keiner!
    Falls ich auf ein Mietmodell angewiesen bin und mir das nicht mehr leisten kann kann ich gar nichts mehr bearbeiten. Habe ich gekauft (als ich das Geld hatte) kann ich dagegen sicher sein, dass ich mit meinem Equipment vom Status quo (vorausgesetzt es funktioniert dann noch) und meiner Software auch in 4 Jahren meine Bilder auch bei gesunkenem Budget noch bearbeiten kann und z.B. als Nebenverdienst noch was dazu verdienen kann.
    Auch das ist ein Grund, weshalb ich mich für ein Kaufmodell entschieden habe. Als Absicherung.

    Hätte ich das Budget würde ich sicherlich auch ein Abo abschließen, es hat ja durchaus Vorteile. Wünsche mir aber trotzdem ein Kaufmodell als Absicherung.

    Vielleicht teilt ja der/die eine oder andere meine Ansichten, oder versteht zumindest, wo bei dem ganzen für mich das Problem liegt… ;-)
    Viele Grüße!
    Vincent

  12. Richard 11. März 2018, 11:54   »

    Hallo Gunther,

    danke für die Analyse und deine Gedanken.
    Prinzipiell hast du vollkommen recht, 40 cent pro Tag sind keine zu hohe Belastung und vollkommen fair.

    Es ist andersrum leider schade, dass Adobe nur dieses Jahresabo anbietet. Ich habe mich ‘damals’ gegen das Foto-Abo und für LR6 entschieden, weil ich die Software nur ca. 3 Monate im Jahr nutze.
    An der Stelle hatte ich parallel für kurze Zeit ein Office-Abo genutzt, dass nur 3 Monate lief, aber die gleichen Voraussetzungen hatte wie das Foto-Abo von Adobe hinsichtlich Nutzung der Software.
    Adobe könnte hier an der Stelle bestimmt viele Nutzer überzeugen, wenn es ein alternatives Abo-Modell gäbe. Dies gibt es ja für unterschiedliche Software schon, wenn man dies auf Lightroom (mit oder ohne PS) ausweiten würde, wäre es durchaus flexibler.

    Gruß aus Dinslaken

    Richard

    • Gero Schmeling 12. März 2018, 23:04   »

      “Es ist andersrum leider schade, dass Adobe nur dieses Jahresabo anbietet.”

      Das stimmt so nicht! Man kann alle Applikationen der Creative Cloud auch monatsweise buchen. Das wird nur sehr bescheiden von Adobe kommuniziert. Man finde diese Option erst kurz vor Abschluss einer Abo-Buchung bei der Auswahl der Zahlweise (Jahresabo monatliche Zahlweise; Jahresabo jährliche Zählweise oder MONATSABO!!!)

  13. Hans-Uwe Schnoor 9. März 2018, 16:14   »

    Lieber Gunther
    Für Deine Ausführungen und differenzierte Betrachtung der aktuellen Situation der Adobe-Lightroom Software möchte auch ich mich bedanken – wie viele vor mir auch.
    Meine Einschätzung ist, daß offensichtlich bei vielen Hobby-Nutzern bei der Abo-Lösung ein unguter Beigeschmack aufkommt, da:
    -Photoshop im Abo-Beitrag enthalten ist, welche nicht jeder nutzt oder nutzen möchte. Der Betrag könnte sicher deutlich geringer ausfallen ohne Photoshop.
    -eine langfristige Abhängigkeit entsteht auch mit der Option, daß der mtl. Beitrag nach und nach steigt.
    -es keine wirklich zufriedenstellende Austrittslösung gibt, die nach Kündigung des Abos eine halbwegs sinnvolle Weiternutzung ermöglicht.

    Im Übrigen bezweifle ich, daß mit dem Abo Beitrag wirklich eine größere zwingende Bereitschaft bei Adobe gegeben ist, Neuerungen oder Korrekturen zeitnah zu präsentieren. Wenn erstmal alle oder viele Nutzer von einem Abo-Modell abhängig sind, reichen die monatlichen Zahlungen für ein gutes Auskommen der Adobe Mitarbeiter. Nach meiner Einschätzung ist Druck durch zu kaufende Software eine wichtige Voraussetzung, die Motivation für Verbesserungen hoch zu halten.

    Andererseits was solls: Am Ende geht es ums Bild. Zum Glück sind Kameras, Objektive, Zubehör sowie Verwaltungs- und Bearbeitungs-Software seid einiger Zeit auf sehr hohem Niveau. Der Druck unbedingt ständig zu investieren, müßte eigentlich nicht sehr hoch sein.
    Ich bleibe beim Stand LR6 und warte ab bzw. werde mich in Ruhe nach Ersatz umsehen.

    Viele Grüße
    Hans-Uwe

  14. Andreas Bittner 9. März 2018, 00:00   »

    Welch teils aberwitzigen Kommentare und Rechenbeispiele zu diesem Artikel.
    40 Cent / Tag für eine professionelle Unterstützung und Ergänzung eines leidenschaftlichen Hobbys sind nicht fair und tragbar?
    Wieviel Energie wendet Ihr denn an anderen Stellen auf, um bei Euren täglichen Ausgaben nicht „über den Tisch gezogen“ zu werden?

  15. Andreas Ellersdorfer 6. März 2018, 10:58   »

    Lieber Gunther,
    im Prinzip hast Du mit der Argumentation pro/contra Abomodell recht.
    Du berücksichtigst dabei aber einen wichtigen Aspekt nicht: Es gibt auch User, die nicht jeden Tag vor dem PC sitzen und ihre Bilder organisieren oder entwickeln. Leute, die die Fotografie als reines Hobby betreiben und im Jahr vielleicht 3.000 oder 5.000 RAWs im Kasten haben, weil sie gelegentlich die Kamera oder nur anlassbezogen zur Hand nehmen.
    Diese User hatten bislang mit dem Kaufmodell von Lightroom einen sehr günstigen Zugang zu einer professionellen Software zur Bildentwicklung.
    Der Zugang zur Software bleibt, aber der Preis ist für diese User nunmehr unverhältnismäßig hoch.

    Das Beispiel wäre etwa meine Person. Ich gehöre zu diesem “Gelegenheits-” Nutzerkreis und will mit meiner D750 gute Fotos machen und diese auch entsprechend verwalten und entwickeln können. Das gelingt mir nun seit vielen Jahren mit Lightroom 5. Einmal einen Hunderter gezahlt und ich habe heute noch unter WIN10 eine große Freude damit (OK, der fehlende Dunstfilter schmerzt etwas).
    Würde ich heute eine neue Software für diese Bedürfnisse anschaffen müssen, wäre der fin. Aufwand um ein Vielfaches höher. Das Abomodell wäre in meinem Falle so was wie eine Fitnesscenter Mitgliedschaft, die man nur nutzt, um einmal im Monat in die Sauna zu gehen. Daher verstehe ich die Aufregung in der Community sehr gut.

    In Deiner professionellen Anwendung ist das Abo Modell TOP bepreist – auch die laufenden Updates sind hier Gold wert. Ebenso finden LRTimelaps Nutzer im Abomodell ein günstiges Produkt von Adobe. Denn Timelaps sind arbeitsintensive Bearbeitungen, bei denen man entsprechend oft und lange vor dem PC sitzt und nutzt das Programm nutzt.

    Diese Argumentation berücksichtigt, würde Deine Ausführungen, die ich sehr schätze, relativeren.

    LG aus Österreich,
    Andreas

    • Finde ich immer noch nicht. 5000 Bilder im Jahr, entsprechen 2.4 Ct. Pro Bild.
      Die Leute geben tausende Euros für Kameras und Objektive aus, die oft null Mehrwert bringen. Fast jeder könnte mit halb so teurer Hardware die gleichen Bilder machen. Und bei der Software wird dann geknausert und geschimpft. Sorry, kann ich nicht nachvollziehen.

      Und übrigens, professionelle Fotografen (auch ich) haben in der Regel das große 60 Euro/Monat Abo von Adobe und sind happy damit. Dieser Artikel war nicht auf Profis bezogen sondern genau auf die Amateur und Hobby Zielgruppe – die, die sich aufregen.

      • Stefan 6. März 2018, 12:31   »

        Ich bin in der gleichen Situation wie Andreas Allersdorfer. Nein ich gebe nicht tausende EUR für Kameras und Objektive aus. Ich habe jetzt einmal eine Nikon D5200, ein Sigma 18 – 35 mm, ein Nikon 50 mm und ein Nikon 18 – 200 mm gekauft und gut ist. Ich mache damit hervorragende Bilder und muss da nicht irgendwann eine andere Kamera mehr holen, es sei denn sie würde kaputt gehen (und dann würde ich wieder ein älteres Kameramodell kaufen, was mit Lightroom 5 funktioniert). Und so werde ich auch beim Lightroom 5.7.1 bleiben und das wird auch noch bei neueren Computern funktionieren. Den Dunstfilter hätte ich auch gerne, aber ein Lightroom-Abo ist aus den von Andreas genannten Gründen außer Diskussion.

        Jetzt wollen hier einige Lightroom den Rücken kehren. Das kommt für mich auch nicht in Frage, weil es nichts besseres gibt als Lightroom und man es braucht, um mit LRTimelapse vernünftig zu arbeiten. Diejenigen halt, die nicht in dem Modus fotografieren wie ich, müssen halt dann auf das Abomodell zurückgreifen. Und für Diejenigen wird das dann auch preislich passen. Für mich, so wie ich mit der Fotografie im Moment unterwegs bin, passt es ganz und gar nicht.

        • Wenn ihr euch jetzt noch ein Lightroom 6 kauft, dann könnt ihr über die templates das Dehaze nachrüsten https://gwegner.de/know-how/dunst-entfernen-dehaze-vorgaben-fuer-lightroom-6/ und das sicher noch einige Jahre gut nutzen. Selbst wenn eine neue Kamera nicht unterstützt wird, kann man sich immer noch über den kostenlosen Dng Konverter behelfen.

          • Stefan 6. März 2018, 13:52   »

            Zu Lightroom 6 kann man dann in den Amazon-Rezensionen lesen: “Wer dieses Produkt nutzt, muss sich mit einer Adobe ID registrieren und zu jeder Zeit online eingeloggt sein. Sollte man sich ausloggen wird die Software auf dem Rechner deaktiviert. ” Ob das wirklich so ist, kann ich natürlich jetzt nicht überprüfen. Stimmt das wirklich?

            Das ist für mich dann keine Option, wie ich schon zuvor hier einmal ausführte, da ich Lightroom auch bei totalem Wegbleiben von Internet und Strom weiter nutzen möchte und hierfür auch vorgesorgt habe mit großem Notstromakku und 4 großen Solarpanels. Lightroom muss einfach völlig unabhängig funktionieren können.

          • Sollte bei 6 eigentlich nicht so sein, da es ja die kauf Version ist

          • das stimmt natürlich, aber der Workflow wird dadurch nicht besser.

        • Arndt 6. März 2018, 13:23   »

          Ich sehe es genauso wie Andreas und Stefan: Für einen Gelegenheitsnutzer wie mich, der Lightroom auch hin und wieder einen Monat nicht verwendet, ist das Abo unattraktiv. Ich könnte mich immer wieder an- und abmelden, wenn ich die Software benutzen möchte. Das möchte ich aber nicht. Ich bin damit einverstanden, dass gute Software Geld kostet, aber das Abo ist für den sporadischen Nutzer ungeeignet. Ob es zu teuer ist, dass darf jeder selber entscheiden.

          Ich hatte Lightroom 6 gekauft, nachdem Nikon den Support von Capture NX2 eingestellt hat – in der Hoffnung, auf eine zukunftsträchtige Software zu wechseln. Ich würde mich ungern von Lightroom 6 >>stand-alone<< trennen, früher oder später werde ich mir aber dazu Gedanken machen müssen.

    • Rolf Wilhelm 6. März 2018, 15:00   »

      Bei der Kaufversion muss man sich bei der “Aktivierung” bzw. Installation mit der Adobe ID einmalig anmelden. Damit hat man 2 Installationen, die man offiziell nicht gleichzeitig als Person nutzen darf.
      Falls man einen PC neu installieren muss, sollte man voher das Lightroom auf diesem PC deaktivieren, also mit der Adobe-ID abmelden. Wenn das nicht geht und die zwei Instanzen erschöpft sind, muss man mit Adobe in den Chat gehen und dies erklären, dann wird es meist unproblematisch frei geschaltet.

      Man muss für die Nutzung nicht ständig online sein, sondern nur für die Installation. Ich habe Lightroom 6 schon häufiger und länger offline genutzt und nie damit Probleme gehabt. Gerade gestern nach einem BitLocker-Desaster machen dürfen ;-)

  16. Ralph 4. März 2018, 16:30   »

    Ein Mietmodel ist für eine Vielfalt am Markt nicht von Vorteil, deutlich teurer und ist am Ende eine Zwangsbindung am einen einzelnen Herstellern. Niemals.

    Adobe ist für mich gestorben.

    Der Tod räumt auf und schafft Raum für neues. Bin gespannt was sich am Markt tut in Zukunft. Viele steigen um.

    Gruss Ralph

  17. Harald S. 1. März 2018, 22:10   »

    Hallo Günther,
    ich finde Deine Argumentation grundsätzlich schon richtig. Was mich allerdings am Abo-Modell erheblich stört, ist der Fakt, dass man sich dem Software-Anbieter quasi ausliefert. Was, wenn Adobe morgen nicht mehr runde 12 Euro pro Monat verlangt, sondern einfach mal frech auf 50 Euro erhöht? Schließlich kann man nicht ausschließen, dass das möglich ist. Dann ist man angeschissen, es sei denn, man beißt in den faulen Apfel. Mit einer gekauften Version kann ich noch eine ganze Weile unabhängig weiter arbeiten und mich dann nach Alternativen umsehen. Beim Abo-Modell ist nach relativ kurzer Zeit Feierabend. Das ist besonders für jene ärgerlich, die auf die Software wirklich angewiesen sind. Gerade aber die kleinen Freiberufler haben nicht so gut gefüllte Taschen, dass sie Preiserhöhungen einfach so stemmen können.

    Bisher hat Adobe ja noch einigermaßen annehmbare Preise. Ob das aber so bleibt, darf man bezweifeln. Und dass andere Anbieter vergleichbare Software zu wesentlich günstigeren Preisen als Kaufsoftware anbieten, zeigt, dass es auch anders gehen kann.

    Außerdem habe ich einfach ein ungutes Gefühl, wenn ein Anbieter auf meinem Rechner Software laufen hat, die im Hintergrund regelmäßig Abfragen und sonstigen Datenabgleich durchführt, von dem ich nicht weiß, was da alles an Daten abgefragt wird. Gerade bei Adobe habe ich da kein gutes Gefühl. Es war Adobe, bei denen zwei mal im Abstand von mehreren Monaten eingebrochen wurde, wo Hacker dann Millionen Adressen abgegriffen haben. Bei mir waren es zwei Mail-Adressen.

    Mein Vertrauen in Adobe ist da also alles in allem eher gering.

  18. Wenn ich die Kommentare hier so lese, gibt es offenbar zu dieser Thematik noch einiges an Aufklärungsbedarf.
    Dabei ist der Artikel wirklich sehr verständlich geschrieben m.M.n.
    Das Einzige was mir fehlt, wäre ein kurzer Preisvergleich.
    Wenn man nur Lightroom betrachtet käme man mit dem Kaufmodell zwar günstiger (LR6 kostete ca. 110,-€), da aber bei dem Abo-Modell Photoshop inklusive ist, zieht das Argument mit dem Preis nicht mehr.
    LR6 + PS CS6 kosteten zusammen ca. 1000,- €
    D.h. man hätte sich nur alle 7 Jahre eine neue Version kaufen können um günstiger gegenüber dem Abo-Modell zu kommen (Upgrade-Preise mal nicht berücksichtigt).

    Ich denke kaum einer wird seine Software so lange nutzen.

    Also ich sehe (für mich) kaum Nachteile der Abo-Version.
    (Das Adobe sich mit der verwirrenden Umbenennung und dem neuen Zwangs-Cloud-Lightroom keinen Gefallen tut, steht ja außer Frage)

    • Robert, es geht aber eben nicht nur um eine Vergleichsrechnung, sondern darum, dass viele (vor allem Wenig-Nutzer) Photoshop gar nicht brauchen, kostenmäßig aber zum Aufpreis gezwungen werden. Und dann – ohne eine Lightroom-stand-alone-Version – ist es für diejenigen schon unnötig teuer. Ich denke, das haben die meisten verstanden… Die Vor- und Nachteile lassen sich nun mal nicht pauschalisieren.

  19. Hallo Gunther

    Deine Aussage:

    “Bei der Lightroom-Abo-Version könnt ihr, wenn ihr sie gekündigt habt, weiterhin im Bibliotheksmodul der Software eure entwickelten Bilder ansehen und auch exportieren (z.B. als TIFF oder JPG). Was dann nicht mehr geht, ist das Entwickeln – und zwar solange, bis ihr das Abo fortführt.”

    wurde mir an der Hotline heute am 28.2.2018 ausdrücklich NICHT bestätigt. Es wurde mir gesagt, das nach Ablauf des Abos ein 30 Tage Kulanz-Zeitraum beginnt (ähnlich dem Testzeitraum). Nach Ablauf dieser Frist startet Lightroom gar nicht mehr. Einzige Möglichkeit entwickelte Bilder zu retten ist der vorherige Export als JPG oder ähnliches. Seine RAW-Daten hat man ja sowieso.

    Ich bitte dich dies im Artikel zu ändern oder eine verlässliche Quelle für diese Aussage zu nennen.

    Dann wäre ich auch bereit, mir ein Fotografie-Abo zu überlegen.

    Hat jemand damit selbst bereits praktische Erfahrungen gemacht?

    mit besten Grüßen

    Christian

  20. Volkhard 26. Februar 2018, 18:13   »

    Hallo Gunther,
    schon seit einiger Zeit lese ich viele Ihrer Artikel sehr aufmerksam. Ihre Informationen und Erfahrungsberichte sind praxisorientiert – das schätze ich sehr.
    Den Beitrag zum Lightroom Abo Modell habe ich besonders interessiert verfolgt, da ich eine “Cloud-Version” ablehne (Mein Rechner für Foto- und Multimedia-Produktionen ist nicht mit dem www verbunden).
    Aufgrund Ihres Textes habe ich bei Adobe nachgefragt und habe von dort die Antwort bekommen, dass man Lightroom ab Version 7 nur als “Cloud-Version” kaufen kann, Lightroom Classic geht nur bis LR6. Das habe ich so nicht in Ihrem Artikel gelesen.
    Jetzt weiß ich nicht, wo liegt mein Lese-, Denk- oder Informationsfehler.
    Vielleicht können Sie mir dabei helfen.
    Mit besten Grüßen
    Volkhard

    • CC (Creative Cloud) hat nicht zwingend etwas mit Cloud zu tun, wie im Artikel ausgeführt. Es ist nur eine Mietlösung.
      In der CC Foto Abo ist Lightroom Classic enthalten. Das liegt mittlerweile in Version 7.2 vor. Es ist 1:1 der Nachfolger von Lightroom 6 und hat mit Cloud erstmal nichts zu tun.
      Die Adobe Info ist mindestens irreführend.

    • Michael Gampe 28. Februar 2018, 12:17   »

      Vielleicht liegt es daran, dass man für Lightroom (Classic) CC eine Webverbindung für die Abo-Abfrage (Nutzungsberechtigung) benötigt und LR6 noch eine “Stand-alone” Version ist?

  21. Hallo, fuer mich als Hobbyfotograf, der sich professionall im Oracle und Linux Consulting bewegt, muss ich leider fest stellen.

    Die Softwarehersteller, dazu gehören insbesondere neben Oracle auch die Adobe Jungs, haben eine Elefant im Porzelan Laden Mentalität. Mittlerweile haben diese Firmen leider keinerlei Feingefühl mehr und nach meiner Wahrnehmung auch kein Gespür dafür was Kunden wollen. Das betrifft sowohl die großen Enterprise IT Kunden, als auch den Krauter nebenan, oder den Privatanwender. Man muss sich über die Produktstrategien schon sehr wundern. Die Argumentationskette im Artikel kann ich zwar nachvollziehen, insbesondere die Zusammanhänge mit den Entwicklungskosten, ich arbeite ja auch nicht umsonst. :-) Nur scheint sich bei Adobe, oder wegen mir auch Oracle niemand dafür zu interessieren wie die kulturellen Besonderheitn bei der zahlenden Kundschaft so sind. Abomodelle sind nicht wirklich gut gelitten auf dem Europäischen Acker, sogar SAP tut sich schwer damit, Abomodelle hier durch zu setzen, obwohl hierzulande keine Schraube oder Klorolle vom Band läuft ohne SAP. Die Kunden, auch die großen wehren sich mit Händen und Füßen dagegen. Auch wen man jetzt natürlich argumentieren könnte, das die klassischen Supportverträge auch eine Art von Abo sind. Etablierten Hersteller versuchen natürlich immer, wie es hier im Thread auch schon erwähnt wurde, immer eine Art Vendor Lock in zu schaffen, im übrigen versuchen dies auch die “guten” Open Source Hersteller/Distributoren. Klar, jede Firma will Gewinn machen, im übrigen ja völlig legitim. würde sie das nicht wollen, könnte man gleich die Segel streichen. Nur oft ist es nicht das Thema z.B. Abo, was man vermittelt, sondern wie man es vermittelt. Nach meiner subjektiven Wahrnehmung, agiert Adobe mindestens genau so plump, wie eben z.B. Oracle, die für ihre Gschäftspraktiken und Kommunikationspolitik ja berühmt berüchtigt sind. Manches mal gewinnt man den Eindruck das die Hersteller, ihre Kunden nicht mehr verstehen wollen, oder verstehen können? Das Problem scheint ja nicht nur bei Adobe so gelagert zu sein? Kleinere Hersteller die noch um den Erfolg kämpfen müssen, sind eher daran interessiert ihren Kunden zufrieden zu stellen.

  22. Moin!
    Ich bin vor zwei Jahren auf das Abo-Modell umgestiegen. Für mich war der ausschlaggebende Grund, dass auch PS in dem 11,89 Paket dabei war (wie heute). Allerdings nutze ich PS selten. Besser finde ich ein zwei Stufenpreismodell, mit und ohne PS. Auch ich sehe den großen Vorteil, immer die aktuelle Version zu benutzen.
    Dass LR regelmäßig Updates bekommt, kann auch von Nachteil sein. Gab es nicht schon einmal eine Version, die bei Timemachine Probleme machte? Wurden nicht schon einmal Funktionen verschlimmbessert? Das Zusammenspiel von HW und SW ist extrem komplex geworden. Jedes Update könnte ein Risiko sein, dass der Rechner morgen nicht mehr läuft. Abgesehen von den Kameramodulen genügt mir ein Update pro Jahr.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass Adobe eines Tages die Preise im Abomodell erhöht. Erst 12,99, dann 14,99 und in 5 Jahren 19,99. Bis dahin haben die Anwender wohl derart große Kataloge erstellt, dass sie das zähneknirschend akzeptieren werden … diese Abhängigkeit möchten die Anwender nicht.
    Und ja; Adobe hätte durchaus andere Namen wählen können, um die heutige Verwirrung zu vermeiden. Erstaunlich ungeschickt für so einen Laden.

  23. Hallo Gunther,

    mit großem Interesse habe ich deinen Artikel gelesen und bin schon etwas irritiert über deine Pro-Argumente bezüglich des Abo-Modells von Adobe.

    Erst einmal muss ich dir bezüglich der Marketing Strategie bei der Namensvergabe des neuen Lightroom CC Recht geben. In meinen Augen ist die Einführung des neuen LR CC eine außergewöhnliche Dummheit. Für mich scheint das neue LR CC eine Totgeburt aber genaueres wird die Zeit zeigen. Mittlerweile kann ich bei der Marketing Strategie von Adobe nur noch den Kopf schütteln.

    Somit sind wir auch schon beim Abo-Modell von Adobe.
    Es ist nichts weiter als als eine Lock-In-Strategie soll heißen, Adobe will seine Kunden Zwangsbinden und mehr Geld bei fast gleichbleibender Leistung machen, getreu dem Motto: Friss oder Stirb.

    Hat Adobe seit dem Beginn von LR das Programm Verbessert? Ja, haben sie aber jeder BWL Student im ersten Semester lernt, das wenn man am Markt bestehen will, seine Produkte auch kontinuierlich verbessern muss. Und ganz ehrlich, es es nicht so das Adobe mit LR 2 bis 5… kein Geld mehr verdient bzw. Gewinn gemacht hat. Eher das Gegenteil wird der Fall sein und das ist in meinen Augen auch völlig legitim. Was mir jedoch den Schaum vor den Mund getrieben hat, ist die Tatsache, das Adobe mit seiner CC-Mietversion den reellen Preis für LR gleich einmal verdoppelt hat, wenn man Photoshop nicht benötigt oder nicht möchte.

    Beispiel LR 5:
    Preis ca. 120€, Laufzeit ca. 2 Jahre, macht 60€ pro Jahr ohne Zwang und mit Entscheidungsfreiheit für den Kunden über Nutzung und Nutzungsdauer. Ebenfalls war ein Anonymer Kauf von LR 5 noch möglich, was mit LR7 nicht mehr gegeben ist.

    Ab LR 6 CC:
    Preis 11,89€ im Monat (142.68€ im Jahr)

    Warum wird mir als Kunde die Entscheidung genommen eine Version zu überspringen, wenn ich meiner Meinung nach eine Folgeversion nicht benötige. Wenn zwei neue Funktionen hinzukommen die ich nicht benötige, brauch ich mir auch keine neue Version zu kaufen und hier darf man mich auch gern geizig nennen.
    Ganz klar, hier betreibt Adobe künstliche Gewinnmaximierung über die Cloud-Variante und mit künstlich meine ich, mehr Geld für fast gleichgebliebene Leistung. Hat sich der Funktionsumfang und/oder Performance mit dem Preis von LR 6 CC ebenfalls verdoppelt??? Man braucht sich hier nur die Performance von LR 6 betrachten, dann hat man die Antwort. Eine Verbesserung eines Produktes muss nicht kostenlos erfolgen aber es muss für das fortbestehen eines Produkte erfolgen. Und wie bereits erwähnt, wird Adobe vorher ebenfalls Gewinn gemacht haben, allerdings kenne ich natürlich die Geschäftszahlen hier nicht.

    Du hastet Argumentiert, das Adobe über die Mietvariante auch Neuerungen einfließen lässt. Stimmt! Sie können jetzt aber auch 2 Jahre lang gar nichts machen. Miete ich also die Katze im Sack?

    Grundsätzlich bin ich kein Gegner der Mietvariante aber ich denke beides hat seine Berechtigung.
    Für Fotografen die die neusten Funktionen benötigen die Mietvariante, für die die neusten Funktionen nicht sofort benötigen die Kaufvariante ohne Photoshop. Schließlich ist es „normal“ in der BWL, das die Neuerer immer mehr zahlen als die Anderen. Das ist der Preis den man zahlt, wenn man etwas sofort will.

    MfG
    Holger

  24. hallo gunther

    auch ich staune wie emotional die kommentare hier z. t. sind! für mich war das foto-abo modell DIE lösung. ich hatte vor dem wechsel alte versionen von ps und lr (5.7) und suchte nach einer schlauen lösung, da ich immer mehr zeit mit der nachbearbeitung verbracht habe. der kauf beider vollversionen hätte mich auch etwas abgeschreckt und vermutlich wären es auch nicht beide programme geworden.
    die gut 11€ im monat sind für mich absolut gerechtfertigt, ich muss aber auch sagen, dass ich beide programme ohne profi zu sein mehrfach in der woche nutze. für gelegenheitsnutzer, oder user die nur lr, oder ps nutzen wollen, sieht das sicher anders aus.

    an der von dir beschriebenen verfehlten kommunikation und fragwürdigen cc version von lr ändert das allerdings nichts – da stimme ich dir absolut zu.

    gruss
    volker

  25. Hallo Gunther, super Beitrag, Danke für Deinen guten Input. Ob abo oder nicht hängt natürlich vom Nutzungsgrad ab und ob es sich somit für Amateure und Hobbyfotografen rechnet. Ich kann auch nur allen Mitlesern und Dir empfehlen, die neueeste Version von One RAW 2018 zu testen , denn diese Software ist mit dem neuesten Release 2018 einer der Besten Alternativen und wurde von Fotografen für Fotografen in Oregon entwickelt. (ist allerdings in Englisch) Katalog, Layers, Pano, Verzeichnungskorrektur, filter uvw. sind enthalten und alles als Kauf und Einplatzlösung für Windows und Mac. Siehe auch unter link https://www.on1.com/press/on1-photo-raw-2018-now-available/
    Grüsse aus Österreich Joe

  26. Lieber Gunther,

    auch ich möchte mich hier für deine großartige Arbeit bedanken und lese deine stets objektiven Beiträge mit Freude. Dass du die Beiträge speziell auf die Firmen zuschneidest, glaube ich ebenfalls nicht.

    Ich bin jedoch der Meinung, die hier bereits von vielen geteilt wurde. Bei aller Objektivität sollte wirklich ein Unterschied zwischen Profifotografen und Hobbyfotografen gemacht werden.
    Ich selbst sehe mich als Hobbyfotograf, d.h. ich beschäftige mich sooft es geht in meiner Freizeit als Hobby mit der Fotografie sowie Bearbeitung der Bilder. Als solcher Fotograf ist eine Kamera, ein gutes Objektiv sowie ein RAW-Converter eine Investition, die ich mit bedacht tätige (ich erwerbe mir also nicht permanent neue Kameras oder Objektive).

    Meine D7500 sowie mein Sigma 18-35 werden problemlos mit LR6 unterstützt, so dass ich damit als Hobbyfotograf sehr gut fahre.

    Letztendlich verdiene ich mit den gemachten Bildern kein Geld und achte dabei stets auf die Kosten der Ausgaben.
    Ich erwerbe Software stets als Einzelplatzlizenz ohne Abo, da ich darüber entscheiden möchte, wann und wie ich diese nutze.
    Heutzutage bürgen Abo-Modelle eine Gefahr für die Entanwender. Die Einzelbeträge wirken stets gering, jedoch kommt mit vielen Einzelbeträgen auch eine Summe zusammen, die schnell sehr groß werden kann.
    Die Ängste bzgl. nicht mehr laufender Software kann ich ebenfalls nicht teilen. Ich komme aus der Welt der Softwareentwicklung und habe bisher soetwas sehr sehr selten erlebt.

    Letztendlich kann ich mir vorstellen, dass es manchmal einfach schwer fällt, sich in die Gedanken und Gefühle anderer hineinzuversetzen. Das ist ja auch vollkommen ok, da wir alle auch nur Menschen sind ;)

    Viele Grüße und lass dich nicht unterkriegen
    Alex

  27. Für einen Profi ist das Abomodell sicher ok. Für einen Hobbyfotografen ist es einfach zu teuer. Wenn ich alle Software die ich gekauft habe und regelmäßig nutze als Abo hätte, wären das schnell deutlich über 200€. Da lebe ich lieber eine Weile mit einem eingeschränkten Funktionsumfang, bis es für mich wieder attraktiv wird.

  28. Hallo Gunter

    Prinzipiell kann ich deine Überlegungen zum Abo-Modell gut nachvollziehen. Allerdings nutze ich z.B. Photoshop gar nicht (und möchte nicht dafür bezahlen müssen) und habe bisher alle zwei Jahre ein Lightroom Upgrade für 80€ oder so gekauft. Dem gegenüber stehen nun Kosten von 24×12€. Für mich wird Lightroom also ~3.6 mal teurer als bisher! Das finde ich schon ziemlich heftig. Und wenn das alle so machen, wieviele Daueraufträge soll man sich da eigentlich zulegen? In Zeiten wo alles nur noch kreditfinanziert ist mag man sich nicht mehr daran stören, wenn am Monatsende noch ein weiterer regelmäßiger Posten auftaucht. Sind ja nur 10€ hier und 5€ da und so weiter. Ich finde das eher bedenklich.

    Liebe Grüße,
    Tobias

  29. Michael 23. Februar 2018, 23:58   »

    Ich hätte auch lieber eine Kaufversion. Das fühlt sich schon besser an. Ich habe aber eine Jahresdingens gekauft. Ist dann kein richtiges Abo. Wenn abgelaufen, dann kaufe ich einfach neu für 1 Jahr und wenn das in dem Monat oder dem darauffolgenden Monat nicht geht, dann warte ich halt etwas. Da dies immer im Winter passiert, ist es nicht so schlimm wenn ich dann 1-2 Monate warten muss. Aber eigentlich sind wir alle doof. Adobe ist nicht sehr Kundenfreundlich und wir machen das alles trotzdem mit. Hier kann ich wenigstens selbst noch entscheiden. Schlimmer ist die Haushaltsabgabe (GEZ). Ich habe kein TV und muss trotzdem zahlen. Schlimmer geht’s nimma

  30. Ralf D. 23. Februar 2018, 23:34   »

    Hallo Gunther
    Danke für diesen sehr guten Artikel!
    Er bestätigt meine Gedanken zum Abomodell und zu meiner Entscheidung dieses zu nutzen.
    Erst als ich die Auswahl wie in deiner Grafik gefunden hatte verstand ich diese dümmlichen neuen Bezeichnungen und das Abosystem.
    Ich persönlich sehe mehr Vorteile als Nachteile durch das Abo. Aber es ist immer auch ein Problem für viele wenn sich eine liebgewordene Gewohnheit ändert 😉.
    Dieses Abo-Geschäftsmodell wird sich aber langfristig im Softwarebereich stark etablieren siehe z.B. Sicherheits- und Bankingsoftware, ….
    Grüße R.

  31. Frank J. 23. Februar 2018, 19:10   »

    Hallo Gunther,

    was diesen Artikel betrifft, da kann ich dir leider nicht zustimmen. Schau dir mal an, was man unter einem “Knebelvertrag” versteht. Da werde ich nicht mitmachen. Egal, was Adobe in Zukunft an Verbesserungen bringt oder nicht bringt, man muss einfach weiter zahlen, damit man das Bearbeiten seiner Bilder fortsetzen kann. Das finde ich nicht in Ordnung.

    Ich selbst nutze LR6 auf einem aktuellen iMac 5K. Gehe davon aus, dass alles die nächsten 2-3 Jahre läuft. Meine aktuellen Kameras (D850, D800e) werden unterstützt. Updates sind in dieser Zeit nicht geplant. Danach werde ich eh neu entscheiden.

    VG, Frank

  32. Peter Bach 23. Februar 2018, 17:39   »

    Hallo Gunther,
    Ich bin aufmerksamer Leser deines Newsletters und deiner tollen Tipps und Tests auf deiner Webseite.
    Echt klasse, höchst professionell und für mich sehr wertvoll!
    Ich arbeite auch seit Jahren mit Lightroom und habe bisher nur das Kaufmodell und kein Abo gewollt.
    Ich glaube nach deinem Artikel werde ich mich auch für das vorgeschlagene Abo entscheiden – und weder meine Bilder noch den Katalog in die Cloud legen; auch wenn die Verfügbarkeit immer und überall ( bei Netzverbindung!) verlockend ist!
    Nochmals vielen Dank für die Klarstellung!
    Gruß
    Peter

  33. Florian 23. Februar 2018, 15:55   »

    Woher kommt eigentlich diese Angst vor übermäßigen Preiserhöhungen im Abo-Modell?
    Ist das bei der Kaufversion nicht das selbe, wenn man unterstellt, dass man alle 2-3 Versionen upgraden muss (!), weil die alte nicht mehr funktioniert?

    • Ich weiß nicht, woher diese Angst kommt, dass alte Software auf modernen Betriebssystemen nicht mehr läuft. Hab testhalber mal Nikon Capture NX2 auf Windows 10 installiert. Kein Problem. Die Software ist mind. 5 Jahre alt.

      Grundsätzlich könnte ich wahrscheinlich auch mit dem Abomodell leben. Aber die Art und Weise wie Adobe mit Kunden umgeht schreit mir einfach ins Gesicht, dass sie mich nicht als Kunden wollen. Und da es Alternativen gibt, gehe ich gerne woanders hin.

  34. Lieber Gunther,
    vielen Dank, dass du hier deine Gedanken zu den verschieden Abo Variantem von Lightroom teilst und den Artikel klar, umfassend und so objektiv wie möglich aufbereitet hast. Das gibt es sonst nirgends.
    Dass manche Kommentare etwas emotionaler und spekulativer werden, kann ich aber auch gut nachvollziehen. Es geht halt um Geld und die einseitige Beschneidung (Adobe) von gewohnten Bedingungen. Du antwortest weiter oben, dass Adobe auf dem Cloudmodell sitzen bleibt, wenn keiner darauf einsteigt. Stimmt. Aber glaubst du wirklich, dass so viele vernunftbegabte User da draussen unterwegs sind? Sorry, aber Wenn dass so wäre, könnte Facebook und Co. auch einpacken und es gäbe auch noch die Wahl zwischen LR Abo und Kaufmodell, mit dem die meisten der Hobbyuser wohl prima und fair leben könnten. Siehe LR Timelapse… ;-)
    Das Abo schliesst man für mindestens ein Jahr ab und kann nicht einfach monatlich kündigen. Ich glaube das wurde noch zu wenig betont. Falls man LR6 oder Vorgänger besitzt, ist das nach Installation einer neuen Variante nicht mehr einfach nutzbar, falls man später noch einmal zurück möchte, weil der Katalog umgewandelt wird.
    Danke für den Artikel
    Frank

  35. Hallo Gunther, Hallo Mitleser,

    Auch mich hat Adobe schon zur Weißglut gebracht! Kurze Erklärung:
    Ich hatte mir vor vielen Jahren einmal ein Konto bei Adobe eingerichtet, als ich dieses für die Dauer meines Praxissemesters kündigen wollte ( dort hatte ich vollen Zugang sowohl auf LR als auch auf PS ) um mir das Geld zu sparen war das für Adobe wohl ein größeres Problem. Zum einen wird man von der Seite immer im Kreis geleitet, man kann nirgends seinen Vertrag einfach Kündigen sonder muss den Umweg über den Chat mit einem Kundenberater gehen der einen dann zu den Gründen der Kündigung ausfragt und versucht einem ein anderes Abo anzudrehen. Schließlich hatte ich doch gekündigt und dann folgendes erfahren: Es fällt anteilig doch noch ein Betrag an und mein Abo war zudem nicht monatlich Kündbar ( diese Option war billiger, hatte ich damals nicht recht überlegt und das Kleingedruckte nicht gelesen ) Im Endeffekt hat sich so das Kündigen für ein halbes Jahr nicht gelohnt und ich habe das Abo einfach weiterlaufen lassen. Während des ganzen Prozesses, der sich über einige Tag hin zog war ich sehr frustriert über das Verhalten von Adobe. Ein Abo zu verkaufen ist ja schön und gut, ich sehe auch die Vorteile dieses Modells aber transparenz und Offenheit sehen anders aus. Die Seite von Adobe ist für den Nutzer einfach nur schlecht organisiert, man hat den Eindruck an der Nase herum geführt zu werden. Der Chat mit dem Kundenberater wurde bei mir zu einem Verkaufsgespräch, wenn ich kündigen will dann will ich kündigen und das sollte akzeptiert werden.
    Und noch einen Punkt. Vielleicht will ich einfach nur meine Bilder bearbeiten, beschneiden und exportieren. Vielleicht bin ich kein Profi der immer den neusten Stand der Technik benötigt. Vielleicht will ich einfach nur fotografieren – und alle paar Jahre, wenn eine neue Kamera drin ist eben auch in ein paar wesentliche, neue Funktionen in der Bearbeitung investieren. Nicht jeder benötigt und will diesen 24/7/365 – Support den wir dann auch bezahlen. Das hat nicht unbedingt etwas mit sparen und Schnippchen schlagen zu tun sondern einfach mit einer realistischen Einschätzung was man selbst wirklich benötigt!

    Gruß,

    Tobi

  36. Matthias 22. Februar 2018, 16:51   »

    Hallo Gunther,

    vielen Dank für deine wieder mal sehr differenzierte Einschätzung. Was das Foto-Abo von Adobe betrifft, kann ich deinen Überlegungen nur beipflichten. Ich war früher auch immer ein großer Skeptiker bei Mietsoftware. Schließlich ist man es von jeher so gewohnt, dass man das, was man einmal bezahlt hat, anschließend auch bis in alle Ewigkeit besitzt. Wenn man sich das Ganze mal von der finanziellen Seite her anschaut, sieht es aber gleich ganz anders aus. Soweit ich mich recht erinnere, hat mein erstes Adobe Photoshop CS6 (3D) im Jahr 2012 als Vollversion mehr als 1.300 Euro gekostet. Die 2-jährlichen Updates waren schon immer für knapp die Hälfte des Preises der Vollversion zu haben. Alleine schon diese Vollversion entspricht vom Preis her etwa 10 Jahre Foto Abo. Wäre man stattdessen bei dieser “Anschaffung fürs Leben” geblieben, hätte man nach 10 Jahren zwar immer noch sein “Eigentum” in Händen, dieses wäre dann aber völlig veraltet und wahrscheinlich schon heute nicht mehr lauffähig. So gesehen ist die Frage, was man macht, wenn man das Abo irgendwann mal beendet, eher relativ. Der einzige Kündigungsgrund für das Foto-Abo wäre für mich ein Cloud-Zwang. Aber soweit wird es hoffentlich nicht kommen.

  37. Hallo Gunther,

    ich kann mich mit dem Abomodell von Adobe auch nicht anfreunden, vor allem deswegen, da ich es unsicher finde, wie die Preisentwicklung aussieht und dass man mit Ende des Abos kein vollständiges Produkt mehr hat.

    Dass es auch anders geht zeigt z.B. Jetbrains mit seiner Entwicklungsumgebung. Dort gibt es eine sogenannte “perpetual fallback license”. D.h., wenn man für mind. 12 Monate gezahlt hat, bekommt man für die Version, die vor 12 Monaten aktuell war, eine dauerhafte Lizenz. Letztlich hab ich dann nach 12 Monaten eine Vollversion, die ich auch weiter verwenden kann, wenn ich nicht mehr bezahlen will.

    Für mich hatte das Abomodell bei Adobe trotzdem sein Gutes. Ich hatte deswegen Capture One getestet und hab mich danach gezwungen gefühlt zu wechseln ;-)

    • Funktioniert denn LRTimelapse auch mit Capture One einwandfrei? Dafür hat Gunther doch gar keine Plugins programmiert, bzw. LRTimelapse ist doch vollständig auf die Bearbeitungsfilter von Lightroom ausgelegt. Das kann doch nicht funktionieren mit Capture One, oder?
      Ganz abgesehen davon, dass Lightroom einfach besser ist und wenn man einmal mit Lightroom längere Zeit gearbeitet hat, dass man dann bei einem Wechsel alle Bearbeitungen der Fotos verliert.
      Mir ist es allerdings auch sehr wichtig, dass ich ein Lightroom habe, was auch ohne Internet funktioniert, ich brauche unbedingt eine völlig unabhängige Vollversion. Deshalb bleibe ich bei Lightroom 5.7.1, was ich im Moment habe. Allerdings Profis brauchen schon die aktuelle Lightroom-Version.

      • Weil die Frage nach der Funktionsfähigkeit von LR CC classic OHNE Internetverbindung hier ja schon ein paar mal auftauchte:

        Laut Adobe wird die Lizenz bei monatlichen Abos nur einmal in 30 Tagen geprüft und bei jährlichen einmal in 90 Tagen.
        Das Programm funktioniert ansonsten auch ohne Onlineverbindung.

  38. Ich kann dir da, als privater Nutzer, nur beipflichten. Ich habe das Abo-Modell schon eine Weile und bin ganz zufrieden. Im Vergleich zu früher ist es nun wirklich so, dass öfters mal Updates oder zusätzliches kommt. Ich würde sogar behaupten, dass das Performance-Update ohne Abo nicht so schnell gekommen wäre. Vorher wäre LR7 gekommen und in zwei Jahren hätte man dann vielleicht mal mit LR8 eine Verbesserung erhalten. Kommt dazu, dass ich mich um nichts mehr kümmern muss und einfach immer eine aktuelle Software habe.
    Wie gesagt, ich nutze die Software als Hobby-Fotograf, aber doch sehr oft. Als ich vor einigen Jahren mit LR3 oder 4 anfing, wäre ich sicherlich nicht sehr erfreut über den Schritt zum Abo gewesen. Gerade wer nur selten mal Bilder damit bearbeiten möchte, bezahlt so natürlich doch viel Geld. Verständlich das dies einigen nicht so gefällt. Ich kenne jetzt nicht wirklich Alternativen, aber Lightroom ist als Standalone-Version ja auch nicht gratis und um ein paar Bilder im Jahr zu bearbeiten auch zu teuer. Zur Katalogisierung gibt es zudem sehr viele gratis Programme.
    Was mich persönlich zu beginn störte, dass ich nicht einfach nur Lightroom mieten kann. Das Bundle der beiden Software LR und PS erachte ich als recht günstig, wenn man bedenkt was man früher alleine für PS bezahlt hat. Aber ich brauchte PS früher kaum. Heute mehr, aber 90% mache ich nur mit LR. Es wäre halt Kundenfreundlicher, wenn man z.B. nur LR für z.B. 6 Euro pro Monat mieten könnte. Das wäre fairer. Jedoch geht so Adobe natürlich mehr Einnahmen flöten. Ich finde das Foto-Abo toll, für diejenigen, die beiden Programme benötigen. Aber für alle anderen entsteht ein leicht fader Beigeschmack, für zwei Programme zu bezahlen, wenn man nur eine davon braucht.

    • “… Es wäre halt Kundenfreundlicher, wenn man z.B. nur LR für z.B. 6 Euro pro Monat mieten könnte. Das wäre fairer. Jedoch geht so Adobe natürlich mehr Einnahmen flöten. …”

      Ich bin mir gar nicht sicher, ob Adobe dadurch Einnahmen flöten gehen würde. Guck mal, wie viele User in den Kommentaren geschrieben haben, dass sie für 6 Euro/Monat das Abo abschließen würden.

  39. Hallo Gunther

    die anderen haben es schon geschrieben: Anschaulich, distanziert und sauber geschrieben.

    Bei zwei Sachen möchte ich Dir widersprechen:
    Ich persönlich erwarte von einem Entwickler nicht, dass er mir ständig neue Sachen liefert, im Gegenteil! Ich erwarte, dass er mir über eine bestimmte Zeit (beispielsweise die von Dir erwähnten 2 Jahre, halt über eine definierte “Garantiezeit”) Fehler im Programm beseitigt und, im professionellen Umfeld, einen gewissen Support gewährleistet.
    Wenn es eine neue Version egal von welchem Programm gibt, schaue ich mir das an, mache ein Assessment und überlege, ob ich die neuen Funktionen brauche oder nicht. Bei Lightroom war das bei v4 der Fall – habe ich nicht gebraucht. Da geht es weniger um das Sparen von Geld sondern über den Aufwand, sich auf eine neue Version mit all ihren Risiken einzulassen und ggfls auch reinzuarbeiten. Im professionellen Umfeld natürlich auch, ob es für die alte Version noch Support gibt.

    Also, einfach gesagt: Ich bin mit meiner v6 von Lightroom zufrieden und brauche auch kein Photoshop, ich weiss einfach nicht wozu. Da ich mir nicht ständig neue Kameras kaufe, bin ich auch nicht ständig auf Updates in diesem Bereich angewiesen. Und ich nutze auch heute noch Software aus NT4-Zeiten problemlos, das Argument “lässt sich auf neueren Betriebssystemen nicht installieren” habe ich lediglich in Zusammenhang mit meiner alten Microsoft-Timex-Uhr erlebt und danach nur noch im Zusammenhang mit dem Umstieg auf 64bittige OS, wo hauptsächlich Setups mit 16Bit-Loader versagt haben. Mehr Performance wäre schön, aber aktuell kann ich damit leben, wenn die Alternative ein Abo ist. Und so schaue ich jetzt mal, was Lightroom “8” bringen wird und vor allem, was es dann für Alternativen gibt oder ich plötzlich durch neue Fotohardware andere Anforderungen habe.

    Das alles sind Argumente von einem Privat-Anwender, wie schon an verschiedenen anderen Stellen geschrieben hat ein beruflicher Anwender da natürlich andere Ansprüche. Aber selbst im professionellen IT-Umfeld erlebe ich es immer wieder, dass Versionen übersprungen werden: Die Lizenzeinsparungen sind nicht der Treiber, sondern der sonstige Aufwand und die Risiken.

  40. Martin Pfersich 22. Februar 2018, 13:43   »

    Hallo Gunther,

    Du bist Profi und zugleich Software-Entwickler, dass Deine Position so ausfällt ist gut nachvollziehbar!

    Natürlich ist es als Eigenständiger oder Firma schön wenn man ein regelmäßiges Einkommen hat, auf das man sich verlassen kann!

    Ich habe nur den Verdacht Du kannst die Gelegenheitsnutzer nicht so recht verstehen.

    Warum soll man denn für ein- und dieselbe Leistung (so man denn nicht mehr benötigt) Monat für Monat zahlen?
    Das Mietmodell ist gerade in Mode, aber deswegen muss ich mich nicht dazu zwingen lassen.

    In aller Regel gehört mir nichts und ich muss jeden Monat zahlen.

    Was bekomme ich denn wirklich dafür?
    Oftmals Dinge die ich nicht benötige!
    Unterstützung für neue Kameras? Brauche ich nicht, ich kaufe nur sehr sehr selten eine neue Kamera (Und dann ist oftmals eine LR Lizenz dabei).
    Panorama-Erstellung in LR? Läuft so schlecht dass ich es mit dedizierten Programmen mache! HDR desgleichen.
    Den Nebel-Regler? Naja, wers mag…

    Wie es mit Hobbies so ist, da macht man mal Pause oder betreibt es nicht mehr so intensiv.
    Da sind 10 EUR jeden Monat auf Dauer doch ne Menge! Vor allem wenn man an jeder Ecke 10 EUR JEDEN MONAT zahlen soll.

    Sorry, ich zahle den Fliesenleger auch nur 1x und nicht jeden Monat…

    Ich habe 3 gute Bekannte, die das Hobby Fotografie nicht so intensiv betreiben wie ich. Alle 3 nutzen immer noch LR5, sind top zufrieden und haben nicht die geringsten Probleme damit!

    Wem ein Abomodell gefällt soll es bitte nutzen! Ich möchte es auf keinen Fall!

    Das Argument, dass Classic nicht in der Cloud wäre zieht übrigens NICHT!
    Adobe hat versprochen, dass es immer eine Kaufversion von LR geben wird. Das ist aber vorbei. Genauso wird es in naher Zukunft sein, LR werden sie komplett in die Cloud zwingen. Wer will was Anderes behaupten?

    Lustig auch, dass man ein Abo nicht zu jedem Zeitpunkt zum Ende der Laufzeit kündigen kann.
    Da merkt man ganz schnell Adobes Gesinnung ;)

    Achja, mag Jeder selbst überlegen ob es für Adobe so ein großer Ansporn ist ihr Produkt weiter zu entwicklen, wenn jeden Monat ein Sack voll Geld rein kommt, egal ob und was sie machen ;)

    Viele Grüße
    Martin

    • Hallo Martin, ein paar sachliche Argumente und dann doch wieder am Ende Spekulationen und Behauptungen die erstmal so keine Basis haben. Ob Adobe irgendwas “in die Cloud zwingt“ entscheidet auch der User. Wenn keiner die Cloud nutzt, wird das Modell auch wieder eingestellt. Wäre ja nicht das erste mal.
      Es sind hier viele wichtige Argumente genannt worden, die würden noch mehr Gewicht haben, wenn sie nicht durch Mutmaßungen und Spekulationen verwässert würden.

  41. Hallo Gunther,

    ich gebe dir in den meisten Punkten recht, die Abo-Version bietet durchaus Vorteile.
    Ein Aspekt wurde allerdings noch nicht beleuchtet, nämlich das mögliche Preisdiktat durch Adobe. Wenn genügend User umgestiegen sind, können (und werden) die doch den Preis jederzeit beliebig erhöhen. Wenn man dann aussteigt, kann man nicht mehr auf die Kaufversion zurück (Datenbank ist nicht kompatibel)!

    Liebe Grüße,
    Harald

  42. Lieber Günther,
    vielen Dank für diesen Artikel. Er ist so sachlich, informativ und kompetent geschrieben, wie alle vorherigen Gedanken, Tests, Analysen und Berichte auch. Deine Darlegung deckt sich voll und ganz mit meiner Meinung zu diesem Thema.
    Seit Lightroom 3 und Premiere 4, damals noch in meiner Firma genutzt, hatte ich alle Suiten bzw. Mastercollection käuflich erworben und besitze sie heute noch, eventuell aus nostalgischen Erwägungen heraus. Auch die in den ersten Paketen vorhandenen umfangreichen Handbücher, in welche ich auch heute noch manchmal schaue, vermisse ich, zumal die Onlinehilfe nicht gerade das beste Instrument ist.
    Damals, wie heute, nun als Rentner, machte ich vieles für kulturelle und sportliche Vereinsarbeit, ab und zu auch für Freunde.
    Der Umstieg auf das Abo ist mir nicht leichtgefallen, war etwas gewöhnungsbedürftig und ist auch nicht ganz problemlos. Erst einmal hat es etwas gedauert, ehe ich die Sache mit den älteren Versionen mitbekommen hatte und unschön ist, wenn einfach Funktionalitäten wegfallen, an welche man sich im Workflow gewöhnt hatte, wie z. B. das Zusammenspiel von Premiere mit Encore oder mit SpeedGrade.
    Aber es macht auch Spaß mit ständig aktuellen Produkten arbeiten zu können. Manchmal wünsche ich mir, dass es eine etwas differenziertere Aufteilung der Pakete gäbe, wie es das schon einmal für den Videobereich gab. Ich habe das auch schon als Anregung an Adobe geschrieben, ohne jemals eine Reaktion darauf bekommen zu haben.
    Um die 60,-€ monatlich für das Gesamtpaket von Adobe zu bezahlen ist nicht wenig, aber unter Beachtung aller von dir aufgeführten Fakten ein verständlicher Preis. Und wenn man bedenkt, dass man für die Mastercollection ca. 3.600 EUR bezahlen musste und wenn man aktuell bleiben musste oder wollte nach ein paar Jahren wieder, dann relativiert sich der Abo-Preis doch.
    Lieber Günther, bleibe weiter so ehrlich und offen in deinem Blog wie bisher.
    Bernd

  43. Hellmuth Kolb 22. Februar 2018, 10:23   »

    Besten Dank für diesen klärenden Artikel.
    Einiges war mir nicht bewusst und wurde auch falsch kommuniziert.
    Natürlich müssen Software Entwickler bezahlt werden. „Was nichts kostet, ist nichts wert!“
    Die Bezeichnung „Abo“ ist für uns deutsche ungeschickt gewählt, klingt wie eine Zeitungsabo. „Jährlich Wartungsgebühr“ ist sicherlich geschickter. Schließlich bringen wir unser Fahrzeug auch zur Wartung und akzeptieren dies.

    Was mich aber umtreibt ist, dass ich das Nutzungsrecht verliere, wenn ich nicht mehr zahle. Dies halte ich für rechtlich bedenklich. Ich habe schließlich bis zur Version XX.XX bezahlt! Bis zu der Version sollte ich auch uneingeschränktes Nutzungsrecht haben. Für alle folgenden natürlich nicht. Vielleicht gibt es ja einen Juristen unter den Lesern, der dies einmal erläutern könnte.

    Hellmuth

  44. Burkhard 22. Februar 2018, 09:18   »

    Hallo Günther

    Es ist schön das Du die Dinge etwas geraderückst!

    Aber regelmäßige Zahlungen bleiben regemäßige Zahlungen egal wie man sie begründet!

    Und wenn auf einmal die regelmäßigen Einkünfte wegen Arbeitsplatzverlust (Krankheit, oder was auch immer), Projektende, die Familie größer wird und und und … ausbleiben, dann hat man ein Problem!

    Und es ist es eine Zwangslösungen!

    Es ist aus den angeführten Gründen
    eine Sauerrei und bleibt es!

    Ich werde unter keinen Unstände in ein Abbomodel wechsln und sollte LR irgendwann aus welchen Gründen auch immer nicht mehr nutzbar für mich sein, Hardware, BS-Update) wird kein kein LR mehr für mir geben.

    viele Grüße

    Burkhard

    • Wahnsinn, was der Bericht über eine Software-Miete hier für Emotionen bis hin zu Existenz-Ängsten hervorruft…

      Danke an diejenigen, die hier sachlich argumentiert haben.

  45. Lieber Günther,
    ich weiß das einige Youtuber/Blogger das Adobe Abo nicht bezahlen müssen, ich denke das du dein Abo auch nicht wirklich bezahlen musst. Ist ja auch ok, nur ich sehe dann das die “Blogger” dann das Model öffentlich verteidigen.. mhhh… ehrlich gesagt das finde ich nicht so super. Ich persönlich schaue mir diese “Kollegen” einfach nicht mehr an – d.h. ich mache eine persönliche Selektion. Ich persönlich will mir mein Werkzeug kaufen und ich habe mir noch jedes Update (so lange es noch welche gab) bezahlt, nur das Apo das geht gar nicht – solange LR 6 und Phothoshop 6 noch geht werde ich Adobe Programme nutzen – dann muss ich mich leider Alternativen nehmen oder ich höre mit fotografieren auf – wäre schade!
    LG aus Österreich
    Fritz

    • Klasse Fritz, sowas einfach mal zu unterstellen. Also wenn Du den Eindruck von mir hast, dann such Dir doch gerne ein anderes Blog. Ich zahle mein Abo selbst (und zwar das große) und habe, wie schon im Artikel geschrieben keinerlei Verbindung mit Adobe. Ich kaufe auch meine Kameras und Obejektive selbst, und sollte ich wirklich mal was zum Testen gestellt bekommen, weise ich da immer drauf hin. Ich verzichte lieber auf solche “Partnerschaften” als mich da vor den Karren spannen zu lassen und nicht mehr meine Meinung offen sagen zu dürfen. Ich hatte gehofft, dass diese Ehrlichkeit, mit der ich den Blog hier betreibe, auch bei meinen Lesern ankommt – offenbar aber wohl nicht bei allen.
      Ziemlich entäuscht davon,
      Gunther

      • So viel ich mitbekommen habe, kommt das bei so gut wie allen Stammlesern zum Glück schon an, dass du sehr unbefangen berichtest! Wenn man aufmerksam die ganzen Tests durchliest merkt man auch ganz klar, dass da wesentlich neutraler berichtet und getestet wird als auf vielen anderen Seiten. Leider ist es heutzutage wohl voll im Trend, wenn einem etwas nicht passt, gleich ohne Beweise Befangenheit zu unterstellen. Echt traurig…

      • Lieber Gunther,
        ich weiß nicht… Mein Beitrag war ja nun auch kritisch, greift aber in keinster Weise deine Objektivität an! Ganz im Gegenteil, genau deshalb bin ich bei deinem Blog “hängen geblieben”, weil ich ihn als so sachlich und ehrlich empfinde.
        Sind es nicht wirklich bloß die allerwenigsten, die deine Argumente da fehldeuten? Das vermute ich zumindest. Von mir ein ganz klares: “Danke” und “Weiter so!” (auch wenn ich mal anderer Meinung bin…) ;-)

    • Dietrich 22. Februar 2018, 13:27   »

      Moin,
      also dem Gunther hier vorzuwerfen er würde die Software oder was auch immer gesponsert bekommen und würde daher in seinen Beiträgen oder Rezensionen in eine entsprechende Richtung tendieren …??? Wer die Beiträge von Gunther regelmäßig ließt, kommt da sicherlich zu einer anderen Einschätzung. Ich finde das völlig abwegig!

      Also, Gunther, “Weiter so!”, ich möchte Deine kritischen Beiträge nicht missen!
      Dietrich

  46. Karl-Heinz 21. Februar 2018, 21:58   »

    Hallo Gunther,

    zuerst einmal Respekt für die umfangreichen und informativen Artikel auf deiner Homepage, ich habe quasi mit dir und Diana Fotografieren gelernt ;-)

    Der Zeitaufwand für dich für die Pflege und Wartung dieser Seite ist sicherlich schon enorm und zudem für alle kostenlos, da habe ich doch alleine deshalb gerne eine LRTimelapselizenz gekauft und auch schon upgedatet, obwohl ich das Update eigentlich nicht gebraucht hätte. Ein Abo hätte ich aber wahrscheinlich nicht abgeschlossen, sondern hätte mit der Gratisversion mit 400 Bildern geblieben.

    Wie schon hier mehrmals angesprochen, sind Abomodelle für Hobbyuser einfach nicht zu verkaufen. Ich werde das jedenfalls auch nicht machen, ich bleibe bei meiner alten Lightroomversion und schaue mich lieber nach einer Open Source Variante um (ich nutze ja auch Gimp anstatt Photoshop). Die Frage ist nur, ob diese dann mit LRTimelapse funktioniert…

    Schöne Grüße,
    Karl-Heinz

  47. Christopher 21. Februar 2018, 19:52   »

    Hallo Gunther,

    dass du als Entwickler ein Abo-Modell bevorzugst ist legitim, bringt es doch kalkulierbare regelmäßige Einnahmen. Schließlich musst du ja auch irgendwie deine Rechnungen bezahlen. Für einen professionellen Anwender mag ein Abo-Modell auch seine Vorzüge haben, bekommt man doch für recht geringe laufende Kosten immer die aktuellste Version mit den neuesten Fehlerkorrekturen und Features.

    Als rein priavter Hobby-User lehne ich jedoch für mich solche Abo-Modelle ab, sowohl für Lightroom / Photoshop als auch z.B. für Microsoft Office. Es rechnet sich für mich als Gelegenheitsuser nicht, und ich versuche meine laufenden Kosten so gering wie möglich zu halten, und über die notwendigen laufenden Kosten wie Strom, Heizung, Wasser, Telekommunikation, Rundfunk, Versicherungen usw. usw. hinaus so wenig wie möglich irgendwelche Abos abzuschließen. Ach, ist doch nur ‘nen Zehner im Monat, das tut doch nicht weh…

    Ja, aber ein Zehner hier und ein Zehner da, dann noch der eine oder andere Fünfer oder Zwanziger und Schwupps ballerst du jeden Monat ‘nen Hunni zusätzlich raus und wunderst dich, warum am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist. Reich wird man nicht durch das was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt, sagte schon Henry Ford. Dass heißt jetzt nicht, dass ich mir nichts gönne, im Gegenteil. Genau so kann ich mir z.B. mal ein neues Objetiv oder andere Ausrüstung, oder eben auch eine Kauf-Software problemlos leisten.

    Und ich mag es überhaut nicht, mich in eine Abhängigkeit von einem Softwarehersteller zu begeben. Ich mag es einfach nicht. Punkt.

    Genau aus diesem Grund habe ich mich für Corel AfterShot Pro, Photo Paint und Video Studio entschieden. Ich habe die Freiheit zu entscheiden, ob ich diese Software oder eine andere kaufe, ob ich ein Upgrade kaufe oder eben nicht. Und darauf möchte ich nicht verzichten indem ich mich einem Abo-Modell unterwerfe. Und mit etwas Einarbeitung fünktioniert sogar LRTimelapse mit Corels AfterShot ganz brauchbar.

    Viele Grüße
    Christpher

    • Christian Friedrich 21. Februar 2018, 21:34   »

      In die technische Abhängigkeit begibt man sich auch ganz ohne Abomodell. Versuch doch mal RAW-Dateien INKLUSIVE der Bearbeitungen von einem in einen anderen Konverter zu migrieren. Das Ergebnis ist, selbst wenn die Migration prinzipiell durchgeführt wird, bestenfalls als eratisch zu bezeichnen. Übrigens stellt auch DNG da keinen Ausweg dar.

      • Christopher 22. Februar 2018, 18:59   »

        Richtig, und das reicht mir schon. Da muss ich mich nicht auch noch einem Mietmodell unterwerfen, bei dem ich gar nichts mehr machen kann, wenn ich nicht mehr zahle oder der Anbieter seine Software einstellt oder Pleite macht. Soll ja auch schon vorgekommen sein. Bei einer Kauf-Software kann ich diese zumindest noch in der bestehenden Form weiter nutzen, zur Not halt auf einem separaten Rechner oder in einer VM.

  48. Guten Abend zusammen.

    Zuerst einmal möchte ich Gunther für seinen Artikel danken, in dem ganz unvoreingenommen einige Dinge gerade gerückt werden, dii, wie schon von Ihm geschrieben, das Adobe-Marketing nicht hinbekommen hat.
    Außerdem finde ich die bisherigen Kommentare sehr interessant, weil vor allem äußerst sachlich geschrieben.

    Ich benutze Lightroom, wie andere auch, als reiner Hobbyist. Und auch als Hobbyist zur Zeit eher weniger, da mit einer jungen Familie und Hausbau zur Zeit wenig freie Minuten für Fotos etc. übrig bleiben. Insofern kann man m.M.n. schon vermuten, dass ein Abo-Modell für mich, trotz der genannten Vorteile bezüglich Updates/neue Features, relativ teuer wäre.
    Ich habe ca. 2008 mit einer D70s begonnen und diese mit erscheinen der D7100 ersetzt. Somit bin ich persönlich nicht auf die neuesten Updates zu den neuesten Kameras zwangsläufig angewiesen. Und auch beim Thema Objektiv-Korrekturen/-Unterstützung würde ich behaupten benötige ich auch nicht permanent Updates.
    Lightroom habe ich damals zum ersten einzigen Mal mit der Version 5 gekauft. Und mit der arbeite ich heute noch… Ohne etwas zu vermissen. Natürlich habe ich nach dem Kauf, die kostenlosen Updates bekommen, die Gunther auch in seinem Artikel genannt hat. Trotzdem muss ich festhalten, dass ich als absoluter Hobby-User einmalig 120 € im Jahr 2013 investiert habe und seit dem gut über die Runden komme. Ich hatte für mich auch bereits beschlossen, wenn Lightroom 7 auf den Markt kommt, dieses, gute Kritiken vorausgesetzt, auch zu kaufen… Nur bin ich derzeit (noch) nicht bereit jährlich 140 € für die Software zu zahlen… Wie schon von anderen Usern geschrieben, als Berufsfotograf sind die 140 € keiner Diskussion wert.

    Was ich mir von Adobe wünschen würde, wäre eine bessere Paket-Aufteilung des Abos, wie auch schon in den Kommentaren geschrieben. Z.B. nur Lightroom Classic CC für 5-6 € Monat, und die anderen Programme bzw. Cloud je nach Bedarf zubuchbar. Das wäre aus meiner Sicht ein faires Modell, bei dem auch die Hobby-User entsprechend gepflegt und nicht verschreckt werden.

    Was mir auch noch nicht klar ist, ist die Lizensierung beim Abo-Modell. Muss bei jeder Nutzung von Lightroom Classic CC eine Internetverbindung bestehen, um die rechtmäßige Lizensierung beim Adobe-Server im Hintergrund zu checken? Wenn ja, muss ich sagen, dass das absolutes Steinzeitalter darstellt. Bei jeder professionellen Statik-Software oder CAD-Software (bin Bauing.) reicht es, je nach Anbieter aus, alle 14 oder 30 Tage einmalig mit dem Internet verbunden zu sein, um die Lizenz zu verifizieren.

    Zum Schluss möchte ich noch etwas kurz zu den Abo-Modellen im allgemeinen loswerden. Das kein Softwarehersteller usw. seine Produkte aus karitativen Gründen zum Kauf anbietet ist klar. Die müssen alle Geld verdienen. Jedoch macht für mich immer noch der Ton die Musik. Und das bedeutet bei diesen Dingen Preis/Leistung. Genau dieses sehe ich beim Abo-Modell für mich als Hobbyist nicht. Adobe, Sky, und wie sie nicht alle heißen sollten, wenn sie schon alle auf Abo-Modelle setzen, diese kleinteiliger anbieten. Bei unserer heutigen Technik, kann das nicht der Aufwand sein. Mit solchen kleinteiligen Abos wären meiner Meinung nach viel mehr Leute bereit ein Abo abzuschließen. Nur als kleines Beispiel: Von meinen 40 Arbeitskollegen habe ganze 3 ein Sky-Abo für die Bundesliga und Sportkanal. Mindestens 10 Kollegen würden sofort Abos abschließen, wenn sie z.B. nur die Champions League, nur Handball oder beim Fußball, nur Vereinsspiele buchen könnten (z.B. nur alle 34 Bayern-Spiele). Und das dann zu entsprechend geringen Preisen.

    Ich denke, bei einem PReis für Lightroom Classic CC für 5-6 €/Monat hatte Adobe ratz fatz zig neue Kunden, die für entsprechende Umsätze sorgen.

    Schöne Grüße
    Torben

  49. Meist bin ich ja deiner Meinung, lieber Gunther, und habe schon viel gelernt und für mich nutzen können! Aber hier muss ich leider sagen, dass mein Ärger über die Adobe-Politik bleibt. Weil ich Dinge, die ich definitiv nicht brauche, mitbezahlen muss, wie z.B. aktuelle Kameras (die wechsle ich nicht so oft), die Cloud, Photoshop.
    Vor allem als Wenig-Nutzer finde ich das Modell nicht fair. Ein nicht so intensiv betriebenes Hobby ist dennoch ein gleichweriges Hobby! Aber im Vergleich zur Kaufversion zahlen Wenignutzer ganz sicher drauf. Es müsste Tarife geben, wie etwa die Staffelung beim Datenverbrauch im Internet. Irgendjemand schrieb “LR Classic stand alone” oder so. Ja, dann wäre ich auch dabei, gerne, und ohne mich zu beschweren! Aber so… werde ich wohl bei LR6 bleiben und mich ärgern, dass mir die Updates (Performence) nicht vergönnt sind… :-( Für mich bleibt es ärgerlich.

  50. Ich finde Adobe sollte zwischen privatem und kommerziellen Nutzern unterscheiden. Für Anwender, die mit Lightroom ihr Geld verdienen, ist der verlangte Obolus sicher ein Klacks. Für mich als Privatanwender, der eben nicht unbedingt gleich jedes neue Feature benötigt, ist das Abo einfach zu teuer (man rechne das mal auf viele Jahre hoch). Adobe könnte Privat- und Geschäftskunden mit gutem Willen sehr einfach trennen, das gute alte Update Modell für Privatkunden und das Abo Modell für Geschäftskunden, die auf schnellstmögliche Verfügbarkeit von neuen Features wert legen. Die Zeit wird es zeigen, aber meines Erachtens wird das Privatkundengeschäft von Adobe spätestens jetzt start einbrechen. Adobe ist es vielleicht egal, aber welche Software in Unternehmen eingesetzt wird, resultiert in vielen Fällen auch aus dem, was den Anwendern privat schon bekannt ist. Im übrigen tröstet es mich wenig, wenn ich ohne Abo noch mein Bilder bearbeitet anschauen kann, als Viewer habe ich Lightroom nicht gekauft, das kann ich auch mit einem einmaligen Export erreichen.

  51. Hallo Gunther,

    zunächst danke für die sachliche und neutrale Betrachtung des Themas.

    Was das Marketingdesaster betrifft, so muss man andererseits konstatieren: Der Erfolg gibt Adobe (zumindest derzeit) anscheinend recht. Insbesondere von 2016 auf 2017 ist der Konsernuzmsatz deutlich angestiegen.
    Auch wenn ich selbst die Umbenennung ebenfalls nicht besonders gelungen finde, so scheint sie sich nicht negativ niedergeschlagen zu haben.

    Unabhängig davon bin ich persönlich eher ein Freund des Abomodells und sehe mehr Vor- als Nachteile; im Wesentlichen die, die du bereits dargestellt hast.

    Ich möchte auch noch mal deutlich herausstellen, dass der RAW-Konverter im Gesamtsystem die aus meiner Sicht zweitwichtigste Komponente nach dem Objektiv ist und sicherlich mehr zur Bildqualität und dem Look beiträgt, als z.B. der verwendete Kamerabody (von Extrembeispielen mal angesehen).
    Wer das nicht glaubt, soll einfach mal eine Basisentwicklung ein und desselben RAWs in den ganzen verschiedenen am Markt verfügbaren Konvertern durchführen.
    Dennoch fließt ein Großteil des Budgets, zumindest im Privatkundenmarkt, traditionell in Hardware und nicht in Software, obwohl dort das Verhältnis Kosten/Bildqualität bzw. Look drastisch besser ist.
    Ich kann mir das häufig nur mit einer Art psychologischer Komponente erklären, die dem Menschen suggeriert, nur Dinge, die greifbar sind, haben auch einen echten Wert. Aber dieses Grundproblem ist dir als Softwareentwickler ja vermutlich in gewisser Weise bekannt.

    Gruß
    Christian

  52. Lieber Gunther,

    ich nutze Lightroom seit Version 3. Zurückblickend denke ich könnte ich mit LR5 z.B. noch alle Arbeiten erledigen die ich möchte. Auch meine Kameras haben sich seitdem nicht verändert. Ich denke mit einer Kaufversion kann man schon +- 3 Jahre über die Runden kommen.

    Jetzt bin ich natürlich auch im Abo Model – aber ganz ehrlich hätte ich lieber die Kaufversionen. Für mich als Globetrotter kam es nun schon ein paar mal vor, dass ich Lightroom über Wochen nicht mehr verwenden konnte. So z.B. bei meinem 3-monatigen Kuba Aufenthalt, wo Internet ohnehin schwierig ist und noch dazu alle Server amerikanischer Firmen gesperrt sind. Auch in Grönland z.B. oben in Norwegen gab es hier und da Problem. Gut – das gilt nun etwas speziell für mich. Ich denke es würde schon helfen wenn man die 30-Tage Anmeldefrist (Stimmt wohl noch) eventuell auf 90-Tage verlängern könnte. Dann kann man auch KUBA – Hardcore – Trips einlegen und in Havanna Zigarenrauchend LR-Bilder entwicklen.

    GLG

    Martin

  53. Servus Gunther!
    Als treuer Leser Deiner Artikel möchte ich auch meine persönliche und natürlich völlig subjektive Sicht der Dinge zum Besten geben:
    Ich glaube, es macht schon einen Unterschied, ob man Lightroom privat oder beruflich nutzt. Für mich als durchaus ambitionierten Hobbyfotografen spielen die laufenden Updates keine Rolle, da ich nicht jedes halbe Jahr die neueste Kamera kaufe, mit einem ganz normalen i5-Rechner mit 20 GB RAM meine Fotos bearbeite und außerdem beabsichtige, Win 7 so lange wie möglich zu betreiben, um Win 10 vielleicht bis zur nächsten Version überspringen zu können. Never change a running system!
    Für mich reicht LR 6 völlig aus und da ich auch Photoshop nicht brauche (bin GIMP-Fan), bin auch nicht bereit, auf ein Abo umzusteigen, solange LR 6 funktioniert. Aber auch die anderen Softwarefirmen werden diese Abo-Einnahmenautomatik sicher nicht auslassen, was ja im Hinblick auf die derzeit in allen Belangen angesagte “Gewinnoptimierung” durchaus verständlich ist.
    LG
    Gernot

  54. Michael Kohl 21. Februar 2018, 17:54   »

    Hallo Gunther,

    der eine oder andere hat es schon geschrieben – wenn man professionell damit arbeitet sind 144,– EUR pro Jahr ein Witz. Als privater Gelegenheitsnutzer sind das aber in 10 Jahren 1440,– EUR und somit schlichtweg zu viel (zumindest für mich als leitender Entwicklungs-Ingenieur im oberen Management:-)))

    Für mich wäre ein faires Modell, wenn Profi-User das 3-Fache zahlen würden (430,– EUR pro Jahr, was immer noch wenig wäre) und Hobby-User 1/3 (48,– EUR pro Jahr). Da könnte man mitgehen. Wie man das allerdings mit dem Profi- und Hobby-User händelt, weiß ich adhok auch nicht. Vermtl. gibt es dann plötzlich ganz viele hobby-User (wie Privatverkäufer in der Bucht :-)).

    Beste Grüße,
    Michael

    • Komische Hochrechnung auf 10 Jahre… Wenn Du jede Woche 1x mit Deiner Frau Essen gehst für 50€, macht das in 10 Jahren 26.000€.

    • Also ich muss ehrlich sagen, ich finde diese 144 € im Jahr nicht tragisch. Selbst wenn man es nicht professionell sondern als Privatanwender nutzt.
      Für 10 Jahre Spaß am Hobby/Beruf finde ich 1440 € durchaus fair.

      Spielst du Fussball bekommst du dafür gerade mal ein Paar hochwertige Schuhe, beim Tennis einen Schläger.

  55. Lieber Gunther,
    einen Punkt, den Du jetzt nicht angesprochen hast, interessiert mich da noch: Du berichtetest davon, dass auf einer Reise, wo Du mit der Gruppe auf einem Boot warst, bei mehreren Teilnehmern ihr Lightroom wegen fehlender Internetverbindung nicht mehr funktionierte (weil Lightroom die Abogültigkeit überprüfen wollte), was ja außerordentlich ärgerlich ist.
    Wie sieht das jetzt aus? Wird das immer noch so von Lightroom gehandhabt, so dass es einem immer noch passieren kann, wenn man für einige Zeit ohne Internet ist, dass dann Lightroom seinen Dienst quitiert?

    Weiter ist zu bedenken: Ich bin da jetzt bei weitem nicht so eingestiegen in die Fotographie wie Du. Habe eine Nikon D5200 mit einigen Objektiven und ein Lightroom 5.7.1 . Das läuft alles prima und selbst auch dann, wenn es das Internet gar nicht mehr geben würde, wegen größerer weltlicher Ereignisse wie Kriege. Weiter habe ich einen großen Notstromakku mit 4 großen Solarpannels, dass sogar der Strom ganz wegbleiben könnte und ich könnte immer noch digital fotographieren mit allem drum und dran. Würde ich auf eine neue Lightroom-Version umsteigen, dann ginge das nicht mehr.

    • Das ist ja offenbar nicht das geplante Verhalten. Adobe hat sich dazu nicht geäußert und ich kann auch nicht sagen, ob sie das gefixed haben, da es bei mir selbst (unter Windows) noch nie aufgetreten ist, auch wenn ich länger “off-the-grid” war. Auf der Galapagos Reise hat es zwei Teilnehmer auf dem Mac erwischt.
      Laut Adobe soll die Internetverbindung ja eigentlich nur alle 2 oder 3 Monate notwendig sein. Sollte ich da näheres erfahren, halte ich euch auf dem Laufenden.

  56. Andre Kreitlein 21. Februar 2018, 17:28   »

    Hallo Gunther,

    Du schreibst ..

    ###
    Bei der Lightroom-Abo-Version könnt ihr, wenn ihr sie gekündigt habt, weiterhin im Bibliotheksmodul der Software eure entwickelten Bilder ansehen und auch exportieren (z.B. als TIFF oder JPG). Was dann nicht mehr geht, ist das Entwickeln – und zwar solange, bis ihr das Abo fortführt.”
    ###

    Wie passt das zu Deiner Erfahrung auf den “Galapagosinseln”, als einige Teilnehmer nicht mehr mit LR arbeiten konnten. Ich hatte ja ähnliche Erfahrungen in Japan gemacht und da Adobe sich, lt. Deiner Aussage dazu noch nicht ausgelassen hat, bin ich auf jeden Fall nachhaltig verunsichert. Denn die Verfügbarkeit des Bibliotheks Moduls nach der Kündigung war einer der Gründe, warum ich mich für den Abschluss des Abos entschieden hatte.

    Andre

  57. Good bye Lightroom!
    Der Umstieg von Lightroom und Photoshop hin zu CaptureOne Pro und deutlich weniger Photoshop ist mir persönlich relativ gut gelungen. Nicht zuletzt deswegen, weil man für die Umstiegszeit CaptureOne rein optisch auch auf „Lightroom trimmen“ kann.
    Jetzt ersetze ich noch Photoshop durch Affinity Photo und dann heißt es Good bye Adobe!
    Gunter es ist ja sehr nett, das du dich für Adobe einsetzt. Leider haben dort mittlerweile die Kaufleute die Oberhand und die Entwickler nichts mehr zu sagen. Von Adobe habe ich in den letzten Jahren nicht nur schlechtes Marketing gesehen, sondern es fehlt mir auch die von Dir ins Rennen gebrachte (Weiter-) Entwicklung, die eine entsprechende Finanzierung rechtfertigen würde.

    Ich als Kunde möchte auch weiterhin die freie Wahl zwischen Kauf und Abo. Softwarefirmen, die das anbieten sind bei mir die erste Wahl!

    Das so oft gescholtene Microsoft bietet weiterhin diese Wahlmöglichkeit bei MSOffice.

    Teamviewer versucht gerade seine Kunden auf ein Abo-Modell umzustellen. Dabei verliert die Kauflizenz seine Gültigkeit!!! Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die nehmen dem Kunden die Kauflizenz weg, wenn er auf ein Abo-Modell umsteigt! Ich bin doch nicht blödmann.

    • Wenn Du glaubst, dass ich diesen Artikel geschrieben habe, weil “ich mich für Adobe einsetze”, dann kennst Du mich schlecht und hast auch nicht verstanden, was ich sagen will. Adobe geht mir ziemlich an der Seite vorbei – mir geht es ausschließlich darum, ein Werkzeug zu haben, mit dem ich meine Bilder effizient und gut bearbeiten kann.
      Es fehlt einfach an wirklich gleichwertigen Alternativen zu Lightroom – und das wird auch noch eine ganz Zeitlang so bleiben. Ich habe mir alle Alternativprodukte angesehen, und das ist wirklich nichts, was den Reifegrad und letztenendes auch das Preis-/Leistungsverhältnis hat. Auch die Performance ist bei den anderen Produkten unter dem Strich nicht besser. Jeder der das nicht glaubt, kann sich ja mal die Testversionen installieren. C1 ist kompliziert und teuer – insbesondere wenn Du dann noch den Preis für eine Bildbearbietung draufrechnest. Außerdem wechselt man nicht einfach so mal seinen Raw-Converter. Wer das tut, verliert alle seine Bearbeitungen die er mühevoll in Lightroom gemacht hat. Eine solche Entscheidung macht man sich nicht leicht.
      Mein Fazit ist daher, wir können über Adobe schimpfen, wie wir wollen – im Endeffekt ist Lightroom nach wie vor die beste Lösung. Und wenn das so ist, dann kann man sich auch mal die Vorteile vor Augen führen und sich darüber freuen.

  58. Hallo Gunther,

    danke dir für die super Zusammenfassung. Das mit der Kündigung und aktivem Bibliotheksmodul war auch mir neu. Damit wäre ja auch mal die Möglichkeit gegeben das LR Abo auszusetzen.
    Nun meine Meinung zu diesem Thema. Adobe ist bei mir nur teilweise schuld, dass ich bei LR 6 bleiben werde. Zum einen wird das noch ne Weile auf den kommenden MacOS Versionen laufen und zum anderen habe ich nun schon seit LR5 ca. 150 € in die Software investiert, was auch in meinem Kosten-Nutzen-Rahmen passt.
    Abo Modell verstehe ich, würde ich auch zahlen, wenn ich es intensiv und regelmäßig verwende. Aber ich beäuge gerade sehr ärgerlich wie immer mehr Hersteller uns versuchen zu melken. Fast wie im Zeitschriftenalter.
    Ich habe bereits Abos für Todoist, Spotify, Netflix, Prime … ich nutze das auch und daher zahle ich auch gerne. LR jedoch mach ich wenn es hoch kommt derzeit nur 1-2x im Monat auf und da passen mir die Kosten von 12 € im Monat eher nicht.
    Wenn ich jetzt noch sehe wie andere Softwarehersteller auf den Zug aufspringten wird mich etwas schwindelig. Ich hatte echt schon mal überlegt, mir eine Abo App zu programmieren, um den Überblick zu wahren. Man muss langsam wirklich aufpassen, dass diese Nebenkosten nicht zu arg ansteigen.
    Ich gebe dir Recht: Auf der einen Seite x Euro für Glas ausgeben, aber bei 150 € im Jahr streiken. Das ist unverständlich. Und ich weiss auch, dass Du LR viel intensiver nutzt als andere und damit das Geld auch gern ausgeben. Zumal ihr ja selbst damit Geld verdient. Würde ich genauso tun.
    Ich hoffe nur nicht, dass diese ganzen Mietmodelle sich nicht noch in andere Bereiche des Lebens zu sehr ausbreiten. Ich persönlich wittere da eine Kostenfalle für manch einen, der viel haben will, es aber am Ende doch nicht nutzt und vergisst.

    Aber alles in allem ein sehr gelungener Artikel. Für meine Zwecke genügen mir noch die alten Versionen. Aber ich bin mir sicher, dass bald etwas kommen wird, was mich wohl oder übel umsteigen läßt. Vielleicht zwingen mich dann die Kosten auch dazu mal wieder mehr vor LR zu sitzen. :)

    Grüße und Danke
    kai

  59. Hallo Gunther,

    ich nutze LR bereits seit der 1. Version und seit Jahren das Abo.
    Das Abo mag ich gar nicht mehr missen, da ich so immer die aktuellsten Verbesserungen in der Software habe.
    Gerade wenn man eine neue Kamera gekauft hat, werden die Kameraprofile in der Abo-Version meist sehr zeitnah ergänzt. Das erleichtert den Workflow hervorragend, man weniger einstellen / bearbeiten muß.
    Und im Fotografie-Abo bekomme ich Photoshop noch dazu, für meiner Meinung nach einem sehr guten bzw. günstigen Preis.

    LG
    Bernd

  60. Also ich habe im Prinzip nicht so große Probleme mit dem Abo Modell von Lightroom aber im Vergleich zur Kaufversion stört es mich sehr, dass es kein Abo mit Lightroom ohne Photoshop oder Cloud gibt.
    Das verleitet dazu auch mal die anderen Optionen anzuschauen und sich zu fragen, ob Lightroom auf lange Sicht die beste Wahl ist.
    Wenn es Lightroom standalone für 5-6 euro im Monat geben würde, dann würde ich es auch sofort abschließen und nicht lange rum überlegen..

    Zur Zeit ist das Abo auf 2 Jahre gerechnet ein heftiger Aufpreis gegenüber der alten Kaufversion, die 2 Jahre mit Updates vorsorgt wurde und nur 120 euro gekostet hat.

    Für Nutzer, die beide Programme nutzen, ist das Abo im Vergleich zu vorher natürlich wesentlich besser. Capture One ersetzt ebenfalls kein Photoshop.
    Dennoch wünsche ich mir da mehr Optionen von Adobe.

    Zusätzlich ist ein ganz großer Faktor, der hier schon angesprochen wurde, die Verunsicherung durch Adobe und deren Unberechenbarkeit und schlechte Kommunikation.

    • Ganz meine Meinung. Ich nutze LR für einen Hobbyfotograf schon recht oft und regelmäßig. Auch Zeitraffer dank LRTimelapse werden immer mal wieder mit der Kombi mit LR6 bearbeitet. Wenn ich jetzt auf das Abo wechsel, habe ich nur minimale Vorteile da ich Photoshop eigentlich nicht benötige. Performance ist zwar nicht so doll aber dank neuem Rechner ist sie für mich auch in LR6 akzeptabel. Ich vermute mal, dass ich so locker noch 3-4 Jahre mit LR6 auskomme, was dann schon 420€-560€ ausmacht.
      Bei einem Abomodell für 6€ rein für LR wäre ich schon eher am überlegen, aber so ist es mir das nicht wert.
      Für reine private Nutzung ist es halt recht viel Geld auch wenn die Programme an sich das schon Wert sind, wenn ich es z.B. mit CAD-Programmen etc. vergleiche.

  61. … bin bei allem bei dir – bis auf Lightroom CC, welches echt auch sehr nützlich sein kann. Konnte damit auf dem iPad einen großen Roadtrip (mit tausenden Fotos) immer mal wieder in den Werbepausen neben dem Fernsehen schon mal vor-bearbeiten :) und Smartphone Fotografie existiert wirklich und ist legitim – also macht es Sinn Lightroom dort zu etablieren.

    .. Möchte auch nochmal drauf eingehen warum sich Adobe und andere Firmen oft mit so komischen Unbenennungen daherkommen.

    Es immer um die “Nicht-User” eines Systems – nicht um Bestandskunden. Zu denen hat man schon eine Verbindung und Kanäle mit denen man die Änderung kommunizieren kann …

    Neue Kunden haben wahrscheinlich mal von einem anderen Produkt deiner Firma gehört und deswegen versucht man den Namen mitzuschleifen und am besten verbindet man es mit etwas modernen.

    Lightroom hieß auch eine Zeit lang PHOTOSHOP LIGHTROOM … damit die Photoshop Leute die schon mal was von Photoshop gehört haben darauf aufmerksam werden.

    und noch ein PPS: Die Cloud steckt schon in allen CC Produkten drin – um Settings zu syncen und natürlich auch die Libraries … für Fotografen nicht so wichtig, aber für die restlichen Kunden (die Mehrzahl) von Adobe natürlich schon :)

    • Hallo Frankie,
      danke für Dein Feedback!
      Ein paar Anmerkungen dazu: Lightroom auf dem Smartphone / Tablet geht auch ohne das neue “Lightroom CC”
      Und das mit dem Settings-Syncen wäre ja schön, wenn es funktionieren würde. Es ist nach wie vor nicht möglich seine Presets und andere Lightroom Einstellungen aus Lightroom Classic auf verschiedenen Rechnern synchron zu halten. Das wäre mal eine sinnvolle Anwendung!

      • Hallo Gunther,

        ja Lightroom CC ist die logische Erweiterung der Mobile Apps -> PC/Laptop. Gerade die neuen controls machten es für mich sehr effizient … anders effizient als Lightroom Classic, aber effizient.

        Und man benötigt das Abo, das natürlich noch “appetitlicher” ist wenn man noch eine Desktop App dazu packt die gleiche Funktionalität bietet (von Mobile Usern aus gesehen)

        – und das mit Settings Syncen war auf die anderen Apps bezogen, wo es gut funktioniert … ja Lightroom ist da ein grauß und ich bin einfach hardcore und synce PC und Macs komplette Settings Folders mit Resilio Sync. 😄 Verträgt Lightroom Classic erstaunlich gut.

      • AndyF_HH 26. März 2018, 18:25   »

        Hi Gunther,
        ich halte seit vielen Lightroom-Generationen meine Presets, Einstellungen und den LR-Katalog auf 2 Rechnern synchron. Dies sind die Zutaten, die ich verwende:

        – Daten und Bilder liegen auf einem eigenen Laufwerk (Partition)
        – in den LR-Einstellungen habe ich “Katalog mit Bildern speichern” gewählt. (Hab die englische Version, muss entsprechend auf Deutsch lauten). Damit werden alle Presets (also auch Export-Presets etc.) auf meiner Partition gespeichert
        – mit einem Backup-Tool (ich verwende SyncBackFree von 2BrightSparks), welches ich sowieso zur Datensicherung verwende, kommen alle o.g. Daten von PC 1 zur Sicherungs-Festplatte, von dort zu PC 2. Dies läuft über Backup-Profile, die man 1x einrichtet und dann nur per Klick startet.

        (Einige grundsätzliche Lightroom-Einstellungen liegen allerdings im Programm-Ordner, aber sooo viele Einstellungen hat Lightroom ja nicht.)

        Ich hoffe, das hilft.

Unsere Bücher

  • Diana lernt Fotografieren - Buch
  • Zeitraffer Aufnehmen und Bearbeiten

Unsere Empfehlungen

  • Food Fotografie bei Tageslicht
  • Astrofotografie: Spektakuläre Bilder ohne Spezialausrüstung!
  • Excire Search für Lightroom: Bilder finden statt Suchen!
  • Fotoespresso

Letzte Kommentare