Mit dem Opal-Plugin die Intensität von Lightroom-Bearbeitungen steuern

5042018

Mit dem Opal-Plugin für Lightroom könnt ihr mit einem einzigen Regler, die Intensität eurer Lightroom-Bearbeitungen verstärken oder abschwächen. Und das ganze funktioniert auch für Lightroom Presets. Hier mein Review.

Vom Nate, dem Macher der tollen X-Chrome Presets (die habe ich euch ja vor kurzem vorgestellt) kommt nun mit OPAL ein extrem praktisches Lightroom-Plugin!

Mit Opal könnt ihr alle auf ein Bild angewandten Bearbeitungen mit Hilfe eines einzigen Sliders abschwächen und verstärken.

Das ermöglicht euch, auf Bildern mit komplexen Bearbeitungen die Intensität dieser Bearbeitungen insgesamt zurückzunehmen oder noch etwas stärker zu gestalten.

Das spart unfassbar viel Zeit, weil ihr eben nicht alle Regler einzeln anfassen müsst sondern, das Plugin dies automatisiert macht. Und nicht nur für die normalen Regler funktioniert das, sondern auch für komplexe Einstellugen, wie Tonkurven. Ein sukzessives verstärken oder abschwächen einer Tonkurvenbearbeitung ist in Lightroom ansonsten fast unmöglich. Hier mal ein Beispiel, wie sich eine Tonkurve verändert, wenn man mit Opal die Einstellungen abschwächt.

Hier noch ein kurzes Video dazu, in dem ich euch zeige, wie das funktioniert:

 

https://www.youtube.com/watch?v=LhQO9OcHA5I

 

Besonders praktisch ist dieses Plugin auch, um Lightroom Vorgaben stufenlos in ihrer Intensität zu verändern. Wenn ihr also Vorgaben wie X-Chrome oder andere (auch selbst erstellte) einsetzt, könnt ihr einfach beliebige Zwischenstufen in der Intensität realisieren, indem ihr die entsprechende Vorgabe anwendet und dann einfach mit Opal die Intensität zurücknehmt oder verstärkt.

Ein weiterer Einsatzbereich ist das abmildern (oder Verstärken) der Lightroom “Auto”-Tonwerteinstellungen. Adobe hat mit dem Update auf CC Classic 7.2 ja das Verhalten des “Auto” Knopfes deutlich verbessert und eine Art “Künstliche Intelligenz” eingebaut. Allerdings sind Bearbeitungen manchmal doch etwas zu stark. Mit einem Tastendruck könnt ihr nun Opal heraufbeschwören und die Auto-Einstellungen insgesamt abschwächen – (oder gar verstärken).

Die mit Lightroom CC Classic 7.3 gerade eingeführten Profile, die ja selbst einen Regler mitbringen, um sie in ihrer Intensität anzupassen, ergänzt Opal perfekt. Über den Intensitätsregler bei den Profilen könnt ihr diese Dimmen, mit Hilfe von Opal alle weiteren Bearbeitungen abseits der Profile.

Installation

Opal wird als Plugin über den Lightroom-Plugin-Manager installiert (eine ausführliche Schritt-für-Schritt Installationsanleitung auf Englisch liefert Nate mit). Zusätzlich lässt es sich per Tastenkürzel aufrufen. Auf dem Mac funktionieren die Tastenkürzel direkt, unter Windows müsst ihr dafür eine zusätzliches Programm in den Autostart legen. Auch das ist in der Installationsanleitung sehr gut beschrieben.

Es gibt bei Opal sogar einen erweiterten Modus, den ihr über den Lightroom-Plugin-Manager freischalten könnt, dann könnt ihr in dem Opal-Dialog sogar wählen, welche Bereiche der Lightroom Einstellungen verändert werden sollen.

Kompatibilität

Opal funktioniert mit Lightroom 6 und CC Classic. Ältere Lightroom Versionen werden nicht unterstützt.

Vergleich mit Alternativen

Ich habe mir noch ein anderes Plugin mit ählicher Zielsetzung angesehen, es heißt “The Fader”. Opal gefällt mir aber wesentlich besser, und das sind einige der Gründe:
  • Opal ist schneller und einfacher zu benutzen durch die direkte Erreichbarkeit via Tastenkombination. Weiterhin kann Opal direkt auf die aktuellen Einstellungen zugreifen, während “The Fader” nur auf Vorgaben zugreift und das auch noch recht umständlich umgesetzt ist.
  • Opal funktioniert besser mit modernen, modular aufgebauten Presets wie X-Chrome, auch solchen mit eigenen Kamera-Profilen und individuellen Weißabgleich-Einstellungen.
  • Opal kauft man einmal, es kostet 15 US$. “The Fader” hingegen ist Shareware, es läuft am Anfang kostenlos, fängt dann aber mit Wartezeiten zu nerven und am Ende muss man es dann doch kaufen. Der dann fällige Preis von 10 US$ ist nur minimal geringer als der von Opal.

Fazit

Opal ist eines dieser kleinen Werkzeuge, bei denen ich, bevor ich es ausprobiert habe, gar nicht wusste, dass ich es brauchen könnte. Nun kann ich mir aber gar nicht mehr vorstellen, je ohne es gearbeitet zu haben – es ist ein wichtiger Bestandteil meiner Bildbearbeitung in Lightroom geworden.

Bezugsquelle

Opal könnt ihr direkt über Nates Webshop lizenzieren. Es kostet 15 US$. Aus meiner Sicht ein Schnäppchen, für das, was es leistet.

Ich konnte sogar noch einen Gutschein-Code für euch rausschlagen: bis zum 15.04.2018 spart ihr 20% beim Kauf mit dem Code gwegner20.

 

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Alle Inhalte © Gunther Wegner

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7 Kommentare bisher


  1. Danke für deinen Tipp ! Ich mag deine Beiträge sehr !! :)

  2. danke für den Tipp! schaue mir Opal definitiv mal an. Nutze The Fader schon seit ein paar Jahren, hab dafür mir mal ein kleinen Autohotkey Script geschrieben, dann geht das auch mit einem Tastendruck auf, bei mir Strg F. Aber nur um Entwickelnmodul, von daher geht die Suche mit Strg F auch noch.:
    #IfWinActive Entwickeln
    ^f::WinMenuSelectItem, A, , Datei, Zusatzmoduloptionen, 2&

    Liebe Grüße Johannes

  3. Rouven Markovic 11. April 2018, 20:30   »

    Hi Gunther,

    danke für dieses Review – das muss ich mir mal genauer anschauen. Etwas das nicht ganz in die gleiche Kerbe schlägt, aber bei lokalen Bearbeitungen ganz hilfreich sein kann ist mir kürzlich aufgefallen.

    Wenn man eine lokale Bearbeitung (egal ob Radial, Verlauf oder Pinsel) vornimmt und an vielen der Regler dreht, dann kann man wenn man die ALT-Taste gedrückt hält mit der linken Maustaste auf den runden Marker der lokalen Bearbeitung drücken, und bei gedrückter Maustaste den Cursor nach links ziehen um sozusagen die Intensität der Bearbeitung zu verringer, oder nach rechts ziehen um diese noch zu verstärken. Dabei werden die Regler scheinbar in Relation ihrer Einstellung linear weiter berechnet.

    Ganz interessant, wenn man viel mit den lokalen Anpassungen arbeitet. Somit hat man nicht nur ON/OFF über den Switch im Menü, sondern kann sich verschiedene Ausprägungen der Bearbeitung anschauen

  4. AndyF_HH 6. April 2018, 14:04   »

    Ich benutze “The Fader” seit gut 1 Jahr, Opal seit dem Start, also ein paar Wochen. Ich finde beide super.

    Was The Fader einmalig macht, ist die Möglichkeit, einen Preset-Ordner (sagen wir mit 60 enthaltenen Presets) anzusteuern, und dann all diese Presets mit dem Mausrad durchzu”rattern”, zunächst ohne das Preset tatsächlich anzuwenden. Der Vorteil: damit hat man eine Preview auf dem vollen Bildschirm, nicht nur auf Lightrooms kleinem Vorschaubild links oben.

    Das ist extrem hilfreich.

    Gunther, leider ein weiterer – jetzt mit 7.3 evtl. noch wichtigerer – Nachteil von The Fader: The Fader nimmt keinen Wechsel des Profils mit, der in einem Preset verdrahtet ist.

    Beispiel: RNI (oder auch VSCO und andere) haben pro Kamera ein kalibriertes Profil, welches beim Auswählen eines jeden Presets entsprechend gesetzt wird. The Fader nimmt dies leider nicht mit, das Profil bleibt unverändert.
    (Natürlich kann man das notwendige Profil manuell umstellen, aber ab und zu weiß man gar nicht, welches exakte Profil im Preset angesteuert wird.)

    • Seit dem letzten Upgrade auf Lightroom Classic 7.3 zeigt lightroom eine Vorschau des Presets über das man mit der Maus fährt in voller Größe an, das ist sehr praktisch. Somit kann man jederzeit einfach über die Presets fahren, um sie temporär auf das Bild anzuwenden, wenn man die maus dann wieder wegnimmt, dann ist man wieder beim Ursprung.

  5. Matthias 5. April 2018, 16:52   »

    Hallo Gunther,

    bin auch vor einiger Zeit auf Opal gestossen und habe zugeschlagen. Ich habe mir immer Ebenen in Lightroom geschünscht um die Deckkraft der Änderungen einstellen zu können. Das erreicht Opal nun fast….
    Auf dem MAC funktioniert eine Tastenkombination um Opal aufzurufen. In Windows wird das mit einem Autohotkey skript realisiert das Nate ab 1.2 (aktuelle Version) mitliefert. Upgrades gibt es lebenslang.

    Gruß
    Matthias

  6. Christian 5. April 2018, 13:14   »

    Ich hatte es vor einigen Tagen gekauft und finde es super! Echt zu empfehlen!

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