Nach meinem etwas enttäuschenden Test des Vollformat Weitwinkels 16–35 f/4.0 habe ich mir kurzerhand den Weitwinkel-König bestellt, das Nikkor 14–24 f/2.8. Ein Objektiv, dass sogar Canon User kaufen und mit einem Adapter betreiben – schlicht und ergreifend, weil es dort nichts Vergleichbares gibt. Heute lest ihr, ob sich die Investition lohnt.
In dem Zuge vergleiche ich das 14–24 f/2.8 mal mit allem, was mir derzeit an Weitwinkeln zur Verfügung steht: dem 10.5 f/2.8 DX Fisheye, dem 10–24 f/3.5–4.5 DX und dem letztes Mal getesteten 16–35 f/4.
Der eine oder andere mag sich nun fragen, warum ich mir nicht gleich das 14–24 f/2.8 geholt habe – schließlich eilt ihm sein guter Ruf ja voraus. Die Antwort ist: das 14–24 hat einen Nachteil: aufgrund seiner ausladenden Frontlinse lassen sich keine Filter darauf schrauben. Dies habe ich für mich als KO-Kriterium angesehen und daher erstmal das 16–35 mit seinem 77mm Filtergewinde probiert. Gerade bei Zeitraffern ist der Graufilter ein wichtiges Werkzeug, dass ich nicht missen wollte. In den letzten Wochen hat sich für mich allerdings bestätigt, was ich mir schon die ganze Zeit eigentlich schon wusste: die D800 ist für Zeitraffer nicht ideal. Sie ist zu groß und zu schwer auf dem Slider und Emotimo und die 36MP Dateien sind zu unhandlich für Zeitraffer. Das heißt, für den Zeitraffer-Bereich ist DX mit Abstand das von mir präferierte Format. Aus diesem Grund verzichte ich jetzt bei dem „großen“ Weitwinkel auf die Filtermöglichkeit und werde „gefilterte“ Zeitraffer weiterhin mit dem 10–24 an DX machen.
So, aber nun mal zu einem kurzen Vergleich. So ausführlich, wie letztes Mal im Video mache ich es diesmal nicht, stattdessen stelle ich Euch die Vergleichsbilder, die ihr gleich sehen werdet, weiter unten zum Download zur Verfügung. Mit denen könnt ihr dann gerne noch selbst Pixel-Peepen…
Der Überblick
Zu aller erst aber mal ein Überblick über die extremen Weitwinkel und ihre Unterschiede, die die einzelnen Objektive abbilden – sortiert nach abnehmenden „weitwinkligkeit“:
Zuerst das 10.5mm f/2.8 DX Fisheye, zunächst unkorrigiert:
und hier nach der Objektiv-Korrektur (Entzerrung) in Lightroom:
nun das neue 14–24 f/2.8 bei 14mm – mit dem weitesten Winkel unter den Nicht-Fisheyes:
dicht gefolgt vom 10–24 DX (die 10mm entsprechen hier ungefähr 15mm an FX)
als letztes kommt das 16–35 f/4 bei 16mm, wieder an FX:
Alle Aufnahmen wurden übrigens mit der Nikon D800 aufgenommen, die DX Aufnahmen im DX Modus der D800, diese hätte ich aber genauso gut auch mit der D7000 oder D5100 machen können – so war es aber einfacher.
Peek in
Nun schauen wir doch einmal gemeinsam etwas genauer hinein. Als erstes ein Vergleich zwischen dem 14–24 f/2.8 (links) und dem 16–35 f/4 (rechts) – beides Ausschnitte in 2 : 1 (!) aus dem Randbereich – also echtes „peeping“…

^^^^^^^^muss 14–24 heißen!
Deutlich fällt die höhere Auflösung und Schärfe des 14–24 f/2.8 auf. Alle Objektive habe ich hier übrigens wieder und ganz bewusst bei Offenblende getestet. Denn da sieht man die Unterschiede in der Qualität. Wenn man abblendet, werden die Abbildungsleistungen noch deutlich besser und die Aberrationen (Farbsäume) werden weniger – aber die lassen sich mit Lightroom mit einem Klick (Chromatische Aberrationen entfernen) auch perfekt entfernen. Beim f/2.8 zu 100 %, beim 4.0 muss man ggf. noch ein bisschen manuell nachkorrigieren.
Hier mal der Vergleich nach der „Ein-Klick-Entfernung“ der Aberrationen:

^^^^^^^^muss 14–24 heissen!
Links sind die Aberrationen komplett weg, rechts tut sich Lightroom schwerer, die Gelb/Lila Aberrationen des 16–35 zu entfernen. Absolut beeindruckend finde ich die Schärfe der Ziegeln unten links bei dem 14–24 – hey, wir befinden uns hier im Randbereich der Objektive bei Offenblende und schauen uns eine 2 : 1 Vergrößerung an – und das ganze an den 36 Megapixeln der D800!!
Nun ein Vergleichsbild zwischen dem 14–24 f/2.8 (wieder links) und dem DX 10–24 f/3.5–4.5 (rechts)

^^^^^^^^muss 14–24 heissen!
Das 10–24 DX schlägt sich tapfer, kann aber natürlich hier an 16 MP nicht zeigen, ob es die gleiche Auflösung liefern könnte, wie das „Große“. Die chromatischen Aberrationen lassen sich genau wie beim 14–24 perfekt mit einem Klick in Lightroom korrigieren.
Zu guter Letzt noch der Vergleich zwischen dem 14–24 f/2.8 mit dem 10.5 f/2.8 Fisheye an DX – nach Entfernung der Aberrationen und „Entzerrung“ des Fisheyes in Lightroom:

Hier seht ihr auch mal, auf welch hohem Niveau wir uns hier befinden. Das Fisheye ist eigentlich ein super scharfes Objektiv, kann hier aber im Randbereich natürlich durch das Entzerren, die geringere Auflösung von DX und dem weiteren Bildfeld, nicht mithalten. Es ist halt ein Fisheye, kein Weitwinkel! Trotzdem ist es, z.B. für die Milchstraßen Fotografie und vor allem für die Nacht-Zeitraffer, im Moment mein präferiertes Objektiv. Wie sich hier das 14–24 schlägt wird sich noch zeigen, vermutlich dann in Chile und Bolivien.
Hier also, wie versprochen, alle Bilder, in voller Auflösung und Größe zum Download.
Mein Fazit
Das 14–24 f/2.8 hält alles was es verspricht. Die Abbildungsleistung ist überragend, selbst bei Offenblende und bis in die Randbereiche. Seine Chromatischen Aberrationen lassen sich in Lightroom mit einem Klick entfernen. Es bietet mit 14mm den extremsten Weitwinkel, ohne wie ein Fisheye zu verzeichnen, und mit der Offenblende von f/2.8 noch bessere Möglichkeiten zum Freistellen und mehr Lichtstärke für Nachtaufnahmen, als alle anderen Super-Weitwinkel. Kurzum: das Objektiv macht einfach riesig viel Spaß – und das ist es doch, worauf es ankommt oder?
Preislich liegen zwischen dem 16–35 f/4 und dem 14–24 f/2.8 noch einmal ungefähr 500 €. Aber ganz ehrlich – wir bewegen uns hier sowieso in einer Preisregion, die schon so weit oben liegt, dass es da auch nicht mehr drauf an kommt. Man zahlt beim 14–24 f/2.8 also viel Geld für eine überragende Qualität, eine Menge Gewicht und einen Trumm an Objektiv. So soll es sein, oder?
Nun ja – also ich vergleiche jetzt mal wieder mit der „kleinen“ Lösung: dem 10–24 an einer DX Kamera für den Bruchteil des Preises. Und komme wieder einmal zu dem Ergebnis, das gemessen am Endergebnis, man für den Luxus des Vollformats und diesem Objektiv schon echt richtig tief in die Tasche greifen muss. Wenn man das allerdings tut, dann bekommt man wirklich etwas tolles für sein Geld. Ich habe schon bei Facebook geschrieben – für mich ist das 14–24 f/2.8 einer der Hauptgründe, die überhaupt für Vollformat sprechen – denn so ein Objektiv gibt es schlicht und ergreifend für DX nicht. Und der Weitwinkelbereich ist ja nun mal derjenige, wo FX punktet – im Tele-Bereich spricht alles für das Crop-Format (okay, von Portrait-Linsen wie dem 85 f/1.4 bzw. 85 f/1.8 mal abgesehen…)
Aaaalso… ich mal wieder:
Wenn ihr bei DX seid, und nicht echte, triftige Gründe habt, dann bleibt dabei. Kauft Euch das für DX überragende 10–24 und seid glücklich damit. Für Landschaften und auch für Zeitraffer ist das Objektiv ideal! Dazu ggf. noch das 10.5 f/2.8 Fisheye für Nachtaufnahmen des Sternenhimmels (mehr Weite, mehr Lichtstärke) und ihr habt alles, was ihr braucht. Das ist das Equipment, mit dem ich z.B. African Skies fotografiert habe.
Wenn ihr sowieso mit Vollformat-Kameras unterwegs seid, Geld übrig habt und ihr Euch als Landschaftsfotograf, der vom Mittelformat träumt, einen Traum erfüllen wollt, dann holt Euch das 14–24 f/2.8. Ein tolles Stück Glas und Metall das sicherlich auch wertstabil ist, wie kaum ein anderes Objektiv – aber wie gesagt – es ist groß, schwer und teuer. Und Filter gehen, wenn überhaupt, auch nur mit noch teureren Verrenkungen.
Ich persönlich werde jedenfalls weiterhin zweigleisig fahren. 10–24 und Fisheye an DX und wenn es wirklich „Mittelformat“ sein soll, dann das große Gespann aus D800 und 14–24 f/2.8 – letzteres gebe ich jedenfalls erstmal nicht wieder her ;-).
Das 16–35 f/4 schicke ich ohne Reue zurück. An dieser Stelle noch einmal ein riesengroßen Dank an Calumet, den Fotohändler mit dem besten Service, den ich kenne, einer tollen Beratung (wo bekommt man die heute noch?) – und Preisen, die sich oft nicht hinter denen von Amazon verstecken müssen!
Die aktuellen Preise und Infos zu den erwähnten Objektiven und Kameras findet ihr wie immer bei Amazon und bei Calumet – ein Preisvergleich lohnt sich immer!
- Nikkor 14–24 f/2.8
- Nikkor 16–35 f/4 VR
- Nikkor 10–24 f/3.5–4.5 DX
- Nikkor 10.5 f/2.8 DX Fisheye
- Nikon D800
Zum Abschluss hier noch ein paar Bilder, die ich in den letzten Tagen mit dem 14–24 in Dänemark aufgenommen habe.
Dieses letzte Bild nun, wurde mitten in der Nacht als Langzeitaufnahme aufgenommen. Die Beleuchtung stammt von einem Blitz hinter den Wolken.











Guten Morgen Gunther,
vielen Dank für den Vergleich, super wie immer! :) Wird mir bei meiner Entscheidung helfen. Gruß Denis
Hi Gunther,
DANKE für den Bericht. Habe auch die vorriegen Berichte sehr aufmerksam gelesen und mir gerade deshalb das 10–24 DX (für D7000) gegönnt. Sollen ja die ganzen Wolkerkratzer in NY auf ein Bild ;-)
Nochmal DANKE für die PRAXIS Berichte.
Ich bleibe bei DX
Gruß
Thorsten
Hallo !
Sehr interessanter Vergleich ! Bin schon seit monaten am Ueberlegen, welches Weitwinkelobjektiv ich mir anlegen soll. Da ich eine Nikon D300s mein Eigen nenne, tendiere ich zu dem 10–24 mm. Da ich des oefteren in Afrika auf Safari unterwegs bin, kommt fuer mich das FX Format nicht in Frage. Als zweites Body habe ich mir jetzt eine Lumix Gx1 zugelegt. Hier liebauegle ich mit dem Olympus m.zuiko 9–18 mm Weitwinkel. Ich weiss, es ist nicht mit einer Bildqualitaet eines Nikon 12–24 zu vergleichen, waere aber eine interessante Anschaffung, wenn ich etwas leichter unterwegs sein will.
Mein Dilemma ist also die Entscheidung zwischen Weitwinkel von Nikon oder von micro43.
Hallo Gunter,
ich habe das 10–24mm an meiner D7000 selber getestet, ich möchte es nicht mehr hergeben.
Das Sigma 10–20mm werde ich verkaufen!
Viel Spaß weiterhin mit diesem Spitzen Objektiv, bin gespannt, was Du uns von Deiner Reise mitbringst.
Gruß
B. Lange
hallo & respekt!
aber wie zum Geier kann man sich solch unfassbar teure
„Spielzeuge“ leisten?
Ja!das würde mich tatsächlich interessieren!
Ich verdiene mittlerweile mein Geld mit diesen Werkzeugen. Dadurch sind sie für mich keine „Spielzeuge“ mehr, das ändert dann schon einiges.
Gunther, vielen Dank für dieses ausführliche Review. Ich schwanke derzeit noch zwischen DX und FX. Tendiere aber nach deinen Tests zur D7000, bei Video kann ich hin und wieder Abstriche machen. Nur habe ich im Moment noch Angst wegen der Portraitaufnahmen. Gibts für das DX auch eine ordentliche Portraitlinse?
Was mich jetzt aber mehr interessiert? Habt/Hast ihr/du in Dänemark in einem Ferienhaus gewohnt? Wenn ja, würde mich die Location interessieren. Das Haus auf dem letzten Bild sieht sehr einladend aus.
Also ich habe mit dem 50er tolle Portraits gemacht (entspricht dann ja einem 75er f/1.4 oder 1.8 an FX, auch das 70–200 f/2.8 funktioniert sehr, sehr gut.
Bzgl. Ferienhaus: wir haben bei esmarch.com gebucht und waren bei Bjerregård, südlich von Hvide Sande.
Danke lieber Gunther für deine Antwort. Ich finde du und Paddy machen das richtig toll. Immer schön brav Fragen beantworten. Kann man von manch anderen Fotografen nicht mehr behaupten.
Hi,
also ich fotografieren seit einiger Zeit mit dem 10–24 an der D7000, ich bin sehr zufrieden. Wenn ich denke, dass für die D800 mit 14–24 ganze 4000,- € fällig sind ^^. Ich habe mir die die D7000 + 1,8⁄35 + 1,8⁄50 + 10–24 und 18–200 für ca. 2500 € gekauft. Wenn man die Objektiv-Palette und die Einsatzmöglichkeiten….Kein Vergleich. Ich hole mir nun noch das 105 Makro für ca 700,- € und ich habe immer noch weniger ausgegeben. Ich sehe da keine Vorteile für FX, da die meisten Menschen sowieso den Unterschied bei den Bilder erkennen kann.
Danke für deine Beiträge.
Ups Fehler, richtig ist: Ich sehe da keine Vorteile für FX, da die meisten Menschen sowieso kein Unterschied bei den Bilder erkennen können.
Sorry, Gedanken Verdreher :-)
Hallo Gunther,
vorab erst mal vielen Dank für Deinen wie immer sehr informativen Beitrag.
Was den Weitwinkel-Vergleich angeht, würde ich die Komponente „gelebte Realität“ nicht ganz unterschlagen wollen. Davon abgesehen, dass im Bezug auf die rein optische Qualität objektiv betrachtet das FX 14–24 sicher die richtige Wahl ist, stelle ich mir aber schon ein paar Fragen: Wie stark wahrnehmbar ist der Unterschied zum 16–35 ohne Pixel-Peeping – rund 500 EUR besser? Wie oft werde ich dieses 1-KG-Monster stundenlang durch eine Stadt oder gar über Stock und Stein schleppen wollen? Beim klassischen Autourlaub oder für speziell geplante Sessions natürlich, aber werde ich es „spontan“ in der Tasche haben, wenn sich plötzlich ein tolles Motiv anbietet? (Jetzt bitte gedanklich die olle Kamelle vom Equipment und dem „Dabeihaben“ einfügen…) So gesehen erscheint das 16–35 IMHO kein schlechter Kompromiss zu sein – jedenfalls würde ich es sicher häufiger „spontan“ in der Tasche finden als das 14–24. Womit wir wieder bei der eingangs erwähnten „gelebten Realität“ wären…
Hi Oliver, täusche Dich aber mal nicht bei den Größen‑/Gewichtsverhältnissen!
Das 16–35 ist gerade mal 280g leichter (es wiegt auch knapp 700g) und es ist sogar eine Ecke größer (länger) als das 14–24!
In den Regionen kommt es da also nicht mehr drauf an. Wer es leichter und günstiger haben will, sollte definitiv zum 10–24 an DX greifen. Gelebte Realität. :-)
Beste Grüße
Gunther
Das 10–24 DX an der D800 als D7000-Ersatz? Naja, warum nicht, das ist ja das Schöne an dieser Kamera – man bekommt eigentlich 2 Kameras für sein Geld… :)
…ich meinte eher an einer DX Kamera. Aber Du hast recht, mein Fisheye 10.5 DX nutze ich auch weiterhin im DX Modus an der D800!
Hey Gunther,
also was mir auffällt ist, dass du von der DX Gesinnung langsam abzukommen scheinst und immer mehr zu FX gehst. Wie kommts?
Hi Thomas,
nein, ich glaube das täuscht. Ich versuche die Vor‑ und Nachteile beider Systeme herauszustellen und bin immer noch der Meinung, dass man 99 % mit DX erreicht und für das extra 1 % richtig viel Geld in die Hand nehmen muss.
Ich fände es halt genial, wenn Nikon eine DX mit mehr „Haptik“ herausbringen würde, also z.B. die lang ersehnte D400. Dann würde ich vielleicht die D800 sogar wieder verkaufen. Das hohe Gewicht und die Größe der D800+Objektive ist schon eine Belastung – gerade beim Reisen.
Im Moment experimentiere ich mit beiden Systemen.
Grüße
Gunther
Hi Gunther,
Du gehst einen ähnlichen Weg, den auch ich gewählt habe, ausser dass ich alle DX Objektive und Kameras D7000, D80 verkauft habe.
Mit dem höheren Preis bezahlen, hast du 100 % recht. Es lohnt sich wirklich….wenn es irgendwie geht..
Schliesslich habe ich vor dem digitalen Zeitalter auch viel Geld für hochwertige SLR’s ausgegeben..und das einzige das noch (wieder) wertvoll ist sind die Objektive..
Deine Weitwinkelfotos von der Küste Dänemarks sind Top.
Danke ….ein alter Afrika Kenner ;-)
Hallo Gunther,
das liebe Thema DX und Weitwinkel. Ich selber besitze die D7000, bin vollauf begeistert von der Bildqualität und sehe eigentlich keinen richtigen Grund, für mich, auf FX aufzurüsten.
Bei mir geht es jetzt noch darum meine Objektive gegen unten etwas auszudehnen, das weiteste was ich zur Zeit habe ist 17mm. Ich wollte nur mal Fragen ob dir auch schon mal eines der Tokina 11–16 über den Weg gelaufen ist. Hast du Erfahrungen mit diesem Objektiv oder eine besondere Meinung dazu?
Vielen Dank und liebe Grüsse aus der Schweiz
Thomas
Hi Thomas, schau doch mal hier: http://gwegner.de/review/kampf-der-super-weitwinkel-nikon-10–24-dx-an-der-d5100-crop-gegen-16–35-f4-an-der-d800-vollformat/ da habe ich ganz unten auf den Test eines Kollegen verlinkt.
Hallo Gunther,
vielen Dank für deine Antwort. Das hatte ich doch glatt überlesen gehabt.
Hm, so leicht wird mir die Entscheidung immer noch nicht fallen. Aber ich denke die 2.8 haben schon was. Vor allem da ich mich gerne mal an der Milchstrasse versuchen möchte.
Gruss
Thomas
Hey Thomas,
ich hatte bisher das Tokina 11–16 an meiner Nikon d300 und fand es einfach großartig. An der d700 nutze ich es noch bedingt (14–16mm). Klar kann es nicht mit dem 14–24 konkurieren (welches ich mir initial einmal geliehen hatte) aber der Preis ist halt echt ein gutes Argument. Selbst gebraucht ist es kaum günstiger als neu, was für das Objektiv spricht!
Hallo zusammen. Wieder ein gern gelesener Beitrag. Was haltet ihr eigentlich vom Tokina 16–28mm f/2,8 AT-X PRO FX
Kostet die Hälfte vom 14–24er. Schneidet auch überwiegend sehr gut ab. Muss doch nicht immer ein sehr teures Objektiv sein, wenn die „gleiche“ Qualität zum halben Preis zu haben ist. Grüße aus Brandenburg.
Danke für den Vergleich!
ach wenn das liebe Geld nicht wär, würde ich nach Deinen Tests immer gerne einkaufen gehen ;-)
Tolle Bilder, weiter so !!!!!!
Schöner Artikel! Nur kurz ein Link zum Lee Filtersystem speziell für das 14–24: http://www.leefilters.com/index.php/camera/system#sw-150
Hallo – und einen Dank an dich für den Test.
Leider finde ich die Fotos mit dem 14–24mm gerade bei Offenblende an den Rändern nicht so spannend, wie es der Preis für die Optik suggeriert. Für schlappe 1.600.- Euronen erwarte ich auch eine knackige Schärfe bei Blende 2,8. Das ist aber, wie man auch auf deinen Aufnahmen erkennen kann, nicht der Fall.
Nichtsdestotrotz ist und bleibt das 14–24mm wohl erste Wahl – weil es eben andere Linsen nicht gleich oder besser können – sondern eher viel, viel schlechter. Abgeblendet ist das Ding erste Sahne – da hinkt das 16–35mm doch deutlich hinterher. Oder jammere ich jetzt auf zu hoehm Niveau ? Dein Test hat mich jedenfalls veranlasst, nochmal über das 16–35mm nachzudenken.
Hallo Gunther, deine Seite hat mir als Anfänger mit einer D7000 schon sehr geholfen. Ich bin auf der Suche nach einem guten und Lichtstärken Weitwinkel, das Nikon 10–24mm war schon fast im Warenkorb, aber die ganzen Testberichte schreiben oft das es für weniger Geld mehr Lichtstärke und Abbildungsleistung gibt (Tokina AF 11–16mm/2.8). Brauche irgendwie eine Entscheidungshilfe.
Wenn Du mich persönlich fragst, ich würde immer zu dem Nikon tendieren. Ich habe schon zuviele schlechte Erfahrungen mit den Fremdherstellern gemacht. Leiber einmal etwas mehr ausgeben und sich später über beste Qualität, hohen Wiederverkaufswert und langanhaltende Kompatibilität auch zu neuen Kameramodellen freuen.
VLG
Gunther
Ganz blöde Frage,
weshalb nutzt du keine Filter(karten), die über einen Adapter am Objektiv festgemacht werden?
Ich glaube die sind unter dem Begriff »Gelatinefilter« bekannt.
Weil das bei dem 14–24 eine riesen Konstruktion würde, außerdem gibt es den für mich interessanten Filter (10 Blenden Graufilter) in der Form nicht. Hier wurde gerade ein neues System angekündigt, das auf dem Prinzip basiert: http://www.dpreview.com/news/2012⁄12/06/Fotodiox-launches-WonderPana-Filter-Systems-145–66
Grüße, Gunther
Hallo! Brauche einen Rat. Möchte mir zu meiner Nikon D5100 ein Weitwinkelobjektiv zulegen. Es sollte für Landschaftsaufnahmen und Innenräume geeignet sein und die 600 € nicht übersteigen. Was wäre geeignet?
Gruß Marlies
Na, das 10–24 natürlich. http://gwegner.de/review/mein-neues-nikon-super-weitwinkel-objektiv-das-dx-nikkor-af-s-10–24–13–5–4–5-ed-test-und-empfehlung/
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Für Porträtaufnahmen bräuchte ich auch noch ein Objektiv oder ist da das Weitwinkelobjektiv auch geeignet?
LG Marlies
Nein, da würde ich das 50 f/1.8 nehmen, siehe http://gwegner.de/fototasche
Hier bekommt man gute Ratschläge. Habe meine Ausrüstung anhand dieser gekauft und nun kommt das Zubehör dran. Werde es berücksichtigen.
Vielen Dank!
LG M.Schwarz
Hallo Gunther,
hast Du mit dem 14–24 auch Aufnahmen mit Sonnenlicht von der Seite/Vorne gemacht (14mm) ?
Wie waren da die Reflexe im Bild ? Gibt es eine Möglichkeit diese durch eine größere Sonnenblende (schwarzer Katon – quasi als Sonnenblenden-Verlängerung) zu vermeiden ?
Danke für die Antwort
Gruß Hans
Es gibt manchmal reflexe, die sind aber so klein, dass man sie in der regel problemlos wegstempeln kann. Eine Vergrößerung der Sonnenblende stelle ich mir aufgrund des großen Bildwinkels – insb. bei 14mm schwierig vor. Mich stören die Reflexe im Bild nicht, wie gesagt, sie sind selten und wenn dann sehr klein.
Hallo Gunther,
seit neuestem bin ich auch Besitzer eines Nikkor 14–24mm.
Allerdings staunte ich beim betrachten meiner Bilder am Monitor nicht schlecht.
Die Bilder waren erwartungsgemäß in der Mitte sehr scharf.
Aber in den unteren Randbereichen, vor allen Dingen links, und rechts noch viel stärker ist eine sehr deutliche Unschärfe bereits im Sucher zu erkennen.
Diese Unschärfe lässt sich bei 24mm Brennweite besonders gut im Sucher erkennen.
Bei 14mm Brennweite sind die unteren Ecken schärfer.
Eigentlich müsste dies doch umgekehrt sein.
Durch verkleinern der Blende lässt sich kaum Schärfe in den Randbereichen zurück gewinnen.
Ist mein Objektiv nun defekt oder ist das bei diesem Objektiv ganz normal ?
Wie verhält sich dies bei Deinem 14–24mm ?
VG
Patric
Hallo Patric,
das kann ich so nicht bestätigen. Jedes Objektiv ist in den Randbereichen etwas unscharf, so natürlich auch das 14–24 – aber das sehe ich nur, wenn ich am Bildschirm auf 1 : 1 ranzoome. Wenn Du das im Sucher siehst, dann ist sicherlich etwas nicht in Ordnung. Das 14–24 ist Referenz in dieser Objektivklasse.
Grüße
Gunther
Hallo Gunther,
ich danke für die schnelle Antwort.
Im Sucher ist mir diese Unschärfe als erstes aufgefallen.
Die Monitor Kontrolle hat es nur bestätigt.
Ich habe jetzt nach Recherche festgestellt,dass das 14–24 zum Brennweitenbereich 24mm hin,in den Randbereichen an Schärfe zunehmend abnimmt.
Seine Stärken spielt es in den unteren Brennweiten aus.
Das würde passen.
Aber das dies mit bloßem Auge im Sucher auffällt ?
Auf jeden Fall danke für den Tip.
Ich werde das Objektiv umtauschen.
VG
Patric
Also ich finde , dass man bei bestimmten Linsen einfach keine Kompromisse eingehen sollte.
Habe auch lange überlegt, ob 16–35 oder gleich das 14–24.
Nachdem Lesen von den Erfahrungen, bleibt ja nur das 14–24 übrig.
Ich kann mir es nicht leisten, was billiges zu kaufen – bewahrheitet sich immer wieder. Lieber eine Linse weniger.
Konnte mich für das Objektiv Nikkor 2,8⁄14–24mm noch nicht entscheiden. Was mich in den Testbericht etwas stört (Fotomagazin 1⁄2012 auf Seite 42–45) sind die Randabdunkelungen. Das Tokina AT-X 2,8⁄16–28mm Pro FX schneidet da besser (das Objektiv Nikkor 4⁄16–35mm ist auch getestet). Das Objektiv von Tokina ist zwar von 2008, da gab es noch keine Nanokristallvergütung. Aber wenn sonst die optische Leistung stimmt weshalb nicht? Mich würde mal die Erfahrung anderer Leser interessieren.
Gruß Hans
„Randabdunkelungen“ sind heute kein Grund, ein Objektiv nicht zu kaufen oder negativ zu bewerten. Mal abgesehen davon, dass die beim 14–24 nicht störend ausgeprägt sind, lassen sie sich mit einem Klick in Lightroom’s Objektivkorrektur korrigieren. Das 14–24 ist einfach in Punkto Bildqualität der Maßstab, da ändert auch ein Testbericht des Fotomagazins nichts dran…
Hallo Gunther,
…die Daten im Testbereicht sind das eine, die praktischen Erfahrungen mit dem Objektiv das andere. Vielleicht hat der eine oder andere Leser mit diesem Objektiv mal Aufnahmen mit der D800 gemacht und kann diese im Ausschnitt in 100 % Darstellung hier veröffentichen ?
Interessant wären der Schärfevergleich Bildmitte, Bildrand bei verschiedenen Brennweiten und Blenden. ggf. wäre auch ein neuer Thread, der von der Überschrift besser passt notwendig ?
Danke + Gruß Hans
Das ist alles sehr interessant zu lesen und mir geht es so, dass ich dann aber immer wieder Zweifle, denn wer will schon was 99%iges.
Den richtigen Vergleich hat man ja nur wenn man beide hat und probiert.
Schlimm finde ich es nur, dass man so extrem aufpassen muss, was man für eine Kamera hat, denn eine Linse, die an der D3 Top ist, muss es noch lange nicht bei einer D800 sein. Nun kauft man sich Objektive und nach ein zwei Jahren wiedermal einen neuen Body, dann fängt man wieder von vorne an. Also alles was zur Zeit der F5 auch nicht schlecht – oder?
Vorallem nervt mich, dass jede Zeitschrift andere Werte herausmusst und dann dementsprechend bewertet. Ja, ist doch so.
Na ja, die wissen auch, von wem sie leben und wer die Werbeseiten füllt. Ist überall so, kann man nicht ändern.
Wäre es nicht schön,
noch das Tokina 16–28mm F2.8 Objektiv
in den Vergleich einschließen?
Hallo Gunther,
hast Du für das 14–24 mm Objektiv die beiden Filterlösungen (ND..) von Fotodiox und LEE einmal verglichen?
Welches Filtersystem nutzt Du am 14–24?
Gruß
Dirk
Hallo Dirk,
ich nutze derzeit gar keine Filter am 14–24. Mir sind die alle zu groß, zu unhandlich und zu teuer. Wenn ich Filter brauche, nehme ich das 10–24 DX…
Grüße
Gunther
Sehr schöne Übersicht.
Ich wundere mich nur, warum Du nicht das Nikkor 12–24mm f/4.0 hier mitgetestet hast. Weil es schon ein ein bischen älter ist eventuell?
Ich denke, es wäre eine gute Alternative für viele. Besonders weil es – glaube ich – sehr flare-resistant zu sein scheint.
Grüße,
Markus
Hi Markus: ganz einfach – weil ich mein ganzes Equipment selbst kaufe und auch bezahle. Ich kann natürlich nicht jedes Objektiv kaufen, sondern teste halt die Sachen, die ich mir zulege – klar ist dann auch mal eines dabei, das ich zurückschicke.
Hallo Markus,
einen interessanten (= weil vergleichbar mit anderen Objektiven) Test findest Du hier: Test Nikkor DX 14–24 f/4,0
In diesem Forum werden sowohl DX‑ als auch FX-Objektive verschiedener Marken getestet,
diese sind jedoch nur innerhalb einer Marke direkt vergleichbar.
Es hat mir schon so manchen € gespart (d.h. eine Fehlentscheidung vermieden).
Gruß Hans
Das sieht interessant aus.
Vielen Dank Hans!
Hallo Gunther,
meine Ⅾ 300 hat jetzt schon etliche Bilder auf dem Buckel und ein paar (Belichtungs‑) Macken. Ich bin also an einem Punkt, mich nach einer neuen Kamera umzusehen (die Ⅾ 300 würde dann ins zweite Glied rücken). Früher (analog) war ich ein großer Festbrennweiten-Fan, auch wegen der Qualität der Bilder. Das Thema scheint aber aus der Mode gekommen zu sein. Das ist schade, denn ich würde gerne wissen, wie die Ⅾ 800 zum Beispiel mit einem 20 : 2,8, einem 24 : 2,8, 28 : 2,8 abschneidet. Hast du das 24 : 1,4 schon mal an die Kamera geschraubt?
Der Vorteil der Festbrennweite? Ich kann eine Routine entwickeln, zu „sehen“ wie das Objektiv, was mir beim schnellen Arbeiten hilft. Das funktioniert beim Zoom so nicht.
Grüße Boris
Hi Boris,
das Thema ist aus meiner Sicht keinesfalls aus der Mode und ich weise immer wieder auf die Vorteile der Festbrennweiten hin. Die von Dir genannten Objektive besitze ich selbst nicht, sie werden sicherlich an der D800 funktionieren. Zu beachten ist allerdings, dass ältere Objektive aufgrund der noch nicht so ausgefeilten Vergütung, and den modernen Hochauflösenden Sensoren z.T. nicht so gut performen, wie die neuen hochvergüteten Objektive. Das wird aber auch nur bei 1 : 1 sichtbar, von daher würde ich Dich ermutigen, es einfach auszuprobieren.
Grüße
Gunther
Ich arbeite mit dem 14–24mm 2,8 seit es verfügbar ist und habe tausende Aufnahmen damit gemacht.
Wie Gunther ja auch herausgefunden hat, es gibt nicht besseres auf dem Markt als das Teil.
in Polarlichtfotografie z.B. ist das auch bei Canonfotografen ein Muss, hal mit Adapter…. das sagt ja alles…