Kamera und Objektiv Empfehlung für Einsteiger – Diana lernt Fotografieren! – Folge 1

22082013

Sag mal, welches Equipment brauche ich denn eigentlich?

Unsere neue Fotografie-Reihe richtet sich an DSLR-Fotografie-Einsteiger, die entweder gerade mit der Fotografie begonnen haben oder damit anfangen wollen. In den kommenden Folgen erhaltet ihr Tipps zum Kauf der Kamera, ihr lernt das Zusammenspiel von Blende, Zeit und ISO sowie die Einstellung der Kamera. Natürlich erhaltet ihr auch Tipps um Motive ins „rechte Licht“ zu rücken und zur Bearbeitung in Lightroom.

Diana lernt fotografieren

Die Idee zu dieser Reihe kam mir (Diana), da ich zum Einen tatsächlich endlich mal richtig fotografieren lernen möchte (und ich ja bei Gunther an der Quelle sitze ;-)) und zum Anderen wir natürlich immer wieder Emails von Foto-Einsteigern mit entsprechenden Fragen zu Equipment, Einstellungen etc. erhalten, die ich mir als Einsteigerin auch selbst stelle.

Daher möchte ich Euch mit dieser Reihe an meinem von Gunther „angezapften“ Wissen teilhaben lassen und hoffe, das ihr Spaß an den Folgen haben werdet, etwas lernt und natürlich Lust bekommt, selbst los zuziehen um zu fotografieren! :-)

Bevor ihr allerdings zum fotografieren losziehen könnt, braucht ihr, wie bei fast jedem Hobby, wenigstens ein bisschen Equipment. Falls nicht schon eine DSLR im Schrank liegt oder man sich diese von „Vattern“ oder „Muttern“ ausleihen kann, müsst ihr eine entsprechende Kamera anschaffen.

Und hier kommt meist schon die erste Hürde: Welche Kamera und Objektiv ist denn als Einsteiger überhaupt geeignet? Wie vermeidet ihr es „zweimal zu kaufen“ ?

Es gibt unzählige Spiegelreflexkameras und Objektive – für den kleinen Geldbeutel bis hin zu Luxusausführungen. Meist ist das eigene Budget auch nicht unbeschränkt, so dass man vor der Qual der Wahl steht. Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich Gunther’s Kameras mit benutzen darf und er durch eigenes Experimentieren schon die ganzen Fehlkäufe durch hat… Aber wenn das nicht der Fall wäre, würde ich mir genau diese Frage stellen. Daher habe ich mir Gunther mal „geschnappt“ und ein kleines Interview mit ihm geführt:

Welche Kamera soll ich kaufen?

Diana: Welche Kamera würdest Du mir als Einsteigerin empfehlen? Vor allem möchte ich die Kamera nicht gleich durch eine „Fortgeschrittene“ Kamera ersetzen müssen, sobald ich etwas sicherer im fotografieren bin!

Gunther:
 Gut, dass Du fragst. Der Kamera-Kauf ist sicherlich am Anfang eines der spannendsten aber auch mit den meisten Unsicherheiten behafteten Themen. Jeder erzählt Dir etwas anderes – alle voran die Verkäufer, die in der Regel nur Dein Bestes wollen: Dein Geld. Es wird heute leider immer schwieriger, eine gute Beratung im Fachgeschäft zu finden – am ehesten bieten das die kleinen, noch unabhängigen Fotohändler, keinesfalls die großen Ketten. Hier springt das Internet ein: in hunderten Foren findest Du ErbsenPixel-Zähler, die Dir genau erklären können, warum Du nun dieses oder jenes Modell nehmen musst und warum das gestern noch aktuelle mit dem erscheinen eines Nachfolgers nun schon nichts mehr taugt. Deine Verwirrung wird durch das Studium der Foren in der Regel dann auch eher größer, als kleiner. Und das schlimmste: Du wirst in dem Glauben bestärkt, dass eine „bessere“ Kamera Dir automatisch zu „besseren“ Bildern verhelfen wird. Und da Dein Budget (wie das der meisten) ja nun beschränkt ist, wird der Umkehrschluss fatal: Du denkst, mit der „günstigen“ Kamera die Du Dir jetzt kaufst, könntest Du ja gar keine „großartigen“ Bilder machen, das bliebe ja den Profi-Modellen vorbehalten. Die gute Nachricht ist: das ist alles Quatsch.

Die heutigen Kameras bringen alle eine Bildqualität, die vor 5 Jahren noch keine Profi-Kamera für zigtausend Euro geleistet hat. Und schon vor 20 Jahren wurden großartige Fotos gemacht. Viel besser, als das, was heute größtenteils entsteht. Die Kamera ist nicht der limitierende Faktor.

Trotzdem möchte ich Dir nun ein paar Tipps geben, die Dir den Kamera-Kauf erleichtern werden.

Zuerst einmal sind zwei Faktoren für eine (Einsteiger‑)Kamera wichtig:

  1. Die Kamera sollte einen guten Sensor haben. Wie ich oben erläutert habe, sind heute eigentlich alle Sensoren verhältnismäßig „gut“ – aber im Detail unterscheiden sie sich allerdings schon noch etwas. Mit dem entsprechenden Wissen solltest Du natürlich versuchen, den besten Sensor für Dein Geld zu bekommen. Der Sensor beeinflusst vor allem das Rauschverhalten und Dynamikumfang der Kameras. Diese Größen werden vor allem beim Fotografieren in Grenzsituationen (Dunkelheit, starke Kontraste etc.) relevant. Da es keinen einfachen „Messwert“ dafür gibt, müsstest Du nun stundenlang irgendwelche Diagramme studieren oder alle möglichen Kameras in Grenzsituationen ausprobieren. Oder Du verlässt Dich hier auf meine Empfehlung :-) Vielleicht an dieser Stelle noch ein Wort zu der „Meßgröße“, die die Kamerahersteller so gerne nutzen, um auf Kundenjagd zu gehen: den Megapixeln. Lass Dich dadurch nicht blenden. Eine höhere Megapixel Anzahl führt erstmal nicht zu besserer Qualität, sondern eher zu schlechter. 16MP sind da ein sehr guter Kompromiss!
  2. Für fast genauso wichtig wie den Sensor erachte ich die Bedienung der Kamera. Sie sollte Dir nicht im Wege stehen sondern im Gegenteil, Dich beim Fotografieren unterstützen und Dein Lernen fördern. Das heißt, das Bedienkonzept sollte selbsterklärend sein und wichtige bzw. oft gebrauchte Funktionen sollten nicht tief im Menü versteckt sein, sondern direkt an der Kamera erreichbar.

Wie ich schon sagte, die aktuellen Kameras sind eigentlich alle gut. Eine konkrete Empfehlung für ein Modell zu geben ist nicht immer ganz einfach. Grundsätzlich kenne ich mich mit Nikon Kameras am besten aus, da ich sie selbst einsetze, habe aber z.B. auf Workshops und Coachings immer wieder die Gelegenheit auch Kameras anderer Marken wie Canon und Sony in die Hand zu nehmen und habe früher selbst mit Canon fotografiert.

Bedenke bei dem Kamerakauf, dass für die „großen“ Hersteller Nikon und Canon später am einfachsten Zubehör zu erhalten ist. Der Gebrauchtmarkt an Objektiven ist riesig und es gibt viele Informationen im Netz. Je exotischer eine Kamera, um so schwieriger wird es, dazu Zubehör oder Informationen zu erhalten.

Meine Empfehlung lautet, nicht zu den „ganz kleinen“, reinen Einsteigerkameras zu greifen (egal welcher Marke – bei Nikon würde ich daher nicht die D3300 empfehlen). Der Grund liegt darin, dass die reinen Einsteigerkameras zu verspielt sind und zum Teil ein zu stark eingeschränktes Bedienverhalten, also zu viele Automatiken, aufweisen. Sie wachsen nicht mit Dir mit, Du kommst schnell an ihre Grenzen und würdest Dir relativ zügig eine „fortgeschrittene“ Kamera kaufen wollen, was wir ja vermeiden wollen.

Nikon D5200 mit 35mm f/1.8
Nikon D5200 mit 35mm f/1.8

Daher solltest Du lieber eine Klasse darüber, also im gehobenen Einsteigersegment, nach einer Kamera suchen. Hier kann ich immer noch die Nikon D5100, die Nikon D5200 und die Nikon D5300 empfehlen. Alle drei Kameras haben einen sehr guten Sensor und ein gutes Bedienkonzept und weisen zudem eine gute Verarbeitung des Gehäuses auf. Auf die älteren Modelle (D5100 und D5200) haben immer noch ihre Berechtigung, die Unterscheide zwischen den dreien liegen eher im Detail als in der Bildqualität, darüber kannst Du in meinen Testberichten mehr erfahren.

Nikon D5200 - Info-Screen
Nikon D5200 – Info-Screen

Die Sensoren der D5 × 00 Kameras sind übrigens die selben Sensoren, die auch ihre beiden großen Schwestern D7000 und D7100 haben, sind aber deutlich günstiger und und auch besser für Anfänger geeignet. Ich habe mal einen Vergleich zwischen der D5200 und der Vorgängerin D5100 und zu der D7000 durchgeführt. Entscheide Dich zwischen altem und neuen Modell vornehmlich nach den Funktionen, die Dir wichtig sind – die Bildqualität dieser Kameras ist so gut wie gleich. Die D5300 bringt als entscheidende Neuerungen eigentlich nur GPS und WLAN und Filmaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde in Full HD (bei der D5100 und D5200 „nur“ 30 Bilder).

Bei den gehobenen Einsteigerkameras, über die wir hier sprechen, finde ich, bekommt man bei Nikon derzeit am meisten für sein Geld. Die Haptik und Verarbeitung der Kameras, sowie das Bedienkonzept, sind sehr gut, das wirst Du merken, wenn Du beim Händler mal Kameras verschiedener Hersteller im gleichen Segment in die Hand nimmst. Sensor und Autofokus sind auch top.

Die Highlights der D5100/D5200/D5300 nochmal zusammengefasst:

  • Sehr guter Sensor (derselbe wie bei den großen Schwester-Kameras)
  • Sehr gutes Autofokusmodul
  • Einfaches, aber nicht überladenes Bedienkonzept, das dem Einsteiger das lernen erleichtert (z.B. über grafische Anzeige) und trotzdem die 3 wichtigen Einstellungen Belichtungzeit, Blende und ISO direkt über Knöpfe an der Kamera ermöglicht, ohne ins Menü zu gehen
  • Klappdisplay vorhanden
  • Videoaufnahme möglich
  • GPS/WLAN integriert bei D5300

Welches Objektiv soll ich kaufen?

Diana: Ok, damit hätte ich dann schon die Kamera! Und wie sieht es mit einem Objektiv aus?

Gunther: Einige unterschätzen die Bedeutung des Objektives und versuchen beim Kamerakauf ein möglichst günstigers mitgeliefertes (sog. „Kit“-) Objektiv zu erhalten. Dies sind meist sehr einfache Zoom-Objektive, die sich schnell als limitierender Faktor herausstellen.

Die beste Kamera nützt Dir nichts, wenn Du kein gutes Objektiv hast. Das ist vielleicht vergleichbar mit einer Stereoanlage: Du kannst die geilste Anlage zu Hause stehen haben aber ohne gute Boxen hört sich die Musik trotzdem scheiße an.

Es ist schon ok, wenn man bei einem solchen „Kit“-Angebot, das mitgelieferte Objektiv „mitnimmt“. Dann würde ich aber empfehlen ein Angebot mit dem 18–105mm Objektiv zu wählen, das kannst Du dann z.B. als Reisezoom einsetzen, wenn Du einen weiten Brennweitenbereich abdecken willst, ohne Objektive wechseln zu müssen.

Meine Empfehlung an Dich ist aber, wenn Du wirklich fotografieren lernen willst, und Dich abseits vom „knipsen“ auch etwas künstlerisch/kreativ bei der Motivwahl austoben willst (und dafür kaufst Du Dir ja eine Spiegelreflex, oder?) ein Objektiv mit besserer optischer Leistung zu kaufen. Keine Angst, das muss nicht die Welt kosten – auch wenn normalerweise bei Objektiven die Prämisse „you get what you pay for“ gilt. Eine günstige Festbrennweite ist z.B. das 35mm, f/1.8, es hat eine hervorragende optische Leistung und ermöglicht für wenig Geld auch ein tolles „Freistellen“ von Motiven, bedingt durch die große Blendenöffnung von f/1.8 im Vergleich zu den f/3.5 des Kit-Objektives – aber dazu später mehr.
Die maximal mögliche Blendenöffnung steht auf dem Objektiv: bei einem 35mm 1.8 wäre das Blende f/1.8, also eine sehr große Öffnung, bei dem 18–105 3.5–5.6 wären es bei 18mm Blende f/3.5, bei 105mm schon nur noch f/5.6.
Je größer die Zahl, umso kleiner die Blendenöffnung, um so größer die Schärfentiefe, um so schlechter kann man also „freistellen“, sprich, den Hintergrund unscharf bekommen. Aber natürlich kannst Du ein Objektiv mit Offenblende f/1.8 jederzeit auf kleinere Blenden abblenden, um mehr Schärfentiefe zu erhalten – nur umgekehrt geht das halt nicht.

Ich empfehle Dir, so oft es geht, mit einer solchen Festbrennweite loszuziehen, um Fotografieren zu lernen. Mit der Festbrennweite lernst Du Dein fotografisches Auge zu schulen und Dir die Motive zu „erarbeiten“. Ein Zoom hingegen, verleitet dazu, sich ein Objekt einfach „ranzuholen“ – und führt meist zu schlechteren Ergebnissen.

Hier mal ein Vergleichsbild, mit dem es eventuell etwas deutlicher wird:

Hier mal mit einem Standard-Zoom (in diesem Falle, aus Ermangelung eines „Kit-Objektives“, das Nikkor 18–200 f/3.5–5.6, das schon eine deutlich bessere Bildqualität hat, als ein Kit-Objektiv) – bei der Blende f/4.2 (weiter „auf“ geht bei 35mm nicht)

Zoom Objektiv bei 35mm, maximale Blendenöffnung f/4.2
Zoom Objektiv bei 35mm, maximale Blendenöffnung f/4.2


35mm Festbrennweite mit Offenblende f/1.8 - deutlich bessere Freistellung.
35mm Festbrennweite mit Offenblende f/1.8 – deutlich bessere Freistellung.


Die Festbrennweite hat folgende Vorteile gegenüber einem Kit-Objektiv:

  • Größere Blendenöffnung, die die Möglichkeit bietet mehr Hintergrund freiszustellen
  • Mehr Schärfe
  • Weniger Objektivfehler (Verzeichnungen, Abberationen etc.)
  • Bessere Farben/Kontraste

Dies soll natürlich nicht heißen, das es keine guten Zoom-Objektive gibt. Bei guten optischen Zooms bewegt ihr Euch aber in ganz anderen Preisregionen. Ein Beispiel wäre das Sigma 18–35 f/1.8. Dieses Objektiv ist quasi die 35mm Festbrennweite für DX auf Steroiden. Es erweitert den Brennweitenbereich zum Weitwinkel hin und bietet als erstes Objektiv überhaupt in diesem Brennweitenbereich eine durchgehende Lichtstärke von f/1.8 sowie eine hervorragende Abbildungsleistung. Mehr dazu findest Du in meinem Testbericht. Als Neueinsteiger empfehle ich Dir trotzdem erstmal mit dem oben 35mm f/1.8 von Nikon zu starten. Die Investition ist gering – später, wenn Du die Techniken beherrscht, kannst Du immer noch auf das (deutlich teurere) Sigma umsteigen.

Brauche ich noch weiteres Equipment?

Diana: Brauche ich neben Kamera und Objektiv am Anfang noch weiteres Equipment?

Gunther: Auf jeden Fall brauchst Du Speicherkarten. Ich würde empfehlen, zwei Speicherkarten (16GB oder 32GB) zu kaufen. Ein Stativ sehe ich am Anfang noch nicht als unbedingt notwendig an. Übe erstmal tagsüber zu fotografieren, bevor Du Dich der (zugegebenermaßen spannenden) Nachtfotografie zuwendest. Zum Thema Stativ werde ich Dir in den kommenden Wochen aber noch ein wenig mehr erzählen. Nur kurz vorweg als Info: wichtig bei einem Stativ ist, dass es stabil ist und Du mit ihm möglichst weit runter kommst, die Auszugshöhe hingegen, ist eher uninteressant. In meiner Fototasche gebe ich übrigens auch viele Tipps und Einblicke, welches Equipment ich so einsetze.

Diana: Verstehe – ich fasse also nochmal zusammen, auf was ich beim Kamerakauf achten soll:

  • Die Kamera sollte einen guten Sensor haben
  • Die Bedienung der Kamera sollte „selbsterklärend“ sein
  • ich sollte lieber mein Geld für gute Objektive ausgeben, als für ein teureres Kamera-Gehäuse
  • Zum schulen des fotografischen Auges eignet sich am besten eine Festbrennweite
  • Ich nehme die Kamera, die ich kaufen möchte, vorher mal im Laden in die Hand und mache ggf. mal ein paar Probeaufnahmen. Ein guter Fotohändler wird sich da nicht verwehren.

Gunther:  Genau. Ein Tipp vielleicht noch von mir. Viele Händler versuchen Euch einen „Schutzfilter“ für das Objektiv zu verkaufen. Ich rate Euch davon ab. Kauft keinen Schutzfilter (Skylight oder UV-Filter). Die „Filter-Funktion“ dieser Filter ist für die Digitalfotografie nicht mehr relevant. Diese Filter besitzen allerdings zusätzliche Brechungsflächen und verschlechtern die Bildqualität Eurer aufwändig konstruierten Objektive. Filter mit sehr guten optischen Eigenschaften, kosten ein Schweinegeld. Sollte euch tatsächlich mal die Frontlinse kaputt gehen (was wirklich sehr, sehr selten ist) kostet deren Austausch fast immer weniger, als ein wirklich guter Filter.

Diana: Danke für den Tipp und das Interview! :)

Bevor es in den kommenden Folgen dann an’s fotografieren geht, widmen wir uns in der nächsten Folge erstmal den wichtigen Themen zur Blendeneinstellung, Belichtung, Kameraeinstellungen etc. Denn das kann ich mir nämlich immer nicht so gut merken, obwohl ich beim fotografieren immer wieder feststelle, dass das doch verdammt wichtig ist und großen Einfluss auf meine Fotos hat! ;-)

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140 Kommentare bisher


  1. Philipp 27. November 2014, 18:22   »
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    Hallo Gunther,

    ich hab in den letzten Monaten immer mal wieder in die Fotografie reingeschaut und auch mittels deiner tollen „Diana lernt fotografieren“ – Story mein Verständnis für Fotografie erweitern und einige gute Bilder schießen können – leider nie mit der eigenen Kamera.

    Genau diese möchte ich mir nun zulegen.
    Anfangs hatte ich Canon, Nikon und Sony im Auge,
    aber mein Blick ist ein bischen auf die Samsung NX30 gefallen.

    Ich weiß, du hast schon einige Tipps zur Kameraauswahl gegeben, kannst du mir eventuell aus deiner Erfahrung etwas über dieses Modell sagen, mir davon abraten oder mich in der Entscheidung unterstützen?

    Als Student kann ich nicht häufig viel Geld in die Hand nehmen und mir ständig eine neue Kamera kaufen, diese sollte es dann erstmal ein paar Jahre tun, das ein oder andere Objektiv soll aber auf jeden Fall dazukommen.

    Vielen Dank im Voraus für eine Antwort und deine Mühe.

    Mit freundlichem Gruß

    Philipp

    P.S.: Sollte ein anderer Erfahrung oder eine persönliche Meinung zur Samsung NX30 abgeben wollen, darf er das natürlich auch gerne tun! ;-)

    • gwegner 28. November 2014, 02:08   »
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      Zur Samsung kann ich leider nichts sagen. Vergiss aber nicht, dass Du zur Kamera auch irgendwann Zubehör haben willst, hier sind die „großen“, also Nikon und Canon schon ganz weit vorne. Selbst bei Sony wird es schwieriger.

  2. Sarah 20. November 2014, 06:30   »
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    Vielen Dank für Eure Antworten und Gedanken!

    Ich habe mir die Nikkor 35 und 18–200 Objektive gekauft, damit ich erstmal „Ruhe habe“.

    Von dem 35er bin ich begeistert. Selbst ich, die null Ahnung hat, kann damit und mit Euren Tips schon schöne Photos machen. In das 18–200 er muß ich mich echt noch reindenken. Ich finde die Abstandseinstellung ein wenig kompliziert.

    Falls also jemand Lust hat so etwas wie „Das Nikkor AF-S DX 18–200 f/3.5–5.6 G VRII FÜR DUMMIES“ zu schreiben, wäre ich nicht traurig ;-)

    • Gerd 20. November 2014, 08:03   »
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      Hallo Sarah,

      was soll man groß schreiben zum 18–200?

      Der Vorteil ist eben, da du unterwegs die Möglichkeit hast z.B. eine Landschaft mit 18 mm recht weitwinklig aufzunehmen und wenn dir andererseits ein Detail wie eine Kirchturmuhr gut gefällt kannst du bis auf 200 mm heranzoomen, um diese formatfüllend abzubilden.

      Die Brennweite änderst du ja einfach nur mit der Kamera direkt vorm Auge, um den gewünschten Bildausschnitt zu wählen.

      Wenn du mit der normalen Brennweite (also etwa 35 mm) fotografierst, merkst du, daß man im Vergleich zur 35 mm Festbrennweite natürlich weniger gut freistellen kann, weil die Blende ja nicht so weit geöffnet werden kann. Auch in der Dämmerung kommt man dann beim großen Zoombereich eher an die Grenzen, besonders eben bei den längeren Brennweiten – die größtmögliche Blendenöffnung wird ja mit wachsender Brennweite immer geringer. Geh mal in den A-Modus, wähle bei 18 mm die Blende 3,5 und zoome mit der Kamera vorm Auge mal langsam bis auf 200 mm heran – die Blende wird automatisch immer weiter bis auf 6,3 erhöht. Das ist eben ein Kompromiss bei derartigen Objektiven.

      Dafür hast du aber eben schnell die Wahl mal schnell einen ganzen Piazza formatfüllend mit 18 mm aufzunehmen und dann schnell hernazuzoomen um ein planschendes Kind am weitentfernten Brunnen mal schnell heranzoomen zu können. Mit der 35 mm Festbrennweite kannst du aber zum Brunnen laufen und das plnschende Kind schöner ablichten: du kannst dein Perspektive besser ändern, wenn du nöher dran bist und mit einer offenen Blende (also Blende Richtung 1.8) viel schöner freistellen!

      Aber versuche mal mit dem 35 mm die Kirchturmuhr formatfüllend abzubilden! Da kannst du nicht näher heranlaufen und bist mit der 200 mm Brennweite beim Zoom besser bedient…

      Aber es hilft nur eines: geh raus, mache viele Bilder und sammle Erfahrungen. Anders geht es leider nicht! ;-))

      Das 35 mm wirst du sicher mehr lieben, aber manchmal bist du eben froh das 18–200 dabei zu haben. Evtl. entsteht dann später auchder Wunsch nach einem anderen Objektiv…

  3. Anna 5. November 2014, 17:03   »
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    Hallo,
    Danke für den tollen Artikel! Für totale Neulinge auf dem Gebiet wie mich ist das sehr hilfreich!
    Ich stehe noch vor genau dem beschriebenen Problem: ich muss mich erstmal für eine Kamera entscheiden. Doch trotz den angesprochenen Dingen, kann ich mich nicht entscheiden. Ich habe sowohl die Nikon D5300 ins Auge gefasst als auch die Canon d700. Letztere hat einen Touchscreen. Ist dieser sinnvoll bzw. hilfreich? Auch mit den technischen Daten kann ich nicht so viel anfangen, weil ich nicht beurteilen kann, was bei den jeweiligen Kameras besser ist.
    Zu welcher Kamera würdet ihr (du) mir raten?

    Danke schonmal Anna

    • gwegner 5. November 2014, 17:16   »
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      Meiner Einschätzung nach bekommst Du bei Nikon bei den Einstiegsmodellen mehr für’s Geld. Ein Touchscreen ist nett, aber um Fotografieren zu lernen nicht erforderlich. Es gibt z.B. derzeit keine Profi-Kamera mit einem Touchscreen.
      Grüße
      Gunther

    • Gerd 9. November 2014, 00:29   »
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      Hallo Anna,

      mit einer Spiegelreflex wirst du später evtl. so die Einstellungen vornehmen, dass du die Kamera direkt vor dem Auge hast und die Einstellungen im Sucher unter in der Anzeige kontrollierst. Zum Anfang muss man sich natürlich zuerst an die Kamera und die Lage der Knöpfe gewöhnen und beurteilt die Einstellungen am Display (Rückseite oder, wenn es die Kamera hat an der Oberseite). Wenn man dies später intus hat ist man mit den Einstellungen schneller, wenn die Kamera vorm Auge bleibt – also auf einen Touch-Screen ganz du getrost verzichten. Den braucht man nicht wirklich… Der macht eher Sinn bei Systemkameras, wenn man mit ausgestreckten Armen fotografiert. ;-)

  4. Peter 1. November 2014, 12:00   »
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    Danke für die Antwort Gerd. Ich werde die D5300 nehmen. Dazu das 35 f/1,8 Objektiv. Die D5300 ist nur ca. 90 EUR teurer als die D5200. Die sind für mich kein Problem. Von der Aufnahmeleistung her scheint nichts gegen sie zu sprechen. Hingegen ist die D3100 definitiv ausgeschieden. Ich will alle Parameter frei und unabhängig voneinander einstellen können. An meiner Kompaktkamera kann ich im Modus Ⅿ nicht den gesamten Bereich von Blende, Belichtungszeit und Empfindlichkeit frei einstellen.

  5. Peter 29. Oktober 2014, 17:59   »
    Gravatar

    Hallo Gunther,

    danke für die informative Webseite. Animiert durch den Fotoschnack und „Die große Fotoschule“ von Christian Westphalen möchte ich von meiner Kompaktkamera auf eine spiegellose Systemkamera oder DSLR umsteigen. Ich würde eine spiegellose einer DSLR wegen geringerer Bautiefe und niedrigeren Gewichts vorziehen und habe die Sony a7 im Blick. Andererseits klingen die empfohlenen D5 × 00 auf Grund der techn. Daten und des Preises mit dem empfohlenen Objektiv sehr gut.
    Hauptnachteil der DSLR sind Größe und Gewicht.
    Hauptnachteil der Sony a7 scheinen der etwas mangelhafte Autofokus und der fehlende Fernauslöseranschluß zu sein. Ansonsten scheine ich damit für die Zukunft gut gerüstet zu sein.
    Wie unterscheiden sich beide Kameras bzgl. der Akkulaufzeiten?
    Gibt es empfehlenswerte spiegellose Systemkameras mit APS-C-Sensor?

    Gruß
    Peter

    • Gerd 29. Oktober 2014, 19:00   »
      Gravatar

      Hallo Peter,

      jemanden der mit der Fotografie anfangen möchte auscder Ferne zu beraten ist eigentlich unmöglich!
      Am besten berätst du dich mit Freunden, die fotografieren. Der Vorteil dabei, verwendest du die gleiche Technik, bzw. Marke, bekommst du schnelle und kompetente Hilfe und kannst ggf. auch mal das ein oder andere Objektiv ausleihen, bevor du etwas neu anachaffst. Oder du suchst dir einen Fotoclub in deiner Gegend und fragst dort nach. Hier haben die Hobbyfotografen die verschiedensten Marken jnd du bekommst einen guten Überblick und viele Ratschläge.
      Steht dir beides nicht zur Verfügung, geh zu einem Fachhändler und lass dich dort beraten. So traurig es aber ist – man muss versuchen dort jemanden mit Herz für die Fotografie zu finden und nicht jemanden, der einem nur teures Zeug verkaufen möchte. Da ist gesunder Menschenveestand gefragt. Nimm dir dann etwas mehr Zeit und kaufe nicht sofort beim ersten oder zweiten Besuch etwas…

      Du musst aber selbst das richtige finden, dass zu dir passt. Das ist schwer, ja, aber das Sinnvollste…

      • Peter 31. Oktober 2014, 20:05   »
        Gravatar

        Hallo Gerd,

        ich hatte keine detaillierte Beratung erwartet. Das geht aus der Ferne wirklich nicht. Nach langem Lesen von Testberichten aus der Praxis und natürlich der Berichte auf diesem Blog, werde ich die Alpha 7 nicht nehmen. Die Notwendigkeit einer Speicherkartenformatierung zur Umschaltung des Videomodus wurde zum Ausschlußkriterium. Eigentlich schade. Sonst gefällt mir die Kamera. Andererseits scheinen moderne APS-C-Sensoren keine Probleme mit dem Bokeh zu haben. Das vermisse ich an meiner Kompaktkamera schmerzlich. Die hat nur in Makrostellung oder sehr, sehr nahe eins. Deinem Rat folgend habe ich mit Kollegen gesprochen. Beide empfahlen Nikon oder Canon. Ich nehme Nikon mit dem Objektiv AF-S DX 35⁄1,8G. Ich konnte es gebraucht auf Amazon finden. Dazu kommt ein D5300 Gehäuse. Der ausführliche Test mit Bildern und Videos der D7100 gab den Ausschlag. Da der Sensor der gleiche ist, werde ich wohl nicht allzu viel falsch machen.
        Zwei Fragen habe ich doch. Ich könnte eine D3100 für 160 EUR bekommen. Wie wäre es mit der Kamera zum Einstieg und einem späteren Wechsel zu einer besseren? Deren Preise dürften ja auch weiter fallen. Nun sagt Gunther, daß die DJ3100 mit den wachsenden fotografischen Fähigkeiten des Benutzers bald nicht mehr mithalten kann. Wie wirkt sich das aus? Mein Ziel ist es richtig fotografieren zu lernen und nicht die Automatik alles machen zu lassen. Ich kenne Blende, Belichtung und DIN/ASA/ISO noch aus Analogzeiten, habe sie aber nie professionell eingesetzt.
        Ist die DJ3100 als Zweitgehäuse für Fotos bei vernünftigen Lichtverhältnissen zu empfehlen oder stößt sie da auch schnell an Grenzen?

        Gruß
        Peter

        • Gerd 31. Oktober 2014, 22:58   »
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          Hallo Peter,

          irgendwann stand ja jeder mal vor einer Entscheidung, welche Kamera man anschafft. Aus meiner heutigen Kenntnis möchte ich sagen, dass mir die Menüs und das Handling der Sonys nicht so gut gefallen – trotzdem sind es sehr gute Kameras! Mir gefallen auch einige Dinge bei Nikon nicht, aber das sind Beklägnisse auf hohem Niveau. Wenn man sich jedoch einmal festgelegt hat, wechselt man auch nicht mehr so einfach. Aber Canon und Nikon sind die Marktführer und haben die größte Objektivauswahl und die größte Verbreitung bei den Fotografen (egal ob Hobby oder Profi). Schon deshalb ist eine Entscheidung für eine Nikon sicher nicht die Verkehrteste.

          Ein ordentliches Bokeh liegt jedoch – egal bei welchem Hersteller – nicht in erster Linie am Sensor, sondern hauptsächliche an der Qualität der Objektive! Deshalb sind gute Objektive eben oft auch teurer als der reine Kamerabody.

          Zum Vergleich der D5300 mit einer D3100: Die Lichtempfindlichkeit der modernen Sensoren größer als bei älteren Sensoren. Die D5300 hat GPS und WiFi on Board. Wenn du das nicht zwingend benötigst, nimm lieber eine D5200. Sie ist von der Bedienung mit der D5300 kompatibel, aber man spart enorm Geld, und hat kaum andere Einbußen als die genannten 2 Features. Das die D5200 einen Tiefpassfilter besitzt ist kein Nachteil!

          Zum Unterschied einer D5200 zur D3100: erst einmal ein rein technischer Link: http://www.digitalkamera.de/Kamera/Nikon/D3100/Nikon/D5200.aspx
          Hier sieht man einige Unterschiede. Die 30003er Serie ist jedoch mehr für Einsteiger konzipiert, die einfach nur gute Bilder machen wollen. Viel Automatik, aber dem sich entwickelnden Hobbyfotografen nervt das dann irgendwann einmal und man ist dann nicht mehr mit der Cam zufrieden. Eine D5200⁄5300 haben alles dabei, was man auch später braucht! Gut, einiges läßt sich nur über einige Menüounkte bedienen, statt mit Direktzugriffen, aber das kann man verschmerzen. Mit einer D3100 fühlt man sich irgendwann etwas eingeschränkter, deshalb mein Tipp: nimm dann lieber eine D5200 statt bereits eine D5300.

          Andererseits, wenn du dich langsam herantasten möchtest, machst du zum Anfang mit einer D3100, wenn die für 160 Euro zu bekommen ist, nicht so viel falsch. Sie macht auch gute Bilder. Aber eben mit eingeschränkten Möglichkeiten für einen sich entwickelnden Hobbyfotografen…

          Ja Peter – es ist schwer! Die schlussendliche Entscheidung musst du jedoch selbst treffen. Aber wenn du sie getroffen hast, berichte doch mal hier und teile den anderen Lesern dieses Blogs deine Erfahrungen mit.

          • Gerd 31. Oktober 2014, 23:09   »
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            Übrigens, was ich noch vergaß zu erwähnen: solche technischen Daten sind immer mit Vorsicht zu genießen! Gerade beim Vergleich der D3100 mit der D5200 (siehe obigem Link), könnte man denken, der D5200 fehlen so einige Dinge. Dem ist aber leider nicht so. Aber das sind immer die Dinge, die man so im Internet findet. Wenn man detaillierter vergleichen möchte, am besten direkt die technischen Daten von der Herstellerseite nehmen. Und Erfahrungen anderer Nutzer sammeln, die genau wissen, an welchen Stellen es bei ihrer Kamera evtl. klemmt… Und sich mit der Entscheidung lieber etwas mehr Zeit lassen! Wie heisst es doch so schön: drum prüfe, wer sich ewig bindet (nicht prüfen lassen… ;-D)

          • Peter 7. November 2014, 21:27   »
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            Hallo Gerd,

            die Kamera ist eingetroffen. Nun wurde es doch eine D5200. Ich fand im Internet ein Gebrauchtangebot für ein Gehäuse von einem Händler mit Garantie für 350 EUR. Dazu kommt noch das Nikkor 35 mm f/1.8. Ebenfalls gebraucht von privat für 145 EUR. Dazu eine 32 GB Speicherkarte für 23 EUR. Summa summarum 500 EUR. Ich bin beeindruckt. Welch ein Unterschied zu meiner Kompaktkamera Exilim FH-100. Sofort nach dem Einschalten ist sie einsatzbereit, die FH-100 braucht 4 s.
            Ich habe nach 19 Uhr in der Dunkelheit Nachbars Haus fotografiert. Betriebsart manuell, Blende 1.8, Belichtung 1,2 s, ISO 6400, Fokus manuell. Ich kann das Haus, die Dachziegel und die Satellitenantenne auf dem Foto deutlich und in Farbe sehen. Die Lichter aus den Kellerfenstern sind extrem überbelichtet und sehen wie ein Feuer, daß aus den Fenstern schlägt, aus. Das Gesamtbild wirkt, als wäre es zu Beginn der Dämmerung aufgenommen worden. Die Exilim FH-100 in Betriebsart manuell, Blende 5.6, ISO 3200, Belichtung 2 s, 10-facher optischer Zoom. Es ist nur der Umriß eines Baumes und des Hauses zu sehen. Details sind unsichtbar. Der manuelle Modus der Exilim ist nicht wirklich manuell. Minimale Blende und maximale Belichtungszeit werden vom ISO-Wert begrenzt.
            Zweiter Test, ein Mondfoto. Auf der D5200 ist er am Rand leicht überstrahlt. Eine darunter stehende Wolke ist gut zu sehen und sauber umgrenzt. Das Bild wirkt wie eine Aufnahme am Tage. Mit der Exilim ist der Mond ein vermatschter Fleck. Die Wolke wird wegen des Zooms als breiter weißer Fleck mit schwach ausgeprägter Kontur dargestellt. Den optischen Zoom hatte ich auf 6-fach gestellt. Ohne Zoom ist alles unsichtbar.
            Ich hatte gute Bilder von der Nikon erwartet. Aber das übertrifft meine Erwartungen.
            Scheinbar gibt es unterschiedliche Firmwareversionen der D5200. Mein Info-Menü sieht wie das Info-Menü der D5100 aus. Die Darstellung mit den 3 Kreisen für ISO, Belichtung und Blende kann man zwar im Setup auswählen, wird aber nicht verwendet. Hoffentlich ist das kein Defekt.
            Jetzt heißt es Kamerabedienung erlernen, damit sie schnell von der Hand geht und dann richtig fotografieren statt knipsen. Vielen Dank für die guten Artikel auf dieser Webseite.

    • Gerd 9. November 2014, 00:11   »
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      Hallo Peter,

      ganz unten war kein Antworten-Link, also nicht wundern, falls diese Antwort hier an der falschen Stelle erscheint!
      Es freut mich, dass du mit der Kamera zufrieden bist.

      Die Einstellung der Displayanzeige unter Info lasse ich gern so mit den abgebildeten Rädchen, gerade wenn ich die Cam einem Einsteiger in die Hand drücke. Es hilft besser zu verstehen, was da gerade passiert, vor allen Dingen mit der Blende! Du kannst diese aber im Menü unter System (Schraubenschlüssel) → Anzeige der Aufnahmeinformationen ändern! Einmal für die Automatikprogramme (gewöhne dir möglichst an, diese erst gar nicht zu nutzen) sondern interessant sollte für dich der unterere Punkt P/S/A/M sein. Aber das ist nur Design und ändert nichts an den Einstellmöglichkeiten…

      Übrigens findest du die Softwareversion ebenfalls unter System → Firmware-Version! Bei mir ist es derzeit Ⅽ: 1.02 und Ⅼ: 1.006. Sollte bei dir noch eine ältere Version vorhanden sein, lade dir die aktuelle Version bei Nikon https://nikoneurope-de.custhelp.com/app/answers/detail/a_id/59322 auf deinen PC herunter und folge den Anweisungen die auf der Nikon-Seite stehen. Du installierst die Firmware mit der SD-Karte – der Akku der Cam sollte natürlich nicht fast leer sein. Ist aber alles ganz easy. Tu es jedoch trotzdem mit Bedacht!

      Übrigens findest du von Gunther eine gute Richtlinie für die Grundeinstellung der D5200 hier: http://gwegner.de/know-how/nikon-d5200-sinnvolle-voreinstellungen-und-grundeinstellungen-der-kamera/

      Das ist kein Muss, aber sehr sinnvoll. Ich nutze diese so ähnlich, hängt aber vom eigenen Geschmack und Bedarf ab. Übernimm diese ruhig so, ändern kannst du später immer noch.

      Noch ein paar Dinge zu deinen ersten Aufnahmen mit der D5200 – Achtung, hier wird es schon etwas spezieller… ;-))

      Versuche immer bei wenig Licht evtl. mit dem A-Modus zuerst einmal die Blende wegen der Schärfentiefe zuerst auszuwählen (z.B. bei einem von Kerzenlicht beleuchtetem Objekt etwa 2,8 o.ä). Passe die ISO dann so an (also erhöhe diese), dass dir der grüne Punkt (links unten im Sucher die korrekte Belichtung anzeigt, und die Belichtungszeit beim 35–1.8er Objektiv mindestens erst einmal bei einer 30-stel Sekunde liegt. Dann mach mal eine Aufnahme und beurteile diese – sie ist evtl. zu hell! Passe dann mal die Belichtungskorrektur (± Taste hinter dem Auslöser) an und gehe beim Drücken der Taste mal eine Blende ins Minus (idealerweise sogar beim Blick durch den Sucher – dann siehst du dort sogar die Belichtungswaage).
      Ich habe oft sogar ständig die Belichtungskorrektur bei –0,7 stehen…

      Merkst du den Unterschied? Achso, und unbedingt die ISO auf die Fn-Taste legen (siehe Grundeinstellungen weiter unten)!

      Einige Tipps, wenn du bei schwachem Licht fotografierst, gerade Städte ohne Bewegung. Nimm auf jeden Fall ein Stativ! Das sollte dann auch stabil stehen und muss nicht ganz auf die volle Länge ausgefahren werden. Bei ISO 6400 hat man dennoch bei der D5200 schon gehörige Texturverluste. Mach mal eine Aufnahme mit Stativ, dem A-Modus, ISO 100 und z.B. Blende 8, um eine möglichst große Schärfentiefe zu bekommen (hängt aber natürlich vom Motiv ab). Die Belichtung dauert dann z.B. in der blauen Stunde aber schon einige Sekunden. Und nimm aber wenigstens den Selbstauslöser oder besser einen Fernauslöser und schalte die Spiegelvorauslösung ein, um ein Schwingen der Kamera zu minimieren.

      Und dann sieh dir das Bild und die Einstellungen mal an. Es sollten möglich keine ausgefressenen Lichter da sein! Einsteiger belichten oft gern zu viel! Es ist aber besser auf die hellen Stellen (tagsüber den Himmel) zu belichten! Dann geh in den M-Modus übernimm die Einstellungen des Bildes aus dem A-Modus und mache mal mehrere Aufnahmen mit geänderten Auslösezeiten (evtl. kürzeren Zeiten), falls Lichter ausgefressen sind. Und verwende natürlich den RAW-Modus für die Bilder. Mache ruhig auch einige Aufnahmen die für dich viel zu unterbelichtet erscheinen! Und dann geh später mal ins Lightroom und mach die Bilder heller – zieh besonders nur zum Probieren einmal die Tiefen bis zum Anschlag hoch. Dann siehst du, wieviel Dynamik die Nikon-Sensoren haben – du holst aus vorher scheinbar völlig dunklen Bereichen tolle Bildqualitäten heraus. Probier das mal bei RAW-Aufnahmen mit ausgefressenen Lichtern – machst du diese dunkler (Lichter, Belichtung) wirst du sehen, dass die Bildinformationen verloren sind, weil überbelichtet wurde!

      Darum geht es ja hier: Üben und Lernen!

      Übrigens mal zur Belichtungsmessung bei der Kamera, hier nur mal kurz zur meist verwendeten Matrixmessung (also die Lichtmessung über die gesamte Sensorfläche): Die Kamera geht immer von einem neutral grauen Bereich mit einer Reflexion von 18 % aus! Das heißt, ein eigentlich helles Bild wird zu dunkel wiedergegeben (z.B. Schnee erscheint grau), dunkle Bereiche werden zu hell wiedergegeben – du schriebst z.B. …wie am Tag…
      Das entspricht aber nicht der Aufnahmesituation! Mache mal am Tage mit offener Blende (also kleiner Blendenzahl) formatfüllend eine Aufnahme von einem weißen Blatt Papier (oder einer anderen weißen Fläche und anschl. von einer schwarzen Fläche (ebenfalls formatfüllend). Schärfe spielt hier gar keine Rolle. Dann Vergleich mal die Bilder! Beide grau, oder? Verstehst du jetzt, was ich meine? ;-)

      So, dass ist erst einmal genug Holz zum Üben und Kamera kennen lernen! Der Gunther wird bestimmt schon sauer, weil ich wieder so viel getextet habe!

      Also viel Spaß mit der neuen Kamera!

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