Kamera und Objektiv Empfehlung für Einsteiger – Diana lernt Fotografieren! – Folge 1

22082013

Sag mal, welches Equipment brauche ich denn eigentlich?

Unsere neue Fotografie-Reihe richtet sich an DSLR-Fotografie-Einsteiger, die entweder gerade mit der Fotografie begonnen haben oder damit anfangen wollen. In den kommenden Folgen erhaltet ihr Tipps zum Kauf der Kamera, ihr lernt das Zusammenspiel von Blende, Zeit und ISO sowie die Einstellung der Kamera. Natürlich erhaltet ihr auch Tipps um Motive ins „rechte Licht“ zu rücken und zur Bearbeitung in Lightroom.

Diana lernt fotografieren

Die Idee zu dieser Reihe kam mir (Diana), da ich zum Einen tatsächlich endlich mal richtig fotografieren lernen möchte (und ich ja bei Gunther an der Quelle sitze ;-)) und zum Anderen wir natürlich immer wieder Emails von Foto-Einsteigern mit entsprechenden Fragen zu Equipment, Einstellungen etc. erhalten, die ich mir als Einsteigerin auch selbst stelle.

Daher möchte ich Euch mit dieser Reihe an meinem von Gunther „angezapften“ Wissen teilhaben lassen und hoffe, das ihr Spaß an den Folgen haben werdet, etwas lernt und natürlich Lust bekommt, selbst los zuziehen um zu fotografieren! :-)

Bevor ihr allerdings zum fotografieren losziehen könnt, braucht ihr, wie bei fast jedem Hobby, wenigstens ein bisschen Equipment. Falls nicht schon eine DSLR im Schrank liegt oder man sich diese von „Vattern“ oder „Muttern“ ausleihen kann, müsst ihr eine entsprechende Kamera anschaffen.

Und hier kommt meist schon die erste Hürde: Welche Kamera und Objektiv ist denn als Einsteiger überhaupt geeignet? Wie vermeidet ihr es „zweimal zu kaufen“ ?

Es gibt unzählige Spiegelreflexkameras und Objektive – für den kleinen Geldbeutel bis hin zu Luxusausführungen. Meist ist das eigene Budget auch nicht unbeschränkt, so dass man vor der Qual der Wahl steht. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich Gunther’s Kameras mit benutzen darf und er durch eigenes Experimentieren schon die ganzen Fehlkäufe durch hat… Aber wenn das nicht der Fall wäre, würde ich mir genau diese Frage stellen. Daher habe ich mir Gunther mal „geschnappt“ und ein kleines Interview mit ihm geführt:

Welche Kamera soll ich kaufen?

Diana: Welche Kamera würdest Du mir als Einsteigerin empfehlen? Vor allem möchte ich die Kamera nicht gleich durch eine „Fortgeschrittene“ Kamera ersetzen müssen, sobald ich etwas sicherer im fotografieren bin!

Gunther:
 Gut, dass Du fragst. Der Kamera-Kauf ist sicherlich am Anfang eines der spannendsten aber auch mit den meisten Unsicherheiten behafteten Themen. Jeder erzählt Dir etwas anderes – alle voran die Verkäufer, die in der Regel nur Dein Bestes wollen: Dein Geld. Es wird heute leider immer schwieriger, eine gute Beratung im Fachgeschäft zu finden – am ehesten bieten das die kleinen, noch unabhängigen Fotohändler, keinesfalls die großen Ketten. Hier springt das Internet ein: in hunderten Foren findest Du ErbsenPixel-Zähler, die Dir genau erklären können, warum Du nun dieses oder jenes Modell nehmen musst und warum das gestern noch aktuelle mit dem erscheinen eines Nachfolgers nun schon nichts mehr taugt. Deine Verwirrung wird durch das Studium der Foren in der Regel dann auch eher größer, als kleiner. Und das schlimmste: Du wirst in dem Glauben bestärkt, dass eine „bessere“ Kamera Dir automatisch zu „besseren“ Bildern verhelfen wird. Und da Dein Budget (wie das der meisten) ja nun beschränkt ist, wird der Umkehrschluss fatal: Du denkst, mit der „günstigen“ Kamera die Du Dir jetzt kaufst, könntest Du ja gar keine „großartigen“ Bilder machen, das bliebe ja den Profi-Modellen vorbehalten. Die gute Nachricht ist: das ist alles Quatsch.

Die heutigen Kameras bringen alle eine Bildqualität, die vor 5 Jahren noch keine Profi-Kamera für zigtausend Euro geleistet hat. Und schon vor 20 Jahren wurden großartige Fotos gemacht. Viel besser, als das, was heute größtenteils entsteht. Die Kamera ist nicht der limitierende Faktor.

Trotzdem möchte ich Dir nun ein paar Tipps geben, die Dir den Kamera-Kauf erleichtern werden.

Zuerst einmal sind zwei Faktoren für eine (Einsteiger‑)Kamera wichtig:

  1. Die Kamera sollte einen guten Sensor haben. Wie ich oben erläutert habe, sind heute eigentlich alle Sensoren verhältnismäßig „gut“ – aber im Detail unterscheiden sie sich allerdings schon noch etwas. Mit dem entsprechenden Wissen solltest Du natürlich versuchen, den besten Sensor für Dein Geld zu bekommen. Der Sensor beeinflusst vor allem das Rauschverhalten und Dynamikumfang der Kameras. Diese Größen werden vor allem beim Fotografieren in Grenzsituationen (Dunkelheit, starke Kontraste etc.) relevant. Da es keinen einfachen „Messwert“ dafür gibt, müsstest Du nun stundenlang irgendwelche Diagramme studieren oder alle möglichen Kameras in Grenzsituationen ausprobieren. Oder Du verlässt Dich hier auf meine Empfehlung :-) Vielleicht an dieser Stelle noch ein Wort zu der „Meßgröße“, die die Kamerahersteller so gerne nutzen, um auf Kundenjagd zu gehen: den Megapixeln. Lass Dich dadurch nicht blenden. Eine höhere Megapixel Anzahl führt erstmal nicht zu besserer Qualität, sondern eher zu schlechter. 16MP sind da ein sehr guter Kompromiss!
  2. Für fast genauso wichtig wie den Sensor erachte ich die Bedienung der Kamera. Sie sollte Dir nicht im Wege stehen sondern im Gegenteil, Dich beim Fotografieren unterstützen und Dein Lernen fördern. Das heißt, das Bedienkonzept sollte selbsterklärend sein und wichtige bzw. oft gebrauchte Funktionen sollten nicht tief im Menü versteckt sein, sondern direkt an der Kamera erreichbar.

Wie ich schon sagte, die aktuellen Kameras sind eigentlich alle gut. Eine konkrete Empfehlung für ein Modell zu geben ist nicht immer ganz einfach. Grundsätzlich kenne ich mich mit Nikon Kameras am besten aus, da ich sie selbst einsetze, habe aber z.B. auf Workshops und Coachings immer wieder die Gelegenheit auch Kameras anderer Marken wie Canon und Sony in die Hand zu nehmen und habe früher selbst mit Canon fotografiert.

Bedenke bei dem Kamerakauf, dass für die „großen“ Hersteller Nikon und Canon später am einfachsten Zubehör zu erhalten ist. Der Gebrauchtmarkt an Objektiven ist riesig und es gibt viele Informationen im Netz. Je exotischer eine Kamera, um so schwieriger wird es, dazu Zubehör oder Informationen zu erhalten.

Meine Empfehlung lautet, nicht zu den „ganz kleinen“, reinen Einsteigerkameras zu greifen (egal welcher Marke – bei Nikon würde ich daher nicht die D3300 empfehlen). Der Grund liegt darin, dass die reinen Einsteigerkameras zu verspielt sind und zum Teil ein zu stark eingeschränktes Bedienverhalten, also zu viele Automatiken, aufweisen. Sie wachsen nicht mit Dir mit, Du kommst schnell an ihre Grenzen und würdest Dir relativ zügig eine „fortgeschrittene“ Kamera kaufen wollen, was wir ja vermeiden wollen.

Nikon D5200 mit 35mm f/1.8
Nikon D5200 mit 35mm f/1.8

Daher solltest Du lieber eine Klasse darüber, also im gehobenen Einsteigersegment, nach einer Kamera suchen. Hier kann ich immer noch die Nikon D5100, die Nikon D5200 und die Nikon D5300 empfehlen. Alle drei Kameras haben einen sehr guten Sensor und ein gutes Bedienkonzept und weisen zudem eine gute Verarbeitung des Gehäuses auf. Auf die älteren Modelle (D5100 und D5200) haben immer noch ihre Berechtigung, die Unterscheide zwischen den dreien liegen eher im Detail als in der Bildqualität, darüber kannst Du in meinen Testberichten mehr erfahren.

Nikon D5200 - Info-Screen
Nikon D5200 – Info-Screen

Die Sensoren der D5 × 00 Kameras sind übrigens die selben Sensoren, die auch ihre beiden großen Schwestern D7000 und D7100 haben, sind aber deutlich günstiger und und auch besser für Anfänger geeignet. Ich habe mal einen Vergleich zwischen der D5200 und der Vorgängerin D5100 und zu der D7000 durchgeführt. Entscheide Dich zwischen altem und neuen Modell vornehmlich nach den Funktionen, die Dir wichtig sind – die Bildqualität dieser Kameras ist so gut wie gleich. Die D5300 bringt als entscheidende Neuerungen eigentlich nur GPS und WLAN und Filmaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde in Full HD (bei der D5100 und D5200 „nur“ 30 Bilder).

Bei den gehobenen Einsteigerkameras, über die wir hier sprechen, finde ich, bekommt man bei Nikon derzeit am meisten für sein Geld. Die Haptik und Verarbeitung der Kameras, sowie das Bedienkonzept, sind sehr gut, das wirst Du merken, wenn Du beim Händler mal Kameras verschiedener Hersteller im gleichen Segment in die Hand nimmst. Sensor und Autofokus sind auch top.

Die Highlights der D5100/D5200/D5300 nochmal zusammengefasst:

  • Sehr guter Sensor (derselbe wie bei den großen Schwester-Kameras)
  • Sehr gutes Autofokusmodul
  • Einfaches, aber nicht überladenes Bedienkonzept, das dem Einsteiger das lernen erleichtert (z.B. über grafische Anzeige) und trotzdem die 3 wichtigen Einstellungen Belichtungzeit, Blende und ISO direkt über Knöpfe an der Kamera ermöglicht, ohne ins Menü zu gehen
  • Klappdisplay vorhanden
  • Videoaufnahme möglich
  • GPS/WLAN integriert bei D5300

Welches Objektiv soll ich kaufen?

Diana: Ok, damit hätte ich dann schon die Kamera! Und wie sieht es mit einem Objektiv aus?

Gunther: Einige unterschätzen die Bedeutung des Objektives und versuchen beim Kamerakauf ein möglichst günstigers mitgeliefertes (sog. „Kit“-) Objektiv zu erhalten. Dies sind meist sehr einfache Zoom-Objektive, die sich schnell als limitierender Faktor herausstellen.

Die beste Kamera nützt Dir nichts, wenn Du kein gutes Objektiv hast. Das ist vielleicht vergleichbar mit einer Stereoanlage: Du kannst die geilste Anlage zu Hause stehen haben aber ohne gute Boxen hört sich die Musik trotzdem scheiße an.

Es ist schon ok, wenn man bei einem solchen „Kit“-Angebot, das mitgelieferte Objektiv „mitnimmt“. Dann würde ich aber empfehlen ein Angebot mit dem 18–105mm Objektiv zu wählen, das kannst Du dann z.B. als Reisezoom einsetzen, wenn Du einen weiten Brennweitenbereich abdecken willst, ohne Objektive wechseln zu müssen.

Meine Empfehlung an Dich ist aber, wenn Du wirklich fotografieren lernen willst, und Dich abseits vom „knipsen“ auch etwas künstlerisch/kreativ bei der Motivwahl austoben willst (und dafür kaufst Du Dir ja eine Spiegelreflex, oder?) ein Objektiv mit besserer optischer Leistung zu kaufen. Keine Angst, das muss nicht die Welt kosten – auch wenn normalerweise bei Objektiven die Prämisse „you get what you pay for“ gilt. Eine günstige Festbrennweite ist z.B. das 35mm, f/1.8, es hat eine hervorragende optische Leistung und ermöglicht für wenig Geld auch ein tolles „Freistellen“ von Motiven, bedingt durch die große Blendenöffnung von f/1.8 im Vergleich zu den f/3.5 des Kit-Objektives – aber dazu später mehr.
Die maximal mögliche Blendenöffnung steht auf dem Objektiv: bei einem 35mm 1.8 wäre das Blende f/1.8, also eine sehr große Öffnung, bei dem 18–105 3.5–5.6 wären es bei 18mm Blende f/3.5, bei 105mm schon nur noch f/5.6.
Je größer die Zahl, umso kleiner die Blendenöffnung, um so größer die Schärfentiefe, um so schlechter kann man also „freistellen“, sprich, den Hintergrund unscharf bekommen. Aber natürlich kannst Du ein Objektiv mit Offenblende f/1.8 jederzeit auf kleinere Blenden abblenden, um mehr Schärfentiefe zu erhalten – nur umgekehrt geht das halt nicht.

Ich empfehle Dir, so oft es geht, mit einer solchen Festbrennweite loszuziehen, um Fotografieren zu lernen. Mit der Festbrennweite lernst Du Dein fotografisches Auge zu schulen und Dir die Motive zu „erarbeiten“. Ein Zoom hingegen, verleitet dazu, sich ein Objekt einfach „ranzuholen“ – und führt meist zu schlechteren Ergebnissen.

Hier mal ein Vergleichsbild, mit dem es eventuell etwas deutlicher wird:

Hier mal mit einem Standard-Zoom (in diesem Falle, aus Ermangelung eines „Kit-Objektives“, das Nikkor 18–200 f/3.5–5.6, das schon eine deutlich bessere Bildqualität hat, als ein Kit-Objektiv) – bei der Blende f/4.2 (weiter „auf“ geht bei 35mm nicht)

Zoom Objektiv bei 35mm, maximale Blendenöffnung f/4.2
Zoom Objektiv bei 35mm, maximale Blendenöffnung f/4.2


35mm Festbrennweite mit Offenblende f/1.8 - deutlich bessere Freistellung.
35mm Festbrennweite mit Offenblende f/1.8 – deutlich bessere Freistellung.


Die Festbrennweite hat folgende Vorteile gegenüber einem Kit-Objektiv:

  • Größere Blendenöffnung, die die Möglichkeit bietet mehr Hintergrund freiszustellen
  • Mehr Schärfe
  • Weniger Objektivfehler (Verzeichnungen, Abberationen etc.)
  • Bessere Farben/Kontraste

Dies soll natürlich nicht heißen, das es keine guten Zoom-Objektive gibt. Bei guten optischen Zooms bewegt ihr Euch aber in ganz anderen Preisregionen. Ein Beispiel wäre das Sigma 18–35 f/1.8. Dieses Objektiv ist quasi die 35mm Festbrennweite für DX auf Steroiden. Es erweitert den Brennweitenbereich zum Weitwinkel hin und bietet als erstes Objektiv überhaupt in diesem Brennweitenbereich eine durchgehende Lichtstärke von f/1.8 sowie eine hervorragende Abbildungsleistung. Mehr dazu findest Du in meinem Testbericht. Als Neueinsteiger empfehle ich Dir trotzdem erstmal mit dem oben 35mm f/1.8 von Nikon zu starten. Die Investition ist gering – später, wenn Du die Techniken beherrscht, kannst Du immer noch auf das (deutlich teurere) Sigma umsteigen.

Brauche ich noch weiteres Equipment?

Diana: Brauche ich neben Kamera und Objektiv am Anfang noch weiteres Equipment?

Gunther: Auf jeden Fall brauchst Du Speicherkarten. Ich würde empfehlen, zwei Speicherkarten (16GB oder 32GB) zu kaufen. Ein Stativ sehe ich am Anfang noch nicht als unbedingt notwendig an. Übe erstmal tagsüber zu fotografieren, bevor Du Dich der (zugegebenermaßen spannenden) Nachtfotografie zuwendest. Zum Thema Stativ werde ich Dir in den kommenden Wochen aber noch ein wenig mehr erzählen. Nur kurz vorweg als Info: wichtig bei einem Stativ ist, dass es stabil ist und Du mit ihm möglichst weit runter kommst, die Auszugshöhe hingegen, ist eher uninteressant. In meiner Fototasche gebe ich übrigens auch viele Tipps und Einblicke, welches Equipment ich so einsetze.

Diana: Verstehe – ich fasse also nochmal zusammen, auf was ich beim Kamerakauf achten soll:

  • Die Kamera sollte einen guten Sensor haben
  • Die Bedienung der Kamera sollte „selbsterklärend“ sein
  • ich sollte lieber mein Geld für gute Objektive ausgeben, als für ein teureres Kamera-Gehäuse
  • Zum schulen des fotografischen Auges eignet sich am besten eine Festbrennweite
  • Ich nehme die Kamera, die ich kaufen möchte, vorher mal im Laden in die Hand und mache ggf. mal ein paar Probeaufnahmen. Ein guter Fotohändler wird sich da nicht verwehren.

Gunther:  Genau. Ein Tipp vielleicht noch von mir. Viele Händler versuchen Euch einen „Schutzfilter“ für das Objektiv zu verkaufen. Ich rate Euch davon ab. Kauft keinen Schutzfilter (Skylight oder UV-Filter). Die „Filter-Funktion“ dieser Filter ist für die Digitalfotografie nicht mehr relevant. Diese Filter besitzen allerdings zusätzliche Brechungsflächen und verschlechtern die Bildqualität Eurer aufwändig konstruierten Objektive. Filter mit sehr guten optischen Eigenschaften, kosten ein Schweinegeld. Sollte euch tatsächlich mal die Frontlinse kaputt gehen (was wirklich sehr, sehr selten ist) kostet deren Austausch fast immer weniger, als ein wirklich guter Filter.

Diana: Danke für den Tipp und das Interview! :)

Bevor es in den kommenden Folgen dann an’s fotografieren geht, widmen wir uns in der nächsten Folge erstmal den wichtigen Themen zur Blendeneinstellung, Belichtung, Kameraeinstellungen etc. Denn das kann ich mir nämlich immer nicht so gut merken, obwohl ich beim fotografieren immer wieder feststelle, dass das doch verdammt wichtig ist und großen Einfluss auf meine Fotos hat! ;-)

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120 Kommentare bisher


  1. Alex 20. Oktober 2014, 14:17   »
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    Hallo Gunther und Diana,

    erstmal vielen Dank für eure wahnsinnig hilfreiche und gerade für Anfänger lebenswichtige Reihe „Diana lernt fotografieren“. Aufgrund der hier genannten (und auch durch div. andere Tests bestätigten) Fakten und Eindrücke zu Kameras habe ich mir die D5300 zugelegt und mache damit gerade meine ersten Gehversuche. Allerdings hat sich nun eine Frage bei mir ergeben, auf die ich keine richtige Antowrt gefaunden habe, die aber andere Anfänger auch beschäftigen könnte. In vielen Foren und Diskussionen wird das Bildprogramm Nikon Capture NX-D sehr gelobt und durchaus auch empfohlen (kostenlos), wo sind hier die Vor‑ und Nachteile gegenüber Lightroom von Adobe? Ist es sinnvoll am Anfang mit Capture zu arbeiten und später auf LR umzusteigen?

    Vielen Dank für die bisherigen 4 Teile der Reihe und der top dokumentierten Einstellungen für die Kamera.

    Grüße aus dem schönen Bayern

    Alex

    • Gerd 20. Oktober 2014, 17:13   »
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      Hallo Alex,

      es gab vorher immer das relative teure Capture NX-2 von Nikon, das war zwar für spezielle Dinge nicht schlecht, aber der gesamte Workflow war alles andere als berauschend. Jetzt hat man die Weiterentwicklung des Capture-NX eingestellt (wohl auch der Konkurrenz von Adobe geschuldet) und bietet das kostenlose NX-D an, das wohl auf eine Version von Silkypix basiert.

      Sicher würde das für den Anfang gehen, aber wenn du bereits den ersten Schritt mit der Kamera gegangen bist, dann mach einfach auch den 2. konsequent und schaff dir das Lightroom an, wenn du ernsthaft fotografieren möchtest und nicht nur probieren willst!

      Der Grund dafür ist ganz einfach: es gibt derzeit nichts besseres als das Lightroom für einen vernünftigen Workflow, der Bilderverwaltung, das schnelle Sichten und Aussortieren der Bilder nach einem Shooting und der schnellen und einfachen RAW-Bearbeitung der Bilder.

      Um RAW kommt man beim ernsthaften Fotografieren kaum herum! fängst du jetzt aber mit NX-D an und stößt bald an deine Grenzen, dann wirst du auf Lightroom umsteigen wollen. Dann hast du aber das Problem, das du deine bisherigen Bearbeitungen nicht einfach so mitnehmen kannst. Das würde dir verloren gehen – schade um die bis dahin geopferte Zeit und Mühe! Du würdest dann quasi wieder von vorn anfangen!!! Diese doppelte Mühe kannst du dir sparen!

      Außerdem gibt es schöne Videos zum einfachen Einstieg in Lightroom, z. B. von Gunthers Kompagnon Patrick Ludolph (www.neuenzehn72.de). Er zeigt darin alles was man in der Praxis wirklich braucht! Lade dir das Lightroom herunter, du kannst es 4 Wochen testen. Vergleiche evtl. mit NX-D. Ich habe zuletzt mein Lightroom 5 als neue Vollversion für unter 70 Euro bekommen. Das Geld ist es wirklich mehr als Wert! Auch beziehen sich fast alle Dinge hier im Forum (wie bei den meisten Hobby‑ und Berufsfotografen) am Häufigsten auf Lightroom. Hier ist Lightroom unangefochten die Nummer Eins! Du hast dann auch Vorteile, wenn du selber Lightroom nutzt um diese Dinge zu Verstehen.

      Aber letztendlich ist es deine Entscheidung. Aber Lightroom zu kaufen wirst du im Nachhinein sicher nicht bereuen…!

    • Gerd 20. Oktober 2014, 17:17   »
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      Sorry – Die Seite von Patrick Ludolph (aka Paddy) lautet: http://www.neunzehn72.de

  2. Hans Albrecht 14. Oktober 2014, 08:04   »
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    Hallo Gunther,
    beim wiederholten Durchlesen dieses Beitrages, aber auch anderer Beiträge bspw. in Foren, stelle ich fest, daß die Beispielfotos in einer sehr geringen Auflösung dargestellt werden.
    Für bestimmte Anliegen, z.B. das Freistellen der roten Gladiolen, mag das ausreichend sein, für eine echte Beurteilung der Fotoqualität ist das aber unbrauchbar, da müssen Originale her, die die jeweilige Kamera hergibt.
    Viele Grüße
    Hans

    • Gerd 14. Oktober 2014, 08:50   »
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      Hallo Hans,

      Es soll ja dabei gar nicht um Pixelpieperei gehen, sondern um das Verständnis der Materie. Dafür reichen sogar die Bilder auf dem Smartphone aus, finde ich. Wer das liest und anschl. Selbst seine Bilder betrachtet, kann dich diese im Detail anschauen.

      Es soll ha zum Fotografieren anregen. Also Fotos machen, mit verschiedenen z.B. Blendenöffnungen bei immer dem selben Objekt. Dann die Bilder zu Hause betrachten und verstehen, wie die Schärfentiefe sich anschl. Bei welcher Blende darstellt, welchen Einfluss die Entfernung zum Objekt hat, wie sich das Bild ändert, wenn sich auch der Abstand zum Hintergund ändert und, und, und…

      Selber machen und begreifen. Dies hier ist als Anregung dafür zu verstehen.

  3. Gerd 11. Oktober 2014, 23:59   »
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    Hallo Aylin,

    ich denke auch, da ist die 5er Serie besser. Allein schon wegen des Klappdisplays für bessere Perspektiven (z.B. mal bodennah oder über Kopf).

    Die Fokuspunkte sind bei der Reisefitografie doch eher untergeordnet. Du kannst auch mit halb durchgedrückten Auslöser (bis zum 1. Druckpunkt) fokussieren und mit dem Halten des Auslöseres in dieser Position anschließend den Bildausschnitt wählen und dann voll durch drücken um auszulösen. Das machen auch viele Profifotografen so. Man benutzt dazu dann einfach den mittigen und auch empfindlichen Kreuzsensor. Dann brauchst du gar keine weiteren Fokusfelder!

    Aber probiere das einfach mal aus und nimm in einem Fachgeschäft die Kameras mal selber in die Hand. Gewichtsmäßig nehmen sich beide kaum etwas. Aber mit der 5er Serie ist man auch für die Zukunft gut gerüstet.

  4. Aylin 11. Oktober 2014, 18:05   »
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    Erstmal vielen Dank für den super aufschlussreichen Artikel.

    Ich werde mir bald eine DSLR zulegen und habe mich bislang auf die D3300 eingeschossen. Vor allem, weil ich viel unterwegs bin als Reisebloggerin und auch nur 1,50m messe‑ sprich: mega viel schleppen ist nicht so toll :-)

    Die 3300 ist ja doch etwas kleiner/leichter. Die D3300 schlägt die 5200 im ISO, allerdings ist die D5200 mit mehr Fokuspunkten ausgestattet. Würdest Du daher die 5200 bevorzugen?

    LG, Aylin

    • gwegner 11. Oktober 2014, 23:40   »
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      Hi Aylin,
      ich würde die D5 × 00 bevorzugen. Vielleicht als Reisebloggerin sogar die D5300 – vor allem wegen des GPS…
      Grüße
      Gunther

  5. Franziska 23. August 2014, 22:43   »
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    Hey :)
    vielen vielen Dank für diesen Blog/diese Website!
    Die Beiträge helfen mir ungemein weiter und sind äußerst informativ!

    Bitte immer weiter so!

    Liebe Grüße

  6. Stephan 21. August 2014, 08:18   »
    Gravatar

    Hi Gunther,

    mal wieder ein toller Bericht ! Habe mich aufgrund Deiner HP damals für die D7000 entschieden…

    Aber nun zum wichtigen…

    Ein wichtiger Punkt fehlt mir (wie bei fast allen Kaufberatungen im Netz…). Nämlich die Frage, „Was willst Du mit der Kamera machen“ ?. Willst Du Fotografie als „richtiges“ Hobby betreiben oder nur einfach „knippsen“?

    Erst nachdem diese Frage geklärt ist, kann man meiner Meinung nach eine Empfehlung über die Kamera/Baureihe aussprechen.
    Hätte ich damals z.B. zur D5200 gegriffen würde ich mich heute in den Ar… beißen, denn im Nachhinein würden mir so relevante Dinge wie z.B. HSS , Master Blitzsteuerung, 2 Wahlräder, Spritzwasserschutz usw. einfach fehlen.

    • gwegner 21. August 2014, 17:17   »
      Gravatar

      Hi Stephan, danke für Deine Einschätzung. Ich verstehe, was Du meinst, sehe das aber nicht ganz so – ich denke vielmehr hängt das von dem Einsatzgebiet ab. Ist ein guter Fotograf nur einer der Blitz benutzt? Ich glaube nicht.
      Die von Dir genannten Punkte sind mir als „Outdoor“-Fotograf ziemlich lumpi… Blitz brauche ich nicht, auf den Spritzschutz kann man sich ein Ei pellen und die zwei Wahlräder sind zwar nett, aber auch bei der D5 × 00 kann man alle funktionen über die Wahlräder erreichen. Hört sich jetzt vielleicht krass an – aber ich ziehe die D5 × 00 der D7 × 00 vor – weil sie eben das Klappdisplay hat und entsprechend handlich ist.
      Das ist sicherlich Geschmacksache – hat mit „richtiges Hobby“ vs. „knipsen“ aber ehrlich gesagt nichts zu tun, ich denke damit würde man es sich zu leicht machen.
      Grüße und weiterhin viel Spaß mit Deiner Kamera!
      Gunther

  7. Ingrid Sievers 20. August 2014, 19:38   »
    Gravatar

    Hi,Gunther!Vielen Dank fuer die gute Fotoschule.Ich fotografiere zwar schon lange,aber die staendige Wiederholung macht es.Ich denke,mein Eqipment ist richtig.Ich habe die Nikon Ⅾ 7000 mit 35mm Festlinse,dann Nikkor 105mm macro und fuer Zoom Nikkor 28–300 und 18–200.Zoom brauche ich fuer die Flamingos.Ich wohne direkt an der Lagune in Walvisbay/Namibia.Ausserdem fuer immer dabei die SonyRX100,wenn ich nicht schleppen will.LG von Ingrid aus Namibia

  8. Michael 6. Juli 2014, 11:00   »
    Gravatar

    Hey Leute

    Ein sehr guter Bericht der mir den einstieg in die Digitale Fotografie sehr erleichtert, auch den Kauf meiner zukünftigen Kamera hat er bzw diese sehr gute Seite doch stark beeinflusst.

    Ich werde mit der D5300 ⅹ Nikkor 35mm 1:1,8G starten.

    Und ich hoffe das ich mein Ziel die Öresundbrücke gut ins Bild bekomme.

    Grüße aus Kiel

  9. Christina 3. Juli 2014, 13:22   »
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    Super!
    Gerade eure Anfänger-Serie entdeckt und werde jetzt brav alle durchlesen (bitte mehr davon!). Habe mir auch schon ewig so etwas überlegt, da ich auch immer wieder solche Fragen aus dem Bekanntenkreis bekomme (ohne wirklich Ahnung zu haben oder einen Gunther, der mir hilft). ^__^

    Liebe Grüße
    Christina

  10. Susan Burdack 18. Mai 2014, 16:04   »
    Gravatar

    Via Facebook bin ich gerade hierauf gestoßen. Danke für die Infos! So eine Serie hätte ich mir zu meiner Anfangszeit gewünscht, als ich eine Canon 400D mit lichtschwachem Kit gekauft habe und enttäuscht war.
    Fotografie ist ein umfangreicher Lernprozess und ich bin gespannt, nun auf den ein oder anderen Tipp im Laufe der Serie zu stoßen.
    Weiter so!

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