Das Nikon 14–24 f/2.8 – Was für ein Objektiv! Vergleich mit 16–35 f/4, Nikkor 10–24 DX und Nikkor 10.5 DX Fisheye

10112012

Nach meinem etwas enttäuschenden Test des Vollformat Weitwinkels 16–35 f/4.0 habe ich mir kurzerhand den Weitwinkel-König bestellt, das Nikkor 14–24 f/2.8. Ein Objektiv, dass sogar Canon User kaufen und mit einem Adapter betreiben – schlicht und ergreifend, weil es dort nichts Vergleichbares gibt. Heute lest ihr, ob sich die Investition lohnt.

In dem Zuge vergleiche ich das 14–24 f/2.8 mal mit allem, was mir derzeit an Weitwinkeln zur Verfügung steht: dem 10.5 f/2.8 DX Fisheye, dem 10–24 f/3.5–4.5 DX und dem letztes Mal getesteten 16–35 f/4.

V.L.n.R.: 10.5 f/2.8 DX Fisheye, 10-24 f/3.5-4.5 DX, 16-35 f/4, 14-24 f/2.8
V.L.n.R.: 10.5 f/2.8 DX Fisheye, 10–24 f/3.5–4.5 DX, 16–35 f/4, 14–24 f/2.8

Der eine oder andere mag sich nun fragen, warum ich mir nicht gleich das 14–24 f/2.8 geholt habe – schließlich eilt ihm sein guter Ruf ja voraus. Die Antwort ist: das 14–24 hat einen Nachteil: aufgrund seiner ausladenden Frontlinse lassen sich keine Filter darauf schrauben. Dies habe ich für mich als KO-Kriterium angesehen und daher erstmal das 16–35 mit seinem 77mm Filtergewinde probiert. Gerade bei Zeitraffern ist der Graufilter ein wichtiges Werkzeug, dass ich nicht missen wollte. In den letzten Wochen hat sich für mich allerdings bestätigt, was ich mir schon die ganze Zeit eigentlich schon wusste: die D800 ist für Zeitraffer nicht ideal. Sie ist zu groß und zu schwer auf dem Slider und Emotimo und die 36MP Dateien sind zu unhandlich für Zeitraffer. Das heißt, für den Zeitraffer-Bereich ist DX mit Abstand das von mir präferierte Format. Aus diesem Grund verzichte ich jetzt bei dem „großen“ Weitwinkel auf die Filtermöglichkeit und werde „gefilterte“ Zeitraffer weiterhin mit dem 10–24 an DX machen.

So, aber nun mal zu einem kurzen Vergleich. So ausführlich, wie letztes Mal im Video mache ich es diesmal nicht, stattdessen stelle ich Euch die Vergleichsbilder, die ihr gleich sehen werdet, weiter unten zum Download zur Verfügung. Mit denen könnt ihr dann gerne noch selbst Pixel-Peepen…

Der Überblick

Zu aller erst aber mal ein Überblick über die extremen Weitwinkel und ihre Unterschiede, die die einzelnen Objektive abbilden – sortiert nach abnehmenden „weitwinkligkeit“:

Zuerst das 10.5mm f/2.8 DX Fisheye, zunächst unkorrigiert:


und hier nach der Objektiv-Korrektur (Entzerrung) in Lightroom:


nun das neue 14–24 f/2.8 bei 14mm – mit dem weitesten Winkel unter den Nicht-Fisheyes:


dicht gefolgt vom 10–24 DX (die 10mm entsprechen hier ungefähr 15mm an FX)


als letztes kommt das 16–35 f/4 bei 16mm, wieder an FX:


Alle Aufnahmen wurden übrigens mit der Nikon D800 aufgenommen, die DX Aufnahmen im DX Modus der D800, diese hätte ich aber genauso gut auch mit der D7000 oder D5100 machen können – so war es aber einfacher.

Peek in

Nun schauen wir doch einmal gemeinsam etwas genauer hinein. Als erstes ein Vergleich zwischen dem 14–24 f/2.8 (links) und dem 16–35 f/4 (rechts) – beides Ausschnitte in 2:1 (!) aus dem Randbereich – also echtes „peeping“…

^^^^^^^^muss 14–24 heißen!

Deutlich fällt die höhere Auflösung und Schärfe des 14–24 f/2.8 auf. Alle Objektive habe ich hier übrigens wieder und ganz bewusst bei Offenblende getestet. Denn da sieht man die Unterschiede in der Qualität. Wenn man abblendet, werden die Abbildungsleistungen noch deutlich besser und die Aberrationen (Farbsäume) werden weniger – aber die lassen sich mit Lightroom mit einem Klick (Chromatische Aberrationen entfernen) auch perfekt entfernen. Beim f/2.8 zu 100 %, beim 4.0 muss man ggf. noch ein bisschen manuell nachkorrigieren.

Hier mal der Vergleich nach der „Ein-Klick-Entfernung“ der Aberrationen:

^^^^^^^^muss 14–24 heissen!

Links sind die Aberrationen komplett weg, rechts tut sich Lightroom schwerer, die Gelb/Lila Aberrationen des 16–35 zu entfernen. Absolut beeindruckend finde ich die Schärfe der Ziegeln unten links bei dem 14–24 – hey, wir befinden uns hier im Randbereich der Objektive bei Offenblende und schauen uns eine 2:1 Vergrößerung an – und das ganze an den 36 Megapixeln der D800!!

Nun ein Vergleichsbild zwischen dem 14–24 f/2.8 (wieder links) und dem DX 10–24 f/3.5–4.5 (rechts)

^^^^^^^^muss 14–24 heissen!

Das 10–24 DX schlägt sich tapfer, kann aber natürlich hier an 16 MP nicht zeigen, ob es die gleiche Auflösung liefern könnte, wie das „Große“. Die chromatischen Aberrationen lassen sich genau wie beim 14–24 perfekt mit einem Klick in Lightroom korrigieren.

Zu guter Letzt noch der Vergleich zwischen dem 14–24 f/2.8 mit dem 10.5 f/2.8 Fisheye an DX – nach Entfernung der Aberrationen und „Entzerrung“ des Fisheyes in Lightroom:

Hier seht ihr auch mal, auf welch hohem Niveau wir uns hier befinden. Das Fisheye ist eigentlich ein super scharfes Objektiv, kann hier aber im Randbereich natürlich durch das Entzerren, die geringere Auflösung von DX und dem weiteren Bildfeld, nicht mithalten. Es ist halt ein Fisheye, kein Weitwinkel! Trotzdem ist es, z.B. für die Milchstraßen Fotografie und vor allem für die Nacht-Zeitraffer, im Moment mein präferiertes Objektiv. Wie sich hier das 14–24 schlägt wird sich noch zeigen, vermutlich dann in Chile und Bolivien.

Hier also, wie versprochen, alle Bilder, in voller Auflösung und Größe zum Download.

Mein Fazit

Das 14–24 f/2.8 hält alles was es verspricht. Die Abbildungsleistung ist überragend, selbst bei Offenblende und bis in die Randbereiche. Seine Chromatischen Aberrationen lassen sich in Lightroom mit einem Klick entfernen. Es bietet mit 14mm den extremsten Weitwinkel, ohne wie ein Fisheye zu verzeichnen, und mit der Offenblende von f/2.8 noch bessere Möglichkeiten zum Freistellen und mehr Lichtstärke für Nachtaufnahmen, als alle anderen Super-Weitwinkel. Kurzum: das Objektiv macht einfach riesig viel Spaß – und das ist es doch, worauf es ankommt oder?

Preislich liegen zwischen dem 16–35 f/4 und dem 14–24 f/2.8 noch einmal ungefähr 500 €. Aber ganz ehrlich – wir bewegen uns hier sowieso in einer Preisregion, die schon so weit oben liegt, dass es da auch nicht mehr drauf an kommt. Man zahlt beim 14–24 f/2.8 also viel Geld für eine überragende Qualität, eine Menge Gewicht und einen Trumm an Objektiv. So soll es sein, oder?

Nun ja – also ich vergleiche jetzt mal wieder mit der „kleinen“ Lösung: dem 10–24 an einer DX Kamera für den Bruchteil des Preises. Und komme wieder einmal zu dem Ergebnis, das gemessen am Endergebnis, man für den Luxus des Vollformats und diesem Objektiv schon echt richtig tief in die Tasche greifen muss. Wenn man das allerdings tut, dann bekommt man wirklich etwas tolles für sein Geld. Ich habe schon bei Facebook geschrieben – für mich ist das 14–24 f/2.8 einer der Hauptgründe, die überhaupt für Vollformat sprechen – denn so ein Objektiv gibt es schlicht und ergreifend für DX nicht. Und der Weitwinkelbereich ist ja nun mal derjenige, wo FX punktet – im Tele-Bereich spricht alles für das Crop-Format (okay, von Portrait-Linsen wie dem 85 f/1.4 bzw. 85 f/1.8 mal abgesehen…)

Aaaalso… ich mal wieder:

Wenn ihr bei DX seid, und nicht echte, triftige Gründe habt, dann bleibt dabei. Kauft Euch das für DX überragende 10–24 und seid glücklich damit. Für Landschaften und auch für Zeitraffer ist das Objektiv ideal! Dazu ggf. noch das 10.5 f/2.8 Fisheye für Nachtaufnahmen des Sternenhimmels (mehr Weite, mehr Lichtstärke) und ihr habt alles, was ihr braucht. Das ist das Equipment, mit dem ich z.B. African Skies fotografiert habe.

Wenn ihr sowieso mit Vollformat-Kameras unterwegs seid, Geld übrig habt und ihr Euch als Landschaftsfotograf, der vom Mittelformat träumt, einen Traum erfüllen wollt, dann holt Euch das 14–24 f/2.8. Ein tolles Stück Glas und Metall das sicherlich auch wertstabil ist, wie kaum ein anderes Objektiv – aber wie gesagt – es ist groß, schwer und teuer. Und Filter gehen, wenn überhaupt, auch nur mit noch teureren Verrenkungen.

Ich persönlich werde jedenfalls weiterhin zweigleisig fahren. 10–24 und Fisheye an DX und wenn es wirklich „Mittelformat“ sein soll, dann das große Gespann aus D800 und 14–24 f/2.8 – letzteres gebe ich jedenfalls erstmal nicht wieder her ;-).

Das 16–35 f/4 schicke ich ohne Reue zurück. An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßen Dank an Calumet, den Fotohändler mit dem besten Service, den ich kenne, einer tollen Beratung (wo bekommt man die heute noch?) – und Preisen, die sich oft nicht hinter denen von Amazon verstecken müssen!

Die aktuellen Preise und Infos zu den erwähnten Objektiven und Kameras findet ihr wie immer bei Amazon und bei Calumet – ein Preisvergleich lohnt sich immer!

Zum Abschluss hier noch ein paar Bilder, die ich in den letzten Tagen mit dem 14–24 in Dänemark aufgenommen habe.




Dieses letzte Bild nun, wurde mitten in der Nacht als Langzeitaufnahme aufgenommen. Die Beleuchtung stammt von einem Blitz hinter den Wolken.


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78 Kommentare bisher


  1. Markus 22. März 2013, 09:48   »
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    Das sieht interessant aus.
    Vielen Dank Hans!

  2. Boris 26. März 2013, 00:55   »
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    Hallo Gunther,

    meine Ⅾ 300 hat jetzt schon etliche Bilder auf dem Buckel und ein paar (Belichtungs‑) Macken. Ich bin also an einem Punkt, mich nach einer neuen Kamera umzusehen (die Ⅾ 300 würde dann ins zweite Glied rücken). Früher (analog) war ich ein großer Festbrennweiten-Fan, auch wegen der Qualität der Bilder. Das Thema scheint aber aus der Mode gekommen zu sein. Das ist schade, denn ich würde gerne wissen, wie die Ⅾ 800 zum Beispiel mit einem 20:2,8, einem 24:2,8, 28:2,8 abschneidet. Hast du das 24:1,4 schon mal an die Kamera geschraubt?
    Der Vorteil der Festbrennweite? Ich kann eine Routine entwickeln, zu „sehen“ wie das Objektiv, was mir beim schnellen Arbeiten hilft. Das funktioniert beim Zoom so nicht.
    Grüße Boris

    • gwegner 26. März 2013, 08:57   »
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      Hi Boris,
      das Thema ist aus meiner Sicht keinesfalls aus der Mode und ich weise immer wieder auf die Vorteile der Festbrennweiten hin. Die von Dir genannten Objektive besitze ich selbst nicht, sie werden sicherlich an der D800 funktionieren. Zu beachten ist allerdings, dass ältere Objektive aufgrund der noch nicht so ausgefeilten Vergütung, and den modernen Hochauflösenden Sensoren z.T. nicht so gut performen, wie die neuen hochvergüteten Objektive. Das wird aber auch nur bei 1:1 sichtbar, von daher würde ich Dich ermutigen, es einfach auszuprobieren.
      Grüße
      Gunther

  3. Dionys Moser 27. März 2013, 00:13   »
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    Ich arbeite mit dem 14–24mm 2,8 seit es verfügbar ist und habe tausende Aufnahmen damit gemacht.
    Wie Gunther ja auch herausgefunden hat, es gibt nicht besseres auf dem Markt als das Teil.
    in Polarlichtfotografie z.B. ist das auch bei Canonfotografen ein Muss, hal mit Adapter…. das sagt ja alles…

  4. Matthias 15. Juli 2013, 11:46   »
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    hallo Gunther,

    ich habe ebenfalls ein 10,5mm Fisheye und bin auf der Suche nach einem für das Objektiv geeigneten Graufilter ND1000, da ich Langzeit-Panoramaaufnahmen anfertigen wollte. Für mein 16–85mm Objektiv nutze ich den Haida Filter. Für 27mm gibt es diesen aber anscheinend nicht.

    Hättest Du eine Idee für den passenden Graufilter? Bzw. was hältst Du von Filterfolien?

    Viele Grüße,

    Matthias

    • gwegner 15. Juli 2013, 11:50   »
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      Ich habe an einem Fisheye noch nie mit Graufilter gearbeitet. Ich denke ein normaler Filter wird aufgrund des Bildwinkels vignettieren, wenn dann müsstest Du mit einschubfiltern arbeiten, aber auch da kann ich Dir nicht mit Erfahrungswerten dienen.

      • Matthias 15. Juli 2013, 12:04   »
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        Mit dem Problem der Vignettierung könntest Du Recht haben-daran habe ich noch gar nicht gedacht.

        Werde mal versuchen einen Einschubfilter aufzutreiben…und werde dann berichten =)

        Dennoch vielen dank für deine rasche Rückmeldung!

        Grüße

  5. Leonhard Huber 18. Juli 2013, 13:40   »
    Gravatar

    Lieber Gunther,

    einige Fragen, die zwar schon oft angesprochen wurden, aber ich stelle sie trotzdem nochmal:

    Bin seit längerer Zeit am Überlegen zum Umstieg auf d800.
    Ich habe d80 (mit Objektiven 50⁄1.8 und 16–85 (kann ich bei Großfromat nicht mehr brauchen) und 70–300⁄4.5–5,6, lachen andere drüber, finde ich nicht sooo schlecht).
    Grund für den Umstieg: Ich bin kein „Blitzer“, möchte auch bei schlechteren Lichtverhältnissen und in Räumen ohne Blitz gute Bidler machen und den Leuten nicht auf die Pelle rücken. Fotografiere also viel Menschen und Landschaft.

    Frage:
    1.Umstieg auf d800 oder d700 gebraucht? Oder bei d80 bleiben?
    2. Objektive: Ich werde zur Kamera sicher jetzt ein gutes Objektiv dazukaufen (24–70?) und in den nächsten Jahren nachkaufen, also nicht alles auf einmal. Viele finden auch 24–120 sehr gut (mehr Möglichkeiten als Reiseobjektiv).

    Da ich durch die vielen Foren mittlerweile sehr verwirrt bin: Was soll ich machen?

    Danke, schöne Grüße
    Leo

    • gwegner 20. Juli 2013, 08:28   »
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      Also wenn es Dir nur um Low-Light Performance geht, kannst Du auch eine D7000 kaufen, die ist auch sehr gut – auf jeden Fall ein riesen Unterschied zur D80 – das kostet Dich jetzt mal geschätzt 1⁄10 dessen, was ein Umstieg auf Vollformat inkl. Objektive kostet und der Unterschied in den Ergebnissen ist verhältnismäßig gering. Abgesehen davon ist eine D800 mit 24–27 als Reiseobjektiv ein echter Trumm. Man muss immer die Verhältnisse sehen – klar ist die D800 eine tolle Kamera, aber macht man damit automatisch bessere Fotos?

  6. dacfinger 16. Januar 2014, 22:17   »
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    Hallo Gunther,
    ich bin stolze Besitzerin der neuen Df. Neben den von Calumet empfohlenen Standardobjektiven 24–70 und 70–200 habe ich noch das mitgeliefert 50-er 1,8-er. Da ich aber vordringlich Landschaft fotografieren fehlt mir noch ein Ultraweitwinkel. In Zeiten meiner Ⅾ 7000 habe ich hier mit Liebe das Sigma 10–20 verwendet und habe – wie ich meine – tolle Ergebnisse fabriziert. Jetzt bin ich schon fast überzeugt, dass das 16–35-er Nikon nicht für mich ist. Allerdings gibt es neben dem 14–24-er ja noch eine 14-er Festbrennweite (-ED).
    Hast Du das vielleicht auch einmal getestet? Was ist deine Meinung zu diesem 1699 € Objektiv?
    Gibt es Argumente dafür jenseits des Gewichts?
    Alles was ich über dieses Objetiv gelesen habe soll es im Randbereich stark verzeichenen. Vergleichbares lese ich über das 14–24-er nicht… . Und es kostet ja auch weniger. Allerdings wiegt es mehr. Rückentechnisch ist das für mich ein nicht ganz unbeachtliches Argument.
    Vielen Dank vorab und Lieben Gruß
    Dörte

    • gwegner 17. Januar 2014, 01:00   »
      Gravatar

      Ich habe das 14er selbst noch nicht in der Hand gehabt… Aber das 14–24 ist halt einfach referenz – außerdem arbeite ich ganz of auch mit den Brennweiten jenseits von 14 – ich würde mich zu eingeschränkt fühlen nur mit 14.

  7. Michael 23. Januar 2014, 20:10   »
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    Ganz allgemein kann ich die im Test beschriebenen Feststellungen aus eigener Erfahrung bestätigen. Habe das 14–24 und das 16–35 ausführlich getestet bevor ich mich entschieden habe. Allerdings würde ich die Bewertung des 16–35 nicht ganz so negativ sehen. Das 14–24 ist zwar schärfer, aber nur wenig, nur bei offener Blende und nur am Rand. In der Mitte, abgeblendet kann man den Unterschied allenfalls noch messen. M.E. für eine Kaufentscheidung irrelevant, solange man nicht Testcharts als Hauptmotiv fotografiert. Die beiden größten Vorteile des 16–35 wurde aber dagegen nicht angesprochen. Der zusätzliche Brennweitenbereich 24–36 macht das Objektiv viel vielseitiger. Der Unterschied ist in der Praxis gewaltig. Außerdem, VR macht das Objektiv zu einem idealen Begleiter bei Dämmerung und in Innenräumen. Wenn dieser Faktor zum Tragen kommt, dann liefert das 16–35 auch eine besser Schärfe als das 14–24. Der Testvergleich mit Stativaufnahmen deckt m.E. nicht die ganze reale Praxis ab. Ein großer Unterschied zugunsten des 14–24 sollte auch erwähnt werden: die Tonnen-Verzeichnung bei bei 16 fällt bei dem 16–35 schon recht heftig aus. Softwarekorrigiert hat man effektiv 18mm. Das 14–24 verzeichnet weitaus weniger. Beides sind geniale Objektive und ich habe mich lange nicht recht entscheiden können in der Abwegung der Stärken und Schwächen. Bin mir sicher, dass ich mir das 14–24 auch noch mal zulegen werde.
    Nikons 14mm Festbrennweite halte ich für keine gute Wahl. Da hat man von beiden Zoom-Objektiven eindeutig mehr.

  8. Alex 19. Februar 2014, 08:52   »
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    Guten Morgen Gunter, dank deiner Hilfe hat ich mir die Nikon D3200 gekauft. Was ein sehr guter entscheid war, danke. Ich kaufte dazu die 35mm Nikkor Linse welche ich gar nicht mehr von der Kamera nehme. Das Standartobjektiv 18–105 von Nikkor brauche ich gar nicht mehr. Ich möchte jetzt eine Linse kaufen welche ich zoomen kann aber die gleiche Fotos wie beim 35 macht. Welche könntest du mir empfehlen ohne das ich gleich ein Kredit aufnehmen darf

  9. Alex 19. Februar 2014, 09:21   »
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    Danke für die rasche Antwort. Den Bericht hatte ich mir gerade angeschaut.. Ich dachte eher an eine Ergänzug, da ich es für mich neu ist mit der Fotigrafie. Wir fliegen nächste Woche in die Ferien um zu Baden und da möchte ich meine Kamera mitnehmen und diese Linsen sind mir zu teuer um Sie zu gebrauchen.. Was würde es noch für eine Alternative geben..?
    Danke dir im Voraus – Alex

    • gwegner 19. Februar 2014, 09:30   »
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      Wenn es ein „Universal-Zoom“ gäbe, mit der gleichen Qualität der Festbrennweiten, würde ja vermutlich kaum einer Festbrennweiten kaufen. Das hat schon seinen Sinn. Nimm doch das 18–105 mit in den Urlaub, wenn Du etwas flexibler sein willst, ist ja kein schlechtes Objektiv.

  10. erceem 25. März 2014, 10:14   »
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    Moin Gunther,

    ich stehe vor der Entscheidung, ein 10,5 mm Fisheye für meine D7100 anzuschaffen. U.a. will ich es in der Landschaftsfotografie und für Fotos vom Nachthimmel verwenden. Allerdings zeigten mit Testaufnahmen, daß mindestens im Offenblendenbereich die gute Schärfe zum Rand hin drastisch abnimmt und sich dieser Effekt durch die Dehnung beim Herausrechnen der Bildfeldwölbung in Lightroom oder Capture NX2 deutlich verstärkt.

    Ich beabsichtige, die Bilder für Fotobücher bis etwa 60 × 30 cm (Doppelseite randlos) zu verwenden, einzelne Aufnahmen auch mal als Dibond im Format A2 oder größer an die Wand zu hängen oder Sie in HDMI-Qualität auf Bildschirmen zu zeigen, wobei ich sie dabei wie auch für Beamerpräsentationen gnadenlos nachschärfen werde.

    Hast Du Erfahrungen, ob sich die schlechte Randschärfe und Matschigkeit der Bilder (sehr) negativ auf die von mir beabsichtigten Präsentationen auswirken wird, normale Betrachtungsabstände vorausgesetzt?#

    Gruß

    Christian

    • gwegner 25. März 2014, 11:49   »
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      Fisheye Objektive sind spezialobjektive. Verzerrungen in den Rändern, speziell nach dem „Defishen“ sind völlig normal und Prinzipbedingt. Wie sich Deine Bilder an der Wand machen werden, kann ich Dir leider nicht beantworten, das musst Du schon selbst ausprobieren…

      • erceem 25. März 2014, 21:08   »
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        Danke für die Antwort. Bleibt wohl wirklich nur Investieren und Probieren.

        Gruß

        Christian

  11. fschindl 10. April 2014, 14:20   »
    Gravatar

    Eine Frage zum Nahbereich.
    Ist es sinnvoll möglich, mit dem Objektiv auch Produktbilder (Weinflaschen) und größere Präsentkörbe zu fotografieren? Mit dem 24–70 komme ich da nicht immer zurecht. Oder bekomme ich dann schon sichtbare Verzerrungen, bzw. einfach unnatürliche Bilder?

    danke!
    frank

    • gwegner 11. April 2014, 03:05   »
      Gravatar

      Für sowas würde ich persönlich jetzt kein Superweitwinkel nehmen, sondern eher ein 35mm… das macht ach das freistellen des Hintergrundes leichter und hat weniger Verzerrungen.

  12. Torsten 14. Juni 2014, 09:09   »
    Gravatar

    Hallo Gunther,

    die Kombi D800 mit dem 14–24 scheint phantastisch zu sein. Wie sieht die Kombi den auf dem Stage One bzw. eMotimo aus. Denke da an da Gewicht. Läßt sich da noch einigermaßen gut mit arbeiten auch was steilere Fahrten betrifft?

    • gwegner 14. Juni 2014, 14:19   »
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      Das geht schon, je schwerer allerdings die Objektiv-Kamera Kombo ist, umso Windanfälliger, vor allem auf dem EMotiomo. Vertikal ist mit dem 5:1 Motor kein Problem.

  13. Holger Reich 20. Juni 2014, 09:18   »
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    Hallo Gunther, Qualität ist halt i.d.R. auch teuerer, was sich immer wieder bestätigt. Will man das letzte Quäntchen an „noch besser“ herausquetschen, dann kommt man am Besten nicht vorbei – oder bezahlt halt zweimal ;-)

    Zu deinem Satz „Wenn ihr sowieso mit Vollformat-Kameras unterwegs seid, Geld übrig habt und ihr Euch als Landschaftsfotograf, der vom Mittelformat träumt, einen Traum erfüllen wollt, dann holt Euch das 14–24 f/2.8. “ mußte ich doch schmunzeln. Wenn man mit Mittelformat und einem entsprechenden Glas (liegt ab 4.000 € alleine für das Glas + System) die Ergebnisse vergleichen will, dann vergleicht man aber schon Äpfel mit Birnen. Mittelformat ist eine ganz andere Liga (aber das ist ja bekannt :-)

    mach weiter so
    lg
    Holger aus Wuppertal
    unterwegs mit DX, FX und MF ;-)

    • gwegner 20. Juni 2014, 10:28   »
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      deswegen steht da ja auch „träumt…“ :-)

  14. David 29. Juli 2014, 15:16   »
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    Hab mir mal den Bericht durchgelesen, da ich schon das 70–200 vrii und 24–70 f2.8 besitze… Hab mir leider fälschlicherweise das 17–35 2.8 bestellt und werde es jetzt stornieren da ich denke das 14–24 ist wohl die beste wahl… Muss dazu sagen habe zwar tolle objektive aber im fall der dslr hab ich ein wenig gespart und benutze die fx objektive auf d7100, hab nächstes jahr sowieso vor die d810 zu kaufen und gehört das man besser am body statt am objektiv sparen sollte… Ist viel geld was bisher in 1 jahr ausgegeben habe für ein hobby aber denke die objektive, wenn sehr gut gepflegt, sind mehr als wertbeständig….

    Danke für den tollen objektiv vergleich









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